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Bayern - Österreich B.O.C. - O.B.C.

  • VorphilaBayern
  • 14. September 2008 um 09:45
  • bayern klassisch
    Gast
    • 12. März 2010 um 08:58
    • #101

    Lieber VorphilaBayern,

    danke für die Kommentierung - ich habe viele Briefe dieses Vertrages gesehen, aber keine Handvoll mit anhängenden Mustern.

    Der PV legte für die Städte Nürnberg und Fürth fest, dass diese von dem für Bayern zu kassierenden Zuschlag frei waren. Daher war die halbscheidig zu teilende Gemeinschaftstaxe für einfache Briefe aus Nürnberg nach Österreich auf 12 Kr. CM bzw. 15 Kr. rheinisch festgesetzt worden.

    Nun war nach Abs. 2 Nr. 7b zu unterscheiden zwischen dem Versand von Mustern in Briefen (keine Vergünstigung) und, wie hier, Briefen mit anhängenden Mustern ohne Wert.

    Letztere kosteten, wenn der Brief selbst einfach wog (bis 8,75g), immer mit dem Muster die nach dem Tarif treffende einfache Taxe, hier also 15 Kr., bei höherem Gewicht jedoch nur ein Drittel der weiteren Gebühr.

    Also haben wir folgenden Fall vor uns:

    Brief mit anhängedem Muster bis 1/2 Loth (wurde separat gewogen) 15 Kr..

    Je weiteres halbes Loth von Brief und Muster nur noch ein Drittel der einfachen Taxe von 15 Kr. = 5 Kr..

    Da er 30 Kr. kostete, wog der Brief mit den beiden Kaffee - Mustern aus Cuba also bis 2 Loth = 35g.

    Leider haben sich die Muster nicht mehr erhalten - macht nichts, bin kein Kaffeetrinker. ;)

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
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    7. August 1955 (70)
    • 12. März 2010 um 09:23
    • #102

    Lieber bayern klassisch,

    herzlichen Dank für das Zeigen und Beschreiben
    dieses seltenen "Muster ohne Wert" Briefes.
    Dazu möchte ich auch meinen Brief zeigen:
    Barfrankierter Brief mit anhängenden Kaffee
    Muster ohne Wert (leider auch nicht mehr
    vorhanden - als leidenschaftlicher Kaffeetrinker
    wäre so ein Päckchen einmal interessant)
    von Passau ins nahe Linz vom 12.11.1842,
    also aus dem zweiten Monat des Postvertrages
    zwischen Bayern und Österreich. Der Absender
    bezahlte 20 Kreuzer rh. bei der Briefaufgabe.
    Der Absender war aus Marktbreit und hat aus
    Kostengründen die Sendung in Passau aufgeben
    lassen.


    Liebe Grüße von VorphilaBayern

    Bilder

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    Einmal editiert, zuletzt von VorphilaBayern (12. März 2010 um 09:31)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 12. März 2010 um 11:09
    • #103

    Lieber VorphilaBayern,

    ahnte ich doch, dass hier im Forum noch ein 2. gezeigt werden würde. :)

    Dieser hier kostete 15 plus 5 Kr. für Brief mit Muster bis 1 Loth.

    Danke fürs Zeigen und liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Bayern-Nils
    Stamm Mitglied
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    • 13. März 2010 um 16:59
    • #104

    Hallo bayern klassisch und VorphilaBayern

    Danke fürs Zeigen diese zwei sehr schöne Briefe
    :P :P :P :P

    Leider habe ich noch nicht ähnliches.
    Ein Brief mit Kaffe Muster ohne Wert habe ich, aber ich will es eher ein Kaffe Fleck nennen :D :D :D

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 13. März 2010 um 17:30
    • #105

    Hallo Nils,

    Kaffeeflecken auf einem alten Brief sind kein Beweis! :D :D :D

    Musterbriefe müssen selten sein - sonst hättest du einen in deiner schönen Bayern - Österreich - Sammlung. :P :P :P

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Postgeschichte-Kemser
    aktives Mitglied
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    7. Oktober 1963 (62)
    • 23. März 2010 um 07:07
    • #106

    Hallo,

    da tummeln sich ja die richtigen Spezialisten, die mir bitte hoffentlich weiterhelfen können:

    Den unten abgebildeten Francobrief von Tölz 4.10.1845 nach Ingersdorf (?) in Niederösterreich habe ich in meiner Sammlung.
    Wenn ich richtig liege, handelt es sich um einen Brief in der 2. Gewichtsstufe bis 1 Loth. (wurde das nicht üblicherweise vermerkt ?)
    Demnach betrug die Gebühr das 1 1/2 fache der normalen Briefportotaxe, also 15 Kr. + 7 1/2 Kr. = 22 1/2 Kr.
    Die Vermerke auf der Rückseite des Briefes zeigen mir, dass offensichtlich abgerundet wurde. Ist das richtig ? Ich konnte in der verfügbaren Literatur (Helbig Postgesch. BY 1806/70) keinen Hinweis dazu finden.

