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  5. Abarten & Plattenfehler

Plattenfehler und Anderes

  • Abarten-Hannes
  • 22. Oktober 2006 um 12:02
  • Abarten-Hannes
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    • 22. Oktober 2006 um 12:02
    • #1

    1/8 Plattenfehler

    Als ich meinen ersten registrierten Plattenfehler (=PF) entdeckte - die SAAR MiNr. 90 III - war bei mir das Goldgräberfieber ausgebrochen! Naja, "Gold" ist leicht übertrieben, aber die Entdeckerfreude ist die gleiche.
    Wenn auf einem Hunderterbogen immer nur auf Feld 73 eine Marke steht, die nicht ganz so ausgefallen ist, wie sich Auftraggeber, Entwerfer und Drucker vorgestellt haben, dann ist dies doch eine größere Seltenheit als die restlichen 99 Marken, war meine Überlegung.

    Als Beispiel soll hier die MiNr 233 mit der PF-Bezeichnung I (Feld 33) dienen: "gebrochener Arm", besonders leicht zu erkennen; viele PF verlangen zum Auffinden eine gute Lupe.

    Vor allem in Krisenzeiten häufen sich PF, wenn mangelhafte Druckmaschinen, Papiere, abgenudelte Platten und Hektik ganz zwangsläufig Fehler provozieren. Sie ziehen sich entweder durch eine ganze Auflage oder durch sog. Teilauflagen.
    Heutzutage muss man schon lange suchen, um einen "grünen Punkt im Schilf" zu entdecken - die Druckverfahren wurden perfektioniert, die Kontrollen in der Regel ebenso.

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  • Abarten-Hannes
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    • 22. Oktober 2006 um 12:14
    • #2

    2/8Druckzufälligkeiten

    Alle Marken mit Mängeln, die nicht z.B. im MICHEL oder SCHANTL registriert sind, fallen unter die Bezeichnung "Druckzufälligkeiten" und finden nicht so große Anerkennung (und Katalogpreise), sammelwürdig (und darauf kommt´s an) sind sie allemal, denn im Grunde genommen sind sie noch viel seltener als Plattenfehler, da sie sich in der Regel nicht wiederholen; es sei denn, ein genau gleicher Fehler taucht ein zweites Mal auf, dann haben wir es wohl wieder mit einem PF zu tun.

    Verursacht werden Druckzufälligkeiten durch Staub oder Fussel beim Druck, manchmal durch Knicke im Bogen.

    Eine solche Druckzufälligkeit sei hier gezeigt: A.H. mit Pferdeschwanz...

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  • Abarten-Hannes
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    • 22. Oktober 2006 um 12:20
    • #3

    3/8Gestaltungsfehler

    Für eine gewisse Heiterkeit und Schadenfreude sorgen auch immer wieder Gestaltungsfehler einer Marke, die durch alle Kontrollen vor Drucklegung gerutscht ist und nun am Schalter Zeugnis für Pfusch ablegt.

    Beispiel "Gabühr bezahlt", oder Scheitel von Thomas Mann auf der falschen Seite, oder die neue Dreiecksmarke ÖSTERRREICH mit 3 R

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  • Abarten-Hannes
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    • 22. Oktober 2006 um 12:26
    • #4

    4/8Aufdruckfehler

    Ebenfalls in den Spezial-Katalogen registriert finden sich Aufdruckfehler; die Urmarke ist zwar üblicherweise tadelsfrei, aber der angeordnete Auf- oder Überdruck ging daneben - weil ein Druckbogen falsch eingelegt wurde, die Maschine noch nicht korrekt eingestellt war oder eine falsche Farbe verwendet wurde.
    Manchmal lief ein Druckbogen auch zweimal durch die Maschine, oder rückseitig.

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  • Abarten-Hannes
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    • 22. Oktober 2006 um 12:35
    • #5

    5/8Verzähnungen

    Ein Sammelgebiet für sich sind Verzähnungen, wie am besten das beigefügte Beispiel zeigt. Auch hier tragen sowohl die Zähnungsvorrichtung als natürlich auch Arbeiter und Kontrolleur die Schuld, wenn solche Exemplare an die Schalter gelangen - zur Freude der Abarten-Sammler!

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  • Abarten-Hannes
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    • 22. Oktober 2006 um 12:40
    • #6

    6/8Abklatsch

    Werden druckfeuchte Bogen zu rasch (oder mit zu viel Eigengewicht) aufeinandergestapelt, dann kann sich auf der gummierten Seite ein spiegelverkehrter Abklatsch markieren; inzwischen kommt dies kaum mehr vor - leider!!

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  • Abarten-Hannes
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    • 22. Oktober 2006 um 12:45
    • #7

    7/8Probedrucke

    Vielfach werden von Neuausgaben Probedrucke in verschiedenen Nuancen angefertigt, um das Zusammenspiel der Farben und Lesbarkeit zu prüfen und als Entscheidungshilfen zu dienen.
    In den Handel gelangen solche Probedrucke naturgemäß kaum.

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  • Abarten-Hannes
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    • 22. Oktober 2006 um 12:57
    • #8

    8/8Nicht Verausgabte

    In der Postgeschichte kommt es immer wieder vor, dass Marken entworfen und gedruckt, aber dann aus Genehmigungs- oder Politikgründen nicht verausgabt werden.
    Auch hinter solchen Exemplaren jagen die Sammler natürlich her!

