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Neufundland

  • DKKW
  • 22. Januar 2011 um 09:52
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    DKKW
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    10.061
    • 21. April 2026 um 13:05
    • #761

    Hallo zusammen,

    der 1/2c Wert der Royal Family issue ist auf Beleg, zumindest als Einzelfrankatur, ein schwieriger Fall. Sie kam 1898 an die Postschalter, die frühesten bekannten Verwendungen stammen gemäß Bertram W.H. Poole aus dem August 1898.

    Nun, in der Tarifübersicht für das Jahr 1898 wird für 1/2c ausschließlich die Verwendung für Zeitungsversand genannt. Den einzigen Newspaper-wrapper (Streifband) den ich kenne ist in der hervorragenden Royal Family Collection von Jean Claude Michaud die ich in Halifax bei der BNAPEX bestaunen durfte.

    Es sind auch einzelne Ansichtskarten aus St. John's mit einer 1/2c Einzelfrankatur bekannt, ich (und andere Neufundlandsammler) kennen aber keine passende Postvorschrift.

    Als Mehrfachfrankatur oder Mischfrankatur stellen die 1/2c kein großes Problem dar.

    Hier sechs Exemplare der 1/2c Marke (drei waagerechte Paare) als 3c Inlandsbriefporto auf einem Brief aus Ferryland (Halbinsel Avalon, südlich von St. John's am Atlantik). Drei Marken zeigen links offenbar eine "Diamantzähnung" Das heißt, die Marken wurden hier doppelt gezähnt, so etwas kommt gelegentlich bei Linienzähnungen vor wenn derjenige, der die Zähnungsmaschine bediente schlampig gearbeitet hat. Die Bögen hatten Bogenränder, da müsste der Druckbogen schon sehr schlampig in Schalterbögen geschnitten worden sein, dass der komplette Bogenrand abgetrennt wurde. Ist aber auch eine Möglichkeit.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • NFLD, 6 x 0,5c Royal Family issue on cover from Ferryland to St. John's, 1900.jpg
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    DKKW
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    10.061
    • 6. Mai 2026 um 11:04
    • #762

    Hallo zusammen,

    nochmals die Royal Family Issue. Diesmal ein eingeschriebener Brief aus Bay Islands nach Halifax, Nova Scotia, Canada, aus dem Jahr 1899.

    Mit einer 2c und einer 5c Marke der Royal Family Issue portogerecht frankiert. 2c Canada letter rate und 5c Foreign registration fee.

    Die Marken wurden mit schwarzem Stift entwertet. Gerade von diesen kleinen Outport-Postämtern kennen wir abenteuerliche Markenentwertungen, Striche, Kartoffelstempel vereinzelt sogar Daumenabdruck (fehlt noch in meiner Sammlung), Danebengesetzt der Split-Ring "Bay Islands DE 22 / 99" Außerdem der Ovalstempel "R" für Registered. Die Einschreibenummer handschriftlich danebengesetzt. Die "4" vermutlich von Bay Islands, die "1325" von St. John's und die "5544" von Halifax.

    Rückseitig der Bahnpoststempel "N.N. & W. Railway TPO NEWF'D A DE 22 / 99" der Ovalstempel "Registered St. John's NFLD 23. DE 99" und der Ankunftstempel "Halifax N.S. Canada DE 28 / 99"

    Viele Grüße
    DKKW

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    • NFLD, 2c and 5c Royal Family Issue on registered letter to Halifa, Nova Scotia, Canada, 1899.jpg
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    DKKW
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    10.061
    • 19. Mai 2026 um 05:46
    • #763

    Hallo zusammen,

    heute zeige ich wieder einmal einen Neuzugang aus Neufundland, der zumindest theoretisch portogerecht frankiert ist.

    Es handelt sich um einen eingeschriebenen Brief des Departement of Posts and Telegraphs aus St. John's nach Wethersfield, Connecticut, USA vom 17. April 34. Mit einer 24c Marke der First Resources Issue frankiert.

    US-Letter rate: 5c per oz + 3c je extra oz Gewicht
    US registration fee: 10c

    Wäre also für einen eingeschriebenen Brief der 4. Gewichtsstufe in die USA portogerecht frankiert. Mehr als 3 oz Gewicht entspricht gut 90 g. Das wäre schon ziemlich viel Inhalt aber durchaus möglich. Nur macht das Briefkuvert nicht den Eindruck als wäre da umfangreicher Inhalt verschickt worden. Rückseitig jede Menge Transit- und Ankunftstempel.

    Im Inland wäre dieser Brief, da mit Zudruck O.H.M.S. (On his Majesties Service) versehen, portofrei gewesen.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • 10. Juni 2026 um 17:05
    • #764

    Hallo zusammen,

    heute mal ausnahmsweise kein Neufundland-Beleg sondern Briefmarken. Ein postfrischer Viererblock der 4c Cabot Issue aus dem Jahr 1897. Es ist erst mein dritter ungebruachter/postfrischer Viererblock dieser Ausgabe. Offenbar gar nicht so leicht zu finden und wenn doch mal einer auftaucht, dann geht es nicht ohne Rauferei.

    Viele Grüße
    DKKW

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    DKKW
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    • 12. Juni 2026 um 19:16
    • #765

    Hallo zusammen,

    von mir gibt es heute wieder mal einen Brief eines canadischen Soldaten aus Neufundland zu sehen. Mit je einer 2c und 4c Marke portogerecht zum CAPO-Airmail-Sonderporto frankiert.

    Die beiden Marken wurden mit dem "CAPO No. 1 SP 2, 44" entwertet. Außerdem wurde der Zweikreis-Zensurstempel "Passed by Military Censor No. 70" abgeschlagen. Dieser Zensurstempel fehlte mir noch, laut Aufstellung von Paul Binney wurde die Verwendung vom März 44 bis August 48 nachgewiesen, ausschließlich im Kombination mit dem CAPO No.1 Stempel (St. John's). Der Zensor wurde von Paul Binney dem Canadian Dental Corps, No. 10 Coy zugeordnet. Das entspricht der Absenderangabe: No 10 coy, C.D.C

    Viele Grüße
    DKKW

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    • 27. Juni 2026 um 11:41
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    • #766

    Hallo zusammen,

    bei einem kleinen canadischen Auktionshaus konnte ich erstmals ein Brief der Third Publicity issue mit Wasserzeichen erwerben. Die Publicity issue kam in drei Tranchen heraus. Die erste wurde von De La Rue produziert. Im Jahr 1929 gewann Dickinson & Co die Ausschreibungder neufundländischen Post. De LA Rue rückte aber die Druckplatten nicht heraus, die von Dickinson & co. beauftragte Druckerei Perkins, Bacon & co. fertigte neue Druckplatten an, die sich natürlich im Detail von den alten Druckplatten unterscheiden. Das war dann die Secon Publicity issue. Schließlich wurde im Jahr 1931 Papier mit Wasserzeichen (Newfoundland Coat of Arms) eingeführt. Die Marken, die auf diesem Papier gedruckt wurden bilden die Third Publicity issue.