    Vielen Dank im Voraus für eine Lösung.

    Beste Grüße aus Lenggries
    Postgeschichte-Kemser

    Bilder

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    Postgeschichte-Kemser
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  • Bayern-Nils
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    • 23. März 2010 um 08:19
    • #107

    Hallo Postgeschichte-Kemser

    Ein herzliches Wilkommen von mir :)

    Ja, es ist einen Brief in der 2. Gewichtsstufe. Ein Gewichtsstufe Vermerk sieht man sehr selten auf die Briefe zwischen Österreich und Bayern, leider.

    Ich habe keine Tabelle vor mir, aber meine dass 1. Gewichtssufe über 10 Meilen in erste Rayon 15 Kreuzer ist, und dass die darauffolgende halbe Loths eine zuschlag um 7 Kreuzer hatten. So der Brief ist mit 22 Kreuzer richtig frankiert geworden.
    Die Vermerke zeigen wahrscheinlich keine Abgerundung, habe ich nie so gesehen, sondern eine falsche Ausrechnung.
    Vielleicht hat der Tölzer schon damals versucht etwas extra zu bekommen? Der Absender hat es glücklicherweise gemerkt und der Expeditor korrigiert. Eine zweifelhafte Erklärung, aber möglich. ;)

    Ein schöner Brief und danke fürs Zeigen

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • VorphilaBayern
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    • 23. März 2010 um 08:37
    • #108

    Hallo Georg,

    ein sehr schöner Beleg aus Deiner Heimatsammlung.
    Im Art. 4 des Postvertrages Bayern - Österreich von 1842
    wurde bei höherem Gewicht folgendes festgesetzt:
    ".......bis 1/2 Loth das einfache; bis 1 Loth das 1 1/2 fache ...
    usw.; Im nächsten Satz steht: "Die Progressionstabelle liegt im
    Anschlusse unter 3 bei". Diese liegt mir derzeit nicht vor. Muß
    mal die Verordnungen von 1842 durchsehen.
    Im Buch von Herrn Dr. Joachim Helbig "Vorphilatelie Band 2"
    von MICHEL Schwaneberger Verlag steht diese Progressionstabelle
    auf Seite 46. Es wurden die Gemeinschaftstaxen in Kreuzer C. M.
    und Kreuzer rhein. in den Gewichtsstufen festgelegt und den Post-
    expeditionen in den Verordnungsblätter mitgeteilt.

    Beste Grüße,
    Hermann

    Einmal editiert, zuletzt von VorphilaBayern (23. März 2010 um 08:38)

  • Postgeschichte-Kemser
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    • 23. März 2010 um 09:57
    • #109

    Hallo Nils, hallo Herrmann,

    vielen Dank für Eure Antworten.

    Hermann - Du meinst also - getreu der Umkehrversion eines alten Sprichwortes - "wie der Sohn - so der Vater".
    Das wäre ja ein Hammer, wenn der "alte" Benedikt Grantz auch schon so ein Batzi gewesen wäre... 8-)....aber das ist nun doch wohl zuviel Phantasie.

    Andererseits - die Ziffern scheinen nicht von gleicher Hand zu stammen - man beachte die Schreibweise der "2". Wie lief das dann eigentlich ? Erhielt der Empfänger rückerstattet, was dem Absender zuviel abgeknöpft worden war ?

    Beste Grüße
    Schorsch

    Postgeschichte-Kemser
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  • Online
    kartenhai
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    • 23. März 2010 um 10:07
    • #110

    Hallo Schorsch,

    Dein Brief ging nach Inzersdorf am Wienerberge in Niederösterreich.
    Der Ort war bis 1938 eine eigenständige Gemeinde und ist heute ein Stadtteil von Wien.

    Gruß kartenhai

  • Postgeschichte-Kemser
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    7. Oktober 1963 (62)
    • 23. März 2010 um 16:51
    • #111

    Hallo Kartenhai,

    herzlichen Dank für die "Übersetzung".

    beste Grüße
    Postgeschichte-Kemser

    Postgeschichte-Kemser
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  • bayern klassisch
    Gast
    • 23. März 2010 um 17:11
    • #112

    Hallo P-K,

    die endlich notierten 22 Kr. waren nach der den PE zugesandten Tabellen richtig. Warum zuerst 23 Kr. notiert worden waren, ist nicht zu klären.

    Üblicherweise wurden Bruchkreuzer bei der Briefpost "supplirt", also aufgerundet. Bayern hatte sich mit Österreich aber bei diesem Vertrag vom 1.10.1842 damit abgefunden, bei Bruchkreuzern abzurunden.

    Auch die Inlandsregulative der Zeit gaben die Aufrundung vor, jedoch finden sich auch Abrundungen, warum auch immer.

    Zitat

    Andererseits - die Ziffern scheinen nicht von gleicher Hand zu stammen - man beachte die Schreibweise der "2". Wie lief das dann eigentlich ? Erhielt der Empfänger rückerstattet, was dem Absender zuviel abgeknöpft worden war ?

