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Hepburn-Werbung für Auktion bei Schlegel

  • Kontrollratjunkie
  • 12. März 2009 um 23:38
  • Kontrollratjunkie
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    7.148
    • 12. März 2009 um 23:38
    • #1

    In der heutigen DBZ findet sich ein lustiger Werbeeinhefter der Firma Schlegel "Berliner Auktionshaus für Philatelie GmbH".

    In letzter Zeit ist es ja mit dem gelben Blatt ziemlich schlimm, direkt nach Entnahme aus dem Briefkasten muss man erst einmal die ganze Werbung entfernen, damit verliert die Zeitung schon einmal Gewicht. Aber das nur nebenbei......

    Im Anhang habe ich einmal eine Seite des Einhefters gescannt.
    Offensichtlich hat man dort das nächste "Hepburn" - Druckstück eingeliefert. Das müßte dann die laufende Nr. 5 sein.
    Schön für Herrn Schlegel, aber die Bewerbung ist doch einfach lächerlich. Da fühle ich mich als Sammler schlicht vereiert.
    Mit Aussagen wie "Rarität in höchster Vollendung", "Kostbarkeit" und "kein Stempelteilchen stört das Portrait von Audrey Hepburn" wird das Druckstück beworben.
    Der Adressatenkreis einer solchen "Marke" dürfte nicht im Bereich des aufgeklärten Sammlers liegen. Aber das ist gar nicht mein Kritikpunkt.

    Für mich ist das neu entdeckte Stück in minderer Erhaltung, denn ein solches Stempelfragment ist unprüfbar und genügt nicht annähernd normalen Qualitätsansprüchen. Von Luxus oder gar "höchster Vollendung" zu sprechen manövriert dieses Angebot in den Bereich der Lächerlichkeit.

    Und bitte jetzt nicht mit der Seltenheit dieser Stücke argumentieren.
    Abgesehen davon, daß es keine Briefmarken sind, muß doch die gleiche Qualitätseinstufung gelten, wie für alle anderen Marken auch.
    Okay, es ist eine kleine Rarität, solange, bis noch mehr Stücke auftauchen. Aber in der Erhaltung eben zweite Wahl und sollte fairerweise auch so beschrieben werden.

    So ist es einfach peinlich und dem Ansehen des (Prüfer-)Namens nicht angemessen.

    Gruß
    KJ

    Bilder

    • Schlegel Hepburn.jpg
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      • 1.600 × 2.203
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  • Max und Moritz
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.259
    Geschlecht
    Männlich
    • 12. März 2009 um 23:58
    • #2

    Naja, soweit ich weiß, ist dem Finanzministerium ein kompletter Zehnerbogen abhanden gekommen. Bis das Stück Nr. 10 auftaucht, dürfte es also nur eine Frage der Zeit sein.
    Als unprüfbar würde ich den Stempel nicht unbedingt bezeichnen. Allerdings als erheblich minderwertiger als die bislang aufgetauchten Stücke.
    Daß A. Schlegel seine Auktion bewirbt, sollte unter marktwirtschaftlichen Aspekten als normal zu bewerten sein. Wie du schon sagst, wird der aufgeklärte Sammler es einzuschätzen wissen.

    Dein Hinweis, daß es keine Briefmarken sind, ist nicht neu. Dieser Fakt ist bekannt. Nichtsdestoweniger ein wunderbares Stück. Es gibt viele Marken in der dt. Briefmarkenhistorie, die eigentlich keine sind, aber heute hoch geschätzt werden (spontan einfallendes Beispiel die DR IX).

  • Kontrollratjunkie
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    7.148
    • 13. März 2009 um 00:26
    • #3

    Da kann man getrost geteilter Meinung sein.
    Das ist für mich ein Stück, was die Welt nicht braucht.

    Aber einen Vorteil kann ich dann doch erkennen: Durch dieses Druckstück hat es wieder ordentlich gerauscht im Blätterwald.
    Und das ist für die öffentliche Meinung und die Wahrnehmung der Philatelie auch sehr wichtig. Besser Schlagzeilen, als gar keine Presse....

    Gruß
    KJ

  • 22028
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.775
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    6. Januar 1958 (68)
    • 13. März 2009 um 05:56
    • #4

    Das Stück spielt in einer Preisklasse wo es sowieso für 99,999 % der Sammler unerreichbar sein wird.., derjenige der es sich leisten kann wird schon wissen was er tut..

    Ob es nun eine Briefmarke oder ein Druckstück ist tut da wenig zur Sache, die Post machte was sie damals tun musste..., wie Sammler mit viel Geld argumentieren ist halt eine andere Sache.

    Tibet, Nepal-Klassische Ausgaben, Irak-Eisenbahnmarken 1928-1942, Irak-Zwangszuschlagsmarken Hochwasser 1967, Overland Mail Baghdad-Haifa, SCADTA-Provisorische Einschreibmarken der Ausgabe 1921 & 1923, Kolumbien- Halbamtliche Ausgaben

  • wolleauslauf
    Gast
    • 13. März 2009 um 18:42
    • #5

    Hallo KJ

    danke für den Satz: "öffentliche Meinung und Wahrnehmung der Philatelie" :] Wie war !!!!!

    Ich persönlich muß/will diese Marke nicht haben ( wenn ich eine finde wird sie verklopft und damit die Sammlung gefüllt ;) :P )
    Für den Erlös hätte ich einige "BRIEFMARKEN" im Visier :D

    Sammlergrüße von Wolle

  • soaha
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    910
    Geschlecht
    Männlich
    • 13. März 2009 um 18:44
    • #6
    Zitat

    derjenige der es sich leisten kann wird schon wissen was er tut...

    Was soll ich sagen?, wollen wir es hoffen? oder besser gesagt, als ob einem viel Geld vor Dummheit schützen könnte.

    MfG
    soaha

    Verstehen heißt verstehen wollen.

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