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Preußen

  • rabege
  • 17. Februar 2008 um 18:29
  • senziger
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    • 31. Oktober 2010 um 17:50
    • #541

    Hallo Magdeburger,

    "Experte" bin ich zwar nicht und ich erkenne auch keinen "anderen" Stempel, aber nachdem ich mir wegen deiner Bedenken den Brief genauer angesehen habe, bin ich doch auf eine Merkwürdigkeit gestossen.

    Der Stempelübergang von der linken zur mittleren Marke erscheint mir unten etwas "komisch". Dort ist die mittlere Marke über die linke geklebt, somit eine eine erhöhte Stelle, aber ausgerechnet hier ist der Stempel nicht "gekommen". Möglicherweise hilft dir das weiter. Ansonsten wirkt der Brief auf mich echt.

    Gruss

    senziger

  • Bayern-Nils
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    • 31. Oktober 2010 um 18:03
    • #542

    Hallo Magdeburger

    Ich bin auch kein Experte.
    Die Echtheit wage ich deswegen nicht zu bezweifeln.

    Ich sehe auch dass die erhöhte Seite auf die Mittelmarke ohne Stempelfarbe ist. Aber die Mittelmarke ist nur teilweise über die linke Marke geklebt. Unten ist es so, aber oben ist es umgekehrt. Es hat deswegen wenig mit dem Treffpunkt zu tun, dass es teilweise etwas Stempelfarbe fehlt.

    Kannst du von der Rückseite sehen dass der Stempel ganz ist?

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • senziger
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    • 31. Oktober 2010 um 18:14
    • #543

    Hallo Magdeburger,

    noch ein Tip, sieh dir den aufgefalteten Brief von innen an. Oft ist etwas Stempelöl nach innen durchgeschlagen, aber nur dort wo keine Marken kleben. Das hilft auch manchmal Manipulationen zu erkennen.

    Gruss

    senziger

  • Magdeburger
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    • 31. Oktober 2010 um 18:36
    • #544

    Hallo Ihr Lieben

    ich habe die Rückseite eingescannt und mal die Ausschnitte herausgezogen, welche eventuell alle relevant sind.

    Bild 1
    Rückseite - deutlich sind 3 Negative der Stempel zu sehen - Stempelfarbe erkenne ich nur dort, wo diese auf dem Papier übergehen - Bild kontrastverstärkt werden der 3 Negative

    Bild 2
    linke Marke + Mitte der Übergang

    Bild 3
    gleiche Stelle durch leichtes Biegen in richtige Position jetzt

    Bild 4
    mittlere Marke + rechte Marke der Übergang

    Bild 5
    was mich Stutzig machte

    Vielleicht hilft dies weiter - alles 1200 DPI

    Ich danke im Voraus

    Ulf

    Suche Belege von Magdeburg bis 31.12.1867 sowie Belege mit Packkammerstempel

  • peterhz
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    • 31. Oktober 2010 um 18:54
    • #545

    Hallo Ulf,

    ich halte den Brief mit ziemlicher Sicherheit für echt. Es gibt einfach keinen vernünftigen Grund (Handelswert < 20€) solch einen Brief zu verfälschen, aber ein Experte bin ich natürlich nicht. Das die Marken teilweise nicht komplett getroffen sind hängt mit dem teilweise überklebten Marken zusammen. Dein Bild5 ist vermutlich ein leicht verkanteter Stempel.
    Es kann natürlich sein das irgendein Verrückter den Stempel nachmalt. Glaube ich aber auch nicht.


    schönen Gruss

    Peter

  • senziger
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    • 31. Oktober 2010 um 18:59
    • #546

    Hallo Magdeburger,

    nachdem ich Bild 3 gesehen habe, glaube ich der Brief ist OK. Der Stempel auf der linken Marke ist verwackelt, aber das sieht man oft.

    Gruss

    senziger

  • bayern klassisch
    Gast
    • 31. Oktober 2010 um 19:11
    • #547

    Lieber Magdeburger,

    der Brief ist authentisch, kein Problem mit ihm.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Gernesammler
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    • 2. November 2010 um 09:59
    • #548

    hallo Sammlerfreunde

    hier ein Brief mit einer Mi.Nr.16 von Magdeburg nach Halle , gestempelt Magdeburg Bahnhof K2 ( Feuser 2054 ).

    Gruß der Gernesammler

    Bilder

    • Preussen Nr.16 Magdeburg - Halle.jpg
      • 142,92 kB
      • 1.296 × 992
      • 358
    • Preussen Nr.16 Magdeburg - Halle (1).jpg
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      • 1.264 × 992
      • 343

    suche immer Marken und Belege mit Berliner und Leipziger Stempeln

  • Magdeburger
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    • 2. November 2010 um 10:33
    • #549

    Hallo Gernesammler

    läßt sich der Brief datieren?

