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Landbriefträger

  • bayern klassisch
  • 7. Dezember 2009 um 18:29
  • bayern klassisch
    Gast
    • 10. Januar 2010 um 13:49
    • #141

    Lieber Magdeburger,

    mit dem 1. Teil deiner Aussage liegst du gar nicht mal so falsch - ich löse morgen, wenn sich bis dahin keiner gefunden hat, der ihn knacken kann.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Magdeburger
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    • 10. Januar 2010 um 14:48
    • #142

    Lieber Bayern Klassisch,

    ich habe mir den Brief nochmals angeschaut.

    Unten rechts könnte auch 6 9 stehen jetzt "50" und ein "x". Ich denke, die "50" hat keine Bedeutung.

    Wenn der Brief als unfrankierter behandelt wurde, dann entspricht die "6" der Brieftaxe und die "9" Brieftaxe + Landbote.

    Ich werde Deine Lösung nun abwarten. Im vorherigen Post habe ich jedoch unten "links" gegen "rechts" korrigiert.


    Mit freundlichem Sammlergruss

    Ulf

    Suche Belege von Magdeburg bis 31.12.1867 sowie Belege mit Packkammerstempel

  • mikrokern
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    • 10. Januar 2010 um 15:17
    • #143

    Hallo magedeburger,

    2 Dinge sind auffällig:
    der Brief wurde sicherlich in Nürnberg mit 1 Kr. frankiert aufgegeben und entsprechend gestempelt. Für einen Adressaten in Nürnberg deckt das genau den Ortstarif eines Lokalbriefes ab.
    Wäre der Brief auswärts "normal" als Portobrief aufgegeben worden, würde er sicher ohne 1 Kr-Marke aus Nürnberg dem Herrn Lohbauer direkt zugestellt.
    Bei der Portobriefvariante - die vom Porto von 6 Kr. als Brief innerhalb des 12 Meilen-Rayons sicherlich denkbar wäre - gefällt mir die Absenz jeglichen Aufgabestempels nicht. Daher glaube ich, dass der Brief erst in Nürnberg einer Postexpedition übergeben wurde.
    Auch mit derm Geschriebenen links unten habe ich Mühe, es beginnt mit "f" und endet mit etwas, das einer 6 nicht unähnlich sieht. Stammt aber sicher vom Absender, so wie er die Adresse auch geschrieben hat. Den nachzuerhebenden Portobetrag für einen Portobrief hätte ein spedierender Postexpeditor sicher mit anderem Stift (Rötel), dicker und grösser angeschrieben.
    Könnte das Symbol neben der 6 rechts unten nicht auch ein Zeichen für "Kreuzer" sein?
    Vielleicht war dem Absender der für den Landboten zu entrichtrende Betrag von 6 Kr. bekannt, sodass er diesen gleich selbst anschrieb...

    Ist eine harte Nuss...

    Gruss

    µkern

  • bayern klassisch
    Gast
    • 10. Januar 2010 um 15:30
    • #144

    Lieber Magdeburger, lieber mikrokern,

    danke für eure Lösungsvorschläge. Darf ich lösen?

    Der Absender in Haasmühl bei Dietfurt warf am 22.8.1861 mehrere Briefe, die alle nach Nürnberg gerichtet waren, unter einem Kreuzkuvert in den Landbriefkasten. Auf jedem Brief vermerkte er links unten "Per C(ouvert)", also kuvertiert.

    Dieses Päckchen Briefe unter Kreuzband war mit der Adresse "An die verehrliche Hauptbriefpostexpedition in Nürnberg" versehen. Es waren darin mindestens 6 Briefe enthalten, denn unten rechts war die Nummer der Rechnung notiert worden, hier der 6. Brief.

    Weil der Postexpeditor in Dietfurt die Herkunft dokumentieren wollte, notierte er "Durch Landboten", denn der Landbriefträger konnte nur auf dem Kreuzkuvert bzw. allenfalls dem obersten Brief seinen Ruralstempel abschlagen.

