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20 Jahre des Mauerfalls - 1989-2009

  • valgrande
  • 9. November 2009 um 09:59
  • valgrande
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    3.196
    • 9. November 2009 um 09:59
    • #1

    9. November 2009 - 9. November 1989 - 20 Jahre Mauerfall

    Ich möchte an den Tag des 9. November 1989 erinnern. Das war ein großer Tag der Freude, der Tränen, des sich Begegnens, des Hoffens auf eine bessere Zukunft.

    Für mich war es ein Tag voller Staunen und Freude. Ich erlebte diesen Abend am TV-Gerät und schaute gebannt auf das, was in Berlin geschah.

    Für Manche im Nachhinein war es vielleicht ein Tag bzw. der Beginn einer Zeit, in der nicht alles so wurde, wie sie es sich erhofft hatten.

    Dennoch: das Einreißen dieser Mauer durch die Ostdeutsche Bevölkerung war/ist ein guter Tag in der Geschiichte Deutschlands.

    Vielleicht begeht ihr alle diesen Tag ganz unterschiedlich, doch sicher auch in Erinnerung dessen, wo war ich gerade, was habe ich gerade gemacht als Günter Schabowski von seinem berühmten Zettel ablas. Daraufhin gab es kein halten mehr in Richtung Mauer, in Richtung Grenze.

    Einen Moment der Erinnerung wünsche ich uns allen am heutigen Tag. Es wäre schön, auch von Euren Erfahrungen zu lesen.

    Herzliche Grüße von valgrande


    Maueröffnung Bund Block 22, Wir sind das Volk DDR 3315, Mauerfall 1989 Bund 2762

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    Einmal editiert, zuletzt von valgrande (9. November 2009 um 10:02)

  • wajdz
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    • 9. November 2009 um 11:21
    • #2

    war das Wort damals.
    Inzwischen bin ich zu der Erkenntnis gekommen, der "Wahnsinn hat Methode"

    Und noch ein Satz aus dieser Zeit, im Falsett, d.h. in hoher, brüchiger Stimmlage, mit erhobener Faust gesprochen: "Vorwärts immer, zurück nimmer".
    War vom damaligen >Staatsratsvorsitzenden< zwar anders gemeint, kann aber so stehen bleiben.
    Und das nicht alle "Blütenträume (blumige Landschaften)" gereift sind, liegt nicht nur am Klimawandel. Butterblumen und Goldraute als Ruderalpflanzen auf Industriebrachen sehen ja auch ganz hübsch aus.

    Auf jeden Fall haben diese Ereignisse uns Briefmarkenfreunden gleich zwei "abgeschlossene Sammelgebiete" beschert. WB und DDR.

    Mit irgendwem trinke ich heute jedenfalls noch ein "Rotkäppchen" aus. MfG wahdz8

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    Briefmarken sammeln, welch vernünftige Leidenschaft

    Einmal editiert, zuletzt von wajdz (9. November 2009 um 11:36)

  • 22028
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    6. Januar 1958 (68)
    • 9. November 2009 um 12:48
    • #3

    Was mir gerade so einfällt, heute ist nicht nur der 20. Jahrestag des Mauerfalls, heute jährt sich auch zum 20. mal meine Freilassung aus dem Irak. Am 9.11.1990 bin ich so gegen 20 Uhr in Frankfurt, zusammen mit Willy Brandt, gelandet.
    Für die jungen Mitglieder hier, auf Grund der irakischen Besetzung von Kuwait und dem daraus resultierenden Embargo gegen den Irak wurden die westlichen Ausländer im irak und Kuwait interniert und als Faustpfand in Irak behalten. Nur nach und nach wurden diese dann frei gelassen. Österreicher waren davon nicht betroffen da Kurt Waldheim damals, kurz nach Ausbruch der Krise, Saddam besuchte...

    Der Rest ist Geschichte...

    Tibet, Nepal-Klassische Ausgaben, Irak-Eisenbahnmarken 1928-1942, Irak-Zwangszuschlagsmarken Hochwasser 1967, Overland Mail Baghdad-Haifa, SCADTA-Provisorische Einschreibmarken der Ausgabe 1921 & 1923, Kolumbien- Halbamtliche Ausgaben

  • Ron Alexander
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    4. Mai 1984 (41)
    • 9. November 2009 um 14:24
    • #4

    Oh, ein Doppelter Freudentag für Dich 22028. Gratuliere das Du alles gut überstanden hast.

