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Frage: Bewertungskriterien von Feldpostbriefen

  • Daddy
  • 2. Juni 2006 um 22:45
  • Carolina Pegleg
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    • 31. Oktober 2006 um 14:48
    • #21

    Ich aktiviere mal diesen aelteren Beitrag mit einem neuen Posting, da ich mir ueber die Bewertung von Feldpstbriefen 2. Wk immer noch nicht ganz im klaren bin.

    Also, was ich hier bislang gelernt habe, gibt es zwei Dinge worauf man achten muss, die dreistellige Nummer des Feldpostamtes (FPA) im Stempel und die zur Kriegszeit 5-stellige Feldpostnummern (FPN), die die Einheit identifiziert. Der erste Brief, den Daddy zeigt, hat nun beides nicht: Keine FPN in der Absenderanabe und auch keine dreistellige Nummer im Feldpoststempel. Der zweite Brief hat die FPN des Absenders, aber das FPA ist nicht identifizierbar.

    D.h. also, ich frage das, weil der Beitrag ja "Bewertung von Feldpost" heisst, dass fuer Sammler, die die Feldpoststempeln der verschiedenen Feldpostaemter sammeln, beide Belege nicht "sammelbar" sind, weil sie das Aufgabepostamt nicht identifizierbar erkennen lassen? Gleiches gilt dann fuer Sammler, die "nach Einheiten" sammeln, fuer den ersten Brief, weil es keine FPN gibt? Grundsaetzlich: Ist die Angabe von FPN in der Absenderangabe alleine "vollwertig", oder wuerde man einen Briefstempel mit Angabe der Einheit vorziehen?

    Zweiter Fragekomplex: Postweg Heimat - Front: Zaehlen Briefe in die andere Richtung ueberhaupt als "Feldpost" oder sind das normale Briefsendungen? Wenn man nach FPN sammelt, kann die Einheit des Empfaengers ja aus der Empfaengeranschrift entnommen werden. Das FPA vielleicht aus einem Eingangsstempel? Gibt es fuer Briefe die mit der Feldpost in die andere Richtung transportiert worden sind ueberhaupt ein Sammlerinteresse?

    Im uebrigen vermute ich mal, dass fur die Feldpostbelege dieselben Qualitaetsanforderung gelten wie fuer andere Belege auch, d.h. keine Risse, Knicke etc. Vielleicht kann jemand mal die Minimalkriterien die ein sammelwuerdiger "normaler" Feldpostbeleg mit Ruecksicht auf Anschriften und Stempelabschlaege erfuellen muss auflisten.

  • reichswolf
    Gast
    • 31. Oktober 2006 um 16:12
    • #22
    Zitat

    Im uebrigen vermute ich mal, dass fur die Feldpostbelege dieselben Qualitaetsanforderung gelten wie fuer andere Belege auch, d.h. keine Risse, Knicke etc.

    Hallo,
    so ganz auf die schnelle kann ich nur obige Frage beantworten. Durch den ganz normalen Frontalltag ist eine solche Qualität nicht immer gefordert. Wenn ein Brief es z.B. irgendwie aus Stalingrad geschafft hat (besonders gegen Ende), dann ist der Beleg auch dann ok, wenn er verknickt, rissig oder fleckig oder alles zusammen ist. Also hängt eine Mindestqualität auch immer vom Kriegsschauplatz, dem Truppenteil u.ä. ab.
    Beste Grüße vom
    reichswolf

  • Lacplesis
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    • 31. Oktober 2006 um 16:20
    • #23

    Ist nicht wirklich mein Gebiet, trotzdem bin ich nicht ganz ohne Plan, was das angeht.

    Ich denke mal das die Sammler, die nach den Feldpostämter sammeln heute eher die Ausnahme sind.

    Ja, auch handschriftliche Feldpostnummern sind vollwertig, Truppenstempel mit der FPN ist natürlich besser.

