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Du sollst auf Qualität achten

  • Luitpold
  • 20. Oktober 2008 um 11:33
  • Nacktnasenwombat
    aktives Mitglied
    Beiträge
    133
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    Männlich
    Geburtstag
    26. April 1987 (39)
    • 23. Oktober 2008 um 15:33
    • #41

    Hallo zusammen!
    Dann oute ich mich hier mal als jemand dessen Sammlung nach einigen hier geäußerten Meinungen zu einem großen Teil aus nicht sammelwürdigem Material besteht. Ich versuche hier einmal zu erklären wie ich sammle und warum ich das so mache.
    Ich beschäftige mich wie einige andere hier auch mit den bayerischen Quadratausgaben und unterteile meine Sammlung in drei Bereiche: Marken, Belege und Stempel. Von diesen Teilen ist der Markenteil bis jetzt am weitesten gediehen weshalb ich mich hier auf diesen beschränke. Ich gebe dort jeder Hauptnummer eine selbst gestaltete Albumseite (manchmal mehr) auf der ich möglichst alle Varianten (Platten/Typen/Farben) wie sie im Sem stehen, als lose Marken einordne und darunter dann einen Brief der eine für diese Marke typische Verwendung zeigt.
    An sich ist das wahrscheinlich keine unübliche Sammlung die sich mit etwas finanziellem Einsatz auch mit Marken und Briefen in einwandfreier Erhaltung weitgehend komplettieren lässt. Jetzt bin ich aber ein 21jähriger Student ohne regelmäßiges Einkommen und meine finanziellen Mittel dementsprechend gering. Trotzdem habe ich viel Freude am ergänzen meiner Sammlung auch wenn ich dabei auf Marken zweiter Wahl zurückgreifen muss. Ich sehe bei meinem Sammelgebiet und meinem Budget zwei Möglichkeiten: Eine Sammlung aus einwandfreien Stücken der billigsten Ausgaben und vielleicht zwei oder dreimal im Jahr gönne ich mir eine etwas bessere Marke, ebenfalls in Toperhaltung. Das bedeutet dass ich mindestens einige Jahre deutlich mehr Lücken als Marken in meinem Album hätte, was mir denke ich den Spaß am Sammeln stark schmälern, wenn nicht ganz verderben würde. Die zweite Möglichkeit ist die zu der ich mich entschlossen habe: eine weitgehend komplettierte Sammlung wovon einige Marken mehr oder weniger große Fehler haben. Ich bin der Meinung dass einfach eine gewisse Anzahl an Marken vorhanden sein muss um diese schön darstellen zu können und Vergleiche zwischen Typen, Platten und Farben anstellen zu können, also kurz um einen etwas tieferen Einblick in das Sammelgebiet zu bekommen. Ein paar Beispiele: Es stört mich nicht sonderlich wenn meine 10IIb an einer Seite berührt ist wenn sie neben der vollrandigen 10IIa das auffällige trockene Druckbild und die andere Farbe besitzt. Genauso stört es mich wenig dass eine 4IZA an der Seite berührt ist und ein Federzug entfernt wurde wenn ich die doppelte Trennungslinie damit schön zeigen kann und dafür nur einen Bruchteil des Preises einer einwandfreien Marke bezahlt habe. Und ich denke auch dass ich an einem Brief mit einer an zwei Seiten angeschnittenen 5b den ich für 15€ auf dem Flohmarkt gefunden habe (2% Sem) auch in Zukunft viel Freude haben werde, vielleicht sogar mehr als an einem vergleichbaren einwandfreien Brief der mich dann mehrere hundert Euro kosten würde.
    Ich bin mir bewusst dass ich bei solch einer Sammlung keine Katalogwerte auszurechnen brauche und diesen auch lange nicht bei einem Verkauf erzielen könnte. Ich habe auch nicht vor meine Sammlung irgendwann zu verkaufen. Ich sammle weil ich Spaß daran habe und ich habe in meiner momentanen Situation mit dieser Art zu sammeln den meisten Spaß. Selbstverständlich freue ich mich wenn ich einige schöne einwandfreie Stücke in der Sammlung habe und versuche deren Anteil mit der Zeit zu steigern aber ich habe kein Problem damit diese auch neben schlechteren Stücken im Album zu haben.
    Ich habe volles Verständnis dafür dass andere Sammler für sich sehr viel höhere Qualitätsmaßstäbe anlegen, es sei jedem gegönnt der sich das leisten kann. Aber ich habe nicht viel Verständnis von manchen gut betuchten Sammlern zu hören dass eine Sammlung mit nicht einwandfreien Marken sinnlos sei und man sich doch ein anderes Hobby oder wenigstens ein anderes Sammelgebiet suchen soll wenn man sich so eins in akzeptabler Qualität nicht leisten kann. (Hinweis: Nein, das habe ich nicht in diesem Forum gehört aber diese Meinungen gibt es). Aber wenn ich so was höre ist es für mich kein Wunder wenn über Nachwuchsmangel geklagt wird.

