Hallo DKKW,
einen großen Wal habe ich noch nicht lebend gesehen. Als ich noch ein Kind war, wurde ein riesiger präparierter Furchenwal auf einem einer Wanderausstellung in Stralsund gezeigt. Der hat mich damals schon sehr beeindruckt.
Heute möchte ich die Familie der Delfine vorstellen. Delfine sind meist zwischen eineinhalb und vier Meter lang, der Große Schwertwal erreicht als größter Delfin sogar acht Meter. Sie haben einen stromlinienförmigen Körper, der an die hohen Schwimmgeschwindigkeiten angepasst ist. Im Kopf befindet sich ein rundes Organ, die Melone. Sie spielt eine Rolle bei der Echoortung. Bei vielen Arten sind die Kiefer klar abgesetzt und bilden einen langgezogenen Schnabel. Die Schnauze kann bei mehreren Arten sehr viele Zähne enthalten. Das Gehirn der Delfine ist groß und besitzt eine komplexe Hirnrinde, was ein Grund für viele Zoologen ist, sie zu den intelligentesten Tieren zu zählen. Es gibt aber auch die umstrittene Theorie, dass das große Gehirn lediglich eine Anpassung an das Leben im Wasser ist und dazu dient, den Wärmeverlust an das Wasser besser regulieren zu können. Grundlage dieser Theorie ist die Tatsache, dass das Gehirn der Delfine sehr viele Gliazellen und im Verhältnis dazu wenige Nervenzellen besitzt. Laut Annahme helfen die Gliazellen bei der Wärmeisolation Delfine können Bewegungsfolgen und Reaktionen auf akustische Reize schnell erlernen, bei abstrakten Gegenständen wie Drei- oder Vierecken liegt ihre Lerngeschwindigkeit jedoch unter der von Tauben und Ratten. Einige Ethiker sprechen jedoch aufgrund der angeblich hohen geistigen Kapazität und der emotionalen Intelligenz von Delfinen als Individuen, denen dieser Definition nach sogar Persönlichkeitsrechte zustehen würden.
Vorführungen mit Delfinen, besonders mit Schwertwalen, auch Orcas genannt, sind sehr umstritten. Mehrmals kam es zu tödlichen Unfällen mit diesen Tieren.
Im Loro Parque wurde nach einem Orca-Angriff im Jahr 2007 die Orca-Trainerin Claudia Vollhardt schwer verletzt.
Am 24.12.2009 verstarb der Orca-Trainer Alexis Martinez (29) nach einer Orca-Attacke.
Vor den Augen von mehreren Dutzend entsetzter Zuschauer packte der 4,5 Tonnen schwere Orca Tillikum die Trainerin Dawn Brancheau, die sich zu ihm gebeugt hatte und seinen Bauch kraulte, zog sie ins Becken und schleuderte sie dort immer wieder hin und her. Dawn Brancheau (40), eine der erfahrensten Trainerinnen des Tierparks, konnte nur noch tot aus dem Wasser geborgen werden.
Die Mutter des von einem Orca tödlich verletzten Trainers, Mercedes Hernández Domínguez, in einer Stellungnahme gegenüber dem WDSF vom 05. Juni2014 mit der Bitte um Veröffentlichung:
"An alle Personen, die daran beteiligt sind, die Gefangenschaft von Orcas und Delfinen aufrecht zu erhalten: Politiker und ihre Gefolgsleute - Reiseveranstalter und Medien, welche irreführende Informationen verbreiten - Unternehmer, welche nur an Gewinn und finanzielle Bereicherung denken - Besucher der Shows, welche durch ihr Unwissen die Gefangenschaft der Tiere unterstützen, sind mutmasslich verantwortlich für alle Menschen, die durch Angriffe von Orcas getötet wurden. Angriffe die das Resultat von dem täglichen Leid der Orcas sind, die entweder resignieren oder töten, als einzige Möglichkeit ihren Protest kund zu tun. Einer, der diesem Protest der Orcas zum Opfer fiel, war mein Sohn Alexis im Loro Parque."