    Offenbar verschwanden viele dieser Marken in den Alben der Sammler und Händler, bislang hatte ich keinen einzigen Beleg der Third Publicity issue.

    Hier ein Inlandsbrief aus Bay Roberts nach Brigus vom 20. Januar 1931. Portogerecht mit einer 3c Marke der Third Publicity issue frankiert.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • 7. Juli 2026 um 11:13
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    • #767

    Hallo zusammen,

    heute zeige ich wieder einmal einen Beleg aus dem Briefkonvolut der Cabot- und Royal Family Issue das ich bei der Versteigung der Colin Lewis-Sammlung erwerben konnte.

    Es handelt sich um einen eingeschriebenen Brief aus Greenspond nach Halifax, Nova Scotia, aus dem Jahr 1897. Korrekt mit einer Mischfrankatur aus einer 2c Codfish und zwei 3c Cabot Issue frankiert. 3c Canada letter rate und 5c registration fee. Der Brief wurde per Coastal TPO (Stempel nahezu unleserlich) nach St. John's transportiert und von dort aus nach Halifax verschifft-

    Greenspond, Split Ring: NO 26, 97
    Coastal TPO North, Split Ring: NO 27, 97
    St. John's NEWF'D, Circle: 29. NO 97
    Halifax N.S. Canada, Circle: DE 2, 97

    Greenspond ist ein Outport im Nordosten der Insel an der Bonavista Bay und gehört zu den ältesten Siedlungen Neufundlands (ca. 1690 gegründet). Im Jahr 2021 hatte die Siedlung 257 Einwohner.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • 10. Juli 2026 um 20:22
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    • #768

    Hallo zusammen,

    nochmals eine Mischfrankatur auf einem eingeschriebenen Brief nach Canada. Diesmal eine 4c Cabot isuue und eine 3c Royal Family issue. Zusammen 7c = 2c Canada letter rate (seit 25.12.98) und 5c Canada registration fee.

    Wie man schon dem Firmenzudruck von S. E. Garland entnehmen kann wurde der Brief in St. John's aufgegeben und war nach Toronto adressiert.

    Ovalstempel "Registered / St. John's NFLD 4 JA 00"

    Zudem der "R" Ovalstempel, die Einschreibenummer wurde handschriftlich dazugesetzt: "356" bzw. "151" Welche jetzt die neufundländische bzw. canadische Einschreibenummer ist wird wohl auf immer ein Geheimnis bleiben. Rückseitig Ankunftstempel Toronto JA 9 00.

    Briefe mit Firmenzudruck, als "corner card" bezeichnet sind übrigens in Nordamerika ein beliebtes Sammelgebiet

    Viele Grüße
    DKKW

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    • 11. Juli 2026 um 11:46
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    • #769

    Hallo zusammen,

    hier eine weitere Mischfrankatur auf einem eingeschriebenen Auslandsbrief, diesmal aber in die Niederlande. Absender ist das General Post Office, es dürfte also um Sammlerbriefmarken gegangen sein.

    Mit je einer 3c und 4c Marke der Cabot-Ausgabe und je einer 1c und 2c Marke der Royal Family-Ausgabe korrekt frankiert. Seinerzeit 5c foreign letter rate und 5c foreign registration fee. Im Jahr 1897 war übrigens das Auslandsporto für alle Destinationen identisch und mit Ausnahme Großbritanniens (4c) war auch die foreign registration fee mit 5c für alle Destinationen gleich. Normalerweise wurde den Ländern des Empire (inklusive Canada) und den USA Sonderporti eingeräumt.

    Die Frankatur auf diesem Brief in die Niederlande ist bemerkenswert. Die 1c und 2c Royal Family issue erreichten am 4. Dezember 1897 St. John's und gingen umgehend in den Schalterverkauf. Sie entstammten ja der Bestellung zur beschleunigten Lieferung bei der ABN in New York. Da dieser Brief nach Holland 15 Tage benötigte kann eigentlich die Existenz der neuen Ausgabe in Holland noch gar nicht bekannt gewesen sein. Vermutlich wird die Freude beim Empfänger um so größer gewesen sein.

    Circle: "ST. JOHN'S NEWF'D. DE 18/97"
    Circle: "ST. JOHN'S NEWF'D 18 DE 97" (so eine Art Stegstempel)
    Oval: "REGISTERED LIVERPOOL 4 PM / 21 DE"
    Oval: "REGISTERED LONDON 1 JA 98"
    Über dem roten Registered London-Stempel befindet sich ein völlig unleserlicher schwarzer Kreis- oder Ovalstempel. möglicherweise ein R-Stempel. Das ist geraten, wäre aber logisch.
    Rückseitig K2-Ankunftstempel: "'sGRAVENHAGE 2 JAN 98

    Viele Grüße
    DKKW

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    • 12. Juli 2026 um 10:31
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    • #770

    Hallo zusammen,

    die am häufigsten anzutreffende Einzelfrankatur der Cabot-Ausgabe ist ein mit einer 5c Marke frankierter Auslandsbrief. Hier ein Brief aus St. John's nach New York, USA, vom 23. September 1897. Das besondere an diesem Brief ist der Rollstempel mit dem die Marke entwertet wurde. Ich kenne diesen Stempel aus Artikeln in den BNA-Topics, es ist aber mein erster Beleg mit diesem Rollstempel.

    Der Eingangsstempel auf der Rückseite ist auch nett, ein Fall für Pferdeliebhaber(innen). "P.O.N.Y. A 9-29.97 8-IA PAID ALL"
    Steht leider nicht für den Pony-Express sondern für Post Office New York und zeigt an dass der Brief bis zum Empfänger bezahlt war.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • 13. Juli 2026 um 09:45
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    • #771

    Hallo zusammen,

    einen mit einer 6c Cabot issue frankierten eingeschriebenen Inlandsbrief habe ich hier vor längerer Zeit schon mal zeigen können. Auch der heute gezeigte Brief stammt aus dem von mir ersteigerten Briefkonvolut aus der Colin Lewis-Sammlung.

    Hier ein Bahnpostbrief nach St. John's aus dem Jahr 1899. Es war in Neufundland nicht üblich Briefe die direkt am Zug aufgegeben wurden mit einem handschriftlichen Aufgabevermerk zu versehen. Möglicherweise wurde der Aufgabeort in der Einschreibeliste (oder-buch) vermerkt. Da auch keine rückseitige Absenderangabe vorhanden ist, lässt sich nicht sagen an welcher Station der Brief aufgegeben wurde.

