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Neufundland

  • DKKW
  • 22. Januar 2011 um 09:52
  • Matjoff
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    Geschlecht
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    7. Januar 1983 (43)
    • 30. April 2025 um 10:33
    • #721

    Meinen Glückwünsch zum Erwerb dieser besonderen und schönen Viererstreifen der Sir Humphrey Gilbert Ausgabe! So macht Sammeln richtig Freude!

    Danke an alle Forumnutzer die ihr unschätzbar kostbares Wissen untereinander und miteinander teilen.

    Weiterhin viel Freude und Erfolg bei all euren Unternehmungen!

  • DKKW
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    • 30. April 2025 um 11:43
    • #722

    Hallo zusammen,

    hier kommt der zweite Viererstreifen, diesmal die 2c Sir Humphrey Gilbert Ausgabe mit kompletter SPECIMEN-Lochung als senkrechter Viererstreifen. Die beiden Außenmarken sogar mit einigen "Zusatzlöchern" der weiteren SPECIMEN-Lochungen. Ich muss mal in meinen Unterlagen nachsehen, Sean Weatherup hatte mir mal das Schema der Lochungen geschickt.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 1. Mai 2025 um 12:04
    • #723

    Hallo zusammen,

    die Fiskalmarken (Revenues) Neufundlands sammel ich nicht, wären ja nochmals über 160 Hauptnummern nach NSSC. Etwas anderes ist es bei Freimarken die fiskalischen Zwecken dienten, hier nehme ich komplette Belege gerne mit.

    So zum Beispiel dieser neufundländische Wechsel bzw. Bill of Exchange. Für die Wechselsteuer in Höhe von 15c (5c je angefangene 100 Dollar) wurden 1 x 1c, 1 x 2c und 3 x 4c der Pictorial Issue verklebt.

    Man sollte beachten, dass sich das angelsächsische Wechselrecht vom deutschen Wechselrecht unterschied, hier findet sich zum Beispiel kein Fälligkeitsdatum.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 7. Mai 2025 um 12:34
    • #724

    Hallo zusammen,

    mein Projekt "Markenmangel in Anschluß an die Cabot-Ausgabe 1897/98" macht erfreuliche Fortschritte. (siehe auch Beitrag #719 vom 14. April 2025 auf der vorherigen Seite)

    Bei einem englischen Belegehändler fand ich eine 2c Royal Family issue, orange, als Zusatzfrankatur auf einem 3c Gansachenumschlag, Kleinformat, als Brief nach Bradford, Yorkshire, England vom 31. März 1898. Somit eine Verwendung vor dem Erscheinen der 2c Marke in der korrekten Weltpostvereinsfarbe im Juli 1898.

    Seinerzeit betrug das Porto für Briefe nach Großbritannien 5c, die Senkung des Portos auf 2c erfolgte erst am 25.12.1898 (das Weihnachtsgeschäft wollte man noch mitnehmen ;) ). Eine Verwendung als Einzelfrankatur dürfte schwierig zu beschaffen sein. Entweder auf einer Drucksache der 2. Gewichtsstufe oder aber auf einer Auslandspostkarte. Diese frühen Postkarten gab es, siehe Beitrag von kartenhai im thread Ansichtskarten Neufundland, sie sind aber schweineselten und teuer. Schwere Drucksachen habe ich überhaupt noch nicht gesehen.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • NFLD, 2c Royal Family issue, orange, on 3c postal stationary envelope to England, 1898.jpg
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  • DKKW
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    • 16. Mai 2025 um 11:02
    • #725

    Hallo zusammen,

    auch dieser, mit einer 2c Cabot-Ausgabe portogerecht frankierte Brief aus St. John's nach Edinburgh, Schottland aus dem Jahr 1901 gehört im weiteren Sinne zu meinem Projekt Markenmangel 1897/98 in Folge der Cabot-Ausgabe.

    Dieser Brief stammt zwar aus dem Jahr 1901, eine portogerechte Einzelfrankatur aus den Jahren 1897/98 dürfte aber kaum zu finden sein. Bob Dyer, der leider viel zu früh verstorbene frühere Chairman der Newfoundland Study Group, hat im Newfie Newsletter no. 135 vom April 2009 seinen ältesten Beleg mit dieser Marke vorgestellt, ein mit einem Paar der 2c Marke deutlich überfrankierter Ortsbrief vom 25. Juni 1897, an den Briefmarkenhändler Tessier geschickt, vermutlich von ihm selbst geschrieben. Also nur einen Tag nachdem die Marke an die Postschalter kam.