    Man sammelt jedoch wohl in der Regel nach spezifischen Einheiten Typen (i.e. nur Post der spanischen Freiwlligenverbände an der Ostfront). Qualitätsanforderungen treten hinter der Seltenheit zurück. Ein FP-Beleg in Top Zustand von einer Feldbäckerei ist mit Sicherheit viel weniger Wert als eine schlechter Beleg mit der FPN eines U-Bootes.

    Also ist bei der Bewertung des Wertes von "normalen" Feldpostbelegen (ohne besondere Stempel, Vignetten o.a.) IMMER zuerst die Einheit zu ermitteln. Danach richtet sich der Wert.

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.

    Voltaire

  • m.w.myname
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    • 31. Oktober 2006 um 17:02
    • #24

    Hallo
    Freunde,
    ich kann eine Menge Fragen zur Feldpost im zweiten Weltkrieg beant-
    worten, jedoch nicht alle. Habe eine Menge Literatur darüber, u. a.
    das erwähnte Michel Handbuch "Deutsche Feldpost 1937 - 1945 und
    den vierbändigen erwähnten Kannapin und noch viel mehr.
    Und noch kurz etwas Aufklärung.
    Es gibt in dem genannten Zeitraum und bei der deutschen Feldpost
    NUR 5-stelligen und 6-stellige Feldpostnummern und KEINE 3-stel-
    ligen Fp-Nummern. Dreistellig sind nur die K-Nummern (Kennummern
    der Feldpostämter) und die Nummern der Feldpostämter selbst.
    Die K-nummern tauchen im Regelfall überhaupt nur bei eingeschrie-
    benen Fp-Sendungen auf.
    Ich könnte Euch jetzt hier mit 10 Seiten Text zuschütten aber ich
    warte lieber noch mal auf gezielte Fragen. Der ganz große Fp-Spe-
    zialist bin ich auch nicht aber es geht so.
    Anbei 3 Bilder der genannten Werke

    m.w.myname

    Bilder

    • Michel.jpg
      • 165,28 kB
      • 1.194 × 1.626
      • 509
    • Kannapin_1.jpg
      • 296,01 kB
      • 1.366 × 1.935
      • 520
    • Kannapin_2.jpg
      • 438,78 kB
      • 1.565 × 1.989
      • 533

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    Einmal editiert, zuletzt von m.w.myname (31. Oktober 2006 um 17:03)

  • Carolina Pegleg
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    • 31. Oktober 2006 um 18:31
    • #25

    Vielen dank fuer die bisherigen ergaenzenden Eaeuterungen

    Zitat

    Original von m.w.myname
    . . . aber ich warte lieber noch mal auf gezielte Fragen.

    Dann scrloo mal zwei Beitraege nach oben :). Im ernnst, wenn ich mir meine Fragen danoch einmal ueberlese waren die vielleicht wirklich nicht sehr "gezielt." Ist aber auch schwer gezielt zu sein, wenn man erst einmal generell etwas ueber ein neues Sammel- (und Wissens-) Gebiet erfahren will.

    Also gezielt:

    1. Wird Feldpost "typischerweise" nach Einheiten (FPN) oder nach den dreistelligen Feldpostamtsnummern gesammelt? In diesem Zusammenhang: Wieviele FP-aemter, die man sich zusammensammeln koennte, gibt es eigentlich?

    2. Was ist mit Briefen, die die ein oder andere Nummer nicht erkennen lassen (Daddy's Briefe im ersten Posting.)

    3. Was sind die Bewertungsmasstaebe oder Erwartungen an einen typischen ("normalen") Feldpostbrief. Ich bin mir auch im Klaren, dass je nach der Seltenheit, Qualitaetsanforderungen zuruecktreten koennen und auch dass das mittlere erwartete Niveau der Erhaltung bei einem FP-Brief niedriger ist, als bei einem FDC. Trotzdem, es muss doch auch bei diesem Gebiet eine Normalerhaltung fuer Standardmaterial geben.

    Weitere Fragekomplexe: s.o. Aber vielleicht ist es tatsaechlich besser, die Fragen etwas zu strukturieren und nicht zu viele Fragethemen auf einmal anzufangen.

