1. Dashboard
  2. zum Forum
    1. Unerledigte Themen
  3. Mitglieder
    1. Letzte Aktivitäten
    2. Benutzer online
    3. Team
    4. Mitgliedersuche
  4. Ratgeber
  5. Hilfe
  • Anmelden oder registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Artikel
  • Forum
  • Seiten
  • Erweiterte Suche
  1. PHILAFORUM.COM Briefmarkenforum
  2. Forum
  3. Sonstiges
  4. Internet-Auktionen

Betrug - oder wenn der Zufall mitspielt

  • pieper-dk
  • 29. September 2010 um 15:35
  • pieper-dk
    neues Mitglied
    Beiträge
    5
    Geschlecht
    Männlich
    • 29. September 2010 um 15:35
    • #1

    In Sammlerkreisen gibt es leider sehr viele Gerüchte die – mehr oder weniger gut dokumentiert – besagen, dass einige Auktionshäuser mit eigenen schriftlichen Geboten ein wenig nachhelfen. Das ist natürlich eine ganz schwierige Sache, und der Käufer steht sehr schwach da, denn es ist außerordentlich schwierig zu beweisen, dass der Auktionsablauf nicht mit rechten Dingen durchgeführt ist. Die schriftlichen Gebote die ein Auktionshaus entgegennimmt sind natürlich geheim, und nur dass Auktionshaus kennt den genauen stand der eingegangenen schriftlichen Gebote.

    Wird ein Los mit EUR 100 als Startpreis angeboten, und nur ein schriftliches Gebot von EUR 500 auf diesem Los eingeht, da kann man sich leicht vorstellen wie verlockend es für ein Auktionshaus seien muss, mit einem künstlichen Gebot von z.B. EUR 390 ein wenig nachzuhelfen um den Schlusspreis bei EUR 400 zu beenden. Ganz einfach, keiner sieht was und keiner merkt was - alle sind froh!!

    Der Käufer wollte bis EUR 500 gehen, und ist bei EUR 400 immer noch zufrieden. Der Verkäufer ist zufrieden, denn er hat EUR 300 mehr für seine Einlieferung bekommen, und dass Auktionshaus ist zufrieden, denn EUR 300 mehr auf dem Schlusspreis ergibt mindestens EUR 100 extra als Verdienst in der Kasse zu verbuchen.

    Egal wie froh alle in diesem gedachten Beispiel sind – das ist Betrug.

    Der geschädigte ist der Käufer. Er kann es aber nicht beweisen – er kann nur einen Verdacht haben. Das Leben geht weiter, und der Käufer muss damit leben, dass der Zufall ihm eine Extrarechnung von EUR 300 beschert hat.

    Ab und zu ist der Zufall jedoch so unwahrscheinlich, dass eine Wahrscheinlichkeitsberechnung einen Zufall fast ausschließen kann.

    Beim Auktionshaus Pumpenmeier OHG habe ich für die Auktion Nr. 144 (Auktionsende am 18/10-2010) insgesamt 7 schriftliche Gebote abgegeben. 6 Gebote waren auf vorphilatelische Belege in der Gruppe Altdeutschland, Schleswig-Holstein abgegeben. In dieser gruppe waren insgesamt 41 Belege angeboten, nur 7 Belege wurden verkauft, und somit waren 34 Belege ohne Gebote.

    Alle meine 6 Gebote wurden gewonnen – und ich war so froh!

    Plötzlich entdeckte ich, dass ich nicht der alleinige Bieter war. Das ist mir natürlich sehr oft passiert, aber der andere Kunde war genau an den gleichen Belegen interessiert wie ich. Nicht an einer der anderen 34 Belegen – nein – nur an den Belegen an denen ich auch interessiert war. War für ein Zufall.

    Bei 2 Belegen ist dem anderen Käufer bei EUR 20 unter meinem Höchstgebot die Luft ausgegangen, und bei anderen 2 Belegen habe ich genau mit meinem Höchstgebot den Zuschlag bekommen. Was für ein Zufall.

    Bei den letzten 2 Belegen habe ich nur den Startpreis bzw. ein wenig über dem Startpreis geboten, und da hatte der andere Bieter offensichtlich keine Lust mitzubieten. Was für ein Glück.

