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Auktionen - Bayern - Spitzenbriefe/-stücke

  • Luitpold
  • 24. August 2009 um 08:38
  • Luitpold
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    878
    • 24. August 2009 um 08:38
    • #1
    Zitat

    Original von bayern klassisch
    Der Brief bei Köhler aus der Kirchner - Auktion ...
    Wenn es Zeit gibt, werde ich von dieser Auktion vlt. das ein oder andere hier berichten, wenn es Interesse daran gibt.
    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Zitat aus

    Lieber bayern klassisch,

    oh ja, nicht nur ich warten gerne mit Spannung auf die Kirchner-Auktion und Deine "Insider"-Infos ;)

    Da ich in diesem Formm die WENIGSTEN Sammler mit den Möglichkeiten für Spitzenbriefe vermute, möchte ich doch mal schon Deine Meinung erfragen zu interessanten Briefen, die man nicht alle Tage sehen kann.

    So kommt auf der Gärtner-Aution folgendes Briefchen zum Ausruf von 2.500,- ( )

    "1862, 2 Stück 18 Kreuzer zinnober in MiF mit 1 Kr. gelb im waager. Paar und 3 Kr. karmin jeweils einzeln klar und zentral entwertet oMR „598&rdq; sowie beigesetzt OPA-Stpl. „WÜRZBURG 18 MAI. 1864&rdq; auf portorichtigem Briefumschlag über Aachen (roter K2) via England (hds.) nach New Jersey, USA, drei Marken leichte Schnittmängel, sonst meist breitrandig, re. 18 Kr. einige Fleckchen, sonst tadellose Erhaltung, Umschlag li. Öffnungsmängel, sign. und Fotoattest Brettl BPP, sehr seltene und dekorative 3-Farbenfrankatur!"

    Schön bunt - oder was meint der Postgeschichtler (USA ist ja keine besondere Destination, wobei ich nicht viele solcher USA-Briefe aus Wü bisher gesehen habe)?
    Viele Grüße
    Luitpold

    2 Mal editiert, zuletzt von Luitpold (24. August 2009 um 08:43)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 24. August 2009 um 13:48
    • #2

    Lieber Luitpold,

    danke für die Eröffnung des neuen Threads. Der Brief ist der Einfachheit halber auf Seite 10 des Links zu finden. Am Ende hänge ich ein Foto an, damit ihn jeder leicht erkennen kann.

    Zuerst ist zu sagen, dass der Brief vom 18.5.1864 in jeder Beziehung authentisch ist. Er wog nur bis 1 Loth und war daher einfach.

    Der Absender wünschte die Versendung "Via England", was ab dem 1.1.1863 zu einem Tarif von 42 Kr. möglich gewesen wäre. Aber der Brief wurde nur mit 41 Kr. frankiert, so dass Frau Brettl in ihrem Attest dies zu Recht erwähnt und der Brief mit preußisch - amerikanischen Paketbooten nach dem Vertrag Preußen mit den USA vom 17.10.1861 für 41 Kr. befördert wurde.

    Diese 41 Kr. Rate existierte sehr lange und erst am 6.1.1868 wurde für sehr günstige 21 Kr. über England bzw. 22 Kr. über Bremen/Hamburg eine deutliche Verringerung der Gebühren erreicht. Sie ist leicht auch am Weiterfranko von 35 Kr. (= 10 Silbergroschen) unten links korrekt in rot notiert zu erkennen, denn der Inlandsanteil, der Bayern verblieb, betrug 6 Kr., so dass 35 plus 6 = 41 Kr. die heute und damals korrekte Frankatur darstellen.

    Die Frankatur ist mit den 3 Farben attraktiv, zeigt aber auch Mängel, die einer unpräzisen Schere angelastet werden können. Dass er nicht sonderlich frisch wirkt, mag dem langen Laufweg geschuldet sein, zeigt aber auch, dass man ihn nicht chemisch aufgefrischt hat - ein unbedingter Vorteil, wenn man ihn sich längere Zeit in die Sammlung legen will.

    Es versteht sich von selbst, dass man 41 Kr. auf viele Weisen frankieren konnte. Was den Brief besser macht ist die Verwendung der zwei Marken mit der Sem - Nr. 13a, wodurch der Katalogwert nach oben gezogen wird.

