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Belege Dänemark

  • gründi
  • 5. September 2009 um 13:54
  • DKKW
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    • 3. September 2016 um 12:09
    • #241

    Hallo zusammen,

    hier mal wieder eine schöne Neuerwerbung für meine Wappentype-Sammlung. Es handelt sich um einen Auslandswertbrief mit 135 Kronen aus Odense nach Voiens (Nordschleswig, bis 1920 zu Preussen gehörig).

    Oben links ist das Gewicht angeschrieben: 16g, damals betrug das Auslandsporto 20 Öre je Loth (15g) somit 2. Gewichtsstufe = 40 Öre Porto. Hinzu kam die obligatorische Einschreibegebühr für Wertsendungen = 16 Öre sowie die Versicherungsprämie in Höhe von 8 Öre je 144 Kronen (für Wertsendungen nach Deutschland). Zusammen 64 Öre die auch auf dem Brief verklebt worden sind.

    Das Porto setzt sich aus einer 4 Öre Marke der zweifarbigen Ziffernausgabe von 1875 (hier die 51. Auflage) und drei 20 Öre Marken der Wappentype-Ausgabe von 1884 (hier die 10. Auflage) zusammen. Vorschriftsgemäß wurden die Marken einzeln mit Abstand auf dem Kuvert verklebt.

    Die Besonderheit ist die mittlere 20 Öre Marke, es handelt sich um den markanten Galvanofehler 2.m6.104 der als 36v im AFA Spezialkatalog verzeichnet ist. Auf Brief hatte ich diesen Fehler der 20 Öre Wappentape der Ausgabe1886 bislang nicht.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 30. November 2016 um 13:07
    • #242

    Hallo zusammen,

    heute zeige ich eine im Jahr 1944 verwendete 15 Öre Ganzsachenpostkarte mit dem Portrait König Christian X (Königsportrait nach halbrechts)

    Diese Postkarte kam 1940 heraus (Es gibt eine Freimarkenserie mit dem gleichen Motiv). Es sind die Fabrikationsnummern 146 bis 161 bekannt, die hier gezeigte Karte trägt die Fabr. Nr. 149, mit einer Produktion von 1.986.000 Karten ist es die Fabrikationsnummer mit der höchsten Auflage (Fabr. Nr. 146 weist mit 1.163.600 Karten die geringste Auflage auf).

    Die Karte wurde in Haderslev am 19.3.1944 nach Heidelberg aufgegeben. Zensiert wurde sie erst in Deutschland. Deutscher Zensurstempel "Geprüft Oberkommando der Wehrmacht f" Das "f" steht wohl für die Auslandsbriefprüfstelle Hamburg. Rückseitig ist in rot der Zensorenstempel "7" abgeschlagen.

    Obwohl sehr häufig fehlte mir diese Ganzsachenpostkarte noch. Allerdings sammel ich Ganzsachen nur so nebenbei (und schon gar nicht nach Fabrikationsnummern :D )

    Viele Grüße
    DKKW

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    • DK, 15 øre brevkort Christian X, fabr.nr. 149, til Tyskland, 1944.jpg
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  • DKKW
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    9.450
    • 21. Mai 2017 um 20:54
    • #243

    Hallo zusammen,

    nach einem halben Jahr, also gefühlt nach einer halben Ewigkeit, kann ich endlich wieder einmal eine interessanten Beleg aus Dänemark zeigen. OK, eigentlich ist es ein Beleg aus Norddeutschland.

    Es handelt sich um eine Probe ohne Wert, eine Sendungsart (Warenprobe) die postalisch zu den Drucksachen zählt. Es ist erst meine zweite Warenprobe der Dänemark-Klassik zudem meine erste, die mit der 1858er Ausgabe frankiert ist. Da die linke Marke des 4 Sk. Paares berührt ist hätte ich wohl die Finger von diesem Beleg gelassen wenn nicht der Empfänger Herr H. Lienau in Elmshorn gewesen wäre.

    Die Warenprobe wurde zusammen mit einer Rechnung für vergangene Lieferungen von der Hamburger Firma Heinrich Westerkamp Nachfolger verschickt. Sie wurde am 21.4.1863 in Hamburg geschrieben und wohl am folgenden 22.4 (der Stempel ist sehr unklar) beim Königl. Dän. Oberpostamt Hamburg nach Elmshorn an den Caféhaus-Besitzer Lienau aufgegeben.