    Mein letztes Gebot war für einen Beleg von T&T. Hier waren 127 Altbriefe zum Verkauf, 19 wurden verkauft und ganz erstaunlich hat wieder ein anderer Bieter bis unter meinem Höchstgebot mitgemacht. Ich hab’s grade noch geschafft – mein Glückstag, ohne Zweifel.

    Insgesamt hat mich dieser andere Bieter EUR 155 + Aufgeld und MWST, rund EUR 200, gekostet. Eine Berechnung ergibt eine Wahrscheinlichkeit von unter 1/100000, dass so viel Zufall auf einem mal vorkommen kann.

    Der Zufall wollte es Leider auch, dass kein Geld mehr auf meinem Briefmarken-Konto zur Verfügung war, und somit musste ich meine Gebote zurückziehen – ärgerlich. Ich bin jetzt von der Kundenliste gestrichen worden.

    Nun, ich werde es überleben, denn mit so viel Glück werde ich demnächst beim Lotto „6 aus 45“ mitspielen. Der große Gewinn ist gesichert und in der Zukunft werde ich meine Belege bei einem Auktionshaus ersteigern wo der Zufall nicht so tüchtig mitspielt.


    Mit freundlichen grüssen
    pieper-dk

  • Ron Alexander
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    3.510
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    4. Mai 1984 (42)
    • 29. September 2010 um 15:56
    • #2

    Habe noch nie an solchen Auktionen teilgenommen und daher nie darüber gedanken gemacht. Stimme Dir aber soweit überein, dass dies schon sehr seltsam ist. Ganz ausschließen kann man das sicherlich nicht.

    Da Du neu im Forum bist und solche Tehmen ansprichst, würde ich mich freuen wenn Du dich vorstellen würdest :)

    Grüße

    Sammelgebiet:
    Französische Besatzungszone Württemberg
    Stetig auf der Suche nach Besonderheiten und Abarten der FZ Württemberg

    Einmal editiert, zuletzt von Ron Alexander (29. September 2010 um 15:57)

  • kartenhai
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    29.206
    Geschlecht
    Männlich
    • 29. September 2010 um 15:59
    • #3

    Die von Dir genannten schlechten Erfahrungen bei schriftlichen Geboten habe ich leider auch schon einige Male gemacht.

    Auch mein Höchstgebot wurde einmal fast erreicht, obwohl ich mir sicher war, daß außer mir eigentlich keiner mehr Interesse an dem Los haben könnte. Auf meine Nachfrage wurde mir geantwortet, ein zweiter Bieter hätte bis knapp vor meinem Höchstgebot geboten, und man sei in diesen Dingen sehr genau und penibel, und der Angeschriebene war fast beleidigt, wie man nur so einen Verdacht haben könnte.

    Wie gesagt, man kann das dann leider nicht beweisen, aber ich bin mir sicher, daß beim Auktionator ein schriftliches Gebot mit diesem ominösen zweithöchsten Gebot vorliegt, ob dieser Bieter aber tatsächlich existiert oder ob jemand anderes dieses Gebot nur für die Akten geschrieben hat, das überprüft hinterher kein Menschmehr, als Auktionator ist man halt in der besseren Position. Die Verlockung bei einem sehr hohen Gebot und nur einem einzigen Bieter ist eben sehr groß, da gibt es sicher einige schwarze Schafe, auch wenn es immer großspurig heißt: "Amtlich vereidigter Auktionator".

    Das beste ist immer, selbst im Saal zu sein, anstatt schriftlich zu bieten, aber viele können nicht selbst da sein wegen großen Entferungen. Und auch im Saal gibt es sogenannte "schriftliche Bieter", die den Preis hochtreiben können.

    Das Problem gibt es aber auch bei Ebay, da kann auch der Verkäufer oder ein Freund von ihm problemlos den Preis hochtreiben, noch dazu, wenn sämtliche Bieternamen so wie jetzt anonymisiert sind.

    Gruß kartenhai

  • roschc
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    639
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    7. Juni 1970 (55)
    • 29. September 2010 um 16:14
    • #4

    Ich weiss von einem BPP Prüfer dass die vorgehensweise bei schriftlichen Angeboten gängige Praxis ist. Mir sind auch konkrete Beispiele bekannt. Es gibt auch Ausnahmen (allein das "auch" sollte schon absurd sein!), aber eher selten.