    Die Neufundlandbahn von Port aux Basques nach St. John's wurde 1897 fertiggestellt. Der Split Ring "N.N.&W RAILWAY T.P.O. _NEWF'D_ A JU 23/99" ist der erste auf dieser Strecke verwendete Bahnpoststempel.

    Viele Grüße
    DKKW

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    DKKW
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    10.061
    • 17. Juli 2026 um 14:04
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    • #772

    Hallo zusammen,

    eigentlich hatte ich ja meinen 10.000 Beitrag für dieses Forum mit einem besonderen Objekt feiern wollen. Nun bin ich vor lauter Antworten daran vorbeigerauscht. Egal. also feiere ich meinen 10.003. Beitrag mit dem Lot aus der Camellia Newfoundland Collection dass ich in Canada ersteigern konnte.

    Es handelt sich um die Ergänzungswerte der First Resources issue, gedruckt bei Perkins Bacon in England. Hier mit Specimen Aufdruck als UPU Specimen der Bechuanaland Referenz-Sammlung die vor vielen Jahren auf den Markt kam. Begleitet von einem der üblich schwammigen Atteste der British Philatelic Association:

    The Committee is of the opinioen that the ..... are all genuine.

    Der Satz noch auf dem Ausstellungs-Blatt der Camellia Collecion.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • 18. Juli 2026 um 09:21
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    • #773

    Hallo @DDKW

    Evtl. interessiert dich das. Das Problem: Alle Bilder sind bei mir im Textdokument enthalten, werden hier aber nicht mit übernommen :(. Bei Interesse schicke mir per PN Deine Mail-ADR und ich schicke das komplette Dokument :), denn hier wird bereits die Länge des Dokuments beschnitten :).

    Die Postverbindungen zwischen der USA und Neufundland

    D. ALESSANDRIS

    Neufundland ist ein seltenes Ziel für Post aus den Vereinigten Staaten während der klassischen Philatelie-Epoche. Obwohl Neufundland einer der ersten Orte in der Neuen Welt war, der besiedelt wurde, wurde es bei der wirtschaftlichen Entwicklung schnell von Orten mit günstigerem Klima überholt. Neufundland blieb eine lebensfähige Siedlung, vor allem als Fischereistützpunkt mit Zugang zu den Grand Banks. Im Allgemeinen blieb es jedoch vom Handel isoliert. Während der klassischen Epoche gab es zahlreiche Versuche, bessere Postverbindungen zwischen Neufundland und Europa sowie zum nordamerikanischen Festland herzustellen. Doch während eines Großteils dieser Zeit war Neufund-lands einziger Kontakt zur Außenwelt die zweiwöchentliche Zubringerroute der Cunard Line zwischen St. Johns (Neufundland) und Halifax (Nova Scotia).

    Das Land Neufundland und seine Geschichte
    Neufundland ist eine etwa dreieckige Insel mit einer Seitenlänge von etwa 250 Meilen im Golf von St. Lawrence, an der Mündung des St.-Lawrence-Flusses. Die Insel liegt etwa 100 Meilen von Cape Breton Island in Nova Scotia und an der engsten Stelle der Belle-Isle-Meerenge weniger als 10 Meilen vom Festland entfernt. Neben der Insel Neufundland
    umfasste die Kolonie auch einen dünn besiedelten Teil des kanadischen Festlands, bekannt als Labrador, der nördlich und östlich der Provinz Unterkanada (dem heutigen Quebec) lag. Labrador wurde erstmals nach dem Vertrag von Paris im Jahr 1763 in die Kolonie Neufundland eingegliedert. Von 1774 bis 1809 gehörte Labrador jedoch zu Unterkanada. Seitdem gehörte Labrador zur Kolonie Neufundland und ist bis heute Teil der heutigen Provinz Neufundland und Labrador. Obwohl Labrador eine Fläche von mehr als 110.000 Quadratmeilen hat – was in etwa der Größe Nevadas entspricht –, zählt es auch heute noch nur rund 26.000 Einwohner. Die folgende Karte zeigt die wesentlichsten Orte auf, die die heutigen Grenzen berücksichtigt.

    Es war den Europäern bereits vor Kolumbus bekannt, und man nimmt an, daß es vor etwa 1.000 Jahren der Standort der Vineland-Siedlung des Wikinger-Entdeckers Leif Ericson war. Es gibt archäologische Belege für eine nordische Sied-lung in L’Anse aux Meadows, Neufundland. Ende des 15. Jahrhunderts wurde es von den Europäern wiederentdeckt. Der italienische Entdecker John Cabot (Giovanni Caboto), der im Auftrag Englands segelte, soll 1497 und 1498 in Neufundland gelandet sein. Sein sein genauer Landeort im Jahr 1497 ist unbekannt und einige Historiker vermuten, dass er tatsächlich in Nova Scotia gelandet ist. Cabot folgten 1499 und 1500 der portugiesische Entdecker João Fernandes Lavrador (deswegen Labrador). Portugal errichtete um 1521 Fischereistützpunkte auf Neufundland. Diese Stützpunkte wurden später aber aufgegeben. Im Jahr 1583 nahm Sir Humphrey Gilbert Neufundland auf der Grundlage von durch Königin Elisabeth erlassenen Patentbriefen offiziell in Besitz. Im Jahr 1610 wurde Neufundland Englands erste dauerhafte Kolonie in der Neuen Welt. Im Jahr 1655 gründeten die Franzosen eine Kolonie in Plaisance, das ur-sprünglich eine baskische Fischerkolonie war. Zwar endete die französische Herrschaft nach der Belagerung von Port Royal im Jahr 1710 und dem Vertrag von Utrecht im Jahr 1713, doch behielten die Franzosen bis 1904 saisonale
    Fischereikonzessionen im Rahmen von Verträgen. Diese Verträge gewährten Anlandungs- und Küstenrechte („French Shore“). Darüber hinaus behielt Frankreich die Inseln Saint-Pierre und Miquelon vor der Südküste Neufundlands. Neufundland blieb während des gesamten Jahrhunderts eine britische Kolonie. Im Jahr 1867 schlossen sich New Brunswick und Nova Scotia mit Kanada-Ost und Kanada-West zur „Dominion of Canada“ zusammen. Neufundland lehnte 1869 den Beitritt zur Konföderation mit Kanada ab. Im Jahr 1907 erlangte Neufundland den Status eines Dominions innerhalb des Britischen Empire. Allerdings trat Neufundland mit Wirkung zum 31. März 1949 der Kon-föderation mit Kanada bei. Im Jahr 2001 wurde die Provinz Neufundland offiziell in die „Provinz Neufundland und Labrador“ umbenannt.

