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Ausgaben der Gilbert & Ellice Inseln

  • phoenix
  • 7. Januar 2011 um 23:14
  • phoenix
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    • 15. April 2016 um 20:28
    • #101

    Hallo,

    heute möchte ich gern das größte der Atolle in der Gruppe der Gilbertinseln vorstellen. Im Blickpunkt steht heute Tabiteuea. Das in der südlichen Gruppe der Gilbertinseln gelegene Atoll hat eine Landfläche von ca. 38 qkm und beherbergt fast 5000 Einwohner (Stand 2005). Übersetzt lautet der Inselname „Land ohne Häuptling“. Das sagt denke ich einiges über die Grundeinstellung der Einwohner gegenüber einer Obrigkeit aus. Entdeckt wurden die Inseln im Jahre 1799 durch Kapitän Bishop von der Nautilus. Fortan wurde die Insel auch gern als Bishop’s Island bezeichnet. Im Jahre 1841 war Tabiteuea im Rahmen einer US-amerikanischen Entdeckungstour erstmals im Blickpunkt der Weltgeschichte. Insulaner entführten einen Seemann von der USS Peacock und die Amerikaner antworteten und töteten in den folgenden Kämpfen 11 Insulaner. Man sprach fortan von der „Battle of Drummond's Island”. Im Jahre 1865 kamen die Amerikaner erneut auf die Insel. Im amerikanischen Bürgerkrieg war die CSS Shenandoah der Konförderierten Staaten auf Jagd nach Walfängern der Gegenseite in den Gewässern der Insel. Ein Zugriff gelang jedoch nicht denn die Walfänger hat sich schon frühzeitig aus dem Staub gemacht. Zum Ende der 1800-er Jahre kamen dann auch französische Missionare aus Samoa und begannen ihr Werk was sich fast zu einem Religionskrieg zwischen den nördlichen (konvertierte Einwohner) und südlichen Inseln (nicht konvertierte Einwohner) des Atolls ausweitete. Im Jahre 1892 (29.Mai) rief dann Kapitän Davis von der Royalist das Protektorat über die Insel aus. Zu dieser Zeit waren auch einige Händler der Jaluit-Gesellschaft, On Chong und Crawford & Co. auf der Insel ansässig. Das die Insel nun auch wirtschaftlich im Brennpunkt lag zeigt das etwa 300 Insulaner zu dieser Zeit in Mexiko und ca. 80 auf Fanning Island und Washington Island arbeiteten. Soweit zur bewegten Geschichte.
    Die Postgeschichte begann im Jahre 1911. Per Manuscript wurden in 1911 und 1912 Marken der Pandanussausgabe (1d) auf Briefen entwertet. Der erste belegte eigene Stempel (Vernon Typ 11) wurde von 1924-34 eingesetzt. Für die Zeit von 1912-24 wird angenommen das ein Vernon Typ 3 zum Einsatz kam. Die wirtschaftliche Rolle der Insel zu dieser Zeit lässt dies vermuten, Belege fehlen jedoch bis jetzt. In dieser Zeit fällt auch die Verwendung von Vernon Typ 5 (POSTAL DEPARTMENT). Dieser Stempel wurde von den sogenannten General Post Offices verwendet um eingehende Briefe aus Tabiteuea zu entwerten. Von 1934-41 und 1944-46 wurde Vernon Typ 9 verwendet. Im 2.Weltkrieg (hauptsächlich 1944 und 1945) wurde auch wieder per Manuscript entwertet. Von 1946 bis zum Ende der Kolonie wurden noch drei weitere Stempeltypen (Vernon 28, 30, 35) verwendet. Ab 1950 waren auch drei R-Stempel (Vernon R13, R14, R25) im Einsatz. Im Jahre 1965 wurde auf Tabiteuea eine zweite Post Office mit dem Namen Tabiteuea South eröffnet. Dort war bis zum Ende der Kolonie ein Vernon Typ 35 sowie ein R-Stempel Vernon Typ R25 im Einsatz. Ab ca. 1972 wurde die alte Post Office im Nordteil des Atolls in Tabiteuea North umbenannt.
    Etwas interessantes gibt es für den Flugpostbereich zu berichten. Im Jahre 1969 wurde der Flugplatz auf Tabiteuea eröffnet. Der Erstflug einer RAF Hercules von Tabiteuea nach Tarawa ist durch 7 Souvenirbriefe belegt. Der Erstflug von Fiji Airways auf der Strecke Tarawa-Abemama-Tabiteuea-Tarawa transportierte 145 Souvenirbriefe. Wenn jemand aus dem Forum einen solchen Brief haben sollte, ich wäre sehr daran interessiert!
    Zeit etwas zu zeigen.

    1. Portogerechter Inlandbrief (2d) von Tabiteuea nach Beru. Die Marke ist leider beschädigt. Abgestempelt wurde mit Vernon Typ 28 (06.04.1958).

    2. R-Brief von Tabiteuea South nach England, portogerecht mit 8c frankiert. Abgestempelt wurde mit Vernon Typ 35 (06.09.1971) und ein R-Stempel Typ R25.

    Gruß phoenix

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  • phoenix
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    • 21. April 2016 um 20:59
    • #102

    Hallo,

    während beim letzten Mal das größte Atoll der Gilbertinseln im Blickpunkt stand geht es heute um das kleinste Atoll der Gruppe, Tamana. Tamana liegt in der Gruppe der südlichen Gilbertinseln und hat bei einer Landfläche von etwa 4,5 qkm etwa 950 Einwohner (2010). Über die Entdeckung und Geschichte der Insel habe ich leider nichts finden können. Nur so viel, seit etwa Mai 1892 war die Insel Bestandteil des über die Gilbert und Ellice Inseln ausgerufenen Protektorats.
    Postalisch gesehen muss es auf der Insel etwa ab 1916 losgegangen sein. Erste Beweise für Abstempelungen gibt es jedoch erst ab Anfang 1918 (Quelle: Philatelic Handbook of the Gilbert & Ellice Islands). Ab da ist der Vernon Typ 11 auf Briefen zu finden. Ab Dezember 1938 kam dann ein neuer Stempel, Vernon Typ 16, zum Einsatz. Dieser Stempel war bis Oktober 1941 in Benutzung und hatte am Ende seiner Einsatzzeit schon sehr gelitten. Die Stempelabdrucke waren sehr schlecht. Im zweiten Weltkrieg bis Ende April 1946 war die Insel stempellos. Es wurde also per Manuskript entwertet. Hier sind zwei Varianten bekannt. Zum einen der Name „Tamana“ mit Datum und in der anderen Variante der Name „Tamana Island“ mit Datum. Beide Varianten wurden von zwei diagonale Streifen begrenzt. Ab August 1946 kam dann wieder ein Stempel, Vernon Typ 28 (bis Ende 1962) zum Einsatz. Ihm folgte noch der Vernon Typ 35 bis zum Ende der Kolonie der auch in violetter Farbe abgeschlagen wurde. Ab 1953 bis zum Ende der Kolonie waren auch insgesamt drei R-Stempel (Vernon R13, R14, R25) im Einsatz.
    Zeit etwas zu zeigen.