    Also bei schriftlichen Angeboten immer von einen VK-Preis ausgehen und dementsprechend niedrig bieten. Anders geht es leider nicht.

  • bayern klassisch
    Gast
    • 29. September 2010 um 16:14
    • #5

    Hallo,

    es gibt Möglichkeiten gegenzurudern:

    1. Selbst im Saal sein.

    2. Einen Kommissionär beauftragen, der interessewahrend handelt oder

    3. einen Freund im Saal zu haben, der für einen bietet.

    Wenn ich einem Haus nicht traue, biete ich dort nichts. Ein guter Ruf ist nicht schnell aufgebaut, aber bald ruiniert, wenn sich solche "Spielchen" herum sprechen.

    Bleiben die großen Sammler erst einmal weg, leidet der Materialzugang, es gibt immer mehr Sitzenbleiber und als Folge davon sinkt die Umsatzquote.

    Sinkt der Umsatz, sinkt auch der Gewinn - und damit die Qualität der Kataloge.
    Das ist dann das Ende.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Kontrollratjunkie
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    7.134
    • 29. September 2010 um 16:59
    • #6

    Das Beispiel ist sicher sehr krass und doch ist es mir irgendwie bekannt.
    Ich fürchte auch, daß jeder regelmäßige Saalauktionsbieter einmal in diese Lage kommt.
    Das muss man wissen und es entweder akzeptieren oder das Bieten bei den Häusern lassen.

    Leider ist man auch bei persönlicher Teilnahme im Saal vor solchen Machenschaften nicht gefeit. Nicht nur einmal sind mir da "seltsame" Aktionen aufgefallen. Und das bei verschiedenen Häusern.
    Da wird dann schon einmal ein Los neu aufgerufen, weil der Zuschlag an das eigene Gebot gegangen ist ?
    Sicher sind aber die Chancen auf eine faire Behandlung bei persönlicher Teilnahme größer und die Scheu vor nicht ganz sauberen Aktionen seitens der Versteigerer wohl auch.

    Interessant ist dabei auch die Prüfung, ob das betreffende Auktionshaus Mitglied im Verband ist.

    Gruß
    KJ

  • Phila_Tom
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.040
    • 29. September 2010 um 17:23
    • #7

    Der beste Hinweis auf einen seriösen Umgang mit schriftlichen Geboten ist, wenn man an Hand der Ergebnisliste regelmäßig feststellt, dass die nicht gewonnenen Lose oft nur eine Gebotsstufe höher zugeschlagen wurden. Sofern diese Lose dann nicht im nächsten Ausktionskatalog erneut auftauchen.

    Gruß
    Phila_Tom

  • Ästhetiker
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.339
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    13. Juni 1967 (58)
    • 29. September 2010 um 17:37
    • #8

    Es gibt da eine schöne Redensart:
    Nicht alle Menschen auf der Trapprennbahn sind Ganoven, aber alle Ganoven sind auf der Trapprennbahn.

    Ist ungefähr so wie wenn man zum Zahnartzt geht und der bei der Routineuntersuchung nix findet und man nach 2 Minuten wieder vom Stuhl aufsteht ..... so gut wie unmöglich, denn so bescheuert ist kein Arzt. Das mindeste ist doch wohl eine notwendige Zahnreinigung.....

    Das ist hier nicht einmal Betrug in deren Augen, die sagen sich "wenn jemand darum bettelt das wir sein Geld nehmen, dann tun wir Ihm eben den Gefallen".....

    Nur meine Meinung
    Gruß
    C

  • pieper-dk
    neues Mitglied
    Beiträge
    5
    Geschlecht
    Männlich
    • 30. September 2010 um 09:14
    • #9

    Ich bedanke mich für die vielen guten Ratschlägen und Meinungsäußerungen. Es scheint dass ich hier ein Thema angesprochen habe, wo sehr viele Sammler schlechte Erfahrungen gemacht haben.

    In fast 25 Jahren habe ich einen intensiven Handel mit Auktionshäusern in Skandinavien, und speziell in Dänemark, gehabt. In kann nicht behaupten dass alle Häuser in Skandinavien mit einen Heiligenschein herum laufen, aber ich bin erstaunt wie umfangreich der Schwindel in Deutschland anscheinend ist.

