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Alliierter Kontrollrat

  • Kontrollratjunkie
  • 11. Februar 2008 um 23:31
  • Kontrollratjunkie
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    • 27. April 2008 um 22:32
    • #101

    Hallo Totalo,

    schicke Karte und m.E. ein seltener Beleg der Plattennummer auf der Mi.Nr. 967.

    Heute ist hier offensichtlich Scantag, also zeige ich auch die Rückseite einer Postkarte, auf der (Gott sei Dank) linke untere Bogenecken des Satzes verklebt wurden, entwertet mit dem Sonderstempel vom 6.3.48 zur Leipziger Frühjahrsmesse. Die 967 zeigt auch die seitenverkehrte Plattennummer 2, nicht negativ.

    Die Briefbewertung gilt ja nur für Bedarfspost. Ich denke, wir haben beide "nur" Stempelbelege, aber das ist egal, denn gestempelte Plattennummern dürften eher rar gesät sein.

    Glückwunsch zum schönen Beleg......

    Kontrollratgrüße
    KJ

    Bilder

    • Plattennummer 967.jpg
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      • 1.200 × 847
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  • Kontrollratjunkie
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    • 5. Juni 2008 um 14:36
    • #102

    Anläßlich des gestrigen Chattreffens haben wir über eine Thematik gesprochen, die auch für andere Freunde des Kontrollrates interessant sein sollte.
    Es ging dabei um Farbvarianten bzw. Farbveränderungen bei der Mi.Nr. 919, der 12 Pf - Marke der ersten Einheitsausgabe (Ziffernserie).

    Vielleicht können wir die beiden Bilder hier noch einmal sehen ?

    Kontrollratgrüße
    KJ

  • postschild
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    • 5. Juni 2008 um 19:01
    • #103

    Hallo Kontrollratjunkie,

    im Anhang die gewünschten Bilder,

    Bild 1 zeigt eine "Farbstudie" von drei Marken der 919 mit einer 919 F

    Bild 2 zeigt eine Einzelfrankatur der 919 F

    Beide Lose wurden bei Potsdamer Auktion angeboten und brachten den Zuschlag von 410 Euro plus Aufgeld!

    Allles mit Befunden oder Attesten der Arge Farbbestimmung. Für mich als nicht KR Sammler stellt sich die Frage die ich in Bid 3 zur Diskussion stellte.

    Bin gespannt auf Antworten.........

    Gruß

    Bilder

    • 919F Farbstudie.jpg
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    • kontrollrat919F Karte.jpg
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  • doktorstamp
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    • 5. Juni 2008 um 19:42
    • #104

    M.M. nach in der Arge ist die Farbein- und unterteilung vielleicht zu weit getrieben worden.

    Nach Gold haben sie gesucht und anscheinend nur Bleisulfid gefunden.

    Ich wurde bis zur Aufklärung keine weitere Mi919F bestimmen. Dieses Verhalten kann momentan nicht Fehl am Platz sein.

    mfG

    Nigel

    Sammeln wie es einem Spaß macht

  • Kontrollratjunkie
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    • 5. Juni 2008 um 23:32
    • #105

    Hallo postschild,

    vielen Dank für die Bilder, genau die meinte ich.

    Beim Betrachten der Bilder stelllt sich mir wirklich die Frage, ob die attestierten Marken wirklich eine Farbvariante darstellen, oder doch eher eine Schädigung durch Bleisulfid.
    Zumal von Peter Feuser und seinen Mitstreitern m.E. die 919 zu den modernen gefährdeten Marken zählt.

    Leider (oder Gott sei Dank) besitze ich keine 919 F. Die Marke ist im Spezial ja sehr stattlich notiert (** und Brief mit 1200 EUR und o mit 1000 EUR).

    Aus meiner Sicht würde ich diese Marken nicht als Farbe einstufen wollen. Die Marken sehen farblich uneinheitlich aus, gescheckt und durchaus mehrfarbig. Wie kann das eine Variante sein ?
    Die 919 F beschreibt Michel übrigens als "dunkelbräunlichrot".
    Ehrlich gesagt hätte ich die Stücke nicht erworben.