    1. R-Brief nach England abgestempelt mit Vernon Typ 35 (29.12.1970) und R-Stempel Typ R25 (Nr.114).

    2. Aerogramm im Inland nach Tabiteuea North frankiert mit 6c. Die kleine Insel hat doch tatsächlich einen Flugplatz! Abgestempelt wurde mit Vernon Typ 35 (10.12.1971).

    Gruß phoenix

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    Einmal editiert, zuletzt von phoenix (21. April 2016 um 21:00)

  • phoenix
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    • 30. September 2016 um 21:49
    • #103

    Hallo,

    heute steht das für die Inselgruppe zum heutigen Zeitpunkt bedeutendste Atoll im Blickpunkt. Die Rede ist vom Tarawa Atoll. Heute lebt fast die Hälfte der gesamten Einwohner Kiribatis auf dem Tarawa Atoll, etwa 56.000 Einwohner (2010). Das auf einer Landfläche von etwa 32 qkm bringt eine enorme Bevölkerungsdichte (um die 1750 Einwohner pro qkm) mit sich. Heute sind die wichtigsten Inseln des Atolls mit sogenannten Causeways (Brücken-Damm Konstruktionen) verbunden sodass besonders der südliche Teil des Atolls heute einen eher urbanen Charakter hat. Neben Straßen einem internationalen Flughafen befinden sich u.a. auch das Parlament, das Hauptkrankenhaus, ein Campus der Südpazifik Universität, das Nationalstadion und ein Hochseehafen auf dem Atoll. Der politische und wirtschaftliche Mittelpunkt Kiribatis ist damit Tarawa. In der Kolonialzeit (Gilbert & Ellice Colony) war Tarawa das Verwaltungszentrum der Gilbertinseln und zum Anfang (1892) auch des Protectorates (wechselte ab etwa 1900 nach Ocean Island).
    Entdeckt wurde das Tarawa-Atoll (nördliche Inseln) durch die Kapitäne Gilbert und Marshall (Schiffe Charlotte, Scarborough) am 20.06.1788. An Land wurde jedoch nicht gegangen. Im Jahre 1809 ist das jedoch durch Kapitän Patterson von der Brig Elizabeth erledigt worden. Ab etwa 1858 kamen amerikanische Protestanten mit Lehrern aus Hawaii zum missionieren auf das Atoll. Am 08.06.1892 wurde durch Kapitän Davis von der Royalist das Protektorat über das Atoll ausgerufen. Im zweiten Weltkrieg war das Tarawa-Atoll durch die Japaner besetzt worden. Auf Betio wurde eine Garnison (etwa 4000 Mann) aufgebaut und ein Flugfeld eingerichtet. Zwischen dem 21. und 24.11.1943 wurde das Atoll in einer blutigen Schlacht durch amerikanische Truppen zurückerobert. Dabei wurde die japanische Garnison komplett ausgelöscht. Die Amerikaner verloren von ihren ca. 4000 Mann 1000 in den Kämpfen. 2300 wurden verwundet. Die Kämpfe gingen als „The Battle of Tarawa“ in die Geschichte ein und die amerikanische Navy hat sogar eine Schiffsklasse (Tarawa-Klasse) nach dem Atoll benannt.
    Die Postgeschichte Tarawa’s startet richtig mit der Eröffnung der Post Office am 01.01.1911. Damit gehörte diese zu den ersten Post Office’s in der Kolonie oder besser im damaligen Protektoratsgebiet. Der erste Stempel (Vernon Typ 1) trug noch die Atollbezeichnung „Taraw“. Schnell waren eine Vielzahl von Stempeln, insgesamt 5 Typen bis 1913, in Gebrauch. Die Post Office war also sehr gut frequentiert. Im Jahre 1916, mit Beginn der Kolonie wurde in einigen Stempeln die Bezeichnung Protectorate durch Colony ersetzt. Bis zur Besetzung durch die Japaner waren insgesamt 8 Stempel im Einsatz.
    Während der Besatzung war die Post Office außer Betrieb. Es sind jedoch Briefe bekannt die über die sogenannten Coastwatcher ins Ausland kamen. Die Coastwatcher lieferten den Alliierten wichtige Informationen über Truppenbewegungen im Kriegsgebiet. Im Oktober 1942 wurden übrigens 17 dieser Coastwatcher auf dem Tarawa-Atoll durch die Japaner hingerichtet. Auch die Japaner unterhielten für ihre Garnison Postverkehr zum Mutterland. Dafür wurde die Postal Code Mailing Number U 66 (Tarawa) benutzt. Seepostkarten kann man bei Auktionen schon mal sehen. Die Preise sind aber sehr hoch. Auch die für uns Mitteleuropäer sehr kryptisch erscheinenden Schriftzeichen im Text und auf Stempeln gestalten dieses Teilgebiet für den Sammler sehr schwierig.
    Von Dezember 1943 bis ins Jahr 1947 waren die Amerikaner postalisch auf dem Tarawa-Atoll aktiv. Es wurde Ende 1943 die APO240R eingerichtet und Anfang 1944 wurde das APO-Hauptquartier (APO240) endgültig vom Funafuti-Atoll (Elliceinseln) nach Tarawa verlegt. Insgesamt wurden drei Stempel (Vernon Typ 39, 44 und 61) durch die Amerikaner verwendet.
    So das waren jetzt erst einmal geballte Informationen. In einer Fortsetzung werde ich die Zeit ab 1945 für das Tarawa-Atoll näher beleuchten. Zeit etwas zu zeigen! Da ist zwar heute nicht soviel dabei weil ich einiges schon früher im Thread gezeigt habe, aber für den nächsten Teil (Zeit ab 1945) habe ich dann doch wieder etwas mehr zum zeigen.

    1. Stempeltyp Vernon 2a aus dem April 1936 und R-Stempel R18. Den gesamten Brief habe ich bereits im Thread gezeigt.

    2. Satzbrief (MNr.35-37) mit Stempeltyp Vernon 7 (Tarawa - 25.02.1939).

    3. Ein R-Stempel R4 (Tarawa Nr.5680). Dieser R-Stempel wurde von Mitte 1938 bis zur japanischen Besatzung verwendet.

    Gruß phoenix

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  • phoenix
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    • 31. Oktober 2016 um 21:30
    • #104

    Hallo,

    vor einiger Zeit hatte ich im Rahmen des Threads die Insel Tabiteuea als Thema. Dort hatte ich auch kurz das Thema des ersten internen Luftpostservices angesprochen:

    „Der Erstflug von Fiji Airways auf der Strecke Tarawa-Abemama-Tabiteuea-Tarawa transportierte 145 Souvenirbriefe. Wenn jemand aus dem Forum einen solchen Brief haben sollte, ich wäre sehr daran interessiert!“

    Nun war es mir vergönnt einen dieser 145 Briefe zu erwerben. Das möchte ich euch an dieser Stelle nicht vorenthalten. Neben dem Brief war auch eine interessante und sehr ausführliche Beschreibung zum internen Luftpostservice durch die Crown Agents im Packet dabei. Den Brief zieren insgesamt 4 Stempel (Tarawa-Vernon Typ 64, Abemama, Tabititeuea, Tarawa-Bikenibeu je Vernon Typ 35) die den genauen Lauf des Briefes exakt dokumentieren. Das grüne Cachet zeigt die Flugentfernung zwischen den Inseln (in Meilen).