  • Carolina Pegleg
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    • 31. Oktober 2006 um 18:37
    • #26

    Nur noch als Ergaenzung: Kauli hat das weiter oben mit den dreisteligen Feldpostamtsnummern in den Stempeln aufgebracht. Sind jedenfalls bei den beiden Belegen von Daddy nicht zu erkennen. Ich bin mir auch nicht im Klaren wie das Verhaeltnis von Feldpostamtsnummern und den Kennnummern ist, von denen m.w.myname gesprochen hat. Die K-Nummern, so versteh ich es, sind normalerweise auf Belegen nicht zu finden und rein intern?

  • m.w.myname
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    • 1. November 2006 um 09:10
    • #27

    Hallo
    Carolina Peqleq,
    Du hast das schon richtig erkannt. Das Gebiet ist riesig. Ich zeige Euch
    gleich 5 weitere Werke und noch mehr werden folgen.
    Zu den Kenn-Nummern (K-Nr.). Diese heißen auch Decknummern der
    Feldpostämter und tauchen nur (so die Vorschrift) im Fp-Tagesstempel
    an den sonst freien 3 ersten Zeichen des Stempels und auf dem R-Zettel auf, also NUR bei eingeschriebenen Poststücken. Damit war
    für eingeschriebene Fp-Sendungen der Leitweg dokumentiert. Weite-
    res bitte in der Literatur nachlesen. Es kommt vor, daß zu Beginn des Krieges von dieser Regel (meist aus Unwissen abgewichen wurde. So
    finden sich im September - Dezember 1939 normale Fp-Sendungen
    mit der K-Nr. im Fp-Tagesstempel. Manchmal sind dort auch nur die
    Divisionsnummern eingetragen. Ich haben einen Beleg mit der Nummer
    157 im Tagesstempel. Dies ist aber nicht die K-Nummer sondern der
    Beleg kommt von der 157. Inf. - Division.
    Feldpost sollte man tunlichst unterscheiden zwischen Heimat - Front
    und Front - Heimat - Belegen. Front - Heimatbelege tragen in den meisten Fällen den Fp-Tagesstempel oder den Standort-Tagestempel,
    diesen häufig aptiert (Teile im Stempel unkenntlich gemacht) aus Ge-
    heimhaltungsgründen. Wichtig ist "Front - Heimat - Belege sollten
    immer den Briefstempel der Einheit des Absenders tragen, denn ERST
    dieser garantiert die Gebührenfreiheit. Es geibt Fp-Belege mit Nach-
    gebühr belegt, obwohl der Absender eindeutig ein Soldat war. Es
    fehlte halt der Briefstempel seiner Kompanie o.ä. Heimat - Frontbelege
    waren i. a. an die Fp-Nummer des Adressaten zu richten, damit Ge-
    bührenfreit gewährt wurde usw. usw. puh...........da kommt man ja ins schwitzen.
    Noch was zu einer groben Bewertung der Belege aber bitte nur größen-
    ordnungsmäßig:
    1. Normaler Front - Heimat und umgekehrt - Beleg: -,10 - 1,- €
    2. R-Fp-Brief (Sendung) mit K-Nr. 10,- - 30,- €
    3. Ausnahmen von diesen Vorschriften 10,- - 100,-
    Ein Tip zu Feldpostnummern:
    Wenn ihr irgendwo Fp-Nummern der Art 68XXX seht, dann greift zu,
    denn das sind Ägäais - Belege (Inselpost). Ihr werdet fragen: "Da gabs
    doch bestimmte Marken für". Ja, ja, gab es auch. Es gibt diese Belege
    aber auch als Durchrutscher mit der einfachen Feldpostmarke 1A oder
    1B, - Bewertung 500,- - 2000,- €. Wer sucht, der findet

    so Schluß für heute.
    Schaut Euch noch meine kleine Sammlung "Zurück" auf meiner home-
    page an.
    Es folgt noch Literatur

    m.w.myname

    Bilder

    • Fuchs.jpg
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      • 1.184 × 1.648
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      • 1.158 × 1.644
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      • 1.154 × 1.639
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      • 1.162 × 1.644
      • 448

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    2 Mal editiert, zuletzt von m.w.myname (1. November 2006 um 09:31)

  • m.w.myname
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    • 1. November 2006 um 10:33
    • #28

    hab noch ein bißchen Zeit. Hier ist noch mehr Literatur. Gleich
    müssen wir erst mal unsere gestern geborene Enkeltochter be-
    suchen.

