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Bayern: Briefe - ohne Francomarken - (geändert 30.01.10)

  • Luitpold
  • 13. September 2008 um 20:13
  • Luitpold
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    879
    • 17. Januar 2010 um 13:22
    • #441

    Die Kennzeichnung der Portofreien Sendungen (D.S. wie auf dem abgebildeten Brief) erfolgte auch bei der Fahrpost. Hier ein Paketbegleitbrief (Hülle) - datierbar anhand des Fahrpoststempels in Wappenform von Würzburg ca. 1820-40.

    Luitpold

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  • Bayern-Nils
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    • 18. Januar 2010 um 10:43
    • #442

    Hallo Freunde

    Ich brauche Lesehilfe ?(

    Hier ist ein schöner Brief der von Gunzenhausen nach Pleinfeld in 1841 gelaufen ist. Es war ganz sicher ein Portofreier Dienstsache.

    Aber was ist es hier geschrieben?

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 18. Januar 2010 um 11:23
    • #443

    Hallo Nils,

    wunderschöner Brief. :P

    Unten links steht:

    Armensache des Patrimonialamtes Wald.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Luitpold
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    879
    • 18. Januar 2010 um 11:31
    • #444

    Na so langsam bekommen wir die Dienstbriefe und ihre unterschiedliche Kennzeichnung für "Portofreiheit" zusammen (Danke an Nils!). Das hat offensichtlich noch niemand als Sammlungsthema im Portfolio (wie man im Management wohl sagen würde)?

    Na, liebe Leute, wer ist denn Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Bayern e. V., gegr. 1997 oder hat deren Rundbriefe?

    Aus dem Rundbrief Nr. 13 / 2004 würde micht der Beitrag "Kgl. Bayer. Regierungsblatt vom 3. Januar 1807 – die Portofreiheit betreffend" interessieren.

    Vielleicht kommen wir dann der "Portofreiheit" auf den Grund?

    Es zeichnet hoffnungsvoll
    Luitpold

    Einmal editiert, zuletzt von Luitpold (18. Januar 2010 um 11:32)

  • Bayern-Nils
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    • 18. Januar 2010 um 12:52
    • #445

    Hallo bayern klassisch

    Besten dank für die Hilfe.
    Ich habe wieder Glück gehabt :)


    Hallo Luitpold

    Kennst du das Heft von Friedrich Wachter:
    "Zusammenstellung der Bestimmungen über Postportofreiheit in Bayern"


    Hier gibt es viel zu lesen.

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

    Einmal editiert, zuletzt von Bayern-Nils (18. Januar 2010 um 12:55)

  • SitzendeUndMehr
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    • 18. Januar 2010 um 13:30
    • #446

    Nun, Ihr als Bayern-Sammler habt wenigstens ein paar Infos. Ich als Württemberg-Sammler hab's da noch viel schwerer, da gibt's praktisch nichts. Allerdings dürften sich einige Varianten der Portofreiheit von Württemberg auch in Bayern finden, ich habe da in letzter Zeit einige Dinge in verschiedene Threads reingestellt und helfe gerne auch mit meinem Württemberg-Material weiter. Bayern habe ich leider nichts (außer grenzüberschreitenden Belegen und die muss ich erst noch aufarbeiten).

    Erste Fehllisten sind online, weitere Fehl- und Dublettenlisten folgen. Habe viel Tauschmaterial Schweiz ab Strubel bis ca. 1965.
    Suche für meine Sammelgebiete (siehe Profil) immer. Außerdem "incoming mail" nach Württemberg bis 31.03.1902.

  • Bayern-Nils
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    • 18. Januar 2010 um 15:33
    • #447

    Hallo SUM

    Es ist nicht einfach, wenn man keine Unterlagen hat. Ich sehe dass der Verlag auch etwas über T&T hat. Vielleicht gibt es da etwas über Württemberg?


    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • Luitpold
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    • 18. Januar 2010 um 17:52
    • #448

    Hallo Nils,

    herzlichen Dank für Deinen Hinweis. Leider ist das Werk vergriffen.

    Jedoch ist es in der Philatelistischen Bücherei in München vorhanden. Dort findet sich der interessante Hinweis, dass es sich um einen Nachdruck eines über 150 Jahre alten Originals handelt:

    "Zusammenstellung der Bestimmungen über Postportofreiheit in Bayern / zunächst für den Manipulationsdienst und mit hoher Genehmigung der Generaldirektion der kgl. Verkehrsanstalten hrsg. von Friedrich Wachter
    - mit Zusammenstellung der persönlichen Portofreiheiten in Bayern, auf den Fürstlich Thurn und Taxisschen Posten und den Posten der zum Deutsch-Österreichischen Postverein gehörigen Staaten - - Nachdruck der Ausgabe von 1859.

