Ich suche immer noch nach einer Marke mit gM 281 der 2. Verteilung. Hier habe ich wieder eine Marke, die vielleicht das sein könnte. Der Farbe nach könnte es eine 5 c oder d sein. Daher möchte ich diese Marke hier vorstellen.
Bayern 9 Kreuzer grün, welcher Typ?
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Hallo Schnulli,
dein 281 stammt mit Sicherheit aus Regensburg - da spielt die Farbe keine Rolle.
Lechfeld, eine sehr kleine Expedition, die schon Ende Oktober 1860 wegen Umsatzmangels aufgehoben wurde, ist auf loser Marke nur dann zu belegen, wenn du eine Nr. 6 damit hättest. Hierfür wünsche ich dir viel Glück, weil in den letzten 149 Jahren noch keine derartige Marke aufgetaucht ist (und ich davon ausgehe, dass man dort auch keine 12 Kr. Marken benötigte und führte).
Ansonsten kannst du nur durch einen Brief die Verwendung von Dez. 1856 bis Oktober 1860 belegen. Die 1.000 Euro, welche im Sem als Briefpreis angegeben sind, dürften eher geeignet sein, bei einem Angebot auf einer kleineren Auktion als Ausrufpreis zu dienen. Unter Umständen kann man dann beim Zuschlagspreis auch mal eine Null dranhängen, wenn der Brief nicht gerade ein Knochen ist.
Alle Mühlräder von Orten, denen man die Postexpedition aufelöste, sind sehr selten bis extrem selten. Die Sem - Preise werden bei der nächsten Auflage hier mit Sicherheit nach oben angepasst werden, einige um mehrere Hundert Prozent.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
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Hallo,
nach den vielen - oft sehr schönen - Briefen mit der 9-Kreuzer-grün möchte ich jetzt nochmal eine Einzelmarke zeigen:
5c, Type II, mit dem gMR 300 von Markt-Bibart, gepr. Brettl.
Die Marke hat den Plattenfehler V (Strich durch die "9") und ist, was der Scan nicht zeigen kann, auf extrem dickem (Karton)papier gedruckt.
Kein spektakuläres Stück, aber einfach schön (meine ich).Viele Grüße
bayern-kreuzer -
Hallo Bayern-Kreuzer,
ein traumhaft schönes Stück - es ist aber eine Type III, keine Type II (die gibt es mit diesem PF nicht).
Du hast hier ein rechts Randstück, es gibt aber auch andere Bogenfelder, auf denen dieser PF nachgewiesen wurde. Er wanderte also nach jeder Reinigung der Druckplatte.
Liebe Grüsse und danke fürs zeigen sagt bayern klassisch
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Lieber Sammlerfreunde,
nachdem hier ein Stück schöner als das andere ist, möchte ich mal etwas besonderes vorstellen.
Es ist ein Wendebrief aus Zeitlofs vom 9.9.1861 nach Höllrich bei Bonnland (Bonnland gibt es seit 1937 nicht mehr, da es abgesiedelt wurde). Die Entfernung von 25 km entsprach also der 1. Zone. Man klebte 9 Kr. für einen Brief der 3. Gewichtsstufe (über 2 bis 3 Loth inklusive).
Faltet man den Brief um, sieht man den Rücklauf mit Ortsaufgabe Gemünden (Postexpedition für Höllrich zuständig) vom 13.9.1861 retour nach Zeitlofs, der mit der Fahrpost befördert wurde. Der mit 5 Kr. frankierte Brief (links unten " frei 5x per Paquetpost) wog 5 Loth, die oben links notiert wurden.
Hier sieht man die Kostenunterschiede sehr gut: 3. Gewicht = 9 Kr., 5. Gewicht bei der Briefpost 15 Kr., aber das wäre nur auf Wunsch möglich gewesen, bei der Fahrpost aber nur ein Drittel!
Wegen einer Umspedierung erhielt er 2 Manualnummern. Ab 4 Loth konnte per Fahrpost versandt werden und Marken waren erst ab dem 1.2.1874 zur Frankatur bei der Fahrpost zugelassen.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
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Hallo bayern klassisch
Danke fürs Zeigen. Interessanter Brief. Und sehr schöner Brief. Der Strich von Marke über auf den Brief finde ich gut. Kann sein der Postbeamter dieser Strich gemacht hat?
Interessant zu sehen dass der Brief die eine Richtung über Bonnland geführt ist und die andere Richtung über Gemünden gelaufen ist. Aber wahrscheinlich ist der Bote in dieser Richtung gegangen. Oder sollte der Brief erstmals von Zeitlofs über Gemünden geleitet worden?
Viele Grüsse
Nils -
Hallo Nils,
interessante Fragen.

Warum er zwei kleine Striche über Marke und Brief erhielt, kann ich nicht sagen. Von mir sind sie nicht.