    viele Grüße,

    Nacktnasenwombat

  • Drudenfus
    aktives Mitglied
    Beiträge
    451
    • 23. Oktober 2008 um 16:00
    • #42
    Zitat

    Also dann geht es nur um die optische Qualität (Sieht besser aus)?


    Es geht um den sofort erkennbaren, physischen Zustand. Wie schon mehrfach erwähnt: kaputt oder nicht kaputt. DAS ist eine Aussage bezüglich Qualität.

    Zitat

    Worum es mir geht, sind zunächst vergleichbare Qualitätsmerkmale, wie sie eben in den Katalogen deffiniert sind.


    Sachen wie Plattenfehler, Farbvarianten, *, ** oder O sind für mich kein Qualitätsmerkmal, sondern reine Geschmackssache.
    Wenn ich keine Plattenfehler sammle, dann kann eine meiner Marken einen noch so tollen und seltenen PF haben, es ist mir in dem Fall schlicht egal und vielleicht bemerke ich ihn garnicht. Sammle ich O und habe eine Marke in **, die in dieser Erhaltung katalogmäßig mehr wert ist, dann habe ich nichts davon, denn der Wert interessiert mich in dem Fall nicht. Denn das hat ALLES nichts mit Qualität zu tun, sondern nur mit meiner persönlichen Wertung, ob das Stück in meine Sammlung passt, oder nicht - oder ob ich denke, es gut vertauschen/-kaufen zu können, weil ich der Meinung bin andere könnten scharf drauf sein.

    Trotzem kann eine Billigmarke qualitativ besser sein, als eine teure Marke, die irgendwer als Lesezeichen in einem antiquarischen Buch findet.

    Zitat

    ich habe kein Problem damit diese auch neben schlechteren Stücken im Album zu haben.


    Ich liebe meinen Markenfriedhof :)

  • Daniel
    aktives Mitglied
    Beiträge
    133
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    Männlich
    Geburtstag
    2. Dezember 1968 (57)
    • 23. Oktober 2008 um 18:23
    • #43

    Hallo Nacktnasenwombat,

    deiner Art zu sammeln kann ich mich nur anschließen.

    Ich tue die Marken nur dann nicht in meine Sammlung, wenn sie wirklich unansehnlich sind.

    Meiner Ansicht nach bleibt die Marke die Marke, auch wenn ihr mal ein Zahn fehlt. Und bevor ich sie gar nicht habe, habe ich lieber die zweite Wahl. Wie war das noch mal: Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach.


    Grüße
    Daniel

    Meine Fehllisten: http://www.daniel-kupfer.de/briefmarken.html

  • SammlerBernd
    Gast
    • 23. Oktober 2008 um 18:34
    • #44

    ..mache ich übrigens als Motivsammler auch & wenn ich eine weitere in besserer Qualität dann habe tausche ich diese dann aus.
    Gruß SB

  • Luitpold
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    879
    • 23. Oktober 2008 um 19:16
    • #45
    Zitat

    Original von Drudenfus
    [Sachen wie Plattenfehler, Farbvarianten, *, ** oder O sind für mich kein Qualitätsmerkmal, sondern reine Geschmackssache.