    Postgeschichte bis 1840
    Das erste Postamt in Neufundland wurde 1805 für St. John’s genehmigt, nachdem der Gouverneur, Sir Erasmus Gower, einen entsprechenden Antrag an den Sekretär des Generalpostamts in London, Francis Freeling, gestellt hatte. Freeling gab dem Antrag auf Einrichtung eines Postamts mit Simon Soloman als Postmeister zwar statt, wies jedoch darauf hin, dass das Postamt zu diesem Zeitpunkt nicht in das britische Postsystem integriert werden könne. Somit handelte es sich bei diesem Postamt um einen rein lokalen Betrieb (ohne inländische Postrouten, oder Postrouten die Neufundland mit der Außenwelt verbanden). Das General Post Office in London erklärte sich jedoch bereit, einen Postbeutel für an Neufundland adressierte Briefe bereitzustellen. Der Beutel sollte per Postpaket nach Halifax geschickt und dort von einem privaten Segelschiff weitergeleitet werden. Zudem war der Postmeister in St. Johns ab 1809 berechtigt, Schiffs-kapitänen 1d für jeden an das Postamt gelieferten Brief zu zahlen und 2d für jeden vom Postamt zugestellten Brief zu berechnen. Trotz der Einrichtung eines Postamts wurde der überwiegende Teil der Post von und nach Neufundland weiterhin außerhalb des regulären Postverkehrs befördert. Kaufleute nutzten das Postamt in St. Johns nur, wenn es ihnen gelegen kam. Der Großteil der Post wurde von gelegentlich vorbeikommenden Handelsschiffen, Militärkurieren oder Fischereifahrzeugen befördert. Diese Briefe weisen keine neufundländischen Poststempel auf und wurden ent-weder vollständig außerhalb des regulären Postverkehrs befördert oder als Schiffsbriefe im Ankunftshafen abgegeben. Der Großteil der neufundländischen Post in dieser Zeit entfiel, wenig überraschend, auf den Verkehr zwischen Neufund-land und dem Vereinigten Königreich. Überraschender ist das große Postvolumen zwischen Neufundland und Portugal. Portugiesische Fischereiunternehmen hinterließen einen umfangreichen Bestand an erhaltener Korrespondenz zwischen Neufundland und Porto/Portugal. Der Großteil der Post stammt aus den Archiven der Wein- und Fischimport- und Export-Händler Hunt, Roope, Newman & Co. aus Porto.


    Post von Neufundland in die Vereinigten Staaten ist in dieser Zeit selten. Briefe aus dem Ausland an Neufundland sind äußerst selten, wahrscheinlich aufgrund schwerer Brände, die St. Johns im 19. Jahrhundert zerstörten. Tatsächlich ent-hält die von Robert Pratt erstellte Aufstellung der eingehenden Briefe keine Briefe aus den Vereinigten Staaten nach Neufundland aus der Zeit vor 1840. Es existieren jedoch einige wenige Briefumschläge, die Pratt nicht bekannt waren. Einer davon, von Boston nach Neufundland, ist auf Juni 1705 datiert und wurde mit einem privaten Schiff nach Neu-fundland befördert. In Pratts Auflistung der ausgehenden Briefe sind keine Briefe von Neufundland in die Vereinigten Staaten mit Poststempeln aus Neufundland verzeichnet.

    (s. Anlage/Abb. 1+2)

    Postgeschichte in der Ära der Cunard Line: 1840–1867
    Im Jahr 1840 ereigneten sich zwei wichtige, miteinander verbundene Ereignisse, die Neuf, die die postalischen Bezie-hungen Neufundlands zum Rest der Welt dramatisch veränderten. Erstens übernahm das General Post Office in London
    die Kontrolle über das Postamt in St. Johns. Mit der Übernahme der Kontrolle durch das General Post Office bean-spruchte die Krone das ausschließliche Recht auf die Beförderung von Postsendungen und zwang die Kaufleute, für ihre Korrespondenz das Postamt zu nutzen. Zweitens nahm ab Juli 1840 die British & North American Royal Mail Steam Packet Company, besser bekannt als Cunard Line, den Postdampferverkehr zwischen Liverpool und Boston mit Zwischenstopp in Halifax in beide Richtungen auf. Eine separate Zubringerroute zwischen St. Johns, Neufundland, und Halifax schloss an die Paketdampfer von Liverpool nach Boston bei deren Hafenanlauf in Halifax an. Somit bot die Zubringerroute erstmals einen regelmäßigen Postdienst von Neufundland nach Halifax sowie eine Anschlussverbindung in die Vereinigten Staaten und nach England. Während die Zubringerstrecke nach Halifax einen großen Fortschritt für die Postverbindungen Neufundlands darstellte, wünschten sich die Inselbewohner nach wie vor eine direkte transatlan-tische Verbindung und unternahmen in dieser Zeit mehrere Versuche, einen konkurrierenden Paketdienst einzurichten.

    Suche alle Ausgaben der "USA-Freimarken mit Plattennummern" (nur 4er-Stücken und größer)  nach Absprache. Dito.  diverse "USA- Fiskalausgaben" - oder auch USA-MH jeglicher Art bis zu MI 140 - zum Kauf. Basis: MI-Katalog (bzw. Scott-Katalog)

  • Filli
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    • 18. Juli 2026 um 09:26
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    • #774

    Ein weiterer Teilnhalt:

    Paketportosätze
    Die Paketportosätze zwischen den Vereinigten Staaten und Neufundland folgten zunächst den für alle britischen Paketdienste geltenden Sätzen. Gemäß dem Postgesetz von 1765 gab es eine Paketgebühr von 4d stg. von Hafen zu Hafen für Einzelbriefe, die „auf dem Seeweg von einem beliebigen Hafen in den britischen Dominions in Amerika zu einem anderen Hafen innerhalb der genannten Dominions befördert wurden“. Da die Vereinigten Staaten seit dem Unabhängigkeitskrieg etwa 60 Jahre zuvor keine britische Kolonie mehr waren, erscheint die Anwendung dieses Gesetzes ungewöhnlich. Der Paketposttarif wurde Ende 1841 oder 1842 auf 1 Schilling stg. erhöht. Die Quellen gehen hinsichtlich des Datums der Tarifänderung auseinander. Während dieser Zeit wurde für die Post zwischen Neufundland und den Vereinigten Staaten (bzw. Halifax und den Vereinigten ) wurde mit dem gleichen Porto berechnet wie ein Brief, der von Liverpool aus den Atlantik überquerte.

    Abb. 3 Briefumschlag mit Tarif von 1 Schilling.

