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Erlebnisse auf dem Trödelmarkt

  • CHDDK
  • 19. Juli 2009 um 17:08
  • CHDDK
    Gast
    • 19. Juli 2009 um 17:08
    • #1

    Guten Tag liebe Gemeinde,

    am heutigen Sonntag bin ich nach langer Zeit mal wieder gemütlich über zwei Berliner Trödelmärkte geschlendert, und zwar zunächst an der Straße des 17. Juni, danach noch am Ostbahnhof. Gesucht habe ich nichts Konkretes, vielmehr ging es darum, das gegenwärtige Handelsgeschehen, natürlich insbesondere im Briefmarkenbereich, mitzubekommen.
    Folgendes ist mir aufgefallen:

    - es gibt nur noch wenige professionelle Händler, die Briefmarken auf Trödelmärkten anbieten. Auf dem größten Trödelmarkt Berlins an der Straße des 17. Juni konnte ich gerade mal zwei von ihnen finden

    - es werden vor allem Postkarten und deutsche Massenware angeboten, gerne auch gleich als komplettes Album (in dem natürlich keine einzige Spitze vorhanden ist)

    - während der Zeit, die ich netto an den wenigen Ständen der Briefmarkenhändler verbracht habe, waren neben mir meist nur ein bis zwei weitere potentielle Kunden am Stand, oft war ich mit den Händlern allein (was ab und zu Gelegenheit für ein kleines Gespräch bot)

    Nun zu den pikanten Details:
    Ich habe natürlich auch nach Stücken zu meinen Sammelgebieten gefragt, konkret z.B. nach gestempelten Kleinwerten der altdeutschen Staaten (Baden #23, #24, Hamburg #10 usw.) Schnell wurden die entsprechenden Alben rausgeholt und ich durfte darin blättern. Was ich jedoch zu Gesicht bekam, habe ich nicht verstanden: Sogar die altdeutschen Kleinstwerte waren, neben der Standardware, in einem jämmerlichen Zustand: kurze Zähne, angeschnitten, unleserlich gestempelt. Die Preise für diese Ware lag im Schnitt bei 50% vom Michel. Eine schön gestempelte, durchschnittlich gezähnte Baden #24 sollte 250% vom Michelpreis kosten. Ich möchte weitere Angebote, die mein Unverständnis verdeutlichen sollen, vorstellen:

    - Preußen #1, lose, völlig ohne Rand, Bleisulfidschaden, unsauber gestempelt für 27.-€
    - Württemberg #1, lose , dreiseitig angeschnitten für 55.-€
    - Hamburg #8a (angeblich die teure Farbe: 1200.-M€), lose, mit einer primitiven Kreisobersegment-Stempelfälschung für 240.-€ (daneben noch ein Schildchen: seltener Stempel :D)

    Dem Anbieter der letztgenannten Marke habe ich erst gar nicht gesagt, daß seine Hamburg-Marke einen Falschstempel einer Stempeltype trägt, welche erst mit der Reichspost Ende des 19.Jahrhunderts eingeführt wurde. Als ich das Album aus der Hand legte und er verdutzt fragte "Nichts dabei?" antwortete ich nur "das Preisniveau ist für diese Marken recht hoch", worauf er ein wenig beleidigt schien.

    Ich fasse mal meine Eindrücke zusammen: auf den beiden Trödelmärkten wird im Bereich Altdeutschland durchweg unterdurchschnittlich erhaltende Ware (meist Knochen) zu völlig überzogenen Preisen angeboten. Die Händler sind zwar größtenteils freundlich, allerdings nur, solange man ihre Angebote unkritisch "einfach toll" findet. Es gibt kaum Kunden. Ich habe heute an den verschiedenen Ständen keinen einzigen Verkauf (!) beobachten können, nicht einmal für Massenware. Aprospos Massenware: was hier im Forum den Erben von Opa's Abosammlung BRD gesagt wird ("nix wert"), gibt's auf dem Trödelmarkt für 120.-€ :O_O:
    Fazit: ich habe keine Lust bei Händlern einzukaufen, die ihre Kunden für bescheuert halten. Für altdeutsche Klassik zahle ich gerne 50% bis über 100% vom Katalog, dann muss aber auch die Qualität stimmen. Die Knochen vom Trödelmarkt findet man auch auf Ebay, allerdings dort für etwa 5% vom Michel. Was veranlasst die Händler eigentlich, Ihre ware zu diesen Preisen anzubieten? Es gibt offensichtlich keine Kunden! Ich kann Neueinsteiger im Briefmarkenbereich nur davor warnen, dort einzukaufen.

    Dieser Erlebnisbericht spiegelt lediglich meine subjektiven Eindrücke wider, welche zudem eine Momentaufnahme der Situation auf ausgewählten Trödelmärkten sind. Mir ist auch bewusst, dass sich die Situation in anderen Sammelgebieten, wahrscheinlich insbesondere bei Briefen/Postkarten, ganz anders (positiver) darstellen könnte.