    Gibt es noch andere Meinungen ? Vielleicht von den Bleisulfidexperten ?

    Am übernächsten Wochenende findet aber ein ARGE-Treffen statt. Ich hoffe dort Antworten zu finden und werde weiter berichten.

    Kontrollratgrüße
    KJ

  • postschild
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    • 6. Juni 2008 um 17:59
    • #106

    Hallo Kontrollratjunkie,

    ein ähnlicher Fall, ebenfalls in rot, im Anhang, die Dienstmarken des III. Reich. Meiner Ansicht nach kann man da Parallelen erkennen.

    Gruß

    Bilder

    • 3.Reich Dienst.jpg
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  • Kontrollratjunkie
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    • 8. Juni 2008 um 00:54
    • #107

    Hallo postschild,

    hier noch eine Farbvariante aus einem völlig anderen Gebiet, die auch ähnliche Züge angenommen hat.
    Die Mi.Nr. 9 des Rumburger Gebietes (Sudetenland).

    Wieder eine rote Farbe, die ich in der Art bisher nicht gesehen habe. Nun ist man ja etwas verunsichert bezüglich möglicher Schädigungen. Wenn jemand eine Idee hat.....

    Kontrollratgrüße
    KJ

    Bilder

    • Rumburg Bleisulfid.jpg
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  • Kontrollratjunkie
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    • 10. Juni 2008 um 23:16
    • #108

    Heute Abend möchte ich einen interessanten Beleg aus der Zeit der Währungsreform vorstellen.

    Bekanntlich waren die Marken des Alliierten Kontrollrates in der Sowjetischen Zone und im Ostsektor von Berlin noch bis zum 31.07.1948 postgültig und zu einem Zehntel ihres Wertes frankaturfähig.
    Der vorgestellte Beleg lief an eben diesem Tage von Berlin - Treptow nach Hamburg. Die Stempelung erfolgte um 18/19 Uhr Abends, also ein Letztagsbeleg mit ziemlich später Entwertung.

    Verklebt wurden insgesamt 2,42 RM, dargestellt mit verschiedenen Werten der II. Einheitsausgabe ("Arbeiterserie"). Damit ist der Beleg (Fernbrief der ersten Gewichtsstufe kostete 0,24 Mark) um 0,2 Pfennige überfrankiert.
    Aber das nehme ich für den Nachweis des Letzttages in Kauf.

    Kontrollratgrüße
    KJ

    Bilder

    • Zehnfachfrankatur Letzttag.jpg
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  • Abarten-Hannes
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    • 14. Juni 2008 um 09:33
    • #109

    In den hektischen Produktionstagen anlässlich der Währungsreform 1948 konnten Aufdruckfehler der verschiedensten Art nicht ausbleiben.
    Meinereiner freut sich über jedes einzelne Stück dieser Zeitgeschichte, das sich bis heute herübergerettet hat:

    Bilder

    • W-Reform I.jpg
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  • Abarten-Hannes
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    • 14. Juni 2008 um 09:34
    • #110

    Und noch eine Seite hinterher, weil's gar so schön ist:

    Bilder

    • W-Reform II.jpg
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  • STAMPoMANIAC
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    • 18. Juni 2008 um 10:36
    • #111