    Abb. 4. 2. April 1861, von New York nach St. Johns, Neufundland. Die braune 5-Cent-Briefmarke vom Typ II
    aus dem Jahr 1860 deckte das Porto von 5 Cent ab; 4 d (Sterling) Paketportogebühr waren vom Empfänger zu entrichten.
    Am 3. August 1849 wurde der Paket-Tarif von 1 Schilling auf 4 d stg. gesenkt.41 Allerdings scheint dies das Datum des Gesetzgebungsbeschlusses zu sein und nicht das Datum des Inkrafttretens der Tarifänderung. So trat die Tarifsenkung für Sendungen von Halifax in die Vereinigten Staaten erst am 20. September 1849 in Kraft.42 Neufundland war offenbar nicht über die Tarifsenkung informiert, da die erste dokumentierte Erwähnung der Tarifsenkung in Neufundland erst am 26. Juni 1850 erfolgte.43 Allerdings war dies bereits einige Tage, nachdem die Post in Neufundland begonnen hatte, einen Tarif von 8d stg. zu erheben.
    Mit Wirkung vom 20. Juni 1850 wurden Briefe zwischen Neufundland und den Vereinigten Staaten mit 8d stg. berechnet: 4d stg. für das Zubringer-Paketboot von St. Johns nach Halifax plus 4d stg. für das Paketboot von Halifax nach Boston. Der 8d-Tarif basierte auf einem britischen Erlass vom 11. Oktober 1840 in der der Tarif von St. Johns nach Halifax auf 4d stg. festgesetzt wurde, sowie eine Verordnung aus dem Jahr 1849, in der der Tarif von Halifax nach New York oder Boston auf 4d stg.45 festgelegt wurde.

    Abb. 5. Briefumschlag vom Juni 1863 von Boston nach St. Johns, Neufundland. Die US-amerikanische
    5¢-Briefmarke in Rotbraun aus dem Jahr 1862 deckte den 5¢-Tarif ab (entsprechend dem britischen Tarif für offene Post); 4d (Sterling) Paketportogebühr waren vom Empfänger zu entrichten.
    Abb. 6 zeigt einen Brief aus St. Johns, Neufundland, mit dem Poststempel vom 6. September 1854. Da der Brief in St. Johns aufgegeben wurde, entfällt das Inlandporto, und der Brief wurde zum kombinierten Tarif von 8 d stg. Frankiert (rote Kreide „8“ rechts): 4 d stg. Paketporto nach Halifax und 4 d stg. Paketporto von Halifax nach Boston. Er wurde mit der „Niagara“ nach Boston befördert. In Boston wurde der Brief als unfrankierter Brief mit 5c berechnet.
    Mit Wirkung zum 1. Januar 1856 wurde der Paketportosatz von Neufundland zu jedem Hafen der Vereinigten Staaten auf 4d stg. Gesenkt. Interessanterweise hatte diese Senkung erhebliche Auswirkungen auf die Verwendung der ersten Briefmarken der Pence-Ausgabe aus Neufundland. Monate zuvor hatte Neufundland mit einem Sonderbericht des Generalpostmeisters im Juli 1855 den Prozess zur Bestellung seiner ersten Briefmarken eingeleitet. Auf der Grundlage der damals geltenden Tarife bestellte die Kolonie 8.000 Stck. 8d stg.-Briefmarken, die zur Begleichung des Portos in die Vereinigten Staaten bestimmt waren, und nur 5.000 Briefmarken zu 4 d stg., mit denen der Tarif nach Halifax, Nova Scotia, bezahlt werden sollte. Der Gouverneur von Neufundland genehmigte die Herstellung der Briefmarken Anfang September 1855. Doch aufgrund verschiedener Fehler, darunter die falsche Adressierung des Schreibens an Perkins Bacon in London und der anschließende Versuch, die Briefmarken bei einem Anbieter zu bestellen, der für die Her-stellung von Handstempel (Frankiergeräte) statt Briefmarken für das britische Postamt bekannt war, wurde die Bestellung erst im April 1856 aufgegeben. Neufundlands erste Briefmarken wurden erst Ende November 1856 geliefert und am 1. Januar 1857 in den Verkauf gebracht – ein Jahr nachdem der Portosatz in die Vereinigten Staaten auf 4d stg. gesenkt worden war. Die 8d stg.-Mark deckte keinen der zum Zeitpunkt der Lieferung der Briefmarken geltenden Einzelbrief-Tarife ab. Aus den Aufzeichnungen der Post von Neufundland geht hervor, dass in den ersten beiden Jahren nur 179 Stck. 8d stg.-Mark verkauft wurden. Hätte sich der Verkauf der 8d-Mark in diesem Tempo fortgesetzt, hätte die Post einen Vorrat für etwa 90 Jahre gehabt. Umgekehrt hatte die Post 3.650 der 5.000 4d stg.-Briefmarken in zwei Jah-ren verkauft, was darauf hindeutet, dass der Vorrat bereits in weniger als drei Jahren aufgebraucht gewesen wäre. Die Postbehörde von Neufundland versäumte es, rechtzeitig zusätzliche 4-Pence-Marken zu bestellen, und griff ab Oktober 1859 darauf zurück, die 8-Pence-Marke zu halbieren, um das 4-Pence-Paketportogebühr zu begleichen.

    Abb. 7 zeigt einen Briefumschlag, der am 29. Februar 1860 in St. Johns, Neufundland, aufgegeben wurde. Eine halbierte 8-d-Marke in scharlachrotem Zinnoberrot aus dem Jahr 1857 deckt das 4-d-Stg.-Paketportogebühr über Halifax mit dem Schiff „America“. In Boston wurde für den Brief ein Portogebühr von 5c festgesetzt, der vom Empfänger in Baltimore zu entrichten war. Es wurde kein Neufundland-Inlandportogebühr entrichtet,da der Briefumschlag aus St. Johns stammte.
    Neufundland bestellte im April 1860 einen zweiten Druck von 5.000 Stck. 4d-Stg.-Marken. Obwohl die Marken eigent-lich in derselben scharlachroten Farbe wie die Ausgabe von 1857 gedruckt werden sollten, wurden sie stattdessen in einem anderen Farbton gedruckt, der als Orange bezeichnet wurde. Darauf folgte im Mai 1861 eine dritte Auflage von 15.000 Briefmarken im Rosaton. Trotz der verschiedenen Auflagen sind die halbierten Briefmarken die häufigste Fran-kierung auf Briefen in die Vereinigten Staaten.

    Abb. 8 zeigt einen Brief vom 6. November 1862 aus St. Johns, Neufundland, nach Baltimore mit einer 4d stg. rosa Briefmarke von 1861, die das Paketportogebühr von 4d stg. über Halifax mit der „Europa“ nach Boston abdeckte. In Boston wurde der Brief mit 5¢ berechnet. Auch hier wurde kein neufundländisches Inlandporto erhoben, da der Brief-umschlag aus St. Johns stammte.
    Sowohl Abbildung 7 als auch Abbildung 8 sind Teil der Tucker-Korrespondenz, einem Fund von Sendungen, die an R. & H.R. Tucker in Baltimore adressiert waren. Der Fund umfasste angeblich 129 Sendungen. Pratts Bestandsaufnahme der Sendungen mit der Neufundland-Pence-Ausgabe listet jedoch nur 81 Sendungen aus der Tucker-Korrespondenz auf. Offensichtlich wurden einige der Briefmarken möglicherweise von den Sendungen entfernt. Selbst bei den 81 von Pratt erfassten Briefumschlägen macht der Tucker-Fund volle zwei Drittel der 121 von Pratt erfassten Briefumschläge der Pence-Ausgabe in die Vereinigten Staaten und fast 30 % der insgesamt 280 erfassten Briefumschläge der Pence-Aus-gabe aus.