    Diesen würde ich unter Hintanstellung der Qualität auf ca. 2.500 Euro beziffern, da es sich um keine Misch-, sondern um eine Farbfrankatur handelt.

    Der Ausrufpreis von 2.500 Euro ist also m. E. etwas hoch gegriffen, weswegen ich nicht glaube, dass er für diesen Preis einen Abnehmer findet.

    Wenn man wie du Würzburg sehr spezialisiert sammelt, wird man nicht viele Briefe dieser Art finden. Ob das einen Kaufpreis von brutto fast 3.000 Euro rechtfertigt, muss jeder Sammler selbst entscheiden.

    Ich habe den Brief vor einigen Wochen selbst in Händen gehalten und weiß daher, wovon ich spreche.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Bilder

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  • Luitpold
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    878
    • 25. August 2009 um 08:32
    • #3

    Lieber bayern klassisch,

    :dankeschoen: für Deine ausführlche Beschreibung zu diesem durchaus begehrenswerten Bayernbrief!

    Noch eine Frage zum Laufweg. Der Absender vermerkte "via England" - kannte also die Möglichkeit diesen zu bestimmen. So ganz verstanden habe ich noch nicht, ob die Beförderung auf verschiedenen Wegen ein anderes Porto verlangten. Bei Gärtner sind einige andere USA-Briefe im Angebot, die abweichende Angaben haben. War die Angabe "via England" genauso wie "By the first steamer via Liverpool" bzw. "per Prussian closed Mail" alle gleich? Denn alle sind frankiert nach dem Tarif von 1854 = 45 Kr. - 6 Kr. Postvereinstaxe und 39 Kr. (= 11 Sgr.) Weiterfranko. Nur der Würzburg-Brief von 1864 ist also nach dem späteren Tarif (Vertrag Preußen mit den USA vom 17.10.1861) = 41 Kr. - Postvereinstaxe 6 Kr. Weiterfranko von 35 Kr. (= 10 Silbergroschen) frankiert.

    Deine offenen Worte zum Briefpreis - die eine Auktionsfirma gibt hohe (höchste) Ausrufspreise an, die andere "stapelt tief" (wie bei der Kirchner-Sammlung) -, habe ich nicht erwartet. Wer gibt so freimütig sein Wissen preis, noch dazu, wenn die Auktion erst noch bevorsteht? Deine Beschreibung und Einschätzung ist in diesem Forum wieder ein postgeschichtlicher Höhepunkt, dem hoffentlich noch viele weitere folgen mögen.

    Mit herzlcihen Grüßen
    Luitpold

    Einmal editiert, zuletzt von Luitpold (25. August 2009 um 08:35)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 25. August 2009 um 09:40
    • #4

    Lieber Luitpold,

    danke für die Blumen - entweder es schreibt einer, was er weiß, oder er sollte es lassen. Also werde ich mich bemühen, die Angebote nüchtern zu analysieren; etwas anderes würde diesem Forum auch nicht gerecht werden.

    Zu den USA - Briefen verhält es sich so, wie zu anderen Destinationen mit Wahlmöglichkeit auch.

    Die Vertragspartner, welche in der Regel auch Transitleister waren, versuchten mit günstigen Tarifen das Korrespondenzaufkommen über ihre Schiene laufen zu lassen.

    Da ein Land von der Größe der USA oder der Bedeutung von GB bzw. Frankreich oder Preußen nicht unbedingt auf eine Route spekulieren musste, war man flexibel und musste es auch sein, denn es fand ein unterbittlicher Konkurrenzkampf statt. Darüber hinaus zogen konsumfreundliche Tarife auch die Aufmerksamkeit nicht direkt im Einzugsbereich des Vertrages liegender Korresponenten auf sich, die über ein "Remailing" Geld zu sparen suchten.

    Im übertragenen Sinne, nach dem Motto des 30-jährigen Krieges, ernährte der Krieg den Krieg.

    Zurück zum Einzelfall: Wenn der Absender in WÜ schrieb "Via England", so belegt das, dass er sich zumindest etwas auskannte mit den Leitwegen und damit der Versanddauer und den Gebühren, die in der Regel unterschiedlich waren.