    Ja und für andere Sammler genutzte Bewertungskriterien. Wenn es vo einer Marke eben mehr gestempelte als *-Marken und es gar nur ein paar wenige ** gibt (bei Bayern gibts genug Beispiele), dann werden diese Mengenbezüge zur Preisfindung herangezogen.
    Ob ich *, ** oder O sammle, ist wohl eine Grundentscheidung. Diese ist doch auch abhängig, welches Gebiet ich sammle.
    Und ich denke, jeder würde sich über eine klassische Marke in einer alten Bibel gefunden freuen, auch wenn Sie nicht so schön wäre, wie eine der neuen Blumenmarke. Oder :D
    Verstanden habe ich schon was gement ist, aber an "alte Damen oder Herren" neuzeitliche Qualitätsstandards anzulegen (vor 150 Jahren war z.B. die Papierherstellung und der Druck noch nicht so perfekt wie heute) ?(

    Aber nichts für Ungut, wie man so schön sagt und einen schönen Abend noch
    Luitpold

  • Luitpold
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    879
    • 23. Oktober 2008 um 19:27
    • #46

    Hallo Nacktnasenwombat,

    wenn ich mit 21 schon Bayern begonnen hätte, tja dann würde ich mir keine Sorgen machen, was die Qualität und Preise anbelangt. Denn wer weiß schon, ob in 30 Jahren noch so ein starkes Interesse daran gibt? (Deine letzte Bemerkung wegen dem Nachwuchs).
    Zudem, es gibt genug Material. Sicherlich hast Du bei DEIDER schon die PDF‘s angeschaut. Heute erhielt ich die Ergebnisliste. Auch ich habe keine 33.000,- für ein 3 Kr. Zwischenstegpaar auf Brief in der Portokasse. Zur Zeit sind halt viele - ältere - Sammler da, die es sich leisten können, die sich aber auch nicht mit 21 Jahren solche Sammlungen leisten konnten.
    Zitat von Dir: „Ich habe volles Verständnis dafür dass andere Sammler für sich sehr viel höhere Qualitätsmaßstäbe anlegen, es sei jedem gegönnt der sich das leisten kann.“ - Das unterschreibe ich gerne. Aber es macht einem keine Freude, wenn man nicht mithalten kann. Deshalb habe ich mit meiner Stempelsammlung eine kleine Ausweichmöglichkeit, wo es aber auch Spitzenstücke (über 500,-) gibt, die unerreichbar sind. Wenn einem dann ein sehr freundlicher älterer Sammler sagt, ihm fehlt nur noch 1 Stempel (von dem was ich sammle) und diesen Stempel habe ich bisher nur im Feuser-Handbuch gesehen, tja dann - gute Nacht liebe Sammlung. Deshalb strebe ich auch keine Komplettierung an - warum auch? Interessant ist z.B. die Verwendungszeit der einzelnen Stempel zu dokumentieren, auch wenn das andere Sammler für - „was soll denn der Quatsch, ist doch alles bekannt“ - halten.

