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  1. PHILAFORUM.COM Briefmarkenforum
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Briefmarken-Reparaturen

  • kartenhai
  • 24. März 2010 um 15:22
  • kartenhai
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    29.176
    Geschlecht
    Männlich
    • 24. März 2010 um 15:22
    • #1

    Briefmarken-Reparaturen

    In der neuesten DBZ fällt eine Kleinanzeige mit übergroßem Wort „Achtung“ auf:
    Ein Briefmarken-Restaurator sagt einem, was man mit seinem wertlosen Schrott machen kann, bevor man ihn zu niedrigen Preisen verschleudert:

    "Achtung! Verschleudern Sie Ihre Sammlermarken mit Falz nicht zu niedrigen Preisen. Durch mein Spezial-Verfahren gelingt es mir, Marken mit einem sauberen Erstfalz –glatter oder geriffelter Gummi – unter der Erhaltung des Prüfzeichens, wie postfrisch zu bearbeiten. Selbst das geschulte Auge und die Quarzlampe lassen nichts erkennen. Ein kostenlosere Probeauftrag wird Sie davon überzeugen!"

    Für mich ist das eine Aufforderung, seine minderwertigen Briefmarken fachmännisch restaurieren zu lassen, um sie dann als einwandfrei und postfrisch teuer an einen Dummen wieder zu verkaufen. Selbst ein Prüfer (= geschultes Auge!) oder eine Prüflampe decken dann den Schwindel später nicht mehr auf, sofern der Restaurator nicht maßlos mit seinen Versprechungen übertreibt!

    In der gleichen DBZ bietet noch ein zweiter „Fachmann“ Nachgummierungen und Entfalzungen in „bisher unerreichten Spitzenqualitäten“ an, mit Prägungserhalt, Reliefprägung, richtiger Tönung, weichen Zähnen und Imprägnierung wie postfrisch.
    Da gibt es eine Luxus-Gummierung, Entfalzungen mit Prüfzeichen-Erhaltung, ganze Blocks entfalzen oder gummieren, Riffelungen nach Original, Nachzähnungen, Zahnansetzen und Reparaturen. Der Anbieter nennt sich großspurig Restaurationszentrum (vermutlich ein Einmannbetrieb! :D )

    Ich möchte nicht wissen, wie viel fachmännisch nachbearbeiteter Schrott hier in Deutschland auf Tauschtagen, Börsen und bei Ebay und Co. als Schnäppchen angeboten wird. Seriöse Auktionatoren werden diesen Mist wohl aussortieren können, da dort Fachleute zum Erkennen vorhanden sind.

    Aber anscheinend gibt es keine Handhabe dagegen, um diesem meiner Meinung nach unseriösen Treiben Einhalt zu gebieten. Wenn selbst renommierte Briefmarken-Fachzeitschriften diese Anzeigen gerne annehmen!

    Weiß jemand, wie viele von diesen Restaurateuren es eigentlich in Deutschland gibt, die den Markt mit ihren Machwerken überschwemmen?

    Ich kann die Sammler verstehen, die statt Marken nur noch Belege sammeln, die kann man nicht so leicht fälschen oder manipulieren.

    Gruß kartenhai

  • Kontrollratjunkie
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    7.105
    • 24. März 2010 um 15:45
    • #2

    Hallo Hai,

    jeder kann seine Marken manipulieren (lassen) wie er will, das ist ja nicht strafbar. Es wird sicher auch gute Handwerker geben, die dann vernünftige Resultate erzielen.

    Kriminell wird es erst, wenn man diese Marken dann als unverfälschte Exemplare anbietet. Das gilt natürlich auch für die dann vielleicht unwissenden Erben der schönen Stücke. Und genau da liegt doch das Problem.
    Wenn Du Dir mit verfälschten Marken in die Tasche lügen möchtest, bitte sehr. Aber der Verkauf / Tausch wäre kriminell und ist auf das Schärfste zu verfolgen und zu verurteilen.

    Im Übrigen bin ich mir hundertprozentig sicher, daß jeder BPP - Prüfer derartige Manipulationen aufdecken würde.

    Im Ergebnis bin ich ganz bei Dir, so etwas ist eine Sauerei.

    Gruß
    KJ, der gerade auf der Messe Essen 2009 Opfer von manipulierten Marken geworden ist und es nicht gemerkt hat :O_O:

  • Saguarojo
    Gast
    • 24. März 2010 um 16:22
    • #3

    Das ist reiner Betrug und daher nicht zu akzeptieren. Solche Kleinanzeigen gehören auch nicht in eine seriöse Phila-Zeitschrift. Die Verantwortlichen der DBZ sollten das mal überdenken.