    Zuletzt:
    Das Feld "Plattenfehler und Anderes" ist natürlich noch viel reicher; es wären noch aufzuzählen:
    Wasserzeichen-Abarten, Geschnittenes statt gezähnt, versetzte Markenbilder, Firmenlochungen, retuschierte Marken, ausgefallene Zahnlöcher bzw. Zähnungsabarten, Farbfehldrucke, Private machwerke (inkl. Lokalpost), Andreaskreuze, Mustermarken, Stempelvarianten, farblich unkenntlich gemachte Marken (Postkriege), ATM-Abarten - -
    und das ist sicher noch nicht alles!

    Es regt um ähnliche Beispiele an der mit voller Absicht so genannte Abarten-Hannes

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  • patrykkwieton
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    • 22. Oktober 2006 um 13:53
    • #9

    Sehr interessanter Beitrag :D

    Find ich toll!

    :polen: :polen: :polen:

  • woermi
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    • 22. Oktober 2006 um 14:01
    • #10

    feine sache! :)

  • heino653
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    • 22. Oktober 2006 um 14:03
    • #11

    Hannes das finde ich sehr gut.
    Habe wieder etwas gelernt
    mfg
    heino653

  • kauli
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    • 22. Oktober 2006 um 15:59
    • #12

    Ja, da hat unser lieber Hannes wieder
    aus dem vollen geschöpft :]

    Prima Sache, gerne mehr

    Suche immer Berlinstempel auf Marken und Belegen, Bitte alles anbieten

  • concordus
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    • 23. Oktober 2006 um 12:16
    • #13

    Zitat:
    Ja, da hat unser lieber Hannes wieder
    aus dem vollen geschöpft
    Prima Sache, gerne mehr

    Kann mich nur :ok: dem obigen anschliessen.

    :P :P:D gerne mehr.

    Mit fliegerischen Grüssen :concorde: Thomas

    [Blockierte Grafik: http://concorde.philadb.com/concordebanner.jpg]

    Wer keinen Mut zum Träumen hat, hat keine Kraft zu kämpfen.

  • Afredolino
    Philatelie Experte
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    • 23. Oktober 2006 um 17:24
    • #14

    Zu erwähnen wären auch die Briefmarken, die auf der falschen Seite bedruckt wurden, also auf der gummierten Seite. Diese Marken gehören unter die Kategorie Abarten. Das kommt bei fast allen Briefmarken vor, bei Bogenmarken, Rollenmarken oder Automatenmarken.

    Auf dem Scan eine ATM, die auf der Gummiseite bedruckt wurde. Da wurde die Papierrolle falsch in den Automaten eingelegt.

    Links die "normale" Seite, rechts auf Gummiseite gedruckt.

    Gruss
    Afredolino

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    Beginn den Tag mit einem lächeln und du hast ihn schon gewonnen

  • Nimrod
    Gast
    • 23. Oktober 2006 um 19:14
    • #15

    Wer erfolgreich auf Plattenfehler-Suche gehen möchte, dem empfehle ich die 1850/54 Ausgaben von Ö. + L&V. Bei manchen Platten ist es geradezu schwierig, eine Marke, ohne Plattenfehler zu finden.

    Hier ist ein relativ großer Plattenfehler einer 15 Centesimi Type I dargestellt (Fleck im linken Adlerflügel). Er wird im Ferchenbauer als Plattenfehler Nr. 9 gelistet.

    Stempelfehler kommen gelegentlich auch vor. Hier bei einer 6 Kreuzer Type III Platte B. "Feb" wurde verkehrt eingesetzt.

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    6 Mal editiert, zuletzt von Nimrod (23. Oktober 2006 um 21:39)

  • portomarke
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    14. März 1956 (70)
    • 2. Dezember 2006 um 18:01
    • #16

    Gestern unter den Marken habe ich ein moeglicherweise fehl gedruckte marke gefunden!!! Ist es ein Druck fehler ? Sie konnen oben 4 und darunter 3 quadratische weisse flecken sehen! Ich habe ja keine grosse erfahrung wie Euch! Ich bitte the Briefmarkengotter zur Sache!
    Vielen Dank

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    :post:Briefmarken aus Altdeutschland, ubersee, ferne inseln sind wilkommen... :veryhappy:

  • asmodeus
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    • 2. Dezember 2006 um 18:15
    • #17

    Das ist die Mi.Nr. 83 und diese Quadrate, die man sieht, ist der Kreideunterdruck. Leider hat es dann die Farbe beeinflußt. Nichts besonderes in dem Sinne eines Fehlers

  • zackenhirsch
    aktives Mitglied
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    27. April 1970 (55)
    • 9. Januar 2007 um 09:52
    • #18

    Dann hätte ich auch mal eine Frage, die für Hannes sicher kein Problem ist.

    Deutsches Reich Michel 159
    Kommen solche Linienbrüche so oft vor?? Im Michel Spezial konnte ich leider nichts finden.

    Grüsse

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    Sammelgebiet: Bund, Berlin, DDR, San Marino, Aland, GG, DR, B & M

  • mockingbird
    Gast
    • 9. Januar 2007 um 10:30
    • #19

    Hi Zacki,

    haste nen Deutschland-Katalog? Dann kuck mal nach dem Druckverfahren. Das sollte Deine Frage eigentlich beantworten. Zumindest dass es kein Linienbruch sein kann... :D Der Rest erjibt sich danne von selbst.

    Gruss!

    mockmock

  • zackenhirsch
    aktives Mitglied
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    27. April 1970 (55)
    • 9. Januar 2007 um 10:43
    • #20

    Ja hab ich.
    Hab jetzt auch mal gesucht, nur leider ist mein Wissen noch nicht so weit, sammle ja noch keine 30 Jahre!!

    Ein kleiner Tip noch für mich ? ? :)

    Sammelgebiet: Bund, Berlin, DDR, San Marino, Aland, GG, DR, B & M

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