    Hallo alle zusammen!
    Ich heiße Bernd und bin Mitglied der ArGe Kontrollrat und forsche dort seit vielen Jahren. Angefangen habe ich mit der Farbforschung und bin jetzt seit einigen Jahren mit der Bogenforschung und speziell deren Bogenrandbesonderheiten und Feldmerkmalen beschäftigt. Ich bin nun auf unserer ArGe Jahreshauptversammlung im Juni 2008 in Berlin, von einem in diesem Forum tätigen Sammlerfreund gebeten worden hier einmal einige Fragen sachkundig zu beantworten. Womit ich nach nun erfolgter Anmeldung mal beginnen will.
    Erst einmal möchte ich erwähnen das hier einige, aus verschiedendsten Gesichtspunkten interessante Belege vorgestellt wurden. Zun einigen werde ich nach und nach noch einige Kommentare anfügen. Da ich mir nicht sicher bin ob diese meine erste Mitteilung nun nur hier unter diesem Antwort-Tread einzusehen ist, werde ich gleiche auch noch einmal im Hauptthema "Kontrollrat" einsetzen. Es wäre aber enorm hilfreich wenn hier bei jeder Eingabe ein Datum der Eingabe zu sehen wäre damit man nicht unnötig auf total veraltete Einträge anwortet.

    Zuerst einmal muß ich hier grundsätzliches zur Nr. 919 F loswerden und einige Irrtümer und Fehleinschätzungen korrigieren.
    1.) Es kann sich überhaupt nicht um Bleisulfidschäden handeln, da die 919 laut dem Farbbestimmer Herrn Bernhöft, gar kein Blei als Bestandteil enthält! Das ist definitiv! ( Herr Bernhöft ist unter anderem von berufswegen her Chemiker.)
    Im übrigen wurde genau diese Fehlfarbe bereits 1947 von Händlern angeboten!!:-)
    2.) Bei der damaligen Farbeinstufung als Fehlfarbe war einer der Hauptfaktoren der, das definitiv schwarze Farbpigmente als Bestanteil der Farbe dieser Teilauflage dort gemessen wurden! An dieser Feststellung hat sich auch bis heute nichts geändert.
    Weshalb und wie es zu dieser merkwürdigen Erscheinungsform dieser Fehlfarbe gekommen ist, darüber kann man nur spekulieren, denn von uns allen war ja damals keiner dabei. Ich versuche also einmal in Kürze wiederzugeben was (m)eine Theorie ist, ohne verstärkt auf die genaue Art der Herstellung von Briefmarken im Walzendruck einzugehen.
    Ich vermute das es sich um eine Andruckfarbe, also die ersten Bögen nach Neustart der Druckmaschiebnen handelt, bei der der Farbbehälter schlecht gereinigt und noch Reste schwarzer Farbe enthalten waren. Durch die erst langsam in Rotation kommende Farbwalze wurde der sich im Farbzylinder unten befindliche Farbrest alter schwarzer Farbe langsam, quer von rechts oben nach links unten verlaufend, über einige Bögen verteilt. Deshalb gibt es auch einige Marken von denen Teile in b-Farbe und der Rest F-Farbe sind. Denn dieser Druck der F entstand nur in einer Teilauflage der b-Farbe.
    Wer sich die Marken in F einmal genauer z.B. mit einer 10-fach Lupe ansieht stellt eine Art "Napfbildung" der Farbe fest. Das heißt es haben sich Farbflecken, ähnlich wie Pfützen, gebildet in deren tiefsten Regionen der Papierstruktur sich verklumpte Farbpigmente schwarzer Farbe gebildet haben, die wohl die flüssigere rote Farbe an sich banden. Die leicht erhöhten Regionen der Papierstruktur weisen dabei schon stärkere Vermischung beider Farbbestandteile auf die wohl zum Teil auf den mechanischen Druck zurückzuführen sind.
    Es gibt wohl auch verfärbte Stücke die der 919F ähnlich sind, die aber durch spätere chemische Einflüsse wie Fremdkleber und Lösemittel entstanden und die der Farbbestimmer aber immer sofort bei der farbmetrischen Messung erkennt.
    Das soll es erstmal zur 919F gewesen sein.
    Der Beleg von "lebenslauf" gefällt mir übrigens sehr gut. Mischfrankaturen von Freistempel plus Marken findet man grundsätzlich schon selten. Aus der Zehnfachzeit noch seltener. Aus der Zehnfach -West noch etwas seltener!:-) Das kommt hier zusammen und noch etwas mehr. Denn die Marken wurden erst am 24.6. um 8 Uhr früh entwertet, was eigentlich einen Tag zu spät und nicht mehr gültig war. Das kann jetzt viele Ursachen haben. Denkbar wäre eine Stempelfehleinstellung was aber in der Zeit der Währungsreform West eher unwahrscheinlich ist, da hierauf aus gegebenem Anlaß besonders geachtet wurde. Möglich wäre auch ein erst später im Briefkasten festgestellter, hängengebliebener Brief. Da wäre aber regulär ein Vermerk, z.B. "Aus dem Briefkasten" angebracht. Es ist durchaus möglich das an der Schürfstelle des Kuverts einmal ein solcher Hinweis auf zusätzlichem Zettel angebracht war. Das kann ich natürlich nicht gut aus der Ferne sehen. Es scheint aber ein Bedarfsbeleg zu sein und Aufgrund dieser ganzen Besonderheiten ein echtes "Kind seiner Zeit"!