    Die Gründe für die Präferenz eines bestimmten Leitweges konnten unterschiedlich sein:

    Niedrige Gebühren, günstigere Gewichtsprogressionen, schnellere Versendungen, bessere Schiffe und dadurch höhere Sicherheit bei der Überquerung des Atlantiks, um nur einiges zu nennen.

    Dies setzt die Frage voraus: Woher konnte man im Würzburg des 19. Jahrhunderts dieses Wissen beziehen?

    Nun, es gab Postbedienstete, die für die Firmen mit globalem Handel bei Bedarf Tarifzusammenstellungen mit allen Destinationen erstellten, in denen die vielfältigen Frankaturmöglichkeiten aufgezählt wurden. Diese Hefte kosteten zwischen 30 Kr. und einem Gulden und waren in ihrer Brauchbarkeit den amtlichen Unterlagen mindestens ebenbürtig, wenn nicht gar überlegen.

    Man konnte auch bei der Post selbst nachfragen, wie etwas zu schicken war. Dies setzte aber voraus, dass der Postler a) Ahnung und b) Zeit hatte, denn verlangen konnte man nicht von ihm, dass er einem ausrechnete, was am günstigsten war (tat er es trotzdem, war das vlt. der hinreißenden Optik der Absenderin geschuldet).

    Um dir ein Beispiel von der vertraglichen Vielfalt Bayern - USA et vice versa zu geben, liste ich mal die Möglichkeiten des Jahres 1856 auf, die man so in Würzburg an dem Tag hatte:

    1) Via Frankreich (Postvertrag 1.1.1847)

    a) mit britischen Schiffen bis zum Hafen ("Voie d´Angleterre)

    b) mit amerkianischen Schiffen über Liverpool bzw. bis zum Ausschiffungshafen in England und

    c) mit Handelsschiffen über Havre bis zum Ausschiffungshafen in den USA ("Par Bateau du Commerce").

    2) Via Bremen (Postvertrag gültig ab 1.1.1854)

    mit dem Vermerk "Via Bremenhaven", welche nur 2 mal im Monat abliefen und recht langsam waren (Motto: günstig, aber langsam).

    3) Köln - Ostende - England mit britisch - amerikanischen Paketen (ab 1.8.1852 als open Mail und ab 1.1.1854 als closed Mail)

    mit dem Vermerk "Per Prussian Closed Mail" - schnell, aber teuer, also das Gegenteil von Bremen.

    Kam der Absender mit seinem beschrifteten Brief in das Postlokal, konnte ihn der Postler mit 42 Kr. wie vorgesehen bekleben, oder mit 41 Kr. wie getan, oder mit 45 Kr. für die PCM oder mit 45 Kr. für die französische Route mit britischen Schiffen usw. usw..

    Kannte der Postler die Abgangszeiten der Schiffe (diese waren i. d. R. namentlich bekannt, sogar die Kapitäne kannte man und wann sie ankamen), so konnte er die relativ schnellste Route und den relativ günstigste Tarif für den Absender heraus suchen und frankieren lassen.

    Wenn nicht, dann hatte man eben Pech. :(

    Es sind auch Fälle bekannt, hin wie her, in denen man von der ursprünglichen Route abwich, weil man erkannte, dass es anders schneller lief. Teils kosteten die neu gewählten Routen mehr, was nicht (immer) zu Lasten der Korrespondenten ging. Ein Service, den man sich heute wünschen würde.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • sys1849
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    9. Januar 1962 (63)
    • 25. August 2009 um 20:49
    • #5

    Hallo und Guten Abend,

    als Veranschaulichung zu den ausführlichen Informationen von bayern klassisch
    betreffend die verschiedenen Laufwege in die USA möchte ich hier noch
    eine originale Bekanntmachung vom 31.07.1867 über die damals möglichen Laufwege,
    ihre Taxierungen und die Details der Speditierung vorstellen.

    Wege des ungewöhlichen Formats mußte ich die Vorlage in 2 Scans aufteilen.

    Grüße,
    Wilfried/
    SYS1849

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  • kreuzer
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    10. September 1983 (42)
    • 14. November 2010 um 20:07
    • #6

    Hallo zusammen!