    Das Kreuzband, welches heute nicht mehr vorhanden ist, wog mit Inhalt ca. 30g, denn ein Brief wog knapp 5g, so dass 6 Briefe plus Streifband unter 2 Loth wogen. Von Dietfurt bis nach Nürnberg waren es weniger als 12 Meilen, so dass 6 Kr. auf dem Kreuzband klebten. Auch alle darin enthaltenen Rechnungsbriefe waren mit je 1 Kr. bereits vorfrankiert worden, erhielten aber keinen Mühlrad- oder Ortsaufgabestempel von Dietfurt.

    Am 23.8. traf unsere "Sammelsendung" in Nürnberg ein. Der Beamte dort prüfte die Frankatur der Gesamtsendung, indem er diese wog. Dann entfernte er das Kreuzband und prüfte, ob alle Briefe frankiert und nach Nürnberg gerichtet waren.

    Dies war bei unserer Nr. 6 der Fall, so dass er in seiner Funktion als Aufgabepostbeamter die Marke entwertete, den Brief als Ortsbrief akzeptierte, ihn nicht siegelseitig ankunftsstempelte, sondern durch seinen Stadtbriefträger austragen ließ.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Einmal editiert, zuletzt von bayern klassisch (10. Januar 2010 um 15:32)

  • stamp-man
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    27. März 1996 (29)
    • 10. Januar 2010 um 15:37
    • #145
    Zitat

    Original von bayern klassisch
    Hallo stamp-man,

    worauf gründet sich deine Annahme? Zeig uns doch mal einen Vorweis von Schwabach, ein paar Belege oder die entsprechende Verordnung dazu.

    In der Zwischenzeit möchte ich mal zwei Briefe aus Frankreich zeigen, die nicht alltäglich sind.

    [Blockierte Grafik: http://s2.imgimg.de/uploads/IMG00024d81b3fcjpg.jpg]

    Der Brief aus Strasbourg datiert vom 26.12.1855 an Weidner und lief zuerst nach Nürnberg, wo die Adresse in Schwabach korrigiert wurde, da jene für die Gerasmühle offenbar zuständig war.

    Unten links steht mit Bleistift, also nicht von der Post geschrieben, "kostet 13 Kreuzer". Der Brief selbst kostete 3 Kr. für Frankreich als Nachbarprovinz (Departement Limitrophe) und 9 Kr. für Bayern ab Kehl = 12 Kr.. Der private Bote verlangte also einen Kreuzer von Schwabach nach der Gerasmühle.

    [Blockierte Grafik: http://s2.imgimg.de/uploads/IMG00013b86d51bjpg.jpg]

    Der Brief aus Strasbourg vom 23.10.1856 war nach Nürnberg gerichtet und wurde von dort aus auch zugestellt. Offenbar war die Gerasmühle nicht mehr von Schwabach aus versorgt worden.

    Aber noch immer schrieb die gleiche Hand unten links "zwei Briefe kosten 14 Kreuzer". Dieser Brief war unfrankiert versandt worden, kostete also 12 Kr. Postporto und einen Kr. für den Boten, ein weiterer kam gleichzeitig an, war aber wohl frankiert abgesandt worden und kostete auch einen Kreuzer. Dieser Bote hatte also mit Weidner keinen Vertrag auf kumulativer Basis.

    Entweder bedienten Boten ihren Kunden Weidner mal von Nürnberg, mal von Schwabach aus und notierten nie etwas auf den Briefen und Herr Weidner vermerkte sich nur auf einem jeweiligen Brief seine tatsächlichen Kosten, oder der eine Bote notierte seine Auslagen von Porto plus 1 Kreuzer auf einem Brief als Quittung für den Empfänger.

