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Ausgaben der Gilbert & Ellice Inseln

  • phoenix
  • 7. Januar 2011 um 23:14
  • phoenix
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    • 3. Juli 2025 um 20:44
    • #141

    Hallo Jean Philippe,

    interessanter Aspekt mit dem "Suppliers to PMGs Department". Ist schon möglich das sich der Absender auf dieses australische Ministerium bezieht. Eine Zuständigkeit der australischen Post für die Inseln zu dieser Zeit kann ich jedoch nicht erkennen. Spätestens seit 1911 mit der Ausgabe eigener Briefmarken schliesst sich das denke ich aus. Administrativ waren die Gilbert & Ellice Inseln auch nie Australien zugeordnet sondern stets Teil des British Western Pacific Territories. Kurzzeitig war jedoch bis etwa 1900 wohl eine Post Office von New South Wales auf Tarawa aktiv.

    Tarawa war zur Zeit als der Brief versendet wurde (1932) auch die GPO (General Post Office) der Kolonie. Das "G" in PMG könnte evtl. auch daher kommen.

    Gruß phoenix

  • Jean Philippe
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    • 3. Juli 2025 um 21:32
    • #142

    Danke phoenix , vielleicht hatten die British Western Pacific Territories auch einen Postmaster General.

    Gruss,

    Jean Philippe

    Nutzt die Funktionen des Forums, wie insbesondere die Hilfe, die Suche, das Inhaltsverzeichnis und die Linkliste.

  • phoenix
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    • 2. Januar 2026 um 19:12
    • #143

    Hallo,

    ich wünsche allen im Forum ein gesundes neues Jahr 2026. Wie jedes Jahr um die Zeit möchte ich gern berichten was sich so bei meinem Sammelgebiet Gilbert und Ellice Inseln getan hat. Im letzten Jahr lag der Sammelschwerpunkt bei Briefen und hierbei besonders bei Luftpostbelegen. Marken hätte ich gern auch mehr in die Sammlung aufgenommen doch Ausgaben die mein Interesse erregt hätten waren dann doch eher rar. Doch ich will mich nicht beklagen denn Geduld ist bekanntlich der beste Begleiter beim Aufbau einer Sammlung. So dann kommen wir mal zu den Fakten.

    1. Da ist ein Erstflugbeleg von den Clipperflügen Neuseeland - USA 1940. Dieser Beleg trat seinen Weg von Neukaledonien (21.07.1940) nach Canton Island (20.07.1940) an. Das Stempeldatum von Canton Island ist wegen der Datumsgrenze einen Tag früher. Solche Belege sind eigentlich nichts besonderes doch ein kleines Detail macht ihn dann doch besonders. Der Brief ist als R-Brief gelaufen und dadurch abweichend mit 9Fr 65c anstatt mit 7Fr frankiert. So etwas habe ich bisher noch nicht gesehen. Also ab in die Sammlung!

    2. Ein Aerogramm fand ebenfalls den Weg in die Sammlung. Mit 10c portogerecht nach Neuseeland verschickt. Frankiert mit einer Weihnachtsmarke (MNr.166) der 1970er Ausgabe und dann auch noch am 24.12.1970 in Tarawa (Vernon 35b) abgestempelt. Da kann man wirklich nicht von einer Spätverwendung sprechen.

    3. Wieder Flugpost doch diesmal muss ich etwas ausholen. Im Jahre 1969 wurde eine Flugverbindung zwischen dem Tarawa-Atoll und dem Butaritari-Atoll eröffnet. Der Brief ist jedoch nicht vom Erstflug der später im Jahr 1969 stattfand. Es handelt sich vielmehr um einen sogenannten EXPERIMENTAL FLIGHT (Stempel jeweils auf der Vorder und Rückseite) mit dem man die neue Verbindung testen wollte. Laut der mir vorliegenden Literatur wurden auf diesem Flug der am 15.10.1969 stattfand lediglich 12 Briefe transportiert. Einen davon kann ich jetzt zeigen. Auf der Rückseite sind jeweils Stempel von Bikenibeu und Butaritari (jeweils Vernon 35) vom 15.10.1969 abgeschlagen. Die Briefmarke auf der Vorderseite (MiNr.150) wurde ebenfalls mit einem Vernon 35 jedoch von Bairiki (14.10.1969) abgestempelt. Die 4 im Datum ist schlecht zu erkennen. Kommen wir jetzt zum Porto. Ein Luftpostbrief im Inland hat damals 8c gekostet. Es wurden jedoch 10c verklebt. Ein Brief im Inland kostete damals 2c. Damit wurde wohl die Strecke von Bairiki nach Bikenibeu berechnet. Beide Orte liegen auf dem Tarawa-Atoll. Scheint natürlich alles ein wenig konstruiert aber was tut man nicht alles für den Sammler. Als Zugabe befindet sich im Brief eine Rechnung für erbrachte Dienstleistungen in Höhe von 56 $ (Ausgaben der Behörde für öffentliche Arbeiten).