    Abb, 8 ist einer von mehreren Briefumschlägen aus der Tucker-Korrespondenz, bei der die Adresse überschrieben wurde. Sie lautet nun „Robert M. Baker“. 

    Während ursprünglich angenommen wurde, dass es sich hierbei um philatelistischen Vandalismus handelte, der bei der Entdeckung der Korrespondenz begangen wurde (möglicherweise, um die Herkunft oder den Umfang des Fundes zu verschleiern), scheint es nun so, dass die Änderungen an der Adresse zeitgenössische geschäftliche Vermerke der Firma Tucker waren. Robert M. Baker war möglicherweise ein Mitarbeiter der Firma Tucker, der damit beauftragt war, die Korrespondenz mit den überschriebenen Adressen zu beantworten. Diese Schlussfolgerung wird durch die Tatsache gestützt, dass die Handschrift und die Tinte in den überschriebenen Adressen mit den Vermerken auf den Umschlägen der Tucker-Korrespondenz übereinstimmen (sowohl bei den überschriebenen als auch bei den nicht überschriebenen Adressen.
    Inlandstarife in Neufundland

    Vor 1851, als die Kolonie die Kontrolle über das Postwesen vom General-Postamt in London übernahm, gab es keine internen Postrouten. Briefe wurden gelegentlich von Vertragsboten in die Außenhäfen befördert. Diesen Boten war es manchmal gestattet, 6d pro Brief zu berechnen. Ab 1851 richtete die Post mehrere innere Postrouten ein. Der Portosatz für diese Briefe betrug 2½d stg. oder 3d in Neufundland-Währung (cy.). Zur Begleichung dieses Portos wurde die berühmte dreieckige Neufundland-Briefmarke herausgegeben.

    Abb.9 zeigt einen der seltenen Briefumschläge aus Neufundland in die Vereinigten Staaten, der nicht aus St. Johns stammte. Dieser Briefumschlag wurde am 15. Januar 1861 in Harbour Grace aufgegeben und war mit einer grünen 2½d stg./3d cy. aus der Ausgabe von 1857 (Scott 3) frankiert, die das Inlandspostgebühr von Harbour Grace nach St. Johns abdeckte, sowie mit einer scharlachroten 4d stg.-Marke (4), die die Paketpostgebühr nach Boston abdeckte, wo für den Briefumschlag 5c fällig waren. Die Bleistiftnotiz „7 cts“, die sich mit der roten St. Johns-Transitmarkierung vermischt, könnte auf eine 2c-Zustellgebühr in Philadelphia hindeuten.
    Pratt verzeichnete Briefumschläge der 18-Pence-Ausgabe, bei denen der Inlands- und der Paketportosatz in die
    Vereinigten Staaten im Voraus bezahlt waren. Davon sind 11 mit der Dreiecksmarke und einer 4-d-Marke, einer
    8-d-Halbmarke oder in einem Fall mit einem Paar 2-d-Marken frankiert. Sieben weitere Briefumschläge sind mit einer
    einzigen 6½d stg.-Marke frankiert.


    ------------------------------
    Geschlossene Post nach Kanada über Boston

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    • 18. Juli 2026 um 10:11
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    Moin Filli

    ein interessanter Artikel, gerade auch für andere Neufundland-Interessierte, vielen Dank fürs zeigen. Für mich brachte er allerdings nichts Neues.

    Anstatt von Paketporto solltest Du besser den Begriff Paquet-Porto verwenden. In Deutschland denkt man beim Wort Paket an eine Paketsendung. Paquet steht aber für (Brief-)Bündel. Deshalb gibgt es ja auch die Stempel z. B. Boston Br. Paquet. Also Briefpost die mit dem britischen Postschiff einging.

    Die Verwunderung, dass der Postverkehr nach Großbritannien und nicht nach den USA ausgerichtet ist typisch US-Denke. Wie konnten die Neufundländer nur. Dabei ist es ganz einfach. Die Bewohner Neufundlands stammten vorwiegend aus dem Südwesten Großbritanniens (insb. Devon und Dorset), aus Schottland und Irland. Man hielt Kontakt mit den Daheim gebliebenen.

    Im Transatlantik-thread habe ich sowohl Briefe von der French Shore (ein teures Sammelgebiet) als auch nach Portugal gezeigt. Wie D'Allesandris richtig schreibt, fast ausschließlich aus der Korrespondenz von Hunt, Roope, Newman & Co. Auch diese Kaufleute stammten aus dem Südwesten Englands (Dorset). Das der Großbrand im Jahr 1892 einen Großteil der Stadt St. John's in Schutt und Asche le legte ist sicherlich ein Grund, warum so wenig "alte" eingehende Post erhalten geblieben ist. Was D'Allessandris nicht erwähnt ist die Korrespondenz des Handelshauses Puncton & Munn aus Harbor Grace. Sie pflegten umfangreiche Handelsbeziehungen mit Brasilien. Da konnte ich auch im Transatlantik-thread ein paar Briefe zeigen.

    Viele Grüße
    DKKW

  • Filli
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    • 18. Juli 2026 um 10:13
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    • #776

    und noch ein willkürlicher Ausschnitt (für evtl. andere Interessenten):