    Gruß phoenix

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  • phoenix
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    • 26. Januar 2017 um 19:52
    • #105

    Hallo,

    das neue Jahr ist schon wieder fast einen Monat alt. Zeit das Jahr 2016 Revue passieren zu lassen und den Thread einmal wieder etwas aus der Versenkung zu holen. Tarawa Teil 2 (ab 1945) soll heute noch nicht das Thema sein wird aber bald nachgeliefert, versprochen! Stattdessen möchte ich heute ein paar Neuerwerbungen aus dem letzen Jahr vorstellen.

    1. Auf den ersten Blick recht unspektakulär haben wir da MiNr.48 als senkrechtes Paar und eine MiNr.49, die Werte stammen aus der Freimarkenserie Georg VI. Beide Stücke sind gestempelt und eben die Stempel machen die Besonderheit. Auf dem Paar (MiNr.48) finden wir einen Stempeltyp Vernon 23 von Gardner Island (24.04.1943). Die MiNr.49 wurde ebenfalls von Stempeltyp Vernon 23 berührt und hat Hull Island (17.04.1942) als Stempelort. Zweimal die Phoenixinseln mit frühen Stempeln, so mag ich das!

    2. Da wäre als nächstes dieser R-Brief von Arorae nach England frankiert mit MiNr.52 (Silberhochzeit) als waagerechten Fünferstreifen und abgestempelt mit Vernon Typ 28 (31.03.1951). Gelaufen ist der Brief über Abaiang (R-Stempel Vernon Typ 13). Auf der Rückseite ist ein Transitstempel von Sydney zu finden. Einen ähnlichen Brief habe ich schon mal von Little Makin vorgestellt. Beide Briefe sind zwar philatelistisch inspiriert aber bei diesem Stempelort (Arorae) konnte ich einfach nicht wiederstehen.

    3. Ein FDC (MiNr.52-53) als Inlandbrief gelaufen mit Stempeltyp Vernon 23 von Fanning Island (29.08.1949). Was ist nun besonderes an diesem Brief oder richtig FDC? Zum einen sieht man beide Marken auf FDC nicht so oft vereint. Der niedrige Wert (MiNr.52) taucht da deutlich häufiger allein auf FDC auf. Zum anderen hat mich der Stempelort Fanning Island aufmerken lassen. Ich habe zwar keine Zahlen aber man kann wohl davon ausgehen, wenn man sich andere Ausgaben anschaut, daß ein FDC mit Stempelort Fanning Island deutlich dünner gesät ist wie z.B. ein FDC mit Stempelort Tarawa oder Ocean Island.

    4. Und wieder was von den Phoenixinseln. Im Jahre 1960 wurde auf Canton Island eine sogenannte Tracking Station der NASA errichtet. Diese intern als Site No. 11 bezeichnete Einrichtung diente zur Telemetrie und Spacecraft Kommunikation bei den Mercury und Gemini-Missionen. Soweit die Fakten und jetzt ein Beleg von eben dieser Station. Abgestempelt wurde von der amerikanischen PO Canton Island mit Vernon Typ 41 (23.03.1965). Das tolle am Beleg ist jedoch der Cachetstempel „Pacific Missle Range Tracking Facility“ und als Zugabe noch Unterschriften von Mitarbeitern der Station. Für mich ist dieser Beleg mein persönliches Highlight des letzten Jahres.

    5. Zum Abschluss ist da noch ein Satzbrief (MiNr.183-84) nach Deutschland. Abgestempelt wurde mit Vernon Typ 64 auf Tarawa (21.01.1972). So ist die Ausgabe in postfrischen Zustand nichts besonderes jedoch auf Brief gar nicht so leicht zu finden. Somit konnte ich wieder eine Lücke schließen.

    Bis bald phoenix

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  • phoenix
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    • 3. Februar 2017 um 19:07
    • #106

    Hallo,

    so jetzt geht es endlich, wie versprochen, weiter mit dem Tarawa-Atoll. Die Zeit bis etwa 1945 habe ich im Thread ja schon beschrieben. Jetzt möchte ich mich gern der Zeit nach 1945 bis zum Ende der Kolonie Gilbert & Ellice Inseln widmen.
    Die Nachkriegsära begann mit Stempeltyp Vernon 25 der von Februar 1944 bis Mai 1945 im Einsatz war. Bis 1954 kam dann noch 3 Stempel dazu (26, 28 und 29). Der Stempeltyp Vernon 28 wurde später (nach 1954) von der Sub-Post Office Abaokoro weitergenutzt. Mit Stempeltyp 35 kam dann Ende 1954 der erste Standardstempel der Kolonie zum Einsatz der zu dieser Zeit von jeder Post Office in der Kolonie geführt wurde. Eine Besonderheit ist hierbei das man für Tarawa insgesamt vier verschiedene Varianten des Typs 35 unterscheiden kann. Insgesamt war der Stempel bis in das Jahr 1968 im Einsatz und wurde dann von Vernon Typ 64 und 65 abgelöst. Beide Typen wurden bis zum Ende der Kolonie abgeschlagen.
    Für Tarawa gibt es auch zwei Falschstempel zu melden. Der erste ist auf der Freimarkenausgabe von 1956 (Queen Elisabeth II) zu finden. Er hat einen Durchmesser von 28 mm und wurde immer auf den Ecken abgeschlagen so das nur das Wort Tarawa oder Ellice lesbar ist. Also Augen auf bei gestempelten Marken dieser Ausgabe. Der zweite Falschstempel ist auf der ½ d-Marke der Churchill-Ausgabe von 1966 zu finden. Ein 30 mm Stempel ohne Datumszeile wurde dabei abgeschlagen. Das Wort Tarawa ist dabei dreimal innerhalb des Stempels zu finden.
    Auch R-Stempel kamen auf Tarawa zum Einsatz. In der Zeit von 1944-46 wurde noch per Manuskript verfahren (wenigstens 2 Varianten sind bekannt). Weitere 6 Stempeltypen waren anschließend bis zum Ende der Kolonie im Einsatz.
    So das soll es für heute erst einmal gewesen sein. Ich werde noch einen dritten Teil zu Tarawa nachschieben. Dann geht es um die Sub-Post Offices auf Tarawa.
    Zeit etwas zu zeigen!