    In Deutschland nehmen sehr viele Auktionshäuser am Markt teil, und daher wird der Kamp um den Kunden intensiver. Offensichtlich wird dann jedes Mittel angewandt um den letzten Euro aus dem Kunden heraus zu holen. Wir Sammler tragen viel dazu bei den unseriösen Auktionshäusern am Leben zu halten.

    Ohne Kunden zum Bieten stirbt jedes Auktionshaus.

    Gruss
    pieper-dk

  • Dienstheini
    aktives Mitglied
    Beiträge
    305
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    10. September 1948 (77)
    • 30. September 2010 um 12:16
    • #10

    Hallo:
    @ Zusammen.
    Angeregt duch die Beiträge habe ich auch zwei Mängel die mir bei einigen Auktionshäusern nicht gefallen.
    1,) Einige Auktionshäuser verfahren mit Gebotslosen nicht Kundenfreundlich. z.B. Ich biete auf ein Gebotslos 60,-€ ein anderer bietet 40,-€ Mein Zuschlag ist nicht 45,-€ sondern 60,-€ plus Aufgeldes es wird nicht wie bei jedem ander Auktionslos verfahren.
    Ich kenne viele Auktionshäuser die nicht so verfahren.
    2,) Ich ärgere mich auch über Firmen die nach dem 20, Einkauf immer noch eine Vorausrechnung zusenden, obwohl bis Dato alles umgehend bezahlt wurde. Mann wird dort nie Stammkunde.
    Nun hab ich mir auch meinen kleinen Frust von der Leber geschrieben.
    Würde mich auch interessieren was euch so bei Auktionshäusern nich gefällt.
    mfg. Dienstheini.

  • Kontrollratjunkie
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    7.134
    • 30. September 2010 um 12:31
    • #11
    Zitat

    Original von Dienstheini

    Würde mich auch interessieren was euch so bei Auktionshäusern nich gefällt.
    mfg. Dienstheini.

    Hallo Dienstheini und alle anderen,

    zu diesem Thema gibt es schon einen Thread mit viel Input.
    Weitere Meinungen werden sehr gerne gesehen..... :jaok:


    Gruß
    KJ

  • pieper-dk
    neues Mitglied
    Beiträge
    5
    Geschlecht
    Männlich
    • 30. September 2010 um 14:14
    • #12

    Hi Kontrollratjunkie
    Als neues "Mitglied" hier im Kreis versuchte ich für meinem Beitrag den richtigen Tread zu finden - habe jedoch übersehen, dass schon etwas im Gange war. Mein Beitrag wäre dort richtiger gewesen.

    Beim durchlesen haben ich genau das gefunden wonach ich gesucht habe. Namen von Auktionshäusern wo ich - ohne Naiv zu werden - auch mal schriftliche Gebote senden kann ohne zu befürchten, dass ich über den GANZEN Tisch gezogen werde.

    Vielen dank !!

    Gruss
    pieper-dk

  • Kontrollratjunkie
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    7.134
    • 30. September 2010 um 15:28
    • #13
    Zitat

    Original von pieper-dk
    Hi Kontrollratjunkie
    Als neues "Mitglied" hier im Kreis versuchte ich für meinem Beitrag den richtigen Tread zu finden - habe jedoch übersehen, dass schon etwas im Gange war. Mein Beitrag wäre dort richtiger gewesen.

    Beim durchlesen haben ich genau das gefunden wonach ich gesucht habe. Namen von Auktionshäusern wo ich - ohne Naiv zu werden - auch mal schriftliche Gebote senden kann ohne zu befürchten, dass ich über den GANZEN Tisch gezogen werde.

    Vielen dank !!

    Gruss
    pieper-dk

    Nix zu danken, dann stelle Deinen Beitrag doch einfach in dem Thread dazu, so haben wir die Infos gebündelt.
    Die Zusammenführung von Threads wird hier von "öffentlicher Stelle" offenbar nur sehr ungern und nicht sehr häufig vorgenommen....

    Gruß
    KJ

Registrierung

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!

Benutzerkonto erstellen

Benutzer online in diesem Thema

  • 1 Besucher
  1. Datenschutzerklärung
  2. Impressum
  3. Kontakt

Partnerprogramm / Affiliate Disclaimer

Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Mit * markierte Links sind Affiliate-Links (Werbung). Nur auf diese Weise können wir dieses großartige Forum finanzieren, wir bitten um euer Verständnis!

Community-Software: WoltLab Suite™