    Hier noch was im Nachgang zur Kirchner-Auktion: Viererblock Nr. 7. Bei 3.000 € Ausruf bei Köhler liegengeblieben, dafür jetzt bei ebay 4.210 € :O_O:

    Viele Grüße

    kreuzer

  • bayern klassisch
    Gast
    • 14. November 2010 um 20:17
    • #7

    Hallo kreuzer,

    ich war bei der Auktion anwesend und hatte das Stück (in Folie) in der Hand - attraktiv ist etwas anderes. Es wurde aber dort bei der Gebotauktion verkauft (Preis habe ich vergessen, müsste ich nachschauen).

    Die Zeiten, in denen man ein kleines Vermögen für Viererblocks ausgab, nur weil sie selten sind, sind vorbei.

    Ob hier ein echter Kauf zustande kam, weiß ich nicht. Bei einem Untergebot mit dem Ausruf 3.000 Euro hätte man 2.700 plus 25% anlegen müssen, was auch knapp 3.300 Euro gewesen wären.

    Zuviel für 2. Wahl, wie ich finde, zumal man nicht sagen kann, wohin damals die Reise ging.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • balf_de
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    • 14. November 2010 um 21:48
    • #8
    Zitat

    Original von bayern klassisch
    Bei einem Untergebot mit dem Ausruf 3.000 Euro hätte man 2.700 plus 25% anlegen müssen, was auch knapp 3.300 Euro gewesen wären.

    Zuviel für 2. Wahl, wie ich finde, zumal man nicht sagen kann, wohin damals die Reise ging.

    Hallo zusammen !

    Nur als kurze Ergänzung: interessehalber habe ich mir den Viererblock auch angeschaut. Grundsätzlich gilt natürlich WOW - vier mal 18 Kreuzer, mehr als ein Gulden für Porto! Aber - wie @bayern klassisch richtig feststellt - in unseren "Puppen"-Tread passt der Block bestimmt nicht ...

    Den Weg des Blocks habe ich verfolgt: bei Köhler wurde er für 2.200 Euro verkauft ->

    "Brutto" kostete er dann wohl etwa 2.750 Euro. Wenn er dann tatsächlich kurz darauf bei eBay für 4.210 Euro versteigert wurde, hat der Käufer bei Köhler ein tolles Geschäft gemacht: 34,7% Gewinn in ein paar Tagen.

    Aber wie sagt der wortkarge Spartaner: "wenn ..."

    Viele Grüße
    balf_de

  • balf_de
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    26. August 1943 (82)
    • 15. November 2010 um 19:58
    • #9

    Hallo zusammen !

    Zufällig lag gestern der Katalog zur 89. Kirstein-Larisch Auktion am 25. November falsch herum auf dem Schreibtisch - die Rückseite oben. Da habe ich ihn zum ersten Mal gesehen: auf der Katalogrückseite ist Los 126 abgebildet: ein Einschreibebrief aus Augsburg nach Lyon mit einer 72-Kreuzer-Frankatur, den ich einem noch so seltenen Viererblock jederzeit vorziehen würde - wenn ich Bayernsammler wäre ...

    Mein Vorschlag für das 72-Kreuzer-Porto nach Frankreich: der Brief war zwischen 2,5 und 3 Loth schwer - 3-faches Gewicht im Postverein bis zur Grenze = 27 Kreuzer + 9-fache Gewichtsprogression in Frankreich = 45 Kreuzer. Die Einschreibegebühr musste bar bezahlt werden.

    Ich bin mir sicher, Herr Kirstein hat keine Einwände, dass ich den Scan der Katalogrückseite hier zeige.

    Viele Grüße
    balf_de

  • bayern klassisch
    Gast
    • 15. November 2010 um 20:17
    • #10

    Lieber balf_de,

    ein beeindruckender Brief fürwahr - aber die Qualität ist nicht optimal. Daher bin ich zurück geblieben und ein Freund von mir wird wohl auf ihn bieten (der hier auch im Forum hin und wieder ist ...).

    Leider muss ich deine Beschreibung, die auf einen badischen Brief mit Sicherheit zugetroffen hätte, etwas korrigieren (das kann sich dann der zukünftige Erwerber auch gleich kopieren):

    Je halbes Loth zahlte man für Bayern und für Frankreich jeweils 9 Kr..