    4. Und dann sind da doch noch Briefmarken eingetrudelt. Zwei Viererblöcke von den Eckrändern von der Ausgabe zur Silberhochzeit König Georg VI (MiNr.52 und 53). Endlich ist somit auch eine Einheit des Höchstwertes zu 1 Pfund in der Sammlung, sogar mit der Plattennummer (1) auf dem Unterrand. Die Suche hat jetzt ziemlich lange gedauert aber ich konnte mich dann sogar mit dem Händler auf einen guten Preis einigen.

    Gruß phoenix

  • phoenix
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    • 16. Januar 2026 um 21:52
    • #144

    Hallo,

    neues Jahr und schon ist etwas ungewöhnliches in die Sammlung geflattert. Ein Schiffsbrief von einem deutschen Schiff, der MS Columbus Canada ist heute im Blickpunkt. Abgestempelt wurde der Brief in Tarawa am 11.07.1974 mit Stempeltyp 35b und dann in die USA weitergeleitet. Zusätzlich findet sich ein Stempel PAQUEBOT POSTED AT SEA TARAWA G. & E. I. C. auf dem Brief und auch der Kapitän hat wohl unterschrieben. Ach ja das ungewöhnliche ist natürlich das zwei Bund-Marken (MiNr. 636) verklebt und auch abgestempelt wurden. Das Schiff war auf Liniendienst zwischen der amerikanischen Ostküste und Australien aktiv. Es wurden wohl hauptsächlich Kühlcontainer transportiert. Verbrieft ist die Ankunft des Schiffes auf dem Tarawa-Atoll im Jahre 1975. Diese Anfahrt in 1974 ist nicht vermerkt. Es ist jedoch davon auszugehen das der Brief authentisch ist und dieses frühere Datum einfach noch nicht bekannt war. Das Schiff wurde im Jahr 1973 fertiggestellt. Somit sollte es dann auch zeitlich stimmen.

    Gruß phoenix

    Einmal editiert, zuletzt von phoenix (17. Januar 2026 um 09:56)

  • phoenix
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    • 6. März 2026 um 18:46
    • Neu
    • #145

    Hallo,

    heute mal etwas schwierige Kost von den Gilbert & Ellice Inseln. Schwierig ist der Brief , den ich vorstellen möchte, weil er aus der Nachkriegszeit (Jahr 1947) stammt und dann auch noch per Luftpost versendet wurde. Man muss wissen das sich zu dieser Zeit, kurz nach dem Krieg, die Luftpostverbindungen über dem Pazifik gerade erst wieder im Aufbau befanden. Konkurrierende Luftfahrtunternehmen mit unterschiedlichen Transportgebühren waren im Gebiet unterwegs und gleichzeitig änderten sich Portogebühren für die Luftpost sehr häufig. Erst Anfang der 1950-er Jahre kam da wieder etwas Ruhe rein.

    Nun zum Brief. Der Brief wurde mit dem Vermerk BY AIR MAIL (handschriftlich) von Ocean Island am 17.10.1947 (Stempel Vernon 34) auf die Reise in die USA geschickt. Das amerikanische Festland erreichte der Brief am 18.11.1947 (Transitstempel San Francisco). Am Zielort war der Brief am 19.11.1947 (Eingangsstempel Saint Louis). Da es sich um ein Einschreiben handelt wurde auch ein R-Stempel (Vernon R10) Ocean Island abgeschlagen. Der Brief wurde mit MiNr. 38–41, 44–45, Gesamtwert 1 Shilling 4 Pence, freigemacht. Und nicht ganz unwichtig ist zu erwähnen das ein Taxvermerk in roter Farbe (T 3/4) auf dem Brief aufgebracht wurde. Das wird noch entscheidend werden!