    1. Portogerechter (5d) R-Brief (FDC) von Tarawa nach Fidschi (Suva). Die MiNr.52 (Fünferstreifen) wurde dabei von Vernon Typ 28 (29.08.1949) abgeschlagen. Als R-Stempel ist ein Typ R10 auf dem Umschlag zu finden.
    2. Ein FDC (MiNr.77-79) der hier mit einem Vernon Typ 35d (20.07.1964) abgeschlagen wurde.
    3. Ein OHMS-Brief nach Australien der mit einem Vernon P6 von Tarawa (01.10.1969) entwertet wurde.
    4. Ein Brief in die USA mit einem Vernon P3 Official-Stempel und einen Vernon Typ 64 (11.06.1971). Außerdem ist ein R-Stempel Typ R24 auf dem Umschlag abgeschlagen worden.
    5. Ein FDC (MiNr.221-24) mit Vernon Typ 65 (10.06.1974).

    Bis bald phoenix

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  • phoenix
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    • 20. April 2017 um 22:16
    • #107

    Hallo,

    heute möchte ich gern mit dem dritten Teil zum Tarawa-Atoll das genannte Atoll und auch die Vorstellung der Post Offices der Gilbertinseln abschließen.
    Heute soll es um die Sub-Post Offices des Tarawa-Atolls gehen. Davon gibt es vier an der Zahl die da Betio, Bairiki, Bikenibeu und Abaokoro heissen. Meine Aufzählung stellt auch gleich die geographische Lage der Sub-Post Offices im Atoll von Süd nach Nord dar.
    Betio und Bairiki haben dabei eine Sonderstellung. Beide Post Offices waren eine gewisse Zeit lang auch gleichzeitig die Colony Post Offices der Gilbert & Ellice Inseln und führten in diesem Zeitraum die bereits vorgestellten Stempel von Tarawa (Bairiki bis Februar 1964 und Betio ab Februar 1964 bis zum Ende der Kolonie).

    Betio wurde als Sub-Post Office im April 1957 eröffnet. Der erste Stempel war ein Vernon Typ 30a der oben die Bezeichnung TARAWA-BETIO trug. Eingesetzt wurde der Stempel bis Dezember 1962 und dann durch einen Vernon Typ 35 ersetzt der bis zur Verlegung der Colony Post Office nach Betio (Februar 1964) in Benutzung war. Auch zwei R-Stempel (Typ R20 und R14) mit der Bezeichnung BETIO-TARAWA waren im Einsatz. Der R14 wurde sogar noch nach der Verlegung der Colony Post Office bis Dezember 1964 genutzt und dann erst durch den R-Stempel R14 mit der Bezeichnung TARAWA ersetzt der ursprünglich in Bairiki im Einsatz war.

    Bairiki wurde zur Sub-Post Office im Februar 1964 nachdem die Colony Post Office von Bairiki nach Betio wechselte. Da zu diesem Zeitpunkt der hier verwendete Vernon Typ 35 (TARAWA) nach Betio wechselte und noch kein neuer Vernon Typ 35 zur Verfügung stand wurde temporär (von Februar bis Juli 1964) ein Vernon Typ 53 eingesetzt der davor nur als Eingangsstempel der Colony Post Office genutzt wurde. Ab Juli 1964 stand dann aber ein neuer Typ 35 Stempel mit der Bezeichnung BAIRIKI TARAWA zur Verfügung. Ab Dezember 1971 wurde dann ein Vernon Typ 66a eingesetzt. Auch R-Stempel kamen zum Einsatz. Der R14 (TARAWA) der aus den Zeiten der Colony Post Office stammte wurde bis Dezember 1964 genutzt und dann durch einen R14 (BAIRIKI-TARAWA) ersetzt. Das Philatelic Handbook of the Gilbert & Ellice Inseln berichtet das der R14 im August 1969 in sehr schlechtem Zustand war. Prompt wurde er einen Monat später durch ein Vernon Typ R27 ersetzt. Im September 1970 gab es dann noch einmal einen Wechsel und es wurde auf den Vernon Typ R25 gewechselt.

    Bikenibeu wurde im Juli 1957 zur Sub-Post Office. Anfangs wurde ein Vernon Typ 57 auf den Briefen abgeschlagen, die Marken jedoch in der Colony Post Office in Bairiki abgestempelt. Interessant ist das zu dieser Zeit wohl ausschließlich Post des Zentralkrankenhauses von Tarawa über diese Sub-Post Office abgefertigt wurde. Ab August 1958 kam ein Stempel Vernon Typ 57a (BIKENIBEU-TARAWA) zum Einsatz der im Januar 1963 durch ein Stempel Vernon Typ 35 ersetzt wurde. Interessant ist das erst ab Februar 1963 die Sub-Post Office durch Postpersonal betreut wurde. Vorher wurde der Betrieb durch das Klinikpersonal sichergestellt. Auch R-Stempel wurden durch die Sub-Post Office geführt. Angefangen mit R-Stempel R20 (ab Mitte 1958) wurde auch ein R14 (ab Februar 1963) verwendet. Die Nähe zum internationalen Flughafen Bonriki machte Bikenibeu auch zum zentralen Umschlagplatz für ankommende Luftpost. Hier wurden die Postsäcke für die Post Offices Bairiki, Betio und die äußeren Inseln gepackt.

    Abaokoro bekam seine Sub-Post Office am 13. Dezember 1956. Abaokoro bediente den eher dünn besiedelten Teil des nördlichen Tarawa-Atolls. Ein abgelegter Stempel Vernon Typ 28 von der Colony Post Office Bairiki (TARAWA) wurde bis Juli 1958 verwendet. Erst ab August 1958 kam dann der erste eigene Stempel ein Vernon Typ 30 zum Einsatz der genau 5 Jahre verwendet wurde und im Januar 1964 durch ein Vernon Typ 35 abgelöst wurde. Auch drei R-Stempel (R20, R14, R25) wurden bis zum Ende der Kolonie hier verwendet.

    Genug mit der Geschichte, Zeit etwas zu zeigen. Leider kann ich keinen Beleg von Betio zeigen. Da sieht es für den Zeitraum der Sub-Post Office bei mir noch schlecht aus. Die anderen Sub-Post Offices sind jedoch vertreten.

    1. R-Brief in die USA abgestempelt (14.04.1972) mit Vernon Typ 35 (Abaokoro). Auch ein R-Stempel R25 wurde noch abgeschlagen.

    2. Brief von Bairiki nach Betio abgestempelt (02.11.1964) mit Vernon Typ 35 (Bairiki).

    3. Brief nach Australien abgestempelt (31.12.1975) mit Vernon Typ 35 (Bikenibeu).

    Bis bald phoenix

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    • 6. Januar 2018 um 10:59
    • #108

    Hallo,

    neues Jahr, neues Glück. Zeit das Thema Gilbert & Ellice Inseln mal wieder etwas in den Mittelpunkt zu rücken. Da ist ein Rückblick auf das letzte Jahr (2017) doch mal ein Anfang.

