Nun, Ihr als Bayern-Sammler habt wenigstens ein paar Infos. Ich als Württemberg-Sammler hab's da noch viel schwerer, da gibt's praktisch nichts. Allerdings dürften sich einige Varianten der Portofreiheit von Württemberg auch in Bayern finden, ich habe da in letzter Zeit einige Dinge in verschiedene Threads reingestellt und helfe gerne auch mit meinem Württemberg-Material weiter. Bayern habe ich leider nichts (außer grenzüberschreitenden Belegen und die muss ich erst noch aufarbeiten).
Beiträge von SitzendeUndMehr
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Hallo,
Zwergenschnitt gab's nicht nur in Bayern...
Der 10 Rappen-Strubel wurde auch ganz schön gestutzt.
Viele Grüße,
SitzendeUndMehrP.S.: Beleg steht gerade bei ricardo.ch zum Verkauf...
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Finde das mal wieder interessant. Gegenbeispiel:
Letztlich ist jeder Browser mit ausreichendem Marktanteil ein Angriffsziel (und jede andere angreifbare Komponente, sei es im Betriebssystem, eMail-Programm, Textverarbeitung, Adobe Reader, Flash,...).
Schon der Ratschlag, den Browser zu wechseln, ist einigermaßen daneben - aber das BSI ist da ja doch eher "politisch" gegen Microsoft. Wer garantiert, dass es beim nächsten Browser nicht auch ein Problem gibt?
Letztlich geht es in der Tat um eine bewusste Nutzung der Technologien. Ich habe in all den Jahren genau einmal einen Angriff abbekommen. Daran war ich selbst schuld, weil ich zwar schon Wochen vorher Details dazu publiziert hatte, selbst aber keine Updates gemacht habe. Wie das halt bei Experten öfter mal so ist...
In der Verbindung von regelmäßigen Updates (und da ist Microsoft mit seinen automatischen Updates sehr gut, besser als die allermeisten anderen), einer der Sicherheitsrisiken bewussten Nutzung ("in private"-Modus für sensitive Transaktionen, unterschiedliche Kennwörter und Benutzernamen, und wer unbedingt Pornos gucken will macht das vielleicht mit einem separaten Rechner oder aus einer separaten VM,...), einem guten Virenscanner/Personal Firewall etc. kann man sich doch relativ sicher fühlen. Und natürlich sehr zurückhaltend sein bezüglich Mails unbekannter Sender oder Links in eMails. Immer noch der "Bauerntrick", sozusagen.
Welchen Browser man dann nutzt ist eher Geschmacksache, wobei man durchaus darauf achten sollte, wie gut die Sicherheitspolitik (Automatische Bereitstellung von Updates,...) ist. Und da hat Microsoft von allen Herstellern im Markt, die ich kenne (und das sind praktisch alle IT-Anbieter) meiner Ansicht nach die beste Vorgehensweise. Auch wenn man mit Opera vielleicht weniger "Incidents" im Sinne bekannt gewordener Schwachstellen hat, weil mangels Verbreitung nicht so ein beliebtes Angriffsziel. Aber auch Mac OS X und Safari sind ja inzwischen ins Blickfeld gerückt.
Der Ratschlag, nun den Browser zu wechseln, ist nicht so hilfreich. In zwei Wochen müsste es dann wohl heißen: Nun aber den nächsten Browser, weil bei einem anderen Browser eine schwerwiegende Lücke entdeckt wurde.
Also: Keine Panikmache, sondern bewusstes Handeln. -
Zitat
Original von mx5schmidt
Hallo SitzendeUndMehr,herzlich willkommen bei uns "Auslagenverrückten".
Bei den von Dir gezeigten vier Briefen handelt es sich tatsächlich um Auslagen/Nachnahmebriefe.
Ich nehme mir mal den Brief auf Künzelsau vor.
Der schwarze Aufgabestempel L1 ist Feuser 1853-3 und nachgewiesen seit 1820.
Als Nachnahmebetrag wurden 1 Gulden 25 Kreuzer ausgewiesen.
Dazu kamen hier 2 Kreuzer, so dass der Empfänger insgesamt 1 Gulden 27 Kreuzer zu zahlen hatte.
Bei den 2 Kreuzern kann es sich eigentlich nur um die Procuragebühr in Höhe von 1 Kreuzer pro angefangenem Gulden an Nachnahme handeln.
Der Brief lief ansonsten augenscheinlich portofrei.
Liebe Grüße
mx5schmidt
Hallo,
Gut Ding will Weile haben...