  • balf_de
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    521
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    26. August 1943 (82)
    • 24. März 2010 um 19:12
    • #4
    Zitat

    Original von kartenhai
    Ich kann die Sammler verstehen, die statt Marken nur noch Belege sammeln, die kann man nicht so leicht fälschen oder manipulieren.


    Hallo kartenhai !

    Schön wär's, wenn man mit Belegen auf der sicheren Seite wäre. Wenn ich alleine an die Flut von Zeppelinpost-Fälschungen denke, von der die entsprechenden eBay-Kategorien geradezu überschwemmt werden...

    Aber auch bei den klassischen Belegen sind zum Teil sehr geschickte Fälschungen zu finden, bei denen "Restauratoren" am Werk waren. Vor fast einem Jahr habe ich hier einen badischen Brief gezeigt, der sich auf wundersame Weise "verschönert" hat, nachdem ich ihn abgegeben - und zum Glück vorher gescannt habe:
    Ich bin mir fast sicher, dass er inzwischen in einem Sammlungslos - vielleicht sogar aus einem seriösen Auktionshaus - einen stolzen Besitzer gefunden hat, der keine Ahnung hat, wie er ursprünglich aussah.

    Viele Grüße
    balf_de

  • Lacplesis
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    2.709
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    14. Oktober 1967 (58)
    • 24. März 2010 um 19:34
    • #5

    Grade auf ebay.com: 2 Belege mit Russland Nr.1. Beide mit Attest - attestiert als Fälschungen von Mikulski (super Atteste!).
    Bloss das die beiden Atteste auf deutsch sind...

    Muß man gesehen haben, sonst kann man es nicht glauben...


    die zweite läuft in ein paar Minuten aus...


    Zum heulen!

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.

    Voltaire

  • bayern klassisch
    Gast
    • 24. März 2010 um 19:55
    • #6

    Hallo in die Runde,

    ich finde, man muss strikt differenzieren zwischen restaurieren und (ver-)fälschen.

    Eine Marke ohne Gummi braucht keinen neuen Gummi.

    Ein Brief kann bei entspredendem Papier durchaus ein sinnvolles Objekt der Restauration werden, weil er vlt. bald zwei Briefstücke ergibt oder ein Riß ohne Behandlung immer weiter gehen würde.

    Wie alle phil. Zeitschriften braucht man auch dort das Geld, welches einem Anzeigen in die Kasse spülen.

    Ob man da auf den Verlag Druck ausüben kann, um sich von solchen Inserenten loszusagen, weiß ich nicht.

    Im übrigen glaube ich auch nicht, dass man spurenlos mit einer Rückseite machen kann, was man will. Aber wieviele werden darauf gerne reinfallen und daran glauben, nur weil sie selbst es vlt. nicht erkennen können?

    Ein echter Ungebraucht - Sammler wird keine Marke zu solch einem "Tiuner" geben. Alle anderen aber ... :(

    Jedenfalls sind die Folgen, ob beabsichtigt oder nicht, für den Sammlermarkt sehr negativ.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Kontrollratjunkie
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    7.105
    • 24. März 2010 um 19:56
    • #7
    Zitat

    Original von Lacplesis

    die zweite läuft in ein paar Minuten aus...


    Zum heulen!

    Bitte sehr, Zuschlag $ 1325, "Taschentuch `reich...."

    Gruß
    KJ

  • northstar
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    671
    Geschlecht
    Männlich
    • 24. März 2010 um 21:06
    • #8

    ... bitte sehr (anreich).

    Eigentlich ist der Verkäufer ja geradezu dummdreist, Belege mit derlei Attesten anzubieten. Andererseits ist der Käufer, der eine solche Summe aufwendet, dummbl...., wenn er sich den Text der Expertise nicht für ein paar $ übersetzen lässt, bevor er zuschlägt.

    Aber: vielleicht ist der Erwerber ja begütert genug, sich nicht mit Nebensächlichkeiten zu beschäftigen und bei der späteren Erkenntnis über den Verlust nicht zu heulen.

    Libertatem quam peperere maiores digne studeat servare posteritas.

  • thjohe
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.177
    • 25. März 2010 um 19:14
    • #9

    Auch ich habe schon mal die Frage nach diesen Diensten öffentlich gestellt. In meinen Fall wegen sehr ungünstig angebrachter Falze die überstehen.

    Ist auf jeden Fall nicht ganz billig, Ein Frage ob man es machen lassen will oder nicht, nur eines ist sicher: Postfrisch werden die Marken dadurch nicht.

    Thomas

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