    Zu erst habe ich gedacht das das letzte Jahr nicht so besonders für mein Sammelgebiet war. Irgendwie gab es da, besonders in der elektronischen Bucht, häufig längere Durststrecken. Nachdem ich jedoch meine Zugänge begutachtet habe sieht das dann doch gar nicht so schlecht aus. Also Zeit ein paar meiner Highlights aus 2017 einmal vorzustellen.

    Was ich schon immer mal haben wollte ist ein Specimen-Überdruck auf einer Freimarke der Ausgabe von Georg V (1912-24). In 2017 konnte ich mir diesen Wunsch mit einer 1 1/2d (MiNr. 28) erfüllen. Sicherlich nichts spektakuläres aber wieder ein Puzzle in der Sammlung. Vielleicht werden sich ja noch mehr Specimen dazugesellen.

    Auch aus der Serie (Georg V) ist mir ein großes Bogenteil (MiNr. 17) in die Sammlung geflattert. Mit 4 x 8 Marken macht das Stück schon etwas her auch wenn die Bogenseiten nicht wirklich perfekt sind. Ich liebe solche alten Bogenteile!

    Kommen wir jetzt zu Briefen. Da haben wir einen schönen R-Brief von Tabiteuea nach England gelaufen und das auch noch portogerecht mit 5d. Neben den wirklich schön abgeschlagenen Stempel Vernon Typ 28 (27.06.1950) ist der R-Stempel in Manuscript sicherlich eine Besonderheit.

    Auch ein hübscher Brief von Arorae in die USA ist dazugekommen. Aus dem Jahr 1969 und abgestempelt mit Vernon 35 findet sich auch eine nette Mischfrankatur (MiNr.131-32, 150) auf dem Brief. Auf der Rückseite ist auch noch ein R-Stempel (Typ 14 Arorae) abgeschlagen und sogar 3 Eingangsstempel fanden noch ihren Platz. Mit 25c ist der Brief außerdem noch portogerecht als Luftpostbrief frankiert worden, mehr geht nicht!

    Zum Abschluss noch ein Brief von Canton Island nach Neukaledonien. Der Brief als solches (Clipper-Erstflug FAM 19) ist jetzt nichts wirklich besonderes. Auf dem Rückweg an den Sammler in die USA wurde der Brief im Rahmen des 2.Weltkrieges jedoch der Zensur unterzogen und geöffnet (linke Seite). Das alles geschah noch vor dem Angriff auf Pearl Harbour. Dieses Stück Zeitgeschichte konnte ich nicht liegen lassen.

    Bis bald phoenix

  • phoenix
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    • 12. Februar 2018 um 22:28
    • #109

    Hallo,

    nachdem ich im Jahr 2017 die Postorte in den Gilbertinseln mit der dreiteiligen Vorstellung des Tarawa-Atolls abschließen konnte soll es heute mit Ocean Island (heute Banaba) weitergehen.

    Ocean Island (Banaba) ist ein sehr isoliert gelegenes gehobenes Atoll das etwa 430 km südwestlich der Gilbertinseln und 290 km östlich von Nauru liegt. Mit etwas mehr als 6 qkm ragt das Atoll bis zu 81 Meter aus dem Meer empor. Der Klimawandel ist somit für die Insel vorerst kein akutes Thema.

    Entdeckt wurde die Insel im Januar 1801 durch Kapitän Jered Gardner. Sein Schiff hieß Diana. Den Namen Ocean bekam die Insel jedoch durch Kapitän John Mertho im Jahre 1804. Sein Schiff hieß Ocean und somit lag es nah die Insel genauso zu benennen. Fast 100 Jahre dauerte es bis ein Engländer (Mr. Albert Ellis, später Sir) um 1900 entdeckte das fast die gesamte Insel aus Guano bestand. Jetzt wurde die Insel sehr interessant. Nauru welches ähnliche Voraussetzungen aufwies war schon unter deutscher Aufsicht und so wurde die Insel Ocean sehr schnell zum britischen Protektorat (31.12.1899). Zu den etwa 1600 Einheimischen gesellten sich schnell noch 1200 neue Bewohner die den Guanoabbau vorantrieben. Der größte Teil waren Arbeiter von den anderen Gilbertinseln, jedoch auch etwa 180 Europäer und 100 Chinesen waren nun vor Ort. Und damit beginnt auch die Postgeschichte auf der Insel. Zu Beginn wurden Briefe per Schiff über die Marschallinseln (Jaluit) befördert.

    Ende 1901 wurde ein Agent der New South Wales P.O. aktiv und Briefe wurden per Schiff nach Australien und Neuseeland mit den regelmäßigen Guanotransporten verschickt. In den 20er Jahren wurden jährlich etwa 40 Postabgänge verzeichnet. Die Insel war somit ganz gut an das weltweite Postnetz angebunden. Schlechter war hingegen die Anbindung an die Gilbertinseln. Es kam vor das mehrere Monate lang keine Post zwischen Tarawa und Ocean Island ausgetauscht wurde. Mit der Ausgabe der ersten Marken der Gilbert und Ellice Inseln (01.01.1911) wurde die Post Office auf Ocean Island zur GPO (Hauptpostamt). Im Jahre 1917 wurde dann Ocean Island sogar zum Verwaltungssitz der Kolonie Gilbert und Ellice Inseln (bis zum 2.Weltkrieg). Die Position der GPO wird auch dadurch deutlich das bis zur japanischen Besetzung (August 1942) neun unterschiedliche Stempeltypen im Einsatz waren.

    Viele Stempeltypen rufen natürlich auch Fälscher auf den Plan. Und so sind für die GPO Ocean Island Fälschungen von drei Stempeltypen belegt (Quelle: Philatelic Handbook of the Gilbert & Ellice Islands). Besonders betroffen ist Vernon Typ 2A. Hier wurden hauptsächlich FDC‘s der Coronation-Ausgabe von 1937 mit falschem Typ 2A (Ocean Island) versehen. Die genaue Anzahl ist nicht bekannt es könnten jedoch bis zu 3000 sein. Bei 5500 regulär abgestempelten FDC‘s ist somit die Chance eine Fälschung zu ergattern gar nicht so gering.

    So jetzt soll es für heute erst einmal genug sein. In einem zweiten Teil (ab 2. Weltkrieg) werde ich die PO Ocean Island dann weiter vorstellen.

    Zeit etwas zu zeigen:

    1. Da haben wir einen Satzbrief mit MiNr.31-34 nach England, leider nicht portogerecht. Abgestempelt wurde mit einem Vernon Typ 2a (29.02.1936). Außerdem ist auch noch ein R-Stempel Typ 7 abgeschlagen worden. Der Lauf des Briefes wurde auf der Rückseite mit diversen Transit- und Eingangsstempeln schön dokumentiert. Laufzeit knapp 3 Monate.