    Ich selbst bin zu jung, um mich daran zu erinnern. Ich habe grau, die Bilder des Mauerfalls in Kopf, weis noch wie meine Eltern begesitert vom Fernseher saßen und die bekannten Bilder anschauten. Heute weis ich warum sie damals begeistert waren :).
    Heute schaut es anderst aus, meine Freundin kommt aus Dresden und entsprechend habe ich auch schon Urlaub im Osten, genauer in Dresden verbracht. Für mich, gibt es kein Ost und West mehr bzw. gab es nie. In Witzen sicherlich :lachen:. Anderst schaut es da eben bei der älteren Generation aus, die teilweise noch über die andere Seite herzieht. Dies ist sowohl im Westen aber auch Osten der Fall, wie ich auch Leidvoll schon miterleben durfte.
    Ich persönlich bin froh, in einem vereinten Deutschland aufzuwachsen und in einem zusammenwachsenden Europa.

    Grüße

    Sammelgebiet:
    Französische Besatzungszone Württemberg
    Stetig auf der Suche nach Besonderheiten und Abarten der FZ Württemberg

  • usul3
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    4. Oktober 1969 (56)
    • 9. November 2009 um 14:42
    • #5

    Heute vor 20 Jahren hatte ich Spätschicht im Uranbergbauschacht Ronneburg-Schmirchau unter Tage. Dort gab es kein Radio und auch keinerlei andere Informationsquellen. Nach der Schicht bin ich wie üblich mit der Kumpeln noch einen Trinken gegangen, von denen ja auch keiner was wusste. Am nächsten Tag erst habe ich erst realisiert, das die Mauer in Berlin offen war und ich habe eigentlich sofort gewusst, daß dies das Ende das DDR war, da sich die DDR-Regierung schon vorher selbst demontiert hatte mit dem Verhalten gegenüber den Demonstranten und der kompletten abstrusen Situation in der DDR.
    Allerdings muss ich gestehen, das die ganze Sache etwas an mir vorbeirauschte, da ich frisch verliebt war, und somit nicht ganz so bei der Sache :D :ups:.
    Das Mädchen habe ich dann geheiratet und wir sind es bis jetzt :jaok:.

  • asmodeus
    Moderator
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    • 9. November 2009 um 15:19
    • #6

    Heute ist ja nicht nur der Fall der Mauer, sondern auch einige andere Eckpunkte der deutschen Geschichte- schöne und garstige.

    :) Nur den Soli sollten sie mal langsam abschaffen.....

  • Kontrollratjunkie
    Stamm Mitglied
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    7.080
    • 9. November 2009 um 15:45
    • #7
    Zitat

    Original von asmodeus
    Heute ist ja nicht nur der Fall der Mauer, sondern auch einige andere Eckpunkte der deutschen Geschichte- schöne und garstige.

    :) Nur den Soli sollten sie mal langsam abschaffen.....

    Haben "sie" doch auch vor, im Jahre 2019 :O_O: X(

    Gruß
    KJ

  • wajdz
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    • 9. November 2009 um 15:46
    • #8

    @ ASMODEUS
    Einmal etablierte Steuern werden in Deutschland grundsätzlich nicht abgeschafft, siehe "Sektsteuer" aus Kaiser Wilhelms Zeiten:D

    MfG wajdz8

    Briefmarken sammeln, welch vernünftige Leidenschaft

  • wolleauslauf
    Gast
    • 9. November 2009 um 16:32
    • #9

    Hallo Forumsfreunde,

    wenn jetzt wieder einer der längeren Berichte von mir kommt, dann ist valgrande Schuld :D ;)
    Außerdem, wem dieses Thema nicht interessiert, bzw. berührt, soll weiterklicken !!!!!

    Ich gehe in einer Stunde zum Geburtstag ( 74 ) meines Schwagers, der 1961 "noch" rübergemacht hat.
    Ein kleiner Koffer, die Familie "drüben" und keinerlei Ahnung vom Westen, oder Freunde, aber frei !!! Das war seine Einstellung.
    In vielen Gesprächen hat er immer wieder wiederholt, dass er die Wiedervereinigung noch erleben möchte, aber nicht glaubt, dies jemals zu erleben. ( Ich war ähnlicher Meinung )
    Was glaubt Ihr was vor 20 Jahren los war und was heute Abend los ist. :D ;) :bier:

    60 % meiner Familie und Ahnen kommen aus Sachsen ( deswegen schäme ich aber mich nicht Niederbayer zu sein :P )
    Ich verstehe aber wirklich alle Menschen die jährlich diesen Sch.... über sich ergehen lassen mussten, um nur die Tante zum Geburtstag zu besuchen. Gegenbesuch war ja fast ausgeschlossen.