    Geschlossene Post nach Kanada über Boston
    Ab dem 22. September 1851 war es möglich, Post zwischen Ostkanada oder
    Westkanada und Neufundland in geschlossenen Postbeuteln über die Vereinigten Staaten zu versenden.65 Die Route war die gleiche wie die für geschlossene Postsendungen zwischen Nova Scotia und Kanada über die Cunard Line. Um die Zustellung transatlantischer Postsendungen zwischen Großbritannien und Kanada Ost und Kanada-West zu beschleunigen, wurde diese Post in verschlossenen Säcken per Bahn über Boston und New York befördert, anstatt auf dem Landweg nach Halifax. Obwohl diese Postroute entwickelt wurde, um die Zustellung kanadischer transatlantischer Postsendungen; sie konnte jedoch auch für interprovinzielle Postsendungen genutzt werden, die
    in einem geschlossenen Postbeutel per Bahn von Montreal nach Boston und anschließend mit einem Dampfer der Cunard Line von Boston nach Halifax befördert wurden. Für diese Briefe wurde jedoch ein höherer Portosatz berechnet, da der Brief dem britischen Paketportosatz unterlag. Während ein interprovinzieller Brief, der auf dem Landweg
    nach Nova Scotia versandt wurde, mit 3d cy. berechnet wurde, betrug der Tarif für einen interprovinziellen Brief, der per geschlossener Post versandt wurde, 7½d cy.: 5d cy. (4d stg.) Paketportogebühr und 2½d cy. (2d stg.) Inlandportogebühr. Für geschlossene Post nach Neufundland betrug der Tarif 10d stg.: 8d stg. Paketport, (der Tarif wurde zu einer Zeit festgelegt, als das Paketport in die Vereinigten Staaten 8d stg. betrug) zuzüglich 2d stg. Inlandport.
    Als das Paketport in die Vereinigten Staaten 1856 von 8d stg. auf 4d stg. im Jahr 1856, blieb der Tarif für geschlossene Post bei 10 d stg. Briefe in geschlossener Post von Kanada nach Neufundland wurden mit 1 Schilling cy. berechnet, was 10 d stg. entsprach.
    Abb. 16 zeigt einen Brief vom 4. Mai 1857, der von Montreal, Unterkanada, nach Harbour Grace, Neufundland, per geschlossener Post versandt wurde. Der Brief trägt den Vermerk „via Boston“ und wurde mit 1 Schilling cy. (10 d stg.) in Rechnung gestellt. Da der Brief in einem geschlossenen Postbeutel befördert wurde, gibt es keine Poststempel der Vereinigten Staaten, und die Vereinigten Staaten erhoben kein Transitportogebühr.
    Der Tarif für geschlossene Post wurde schließlich mit Wirkung zum 1. Januar 1865 auf 6½ d stg. (13¢ in Neufundland-Währung) mit Wirkung zum 1. Januar 1865 gesenkt, um der Senkung des Paketportos von 8d stg. auf 4d stg. Rechnung zu tragen, die neun Jahre zuvor in Kraft getreten war.66 Briefe per geschlossener Post von Kanada nach Neufundland
    wurden mit 12½¢ in kanadischer Währung berechnet, was 6½d stg. entsprach. Landpost nach Halifax.
    Zusätzlich zur Seeroute konnten Briefschreiber in den Vereinigten Staaten Briefe auf dem Landweg nach
    Neufundland versenden. Im Gegensatz zur Seeroute war es möglich, unfrankierte Post nach Halifax, Nova Scotia, zur Weiterleitung nach Neufundland zu schicken. Für auf diesem Weg versandte Post übernahm Neufundland die an die maritimen Provinzen fälligen Portokosten, die wiederum (vor Juli 1851) die an die Vereinigten Staaten fälligen Beträge übernahmen. Bei Briefen, die auf dem Landweg nach Halifax versandt wurden, ist die Situation ähnlich wie bei der Seeroute. Es kann jedoch auch ein separates Porto für die maritimen Provinzen anfallen. Vor den Postvereinbarungen
    mit New Brunswick und Nova Scotia im Jahr 1851 konnten Briefe aus den Vereinigten Staaten entweder völlig unfrankiert oder frankiert an die Vermittlungsstelle geschickt, bei der es sich in der Regel um Robbinston,
    Maine, handelte, die den Postverkehr mit St. Andrews, New Brunswick, abwickelte. Das US-Inlandporto
    zur Vermittlungsstelle richtete sich nach der Entfernung. Die Vermittlungsstelle in New Brunswick berechnete
    dann das Porto für die Sendung von der Vermittlungsstelle nach Halifax, Nova Scotia. Die Entfernung von St. Andrews nach Halifax betrug 340 Meilen, sodass für die Briefe 1 Schilling stg. oder 1/1½d cy. berechnet wurde. War das Porto in den Vereinigten Staaten nicht im Voraus bezahlt worden, wurde der fällige Betrag in Pence umgerechnet und zum Porto von 1/1½d cy. nach Halifax hinzugerechnet.
    Paketportog von Halifax nach St. Johns.
    Ab Juli 1851 betrug der Konventionssatz nach Halifax 10 Cent, ob frankiert oder unfrankiert, für Entfernungen von bis zu 3.000 Meilen vom Austauschbüro. Da gemäß der Konvention keine Abrechnung zwischen den Vereinigten Staaten und Neuschottland stattfand (das heißt, die Partei, die das Porto einnahm, behielt es), bestand keine Notwendigkeit, das fällige Porto für unfrankierte Briefe nach Neufundland abzurechnen. Dies spiegelte sich in einer Bekanntmachung der Postbehörde von Neufundland vom Januar 1852 wider, in der darauf hingewiesen wurde, dass für Landpost in die Vereinigten Staaten 4d stg. Paketportogebühr zuzüglich 6d cy. an die Ostküste oder in den mittleren Teil der Vereinigten Staaten bzw. 9d cy. nach Kalifornien oder Oregon

    Abb. 19 zeigt einen unfrankierten Briefumschlag vom 3. Januar 1854 von New York City nach St. Johns. Der unfrankierte Konventionssatz von 10c deckte das Porto für die Vereinigten Staaten und die Maritimen Provinzen vom Absenderort bis nach Halifax, Nova Scotia, ab. Robbinston, Maine, brachte den roten, bogenförmigen Stempel „U.STATES“ an. St. Johns brachte den Vermerk „9d stg. fällig“ an, der den 10c-Konventionssatz (umger-echnet auf 5d stg.) zuzüglich des Paketportos von 4d stg. darstellte. 