    2. R-Brief nach Australien frankiert mit MiNr.38 (Paar), 41 und 45. Abgestempelt wurde mit Vernon Typ 14b (14.02.1939). Ein R-Stempel Typ 7 ist auch wieder dabei. Leider ist der Brief nicht portogerecht. Nach meiner Erkenntnis würden 1 1/2d (Brief innerhalb des Commonwealth) + 3d Registration also 4 1/2d statt wie hier 9d reichen. Selbst in der zweiten Gewichtsstufe komme ich nur auf 6d.

    3. Und noch ein R-Brief nach England frankiert mit MiNr.38, 41, 42, 44 und 45. Abgestempelt wurde mit Vernon Typ 14a (02.06.1939) und wieder R-Stempel Typ 7. Leider wieder nicht portogerecht. Der Brief scheint mir eher philatelistisch inspiriert zu sein. Noch ein Wort zum Stempel Typ 14a. Im Unterschied zu Typ 14b (vorheriger Brief) ist die Monatsangabe hier mit 3 Buchstaben aufgedruckt (bei Typ 14b mit 2 Buchstaben).

    Bis bald phoenix

  • phoenix
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    • 9. März 2018 um 22:03
    • #110

    Hallo,

    heute möchte ich gern mit Teil 2 die Ocean Island (Banaba) abschließen. Der 2. Weltkrieg schlug schnell auch auf Ocean Island über. Ab Ende 1941 wurde die Insel durch die Japaner attackiert. Im Februar 1942 wurde die Inselverwaltung evakuiert und damit auch der Postverkehr unterbrochen. Der letzte ausgehende Brief hatte einen Stempel vom 06.02.1942. Alle chinesischen Arbeiter und Europäer (bis auf 5 Personen) wurden bis zur Okkupation durch die Japaner (August 1942) evakuiert. Die verbliebenen Einheimischen und Arbeiter von den Gilbertinseln gelangten unter die japanische Schreckensherrschaft. Nachdem die Alliierten der Insel im Jahr 1945 immer näher kamen wurden im August 1945 noch etwa 150 junge Männer in ein anderes pazifisches Arbeitslager verschleppt und die 144 auf der Insel verbliebenen Einheimischen von einer Klippe gestürzt. Nur ein Mann überlebte und konnte später über die Ereignisse berichten. Am 01.10.1945 landeten die Alliierten auf der Insel. Die Japaner hatten vorher kapituliert und am 08.10.1945 wurde die Post Office wieder eröffnet. Jetzt hätte alles für die rund 1000 Einheimischen, die den Krieg in den japanischen Arbeitslagern überlebt hatten, wieder gut werden können doch die Briten verweigerten ihnen den Zugang zu ihrer Insel. Alle wurden auf die Insel Rabi (Fidschiinseln) evakuiert. Somit konnte man den Guanoabbau ungestört weiterverfolgen. Fortan war die Insel nur noch durch auswärtige Arbeitskräfte bevölkert. Erst Ende der 1970er Jahre durften sich wieder Einheimische auf der Insel ansiedeln die sie, durch den Guanoabbau mittlerweile schwer zerstört, vorfanden. Heute leben noch knapp 300 Menschen auf der isolierten Insel. Wie sah und sieht es nun postalisch aus? Nach der japanischen Okkupation wurde die Post der Garnison über die Station U96 (Ocean Island) befördert. Briefe sind bekannt, sehr selten und sehr teuer. Kenntnisse der japanischen Sprache wären beim Erwerb solcher Brief durchaus von Vorteil. Bei der Wiedereröffnung der Post Office (08.10.1945) wurde ein Vernon Typ 26 verwendet. Abstempelungen von diesem Ersttag sind durchaus häufiger zu finden aber mittlerweile auch nicht mehr ganz so billig. Bis zum Ende der Kolonie Gilbert und Ellice Inseln wurden noch insgesamt vier weitere Stempel genutzt. Auch insgesamt fünf R-Stempel waren in diesem Zeitraum im Einsatz wobei kurz nach dem Krieg auch noch per Manuskript registriert wurde. Zeit etwas zu zeigen!

    1. Ein R-Brief als Inlandbrief nach Tarawa. Gleichzeitig ist der Brief auch noch ein FDC denn die MiNr.50 (waagerechtes Paar) und 51 hatten am 16.12.1946 ihren Ersttag. Abgestempelt wurde mit Vernon Typ 28. Der R-Stempel ist noch in Manuscript wobei die Zahlen mit der Schreibmaschine aufgebracht wurden.

    2. Eine schöne Abstempelung mit Vernon Typ 34 (09.01.1950) auf einer MiNr.53. Der Umschlag soll nach England gelaufen sein ob er jedoch je einen Briefkasten gesehen hat bleibt sein Geheimnis.

    3. Ein Umschlag mit einer MiNr.60 und einem Vernon Typ 35a (01.10.1957). Leider keine Adresse drauf sonst könnte er als Inlandbrief durchgehen.

    4. Ein registrierter Satzbrief MiNr.71-73 nach Australien. Abgestempelt wurde mit Vernon 35b (17.05.1960). Als R-Stempel wurde ein Vernon R12 abgeschlagen.

    Bis bald phoenix

  • phoenix
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    • 1. Januar 2019 um 22:12
    • #111

    Hallo,

    das Jahr 2018 ist Geschichte, Zeit also um über neue Sammlungszugänge zu berichten. Es fällt gar nicht so leicht aus der Ausbeute des Jahres 2018 die Höhepunkte herauszupicken. Auffällig ist, dass wieder viele Briefe den Weg in die Sammlung gefunden haben. Bei Marken und hier besonders auch Bogenteilen sah das im vergangenen Jahr nicht so gut aus. Aber ein Teil möchte ich doch gern vorstellen.

    Es ist mir gelungen einen senkrechten Dreierstreifen vom linken Bogenrand der MiNr. 59 (Freimarken Elisabeth II) zu erwerben. Hört sich nicht so spektakulär an besonders wenn man auf den Katalogpreis schaut. Eine Marke hat jedoch einen vom Stanley Gibbons gelisteten Plattenfehler (SG 64a – Y-Flaw) von der Platte 1 Reihe 10/1. Und somit hat die Einzelmarke gleich den dreizigfachen Wert einer normalen Marke.

    Und damit sind wir auch schon bei den Briefen angekommen. Ein schöner alter Brief mit einem Stempel Vernon 2 (19.06.1912) von Ocean Island in die USA hat seinen Weg in die Sammlung gefunden. Die MNr.12 wurde gleich fünfmal, u.a. als Viererblock, verklebt. Der Brief ist portogrecht frankiert es fehlt lediglich ein Transit- oder Eingangsstempel.