    Mit Sicherheit hat dieselbe Hand die beiden Taxen angeschrieben. Eine Frankotaxe siegelseitig konnte nur die Aufgabepost ändern, keine Transit- oder gar Abgabepost.

    Wenn, was in Unkenntnis der Gebühren vorkam, dem Absender ein zu hoher Betrag abgeknöpft wurde, war das nicht mehr umkehrbar. Da der Brief abspediert wurde, hatte man eh keinen Beweis mehr für das Franko, außer man hätte in recommandirt versandt. Aber auch dann wäre über die Imponderabilie Gewicht wenig zu ermitteln gewesen.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Postgeschichte-Kemser
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    7. Oktober 1963 (62)
    • 23. März 2010 um 18:19
    • #113

    Hallo bayern-klassisch,

    vielen Dank für die interessanten Erläuterungen sowie das Email.... 8-)

    beste Grüße aus Lenggries
    Postgeschichte-Kemser

    Postgeschichte-Kemser
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  • columbus
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    • 24. März 2010 um 20:30
    • #114

    Guten Abend liebe Freunde,

    ich denke, dass die Gebühren für die höheren Gewichtsstufen immer aufgerundet wurden und wie folgt zustande kamen:

    Grundlage waren die Gebühren in österreichischer Conventionsmünze, also 12, 18, 24, 36, usw Kr CM. Die exakte Umrechnung in die süddeutsche Währung (Faktor 1,2) hätte die Gebühren 14,4; 21,6; 28,8; 43,2 usw. Kr rh. ergeben. Diese Beträge wurden dann zu 15, 22, 29, 44, usw. Kr rh. aufgerundet. Dies führt dazu, dass die Differenzen zwischen zwei Progressionsstufen in süddeutscher Währung zwischen 14 und 15 Kr rh. schwanken.

    Schöne Grüße

    columbus

  • Bayern-Nils
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    • 24. März 2010 um 21:03
    • #115

    Hallo columbus

    Gut dass du wieder hier bist :)

    Ich habe eine Frage zu deine letzte Zeile, die ich nicht so ganz verstehen kann. Kannst du es bitte etwas genauer erklären?

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • columbus
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    • 24. März 2010 um 21:43
    • #116

    Hallo Nils,

    die Gebührendifferenz zwischen zwei Progressionsstufen ist ab der dritten Stufe immer 12 Kr CM = 14,4 Kr rh. Durch das Aufrunden ergeben sich in süddeutscher Währung dann Gebührenunterschiede von 14 oder 15 Kr.

    Beispiel:
    3. Gewichtsstufe: 24 Kr CM, 29 (exakt 28,8) Kr. rh.,

    4. Gewichtsstufe: 36 Kr CM, 44 (exakt 43,2) Kr rh.,

    5. Gewichtsstufe: 48 Kr CM, 58 (exakt 57,6) Kr rh.

    Der Unterschied in süddeutscher Währung ist also zwischen der 3. und 4. Stufe 15 Kr rh., zwischen der 4. und Stufe aber nur 14 Kr. rh.

    Viele Grüße

    columbus

  • Bayern-Nils
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    29. April 1962 (63)
    • 25. März 2010 um 13:17
    • #117

    Hallo columbus

    Ja, richtig, dann verstehe ich was du gemeint hast.
    Danke für die Antwort :)

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • VorphilaBayern
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    • 20. April 2010 um 22:02
    • #118

    Liebe Sammlerfreunde,

    nun habe ich auch einen Brief aus der Pfalz nach
    Österreich aus der Zeit von 1842 bis 1850:
    Unfrankierter Brief von Speyer (Bayern - Pfalz)
    nach Dornbirn (Vorarlberg - Österreich) vom
    21. Mai 1843. Beim Empfänger wurden 12 Kr.C.M.
    zuzüglich einen Zuschlag von 4 Kr.C.M., also
    16 Kr.C.M. Porto kassiert.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 21. April 2010 um 05:54
    • #119

    Lieber VorphilaBayern,

    ein ganz außergewöhnlich seltener Brief, denn aus der Pfalz schrieb kaum jemand nach Österreich überhaupt. Glückwunsch zu dem Stück, welches sicher nicht ohne gewissen finanziellen Aufwand zu erwerben war.

    Vielen Dank fürs Zeigen und liebe Grüsse von bayern klassisch

  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.546
    Geburtstag
    7. August 1955 (70)
    • 21. April 2010 um 07:22
    • #120

    Lieber bayern klassisch,

    vielen Dank.
    Dieser und der folgende Brief war in der letzten
    Deider-Auktion als ein Los angeboten, das ich
    steigerte. Nun habe ich Belege aus den Jahren
    1842 bis 1850 aus beiden Richtungen.
    Hier der zweite Brief von Speyer nach Dornbirn
    vom 5.3.1843.

    Liebe Grüße,
    VorphilaBayern

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