Ich sitze nochmal an dem Beleg. Und nachdem ich jetzt einige Nachnahmebelege von Württemberg analysiert habe (mit meinem bescheidenen Wissen) scheint es mir so zu sein, dass in Württemberg typischerweise der Nachnahmebetrag und das normale Porto ausgewiesen sind. Das passt bei dem Beleg von eben (Friedrichshafen, Weinsberg, Vaihingen), das passt bei dem Künzelsau-Beleg und bei anderen. Ich könnte mir vorstellen, dass die Nachnahmegebühr (Procura,...) nicht taxiert wurde.
Jedenfalls würde das meine vorliegenden Nachnahmebelege in den meisten Fällen schlüssig erklären.Viele Grüße,
SitzendeUndMehrP.S.: Der Künzelsau-Brief aus dem Zitat findet sich auf Seite 27 ganz unten...
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So, nun ein erster Beleg.
1. Am 01.05.1847 von Vaihingen/Enz nach Friedrichshafen. Ich vermute, dass die 8 Kreuzer von dort stammen (knapp unter 24 Meilen) und die 9 Kreuzer dann das Bestellgeld beinhalten.
2. Am 05.05.1847 von Friedrichshafen zurück nach Vaihingen. 8 Kreuzer plus die unten links genannten 9 Kreuzer Nachnahme, also die 17 Kreuzer.
3. Am 06.05.1847 von Vaihingen nach Löwenstein bei Weinsberg. Gerade noch so 3 Kreuzer. Was die 5 unten links bedeuten soll, weiß ich allerdings nicht.
4. Am 22.05.1847 von Weinsberg zurück nach Vaihingen. Daher sollten die 3 Kreuzer stammen. Die sind aber durchgestrichen. Statt dessen gibt es noch die 10 Kreuzer, obwohl das mit der Nachnahme eigentlich schon erledigt sein sollte, oder!?Vielleicht hat jemand noch eine validere Deutung des Belegs?
Viele Grüße,
SitzendeUndMehr -
Hallo,
mal eine wahrscheinlich doofe Frage: Was genau waren "Auslagebriefe"? Also nicht die Postauslage in Bayern, das ist ja im Helbig I erläutert, sondern das was man (ähnlich wie bei Nachnahmen) gelegentlich bei württembergischen Briefen findet?
Ich werde aber wahrscheinlich nachher eh noch ein paar Belege einscannen, an denen ich scheitere (lege mir gerade Albumblätter für die Nachnahme- und Auslagebriefe an...).
Viele Grüße,
SitzendeUndMehr -
Hallo,
unter ein bisschen was zum gleichen Thema in der Schweiz...
Viele Grüße,
SitzendeUndMehr -
Hallo,
nun nochmal ein Brief, bei dem der Stempel interessanter ist als es auf den ersten Blick wirkt. Es ist der Routenstempel "Rt. Romont". Routenstempel hatte ich ja weiter vorne schon mal gezeigt, auf losen Marken. Hier nun eben auf Beleg.
Ich zitiere mal von hier:
"Das sind sogenannte Routenstempel, eine typisch schweizerische Erscheinung, die in keinem anderen Land anzutreffen ist. Sie wurden als Abgangs-, Hauptstempel verwendet und wurden durch das Sammlungsbüro oder den Boten auf die Korrespondenzen angebracht. Die Routenstempel dienten wie die Ortsstempel der Erhebung der Posttaxen und erleichterten gleichzeitig die Rückgabe, der nicht angenommenen Sendungen. (Siehe auch Botenstempel)"Viele Grüße,
SitzendeUndMehr -
Hallo,
nach meinen Informationen wurde das Bestellgeld in Württemberg 1850 abgeschafft.
Interessanter Empfänger, er hat offensichtlich seine eingehenden Belege gesammelt - ich habe eine Strubel-Auslandsdrucksache aus der Schweiz an den gleichen Empfänger.Viele Grüße,
SitzendeUndMehr -
Hallo Gernesammler,
ja, Pomy ist schon mal gut.
Es handelt sich um einen Petschaftsstempel der Gruppe 72D (Stempelwerk Andres/Emmenegger - übrigens bietet Rölli in der nächsten Auktion zwei komplette Stempelwerke an, wobei die sicher gut über dem Startpreis von 100 CHF weggehen werden). Laut Stempelwerk nicht auf Marken nachgewiesen, bei dem Beleg dann aber schon.
Zum Thema Petschaft:
Bei eBay läuft gerade eine Auktion, allerdings mit rückseitigem Petschaftsstempel und auf Strubel:
Einen Thread zum Thema (allerdings auf Vorphila-Briefen) gab's hier im Forum auch schon:
Honegger () hatte vor zwei oder drei Jahren mal eine lose Strubel-Marke mit Petschaftsstempel im Angebot.