    Die bereits geschriebenen Berichte zeigen uns ( und sollten es auch Anderen zeigen ), daß wir stolz drauf sein können endlich wiedervereint zu sein.
    Bisher habe ich keine negativen Berichte gelesen, denn die "Alteingefleischten" wollen nur die bessere Rente und haben keinen PC ( nicht mal von Robotron ;) ) Die sterben aber auch mal aus, dann haben unsere Kinder und Enkel endlich Ruhe.
    Wer es nicht geschafft hat, hat es hüben, wie drüben nicht geschafft !!
    Wer gearbeitet hat und sich bemüht, hat auch heute noch Arbeit. !
    Von meinen familiären "Ossis" ist KEINER arbeitslos, von meinen "Wessi" Bekannten dagegen 4 Mann. ?( Das liegt nicht nur an Ost/West, das liegt an; was bin ich, was kann ich, wass will ich !!! ( gilt international ) ;)

    Zum Abschluß:

    @ valgrande:

    Ich habe an diesem Tage viele Freudentränen vergossen, konnte es nicht glauben und war hinterher sofort bei meinem Schwager.
    ( Resultat siehe oben :D ) Seitdem sammle ich auch DDR !!!
    Nachdem Kontakte auch "über" die Mauer gelaufen sind, habe ich nach 8 Tagen ein älteres Ehepaar im Auffanglager abgeholt und nach Nürnberg zu deren Freundin gebracht.
    Mein Respekt gilt ALLEN die diese friedliche Revolution auf die Spur gebracht haben, meine Bedauerung gehört der Bevölkerung, die jahrzehtelan eingesperrt waren und meine Trauer gilt ALLEN die nur wegen ein bisschen Freiheit oder Demokratie ihr Leben lassen mussten.
    Für Alle brennt seit heute morgen eine Kerze auf meinem Schreibtisch.
    Ich sage einfach nur DANKE !

    Der angesprochene berühmte Zettel von Günter Schabowski liegt mir auszugsweise als Kopie vor, ich stell ihn mal ein, es ist ja ein Zeitdokument !!
    ( PS: Ich habe auch in Kopie den Original Schießbefehl von 1961 von einem ranghöheren Bundeswehroffizier, bei Interesse bitte per PN melden )

    An alle die sich mit freuen ein herzliches :bier: und den Kritikern sage ich: Wenn Ihr die Mauer wieder wollt, baut sie selber auf, ich helfe nur an der Rückseite, damit sie auch absolut dicht ist und bleibt !!! :D :P

    Sammlergrüße von Wolle

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  • valgrande
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    • 9. November 2009 um 17:22
    • #10

    Hallo Wolle, Forumsmitglieder,

    da bin ich gern dran „schuld“, an Deinen langen Ausführungen, weil sie so wunderbar authentisch sind. Hab ganz herzlichen Dank dafür. Es ging mir ähnlich wie Dir an diesem Tag. Verwandte hatte ich keine in der ehemaligen DDR, jedoch sehr gute Bekannte und Freunde in Kirchenkreisen und auch sonst.

    Ich weiß auch nur zu gut, wie manche sehr litten, und bei meinen zahlreichen Besuchen in Halle, Merseburg, Leipzig und Berlin, ist mir immer wieder davon erzählt worden, ebenso in vielen Briefen.

    Zwei Begebenheiten möchte ich hier noch schildern. Die Eine war die Verabredung mit meinem Freund (ein großer Leser) aus Halle zu einem Treffen in Prag. Ich war mit einem Koffer voller gewünschter und verbotener Bücher in einem Bus dorthin gereist und wir trafen uns auf einem Feld- und Wiesenparkplatz. Dort verstaute er die Bücher an den unmöglichsten Stellen seines Trabbi und kehrte voll gepackt und unkontrolliert in großer Freude über die Bücher in seine DDR zurück

    Die Andere war bei meinem letzten Besuch im Mai 1989, gerade an dem Wochenende als die Kommunalwahlen waren. Freunde baten uns, die Rede von Friedrich von Weizsäcker bekommen und lesen zu können, die er 1985 zum 8. Mai 1945 gehalten hatte, um sie zu vervielfältigen und weitergeben zu können. In dieser Rede war ein Schlüsselbegriff „Freiheit“.
    Ich besorgte die Rede, kopierte sie 3 x und versteckte sie sorgfältig direkt am Körper und schmuggelte sie so nach Merseburg.