    Ich halte die zweite Version für tragfähiger, denn warum sollte Weidner beim Erhalt von zwei Briefen unterschiedlicher Absender auf den Portobrief 14 Kr. schreiben und auf den frankierten nichts, obwohl der ihn auch einen Kreuzer gekostet hatte?

    Gerne lese ich dazu eure Meinungen.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Alles anzeigen

    Kann keinen Vorrweis liefern.ABer ich habe das mal wo im Internet gelesen das das so ist!


    Gruss
    Stamp-man ;)

    Goethe:"Sammler sind glückliche Menschen"

    [Blockierte Grafik: http://img.webme.com/pic/f/free4-fun/signatur.gif]

  • Magdeburger
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    • 10. Januar 2010 um 16:07
    • #146

    Lieber Bayern Klassisch

    danke für die Interpretation.
    War gerade mit meiner Rakete unterwegs und beim so nachdenken wusste ich, das mein Lösungsvorschlag falsch sein muss.
    Der Einfache Grund hierfür ist, dass Post, welche beim LBT abgegeben wurde, genauso behandelt wurde wie Briefe aus dem Kasten, d. h., dass hierfür keine zusätzliche Gebühr anfiel.

    Zwar hätte ich keinen Lösungsvorschlag gehabt, denke aber hoffentlich das nächste Mal daran.

    Mit freundlichem Sammlergruss

    Ulf

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  • mikrokern
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    • 10. Januar 2010 um 16:08
    • #147
    Zitat

    Original von bayern klassisch
    Lieber Magdeburger, lieber mikrokern,

    danke für eure Lösungsvorschläge. Darf ich lösen?

    Der Absender in Haasmühl bei Dietfurt warf am 22.8.1861 mehrere Briefe, die alle nach Nürnberg gerichtet waren, unter einem Kreuzkuvert in den Landbriefkasten. Auf jedem Brief vermerkte er links unten "Per C(ouvert)", also kuvertiert.

    Dieses Päckchen Briefe unter Kreuzband war mit der Adresse "An die verehrliche Hauptbriefpostexpedition in Nürnberg" versehen. Es waren darin mindestens 6 Briefe enthalten, denn unten rechts war die Nummer der Rechnung notiert worden, hier der 6. Brief.

    Weil der Postexpeditor in Dietfurt die Herkunft dokumentieren wollte, notierte er "Durch Landboten", denn der Landbriefträger konnte nur auf dem Kreuzkuvert bzw. allenfalls dem obersten Brief seinen Ruralstempel abschlagen.

    Das Kreuzband, welches heute nicht mehr vorhanden ist, wog mit Inhalt ca. 30g, denn ein Brief wog knapp 5g, so dass 6 Briefe plus Streifband unter 2 Loth wogen. Von Dietfurt bis nach Nürnberg waren es weniger als 12 Meilen, so dass 6 Kr. auf dem Kreuzband klebten. Auch alle darin enthaltenen Rechnungsbriefe waren mit je 1 Kr. bereits vorfrankiert worden, erhielten aber keinen Mühlrad- oder Ortsaufgabestempel von Dietfurt.

    Am 23.8. traf unsere "Sammelsendung" in Nürnberg ein. Der Beamte dort prüfte die Frankatur der Gesamtsendung, indem er diese wog. Dann entfernte er das Kreuzband und prüfte, ob alle Briefe frankiert und nach Nürnberg gerichtet waren.

    Dies war bei unserer Nr. 6 der Fall, so dass er in seiner Funktion als Aufgabepostbeamter die Marke entwertete, den Brief als Ortsbrief akzeptierte, ihn nicht siegelseitig ankunftsstempelte, sondern durch seinen Stadtbriefträger austragen ließ.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Alles anzeigen

    Vielen Dank für diesen kniffligen Fall. Auf die "Massenversendung" mittels Kreuzkuvert wäre ich aber niemals gekommen... :(
    Aber wher weiss man, dass ""An die verehrliche Hauptbriefpostexpedition in Nürnberg" auf dem Kreuzband stand, wenn selbiges nicht mehr existiert?