Ich habe in den letzten Jahren bei den Auktionen, die ich so beobachtet habe (und das waren eigentlich alle großen in der Schweiz) bewusst keinen Strubel- oder Sitzende-Beleg mit einem solchen Stempel gesehen (außer meinem Brief, versteht sich...).
Das Stempelwerk beschreibt die Stempel als solche als "sehr selten auf Marke oder Brief", weil sie wenn dann auf Formularen benutzt wurden.Viele Grüße,
SitzendeUndMehr -
Du siehst mich völlig ahnungslos
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Danke.
Das war damals aber einigermaßen kompliziert...
Laufwege fast so umständlich wie heute mit den PVZ...Viele Grüße,
SitzendeUndMehrkartenhai: Klar ist es ein "d", hätte ich auch selbst erkennen können...
Danke. -
Hallo,
nun das Highlight meiner Sammlung "Abstemplungen auf Strubel und Sitzender".
Ich erkläre es erst mal nicht, vielleicht weiß ja jemand, was es ist.Viele Grüße,
SitzendeUndMehr -
Ich schiebe das nochmal hoch - vielleicht fällt ja noch jemand was dazu ein
Danke! -
Hallo,
anbei ein Brief an den Herrn Ellrichshausen, franko, postlagernd. Nur:
1. Wohin genau?
2. Taxierung?
Übrigens der einzige Brief mit "poste restante", den ich habe.
Inhalt sind mehrere einzelne Briefe.Viele Grüße,
SitzendeUndMehr -
Hallo,
ich würde durchaus zustimmen, dass es heute wohl keine seriösen Länder mehr gibt. Deutschland erfüllt das erste Kriterium schon längst nicht mehr, aber auch Österreich oder die Schweiz können da nicht wirklich punkten.
Dass das zweischneidig ist, haben die Postverwaltungen aber typischerweise immer noch nicht begriffen. Es haben wohl unzählige Sammler in D mit der Euro-Umstellung aufgehört.
Andererseits muss man ja nicht alles sammeln. Selbst als "Katalogsammler" kann man sich ja auf Teilbereiche konzentrieren, was übrigens in der Schweiz durchaus etwas besser funktioniert - da werden "Pro Juventute" und "Pro Partria" (also Jugend- und Wohlfahrtsmarken) als eigenständige Sammelgebiete begriffen.
Letztlich bringt es aber nichts, sich über die Ausgabepolitik zu ärgern, egal in welchem Land. Als Sammler kann man sich dann nur überlegen, ob man das mitmacht oder nicht. Wenn nicht, kann man das Gebiet aufhören oder sich auf Teilbereiche konzentrieren.
Und für die Spezialisierung ebenso wie für Motivsammlungen gibt es ja nun Möglichkeiten genug, bei denen man sich nicht mehr um Vollständigkeit kümmern muss. Die neueren Entwicklungen wie Internetmarken, Labels etc. sind dagegen ja auch nicht uninteressant, wenn man das mehr postgeschichtlich betrachtet. Dann fehlen zwar die netten bunten Bildchen ein bisschen, aber Material gibt es in Hülle und Fülle.
Viele Grüße,
SitzendeUndMehr -
Hallo,
die Sitzenden Helvetia ist - wie viele Ausgaben dieser Zeit in unterschiedlichen Sammelgebieten - ein Paradies für unterschiedliche Farbnuancen. Hier mal ein Blatt aus meiner Sammlung zum Thema.
Viele Grüße,
SitzendeUndMehr -
Hallo,
dann mal weiter mit den Spoon Cancellations.
Auch ein nettes Teilgebiet.Viele Grüße,
SitzendeUndMehr -
Da es nicht mein Gebiet ist (UK eigentlich derzeit nur Penny Red) kann ich nur mit einem Beleg aufwarten, den ich unter
schon gezeigt habe - unten auf der Seite. Auch eBay UK, aber mehr als 6€, soweit ich mich erinnere -
OK - der wäre also quasi von Mergentheim an Schneidheim vorbei nach Nördlingen (via Nördlingen) und zurück nach Schneidheim gelaufen.
Jetzt habe ich noch einen ähnlichen Brief. 13.02.1806, R3.Mergentheim, ich würde sagen nach Ellingen, Deutschorden würde passen, kurz bevor es bayrisch wurde, nur: Dann würde ich das unten links als "v. Nürnberg" interpretieren. Und das wäre nun wirklich nicht der nächste Weg.
Wer kann das besser entziffern oder erklären, vielleicht auch beide Belege im Zusammenhang?
Viele Grüße,
SitzendeUndMehrP.S.: Dass beide Briefe aus Mergentheim sind, ist naheliegend - war ja der Hauptsitz.