    Deshalb meine ich dass die Komplettierung bei Bayern als Sammlungsziel fraglich ist.
    Deine Aussage: „Die zweite Möglichkeit ist die zu der ich mich entschlossen habe: eine weitgehend komplettierte Sammlung wovon einige Marken mehr oder weniger große Fehler haben.“ Ich habe dies nie angestrebt, aber die Begeisterung für die alten Marken wächst von Stück zu Stück. Es stimmt schon - Zitat von Dir: „dass einfach eine gewisse Anzahl an Marken vorhanden sein muss um diese schön darstellen zu können und Vergleiche zwischen Typen, Platten und Farben anstellen zu können, also kurz um einen etwas tieferen Einblick in das Sammelgebiet zu bekommen.“
    Doch ich denke, wir haben ein gemeinsames Sammlungsziel: Zitat von Dir: „Ich sammle weil ich Spaß daran habe und ich habe in meiner momentanen Situation mit dieser Art zu sammeln den meisten Spaß. Selbstverständlich freue ich mich wenn ich einige schöne einwandfreie Stücke in der Sammlung habe und versuche deren Anteil mit der Zeit zu steigern aber ich habe kein Problem damit diese auch neben schlechteren Stücken im Album zu haben.“Deshalb habe ich auch sehr unterschiedliche Stücke in der Sammlung. Wie Dir es mit Deinem „Flohmarkt-Brief“ geht, der hat eine hübsche „Wie ich ihn erhielt“ -Geschichte, so zeige ich mal einen „3 Euro-Brief“ aus meiner Sammlung. Die Qualität ist „oh Erbarmen“, aber der Preis stimmt doch gnädig. So habe ich gerade noch zum Thema gefunden, bevor der mahnende Ruf aus dem Off kommt!

    Ich wünsche Dir noch lebenslange Freude an Deiner Sammlung und vielleicht zeigst
    Du mal die eine oder andere Seite aus Deiner Sammlung?

    Mit besten Grüßen
    Luitpold

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  • asmodeus
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    • 23. Oktober 2008 um 19:50
    • #47

    Auch wenn man wenig Geld hat, kann man schon auf einwandfreie Stücke achten. Nebenbei habe ich für bessere Stücke gespart- immer ein bißchen zurückgelegt. Selbst als Schüler und Student habe ich "gute" Stücke ergattert. Man muß viel Zeit und Geduld aufbringen. Irgendwann kommt ein gutes Stück für kleines Geld. In meiner Jugend und in der Ausbildung ruhte kurzfristig die Sammlung, aber ich habe kaum II Wahl gekauft. Es ist doch nachhinein verschwendetes Geld- bei seltenen Marken ist es ok, aber bei Standardware/ mittleren Werten sollte man warten und einwandfreies Material kaufen. Man kann II Wahl als Lückenfüller benutzen, aber nicht mehr- außer wie oben erwähnt, seltene Marke oder irgendeine Besonderheit.
    Es bleibt eine beschädigte Marke- egal ob Büge, fehlende Zähne (Ausnahmen gibt es), Fenster etc. und das kann man nicht wegreden- auch nicht mit seiner eigenen Wahrnehmung.

    Was die Erhaltungsansprüche immer wieder beeinflußt, ist das Sammelgebiet ansich. Jedes Gebiet hat eine Norm der Erhaltung- auch wenn es nur bestimmte Katalognummern sind.

    Ich kann keinem vorschreiben, wie er sammeln soll, aber man soll schon auf die Qualität des entsprechenden Gebietes achten.
    Ich habe das Gefühl, das der Tenor der meisten Antworten eher eine verzweifelte vorgeschobene Ausrede ist und die geringen finanziellen Mittel daran Schuld sind. Auch ich bin kein Krösus! Das ist jetzt nicht verächtlich oder irgendwie böse gemeint!

  • uli
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    • 23. Oktober 2008 um 19:56
    • #48
    Zitat

    Ich habe das Gefühl, das der Tenor der meisten Antworten eher eine verzweifelte vorgeschobene Ausrede ist


    Nein, diesen Eindruck habe ich überhaupt nicht. Wenn überhaupt, dann gemäß dem Motto "aus der Not eine Tugend machen". Ich glaube eher, dass es eine Reihe von Sammlern gibt, die mit weniger guten Marken zufrieden sind, wenn der Preis für diese in Ordnung ist.
    Gruß
    Uli

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    Einmal editiert, zuletzt von uli (23. Oktober 2008 um 19:56)

  • asmodeus
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    • 23. Oktober 2008 um 20:01
    • #49
    Zitat

    Nein, diesen Eindruck habe ich überhaupt nicht. Wenn überhaupt, dann gemäß dem Motto "aus der Not eine Tugend machen". Ich glaube eher, dass es eine Reihe von Sammlern gibt, die mit weniger guten Marken zufrieden sind, wenn der Preis für diese in Ordnung ist.

    uli: Du schreibst schon selber: Für gute Marken! Das heißt für mich: Einwandfreie Marken. Da spricht ja nichts dagegen. Auch mit wenig Geld, kann man eine gute Sammlung aufbauen- sprich: einwandfreie Marken mit wenig II Wahl.

