In der heutigen DBZ findet sich ein lustiger Werbeeinhefter der Firma Schlegel "Berliner Auktionshaus für Philatelie GmbH".
In letzter Zeit ist es ja mit dem gelben Blatt ziemlich schlimm, direkt nach Entnahme aus dem Briefkasten muss man erst einmal die ganze Werbung entfernen, damit verliert die Zeitung schon einmal Gewicht. Aber das nur nebenbei......
Im Anhang habe ich einmal eine Seite des Einhefters gescannt.
Offensichtlich hat man dort das nächste "Hepburn" - Druckstück eingeliefert. Das müßte dann die laufende Nr. 5 sein.
Schön für Herrn Schlegel, aber die Bewerbung ist doch einfach lächerlich. Da fühle ich mich als Sammler schlicht vereiert.
Mit Aussagen wie "Rarität in höchster Vollendung", "Kostbarkeit" und "kein Stempelteilchen stört das Portrait von Audrey Hepburn" wird das Druckstück beworben.
Der Adressatenkreis einer solchen "Marke" dürfte nicht im Bereich des aufgeklärten Sammlers liegen. Aber das ist gar nicht mein Kritikpunkt.
Für mich ist das neu entdeckte Stück in minderer Erhaltung, denn ein solches Stempelfragment ist unprüfbar und genügt nicht annähernd normalen Qualitätsansprüchen. Von Luxus oder gar "höchster Vollendung" zu sprechen manövriert dieses Angebot in den Bereich der Lächerlichkeit.
Und bitte jetzt nicht mit der Seltenheit dieser Stücke argumentieren.
Abgesehen davon, daß es keine Briefmarken sind, muß doch die gleiche Qualitätseinstufung gelten, wie für alle anderen Marken auch.
Okay, es ist eine kleine Rarität, solange, bis noch mehr Stücke auftauchen. Aber in der Erhaltung eben zweite Wahl und sollte fairerweise auch so beschrieben werden.
So ist es einfach peinlich und dem Ansehen des (Prüfer-)Namens nicht angemessen.
Gruß
KJ