    Als nächstes sind da zwei Postkarten (Luftpost) von Canton Island in die USA. Beide Karten sind aus dem Jahr 1955 und mit einem Stempel Vernon 48 abgestempelt. Die Rate scheint mit 4 Cent auch korrekt zu sein. Das Besondere an beiden Karten ist jedoch der Text auf den Rückseiten. Auf der einen Karte schreibt die Postmeisterin von Canton Island einen Postkunden (evtl. auch Philatelisten) und berichtet welche Briefmarkenausgaben die britische Post Office zur Zeit verwendet. Auf der anderen Karte schildert ein Beschäftigter den schleichenden Abschied des Flugverkehrs auf Canton Island. Für mich sind beides Zeitdokumente und lassen das Herz natürlich höher schlagen.

    Dann ist da noch ein Aerogramm von Bairiki (Tarawa-Atoll) nach Australien. Frankiert wurde mit einem Viererblock der MiNr.82 und abgestempelt mit Vernon 35 (19.07.1965). Das ist übrigens das erste portogerechte Aerogramm (1 Sh) in meiner Sammlung.

    Und zu guter letzt möchte ich gern einen R-Brief von Maiana nach Australien zeigen. Frankiert mit MiNr.12 und 17 und abgestempelt mit einem Vernon 17 (1938) ist der Brief mit 4 ½ d portogerecht frankiert. Es finden sich auch noch ein R-Stempel Vernon R4 (Tarawa) und ein Eingangsstempel von Sydney auf dem Brief. Der Brief ist also echt gelaufen.

    So das war es erst einmal von mir. Wenn ich die Zeit finde werde ich dieses Jahr versuchen die Postorte der Ellice-Inseln vorzustellen.

    Bis bald phoenix

    2 Mal editiert, zuletzt von phoenix (1. Januar 2019 um 22:19)

  • miasmatic
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    • 2. Januar 2019 um 20:08
    • #112

    Moin phoenix,

    zunächst einmal wünsche ich Dir ein frohes und vor allem auch gesundes neues Jahr 2019.

    Ich möchte Dir auf diesem Wege herzlich für Dein unermüdliches Engagement und die immer interessanten und aufwendigen Beiträge aus Deinen Fachgebieten danken.

    Auf die Vorstellung der Postorte der Ellice-Inseln freue sicherlich nicht nur ich mich allein.

    Viele Grüße,

    miasmatic

    Im Gegensatz zum Hirn meldet sich der Magen, wenn er leer ist. - Unbekannt

  • phoenix
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    • 8. November 2020 um 18:55
    • #113

    Hallo,

    jetzt ist doch wieder etwas Zeit ins Land gegangen. Aber für die Vorstellung der Postorte der Ellice-Inseln ist es sicher nicht zu spät. Obwohl man weiß ja nicht wie lange die vorgestellten Atolle und Inseln tatsächlich noch über Wasser sind denn die höchsten Punkte der Ellice-Inseln liegen gerade einmal 5 Meter über den Meeresspiegel! Die Ellice-Inseln, heute identisch mit dem Staatsgebiet von Tuvalu, das sind 9 Atolle bzw. Koralleninseln die sich südlich der Gilbertinseln auf eine Länge von ca. 475 km in südöstliche Richtung erstrecken. Zusammen haben die Atolle und Koralleninseln eine reine Landfläche von knapp 26 qkm und die wird durch den Klimawandel bekanntlich immer kleiner. Und tatsächlich gab es zur Zeiten der Kolonie der Gilbert und Ellice Inseln nicht weniger als 8 aktive Post Offices und das bei Mitte der 1970-er Jahre gerade mal 7500 Einwohnern.

    Beginnen möchte ich mit den 3 nördlichsten Atollen der Gruppe Nanumea, Nanumanga und Niutao. Das klingt doch wie Südsee pur, oder?

    Nanumea, ein Atoll, mit einer Landfläche von knapp 4 qkm hatte im Jahr 1934 eine Bevölkerung von 922 Einwohnern. Entdeckt wurde die Insel durch einen Franzosen mit den Namen Maurelle. Der gab der Insel den Namen San-Augustin. Später wude die Insel auch als Sherson‘s und Taswell‘s Insel bezeichnet. Erstmals besuchte Kapitän Patterson von der Brig „Elisabeth“ die Insel im Jahr 1809. Mit der Missionierung wurde um 1867 durch einen Pastor von Samoa begonnen. Im September 1943 landeten US-Truppen, im Zweiten Weltkrieg, auf der Insel. Es wurde ein Flugfeld errichtet und damit die Schlacht um das Tarawa-Atoll zwei Monate später unterstützt.

    Eine Post Office wurde um das Jahr 1919 errichtet (erste Abstempelungen bekannt). Bis Ende 1975 waren insgesamt 4 Stempeltypen in Benutzung. Auch zwei R-Stempel (ab Mai 1964) kamen zum Einsatz.

    Nanumanga ist eine Koralleninsel mit weniger als 3 qkm Landfläche. Im Jahre 1934 lebten hier 468 Einwohner. Auch diese Insel wurde durch den Franzosen Maurelle entdeckt. Das ist für den 05.05.1781 verbrieft. Der Franzose landete zwar nicht aber die Einheimischen kamen mit ihren eigenen Booten zum Schiff. Benannt wurde die Insel anfangs als Isla del Cocal oder als Gran Cocal, später auch als Hudson Island.

    Die Post Office besteht seit etwa 1925. Auch hier waren bis Ende 1975 vier Stempeltypen und zwei R-Stempel im Einsatz.

    Niutao ist eine Koralleninsel mit knapp 3 qkm Landfläche. Im Jahre 1934 lebten hier 665 Einwohner. Entdeckt wurde die Insel durch Kapitän Obed Starbuck vom Walfänger „Loper“ im Jahr 1825. Er ging jedoch nicht an Land und nannte die Insel Loper‘s Island. Mit der Missionierung wurde hier ebenfalls um 1867 begonnen. Auch hier war ein Pastor aus Samoa aktiv.

    Ab etwa 1918 war die Post Office der Insel aktiv. Insgesamt vier Stempeltypen und zwei R-Stempel waren bis Ende 1975 hier im Einsatz.

    Zeit etwas zu zeigen!

    Ein R-Brief von Nanumea nach Australien mit 9d portogerecht frankiert. Abgestempelt wurden die MiNr.63 und 65 mit einem Stempel Vernon Typ 35 am 21.10.1964. Außerdem befindet sich auf der Vorderseite noch ein R-Stempel Typ R14. Auf der Rückseite gibt es einen Transitstempel Melbourne (02.12.1964) und einen Eingangsstempel Roseville (03.12.1964). Der Brief ist also echt gelaufen!

    Ein R-Brief als Luftpost von Nanumanga nach Kanada mit 45c leicht überfrankiert (30c Luftpostbrief + 12c Einschreiben). Abgestempelt wurden die MiNr.222 und 224 mit einem Stempel Vernon Typ 35 am 31.01.1975. Außerdem befindet sich auf der Vorderseite noch ein R-Stempel Typ R25. Auf der Rückseite befindet sich ein Transitstempel Vancouver (17.02.1975) und ein Eingangsstempel Montreal vom 19.02.1975.