    Gruss

    µkern

    Einmal editiert, zuletzt von mikrokern (10. Januar 2010 um 16:19)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 10. Januar 2010 um 20:52
    • #148

    Hallo mikrokern,

    weil es in der Primärliteratur genannt ist. :)

    Hierbei war zu beachten, dass die Briefe frankiert wurden. Waren sie unfrankiert, wurden sie wie Briefe vom Absender behandelt und waren demnach zu taxieren. Auch ein unfrankiertes Kreuzkuvert hätte die Taxierung aller Poststücke zum teuren Portosatz nach sich gezogen (ähnlich wie bei unfrankierten Drucksachen auch).

    Dergleichen Briefe wurden nur an Poststellen gerichtet, die in größeren Orten ansässig waren, da man kaum 5 oder 10 Briefe nach Enchenreuth oder Kleinkleckersdorf versandt hätte, weil es dort zuwenige Kunden gab. Es war also, wie bei den Drucksachen oder Muster - ohne - Wert - Briefen auch, eine Fördermaßnahme der Politik.

    Die Alternative war die Versendung in einem verschlossenen Kuvert an einen guten Kunden, der die eingelegten Briefe frankierte oder sie einfach in den nächsten Briefkasten warf, aber das war illegal, wenngleich es häufig gemacht wurde.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • bayern klassisch
    Gast
    • 11. Januar 2010 um 15:48
    • #149

    Liebe Sammlerfreunde,

    ich möchte 2 Briefe zeigen, die der Landbote aus dem jeweils 1. Briefkasten seiner Tour entnahm, diese mit dem Ruralstempel bedruckte und nach seiner Tour seinem Vorgesetzten übergab, damit dieser die Marke(n) entwertete und den Aufgabestempel abschlug.

    Der 1. aus Ebermannstadt lief wieder in den Landbezirk nach Doos bei Nürnberg, so dass er 3 Beförderungsarten zeigt.

    Der 2. aus Au bei Freising lief nach Landhut und wurde vom dortigen Stadtbriefträger ausgetragen.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Bilder

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    Einmal editiert, zuletzt von bayern klassisch (11. Januar 2010 um 15:50)

  • mikrokern
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    • 11. Januar 2010 um 16:03
    • #150

    Hallo bayern klassisch,

    einfach traumhafte Stücke!!! :P :P :P

    Gruss

    µkern

  • Michael D
    Stamm Mitglied
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    • 14. Januar 2010 um 18:36
    • #151

    Liebe Sammlerfreunde,

    hier ist ein Beleg mit Notierungen von 2 Landbriefträgern.

    Aufgegeben wurde am 18.2.1865 in Kempen / Posen ein Insinuationsdokument als Portofreie Justizsache (bestätigt durch den Beamten Bülow) an den Wirth Michael Matalla zu Kuznica Myslniewska
    (Die Ansiedlung Kuznica Myslniewska, später Luisenthal genannt, lag ca. 20 km nordöstl. von Kattowitz)

    Der Landbriefträger versuchte am 20.2. eine Zustellung und notierte dabei
    Adressat ist verzogen nach Luberzyn bei Podzamere (?). zu erfragen beim Jacob Siwek

    Der Brief wurde dorthin weitergeleitet und der dortige Landbriefträger versuchte den Brief am 23.2. und am 24.2. an den Mann zu bringen. Auch ihm gelang es nicht und er notierte
    Adressat verzogen nach Polen nach Kuznica Gruboioska ... (?)

    Daraufhin wurde der Brief zurück nach Kempen an das Kreisgericht gesandt.

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

    Einmal editiert, zuletzt von Michael D (14. Januar 2010 um 18:37)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 14. Januar 2010 um 18:59
    • #152

    Lieber Michael,

    als hätten die beiden vor 135 Jahren geahnt, dass ihnen ein eigener Thread zuteil werden würde ...