    BIN NÄMLICH GESTERN ZUM 2. MAL OPA GEWORDEN !

    Noch ein wenig ergänzendes zu meinem ersten Beitrag von heute:
    Es gibt natürlich noch weitere Belege, die nicht in die Gruppierung
    Front-Heimat/Heimat-Front passen, wie z. B.
    Front - Front - Belege oder
    Fp-Geldverkehr.
    Sehr wichtig für den angehenden Fp-Sammler ist die Zuordnung
    der Fp-Nummern zu einer militärischen Einheit.
    Z.B. werden für die Feldpost bestimmter Benutzergruppen Riesen-
    preise bezahlt.
    Es gibt Feldpost von
    1. Marineeinheiten (grundsätzlich teurer)
    2. U-Boot-Mannschaften (noch teurer)
    3. RAD (Reichsarbeitsdienst)
    4. SS-Einheiten (ganz schön teuer)
    5. OT (Organisation Todt) (recht teuer)
    6. Volkssturm (100,- € - Kategorie)
    7. Ausländische Söldner in deutschen Diensten (100,- € und mehr)
    8. usw. usw. usw.....................

    m.w.myname

    Bilder

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    Einmal editiert, zuletzt von m.w.myname (1. November 2006 um 10:34)

  • patrykkwieton
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    • 1. November 2006 um 10:45
    • #29

    Herzlichen Glückwunsch :D

    :polen: :polen: :polen:

  • m.w.myname
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    • 1. November 2006 um 10:47
    • #30

    Muß ich noch eben loswerden,
    wenn Ihr von Literatur die Nase noch nicht voll habt,
    hier - bitte schön.

    Und noch ein Tipp:
    1. Sehr schmackhaft > Feldpost aus Afrika
    2. Lecker und teuer > Felpdpost aus Festungen (Breslau, St. Nazaire)
    3. 500 - 1000 @ - Ostpreußenfeldpost

    usw. usw.

    m.w.myname

    Bilder

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  • m.w.myname
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    • 2. November 2006 um 07:42
    • #31

    Hallo
    Carolina Pegleg,
    zu Deinen speziellen Fragen gebe ich hier eine kurze Auskunft von meiner Arbeit aus.

    Zitat

    1. Wird Feldpost typischerweise.....

    Antwort:
    Ja und nein, hier setzt nämlich schon die persönlich Note auf. Nehmen
    wir mal an, Du wählst "ja".
    Dann kommst Du im allgemeinen am billigsten davon. Du schaust Dir
    (auf Auktionen oder bei Ebay) Feldpostbriefe an und wählst im wesent-
    lichen Front - Heimat oder Front - Front - Belege und schaust Dir auf
    diesen den Briefstempel der Einheit an. Dieser ist meist im "Links-unten-
    Bereich" des Beleges angesiedelt. Wenn in diesem Stempel der von
    Dir gewählte Einheiten-Typ im Klartext steht (nehmen wir an: Marine-
    Einheiten), hast Du Glück gehabt. Da aber, wie schon erwähnt, Feld-
    post eine hochgeheime Sache war, steht dort im allgemeinen nur
    "Einheit der Feldpostnummer 12345". Und jetzt hast Du Pech gehabt,
    denn jetzt geht ohne Literatur garnichts mehr (z.B. Kannapin).
    Steht in Deinem Stempel jedoch "Feldpostnummer der Einheit
    M12345, dann hast Du Glück und gleichzeitig Pech gehabt. Denn
    diese Einheit gehört mit Sicherheit (durch das vorangestellte M) zur
    Marine. Andererseits weist Du aber dann wieder nicht weiter und
    wieder muß die Literatur her.
    Du siehst schon wieder, daß ich Dich nur verwirren kann.
    Mein Tipp:
    Fange ganz einfach mal mit normalen Front - Heimatbriefen/karten an,
    die rechts oben den Feldposttagesstempel tragen (Front - Heimat heist
    im wesentlichen "Brief von Soldat an Mama und Papa").
    Das sind die Stempel, wo "Feldpost" drin steht und diese sammelst Du
    dann nach U-Buchstaben. Da findest Du dann a, b, c,....l, m, n,.........
    ab, lm, sb usw. Die Bewertung sind so aus, daß der Beleg immer
    teurer wird, je weiter man sich vom einfachen "a" entfernt.
    Beispiel:
    Brief mit Fp-Stempel "a" > 1€
    Brief mit Fp-Stempel "sb" > 20,-€
    Und glaube mir, wenn Du hier richtig rumwühlst (Trödelmärkte und
    Auktionen), kannst Du richtige Schnäppchen machen. Das macht Spaß.