    Wie sind Eure Erfahrungen?

    Es grüßt

    Harald

  • uli
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    2.811
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    Männlich
    • 19. Juli 2009 um 17:22
    • #2

    "Ein Flohmarkt (auch Trödelmarkt) im ursprünglichen Sinne ist ein Markt, auf dem gebrauchte Gegenstände zum Spaß und frei von Erwerbsdruck von Privatleuten angeboten werden." (aus: )

    Meine Erfahrung: Genau das gilt für Briefmarken auf Flohmärkten nicht oder so selten, dass der gemeine Flohmarkt-Besucher solche Angebote nicht finden kann. Vielmehr gilt:

    "Die professionell organisierten Flohmärkte finden meist in einem deutlich kleineren Rahmen als die traditionellen Flohmärkte statt. Das Verkaufsangebot besteht aus – oft minderwertiger – Neuware und von Profis angebotener Ware." (aus: )

    Und das ist für mich uninteressant. Dann lieber ebay.

    Gruß
    Uli

    Suche Bund-Marken mit Stempel aus Düsseldorf! 
    Meine Tausch- und Verkaufsangebote im Philaforum --->  Ulis Flohmarkt

  • bayern klassisch
    Gast
    • 19. Juli 2009 um 17:29
    • #3

    Hallo CHDDK,

    danke für den informativen Bericht aus der Hauptstadt - für AD - Sammler also kein Dorado.

    Ich war früher in MZ, WI und F auf Trödelmärkten, weil die Gattin das ein oder andere antike Accessoire dort erwerben zu können glaubte ... auch diesbezüglich leider Fehlanzeige.

    Gerade AD würde zuviel Kapital bei den oft unterkapitalisierten Flohmarkthändlern binden, so dass mich nicht verwundert, dort den üblichen billig eingekauften Schrott zum Preis von Kabinett bis Luxus angeboten zu finden.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • lickle
    erfahrenes Mitglied
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    • 19. Juli 2009 um 18:00
    • #4

    @CHDDK

    Das waren vieleicht Profi-Flohmarkthändler, aber doch keine Profi-Briefmarkenhändler. Man kann dort höchstens im Belegebereich noch was Anständiges finden, weil die allesamt keinen blassen Dunst von Philatelie haben.

    Grüßle

    lickle

  • Mathias2007
    aktives Mitglied
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    21. Juli 1981 (44)
    • 19. Juli 2009 um 18:12
    • #5

    Bezüglich des Marktes an der Straße des 17. Juni kann ich das nur bestätigen. Früher ging ich da öfter hin, inzwischen nur noch einmal alle 6 bis 8 Wochen oder weniger. Zwar sammel ich Deutschland nicht richtig, sondern anderes, aber es fällt auf, das meist wenig gekauft wird und das Angebot in der Qualität sehr...sagen wir..."schwankt". Da liegen dann in billigem Plastik eingeschweißte Marken stundenlang der prallen Sonne ausgesetzt herum, bis sich selbst die Pappe von selbst zu wellen anfängt.

    Zu meinem Gebiet Belgien konnte ich trotzdem, mit viel Glück, schöne Exemplare finden, die mir viel Freude bereiten. Leider ist der Händler seit Monaten nicht mehr dort anwesend gewesen. Viele andere Marken waren, leider, rausgeworfenes Geld oder zu teuer.

    Suche: Belgisch-Kongo / Belgien 1945 - 2001 / Belgien Freimarken "Vögel"

  • Magdeburger
    Stamm Mitglied
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    Geburtstag
    5. Februar 1961 (65)
    • 19. Juli 2009 um 18:21
    • #6

    Hallo CHDDK,

    bei mir in der Nähe gibt es kaum noch "echte" Flohmärkte. Wenn vorhanden, kann ich Deine Aussage nur bestätigen. Leider sind auch bei Gebrauchtwarenhändler solche Preis-Fantasien stark verbreitet.

    Bezogen auf mein Sammelgebiet Preussen und die Preise hierfür:

    Als eine der Ursachen sehe ich z.B. Angebote von Händlern, welche schöne Kataloge und der gleichen versenden. Die darauf abgebildeten Marken sind häufig nur als "Beispiel"bilder vorhanden und mit einer Preisgestaltung von z.B. nur 40% - Michel angepriesen. Die Qualität läßt fast 100%ig zu wünschen übrig. Häufig schlechter Schnitt, unleserliche Stempel usw. Selbst bei Ebay gibt es genügend solcher Angebote.

    Meist komme ich mir dann vor wie in der ehemaligen DDR, viel Schrott für noch mehr Geld.

    Persönlich habe ich es schon fast aufgegeben, nach solchen "Stücken" zu suchen.