    Eine Recommandation verdoppelte die Gebühr, egal wie hoch diese gewichtsbedingt war!

    Demnach hätte ein einfacher Brief unter Recommandation 36 Kr. gekostet, ein Doppelbrief 72 wie hier. In der 3. Gewichtsstufe wären es schon 1 Gulden 48 Kr. gewesen.

    Bei einem Gewicht zwischen 2,5 und 3 Loth, also dem 6. Gewicht, würde er schon 3 Gulden 36 Kreuzer gekostet haben - da würde ich über den Erwerb tatsächlich nachdenken. ;)

    Aber 24 Marken zu 9 Kr. auf einem Brief habe ich noch nie gesehen - wie gern könnte ich anderes behaupten ...

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Nordlicht
    aktives Mitglied
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    • 16. November 2010 um 18:19
    • #11

    Hallo bayern klassisch,

    "die Qualität ist nicht optimal" ????

    Gibt es von solchen Briefen soviele, dass man wählerisch sein kann?
    Für mich ist der Brief eine Augenweide!

    Viele Grüße
    Nordlicht

  • bayern klassisch
    Gast
    • 16. November 2010 um 18:26
    • #12

    Hallo Nordlicht,

    der Eindruck ist hervorragend und er hat ein Gesicht. Aber in Anbetracht des Ausrufes sollte er auch aus geringerer Entfernung uneingeschänkte Freude bereiten - bei der Marke links oben ist diese etwas getrübt.

    Viele Briefe dieser Art gibt es aber nicht, da hast du natürlich Recht. Ich werde jedenfalls nicht bieten und wünsche der Auktion einen positiven Verlauf. :)

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Bayern-Nils
    Stamm Mitglied
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    29. April 1962 (63)
    • 16. November 2010 um 18:41
    • #13

    Hallo

    Falls ich meine Meinung äussern darf.
    Man muss hier auch überlegen was man sonst für 3000 Euro in seiner Sammlung stecken kann. ;)

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • krauseklatt
    Gast
    • 16. November 2010 um 18:45
    • #14

    Lieber bayern klassisch,
    entsprechend der Äußerung von Nordlicht, welche ich auch uneingeschränkt teile, besteht hier dringendster Aufklärungsbedarf.
    Liegt es am Ausrufpreis oder gibt es wirklich noch schönere Stücke ?
    ... mfG aus Genshagen! H.Klatt

  • krauseklatt
    Gast
    • 16. November 2010 um 18:47
    • #15

    Oh , hat sich soeben erledigt ! ...Besten Dank !!!!

  • balf_de
    erfahrenes Mitglied
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    26. August 1943 (82)
    • 16. November 2010 um 18:55
    • #16
    Zitat

    Original von bayern klassisch
    Leider muss ich deine Beschreibung, die auf einen badischen Brief mit Sicherheit zugetroffen hätte, etwas korrigieren ...


    Lieber bayern klassisch !

    Da war ich doch so naiv zu glauben, dass die Postvereins-Mitglieder einen gemeinsamen oder zumindest ähnlichen Vertrag mit Frankreich abgeschlossen haben könnten. ( ... Wo man doch heutzutage in Europa noch nicht einmal ein Budget gemeinsam hinbekommt ...). So ganz "aus der Hüfte geschossen" habe ich übrigens nicht; ich habe den badischen Vertrag von 1846 nachgelesen.

    Liebe Grüße
    balf_de

  • bayern klassisch
    Gast
    • 16. November 2010 um 19:12
    • #17

    Hallo in die Runde,

    leider, leider sind mehrere Marken berührt bzw. angeschnitten. Aus 3 Metern fällt das kaum auf, aber für einen Aussteller ist es ein Problem.

    Die ein oder andere Marke hat ein kleines Stockfleckenproblem; auch nicht ideal.

    Ob der Preis, auch oder gerade unter diesen Aspekten, bei 3.000 Euro bleiben wird, darf bezweifelt werden. Selbst wenn er für den Ausruf verkauft werden sollte, was ich nicht glaube, kostete er ca. 3.750 Euro (das waren mal 7.500 in echter Währung). :D

    Der Preis wird sich wohl eher in die 5.000 Euro plus X Richtung verschieben, womit wir bei brutto 6.500 oder mehr Euro wären.