    Gemäß Rötelnotiz wogen Brief und Warenprobe 6 Loth. Das entsprach der 2. Gewichtsstufe für Warenproben der dänischen Post ( die 1. Gewichtsstufe bis maximal 4 Loth Gewicht). Somit waren 8 Sk. Porto zu entrichten. Bei den Marken sollte es sich um die 5. Auflage mit dem Wasserzeichen Krone II handeln, diese Auflage wurde ab dem Juni 1862 ausgeliefert.

    Im Brieftext geht es um die Abrechnung vergangener Lieferungen, u. a. um Kaffee und Rosinen.

    Ich zeige zudem eine Ansichtskarte aus dem Jahr 1906 vom Café Lienau in der Königstraße.

    Viele Grüße
    DKKW

    Bilder

    • DK, 2 x4 Sk. 1858, Probe ohne Wert, 1863.jpg
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  • DKKW
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    • 29. Juli 2017 um 10:01
    • #244

    Hallo zusammen,

    momentan taucht bei dänischen Händlern bzw. Auktionen praktisch nichts auf, was für mich von Interesse wäre.

    Hier mal wieder ein Beleg mit einer etwas interessanteren Destination, nämlich den Åland-Inseln. Die Åland-Inseln sind heute ene autonome zu Finnland gehörende Inselgruppe in der Ostsee mit schwedischsprachiger Bevölkerung. Bis zur finnischen Unabhängigkeit im Jahr 1917 war die Inselgruppe Teil des zum russischen Reich gehörenden Großherzogtums Finnland.

    Meine mit einer 10 Öre Marke der Wappentype-Ausgabe 1902 (Wasserzeichen Krone III, enge Zähnung) frankierte Postkarte lief von Kopenhagen via Stockholm nach der Hauptstadt der Ålandinseln: Mariehamn. Die Marke wurde mit dem Brotype-Stempel (KGS) "Kjøbenhavn K.B.B. 30.7.04 4-5E" entwertet Kjøbenhavn K.B.B. steht für Kjøbenhavn Banegard Kassebrev, also Kopenhagen Bahnhof Briefkastenbrief.
    Der Ankunftstempel ist zweisprachig (Schwedisch/Russisch) Mariehamn/MAPIEXHAMHb 7.8.04.

    Die Bildseite zeigt das Jagdschloss Eremitagen in Dyrehavn nördlich von Kopenhagen bei Klampenborg.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • DK, 10 øre våbentypen på brevkort til Mariehamn, 1904.jpg
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  • DKKW
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    • 24. September 2017 um 18:55
    • #245

    Hallo zusammen,

    aus Dänemark habe ich schon längere Zeit nicht mehr viel gezeigt. Heute kann ich wieder mal einen sehr schönen Beleg zeigen und eventuell wird es zukünftig wieder etwas mehr denn ich habe heute ein Mail von einem bedeutenden dänischen Sammler erhalten der sich von Material trennen möchte darunter auch Wappentype-Belege. Ich bin gespannt auf die Scans.

    Heute zeige ich einen Brief aus Kopenhagen nach St. Thomas an den dänischen Gouverneur Carl Emil Hedemann (Gouverneur 1893 - 1903). Leider ist der Brief ohne Inhalt auch ist kein Absender vermerkt.

    Der Brief wurde am 25.3. (1895) beim Postamt Kjøbenhavn K aufgegeben. Auf der Rückseite finden wir den K1-Stempel "St. Thomas 11.4.1895" Es finden sich keine Leitvermerke auf dem Brief doch das 30 Öre Porto spricht für einen Versand via England (Überseeporto 30 Öre vom 1.4.1879 - 31.12.1898).

    Der Brief ist mit einer 25 öre Marke der Zweifarbigen Ziffernausgabe (4. Auflage) und einer 5 Öre Wappentype (verm. 16. Auflage) frankert. Ich habe die noch nicht näher untersucht, kann also noch nicht sagen ob eine Plattierung (= Positionsbestimmung) möglich ist.

    Viele Grüße
    DKKW

    Bilder

    • DK, 25 øre tofarven 4. tryk og 5 øre vaabentypen 16. tryk på brev til Dansk Vestindien via England, 1895.jpg
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  • DKKW
    Stamm Mitglied
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    • 23. Oktober 2017 um 22:09
    • #246

    Hallo zusammen,

    kürzlich erhielt ich von einem befreundeten Forumsmitglied den Hinweis auf einen Brief aus der Fox-Maule Korrespondenz. Ich habe etliche Briefe aus dieser Korrespondenz und da es zu diesen Briefen eine Geschichte zu erzählen gibt, möchte ich Euch einige dieser Briefe vorstellen.