    Viele Grüße
    Luitpold


    PS
    Es gibt die Möglichkeit der Fernausleihe. Von Württemberg findet sich dort auch viel Literatur

  • VorphilaBayern
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    7. August 1955 (70)
    • 22. Januar 2010 um 13:18
    • #449

    Liebe Sammlerfreunde,

    möchte folgernden Brief zeigen:
    Dienstbrief aus dem Ministerium des Innern
    in München (links oben "M. Jnnern") an den
    königl. Regierungs Direktor Freiherrn von Strauß
    in Würzburg vom 8. September 1844 als
    Königliche Dienst Sache (K.D.S.).


    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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  • Erdinger
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    • 25. Januar 2010 um 11:41
    • #450

    Lieber Luitpold,

    im Archiv für Postgeschichte in Bayern hat Helmut Thiel in den 1970er-Jahren den Aufsatz "Dienstbriefe und Dienstmarken in Bayern, 1664-1920" veröffentlicht (ich besitze eine Kopie, habe aber leider nicht vermerkt, wann der Aufsatz erschienen ist, das kann ich aber nachreichen).
    Demnach ergäbe sich folgender Zeitablauf:

    • Übernahme der Posthoheit auf Bayern
    • Königliche Entschließung vom 20.12.1805: bis zur Neuregelung bestehen bisherige Tarife und Postportofreiheiten weiter
    • neue generelle Regelung am 15.3.1806: Bezeichnungen für Dienstbriefe "in causa domini", "militaria" und "K.D.S." (Königliche Dienstsache) neben den gewöhnlichen Amts- und Kanzleisiegeln vorgeschrieben. Gleichzeitig wird der Vermerk "P.S." für eine Parteisache, die nicht der Portofreiheit unterlag, eingeführt
    • weitere Richtlinien vom 12.12.1806 und 31.12.1807 führen nur zu geringfügigen Änderungen
    • Allerhöchste Verordnung vom 19.12.1808: Beschränkung des vom Postporto befreiten Personenkreises: König und sämtliche Mitglieder des kgl. Hauses, wirkliche geheime Staats- und Konferenzminister und der Minister-Staatssekretär im Kriegswesen sowie alle Personen, die am 1.10.1808 persönliche Portofreiheit besaßen (beschränkt auf die Person des Befreiten, aber aktiv und passiv!, gilt nicht für Auslandssendungen). Frei von Porto sind alle in Staatsdienstangelegenheiten von sämtlichen kgl. Stellen, Zivil- oder Militärbehörden und übrigen Amtsverwaltungen sowie derGeneral-Lotto-Administration abgehenden Schreiben. Sie müssen mit Dienstsiegel und "K.D.S." gekennzeichnet sein.
    • 17.2.1809 Frankierungszwang für Sendungen an Ämter und Behörden (ausgenommen nur Armensachen)
    • Die Allerhöchste Verordnung vom 23.6.1829, die über Jahrzehnte Bestand hatte, gibt es auszugsweise hier (S. 404):

    Ich hoffe, das hilft für den Anfang weiter!
    Viele Grüße vom
    Erdinger

  • Bayern-Nils
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    • 25. Januar 2010 um 11:56
    • #451

    Hallo Erdinger

    Besten Dank für diene Auflistung hier. Ganz interessant :)

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • Erdinger
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    • 25. Januar 2010 um 12:29
    • #452

    Lieber Nils,

    danke für das Lob, das nicht mir, sondern Herrn Thiel gebührt ...

    ... und damit das Ganze nicht so nackert dasteht, zwei Belege:

    1.) Dienstbrief des Rentamtes Erding, gekennzeichnet mit "K.D.S." vom 4. Juni 1814, mit Stempel der Briefsammlung Erding, an das gräflich Baumgartnerische Patrimonialgericht in Ering.

    2.) Dienstbrief des Landgerichts Erding (erkennbar am Innendienststempel "K.L.ERDING" ) an das Oberadministrations-Kollegium der Armee, mit Stempel der Briefsammlung Erding, ca. 1820. Der Brief begann sein Leben als "K.D.S.", bevor man es sich anders überlegte und ihn zur "P.S." machte.