Das macht es aber auch nicht schlecht, denn das postgeschichtliche steht ja hier klar im Vordergrund. Der bessere Mühlradstempel (+ 100 Euro) ist völlig unwichtig.
Die Leitung erfolgte damals über Mittelsinn und Burgsinn nach Gemünden, von wo aus ihn der Landpostbote bestellte. Retour ging es genauso wieder, nur halt 2 Loth schwerer (der Landpostbotenstempel wurde nur auf Briefpostgegenständen abgeschlagen, daher also kein G11 oder so ähnlich).
Der Vermerk "b(ei) Bonnland" diente nur zu Identifikation des Ortes Höllrich. Wichtig war, in welchem Landpostbezirk welcher Postexpedition sich der Zielort befand - auf diese Postexpedition wurde dann auch kartiert.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
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Die Typen 1 - 3 sind eigentlich klar zu unterscheiden. Doch die 2. Marke hier neben der 5d III weicht vom bekannten Druckbild ab. Welche Type ist das?
Vorab vielen Dank.
Luitpold
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Hallo Luitpold,
würde sagen, Typ I mit viel (z.T. verlaufenem) Farbauftrag, ist auch an anderen Stellen der Marke ersichtlich.
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Hallo Luitpold,
die rechte Marke hat etwas viel Farbe abbekommen. Es sollte eine Type II sein.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
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Zitat
Original von bayern klassisch
Hallo Luitpold,die rechte Marke hat etwas viel Farbe abbekommen. Es sollte eine Type II sein.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Hallo bayern klassisch,
wo siehst Du da Typ II?

Ich sehe ein deutlich geschlossenes weisses Quadrat links oben, ohne Beeinträchtigung.
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Hallo mikrokern,
ich hatte auch mal so ein Stück - das wurde mir als Type II geprüft, weil oben eine Beschädigung "erkannt" wurde.
Vielleicht schickt Luitpold es mal zu einem Prüfer und belehrt mich eines besseren.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
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Hallo mikrokern und bayern klassisch,
Danke, wenn zwei Experten diskutieren, freut sich der Laie. Hier der Brief. Einzelfrankatur/innerhalb Altdeutschland = Standardbrief sozusagen. Aber wenn's sonst nichts gibt, nimmt man auch so ein Briefchen immer gerne mit.
Einen guten Sonntagabend allerseits
Luitpold
PS
Ach ja, der Stempel: Innenkreis unten unterbrochen. Das kommt auch heute noch in den Poststempeln vor.Nachsatz zum Prüfen, Vorschlag von bayern klassisch. Vielleicht haben noch andere Leser hier ein solches Stück? Es gibt ja genug 9 Kr. grün!
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ZitatAlles anzeigen
Original von Luitpold
Hallo mikrokern und bayern klassisch,Danke, wenn zwei Experten diskutieren, freut sich der Laie. Hier der Brief. Einzelfrankatur/innerhalb Altdeutschland = Standardbrief sozusagen. Aber wenn's sonst nichts gibt, nimmt man auch so ein Briefchen immerl gerne mit.
Einen guten Sonntagabend allerseits
Luitpold
PS
Ach ja, der Stempel: Innenkreis unten unterbrochen. Das kommt auch heute noch in den Poststempeln vor.Hallo Luitpold,
und vielen Dank retour für den "Experten"

Nimmt man auch gerne mit... -
Hallo Luitpold,
ich schliesse mich mikrokern gerne an.

Bei einem Brief mit der 5d - die Type lasse ich jetzt mal außen vor - würde ich schon daran denken, ihn mit anderen einer Prüfung zu zuleiten.
Auch wenn du es immer abstreitest, weiß hier jeder, dass du genug prüfenswertes Material hast - also mach et!

Dann sind wir alle schlauer und das ist ja der Sinn der Sache.
Zu der Häufigkeit: Wenn man von dem Farbauftrag absieht, gibt es nur ganz wenige Stücke, bei denen man genauer hinschauen muss. Aber so ein paar unterschiedlich geprägte Märkchen gibt es schon ...
Liebe Grüsse von bayern klassisch.
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Hallo Freunde
Es gibt ja genug 9 Kreuzer Grün, sagt Luitpold. Stimmt, aber deswegen gibt es viele interessante Briefe mit ein Nr 5.
Hier, ein Brief von Nürnberg an "direction der städtische Brauerey" bei Johann Heinrich Erdwin Hennecke in die Stadt Goslar, Königreich Hannover.
Der Empfänger Kaufmann Hennecke, habe ich rausgefunden, hat einmal besuch von der grosse Däne H.C. Andersen gehabt. Hennecke hatte sonst auch mit Dänemark Kontakt gehabt, weil seine Frau die Tochter der Generalguoverneur Bentzon in Dänisch Westindien war. Der Kaufmann ist 1855 gestorben.
Die Seltenheit der Briefe von Bayern nach Hannover muss andere beurteilen.
Viele Grüsse
Nils -
Hallo Nils,
das scheint mir ein Unterrandstück einer 5b III zu sein, richtig?
Auch vom Datum her (1854) läge das im Bereich des möglichen. Ist der Brief geprüft?
Briefe von Bayern nach Hannover sind nicht häufig - man muss schon eine Weile suchen, bis man einen findet. Ob er dann so schön ist, wie dieser hier, darf aber schon bezweifelt werden.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
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Hallo bayern klassisch
Die Marke ist nicht geprüft, so ob es ein 5b III ist, kann ich nicht sagen. Die Marke ist bei diesen Scann etwas gelber als man hier sehen kann.
Viele Grüsse
Nils -
Hallo Nils,
dann rate ich trotzdem mal zur Prüfung - bei deinen vielen Briefen käme der noch hinzu; das macht den Bock aber auch nicht fett.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
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Hallo, zusammen!
Auch ich möchte mal einen Brief mit der 9 Kreuzer grün zeigen, nichts außergewöhnliches, von Kemnath gelaufen am 3.6.1859, Typ III, gelaufen über Koblenz , Köln mit Siegel Grubenverwaltung Erbendorf, zur Maschinenfabrik Gräser jun. nach Eschweiler b. Aachen
Schöne Grüße
Bayern-Nerv
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