    Dr. Rudolf Fox-Maule wurde am 3.1.1875 in Frederiksberg bei Kopenhagen geboren. Er entstammte einer alten französisch/schottischen Adelsfamilie. Während seines Medizinstudiums hatte er wohl ein religiöses Schlüsselerlebnis. Aus diesem Grund ging er mit seiner jungen Frau Elisabeth (geb. Schaumburg-Müller) im Jahr 1901 nach Damaskus in Syrien um dort für ein schottisches Missionshospital zu arbeiten. Später arbeitete er als Arzt für ein Missionshospital der dänischen Østerlandsmission nördlich von Damaskus. Während des ersten Weltkriegs mussten die Eheleute das Osmanische Reich verlassen und nach Dänemark zurückkehren. Erst 1919 konnte sie wieder nach Syrien einreisen und ihre Tätigkeit fortsetzen. In Nebk wurde 1927 ein neues Hospital errichtet, dessen Leitung Dr. Fox-Maule übernahm. Seine Frau starb dort im Jahr 1935, er selbst im Jahr 1940.

    Ich kann die Reise der Eheleute nach Syrien anhand von drei Briefen dokumentieren. Sie tragen alle die gleiche Handschrift und stammen von den Eltern von Elisabeth Fox-Maule.

    1) Brief aus Kopenhagen vom 18.11.1901 an Madame Fox-Maule im Hotel d'Athene in Athen(Griechenland).
    2) Brief aus Kopenhagen vom 23.11.1901 an Madame Fox-Maule im Hotel d'Athene in Athen. Die Eheleute waren bereits weitergereist und so wurde der Brief an das Hotel Kroecker in Konstantinopel weitergeleitet. Rückseitig Ankunftstempel des britischen Postamts Constantinople DE 3, 1901.
    3) Brief aus Kopenhagen vom 6.6.1902 an Madame Fox-Maule im Victoria Hospital in Damaskus/Syrien. Der Brief sollte über die österreichische Post laufen. Der Ankunftstempel auf der Briefvorderseite ist leider völlig unleserlich.

    Fortsetzung folgt.

    Viele Grüße
    DKKW

    Bilder

    • DK, 20 øre Vaabentype på brev til Grækenland, 1901.jpg
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  • Vogelfuchs
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    • 24. Oktober 2017 um 01:11
    • #247

    Hallo DKKW,

    ein paar tolle Belege, die Reise als auch Zeit wunderbar erlebbar machen.

    Ich hätte dazu noch eine Frage.
    Warum lief der Brief nach Konstantinopel über das britische Postamt?

    Gruß,
    Stefan

  • DKKW
    Stamm Mitglied
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    • 24. Oktober 2017 um 14:30
    • #248

    Hallo Vogelfuchs,

    als ich die beiden ersten Briefe erwarb, kannte ich die Geschichte noch gar nicht aber Griechenland und Konstantinopel sind nicht so häufige Destinationen aus der Sicht Dänemarks. Also habe ich damals zugegriffen. Mit der Geschichte des dänischen Missionsärzteehepaares habe ich mich erst später auseinandergesetzt als meine Dänischkenntnisse so weit waren dass ich mehr oder weniger problemlos dänische Texte lesen konnte die nicht mit der Philatelie zu tun hatten.

    Zu Deiner Frage, ich kann sie nicht eindeutig beantworten. Ich tendiere aber zu der Annahme, dass Briefe von Athen nach Konstantinopel immer mit der schnellsten Verbindung geschickt wurden. Wenn dann der nächste Postdampfer ein britisches Schiff war, dann wurde die Post natürlich auch über das britische Postamt in Konstantinopel ausgeliefert.

    Viele Grüße
    DKKW

  • Vogelfuchs
    aktives Mitglied
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    • 25. Oktober 2017 um 16:40
    • #249

    Hallo DKKW,

    vielen Dank für die Erklärung.

    Grüße,
    Stefan

  • DKKW
    Stamm Mitglied
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    • 26. Oktober 2017 um 11:31
    • #250

    Hallo zusammen,

    heute zeige ich Euch drei weitere Belege aus der Fox-Maule Korrespondenz. Alle stammen aus der Periode vor dem 1. Weltkrieg. Belege aus der Zeit ab 1919 als die Eheleute nach Syrien zurückgekehrt waren existieren ebenfalls, bislang habe ich aber keine in meiner Sammlung.