    Mit freundlichem Sammlergruss

    Ulf

    Suche Belege von Magdeburg bis 31.12.1867 sowie Belege mit Packkammerstempel

    Einmal editiert, zuletzt von Magdeburger (2. November 2010 um 10:33)

  • Gernesammler
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    • 3. November 2010 um 09:54
    • #550

    hallo Ulf

    leider nein es ist nur die Briefhülle aber da der Stempelabschlag sauber war nahm ich den Brief einfach mal mit.

    Gruß der Gernesammler

    suche immer Marken und Belege mit Berliner und Leipziger Stempeln

  • Michael D
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    • 6. November 2010 um 15:50
    • #551

    Hallo miteinander,

    der folgende kleine Brief (115 x 57) ist leicht zu übersehen, aber Dank @bayern klassisch kann ich ihn hier zeigen:
    Im ersten Moment ein Nahbereichsbrief von Elberfeld nach Radevormwald im nah gelegenen Bergischen Land. Das Porto betrug herfür 1 Sgr.
    Die kleine Notiz d. E. weist auf den tatsächlich deutlich längeren Beförderungsweg hin: durch Einschluß
    Der Brief wurde im badischen Durlach geschrieben, in einem anderen Brief couvertiert nach Elberfeld gebracht und hier erst zur Post gegeben.

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

    Einmal editiert, zuletzt von Michael D (6. November 2010 um 15:51)

  • peterhz
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    • 11. November 2010 um 19:52
    • #552

    Hallo zusammen,

    heute einen recommandierten Brief aus dem ehemaligen Königreich Hannover, Papenburg nach Münster vom 30.03.1867.

    2 Sgr. Briefporto + 2 Sgr. für das Einschreiben.

    Wäre der Brief in den Bereich des ehemaligen Königreich Hannover geblieben, wäre das Porto incl. Einschreibegebühr nur 2 Sgr. gewesen.

    schönen Gruss

    Peter

  • Michael D
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    • 19. November 2010 um 11:51
    • #553

    Liebe Sammlerfreunde,

    hier eine Einzelfrankatur der Nr. 14 vom 13.2.1865
    Der 4 Pfg.-Tarif galt 1865 für 2 Versendungsformen:
    - Drucksachen, d.h. Sendungen unter Kreuz- oder Streifband
    - moderierte Ortsbriefe bei Aufgabe von mehr als 100 frankierten Briefen

    Der Inhalt dieses Briefes ist eine Drucksache. Denkbar wären also beide Versendungsarten.
    Welche hat hier gegolten ? (Eine Frage, die bei vielen derartiger Belege auftaucht)

    Von der Beschriftung her würde ich ein Versendung unter Streifband ausschließen. Daher wäre die Variante moderierter Ortsbrief mein Favorit.

    Gibt es Meinungen hierzu ?

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • bayern klassisch
    Gast
    • 19. November 2010 um 11:55
    • #554

    Lieber Michael,

    ich weiß nicht, ob es hilft, aber wenn gesiegelt wurde, galt es immer als Brief; wenn offen aufgeliefert wurde und der Inhalt konform zum Drucksachentarif war, galt es als Drucksache.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Michael D
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    • 19. November 2010 um 12:08
    • #555

    Lieber bayern klassisch,

    das ist eben die spannende Frage:

    Zitat

    wenn gesiegelt wurde, galt es immer als Brief; wenn offen aufgeliefert wurde und der Inhalt konform zum Drucksachentarif war, galt es als Drucksache.


    Galt diese Vorgehensweise auch für die preußische Post ?
    In meinen Tax-Verordnungen finde ich immer die Formulierung der Versendung unter Band.
    Wie wörtlich war diese Formulierung zu nehmen ?
    NB: Ab Mitte 1865 gab es auch die Möglichkeit, offene Drucksachenkarten zu versenden, das greift hier aber noch nicht.

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • Magdeburger
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    • 19. November 2010 um 13:11
    • #556

    Lieber Michael

    die Frage ist schwierig zu beantworten.
    Für eine Drucksache spricht der verwendetete Stempel von Berlin.
    Für einen Ortsbrief spricht die Anschrift und auch, dass die Marke nicht als "Verbindung" für ein eventuelles Papierband herhalten musste.

