Briefkarte aus den Niederlanden (Breerkerk) nach Berlin von 1888, mit Nachporto belegt. sGravenhage ist übrigens die offizielle Bezeichnung von Den Haag. dem niederländischen Regierungssitz. Der Ort selbst hat nie das Stadtrecht erhalten.
Nicht oder nachträglich entwertet & Postvermerke allgemein
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Heuss Ganzsache aus West-Berlin, 1960 innerhalb von West-Berlin gelaufen, mit Stempeln "Nicht ermittelt- Berlin Schöneberg" und "Zurück" sowie mehreren handschriftlichen Postvermerken, die die vergebliche Suche nach dem Adressaten dokumentieren.
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Österreichischer Retour-Stempel auf DDR-Messeflugbrief der Interflug von 1966. Mit dem Vermerk c/o Postmeister ersparte der Versender der Post in Wien zumindest eine aufwendige Suche nach dem Adressaten.
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Hallo,
heute mal ein sehr interessantes Stück aus der deutsch-deutschen Postgeschichte.
Zu sehen ist ein Brief- oder Paketabschnitt.
Ins Auge fällt der auf die Zieladresse aufgeklebte "Zurück"-Zettel.Allem Anschein wurde hier ein Buch verschickt, welches nicht der Geschenkverordnung vom 5.8.1954 entsprach.
Der Dreiecksstempel trägt (soweit leserlich) die Inschrift ...Verwaltung der DDR ...Dresden
Wer mehr zum Thema beitragen kann, soll sich nicht zurückhalten.

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Heute in der Post: Großbrief mit 60 Cent frankiert, Rücksendung am Absender nicht möglich (nicht angegeben). Hinweis auf Nachentgelt durch blauen Aufkleber "! Achtung Nachentgelt !".
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Diese Aufkleber werden zurzeit testweise verwendet und sind vor allem als Hilfe für den Zusteller gedacht. Mit Aufkleber übersieht man das Nachentgelt weniger leicht. Ich würde das Stück in jedem Fall so aufheben, wer weiß ob die Aufkleber sich langfristig durchsetzen...

Gruß j.
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Hallo,
ein in der Tat interessanter Zettel.
Ist mir so noch nicht untergekommen.
Ich würde den Beleg auch so wie er ist aufheben.Lieben Gruß Vichy
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So...am Montag hing noch ein Zettel mit entsprechendem Hinweis bei der Arbeit aus, als ich gestern nochmal geschaut habe war er nicht mehr da. Man sollte auf jeden Fall im Auge behalten ob diese Aufkleber weiter verwendet werden oder ob die Testphase beendet wurde. Ich persönlich kann mir gut vorstellen, dass sich die Zettel nicht durchsetzen. Also Augen auf ;). Im Internet und bei ebay habe ich spontan keine solchen Aufkleber gefunden.
Und damit ich auch mal wieder was gezeigt habe hier noch ein PZA-Umschlag mit NE-Stempel

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Auch von mir mal wieder ein interessantes Stück:
Der Brief ist beschädigt in Berlin angekommen und wurde dort fachmännisch
repariert.Lieben Gruß
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Die italienische Post stempelte in der falschen Ecke.
Somit musste man im Postamt München nachhelfen.
Schade, dass diese schönen NE Stempel fast gar nicht mehr zum Einsatz kommen. -
Dieser Brief mit Briefmarken der BRD frankierte Brief stammt von einer Ostsee-Kreuzfahrt der MS "Europa" aus dem Jahre 1983. Als Schiffspost sollte die Sendung über ein Postamt in Leningrad in die BRD laufen. Rückseitig befindet sich auch der Stempel eines Leningrader Postamtes. Wie dem angehefteten Retour-Zettel zu entnehmen ist, wurde die Weiterleitung durch die Post der UdSSR mit der Begründung verweigert, dass es sich um eine philatelistisch beeinflusste Sendung handeln würde. Was inhaltlich wohl auch zutreffend war. Von der Frankaturregelungen des Weltpostverbandes ist wohl nur "echte" Seemannspost erfasst. Mit dem Retourzettel entstand wahrscheinlich genau derjenige Beleg, den der Schiffspost-Sammler beabsichtigte.
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Hallo,
es ist an der Zeit mal wieder einen hübschen Beleg zu zeigen.Erklärungsversuch:
Brief wurde zunächst von der Post beanstandet und mit Nachgebührstempel und blauer 80 (Fehlbetrag + 0,50 "Strafe") gekennzeichnet.
Der Empfänger verweigerte die Annahme "Wegen Portoauslagen Annahme verweigert" , anschließend erfolgte der "zurück" Stempel.
Nachdem der Brief beim Absender wieder ankam, regte sich Widerstand.
Siehe den Vermerk "Kein Übergewicht" und die Notiz 20g.An sich ist der Beleg aber selbsterklärend.
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Hallo Forum,
meine Frage ist ob dieser Stempelabschlag überhaupt "anerkannt" ist. Ich meine diese Abstempelung hat ja nicht den geringsten Aussagewert (Datum fehlt, Ort fehlt)...
Viele Grüße
Wolfgang
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Was verstehst du unter anerkannt? Das sind die Stempel, die offiziell von der Deutschen Post benutzt werden, um nicht entwertete Marken im Zustellstützpunkt vor der Zustellung nachträglich zu entwerten. Ob man diese Stempel anerkennt ist Geschmackssache, aussagekräftig ist der Stempel aber wirklich nicht...
Gruß j. -
Hallo Wolfgang,
wie Jonas schon schreibt, wurden früher nicht entwertete Marken mit solchen Stempeln entwertet, um eine Wiederverwendung zu verhindern.
Es gab am Anfang Stempel ( ähnlich wie ein Tagesstempel ) mit Ort und Datum, später wurden sie durch billige Gummistempel ersetzt und heute musst Du kämpfen, überhaupt einen zu bekommen.

