Russlandmarken ohne Unterdruck ?
Anlässlich der Frage von Henning erlaube ich mir einen erweiterten Hinweis:
Vorsicht bei der Feststellung "ohne Unterdruck" ! Aufgrund der Druckverfahren-Variationen in der Zeit von 1889 bis 1919 ergibt sich häufig der Eindruck des fehlenden Unterdruckes. Marken, welche z.B. mit dem Vlassow-Druckverfahren hergestellt wurden, haben mitunter einen transparenten Unterdruck. Als Beispiel nenne ich Russland Mi.Nr.77. Massgeblich zu einer ersten Beurteilung ist die Feststellung des Papieres. Der Trick mit dem Silberstift ist hier nicht zu empfehlen. Die Feststellung von 241264hsv-fan vom 8.Februar 2023 : Gestrichenes Papier ist auf der Bildseite immer weiß glänzend,........ ist für einige Druckverfahren nicht unbedingt richtig. Beispielsweise ist der Eintrag im Michel Rußland-Spezial 2012, Seite 42, für Mi.Nr. 77 auf normalen Papier ....gedruckt falsch. Mit Ausnahme der nicht erwähnten, massenhaft vorhandener Nachdrucke, welche tatsächlich auf "normalem Papier" gedruckt wurden. Hintergrund für die sehr spezielle Herstellungsart ist die Sorge der Petersburger Expedition um die Fälschungssicherheit.