Hallo Forum,
sorry aber ich bin mal wieder etwas hilflos. Die eine Marke hat sich verselbstständigt.... wie ist das zu reparieren- oder soll ich die Marke einfach mit der Karte zusammen aufbewahren?
Vielen Danl und Gruß
Wolfgang
Hallo Forum,
sorry aber ich bin mal wieder etwas hilflos. Die eine Marke hat sich verselbstständigt.... wie ist das zu reparieren- oder soll ich die Marke einfach mit der Karte zusammen aufbewahren?
Vielen Danl und Gruß
Wolfgang
Hallo Namensvetter,
soweit mir bekannt ist, werden Marken, die z.B. zum Prüfen von Belegen gelöst werden, danach wieder mit kurzen Falzen replaziert (welch schönes Wort ;-)).
Schönen Abend,
miasmatic
wie bitte? Marken werden zu Prüfzwecken von Belegen gelöst- und was ist dann mit den Stempeln, wie zB jetzt in diesem Fall?
Ich meine das entwertet doch den ganzen Beleg!
Ich bin kein Experte aber das erscheint mir fragwürdig. Es gibt mittlerweile ja auch Verfahren mit denen das Wasserzeichen auch auf Briefstücken festzustellen ist und farben sowieso...(Ich irre mich gerne)
Hallo Namensvetter,
eine solche Frage gab es hier im Forum scheinbar schon einmal:
Über die Gründe, weshalb Marken in Ausnahmefällen von Belegen gelöst und später replaziert werden, hat Jürgen Kraft/stampX am 12.01.12 folgendes geschrieben:
"Ich will ein paar wichtige Gründe nennen, aus denen wirklich Marken abgelöst werden.
Der wichtigste und meist einzige Grund ist, einen Verdacht auf Manipulationen zu beweisen oder zu widerlegen. Beispiele dafür sind alle Belege, bei denen während der Prüfung festgestellt wird, dass die Marke schon einmal abgelöst war und für die es kein Attest gibt. Die Marke könnte einfach repariert worden sein. Zähne, Ränder, Durchstiche, Risse und selbst dünne Stellen, Büge, Knicke, Flecke usw. könnten beseitigt worden sein. Eine Hinterlegung könnte man von der Vorderseite nicht unbedingt erkennen. Auch zum Beweis, dass eine angeblich umgeprägte Brustschildmarke auf Beleg, eben nicht umgeprägt wurde, ist das Ablösen hilfreich. Papier "erinnert" sich im Wasserbad an seine ursprüngliche Form.
Ein anderes Beispiel ist die Kontrolle, ob sich unter der Marke nicht Belege für eine Manipulation finden. Das trifft natürlich auch nur zu, wenn Indizien einen Verdacht hervorrufen.
Was Prüfer noch alles ohne Ablösen beantworten können, ist zum Beispiel die Frage, ob die Marke ursprünglich klebt.
Ob sich der Handelswert eines solchen Stücks durch Ablösen ändert, hängt vom Einzelfall ab. Ein verdächtig aussehendes Stück, dass durch die Kontrolle und Dokumentation der losen Marke oder des leeren Beleges, als einwandfrei belegt werden kann, dürfte einen Wertzuwachs erlangen. Reparaturen oder Manipulationen dürften den Wert wohl stärker senken. Tatsächlich gibt es auch Belege augenscheinlich ohne Grund so behandelt wurden. Deren Wert dürfte sich durch die Behandlung vermutlich weniger geändert haben als durch übliche Markteinflüsse. Ein Wertverlust wird sicher durch unsachgemäße Behandlung eintreten.
Fazit: Ein Ablösen erfolgt nicht um Werte zu zerstören, sondern eigentlich immer nur, um ein Prüfstück korrekt attestieren zu können. Der Fall ist auch die Ausnahme."
Quelle:
Schönen Abend,
miasmatic
OK , ich danke dir für die Erklärung und den Hinweis auf den betreffenden Beitrag. Dann weiß ich was zu tun ist. Aber wo kriegt man heutzutage noch Falze her und wird sowas überhaupt noch hergestellt?
Hallo Namensvetter,
der Alternativvorschlag von Nigel/doktorstamp und auch carolinus war, Gummi arabicum zu verwenden. Gibt's wohl beim Künstlerbedarf, aber auch bei z.B. ebay.
Schönen Abend,
miasmatic
cool danke für den Tipp:-)
Ich würde die lose Marke sorgfältig mit Klebstoff wieder an die alte Stelle kleben, so daß der Stempel wieder zusammenwächst. Der Wert dieser Sonderkarte aus dem Dritten Reich, von der leider die Bildseite nicht gezeigt ist, hängt wohl hauptsächlich mit der Bildseite zusammen. Daß die Karte mit Sondermarken frankiert wurde und einen Sonderstempel zeigt, wird den Wert nicht sonderlich erhöhen, ist aber philatelistisch gesehen natürlich optisch schöner als eine unfrankierte Karte.
Gruß kartenhai
da bevorzuge ich die Variante mit dem Gummi Arabicum... Klebstoff greift doch die Marke an oder nicht?
Ob Klebstoff eine Marke angreift oder nicht, weiß ich auch nicht. Habe ähnliche Fälle einfach mit dem Pritt-Stift gelöst, da ging es aber immer hautpsächlich um die Kartenansicht und nicht besonders um die Frankierung.
Wie das dann nach ein paar Jahren aussieht, konnte ich noch nicht prüfen.
Bei wertvollen Marken würde ich aber auch keinen Klebstoff verwenden. ![]()
Gruß kartenhai
kartenhai: Gibt es da noch mehr Motive vom Reichsparteitag? Vielleicht sollte ich mir mal einen Karten /Ganzsachenkatalog anschaffen. Nur weil Du meintest die Wertigkeit des Belegs hängt vom Motiv auf der Vorderseite ab...
@ narnia2009:
Vom Reichsparteitag gibt es einige Karten, siehe nachfolgenden Link. Deine ist z. B. für 25,- EUR dort angeboten, allerdings ohne Stempelspur auf der Bildseite, das ist dann schon etwas wertmindernd. Echte Ganzsachen, die man im Ganzsachen-Katalog findet, sind schon nicht mehr so hoch bewertet wie Künstler-Postkarten ohne Werteindruck hinten, für die es aber keinen Katalog gibt. In Katalogen von Ansichtskarten-Auktionen sind diese Karten meist in Farbe ganz am Anfang des Katalogs abgebildet und werden bei seltenen Ansichten auch öfters mal über 100,- EUR gehandelt. Dabei spielt die Rückseite meist keine besondere Rolle, ob mit oder ohne Frankatur. Bei Ebay sind die Karten meist nicht zu finden, da sie Ebay gleich rauswirft wegen der verbotenen Symbole drauf.
Gruß kartenhai
Danke Dir für den interessanten link, den speicher ich mir gleich mal als Favorit ab ![]()
ZitatKlebstoff greift doch die Marke an oder nicht?
Nicht, wenn du den richtigen verwendest. Ich würde einen wasserlöslichen Papier- und Bastelkleber nehmen, gibt es z.B. von UHU.
Gruß
Uli
Hallo,
hier mal ein Beispiel zum Thema Falz vom Prüfer.
Gruß
Henrik