    Ich würde lieber für einen perfekten Brief 10.000 Euro bezahlen wollen, aber das muss natürlich jeder selbst entscheiden.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • soso
    neues Mitglied
    Beiträge
    77
    • 16. November 2010 um 21:57
    • #18

    Hallo in die Runde,

    Die Marken haben einen recht guten Schnitt, die Berührungen sind marginal.
    Das Fleckchen bei der Marke links oben kann man leicht rausmachen.
    Der Brief ist insgesamt optisch unübertrefflich, da gebe ich Nordlicht absolut Recht.

    Viele Grüße

  • toxc
    aktives Mitglied
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    2. September 1966 (59)
    • 17. November 2010 um 08:40
    • #19

    Hallo,

    Der Brief hat Vorzüge und 'Mängel' die man abwägen muss, so wie das quasi bei jedem Altdeutschland-Brief der Fall ist. Je nachdem wie schwer die einzelnen Eigenschaften wiegen fällt dann die Entscheidung :
    1. Ist mir xxx Euro wert
    oder
    2. Gefällt mir nicht, kann ich in diesem Zustand nicht gebrauchen.

    Beim vorgestellten Brief sehe ich das ein Stück anders als soso, optisch unübertrefflich ist was ganz anderes.
    Ich will einfach mal meine Gedankengänge kurz darlegen, erst mal das Positive:
    -Die Frankatur ist selten und äußerst ästhetisch angeordnet
    -Die Entwertungsstempel sind wunderschön klar, gerade und mit sauberem Stempelgerät abgeschlagen.
    -Auch die anderen Stempel sind durchwegs passabel abgeschlagen.
    -Das Papier ist sauber, zeigt kaum Patina und keine durchschlagende Schrift (...wär für viele eh' kein Mangel, aber ich find's hässlich)

    Jetzt die Mängel :
    -Drei der Marken sind berührt, eine weitere ist derbe angeschnitten.
    -Einigen der Marken zeigen Pilz-Flecken (die sich nicht so entfernen lassen dass man es hinterher nicht merkt, je nach Art der Entfernung liest man dann im Attest 'Brief gereinigt' , 'Marken chemisch verfärbt' oder 'hell'....)
    -Der Brief hat einen waagrechten Bug der durch eine der Marken geht, wie weit die Marke dadurch beeinträchtigt ist lässt sich natürlich am Foto schlecht erahnen. Ich vermute der untere Teil hat sich vom Brief gelöst was auch den heftigeren Pilzbefall an dieser Stelle (minimaler Hohlraum mit schlechterem Luftaustausch) erklären würde.
    -Der Brief zeigt Bleisulfitschäden mindesten beim unteren CHARGE Stempel. Ich nehme an dass der Brief eine Weile in einem Folien-Einsteckstreifen gesteckt hat der den unteren Stempel bedeckt hat und mit der Stempelfarbe reagiert hat.
    -Jetzt eine Vermutung: Die Farbe der #5 ist sehr anfällig für Verfärbungen, ich gehe davon aus wenn der Stempel verfärbt ist, zeigen höchstwahrscheinlich auch die Marken erste Anzeichen von Verfärbung. Ich glaube auch das am Scan erkennen zu können, will es aber nicht definitiv behaupten. Am Montag kann ich allerdings mehr dazu schreiben, wenn ich den Brief in den Händen hatte.

    Soweit mal meine Gedanken beim ersten Drüberschauen, welche Schlüsse man daraus zieht hängt sicher auch davon ab wie wichtig ein solches Stück für die persöhnliche Sammlung ist.

    Grüße
    Michael

    2 Mal editiert, zuletzt von toxc (17. November 2010 um 08:42)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 17. November 2010 um 09:39
    • #20

    Hallo toxc,

    besten Dank für die Darlegung von pro und contra.

    Gerne würden wir mehr erfahren, wenn du ihn persönlich begutachtet hast.

    "Optisch unübertrefflich", wie hier ein sammlungsloser Laie formuliert hat, ist angesichts deiner jetzt schon erfolgten Mängelauflistung natürlich etwas anderes.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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