    Zunächst möchte ich eine Ansichtskarte aus Kopenhagen nach Damaskus, Victoria Hospital aus dem Jahr 1905 zeigen. Postkarten nach Syrien sind nicht so häufig. Diese hier ist die einzige bekannte mit Marken frankierte Postkarte bis 1905, alle anderen sind Ganzsachenpostkarten. Der Schrift nach stammt sie ebenfalls von den Eltern von Elisabeth Fox-Maule, der Text ist fröhlich und unbeschwert offenbar lebte zu dem Zeitpunkt die Mutter noch. Sie starb im gleichen Jahr 1905.

    Dann ein Brief aus Kopenhagen nach Haifa in Palästina aus dem Jahr 1903. Der Brief trägt den handschriftlichen Leitvermerk "Oesterreichische Post" und rückseitig finden wir den K2-Stempel "Caifa Oesterreichische Post 20.2.03" als Ankunftstempel. Es sind gerade mal 6 Briefe nach Palästina bis 1905 registriert, da habe ich die Knitter akzeptiert.

    Schließlich ein Brief aus Kopenhagen nach Syrien aus dem Jahr 1912. Die Schrift ist eine andere, als Absender steht rückseitig V. Schaumburg-Müller. Der Vater von Elisabeth Fox-Maule hiess Carl Vilhelm, eventuell handelt es sich hier um einen Bruder von Elisabeth?

    Viele Grüße
    DKKW

    Bilder

    • DK, 2x5 øre Vaabentype på brevkort til Syrien, 1905.jpg
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  • miasmatic
    Stamm Mitglied
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    • 5. Januar 2018 um 17:44
    • #251

    Moin zusammen,


    ich zeige hier einen Brief aus Kopenhagen nach Eckernförde. Frankiert wurde dieser mit einer 4 Sk. Marke, Ausgabe 1858, Mi. Nr. 7. Leider ist es mir nicht möglich, aus dem Inhalt dieses Briefs auf ein genaues Entstehungsdatum zu schließen.

    Adressiert ist der Brief an den Kapitän von Schnitter in Eckernförde.

    Heute noch existiert in Eckernförde die Straßenbezeichnung "Schnittersgang".

    Hierzu habe ich folgende, recht interessante Beschreibung gefunden:

    "Eckernförder Gänge

    In der Eckernförder Altstadt, die bekannt ist für kleine malerische Gassen, sind fast nur Straßen zu finden, die nach Personen benannt sind: Schnittersgang, Sauersgang, Krayenbergsgang, Bredenbeksgang und Haßgang. Doch in keinem Lexikon und keiner Heimatgeschichte wird man die Namen dieser Herren wiederfinden, denn, so schrieb der Heimatforscher Willers Jessen 1906, "wenn man aber annimmt, dass diese Personen ihrer großen Verdienste wegen die Ehre haben, einer Straße den Namen zu geben, ist man auf dem Holzweg."

    Der Grund für die Benennung war ein ganz einfacher und ungemein praktischer: Die namensgebende Person wohnte in der entsprechenden Straße und war allgemein bekannt. Meist wurden die Gänge nach dem Bewohner des Eckhauses benannt. So gab der Landmann Haß dem Haßgang den Namen, der Tischler Bredenbek dem Bredensbeksgang und Major von Schnitter dem Schnittersgang. Natürlich hatte diese Art der Namensgebung einen Nachteil: Wenn jemand anderes in das Eckhaus einzog, mußte auch der Straßenname geändert werden. So wechselten die Gänge mehr oder weniger regelmäßig ihre Namen - wenn sie nicht gerade nach dauerhaften Einrichtungen wie beispielsweise dem Pastorat benannt wurden. Für diese Namenswechsel gibt es zahlreiche Belege: So hieß der Sauersgang früher Tiedesgang - nach dem Gastwirt im Eckhaus. Der Tischler Leise gab früher dem Krayenbergsgang den Namen und der Hafengang hieß früher fast poetisch Bong-Schmidt-Gang, nach dem Polizeimeister Bong-Schmidt. Aber auch der schlichtere Name Polizeimeistergang soll vorgekommen sein.