    Wunderbarer Beleg - ein echtes Stück Postgeschichte.

    Danke fürs zeigen und liebe grüsse von bayern klassisch, der morgen nachlegen wird ...

  • bayern klassisch
    Gast
    • 15. Januar 2010 um 15:34
    • #153

    Hallo,

    zwei Lokalbriefe möchte ich zeigen, die beide nicht uninteressant sind.

    [Blockierte Grafik: http://s2.imgimg.de/uploads/IMG00052fc4e240jpg.jpg]

    Ich habe nur wenige Jahre suchen müssen, um diesen zu bekommen. Es ist ein Brief vom 14.12.1859 von Edenkoben nach Edesheim in der Pfalz.

    Hier der Inhalt, vlt. nicht ganz uninteressant:

    [Blockierte Grafik: http://s2.imgimg.de/uploads/IMG000433b44248jpg.jpg]

    Warum habe ich blos so lange als Pfälzer gebraucht, um einen simplen Lokalbrief zu finden?

    Der zweite ist auch ein Rätsel, allerdings eines vom 29.3.1849 und spielt auch in der Pfalz (Haßloch nach Hardenburg bei Bad Dürkheim (sorry für die rechtsrheinischen Kameraden).

    [Blockierte Grafik: http://s2.imgimg.de/uploads/IMG00081b5adeb4jpg.jpg]

    Und ohne die Rückseite könnte man ihn kaum beschreiben:

    [Blockierte Grafik: http://s2.imgimg.de/uploads/IMG00091ebd9f4bjpg.jpg]

    Was ist das besondere an ihm?

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • SitzendeUndMehr
    aktives Mitglied
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    26. September 1965 (60)
    • 15. Januar 2010 um 16:20
    • #154

    Hallo,

    unter ein bisschen was zum gleichen Thema in der Schweiz...

    Viele Grüße,
    SitzendeUndMehr

    Erste Fehllisten sind online, weitere Fehl- und Dublettenlisten folgen. Habe viel Tauschmaterial Schweiz ab Strubel bis ca. 1965.
    Suche für meine Sammelgebiete (siehe Profil) immer. Außerdem "incoming mail" nach Württemberg bis 31.03.1902.

  • mikrokern
    erfahrenes Mitglied
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    13. Juli 1962 (63)
    • 15. Januar 2010 um 17:46
    • #155
    Zitat

    Original von bayern klassisch
    Hallo,

    zwei Lokalbriefe möchte ich zeigen, die beide nicht uninteressant sind.

    ...
    Der zweite ist auch ein Rätsel, allerdings eines vom 29.3.1849 und spielt auch in der Pfalz (Haßloch nach Hardenburg bei Bad Dürkheim (sorry für die rechtsrheinischen Kameraden).

    [Blockierte Grafik: http://s2.imgimg.de/uploads/IMG00081b5adeb4jpg.jpg]

    Und ohne die Rückseite könnte man ihn kaum beschreiben:

    [Blockierte Grafik: http://s2.imgimg.de/uploads/IMG00091ebd9f4bjpg.jpg]

    Was ist das besondere an ihm?

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Alles anzeigen

    Hallo bayern klassisch,

    wieder mal sehr interessante und wunderschöne Briefe...
    Zum zweiten Brief nach "Hardenburg":
    Die Hardenburg liegt wenige Kilometer westlich von Bad Dürkheim im Pfälzer Wald. Der vom Empfänger bis Dürkheim bezahlte Brief ("frei"-Vermerk) ging an einen Revierförster Besnardt, der offensichtlich seine Bleibe auf der Burg hatte.
    Wahrscheinlich wurde der Brief gegen Botengeld (3 Kr, rückseitig vermerkt) zugestellt, da die Hardenburg nicht LBT-mässig regulär bedient wurde.