    Denkbar wäre eine Postkartenfrankatur, Postkartenformulare ohne Werteindruck aus Neufundland kenne ich nicht und lt. Walsh stammen die ältesten Ansichtskarten aus dem Jahr 1899. Möglich wäre eine Drucksache der 2. Gewichtstufe, habe ich aber noch nie gesehen. Am wahrscheinlichsten wäre wohl eine Verwendung als Mischfrankatur, entweder mit einer 3c Marke oder aber als Zusatzfrankatur auf einem 3c Ganzsachenumschlag.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • 11. Juni 2025 um 14:15
    • #726

    Hallo zusammen,

    aktuell lässt uns die Deutsche Post mal wieder im Stich. Schon der 2. Tag in Folge an dem kein Briefträger vorbeikommt. Gestern erhielt ich sogar ein Mail dass ein ebay-Kauf kurz nach vier Uhr in der Früh zugestellt wurde. Das ist wohl die neue Tracking-Dienstleistung für "normale" Briefsendungen die bei Ankunft im Verteilzentrum und nicht bei Zustellung durch den Briefträger als zugestellt gemeldet werden. Bloss bei mir ist sie bislang nicht angekommen.

    Dafür brachte mir der Paketbote eben eine lösegeldpflichtige Sendung aus den USA. Die Zollgebühr war aber erfreulicherweise recht überschaubar.

    Ich konnte wieder mal einen Probedruck der Sir Humphrey Gilbert issue Bei dem Auktionshaus konnte ich in den letzten Jahren zwei, drei interessante Objekte für mich ersteigern.

    Hier ist es ein Probedruck der 2c Marke auf Papier ohne Wz. mit Plattennummer 1094 (seitenverkehrt), interessanterweise gibt es diesen Probedruck auch mit der Plattennummer 1096. Der fehlt mir aber noch. Laut Glen Lundeens homepage existieren von diesem Probedruck 5 Exemplare. Von den insgesamt vorkommenden drei Probedrucken und zwei Farbprobedrucken (in schwarz) der 2c Marke habe ich jetzt immerhin drei Stück.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • NFLD; 2c Sir Humphrey Gilbert issue, die proof, unwm, pl.no. 1094.jpg
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    • 19. Juni 2025 um 14:55
    • #727

    Hallo zusammen,

    nach meiner Rückkehr von meinem Wandertrip ins steirisch/slowenische Grenzland fand ich auch einen Brief aus Canada in meinem Briefkasten.

    Er enthielt einen Brief aus St. John's nach Laurenco Marques in Mosambique aus dem Jahr 1948. Damals Laurenco Marques noch die Hauptstadt von Portugiesisch Ostafrika. Seit der Unabhängigkeit Mosambiks im Jahr 1975 (nach der Nelkenrevolution in Portugal) heisst die Hauptstadt Mosambiks Maputo.

    Das ist natürlich für Neufundland eine ganz ungewöhnliche Destination. Offensichtlich ein Geschäftsbrief. Am 21. Juni 1948 in St. John's mit Maschinenstempel entwertet. Laut rückseitigem Ankunftstempel am 27.7.48 in Lourenco Marques (port. Schreibweise) angekommen.

    Portogerecht mit einer 7c Queen Mary der Second Resources issue frankiert. Das war damals die Foreign letter rate (Seeporto). Laut NSSC hätte ein Luftpostbrief nach Port. Ostafrika (also Mosambik) 45c gekostet.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • 24. Juni 2025 um 21:44
    • #728

    Hallo zusammen,

    erneut ein Probedruck der Sir Humphrey Gilbert Ausgabe. Es geht mir hier ähnlich wie bei den Poststellenstempeln. Obwohl ich inzwischen einen umfangreichesn Bestand habe sind die Lücken nach wie vor unglaublich groß.

    Es handelt sich um die large die proof on watermarked paper, 5c, dull violet, on wove paper with inverted die number 1101. Laut Glen Lundeen sind 5 Exemplare dieses Probedrucks bekannt. Insgesamt sind drei Probedrucke und zwei Farbprobedrucke (schwarz) registriert. ich habe jetzt je einen Probedruck und farbprobedruck der 5c Marke.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • NFLD, 5c Humphrey Gilbert Issue. Large die proof, dull violet.jpg
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  • DKKW
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    • 25. Juni 2025 um 11:27
    • #729

    Hallo zusammen,

    zur Abwechslung wieder mal ein Feldpost Luftpostbrief aus Neufundland mit CAPO- und Military Censor-Stempel.