    Viele Gangnamen wurden im Laufe der Zeit durch "normale" Straßennamen ersetzt. Der Schulweg wurde jedoch auch in diesem Jahrhundert noch zuweilen Dehnsgang genannt, der 2. Steg am Hafen hieß früher Hoffmannsgang und die Gasstraße Christiansengang. Es dürfte niemanden verwundern, daß die Namensgeber aller Gänge Männer waren. Nur eine Straße macht eine Ausnahme, obwohl die Namensgebung recht wahrscheinlich aus den gleichen Gründen erfolgte wie bei den Gängen. Und diese Ausnahme hat zum Glück überlebt - was wäre Eckernförde auch ohne die Frau-Clara-Straße?"

    Quelle: http://www.deiters.com/eckernfoerde/geschichte/gaenge.html

    Kurze Anmerkung meinerseits: In der erwähnten Frau-Clara-Straße befand sich bis vor einigen Jahren noch die (u.a.) meine damalige Studentenkneipe "Frau Clara", welche - unter anderem - wohl die Ursache für mein überlanges Studium war ;):)

    Falls jemand evtl. weiterführende Informationen zu den rückseitigen Stempelabschlägen oder zum Inhalt des Briefes hat, ihn vielleicht sogar entziffern kann, würde ich mich freuen.

    Einen schönen Abend wünscht

    miasmatic

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    Im Gegensatz zum Hirn meldet sich der Magen, wenn er leer ist. - Unbekannt

  • Nordlicht
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    • 8. Januar 2018 um 20:26
    • #252

    Moin miasmatic,

    neben dem Bahnpoststempel der Holsteinischen Eisenbahn gibt es u.a. noch den Einkreisstempel (mit Posthorn) aus Eckernförde. Laut Stempelhandbuch von Schleswig-Holstein wurde dieser in blauer Farbe nur 1862 verwendet.
    Viele Grüße
    nordlicht

  • miasmatic
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    • 9. Januar 2018 um 16:06
    • #253

    Moin nordlicht,

    allerbesten Dank für die Informationen - im gesamten Text des Briefes (der mir persönlich so erscheint, als ob evtl. 1 Seite oder mehr fehlen, da ich den Briefanfang gar nicht zu erkennen vermag :() finde ich kein Datum oder auch nur eine Jahreszahl.

    Einen schönen Abend wünscht Dir

    miasmatic

    Im Gegensatz zum Hirn meldet sich der Magen, wenn er leer ist. - Unbekannt

  • DKKW
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    • 9. Januar 2018 um 20:52
    • #254

    Moin miasmatic,

    irgendwie kämpfe ich noch mit dem "neuen" Forum aber ich will nicht klagen. Für den Brieftext sind Deine Bilddateien zu klein, ich kann nichts erkennen. Schick mir bitte Fotokopien und ich werde mich an die Arbeit machen. Du solltest meine Adresse noch haben ansonsten kurze Nachricht oder PN.

    Viele Grüße

    DKKW

  • miasmatic
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    5. September 1971 (54)
    • 10. Januar 2018 um 15:08
    • #255

    Moin DKKW,

    allerbesten Dank für Dein Angebot, Dich mit dem Brieftext zu befassen (eine grobe "Zusammenfassung", um was es hierin geht, wäre für mich schon völlig ausreichend, ich glaube immer noch, dass evtl. ein Blatt fehlt).

    Wenn Du die Vorschaubilder mit je einem Rechtsklick im neuen Tab öffnetst,kannst Du diese wie gewohnt mit einem "Linksklick" oder STRG+Mausrad oder STRG+"plus" oder "minus"-Taste Belieben vergrößern/verkleinern. Was man anhand des vierten "Vorschaubildes" gar nicht erkennen kann, ist, dass auch dort rückseitig noch Text enthalten ist.

    Einen schönen Abend wünscht Dir


    miasmatic

    Im Gegensatz zum Hirn meldet sich der Magen, wenn er leer ist. - Unbekannt

  • DKKW
    Stamm Mitglied
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    • 10. Januar 2018 um 20:10
    • #256

    Moin miasmatic,

    danke für den Tipp. Ich denke ebenfalls, dass da mindestens ein Blatt fehlt. Ich kann weder einen Briefanfang noch ein Briefende erkennen. Trotzdem würde mir eine Kopie für den Mittelteil des Briefes weiterhelfen, ich mag meinen Laptop nicht auf die Seite drehen um den seitwärts geschriebenen Text besser lesen zu können.