    Gruss

    µkern

    Einmal editiert, zuletzt von mikrokern (15. Januar 2010 um 17:52)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 15. Januar 2010 um 17:56
    • #156

    Hallo mikrokern,

    der Brief ist eines der ganz wenigen Beispiele der Pfalz, bei dem nicht ein Kantonsbote (für 2 oder 3 Kr.) einen Brief in einen Seitenort austrug, sondern ein privater Bote (die Kantonsboten waren ja von den Gemeinden angestellt).

    Als Zeichen, dass seine Gebühr hinten mit einem Kreuzer (oben rechts) angesetzt wurde, strich er das Franko des Absenders in Haßloch von 3 Kr. durch, denn 3 Kr. wären der reguläre Lohn eines Kantonsboten von Dürkheim nach dem Ort Hardenburg gewesen.

    Merke: Auch Revierförster waren sparsam. ;)

    Kannst du auch den 1. Brief knacken - ist doch deine Zeit. :)

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Bayern-Nils
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    29. April 1962 (63)
    • 15. Januar 2010 um 18:17
    • #157

    Hallo bayern klassisch

    Danke fürs Zeigen. Zwei wunderschöne Briefe wie man nur von dir erwarten kann :)

    Mikrokern hat die zweite Brief schon gelöst. Die Geheimnisse sah ich hier nicht.


    Bei dem ersten Brief sehe ich auch keine Geheimnisse. Aber die liegen irgendwo gesteckt. Es ist ein Ortsbrief, wie schon Geschrieben, in 1859 abgeschickt. Also nachdem es keine Kantonsboten mehr in Pfalz war. Leider kann ich nicht alles bei dieser Bekanntmachung lesen.
    Ich finde es hier also alles in Ordnung. Es ist aber eine frühe markenfrankierter Ortsbrief von Pfalz, wenn ich es richtig beurteile.

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • mikrokern
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    13. Juli 1962 (63)
    • 15. Januar 2010 um 18:21
    • #158
    Zitat

    Original von Bayern-Nils
    Hallo bayern klassisch

    ...
    Mikrokern hat die zweite Brief schon gelöst. Die Geheimnisse sah ich hier nicht.
    ...

    Viele Grüsse
    Nils

    Vielen Dank, Nils, für die Blumen, aber ganz richtig war mein Lösungsvorschlag ja nicht, das mit dem 1 Kr. rechts oben hatte ich nicht bemerkt... :ups:

    Gruss

    µkern

  • Michael D
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    • 15. Januar 2010 um 18:32
    • #159

    Lieber bayern klassisch,

    schöne und spannende Briefe zeigst Du !
    Aber für Nicht-Bayernsammler sind die Nüsse etwas zu schwer - deshalb beschränke ich mich hier auf das stille Mitlesen und Bewundern.

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • bayern klassisch
    Gast
    • 15. Januar 2010 um 18:35
    • #160

    Hallo Nils,

    mikrokerns Antwort war schon gut - prima. :)

    Und den 1. hast du selbst geknackt: Es war ein Lokalbrief (kein Ortsbrief) in der Zeit vom 1.10.1858 bis 30.9.1860.

    Nur während dieses engen Zeitfensters gab es den Landpostbotendienst nur in der Pfalz, nicht jedoch im restlichen Bayern. Erst nachdem man erkannte, dass es auch für den Staat lohnend sein konnte, das Institut der Landpostboten zu gründen, ging man am 1.10.1860 dazu über, dies in ganz Bayern einzuführen.

    Daher kannst du dir vlt. vorstellen, wie lange man suchen muss, um so einen Brief überhaupt zu finden (bei mir waren es nur 15 Jahre, mehr nicht ... ;).

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    P.S. Lieber Michael,

    an deinen kommt der gerade so ran, mehr nicht. Harte Nüsse, lieben wir die nicht alle?

    Einmal editiert, zuletzt von bayern klassisch (15. Januar 2010 um 18:36)

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