  • uli
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    • 23. Oktober 2008 um 21:28
    • #50
    Zitat

    Du schreibst schon selber: Für gute Marken!


    Nein, das habe ich nicht geschrieben. Schau nochmal bitte nach, ich schrieb "... mit weniger guten Marken ...". Etwas deutlicher: Ich glaube eher, dass es eine Reihe von Sammlern gibt, die auch mit leicht beschädigten Marken zufrieden sind, wenn der Preis für diese in Ordnung ist.
    Gruß
    Uli

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  • mtcyrus
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    29. Juli 1980 (46)
    • 23. Oktober 2008 um 22:21
    • #51

    sehe ich auch so aus diesen Thraett anscheinend nimmt es ein wenig ab nur doie perfekten Marken sammeln zu wollen, denn man muss nun mal überlegen das manche Belege aus einer Sammlung 150 Jahre alt sind, also das ist immer mit einzurechnen!
    MFG und allen Sammlern Spass bei ihrer Art des Sammelns

    Suche momentan, dringend Belege von Berlin von Anfang bis Ende, egal was:
    Erstagsbriefe, Erstagsblätter, Mischfrankaturen, Einzelfrankaturen, Mehrfachfrankaturen, aber wenn möglich in sammelwürdiger Qualität.

  • Drudenfus
    aktives Mitglied
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    • 24. Oktober 2008 um 05:24
    • #52
    Zitat

    Ja und für andere Sammler genutzte Bewertungskriterien.


    Das mit Sicherheit, aber eben weder Qualitäts- noch Gütemerkmal.

    Worauf ich hinaus wollte ist einfach das, dass man ständig das Argument (oder mehr die Behauptung) hört "nur gute Qualität wird später bei einem Verkauf einen hohen Preis wieder einbringen" und das ist eben einfach nicht so, weil meiner Meinung nach Seltenheit/Begehrtheit und Qualität durcheinander gewürfelt werden.

    Zumal dann schon wieder relativiert wird und gesagt "bei seltenen Marken ist es ok", in Bezug auf den Kauf von 2. Wahl... ja also wenn ich nur bei den Billigwerten das ausgegebene Geld wieder bekomme und bei den Teuren in die Röhre glotze, dann macht das doch überhaupt keinen Sinn mehr, oder :ups:

    Zitat

    Und ich denke, jeder würde sich über eine klassische Marke in einer alten Bibel gefunden freuen, auch wenn Sie nicht so schön wäre, wie eine der neuen Blumenmarke.


    Aber natürlich :D
    In einem Buch habe ich zwar bisher keine gefunden, aber in einem alten Briefumschlag war ein Bayernwappen ** dringelegen. Leider über die Jahre am Brief festgeklebt, deswegen jetzt nurnoch *, aber von den Farben her immernoch brilliant wie neu vom Schalter :)
    Ok, die Marke ist nur ein paar Cent wert, aber sie ist qualitativ sehr gut :D

  • XYZ
    Gast
    • 24. Oktober 2008 um 06:14
    • #53

    edit

    2 Mal editiert, zuletzt von XYZ (24. Oktober 2008 um 07:02)

  • asmodeus
    Moderator
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    Männlich
    • 24. Oktober 2008 um 07:09
    • #54
    Zitat

    mit weniger guten Marken ...". Etwas deutlicher: Ich glaube eher, dass es eine Reihe von Sammlern gibt, die auch mit leicht beschädigten Marken zufrieden sind, wenn der Preis für diese in Ordnung ist.