    Die beiden Beispiele sollen hier nur exemplarisch sein, denn sie zeigen, wie viel Angst ein Staat im Innersten haben muss wegen solch kleiner Anlässe, etwas „Unerlaubtes“ zu tun. Von den viel härteren Maßnahmen hat Wolle bereits einige Beispiele genannt.

    Ich kann mich nur anschließen, der heutige Tag ist ein Tag der Freude und des Dankes.

    Gruß von valgrande

  • Luitpold
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    879
    • 9. November 2009 um 18:00
    • #11

    Als in der DDR am 4. Juli 1989 drei Sondermarken zum "200. Jahrestag der Französischen Revolution" (Mi. 3258 - 3260) erschienen, war das nur ein Zufall der Geschichte. Wohl auch, dass mein Tauschpartner am 7.11.89 mir einen Brief frankiert mit dieser Ausgabe schickte. Aber schön ist dieser Zufall doch. Mit diesem Brief möchte ich an die philatelistische Seite dieser 20 vergangenen Jahre erinnern. Schaut doch in den Wühlkisten mal nach. Dort finden sich Haufenweise solcher Briefe mit der obligatorischen "Tauschmarke". Wer weiß denn noch in 40 Jahren, was es damit auf sich hatte?

    Luitpold

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  • valgrande
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    • 9. November 2009 um 18:05
    • #12

    schau mal weiter oben und bei Historischem Briefmarken-Kalender, da ist auch einiges philatelistisches zu sehen. ;) In der Tat gibt es sehr sehr viel mehr davon.

    valgrande

  • Kontrollratjunkie
    Stamm Mitglied
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    7.080
    • 9. November 2009 um 23:47
    • #13
    Zitat

    Original von Luitpold
    Mit diesem Brief möchte ich an die philatelistische Seite dieser 20 vergangenen Jahre erinnern. Schaut doch in den Wühlkisten mal nach. Dort finden sich Haufenweise solcher Briefe mit der obligatorischen "Tauschmarke". Wer weiß denn noch in 40 Jahren, was es damit auf sich hatte?

    Luitpold

    Sollen in diesem Thread auch ein paar Belege zur Wiedervereinigungs - Thematik vorgestellt werden ?
    Dann gehe ich gerne einmal in meinen Beständen wühlen.........

    Gruß
    KJ

  • valgrande
    Stamm Mitglied
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    • 10. November 2009 um 09:37
    • #14
    Zitat

    Original von Kontrollratjunkie
    Sollen in diesem Thread auch ein paar Belege zur Wiedervereinigungs - Thematik vorgestellt werden ?
    Dann gehe ich gerne einmal in meinen Beständen wühlen.........

    hallo KJ,
    ja mach das, denn es bedurfte eigentlich keiner Nachfrage, da ich dies als selbstverständlich voraussetzte. Wäre schön, wenn Du etwas zum Mauerfall zeigst. ;)

    Es ist doch interessant, Material zu zeigen und dies ist ja bereits an BM und Belegen gezeigt worden. Nicht nur die Erfahrungen zum 20. Jahrestag des Mauerfalls – wenn jemand was dazu sagen will - sondern natürlich auch philatelistisches Material ist erwünscht.

    Und der Mauerfall ging ja in den Folgetagen überall weiter, in Berlin und anderen Städten sowie an der innerdeutschen Grenze.


    Gruß von valgrande

    Einmal editiert, zuletzt von valgrande (10. November 2009 um 09:40)

  • Jurek
    Stamm Mitglied
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    1.038
    • 10. November 2009 um 11:11
    • #15

    Mauerfall praktisch:
    Ich habe mir die Finger eingeschlagen, als ich von dem harten Stahlbeton mir zwei kleine Bröckchen als Erinnerungsstücke abgeschlagen habe! … :O_O:
    Sind nur zwei kleine Stücke, aber die habe ich immer noch in meiner Glasvitrine! :P

  • happybaba
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    9. April 1949 (76)
    • 10. November 2009 um 14:26
    • #16

    also auch mein Senf:

    vorausschicken möchte ich, dass die Mutter meiner Frau von den Ufern der Unstruth kommt und wir alle daher eine Vorliebe fürs Rotkäppchen haben.