    Der Brief wurde in Gander nach Campbell in Californien/USA aufgegeben und mit zwei 3c und einer 1c Marke der Second Resources issue frankiert. Also normales USA-Luftpostbriefporto und nicht das CAPO-Sonderporto.

    CAPO No. 2 SP 1, 44 AM
    Military Censor No. 45

    Der Military Censor No. 45 kommt in Verbindung mit den CAPO No. 1 und No. 2 vor. Vom Mai 1944 bid Januar 1945 wurde er in Gander (CAPO No.2) für Sendungen der RCA, 107th Coast Battery verwendet. Hier allerdings steht bei den Absenderangaben die 52nd Anti-Aircraft Battery. Ich werde wieder mal ein Scan an Paul Binney schicken.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • NFLD, CAPO No. 2, Mil. Censor No. 45, 9.44.jpg
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  • DKKW
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    • 27. Juni 2025 um 08:05
    • #730

    Hallo zusammen,

    ich habe in früheren Beiträgen immer wieder mal den Markenmangel bei den niedrigen Nominalen, insbesondere den 1c Marken in Folge der verfehlten Bestellpolitik bei der Cabot-Ausgabe in den Jahren 1897/98 auftrat, angesprochen.

    Zur Zeit sammle ich Quellen und Material zum Thema für einen Zoom-Vortrag Ende diesen Jahres dem dann auch ein Artikel im Study Group Newsletter folgen soll. Ich bin ja nun beileibe nicht der erste, der sich mit diesem Thema befasst. Robert H. Pratt und Norris (Bob) Dyer haben sich in ihren Büchern und Artikeln auch schon damit befasst.

    Zwei Marken kommen bei diesen Veröffentlichungen etwas zu kurz. Es handelt sich um Nachauflagen in Höhe von jeweils 100.000 Marken der 1c (Prince Edward) und der 2c (Codfish) die Ende 1897 bei der American Bank Note Co. in New York bestellt wurden und Anfang 1898 geliefert wurden.

    Damit kamen sie erst nach den beiden "Eilbestellungen" der 1c und 2c Royal Family Issue in St. John's an. Sie waren beim Publikum nicht sonderlich gefragt, man kaufte lieber die Marken der neuen Royal Family Issue. Belege die mit diesen beiden Marken frankiert worden sind, findet man gar nicht so häufig, ich habe bislang keinen einzigen in meiner Sammlung. Der Brief mit der philatelistisch anmutenden Mischfrankatur vom 30.10.98, den ich in Beitrag #606 vom 14.2.24 gezeigt habe ist nicht mit der 1c pale yellow green Marke der Nachauflage 1898 frankiert.

    Hier nun die beiden Marken der Nachauflage in ungebrauchter Erhaltung. Beide Marken wurden auf gelblichem Papier gedruckt.

    Viele Grüße
    DKKW

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    heckinio
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    • 27. Juni 2025 um 09:01
    • #731

    DKKW

    Ich bin immer wieder beeindruckt von deinem immensen Wissen bei vielen Themen der Philatelie:thumbup:

    Gruß heckinio

  • DKKW
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    • 1. Juli 2025 um 10:33
    • #732

    Moin heckinio

    Vielen Dank für die Blumen. :thumbup:

    Nun, wenn man ein paar Jahrzehnte intensiv gesammelt hat und einige Zeit gebraucht hat seine Favoriten unter den Sammelgebieten zu finden dann kommt einiges an Wissen zusammen.

    Dazu kommen etliche Jahre während Schulzeit und Studium in denen ich bei einem Briefmarkenhändler gejobbt habe und mich, teilweise mehrfach, durch das Lager gearbeitet habe. Zudem ließ dieser Händler vieles prüfen, dadurch kamen häufiger verschiedene Prüfer zu Besuch (z.B. Günter Bechthold). Außerdem war der Händler Literaturfreak und hat mich damit angesteckt. Seinen Literaturbestand hat bei Geschäftsaufgabe Burkhard Schneider gekauft.