    Viele Grüße vom
    Erdinger

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    Einmal editiert, zuletzt von Erdinger (25. Januar 2010 um 12:30)

  • Bayern-Nils
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    • 25. Januar 2010 um 14:06
    • #453

    Hallo Erdinger

    Es ist ja zwei sehr interessante Briefe.
    Danke fürs zeigen :)

    Was war die Aufgaben bei einem Briefsammelstelle? Vielleicht eine grosse Frage :ups:

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • Erdinger
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    • 25. Januar 2010 um 15:54
    • #454

    Lieber Nils,

    die Briefsammlung war die unterste Kategorie bei der Post, und rangierte noch unter der Expedition.
    Sehr viele Einrichtungen dieser Art gab es in Bayern nicht (weniger als zehn, meine ich).

    Die Briefsammlung Erding z.B. wurde ab 1808 zunächst von Freising aus als eine Art Filiale betrieben, um die anfallende Korrespondenz einzusammeln und eintreffende bis zur Abholung durch den Empfänger einzulagern. Nach wenigen Jahren ging diese "Filiale" in Personalunion auf den jeweiligen Inhaber der konzessionierten Freisinger Botenstelle über, der sie bis 1843 betrieb. Wesentlich mehr weiß man von den Abläufen dort eigentlich nicht.

    Erding (und sein Hinterland) war als bevölkerungsreiches und ausgedehntes Landgericht Quelle eines stetigen Flusses von vor allem amtlicher Korrespondenz. Begreiflicherweise war man mit dieser postalischen Situation sehr unzufrieden, was den Landrichter zu immer neuen Demarchen bei der Regierung veranlasste, doch endlich eine Expedition einzurichten. Bekannt sind auch die Klagen des Briefsammlers über zu viel amtliche Post, die viel Arbeit machte, für die er aber nichts berechnen konnte. Es sind einige Briefe vor allem aus den 1830er-Jahren bekannt, die das Landgericht wohl direkt in Freising aufgegeben hat.

    Viele Grüße,
    Dietmar

  • Bayern-Nils
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    • 25. Januar 2010 um 16:38
    • #455

    Hallo Erdinger

    Besten Dank für deine Antwort. Es ist eine sehr interessante Geschichte, und war mir ganz neu. Dann verstehe ich dass eine Sammlung von Erding sehr interessant sein muss, mit viele Aspekte.

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • Bayern-Nils
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    • 26. Januar 2010 um 08:42
    • #456

    Hallo Freunde

    Ich will Heute ein schöner Königliche Dienst Sache zeigen der von Innsbruck nach Freising 3. Sept 1810 gelaufen war.
    Der Innsbruck Stempel sieht man nicht jeden Tag, hier aber leider etwas schwach.

    Eine Frage: Was ist es ganz unten geschrieben?

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 26. Januar 2010 um 08:49
    • #457

    Hallo Nils,

    für Innsbruck ist der Stempel noch gut - bei denen war die Stempelfarbe fast immer vertrocknet und diese Stempeltype ist auch sehr schwer gut abzuschlagen.

    Unten steht "Beruht einsweilen".

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Bayern-Nils
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    • 26. Januar 2010 um 09:42
    • #458

    Hallo bayern klassisch

    Danke für die Antwort. :)

    "Beruht einsweilen" war also kein postalischer Vermerk.

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 26. Januar 2010 um 10:27
    • #459

    Hallo Nils,

    ich halte es für einen Vermerk des Absenders. Der Brief wurde in sehr stürmischer Zeit geschrieben, in der Bayern einen sehr starken Umbruch erlebte.

    Meiner Meinung nach könnte es sich um einen Vermerk handeln, der auf die Lokalität der Dienststelle (Empfänger) hinwies. Es gab damals Behörden, die wanderten. Ob es hier so war, vermag ich ohne weitere Recherche nicht zu sagen.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Bayern-Nils
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    29. April 1962 (63)
    • 26. Januar 2010 um 11:16
    • #460

    Hallo bayern klassisch

    Ob der Vermerk von Empfänger oder Absender kommt, kann ich leider nicht beurteilen. Der Brief hat kein Inhalt. Der "pres" Vermerk deutet auf 4 Tage von Postamt in Innsbruck bis von Empfänger erhalten. Hier war es meine Meinung nach keine Verzögerung zu finden.

    Ich habe versucht etwas über das General Vikariat herauszufinden, aber nichts gefunden :(
    Findet vielleicht später etwas.

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

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