Das macht heute der Kugelschreiber ( wenn überhaupt ), der Rest der zum Schaden der Post wiederverwendet wird, ist wahrscheinlich kalkulatorisch günstiger, als die Arbeit, die Belege ordnungsgemäß nach den Bestimmungen mit dem Stempel zu entwerten.
Motto: Ein bißchen Schwund ist überall

Wie der Mainzer "Nachträglich entwertet" auf eine spanische Marke gekommen ist, ist jetzt aber mir wieder spanisch

Vielleicht hatte der Beamte Angst dass der Empfänger die Marke zur wiederverwendung ausschneidet und nach Spanien zurücksendet

Grüße von Wolle
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Der Stempel an sich hat schon eine Aussage, denn hier hat der Postbote gestempelt, um eine Wiederverwendung der Marken zu verhindern, da beim Posteingang oder im Briefzentrum das Stempeln vergessen wurde.
Diese Stempel sind gar nicht mehr so häufig, aus Zeitdruck und Überarbeitung, gelegentlich auch Gleichgültigkeit, wird auch dieser Stempel kaum noch gesetzt. -
ich hätte meine Frage umformulieren sollen: sind solche Stempel sammelwürdig?
wie usul3 schreibt schon. Ich gebe auch usulö3 Recht dass solche Stempel jetzt nicht soooo häufig vorkommen- aus den genannten Gründen.
Also ich werde den Stempel auf jeden Fall mal aufheben. Hat hier jemand noch mehr davon - dann her damit

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Kannste haben.
Schildescher
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Zitat
Original von usul3
Diese Stempel sind gar nicht mehr so häufig, aus Zeitdruck und Überarbeitung, gelegentlich auch Gleichgültigkeit, wird auch dieser Stempel kaum noch gesetzt.
Zu gleichen Teilen. Die Stammzusteller haben alle einen Stempel am Platz, als Aushilfe hat man oft keinen zur Hand. Und tatsächlich übersieht man es oft einfach, mir ist es selbst oft genug passiert, dass ich erst in der Zustellung den fehlenden Stempel bemerkt habe und nicht beim sortieren morgens. Und unterwegs hat so ziemlich niemand den Stempel dabei...Manchen ist es auch schlicht egal oder zu umständlich, es kostet jedes mal ein paar Sekunden und selbst die spart sich manch einer gerne.
Zur Sammelwürdigkeit: Auf Belegen meiner Meinung nach auf jeden Fall, insbesondere dann, wenn der eigentliche Maschinenstempel die Marke(n) verfehlt hat und nachgebessert wurde. Dann ist nämlich auch ein Datum da
Auf losen Einzelmarken: Aufheben kann man sie mal, aber ich glaube kaum dass sie jemals wohlwollender betrachtet und bewertet werden als ein unleserlicher Tagesstempel. Sie enthalten einfach keine Informationen und erfüllen nur ihren Zweck, die Marke zu entwerten...
Gruß j. -
Hallo,
ob "Nachträglich entwertet" Stempel sammelwürdig sind, müsst Ihr mal unseren Forumsfreund Vichy fragen

Ich denke, der kann Euch einige unterschiedlichen Typen zeigen

Grüße von Wolle
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