    Die Währung von Nova Scotia verlor 1851 gegenüber dem Pfund Sterling an Wert. Sowohl der in Abb. 18 gezeigte Briefumschlag aus dem Jahr 1846 als auch dieser Briefumschlag behandelten 10c US-Währung als gleichwertig mit 6d Nova-Scotia-Währung.
    Allerdings behandelte der Briefumschlag von 1846 6d cy. als gleichwertig mit 5½d stg., während dieser Briefumschlag
    6d cy. nur als gleichwertig mit 5d stg. behandelte.
    Es gab einen geringfügigen Unterschied bei den Landposttarifen für Briefe zwischen den Vereinigten Staaten und Neufundland im Vergleich zu den Maritimen Provinzen. Für die Maritimen Provinzen legte die Postvereinbarung einen Tarif von 10c für Entfernungen bis zu 3.000 Meilen vom Austauschbüro fest (und 15c für Briefe über 3.000 Meilen). Obwohl die Vereinigten Staaten keine Vereinbarung mit Neufundland geschlossen hatten, behandelten sie die Post aus Neufundland so, als unterliege sie dem 15c-Tarif für Entfernungen über 3.000 Meilen. Dies war tatsächlich sinnvoll, da
    der Brief nur bis nach Halifax, Nova Scotia, frankiert werden konnte, wo der 15-Cent-Tarif für Entfernungen über 3.000 Meilen galt. Im März 1863 erließ der Postminister der Vereinigten Staaten, Montgomery Blair, eine Verordnung, in der der Tarif nach Neufundland auf 10 Cent für Entfernungen bis zu 2.500 Meilen vom Austauschamt und auf 20c für Entfernungen über 2.500 Meilen festgelegt wurde. Der „United States Mail and Post Office Assistant“ griff diese Änderung nicht auf und führte lediglich einen Tarif von 10c auf. Starnes gibt an, dass der Tarif ab dem 1. Juli 1864 unabhängig von der Entfernung auf 10c festgelegt wurde. Starnes stützte sich bei diesem Tarif jedoch auf den pauschalen Dampfschiff-Tarif von 10¢.74 Der pauschale Dampfschiff-Tarif galt nicht für Schiffe der Cunard Line, da dieser Tarif Briefe ausschloss, „für die unterschiedliche Posttarife festgelegt wurden oder festgelegt werden sollen“. Zudem galt der pauschale Dampfschiff-Tarif nicht für Landpost nach Neufundland, da die Briefe auf dem Landweg zwischen Halifax und den Vereinigten Staaten befördert wurden und somit nicht „aus den Vereinigten Staaten mit Dampfschiffen oder anderen Schiffen, die regelmäßig im Postverkehr eingesetzt werden, weitergeleitet oder dort empfangen wurden“. 76 Der stellvertretende Leiter des US-Postamts führte den Tarif anschließend von Juni 1867 bis September 1871 mit „10c (15c über 3.000 Meilen)“ auf. Das einzige dokumentierte Poststück an die Westküste in diesem Zeitraum ist ein Brief aus dem Jahr 1860, der mit einem Paketboot der Cunard Line und nicht auf dem Landweg versandt wurde. Er wurde mit 10c berechnet, dem üblichen Inlandstarif für Entfernungen von über 3.000 Meilen ab Boston. Das Paketportogebühr für Briefe von Halifax nach St. Johns betrug 4d stg. von Februar 1842 bis zum Ende des Cunard-Dienstes. Somit war von Februar 1842 bis Dezember 1855 war das Paketportogebühr für Briefe von Halifax nach St. Johns bei Briefen, die auf dem Landweg nach Halifax versandt wurden, niedriger als bei Briefen, die mit einem Paketboot der Cunard Line nach Halifax versandt wurden. Allerdings fielen für Briefe, die auf dem Landweg nach Halifax versandt wurden, höhere Landpostgebühren an, die das niedrigere Paketportogebühr vor dem Postabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und New Brunswickim Jahr 1851 mehr als ausglichen. Ab Juli 1851 machte die Senkung der Inlandstarife die Landroute um einige Cent günstiger, jedoch nur so lange, bis das Paketportogebühr zwischen Boston und St. Johns 1856 auf 4d stg. gesenkt wurde. Die neufundländischen Inlandspostgebühren sind für Landbriefe und Seebriefe gleich.
    Eine geringe Anzahl von Briefen aus Neufundland in die Vereinigten Staaten wurde über die Landroute von Halifax aus versandt. Der Grund für diese Beförderung ist unklar, da die Briefe nicht besonders gekennzeichnet waren. Es ist wahrscheinlich, dass das Postamt in Halifax Briefe in die Vereinigten über die Landroute über St. John (New Brunswick) und anschließend mit einem Küstendampfer nach Boston leitete, wenn das Paketboot von St. Johns (Neufundland) nach Halifax vor der planmäßigen Ankunft des Dampfers von Liverpool nach Boston in Halifax eintraf. Durch die Nutzung der schnellen Verbindung nach Boston über St. John (New Brunswick) konnte das Postamt in Halifax die Zustellung der Post an Postsendungen in die Vereinigten Staaten beschleunigen.

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    • 19. Juli 2026 um 10:28
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    Hallo zusammen,

    ich wollte die sehr lesenswerten Beiträge von Filli nicht unterbrechen. Deshalb erst heute der eingeschriebene Auslandsbrief der 2. Gewichtsstufe aus St. John's nach Paris vom 2. April 1898. Mit einer 10c Cabot issue, einer 1c (red) und zwei 2c (orange) Royal Family issue korrekt frankiert. 5c Auslandsbriefporto je oz. Gewicht und 5c Auslandseinschreibegebühr.

    "St. John's Newf'd AP 2, 98" plus R-Stempel
    "Registered London B 18 AP 98 /10"

    Rückseitig viele unleserliche Transitstempel sowie, "Paris Poste restante 20 Avril 98"
    Der Brief war ja an ein Postamt in Paris adressiert, offenbar war der Empfänger aber kein Briefmarken sammelnder Bediensteter. Anscheinend, auch wenn auf der Vorderseite nichts vermerkt ist, eine postlagernde Sendung. Hab ich aus Neufundland auch noch nicht gesehen.

    Viele Grüße
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  • Jean Philippe
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    DKKW

    Weil du « anscheinend » schreibst, « poste restante » heisst auf jeden Fall « postlagernd ». Ist aber merkwürdig dass der Adressat ein Postbeamter ist.

    Gruss,

    Jean Philippe

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    Jean Philippe
    nun, das habe ich so nicht geschrieben. Als Empfänger ist ein Monsieur P. Jouvel mit Adresse Ces des Postes et Telegraph /136 Rue ..tonore / Paris / France genannt. Wie Du sicherlich bemerkt hast, findet sich kein Hinweis auf "Poste Restante" auf der Briefvorderseite.

    Deshalb ging ich zunächst davon aus, dass es sich um einen Angestellten des in der Adresse angegebenen Postamts handeln würde.

    Auf der Rückseite neben etlichen völlig unleserlichen Stempeln dieser Pariser K2-Stempel "Paris Post Restante" Das brachte mich zu der Vermutung, dass es sich wohl um eine postlagernde Sendung gehandelt haben könnte die bei dem genannten Postamt von einem Monsieur Jouvel abgeholt werden soll.

    Ich habe nur die Weltpostverträge von 1874, 1878 (Paris) und 1904 (Wien). In keinem dieser Verträge werden Poste Restante Sendungen behandelt. In dem Buch "Beretning om Postvæsenet og dets virksomhed 1867-1917" der dänischen Post ist auf den Seiten 21ff ein Überblick über alle Vereinbarungen des Weltpostvereins nach 1874 (bis 1917) aufgeführt, auch da kein Hinweis auf Poste Restante Sendungen. Offenbar gab es keine einheitliche Regelung, wie solche Sendungen zu kennzeichnen waren, zumindest habe ich keine gefunden. Eigentlich hatte ich erwartet, dass auf der Briefvorderseite der Vermerk "Post Restante" anzubringen sei, schließlich war französisch die Sprache des Weltpostvereins.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • Jean Philippe
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    • 19. Juli 2026 um 16:02
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    • #780

    Ok, so habe ich das alles auch verstanden, kann aber auch nicht mehr beitragen. Ausser dass die Strasse die bestbekannte rue Saint-Honoré ist.

    Gruss,

    Jean Philippe

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