Neulich fand ich ein Eckrandstück Allestein mit HAN. Wie kann man diese wertmäßig einschätzen ?
Allenstein
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Wolffi
6. Januar 2022 um 08:11 Hat das Thema aus dem Forum Identifizierung und Wertbestimmung von Briefmarken nach Deutsche Nebengebiete bis 1945 verschoben. -
Allenstein - unverausgabte Marken
Gerade habe ich im Forum nach Beiträgen zum spannenden Abstimmungsgebiet Allenstein gesucht und außer einem Thema zu den HAN keinen Strang gefunden, in welchem ein wenig Material aus diesem Gebiet gezeigt wird.
Da möchte ich diesen "leicht" verstaubten Strang einmal wiederbeleben und mit unverausgabten Marken beginnen.
1920 Freimarke Deutsches Reich "Germania" Nr. 145 mit dem gleichen dreizeiligen Aufdruck wie die Nr. 15 - 28, postfrischer Wert
Auflage ca. 10.000 Exemplare
Diese Marken sind nicht mehr ausgegeben worden. Sie haben das Abstimmungsgebiet Allenstein nicht mehr erreicht. Ob der Verkauf dieser Marken am Sammlerschalter in Berlin erfolgte oder diese Marken auf anderen Wegen in Sammlerhände gelangten, entzieht sich meiner Kenntnis. -
Allenstein Mi.Nr. II
1920 Freimarke Deutsches Reich "Germania" Nr. 140 mit dem gleichen dreizeiligen Aufdruck wie die Nr. 1 - 14, postfrischer Wert
Auflage ca. 500 Exemplare
Diese Marken sind nicht ausgegeben worden. Sie haben das Abstimmungsgebiet Allenstein nicht mehr erreicht. Ob der Verkauf dieser Marken am Sammlerschalter in Berlin erfolgte oder diese Marken auf anderen Wegen in Sammlerhände gelangten, entzieht sich meiner Kenntnis. -
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In der Tat gab es bisher noch kein Thema im Forum, das sich mit den Ausgaben für Allenstein befasste. Dennoch wurden schon mehrfach in verschiedenen Beiträgen solche Marken gezeigt, wie z.B. diese Nummer I. Interessant aber, wenn ich sie mit der von Kontrollratjunkie in Beitrag #2 gezeigten vergleiche und lese was im MOK steht (siehe unten), dann müsste die in Beitrag #2 gezeigte eine Fälschung sein und diese hier wäre echt. Siehe insbesondere den Punkt zwischen D'A. Ist das so ?
Falsch : bei allen Werten : Oval etwas kleiner, Komma statt Punkt zwischen „D’A“, Akzent auf „TRAITÉ“ spitz statt stumpf zum „E“ auslaufend, „S“ in „VERSAILLES“ mit kleiner Oberschlaufe, „LL“ größer als die anderen Buchstaben. -
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Hallo zusammen,
ich bin zwar kein Spezialist auf diesem Gebiet, zeige trotzdem aber mal was "besonderes" aus meiner kleinen Sammlung.
Sollten Eurer Meinung nach die Farbangaben nicht passen, bitte bescheid geben. Die Farben sind nicht geprüft (außer 13b gestempelt) und ich habe die so aus einem Lot übernommen.
Hier ist erstmal mein einziger Beleg, mit einer Mischfrankatur: 1x Michel Nr. 15., 2x die 16. und 1x 17a.
Abgestempelt in Allenstein am 17.07.20.
Portorichtig frankiert mit insg. 40 Pfennig. ( Ab dem 6.5.1920 Inlands- wie Auslandsgebühr, 20g.).
Kein Ankunftsstempel.
Dann ein paar Einzelmarken.
Hier eine schöne postfrische Michel Nr. 4a:
Hier einmal die 12 mit Falz in Farben a+b:
Michel Nr. 13b gestempelt und geprüft:
Und eine postfrische Michel Nr. 14:
Dann zu der zweiten Serie, hier einmal die Michel Nr. 17 a +b und 23 a+b. Die 17 a ist ohne Gummi, die anderen mit Falz:
Und zum Schluss die Michel Nr. 26 a+b und 27a+b, alle gefalzt:
Gruß
Fritze
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Allenstein Mi.Nr. V
1920 Freimarke Deutsches Reich "Germania" Nr. 144 mit dem gleichen dreizeiligen Aufdruck wie die Nr. 1 - 14, postfrischer Wert
Auflage ca. 500 ExemplareWie Herr Hey im Befund ausführt, sind diese Marken nicht ausgegeben worden. Sie haben das Abstimmungsgebiet Allenstein nicht mehr erreicht. Ob der Verkauf dieser Marken am Sammlerschalter in Berlin erfolgte oder diese Marken auf anderen Wegen in Sammlerhände gelangten, entzieht sich meiner Kenntnis.
Befund Hey BPP -
Ich hatte gehofft, hier würde noch mehr gezeigt oder zumindest auf die Frage im Beitrag #6 geantwortet, aber das Thema schläft immer wieder ein. Dann fahre ich mal weiter mit zwei Belegen, die vorschriftsmässig durch Korkstempel (Kartoffelstempel bzw. Schwärzung) entwertet wurden.
Der erste Beleg ist frankiert mit Michel 9 und 25, der zweite mit Michel 23 und 25).
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Von dem zweiten Allenstein-Satz waren die folgenden Einzelmarken im Forum zu finden.
Bei der ersten 40 Pfg. Marke (Nr. 21) irrte der Zettelschreiber. Es handelt sich nicht um den teuren nicht ausgegebenen Wert Michel I, denn der war einfarbig karminrot.
Der 2,50 Markwert (Nr. 27) hat eine Korkstempelung (ab 12.8. bis 13.9.1920 vorgeschrieben) und ist zudem oben geschnitten.
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Nachdem Kontrollratjunkie in Beitrag #9 die Michelnummer V gezeigt hatte, dachte ich er würde auch den Eckvierer der Nummer 23 mit Befund nachliefern, den er 2009 unter “Interessantes vom Bogenrand” gezeigt hatte. Dann bringe ich ihn als Schlusspunkt der im Forum versprengten Allenstein-Ausgaben.
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Da ist dieses Thema doch schon wieder in der Versenkung verschwunden, geht ja gar nicht....
Dann also heute einmal zwei schöne Varianten der Mi.Nr. 4 a, immerhin der wertbestimmenden Portostufe der ersten Ausgabe.
Zunächst ein postfrischer Wert aus der linken unteren Bogenecke mit den typischen Schutzleisten des Plattendruckes.
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