    Am fraglichen Tag war ich in der Redaktion des WIESBADENER KURIER, einer kleinen Tageszeitung mit vielen großen Fehlern (aktuelles Beispiel: Bericht über den Herrn Frank-Walter Steineimer! 26 Punkt groß), müßig beschäftigt.

    Meine Familie und ich haben in den neuen blühenden Ländern also naturgemäß noch viele Kontakte bis tief in die Halden von Bad Harzfeld hinein.

    Was ich eigentlich sagen wollte: Ich bin KEIN Berliner!

    Aber ich hätte nie nich geglaubt, dass der Appell eines amerikanischen Schauspielers irgendwann einmal Wirkung gezeigt hätte.

    Dennoch bin ich darob ganz froh!

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  • Lacplesis
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    • 10. November 2009 um 15:52
    • #17

    Für mich hat der Mauerfall auch einen ganz persönlichen postalischen Hintergrund.
    Da ich im Haushalt meiner Großeltern aufgewachsen bin, war ich von kleinst auf Zeuge des Kampfes für die Wiedervereinigung. Mein Großvater war Kopf einer "Westpaket-Zelle."
    Zur Erklärung: Das Bundesministerium für innerdeutsche Angelegenheiten bekam irgendwann mit, welche große propagandistische Wirkung die Konsumartikel in den sogenannten Westpaketen hatten. Irgendein schlauer Kopf kam dann darauf die Angelegenheit zu forcieren. Aus dem Kreis der bekannten Antikommunisten wurdenl Freiwllige rekrutiert um "private" Westpakete zu verschicken. Empfänger waren in der Hauptsache bedürftige ältere Menschen, die wohl durch die DDR-Kirchen ermittelt und nach Bonn gemeldet wurden.
    In meiner Kindheit war das Jahr nach den vier großen Verschickaktionen gegliedert. Mein Großvater fuhr mit der Großhandelseinkaufskarte (obwohl nicht gewerbetreibend vom Ministerium ermöglicht) und kaufte Wagenladungen von Schokolade, Kaffee, Damenstrümpfen...
    Dann wurden nach einer Packliste die Pakete konfektioniert und viermal im Jahr gingen ca. 40 auf den Weg in die DDR. Zur Zelle meines Großvaters gehörten ca. 12 weitere Paketversender, die er aus seinem Bekanntenkreis rekrutiert hatte. Der ganze Vorgang war natürlich seinerzeit Vertraulich und ist auch heute noch wenig bekannt. Wieviele Zellen, wie die meines Großvaters, noch betrieben wurden, ist mir nicht bekannt.

    Am morgen nach der Maueröffnung bin ich nach Helmstedt gefahren und traf dort auf einen Großteil der Bevölkerung Magdeburgs. Hinterm Aldi standen die LKWs schlange, aber die Auspack-Kapazität des Personals reichte bei weitem nicht aus.
    Wärend ich mich staunend an den völlig leergeräumten Regalen vorbeidrücken ließ, begann hinter mir ein Magdeburger sich zu beschweren: "Is ja wie bei uns: Leere Regale und Stundenlang anstehen".

    Weil das Thema ja eh am abschweifen war, dachte ich ich schweife mal mit.

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.

    Voltaire

  • happybaba
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    9. April 1949 (76)
    • 10. November 2009 um 16:23
    • #18

    Die politisch weitsichtige Einschätzung und Prognose, die in meiner heutigen Signatur wiedergeben ist, wurde geäußert am 12. Juni 1989.
    5 Monate vor dem Mauerfall !!!

    Schönes Googeln!

  • heide1
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    • 10. November 2009 um 17:11
    • #19
    Zitat

    Original von happybaba
    Die politisch weitsichtige Einschätzung und Prognose, die in meiner heutigen Signatur wiedergeben ist, wurde geäußert am 12. Juni 1989.
    5 Monate vor dem Mauerfall !!!

    Schönes Googeln!

    Danke happybaba,
    denn das hat auch unser aller OSKAR von sich gegeben - eben die Parolen der Partei der... ich spars mir.

  • happybaba
    erfahrenes Mitglied
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    9. April 1949 (76)
    • 10. November 2009 um 17:19
    • #20

    [I]gerne heide1

    man vergisst halt so schnell

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