    Den möglichen Umfang für "sammeln aller K-Nummern" und "sammeln
    aller Fp-Nummern" kannst Du Dir an fünf Fingern abzählen.
    K-Nrn: 3-stellig ca. 1000 Belege (es gibt nicht alle K-Nrn.)
    Fp-Nrn.: 5-stellig ca 100000 Belege (es gibt nicht alle Fp-Nrn.)
    Fp-Nrn.: 6-stellig ein paar (Festungen) sehr teuer
    Fp-Ämter: Weiß ich jetzt nicht genau aber ähnlich den K-Nummern

    Zitat

    2. Was ist mit Briefen, die die........

    Ganz klar - aussortieren, nicht sammeln, wenn nicht gerade eine wahn-
    sinnig teure Marke den Beleg ziert (Inselpost)

    Zitat

    Was sind die Bewertungsmerkmale................

    Tja, ich drücke das mal etwas saloppaus : "Die Bewertung mach ich mir
    selbst". Für mich ist eine Feldpostsammlung von großem historischen
    Wert und ich kann mich in eine Ecke setzen und einen Brief, auf dem
    handschriftlich steht "Empfänger gefallen für Großdeutschland" minu-
    tenlang betrachten. Dieser Brief ist an die Eltern zurückgekommen.
    Wert für mich: unbezahlbar. Handelswert: 10,- bis 30,- €
    Schau Dir einfach mal meine kleine Beispielsammlung "Zurück" an, dort
    wird nur dieses Thema im Fp-Bereich behandelt und das ist nur ein
    winziges Thema.

    Grüße

    m.w.myname

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  • daflocki007
    aktives Mitglied
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    25. Oktober 1980 (45)
    • 2. November 2006 um 13:12
    • #32

    Servus!

    Da ist man mal 2 Tage nicht da und schon gehts hier richtig rund!

    Muß an dieser Stelle m.w.myname meinen Dank aussprechen, wirklich gute Postings, kann mich dem nur anschließen. Schön im Forum einen Feldpostsammler zu haben, der mehr von der philatelistischen Seite kommt.
    Und da sieht man die großen Unterschiede beim Feldpostsammler schon. Ich, mal als Beispiel, sammle Feldpostbriefe von Fallschirmjägern. Dabei ist mir wichtig, dass die >Briefe mit Inhalt sind. Stempel spielen da eine untergeordnete Rolle (eigentlich keine).
    Ich habe auch schon feststellen können, dass es viele Sammler gibt, die regional suchen. z.B nur Afrika, Norwegen etc. oder Einheiten die an einem bestimmten Ort eingesetzt wurden, z.B. Niederrhein 1945.

    Wenn ich das richtig mitbekommen habe, willst du anfangen Feldpost zu sammeln?
    Der wichtigste Tipp dazu, Sammelgebiet eingrenzen, sonst wird es uferlos! (Aber das werden die Philatelisten bestimmt schon wissen ;) )

    daflocki007

    http://www.feldpost-angebote.de/

  • Carolina Pegleg
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    • 2. November 2006 um 15:29
    • #33
    Zitat

    Original von m.w.myname
    Du siehst schon wieder, daß ich Dich nur verwirren kann.