    Das Taxvermerk sagt zuverlässig aus das der Brief nicht ausreichend frankiert wurde und etwa 6 Pence fehlen. Somit sollten eigentlich 1 Shilling 10 Pence fällig gewesen sein. Auf welchen Transportweg und Carrier lässt das schließen? Ich versuche mal eine Aufstellung.

    Von Ocean Island ist der Brief mit dem Flugzeug nicht transportiert worden. Zum Stempelzeitpunkt waren keine Flugzeuge ab Ocean Island aktiv. Somit gibt es nur den Seeweg. Also wird den Brief ein Schiff mit großer Wahrscheinlichkeit nach Neuseeland transportiert haben etwa ein Phosphatdampfer der Pacific Phosphat Company. Für den Transport nach Neuseeland waren 1 Penny fällig. Intern wurde das als Internal Air Mail Service nach Neuseeland verrechnet. Für das Einschreiben kamen 3 Pence dazu. Bleiben jetzt noch 1 Shilling 6 Pence für Luftpost von Neuseeland nach den USA übrig. PANAM berechnete zum betrachteten Zeitpunkt 2 Shilling für die Strecke. Das würde dann mit der zu zahlenden Nachgebühr nicht passen. Aber die BCPA hatte im Juni 1947 gerade den Tarif auf 1 Shilling 6 Pence gesenkt. Das passt genau!

    Hier noch einmal die Aufstellung etwas übersichtlicher:

    Luftpost Neuseeland → USA mit BCPA 1Sh 6d

    Internal Air Mail Service (NZ) 1d

    Einschreibegebühr 3d

    fälliges Gesamtporto 1Sh 10d

    bezahltes Porto 1Sh 4d

    --> die fehlenden 6 Pence wurden durch das Taxvermerk 3/4 ausgewiesen (16d/22d).

    Warum jetzt zu wenig Porto erhoben wurde ist wohl kaum noch nachzuvollziehen. Wahrscheinlich hat der Postbeamte auf Ocean Island aufgrund der ständigen Änderungen bei den Luftposttarifen damals den Überblick verloren oder er hatte keine aktuelle Tarifliste zu Hand. Eingezogen wurde das fehlende Porto in den USA nicht denn ein Vermerk auf dem Brief hierzu fehlt.

    Gruß phoenix

    2 Mal editiert, zuletzt von phoenix (6. März 2026 um 20:02)

  • Matjoff
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    7. Januar 1983 (43)
    • 6. März 2026 um 22:21
    • Neu
    • #146

    Wie ich finde, wunderbare Briefmarken-Epoche! Ich könnte davon leider nur gelaufene abgestempelte abgelöste Marken zeigen. Sie begeistern mich bei jeder Untersuchung denn auch diese haben durch ihre Entwertung ein klein wenig Geschichte zu erzählen! Durch Briefe ist so viel mehr zu erkennen das es einen spannenden Verlauf zu beschreiben gibt! Danke für diese Präsentation phoenix weiter so!

    Danke an alle Forumnutzer die ihr unschätzbar kostbares Wissen untereinander und miteinander teilen.

    Weiterhin viel Freude und Erfolg bei all euren Unternehmungen!

  • phoenix
    erfahrenes Mitglied
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    • 21. März 2026 um 21:13
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    • #147

    Hallo,

    heute stelle ich erneut einen Luftpostbeleg von den Gilbert & Ellice Inseln vor. Thema ist ein Brief per Luftpost von Christmas Island nach England. Frankiert wurde der Brief mit MiNr.60, 65 und 68 (Freimarkenserie Queen Elisabeth II) und abgestempelt wurde mit Vernon 35 am 12.10.1957. Insgesamt wurde ein Porto von 3Sh 1d bezahlt. Damit war mir schnell klar das der Brief über Hawaii und die USA seinen Weg nach England gefunden hat und das portogerecht! Über Australien wäre der Brief deutlich teurer geworden. Die geographische Nähe von Christmas Island zu Hawaii lässt eigentlich eine direkte Flugverbindung vermuten aber zu dieser Zeit gab es keine zivile Flugverbindung zwischen den beiden Inseln. Also muss der Brief eigentlich über Canton Island gelaufen sein aber um das Stempeldatum herum konnte ich kein Schiff entdecken das von Christmas Island nach Canton Island unterwegs war. Wie ist der Transport nun also bis Hawaii verlaufen?