    Ich habe im "Kruschel" mal nach dem Stempel gesucht - leider nicht genau erkennbar auf dem Scan.
    Denke jedoch, dass es der Stempel mit der Nr. 100 des Hofpostamtes ist.
    Es gibt ihn in mehrere Typen ca 35 : 14,5 mm in blau und schwarz. Die Verwendungszeit ist zwischen 14.04.62 bis 27.01.66 angegeben. Auch auf Stadtpostbriefen ist er zu finden.

    Mit freundlichem Sammlergruss

    Ulf

    Suche Belege von Magdeburg bis 31.12.1867 sowie Belege mit Packkammerstempel

  • Michael D
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    • 19. November 2010 um 16:24
    • #557

    Lieber Ulf,

    es gibt 2 gute Möglichkeiten, die Frage zu klären:

    Man findet eine Dienstanweisung oder Postverordnung, in der die Anforderungen an eine Drucksache genau beschrieben sind. Idealerweise stünde dann da eine Formulierung wie auch nicht versiegelte Briefe können als Drucksache angenommen werden ...

    oder

    Man findet eine Drucksache, die nicht in denselben Ort lief (damit die Möglichkeit des moderierten Ortsbriefs entfällt) und die eindeutig nicht unter Streif-/Kreuzband befördert wurde.

    Eigentlich müßte man das eine oder andere finden können.

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • Magdeburger
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    • 22. November 2010 um 08:10
    • #558

    Lieber Michael

    ich habe ein wenig gesucht und im Gesetz zum Postwesen, gültig ab 01.01.1861 folgendes gefunden:

    §1 Die mit der Post zu versendenden Briefe, Gelder und Güter müssen nach Maßgabe der nachfolgenden Bestimmungen gehörig adressirt und gezeichnet (signirt) und haltbar verpackt und verschlossen sein.

    §10 I Der Verschluß einer jeden Postsendung muß haltbar und so eingerichtet sein, daß ohne Beschädigung oder Eröffnung desselben dem Inhalte nicht beizukommen ist. Wegen der Sendungen unter Band, sowie der Sendungen mit Waarenproben oder Mustern siehe §§15 und 16.

    §15 I Gegen die für Sendungen unter Band - (Streif= und Kreuzbandsendungen) - festgesetzte ermäßigte Taxe können befördert werden: alle gedruckte, lithographirte, metallographirte, oder sonst auf mechanischem Wege hergestellte, zur Beförderung mit der Briefpost geeignete Gegenstände. Ausgenommen hiervon sind die mittelst der Copiermaschine oder mittels Druchdruck hergestellten Schriftstücke, sowi gebundene Bücker.
    II Die Sendungen müssen offen unter schmalem Streif= oder Kreuzband eingeliefert werden. Das Band muß dergestalt angelegt sein, daß dasselbe abgestreift und die Beschränkung des Inhalts der Sendung auf Gegenstände. deren Versendung unter Band gestattet ist, erkannt werden kann.

    V Die Adresse muß auf dem Streif= oder Kreuzbande und darf nicht auf der Sendung selbst angebracht sein.

    Aus dem Amtsbatt Nr. 13 / 1862 von Magdeburg noch folgender Scan.

    Mit freundlichem Sammlergruss

    Ulf

    Suche Belege von Magdeburg bis 31.12.1867 sowie Belege mit Packkammerstempel

  • Michael D
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    • 22. November 2010 um 09:47
    • #559

    Lieber Ulf,

    danke für deine Mühe ! :)

    Das spiegelt auch meinen Kenntnisstand wieder. Immer wird explizit vom Versand unter Band gesprochen.
    Beeindruckend die Strafe von 5 Thalern bei einem Verstoß. :O_O:

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • Michael D
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    5. August
    • 23. November 2010 um 19:38
    • #560

    Liebe Sammlerfreunde,

    in Preußen gab es für unzählige Vereine, Verbände, Gesellschaften etc. Portofreiheit. Dabei ist aus heutiger Sicht nicht immer klar, ob die einzelne Institution neben der aktiven auch die passisve Portobefreiung gewährt wurde.

    Der folgende Brief ist eine der nicht unbedingt häufigen Gelegenheiten, dies für die absendende Gesellschaft zu zeigen:
    Aufgegeben am 21.7.1854 bei der Berliner Stadtpostexpedition I in der Spandauer Straße (mit sehr schönem Stempelabdruck) wurde der Brief nach Waldenburg in Sachsen gesandt.
    Die die Portofreiheit begründende Absenderangabe links lautet
    Angelegenheit des Vereins für Gewerbefleiß in Preußen

    (rs. ist das Siegel mit einem gleichlautenden Stempel versehen)

    Der vorgedruckte Inhalt verrät nun, dass dieser Verein auch für eingehende Post portobefreit war.

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

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