    Gruss Ulf

    P.S. Bei markenlosen Belegen ist ab und zu mal Glück vorhanden, aber selten. Hier denke ich, ist das eigene Wissen ein deutlicher Vorteil gegenüber dem Händler.

    Suche Belege von Magdeburg bis 31.12.1867 sowie Belege mit Packkammerstempel

  • Rostigeschiene
    aktives Mitglied
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    359
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    Männlich
    • 19. Juli 2009 um 19:07
    • #7

    Auch ich war gestern nach Jahren mal wieder auf einem Flohmarkt.
    er war, wahrscheinlich wegen dem Wetter, nicht so gut besucht und auch von der Händlerschaft nicht so groß wie ich den Markt in Erinnerung hatte.
    Einer von den Händlern hatte tatsächlich auch einige Briefmarken auf alten Steckkarten, in alten Folien verpackt im Angebot.
    Zusäzlich ein Briefealbum in der "Auslage", in dem ich zwei Belege entdeckte die mich dann doch ansprachen, ich habe sie für 2,- € gekauft, da er einen 5 € Schein nicht wechseln konnte hab ich noch ein Paar Marken aus Polen mitgenommen, für 50 Cent.
    Welche das sind kann ich noch nicht mal sagen, weil es nicht mein Gebiet ist und ich noch nicht mal einen Katalog für diese Marken habe.
    Vielleicht kann mir jemand sagen was ich da gekauft habe?

    schöne Grüße aus Bochun
    Werner

    Schöne Grüße aus Bochum

  • -steppenwolf
    Stamm Mitglied
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    3.132
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    • 19. Juli 2009 um 22:19
    • #8

    CHDDK,
    bei überhöhten Preisen mach ich den Händler höflich darauf aufmerksam.
    "Oh da sind sie aber beim einkaufen ain ein Schlitzohr geraten, und haben zu teuer eingekauft." Jetzt kann man den Real Wert der Marken leicht vorrechnen, und wenn man dabei das Gesicht des VK beobachtet ist das allemal eine Entschädigung für das Ungemach. :)

  • lonerayder
    Stamm Mitglied
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    1.187
    • 20. Juli 2009 um 11:37
    • #9
    Zitat

    Original von Rostigeschiene
    Welche das sind kann ich noch nicht mal sagen, weil es nicht mein Gebiet ist und ich noch nicht mal einen Katalog für diese Marken habe.
    Vielleicht kann mir jemand sagen was ich da gekauft habe?
    Werner

    hallo rostigeschiene,

    also die polen die du da gekauft hast haben sofern es die preiswerte varianten sind noch nicht mal 1 euro kat.-wert zusammen.

    die ersten 3 stammen aus dem abstimmungsgebiet oberschlesien
    nr.1.......5........3............120 a
    .............................................205
    116........147.......277........207

    gruss
    andreas

    Kölsches Grundgesetz
    § 1 Et es wie et es.
    § 2 Et kütt wie et kütt
    § 3 Et hät noch immer jot jejange
    § 4 Wat fott es es fott
    § 5 Et bliev nix wie et wor
    § 6 Kenne mir nit, bruche mer nit, fott domet
    § 7 Wat wellste maache?

  • mx5schmidt
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    7.410
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    Männlich
    Geburtstag
    25. September 1958 (67)
    • 20. Juli 2009 um 12:18
    • #10

    Hier im Großraum Köln gibt es einige Flohmärkte, auf denen ich regelmäßig Belege einkaufe!

    Insbesondere für mein modernes Sammelgebiet SWK werde ich dort fast immer in irgendeiner Art und Weise fündig, siehe genügend beschriebene Besipiele hier im aktuellen Thread.

    Ganz entscheidend ist dabei das eigene Wissen über Echtheit, Erhaltung und Wert der angebotenen Ware, denn die Flohmarkthändler wissen in der Regel nix davon.

    Und man darf sich bei Händlern, mit denen man es regelmäßig zu tun hat, einfach nicht selbst die Preise kaputt machen, sondern muss lernen, einfach auch mal "nein" zu sagen. (Natürlich nur in solchen Fällen, wo es einem als Sammler nicht richtig weh tut!!!)

    Dann klappts auch mit den Flohmarkthändlern und man wundert sich, wie lernfähig die plötzlich sind bzw. werden.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

  • Rostigeschiene
    aktives Mitglied
    Beiträge
    359
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    Männlich
    • 20. Juli 2009 um 14:25
    • #11

    Hallo Andreas

    Zitat

    also die polen die du da gekauft hast haben sofern es die preiswerte varianten sind noch nicht mal 1 euro kat.-wert zusammen.

    ich habe es auch nicht anders erwartet.

    Aber als Wechselgeld in Höhe von 50 Cent hab ich sie einfach akzeptiert. Wenn die Marken Dein Sammelgebiet berühren sende ich sie Dir gerne zu.
    schöne Grüße aus Bochum
    Werner

    Schöne Grüße aus Bochum

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