Hallo Lacplesis
Die Gagarin Name lese ich auch so.
Die Gräfin ist vielleicht Zabrinsy. Ich habe versucht die Nahme zu googeln, aber ohne erfolg so weit.
Viele Grüsse
Nils
Hallo Lacplesis
Die Gagarin Name lese ich auch so.
Die Gräfin ist vielleicht Zabrinsy. Ich habe versucht die Nahme zu googeln, aber ohne erfolg so weit.
Viele Grüsse
Nils
Zabrinsky gibt es zumindest, bloss leider nicht als adelige Familie, da stimmt also noch immer etwas nicht.
Hier noch die letzte Postkarte von Henriette Lendorff:
... und damit northstar nicht denkt, ich hätte sein freundliches Angebot vergessen...
Hier mal ein paar Sätze russisch.
Es handelt sich wohl um einen kurzen Gruß auf einer Visitenkarte.
Der Absender ist Dr. André Mandelstam - [(1869-1949), First Dragoman of the Imperial Embassy of Russia at Constantinople, Councilor of State, Doctor of International Law, Associate of the Institute of International Law].
Mandelstam gilt als einer der Väter der Menschenrechte.
Siehe hier Seite 3:
Der Nachsatz mit der Gräfin mit den vielen Briefen lautet:
sie selbst aber nicht.
![]()
Cheerio vom heute überarbeiteten da vorlesungschreibenden
Markenhamster
@ Lacplesis:
Die dritte Ansichtskarte:
Heute hier bei Morschach. Frohes Andenken …….. Grüße H. Lendorf
Nachdem der große Buchstabe "A" beim Wort Andenken genauso aussieht wie der Anfangsbuchstabe der mysteriösen Gräfin, müßte auch deren Namen mit "A" angehen, z. B. Aubrinsky oder Anbrinsky oder so ähnlich.
Gruß kartenhai
Ich hab's, es ist Bobrinsky.
Also:
Einen halben Tag um Deine Cusine (Gagarin-Sturdza) zu sehen.
Habe noch Marie Scheidegger in großer Eile, aber zu ihrer und meiner Freude begrüßt.
Im Hotel Belle Vue sind viele Briefe an Gräfin Bobrinsky, sie selbst aber nicht.
Dachte so lebhaft an Sie alle in den paar Stunden hier. Tausend herzliche Grüße, Ihre H. Lendorff
Noch etwas zu Dr. Mandelstams Visitenkarte:
Die dort erwähnte "commission internationale d'enquete" (Internationale Untersuchungskommission) für die er der russische Vertreter war, beschäftigte sich mit dem Doggerbank-Zwischenfall.
sorry for delay!
der kurze Gruß auf der Visitenkarte des Dr. Mandelstamm lautet:
"Von Herzen gratulieren wir der hochverehrten Ekaterina Konstantinovna, ihren Eltern und dem lieben Konstantin Mikhailovitch zum Neuen Jahr und dem jungen Glück"
Um welches Glück kann es sich hier handeln?
ZitatOriginal von northstar
Um welches Glück kann es sich hier handeln?
Danke erstmal für die erste russische Übersetzung in diesem Thema!
Da der Brief noch an Ihren Mädchennamen adressiert ist, gehe ich mal von der Verlobung mit Konstantin Onu aus.
Damit northstar am heutigen Feiertag (in Russland) etwas zum angucken hat, hier endlich wieder etwas neues.
Ganzsachenkarte aus St. Petersburg vom 10.01.1908.
Dann setzte ich noch den einizgen englischen Brief aus dieser Sammlung dazu. Einige Worte bereiten mir Probleme. Übersetzung mache ich wenn der Text vollständig ist.
Augenscheinlich machte der Transfer, der persönlichen Habe der Onus, zur neuen Dienststelle in Den Haag gewisse Probleme.
British Embassy Constantinople
Oct. 24. 1910
Dear Madame Onou
We ??? all the furniture, and are so very sorry there was a mistake, as I did not recive your letter telling me you were leaving. I had mailed for this, as you promised to ???. The ...lery(?) was ...plained(?) ??? some days after you had gone, Madame Goudime-Levkovitch* ??? ??? you asked her to deliver to me.
I hope you will understand that we were not in fault(?) My husband paid your Maid 4,5 Liras and we have handed over ??? ??? and 4 chairs, that came here in ???, that belonged to the Goudimes.
So you see everything is in order, but I'm sorry I could not ??? sooner.
I hope you had a pleasant journey and found your new quarters comfortable.
Sincerly yours
C. Rose Tyrrell**
*Paul Goudime-Levkovitch 1909-1917 Russian Military Attache, Athens
**Wahrscheinlich die Frau von Major G.E. Tyrrell, British Military Attache, Constantinople
nu, poka ya trezvij:
Vorderseite
92 (dies ist vermutlich eher die Zimmernr., denn ein Bearbeitungsvermerk der Post)
Hier
Hotel Evropejskaja [=Europa]
In der Michailovskaja [Straße]
Ihrer Exzellenz
Jekaterina Konstaninovna Onu
Rückseite
Donnerstag, 10. Januar
Liebe Jekaterina Konstaninovna!
Wir haben uns sehr gefreut, als wir gestern erfuhren, daß Sie hier sind. Sehr gern möchten wir Sie sehen; herzlichen Dank für die freundliche Einladung – mit Vergnügen kommen wir zu Ihnen zum frühstücken am Sonntag, da wir morgen und Sonnabend nicht frei sind.