    Brief von Niutao nach England mit 2d (Brief innerhalb des Commonwealth) portogerecht frankiert. MiNr.41 ist mit Stempel Vernon Typ 28 am 13.06.1950 entwertet.

    Bis bald phoenix

  • phoenix
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    • 22. Januar 2021 um 21:08
    • #114

    Hallo,

    das Jahr 2020 ist Geschichte. Zeit mal wieder auf die Zugänge des letzten Jahres zurückzublicken. Die Auswahl ist mir nicht so leicht gefallen denn es gibt ja eigentlich soviel zu erzählen. Aber ich beschränke mich vorerst einmal auf vier meiner Zugänge.

    Da wäre am Anfang ein eher unspektakulärer Brief von Canton Island. Eine MiNr. 1387 (USA) wurde mit einem Stempel (Vernon Typ 58iii) am 11.07.1979 abgestempelt. Ja hört sich wirklich gewöhnlich an aber das Datum ist der letzte Tag der US-amerikanischen Post Office auf Canton Island. Am 12.07.1979 wurden die Gilbertinseln unabhängig und nannten sich fortan Kiribati. Die gemeinschaftlich durch die Amerikaner und Engländer verwaltete Insel Canton ging in das Staatsgebiet von Kiribati über. Nach dieser Abstempelung habe ich schon etwas länger gesucht!

    Das zweite Exemplar ist ein schönes Briefstück von Fanning Island. Eine MiNr.122 (Neuseeland) wurde hier mit einem Stempel Vernon Typ 21 am 17.05.1912 abgestempelt. In dieser Zeit gab es noch eine neuseeländische Post Office auf Fanning Island die erst Ende der 1930-er Jahre durch eine Post Office der Gilbert und Ellice Inseln ersetzt wurde. Solche Abstempelungen sind durchaus keine Seltenheiten aber durch das Überschneiden von Sammelgebieten (Neuseeland / Gilbert und Ellice Inseln) werden diese Stücke mittlerweile auch sehr gesucht und dementsprechend beboten.

    Und endlich mal wieder ein schöner alter Brief. Ein Inlandbrief von Vaitupu nach Ocean Island wurde mit einem Vernon Typ 19 im Jahre 1939 abgestempelt. Frankiert wurde mit einem waagerechten Eckrandpaar der MiNr.26 (Platte 10). Ein Eingangstempel von Ocean Island (Vernon Typ 14) vom 09.11.1939 ist auf der Rückseite abgeschlagen worden. Ja der Stempel auf der Vorderseite ist wirklich nicht so leicht lesbar aber für gewöhlich sehen die Typ 19 – Stempel so aus. Der kleine Durchmesser (ca. 26 mm) und ein wohl nicht mehr so ganz frischer Stempel mögen das entschuldigen. Schöner geht bekanntlich immer aber für einen portogerechten und gelaufenen Inlandbrief aus dieser Zeit ist das schon ganz nett. Kommt auf jeden Fall zur Sammlung ins Album!

    Und jetzt mal was ganz anderes. MiNr.18-22 aus dem Jahr 1912 als Specimen! Die Specimen vom Typ 1 (Aufdruck 14,5 x 2,5 mm) wurden in einer Auflage von 420 Stück also nur 3 ½ Bögen gedruckt. Ist schon ganz nett aber es geht noch besser. Der 6d – Wert zeigt die sogenannte Broken ‚M‘ – Variante (Reihe 7 / Spalte 5). Von der gibt es bei 3 ½ Bögen nur 7 Stück insgesamt. Und eine Marke hat den Weg in meine Sammlung gefunden.

    Bis bald phoenix

  • Jean Philippe
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    • 22. Januar 2021 um 21:55
    • #115

    Das „Broken M“ sieht aber nicht nach einem gebrochenem M aus, sondern eher wie ein Fleck. Da scheint doch etwas anderes passiert zu sein als dass das M vom Aufdruck gebrochen wäre.

    Gruss,

    Jean Philippe

  • Heliklaus
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    • 22. Januar 2021 um 22:08
    • #116

    Für mich sieht es ebenfalls nach einer Beschädigung aus. :/

    Das wäre ein Broken M

    Bilder

    • Broken M.jpg
      • 34,41 kB
      • 260 × 306
      • 98

    Gruß, Klaus

  • phoenix
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    • 22. Januar 2021 um 22:28
    • #117

    Hallo Jean Philippe,

    ja könnte vielleicht auch noch etwas anderes sein. Die Broken 'M' Variante (Specimen) sieht bei Ausgaben für andere Kolonien doch ein wenig anders aus (eher wie bei der 5d Marke). Eine Beschädigung der Oberfläche (Abreibung) ist es aber auch nicht. Das hatte ich vor dem Kauf vermutet. Ich denke das es beim Druck passiert ist. Für die Ausgabe sind eine ganze Reihe von Plattenfehlern bekannt jedoch leider nicht alles immer ausführlich mit Bildern dokumentiert. Da gilt es also weiter nachzuforschen.

    Gruß phoenix

  • Jean Philippe
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    • 22. Januar 2021 um 22:43
    • #118

    Ich gehe davon aus dass SPECIMEN ein Aufdruck ist, also nicht gleich mit der Marke gedruckt wurde. Dann ist der Fleck NACH dem Aufdruck, also nicht beim Druck entstanden, denn er betrifft sowohl die Marke wie den Aufdruck. Eine Beschädigung wäre logisch.

    Gruss,

    Jean Philippe

  • phoenix
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    • 23. Januar 2021 um 14:26
    • #119

    Hallo,

    jetzt habe ich den Ausschnitt noch einmal mit 1200 dpi gescannt. Das war leider auch nicht weiter erhellend. Doch dann kam die Idee sich das ganze mal im Durchlicht anzuschauen. Und ja, an der besagten Stelle scheint die Marke ein klein wenig dünner zu sein wie die übrigen unbedruckten Teile der Marke. Außerdem konnte ich auf der Briefmarkenoberfläche an einigen Stellen Strukturen erkennen die wie auskristallisierter Kleber aussahen.

    Demnach würde ich jetzt davon ausgehen das sich da zeitweise etwas klebriges auf der Briefmarke befunden hat (evtl. die feucht gewordene Gummierung eines Druckbogens oder ähnliches). Nach dem Ablösen hat sich dann wohl die Farbschicht zusammen mit einer sehr dünnen Papierschicht abgelöst und zurück blieb der Fleck. Das scheint mir jetzt die plausibelste Erklärung zu sein.

    Gruß phoenix

  • Jean Philippe
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    • 23. Januar 2021 um 14:39
    • #120

    phoenix

    Tut mir leid dass ich dir deine Illusionen nehmen musste. Ist trotzdem eine schöne Serie.

    Gruss,

    Jean Philippe

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