    Ich selbst habe über die Jahre einen eigenen recht umfangreichen Bestand an philatelistischer Literatur aufgebaut, darüber hinaus bin ich Mitglied sowohl der Münchner als auch seit diesem Jahr der Hamburger Philatelistischen Bibliothek. Erstere nutze ich regelmäßig. letztere werde ich erstmals im Herbst besuchen wenn ich ein paar Tage im Norden bin um am Herbsttreffen der ARGE Schleswig Holstein teilzunehmen.

    Schließlich bin ich Mitglied im Münchner Briefmarkenclub von 1905. Bei uns gibt es nach wie vor jeden Montag Abend einen Vortrag zu einem philatelistischen Thema. Da unsere Mitglieder die unterschiedlichsten Sammelgebiete pflegen gibt es reichlich Gelegenheit über den eigenen Tellerrand zu gucken.

    Ganz wichtig: Man darf nie seine Neugierde verlieren.

    Viele Grüße
    DKKW

    Einmal editiert, zuletzt von DKKW (1. Juli 2025 um 12:14)

  • DKKW
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    • 4. Juli 2025 um 08:31
    • #733

    Hallo zusammen,

    passend zum Thema meines vorletzten Beitrags zeige ich heute die beiden Marken der Royal Family issue aus der Eilbestellung Ende 1897. Marken und Belege habe ich schon mal früher gezeigt, hier nun aber im richtigen postgeschichtlichen Zusammenhang.

    Aufgrund des Markenmangels nach dem Ausverkauf der niedrigen Nominale der Cabot issue bestellte die neufundländische Post am 10. September 1897 bei der American Bank Note Company in New York jeweils 400.000 Marken zu 1c und 2c der in Vorbereitung befindlichen Royal Family issue zur beschleunigten Lieferung. Diese beiden Marken kamen am 7. Dezember 1897 an die Postschalter. Allerdings waren sie nicht, wie vorgeschrieben, in den Weltpostvereinsfarben gedruckt, also die 1c, int. Drucksachenporto, grün und die 2c, int. Postkartenporto, in rot, sondern die 1c Marke in rot und die 2c Marke in orange.

    In einem Artikel in den BNA Topics aus dem Jahr 1981 hatte Robert H. Pratt den Schriftverkehr rund um diese Vorgänge zusammengefasst und veröffentlicht. Kein Hinweis darauf wie diese "Fehlfarben" zustande kamen. Auch bei der Bestellung der Folgeauflagen nun in den korrekten Weltpostvereinsfarben wurde die Farbwahl nicht angesprochen. Wieder eins der vielen Mysterien der neufundländischen Postgeschichte. Die beschleunigte Lieferung ließ sich die ABN Co. übrigens fürstlich bezahlen. Die Marken waren etwa doppelt so teuer wie bei den Folgelieferungen.

    Hier nun die beiden Marken ungebraucht sowie auf. Beleg.

    1c, Queen Victoria, rot, früheste bekannte Verwendung: 7.12.1897
    2c, Prince Edward, orange, früheste bekannte Verwendung: 7.12.1897
    In den Katalogen wird das Markenmotiv immer mit King Edward VII beschrieben, das stimmte aber 1897 noch nicht, da war er noch Prince of Wales

    Dann die 1c Marke als Einzelfrankatur auf Ortsbrief vom 2. April 1898 und die 2c Marke als Zusatzfrankatur auf einem 3c Ganzsachenumschlag vom 31. März 1898 (Briefporto nach Großbritannien). Beide Belege also aus der Zeitspanne vor dem Erscheinen der 2. Auflage mit den korrekten Weltpostvereinsfarben im Juni 1898. Gar nicht so leicht zu finden.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 8. Juli 2025 um 08:49
    • #734

    Hallo zusammen,

    eigentlich hatte ich gehofft, dass nach dem Wochenende die eine oder andere Sendung aus Nordamerika eintrudelt, leider nein.

    Also Gelegenheit einen weiteren Beitrag zum Markenmangel 1897/98 zu schreiben. Diesmal geht es um die 1c auf 3c Überdruckmarke. Die 3c Queen Victoria war im Jahr 1890 produziert worden, die früheste bekannte Verwendung laut NSSC stammt allerdings erst vom 7. Juli 1892. Die Qualität, insbesondere die Zähnung, war grausig. Viele Bögen wurden zunächst weil stark dezentriert aussortiert.