Ein kräftiger Kuß
V. und O. Karakonovskie
Anmerkungen
Jekaterina Onu war durchaus standesgemäß abgestiegen. Das Hotel Europa () ist bis heute das erste Haus am Platz. Die Mikhailovskaja Straße verbindet den Nevskij pr. mit dem Platz der Künste, an dem sich neben Philharmonie und Musorgskij Opern- und Ballett-Theater das berühmte Russische Museum im Michailovskij Schloß befindet.
Karakonovskij war Mitarbeiter an der Botschaft in Konstantinopel, wie ich einem halbtoten Link der Seite des russischen Außenministeriums entnehmen konnte.
Ah, das "Europa". Da hab ich so einige schöne Belege...
Z.B.
Das tolle an der Onu Korrespondenz ist, das man so gut wie jede erwähnte Person ergoogeln kann.
Wenn Du noch magst (muß nicht gleich sein!), hier mal was mit Schreibmaschine geschrieben aus Christiania (Oslo), zu einer etwas spanenderen Zeit. 22. August / 5. September 1918.
Den ersten Satz habe ich selber zusammengebastelt (vielleicht stimmt's ja
:
Geschätzter Konstantin Mikhaylovich.
Vor kurzem erhielten wir den liebenswürdigen Brief von Ekaterina Konstantinovna; wir sind sehr erfreut das Sie glücklich angekommen sind, und sich gut eingerichtet haben.
lacplacis,
soviel vorweg: Einleitung ist perfekt übersetzt, Chapeau!
Im weiteren geht es u.a. um konterrevolutionäre Absichten des Absenders. Ich hoffe, morgen dazu mehr liefern zu können.
und hier die Fortsetzung:
… Ich verstehe, daß es Sie unter diesen Bedingungen nicht besonders nach Paris zieht, aber ich nehme an, daß das dörfliche Wohlergehen Ihnen mit der Zeit doch langweilig wird und daß Sie Schritte zur Suche eines aktiveren Zeitvertreibs unternehmen werden. In diesem Falle, hoffe ich, werden Sie sich an meine nicht genutzte Arbeitsfähigkeit erinnern und mir schreiben, wenn Sie über eine für mich geeignete Tätigkeit erfahren. In der „Russie nouvelle“ wird auf die Tunlichkeit der Einrichtung eines Organs in Paris zur Aufrechterhaltung der Verbindung mit der Murmansker Expedition hingewiesen; diese Idee hat mir sehr gefallen und ich würde gerne in einer ähnlichen Einrichtung arbeiten oder in jeder anderen Organisation zum Nutzen der Wiederherstellung einer „herrschaftlichen“ Regierung in Russland. Im Zusammenhang damit wende ich mich auch an einflußreiche Persönlichkeiten in der belgischen Regierung mit dem Angebot meiner Dienste.
Mir ist es gelungen, in Korrespondenz mit dem Vater zu treten, aber die erhaltenen Informationen von der Stimmung im heimatlichen Land sind äußerst, aus meiner Sicht, ungünstig. Hier in Norwegen lebt es sich eigentlich gut und ich studiere mit großem Interesse und Eifer ausländische Literatur über Krieg und Revolution sowie spezielle Aufsätze über Sozialismus und Demokratie (bald werde ich Spezialist in diesen Fragen sein), aber einen praktischen Nutzen davon sehe ich nicht und die von mir angefertigten Aufzeichnungen liegen in meiner Aktentasche.
Über einen privaten Job bemühe ich mit noch nicht, die Chancen auf Erfolg sind gering und ich möchte nicht einem Privatmann unterstellt sein, solange es keine absolute Notwendigkeit gibt.
Ich bitte, Jekaterina Konstantinovna meine tiefe Verehrung zu bezeugen; meine Frau schickt Ihnen beiden einen herzlichen Gruß und wird bald auf den Brief antworten. Kräftig drücke ich Ihnen die Hand
Aufrichtig ergeben Ihr
Unterschrift [unleserlich]
Sehr interessant!
Dank dir Northstar für die Mühe, die Du dir damit gemacht hast!
Vielleicht finden wir im Verlauf der weiteren Briefe noch heraus, wer der Absender ist. Mal sehen.
Konstantin Onu wird, wie man auf etwas späteren Briefen lesen kann, seine diplomatische Tätigkeit für die Denikin-Regierung fortsetzen. Etwas in der Art wird der Briefschreiber auch im Sinn haben.
Hier noch ein link bezüglich der erwähnten Intervention in Murmansk (auf englisch).
Gern geschehen, Lacplesis!
Bin beim nicht unspannenden Quellenstudium gern weiterhin behilflich.
Nach einer längeren Pause geht es in kürze weiter.
(Da ich mich ja als ebay Trödeler verdinge, wurde ich vor ein paar Wochen von meinem Lieferanten mit einem Garagenvolumen voll Musikinstrumente erfreut).
Jedoch habe ich eine weitere Personenidentifizierung bekommen, die ich euch nicht vorenthalten möchte, weil sie direkten philatelistischen Bezug hat.
Der von Frau Grossmann erwähnte Cousin Brockdorff (Graf Hugo Julius Albert v. Brockdorff), der 1908 aus China heimkehrte, war erst Zolldirektor, dann ab 1903 Leiter des Postamtes in Shanghai!
Weil ich mit dem Hintergrund zu den Grossmann Briefen immer noch nicht wirklich zufrieden war, habe ich mal hier ein entsprechendes Thema aufgemacht, mit tollen Ergebnissen.
Diese Thema hier wurde dort schon verlinkt, nun auch in Gegenrichtung.
Ab jetzt werde ich die Boutenev Briefe einfach in hier und dort zur Diskussion stellen, die Ergebnisse werden sich bestimmt sehr positiv ergänzen.