Und wieder sind mir da ein paar Marken in
die Hände gefallen.
Hab sie soweit einortnen können,
Argentinien, Provinzausg. Buenos Aires
Mich.4 5 P (CINCO Ps) gelb
Mich.5 b 4 R (CUATO rs) graubraun
Wenn die echt wären "Volltreffer"
Argentinien - Ausgaben von Buenos Aires (Staat bis 1860, Provinz bis 1864)
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@tafkaf:
Mach Dir mal keine Sorgen um die Echtheit, bei der Menge an Nachdrucken, auch von den echten Steinen... Da waren schon um 1900 drei oder vier verschiedene Nach- und Neudrucke bekannt.
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Aber von der Gelben hab ich nichts wegen Nachdruck gelesen.
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Habe bei den oben gezeigten Marken auch noch diese beigehabt die ich aber nicht finden konnte.
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Da hier immer der eine oder andere Südamerikakenner mitliest, traue ich mich mal aus der mit einem unbekannteren Sammelgebiet aus der Deckung.
Die Republik Buenos Aires hat während der kurzen Zeit der Unabhängigkeit von der Argentinischen Konförderation eigene Briefmarken herausgegeben (1858 + 1859).
Diese Marken werden nach ihrem Bildinhalt "Barquitos", zu deutsch "Schiffchen" genannt.
Nach ausführlichem Studium des Kohl-Handbuches, des Michel-Kataloges und dieser tollen Internetseite
bin ich mir immer noch nicht sicher, ob die unten gezeigten Marken Orginale, Nachdruck 1 oder 2, Sperati-Fälschungen oder Nachahmungen neueren Datums sind.
Wer weiss Rat?
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Hast du bei deinen ausführlichen Studien auch näheres zum Druckverfahren der Originalmarken herausgefunden?

Kleiner Tipp:
Schau dir die Marken mal in Ruhe unterm Fadenzähler an.
Ist das wirklich Buchdruck? Ich glaube nicht! -
Die von Dir gezeigten Briefmarken sehen genau aus wie diese "primitiven Fälschungen" in dem Link, den Du eingestellt hast.
Ich bin nicht der Spezi auf diesem Gebiet, aber für mich sehen die falsch aus.
Gruss
Afredolino -
@ buzones
Auf die naheliegensten Dinge kommt man oft nicht von selbst...

Es ist natürlich kein Buchdruck. Anhand des Vergleichscanns mit einer aus derselben Zeit stammenden, farbähnlichen argentinischen Buchdruckmarke sieht man, dass die typische Dreidimensionalität durch den Farbauftrag vollkommen fehlt.
Das kommt davon, wenn man nur nach Informationen über Papier und Bildgröße und dergleichen sucht.

@ Alfredolino
Dass die Marken falsch waren, hatte ich schon im Gefühl, hätte mich aber zu gerne eines Besseren belehren lassen.
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Hallo!
"Buenos Aires" sagt zwar schon viel, aber sind das auch Briefmarken?
Sollte sich jemand damit auskennen und sie als Briefmarken "erkennen" , vielleicht auch noch in einem aktuellen Michel-Katalog was dazu gefunden haben, wäre es sehr freundlich, wenn er/sie was dazu sagen würde.
Die Stücke wurden vor vielen Jahren einem uralten Vordruckalbum entnommen. In einer Zeit, als es für den Repro-Markt noch keine entsprechenden Heim-Drucker gab.
Vielen Dank.
uposta
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Hallo uposta,
1. es gibt durchaus Marken von Buenos Aires. Wer alle Welt sammelt, bzw. handelt, sollte auch einen Alle Welt Katalog im Schrank haben, es muss ja nicht die aktuelle Ausgabe sein.
2. Es gibt, insbesondere in Deutschland, noch viel mehr Fälschungen der Marken von Buenos Aires. Die meisten Fälschunge stammen wohl aus Nürnberg.
3. Wer sich mit klassischen Marken auseinandersetzt sollte das eine oder andere Buch über klassische Fälschungen im Schrank haben:
Album Weeds: How to detect forged stamps, 1892, Stanley Gibbons
Paul Lietzow. Das schwarze Buch der Philatelie, 1879, gibt es auch als Nachdruck
Paul Ohrt: Handbuch der Neudrucke, 1906, gibt es auch als Nachdruck.Meines Erachtens sind das Fälschungen ohne Wert, ich vermute, es handelt sich um sogenannte Schrödersche Lichtdrucke.
Viele Grüße
DKKW -
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Hallo DKKW!
Vielen Dank, von Schröderschen Lichtdrucken habe ich schon gelesen, aber nur im Zusammenhang mit Sachsen.
Das heisst dann, dass man an den Farben nichts Falsches erkennen kann?
Da ich weder Alle Welt sammle, noch damit handle, kann ich die Papierkrümel dem Hamster als Knabberspass geben.