    Ein dunkles Kapitel in der Geschichte von Christmas Island gab mir dabei den entscheidenen Hinweis. Das britische Militär war in dieser Zeit mit Atombombentest in der Nähe der Insel beschäftigt und so wurden zwischen März 1957 bis August 1958 regelmäßige Transportflüge zwischen England und den Christmas Island über das Hickham Field (Hawaii) und mehreren Stops auf Luftwaffenstützpunkten in den USA und Kanada durchgeführt. Das war, denke ich, der einzige Weg von Christmas Island auf den Luftweg einen Brief in die Welt zu schicken. Ob nun der Brief auf Hawaii der zivilen Post übergeben wurde oder gleich direkt bis England durchflog konnte ich bis jetzt noch nicht herausfinden. Das ist jedoch nicht die einzige Unbekannte auf dem Brief. Da ist ein rautenförmiger Stempel den ich derzeit leider nicht einordnen kann. Ich bin mir jedoch sicher das ich den schon mal irgendwo gesehen habe und ein Gefühl sagt mir das er mit dem Transport durch das Militär zusammenhängt. Vielleicht lässt sich die Frage in der Zukunft lösen. Vielleicht hat auch jemand im Forum da eine Idee.

    Gruß phoenix

  • Jean Philippe
    Stamm Mitglied
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    7.707
    • 21. März 2026 um 23:13
    • Neu
    • #148

    phoenix

    Laut diesen Themen hat die Raute nichts mit dem Militär zu tun.

    Thema

    Census of Letter Stempel/ Briefzählstempel, aus England

    Vor kurzem habe ich den gezeigten Overland Mail Brief aus Kuwait bei einer Internet Auktion gewonnen, darauf eine Raute mit der ich Anfangs nichts anfangen konnte, dachte schon dass jemand auf dem Brief herumgemalt hat.

    Ein Sammlerfreund machte mich nun darauf aufmerksam dass es sich bei der Raute um einen Census of Letters“ einen Briefzählstempel, aus England handelt und sandte mir freundlicherweise auch gleich die entsprechende Literaturreferenz.

    Hat jemand weitere Belege mit diesen Stempeln?
    22028
    5. Februar 2013 um 11:24
    Thema

    englischer Rautenstempel / Briefzählstempel auf Luftpostkarte 1951

    Hallo zusammen,

    ich habe eben gerade die Bildseite einer Ansichtskarte von Funchal/Madeira mit einem Flugboot (verm. Short Sandringham) auf der Reede gezeigt.

    Die Karte lief per Luftpost von Kapstadt nach Großbritannien und wurde am 1.XI. 1951 in Kapstadt abgestempelt. Im Text wird auf den Zwischenstop auf Madeira auf dem Flug nach Kapstadt eingegangen.

    Der südafrikanische Luftpostaufkleber (zweisprachig englisch und afrikaans) ist durch einen stummen Rautenstempel mit der Karte verbunden. Was…
    DKKW
    9. Januar 2016 um 13:31

    Gruss,

    Jean Philippe

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  • phoenix
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    560
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    Männlich
    • 22. März 2026 um 10:01
    • Neu
    • #149

    Hallo Jean Philippe,

    vielen Dank für den Link zu den Artikeln. Dann ist das Geheimnis um den Rautenstempel ja sehr schnell gelöst worden. Damit wird die Postbeförderung des Briefes jetzt wirklich rund denn ein Eingangsstempel fehlt auf dem Brief. Durch den Rautenstempel ist dann jedoch belegt das britischer Boden erreicht wurde und der Brief seinen Adressanten mit hoher Wahrscheinlichkeit auch erreicht hat.

    Gruß phoenix

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