    Als nun im September 1897 die Vorräte der 1c Cabotausgabe zur Neige gingen holte man 400 zurückgelegte Bögen der 3c Marke hervor. Die Bögen wurden horizontal in zwei Hälften geteilt damit sie in die Druckmaschine der Royal Gazette in St. John's passten. Ich hatte ja schon bei früherer Gelegenheit geschrieben, dass keine ausreichende Zahl identischer Lettern für den "1 CENT" Überdruck zur Verfügung standen, wir unterscheiden drei Überdruck-Haupttypen und zwei Untertypen. Das Schema siehe weiter unten. Am 19. Oktober 1897 kamen die Marken an die Postschalter. Sofort setzte ein Run auf diese Überdruckmarken ein, so dass die Abgabe sehr schnell rationiert werden musste. Der letzte bekannte reguläre Verkaufstag war der 4. 12.1897. der Tag an dem die 1c Royal Family issue erschien

    1c war seinerzeit das Porto für Drucksachen (Lokal, Inland und Ausland) sowie für Ortsbriefe. Einige wenige Bögen wurden an Postämter in den Outports verschickt, in den Büchern von Colin Lewis und Norris (Bob) Dyer werden Belege aus Belloram, Bonavista, Channel und Greenspond gezeigt.

    Während Ortsbriefe und Drucksachen ziemlich häufig vorkommen, auch Drucksachen nach Canada und die USA, scheinen Drucksachen ins übrige Ausland inkl. Großbritannien selten zu sein.

    Ich kann vier der fünf vorkommenden Typen zeigen, die seltene Type III (2 Marken je Überdruckbogen) "nur" gestempelt, die noch seltenere Untertype IIA (1 Marke je Überdruckbogen) fehlt mir.

    Außerdem die 1c Überdruckmarke auf Ortsbrief, auf Drucksachenstreifband in die USA und die einzige mir bekannte Drucksache ins Ausland und zwar nach Belgien.

    Das wars zum Thema Markenknappheit 1897/98, viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 10. Juli 2025 um 10:24
    • #735

    Hallo zusammen,

    vorgestern hatte ich noch geschrieben Das wars zum Thema Markenknappheit 1897/98 und dann kam gestern der Brief aus Canada bei mir an.

    In Beitrag #730 hatte ich die beiden Marken im alten Cent-Markenmuster vorgestellt die im Herbst 1897 bestellt und im Januar 1898 geliefert wurden. Damals hatte ich noch keinen Brief, bis gestern.

    Ein Brief aus St. John's, im Postamt St. John's Central aufgegeben und nach Halifax in Nova Scotia adressiert. Abgestempelt am 19. April 19! Hatte der Postler am Abend zuvor an einer Whisky-Verkostung teilgenommen? ^^ Die Stempel auf der Rückseite sind etwas unklar, aber beim Hauptpostamt St. John's ist das Datum 19. April 00 deutlich erkennbar. Im Jahr 1919 wäre der Brief auch unterfrankiert gewesen.

    Die Markenfarbe ist eindeutig rotorange, es handelt sich also um die 2c Codfish der Notbestellung die Anfang Januar 1898 geliefert worden war. Leider nicht aus dem passenden Zeitraum bis zum Juni 1898 aber Belege die mit Marken der 1898er Nachauflage frankiert sind findet man nur selten.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 16. Juli 2025 um 08:27
    • #736

    Hallo zusammen,

    Marken aus Neufundland kaufe ich nur noch selten. Meine Lücken in der Sammlung sind Großteils auf die unerschwinglichen Pence- und Pionierflugpostmarken zusammengeschrumpft. Bei Probedrucken oder Specimen sieht es natürlich anders aus.

    Hier aber eine gestempelte Marke bei der ich nicht widerstehen konnte. Es handelt sich hierbei um die 25c First Resources issue mit dem Motiv Sealing fleet. Abgestempelt in Victoria mit einem Split-ring "Victoria Newf'd JAN 1, 37" Marken mit Vollstempeln findet man nicht häufig, die Canadier sagen Sock on nose dazu. In der Liste neufundländischer Briefmarkenhändler findet sich keiner der in Victoria ansässig war. Möglicherweise war der Posthalter von Victoria als "Schönstempler" bekannt und wurde deshalb gerne von Händlern und Sammlern in Anspruch genommen.