    Na, unterschaetz' Deine Antwort mal nicht. Ich finde das alles schon sehr hilfreich.
    :dankeschoen:

    Ich will hier in erster Linie meinen Wissenshorizont erweitern. Feldpostbriefe aus dem 2. WK sind ja recht haeufig und ich habe schon etliche in der Hand gehabt, ohne den blassesten Schimmer, worauf da zu achten ist. Nach dem Motto: Ok, keine Inselpost-Marke drauf, und sonst . . . ?(

    Jetzt weiss ich immerhin schon einmal, dass die Unterscheidungsbuchstaben eine Rolle spielen, und darauf kann man ja leicht achten. Ausserdem weiss ich jetzt, dass die 5-stelligen FPNs normalerweise nicht interpretiert werden koennen, ausser man hat weiterfuehrende Literatur. Ohne diese kann man interessantere Eiheiten nur aufgrund des Briefstempels der Einheit, wenn vorhanden, oder wenn es zufaellig ein Praefix vor der FPN, wie z.B. M, gibt, herausfischen. Welche Einheiten hier interessant sind wurde ja gesagt und da kann man schon auf den Briefstempel gucken. Ausserdem scheinen 6-stellige FPN grundaetzlich interessant zu sein (Festungen). Auch dies ist ein einfaches Merkmal, um auch als Feldpost-Laie potentiell Interessanteres von der "Spreu" zu trennen.

    Was ich jetzt noch nicht ganz verstanden habe, ist das Thema Kennnumern und Feldpostamtsnummern.

    1)
    a) Habe ich Dich/Euch richtig verstanden, dass die normalen Feldpoststempel die Feldpostamtsnummern nicht zeigen (vergleiche noch einmal Daddy's zwei Belege ganz oben)?
    b) Deshalb wird dann nur nach Unterscheidungsbuchstaben gesammelt, weil es im Stempel kein anderes Unterscheidungsmerkmal gibt?

    2) Im Gegensatz dazu zeigt Kauli oben Briefausschnitte, bei denen die Feldpostamtsnummer "529" im Stempel zu erkennen ist. Irgendwie denke ich mir, dass es doch das normalste waere, Feldpost nach diesen Feldpostamtsnummern organisiert zu sammeln. Da muesste es dann doch auch eine Uebersicht nach Nummern geben, welche Feldpostaemter welchen Einheiten zugeordnet waren, bzw. wo "stationaere" Feldpostaemter existierten.

    3)
    Die Kennummern sind, bitte korrigiern, wenn falsch, andere, unterschiedliche Nummern als die Feldpostamtsnummern und im Prinzip nur fuer internen Gebrauch aber auf R-Briefen zu erkennen?? Ich vermute im EInschreibezettel angegeben? Nach Kennnummern wird zwar auch gesammelt, wenn ich richtig verstanden habe, ist aber nicht so populaer wie das sammeln von bestimmten Einheiten?

    Vielleicht (und hoffentlich) findet ja auch jemand anders ausser mir diese Informationen hilfreich. Wie gesagt, ich will mein Querschnittswissen von Sammelgebieten ausserhalb des eigenen engeren Interesses erweitern und da kann man ja nicht immer sofort ein Handbuch von allem und jedem kaufen, nur um sich die "basics" anzueignen.

    Einmal editiert, zuletzt von Carolina Pegleg (2. November 2006 um 15:31)

  • m.w.myname
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    • 2. November 2006 um 16:05
    • #34

    Hallo
    Carolina Pegleg,
    so ganz ist es noch nicht rübergekommen.
    K-Nrn. gibt es (i.a.) NUR auf nachzuweisenden Sendungen. Ich habe
    aber auch schon Ausnahmen erwähnt.
    Ließ Dir dazu aber bitte die beiden Auszüge der folgenden Bilder durch.
    Deshalb sammelt man dann eben nach Unterscheidungsbuchstaben.
    Nein, nein, das soll nur ein Tipp für Dich sein, klein anzufangen. Mach
    doch nicht alles auf einmal.
    Du kannst aber ruhig nach K-Nummern sammeln. Dann sammelst Du
    halt nur R-Briefe und die entsprechenden Ausnahmen.
    Ich denke, Du bist nach dem Lesen der Auszüge etwas klüger.