    Habe es von einer anderen Seite verstanden. Nuja, aber ich sehe das so: Warum eine beschädigte Marke in die Sammlung aufnehmen, wenn es noch zuviele gut erhaltene gibt? Warum dafür Geld ausgeben? Bei Marken/Belege die es kaum in einwandfreier Erhaltung gibt und der Preis stimmt, kann man zuschlagen. Wenn der Preis stimmt, ist es ok, aber nicht bei massenhafter Standardware.

    Zitat

    sehe ich auch so aus diesen Thraett anscheinend nimmt es ein wenig ab nur doie perfekten Marken sammeln zu wollen, denn man muss nun mal überlegen das manche Belege aus einer Sammlung 150 Jahre alt sind, also das ist immer mit einzurechnen!

    Stimme ich Dir zu, aber auch hier kann man auch auf Erhaltungskriterien achten. Es gibt bei meinem Sammelgebiet Großbritannien einige II Wahl Marken, da ich sie zum Plattieren benutze und als Vergleichsstücke brauche/benutze. Diese Stücke werden nach und nach ausgetauscht.

    Aber im Grunde bleibt nur eins zu sagen: Man soll am Sammeln Spaß haben!

  • Kontrollratjunkie
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    7.214
    • 24. Oktober 2008 um 11:19
    • #55
    Zitat

    [i] Aber im Grunde bleibt nur eins zu sagen: Man soll am Sammeln Spaß haben!

    Genau dieser Satz ist das einzig wichtige Kriterium.

    Der eine kann oder will sich keine seltenen Stücke in erster Wahl leisten und ist trotzdem zufrieden.
    Der andere und dazu zähle ich mich, achtet auf gute Erhaltung im möglichen Rahmen des Sammelgebietes.
    Denn eine Marke in II. Wahl wird immer II. Wahl bleiben und bei jedem Aufschlagen der betreffenden Albumseite ärgert es mich, daß dieses Stück eben nicht meiner Wunscherhaltung entspricht.
    Aber ich kann warten, es kommen (fast) alle Marken über kurz oder lang auch in bester Qualität zum Angebot, manchmal ganz unverhofft und überraschend günstig.

    M.E. besteht die größte Tugend des Sammlers nicht im Ausgeben von möglichst viel Geld oder im rastlosen Suchen nach der Superspezialität, sondern in der Geduld.

    Gruß
    KJ

  • XYZ
    Gast
    • 24. Oktober 2008 um 11:28
    • #56

    :bier: so seh ich das auch deshalb sind bei mir nur Marken I Wahl im Album ;) :D

  • usul3
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.187
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    4. Oktober 1969 (57)
    • 24. Oktober 2008 um 12:08
    • #57

    Es ist auch Ansichtssache, wie jeder einzelne I. und II. Wahl definiert. Dem einen ist eine nicht einwandfrei zentriere Marke sammelunwürdig, Marken, die vor 150 Jahren vom Bogen geschnitten wurde, muss natürlich überall breitrandig sein und die Farbe wie gestern gedruckt. Für andere gelten diese harten Regeln weniger und eine zweiseitig breitrandige Marke ist ihm immer noch erste Wahl. Dies hängt auch von der Dicke der Brieftasche ab. Was ist I. Wahl? Ich habe mal eine Görlitz-Marke mit Plattenfehler verkauft, postfrisch. Der Käufer hat sich arg beschwehrt, da man auf der Gummiseite im Gegenlicht einen Fingerabdruck erahnen konnte, den ich gar nicht gesehen habe. War die Marke nun ** oder*? Denn gefalzt war sie ja nun nicht. Postfrisch bedeutet: wie am Schalter gekauft! Wenn nun der Abdruck vom Postbeamten selbst stammt, der den Bogen ja irgendwie halten musste, um ihn zu zerschneiden?

  • Wolffi 10. August 2026 um 14:39

    Hat das Thema aus dem Forum Altdeutschland nach Wird noch verteilt verschoben.
  • Wolffi 12. August 2026 um 20:43

    Hat das Thema aus dem Forum Wird noch verteilt nach Briefmarken Allgemein verschoben.

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