    Viele Grüße

    DKKW

  • DKKW
    Stamm Mitglied
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    • 14. Oktober 2021 um 16:15
    • #257

    Hallo zusammen,

    es ist an der Zeit mal wieder einen Dänemark-Beleg zu zeigen. Ich habe ihn hier untergebracht und nicht im Wappentype-thread da die Marken so gründlich abgestempelt worden sind dass ich keine Aussagen zu eventuell vorhandenen Plattenmerkmalen treffen kann.

    Es handelt sich um einen Paketbegleitbrief für ein Wertpaket über 35.000 dänische Kronen aus dem Jahr 1903, also nach Einführung der neuen (in der Regel höheren) Postgebühren zum 1.10.1902. Die genaue Portobeschreibung sieh im Bildtext. So eine Massenfrankatur der 24 Öre-Marke habe ich lange gesucht.

    Viele Grüße

    DKKW

  • DKKW
    Stamm Mitglied
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    • 19. November 2021 um 11:54
    • #258

    Hallo zusammen,

    heute bekam ich Post aus Kopenhagen und damit war zum zweiten Mal Weihnachten für mich (neulich bekam ich ja Henrik Mouritsens sechsbändiges Werk "Dansk Posthistorie 1875-1907")

    Hier zeige ich die erste Neuerwerbung:

    Ein Inlandsbrief aus Svanike nach Rönne (beide Städte liegen auf Bornholm) vermutlich aus dem Jahr 1883. Das Porto für Inlandsbriefe betrug seit Umstellung auf Kronenwährung 8 Öre (1.1.875 - 30.09.1902). Hier wurde aber keine 8 Öre Marke verklebt sondern das Porto mit einer 3 Öre der zweifarbigen Ziffernausgabe und einer 5 Öre Marke der Wappentype-Ausgabe mit kleiner Eckziffer dargestellt. In dieser Form gar nicht so häufig, Henrik Mouritsen schreibt in seiner Registratur zu dieser Kombination: R4 (= 4 bis 10 Briefe bekannt)

    Die 3 Öre Marke entstammt der 7. Auflage, die 5 Öre Marke der 1. Auflage. Beide Marken wurden mit dem Dreiring-Nummernstempel 111 von Svanike entwertet. Zudem finden wir den Antiquastempel "Svanike 12.10." auf der Vorderseite. Auf der Rückseite ist der Lapidarstempel "Rønne 12.10." abgeschlagen, außerdem das Briefsiegel und eine Bleistiftnotiz "1883"

    Viele Grüße

    DKKW

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    • 23. November 2021 um 14:55
    • #259

    Hallo zusammen,

    hier ein weiterer Neuzugang für meine Wappentype-Sammlung, eine schöne Nachnahmekarte der Illustreret Tidende og Nordstjernens Hovedexpedition über 11,34 Kronen nach Norwegen vom 30.3. (1888?)

    Der Vorbesitzer hatte 11.tryk B60-64 von 1891 angegeben, ich tendiere eher zur 7. Auflage vom Januar 1888, Pos. A71-75. Das würde auch besser zur Rückseite passen. B60-64 in einem Fünferstreifen ist unmöglich, da Pos. 60 die letzte Marke der 6.Reihe und Pos. 61-64 die vier ersten Marke der 7. Reihe eines Bogens sind.

    Laut Karsten Jensen 10 Öre Postkartenporto und 15 Öre Nachnahmegebühr, als 25 Öre Porto nicht häufig, mit 5x5 Öre Wappentype nur dieser Beleg bekannt.

    Viele Grüße

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    • 9. Dezember 2021 um 14:57
    • #260

    Hallo zusammen,

    noch ein Neuzugang für meine Wappentype-Sammlung. Eine 5 Öre Wappentype-Ganzsachenpostkarte mit 5 Öre Wappentype Zusatzfrankatur nach Lissabon/Portugal aus dem Jahr 1886.

    Postkarten aus dem Zeitraum 1875-1905 sind in der Regel 10 Öre Ganzsachenpostkarten. Mit Marken frankierte Postkarten sind lt. Karsten Jensen gerade mal 6 Stück bekannt, davon zwei mit der Kombination 5 Öre Marke auf 5 Öre Postkarte.

    Marke und Wertstempel sind mit dem Lapidarstempel "Kjøbenhavn 24.5. 8-9A" entwertet. Rückseitig ist neben dem unleserlichen Ankunftstempel "Lisboa" noch der Firmenstempel "Dr. M. Veddel Copenhagen K. 24. Mai 86" abgeschlagen. Die Marke sollte zur 6. Druckauflage gehören.

    Viele Grüße

    DKKW

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