    m.w.myname

    Ich sehe gerade, es ist schlecht zu lesen. Ich kann Dir die Ausschnitte
    aber auch als E-Mail-Anhang schicken, wenn Du willst. Die Quelle ist
    "Archiv für deutsche Postgeschichte" 1971/1.
    Ah, es geht, wenn Du einmal vergrößerst !

    Bilder

    • Feldpostnrn._1.jpg
      • 312,76 kB
      • 1.463 × 1.578
      • 407
    • Feldpost.nrn._2.jpg
      • 373,12 kB
      • 1.423 × 2.112
      • 400

    Besonderes Interesse ? Ja......alles Besondere von DR 1933-45
    Mitglied in der ArGe "Zensurpost" im BdPh
    Überblick: http://www.phila-wietz.de (mit Beispielsammlungen)

    2 Mal editiert, zuletzt von m.w.myname (2. November 2006 um 16:11)

  • daflocki007
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    • 2. November 2006 um 22:22
    • #35

    Zu dem Thema mal noch einen Link:

    Dort wurde angefangen das Verzeichnis online zu stellen.
    Es gibt auf der Seite auch ein Forum, dort können Nummern auch von anderen Mitgliedern entschlüsselt werden!

    daflocki007

    http://www.feldpost-angebote.de/

  • Lacplesis
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    • 2. November 2006 um 23:22
    • #36

    Feldpostnummern-Hilfe bekommt man auf englisch auch hier:


    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.

    Voltaire

  • Carolina Pegleg
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    • 3. November 2006 um 01:25
    • #37

    Ok. Da waren ja doch noch ein paar Unklarheiten verblieben. Der Auszug von m.w.myname aus dem "Archiv" hat diese allerdings jetzt geklaert. Vielen Dank auch fuer die mitgeteilten Weblinks. Da werde ich auch noch mal eine Weile surfen.

    Ich fuehle mich jetzt doch deutlich schlauer und glaube, wenn ich das naechste mal einen 2. WK Feldpostbrief sehe, kann ich jetzt schon eher was dazu sagen. Bislang hatte ich in Hinsicht auf Feldpost maximal den "Weissen Guertel" (um die sehr treffende Metapher von Lacplesis zu verwenden). Jetzt bin ich schon 1-2 Stufen weiter. Noch mal an alle, die diese Beitrag noch einmal weitergesponnen haben, Vielen Dank.

  • dietbeck
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    • 4. Januar 2009 um 12:10
    • #38

    Hallo,

    wie würde der angehängte Feldpostbeleg werten ?

    Danke
    dietbeck

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    Postkrieg, Zurückgezogene Marken, Territoriale Konflikte, Aland
    -----------------------------
    Es kommt nicht drauf an wie alt man wird, sondern wie man alt wird.

    Die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung

  • Bodo35
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    • 5. Januar 2009 um 23:32
    • #39

    Ich denke da wird dir keiner eine genaue Antwort drauf geben, denn die Feldpost des WKI ist nicht so begehrt und gesucht. Schön ist trotzdem der Bahnpoststempel auf dem Brief. Denke so mit 1,00Euro ist der Beleg gut bezahlt.

    Bodo35

  • ubahuga
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    29. Juni
    • 9. Januar 2009 um 13:31
    • #40

    Drei Fragen zum Anhang, abgeschickt in VILLACH 15.2.44:

    - Wo ist die Nummer 29122a einzuordnen?

    - Warum hat die Absenderin LSW Helf. Else Mühl zwei Luftfeldpost-Marken "vergeudet"? Wertsteigernd?

    - Was heisst das erste Wort in der Anschrift? Weiter als bis Schirrmst. komme ich nicht und weiss das nicht zu deuten. Schirrmständer wird es ja wohl nicht sein :D

    ubahuga :D

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