    Hier nun zum Vergleich: Links die Neuerwerbung, rechts die Marke die bislang in meiner Sammlung saß und nun ins Dublettenalbum wandert. Ach ja, durch zwei rasch aufeinanderfolgende Portoänderungen gab es fast keine sinnvolle Verwendungsmöglichkeit für die 25c Marke mehr. Ein eingeschriebener Brief der 3. Gewichtsstufe ins Ausland (also nicht in die USA, Canada oder Empire inkl. Großbritannien) ist nun wirklich nicht alltäglich, gerade von einem kleinen Ort wie Victoria.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 27. Juli 2025 um 16:18
    • #737

    Hallo zusammen,

    nach meiner Rückkehr nach München fand ich diesen Neufundland-Beleg im Briefkasten. Eigentlich ganz banal, eine 5c Caribou Marke der First Resources Issue. Es handelt sich um den Die II, Die Geweihspitze (Antler) unter dem T von Postage ist höher als die Geweihspitze links daneben. Der Geschäftsbrief aus St. John's lief 1937 nach New York und das US-Briefporto betrug seit 1932 5c, wie gesagt eigentlich alles ganz banal.

    Hier aber ein L3-Stempel der US-Post in New York als kleine Besonderheit:

    Delivery delayed. Incomplete address
    SEARCHER NO. 17
    City Hall Station, N. Y. P. O. (?)

    Dazu dann mit Bleistift die genauere Adressangabe.

    Aus Dänemark kenne ich so etwas, allerdings meistens als Aufkleber nicht als Stempel. Aber bei all den Hansens, Jensens und Nielsens auch kein Wunder ;)

    Viele Grüße
    DKKW

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    • 28. Juli 2025 um 11:41
    • #738

    Hallo zusammen,

    gestern eher einfache Kost heute schon etwas ausgefalleneres. Eine 15c Marke der Cabot-Ausgabe aus dem Jahr 1897 auf einem eingeschriebenen Auslandsbrief der 2. Gew.stufe in die USA. Absender ist das General Post Office in St. John's, der Empfänger, Mr. Berlepsch (sicherlich kein Obsthändler :D ) wohnte in New York City. Man kann sicher sein, dass hier eine Briefmarkenbestellung verschickt wurde. Auslandsbriefporto in die USA 5c je 1oz Gewicht plus 5c Auslandseinschreibegebühr.

    Sehr saubere Stempelabschläge und nur leichte Altersspuren. Rückseitig der Transitstempel der Boston Mass. Registry Division vom 4. August 1897 und ein undeutlicher Abschlag "Registered 5. Aug. ..." sicherlich aus New York.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • NFLD, 15c Cabot issue on reg. 2nd weight cover to the USA, 1897.jpg
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    • 6. August 2025 um 12:31
    • #739

    Hallo zusammen,

    wieder mal ein Neuzugang für meine Neufundlandsammlung. Inzwischen ist es gar nicht mehr so leicht Sachen zu finden die meine Sammlung weiterbringen.

    Hier ein vorgedruckter Brief an die Gärtnerei und Samenhandlung Childs in den USA aus dem Jahr 1898.

    Mit einer 3c Marke der Cabot issue und zwei roten 1c Marken der Royal Family issue portorichtig frankiert. Belege mit der roten 1c Marke findet man nicht so oft, inzwischen habe ich vier Belege inkl. EF und MeF. 5c war das US-Briefporto von 1877 bis 1908. Der Brief wurde in Harbor Buffet am 13. Juni 1898 und lief über Placentia und St. John's nach New York wo er am 21. Juni ankam.

    Harbour Buffett (spätere Schreibweise) war ein kleiner Fischerort an der Placentia Bay mit zeitweise über 260 Einwohnern. Im Jahr 1967 wurde der Ort im Rahmen des Resettlement Program aufgegeben und die verbliebenen Einwohner umgesiedelt.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • NFLD, 3c Cabot issue, 2 x 1c Royal Family issue, red on cover to the USA, JUL 3, 1898.jpg
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    • 19. August 2025 um 09:35
    • #740

    Hallo zusammen,

    von mir gibt es eine Ortspostkarte (evtl. Drucksachenkarte) aus St. John's aus dem Jahr 1897 zu sehen. Die Rückseite ist eine vorgedruckte Einladung mit wenigen handschriftlichen Ergänzungen. Das Porto für Drucksachen (egal wohin) und Ortspostkarten war mit 1c identisch.

    Frankiert wurde die Karte mit einer 1c Prince Edward, grün. Über die 1c Prince Edward hat der verstorbene Norris (Bob) Dyer etliche Artikel verfasst. Ein schöner, sauberer Beleg von einem Kollegen der Newfoundland Study Group in Canada.

    Viele Grüße
    DKKW

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