uposta
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@ uposta:
Hier noch zwei Links zu diesen Marken mit Originalen und Nachdrucken, die Schröderschen Lichtdrucke sind hier aber noch nicht mit erwähnt:
Wenn klassische Marken immer so gut aussehen wie frisch gedruckt, ist meistens etwas faul. Originalmarken sieht man das hohe Alter meistens gleich an, auch an der Rückseite.
Gruß kartenhai
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Hallo kartenhai,
vielen Dank für Deine Links.
Da ich nicht sagen kann aus welchem Jahr das "uralte" Vordruckalbum stammte, kann man natürlich auch die in der Literatur bereits beschriebenen Neudrucke annehmen. In das Vordruckalbum waren sie noch vor 1914 gelangt.
Leider habe ich noch nirgendwo eine Abbildung eines Kehrdruckpaares finden können. Damit könnte man wenigstens die diskutierten breiten Ränder relativieren.
uposta
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@ uposta:
Hier ein paar Kehrdrucke, nur der erste davon ist echt. Die Kleinbögen sind Reprints mit nur einem Kehrdruck-Paar unten links oder rechts, das letzte Paar ist eine Sperati-Fälschung.
Gruß kartenhai
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Hallo kartenhai,
das nenne ich schnell.
Vielen Dank!Originale mit sichtbar breit geschnittenen Rändern schließe ich mal aus. Eine fünfstellige Michelnotierung hätte der Hamster demnach nicht zerknabbert.

Hat der Herr Sperati alle 8 Marken "angefertigt"? Das wäre dann die einzige Variante "Fälschung". Ob man "Neudrucke" als Fälschung diskutieren muss?
uposta
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Ob der Fälscher-König Sperati alle 8 Marken fabriziert hat, weiß ich auch nicht, wohl nur die teuersten. Er hatte ja alle Hände voll zu tun mit den übrigen Raritäten der Welt.

Und solange der Michel die Neudrucke auch noch katalogisiert mit sehr geringen Preisen, kann man wohl nicht von Fälschungen sprechen.
Gruß kartenhai
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Von diesen im Original teuren und seltenen Marken sollen sehr viele billige Reprints und Fälschungen im Umlauf sein. In diesem englischen Forum geht es um diese Marken, leider sind die darin enthaltenen Links mit näheren Einzelheiten darüber nicht abrufbar:
https://stampboards.com/viewtopic.php?f=10&t=16908
Bei Siegel-Auktionen sind einige der Marken abgebildet, die echt sind. Vielleicht kann man da im Vergleich sehen, ob die eigenen Marken Reprints sind?
https://siegelauctions.com/lots.php?year=…=957&page_no=10
Gruß kartenhai
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Und in diesem Forum steht unter anderem, daß die Originale auf einem dünneren Papier gedruckt sind als spätere Fälschungen, die auf dickem rauhen Papier gedruckt sind:
https://stamporama.com/discboard/disc…ion=20&id=14843
Gruß kartenhai
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