    Liebe Grüße, Bernd

  • Abarten-Hannes
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    • 18. Juni 2008 um 11:11
    • #112

    Herzlich willkommen
    in unserem bunten Haufen, Bernd STAMPoMANIAC mit dem prächtigen Avatar und der tollen Herkunftsbezeichnung!
    Und vielen Dank für deinen ersten, fundierten und ausführlichen Beitrag!
    Sowas ist sehr hilfreich und bringt uns weiter!

    Dies als Beifallklatschen und Aufmunterung
    von z.B. Abarten-Hannes

  • Kontrollratjunkie
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    • 18. Juni 2008 um 11:28
    • #113

    Hallo Bernd,

    willkommen im Club...........

    Schön, einen Experten dieses interessanten Sammelgebietes hier zu haben.

    Kontrollratgrüße
    KJ

  • STAMPoMANIAC
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    • 18. Juni 2008 um 12:14
    • #114

    Sehr schöne Auslandskarte mit rotem Absenderergänzungsstempel plus Retour-Stempel. Ein Ergänzungsstempel wurde (fast) immer dann angebracht wenn der Absender nicht nach Vorschrift seine komplette Anschrift notiert hatte. Hier fehlte der Zusatz "Sowjetische Zone" und der Name des Bundeslandes hatte in deutscher Sprache zu erfolgen, nicht in englischer. Dieser Stempel wurde in der Zeit von 26.8.46 bis 21.4.47 auf verschiedenen Postämtern verwendet. Unter anderem auch in Oberlungwitz 1 aber da in Hohenstein abgestempelt liegt es nahe, das er als durchlaufende Auslandspost beim Postamt Chemnitz 4 abgeschlagen wurde. Dort war auch der Hauptverwendungsort und dort wurde er vermutlich auf alle durchlaufende Auslandspost ohne Prüfung der Notwendigkeit abgeschlagen. Feines Stück für den Spezialisten was bei weitem nicht so häufig anzutreffen ist wie man vermuten sollte!

  • STAMPoMANIAC
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    • 18. Juni 2008 um 12:31
    • #115

    Zum nächsten Beleg von BaD:
    Hier kann nicht von Bezirkshandstempeln die Rede sein wie Briefmarkenjunkie vermutet. Wie das Wort bereits sagt handelte es sich dabei um Handstempel, also einzelne Stempel die von Hand abgeschlagen wurden. Der Sammler/Händler verlangte aber je einen Sonderstempelabschlag des Postamtes Stralsund und wie er schrieb bereits am 20. Juni! Da ist das verlangen nach erst ab dem 24. Juni möglichen Bezirkshandstempeln nicht sehr wahrscheinlich:-) Das er diese Karten aber zum 27. Juli immer noch nicht zurück hatte und deren Rücksendung auch hier nicht in Aussicht gestellt wurde ist sehr merkwürdig. Wäre interessant zu erfahren um was es sich wirklich ging.
    Ich weiß auch nicht ob das Stempelplatten heissen soll!? Es kann ja sein und ist wahrscheinlich das es sich bei den SST um Stahlstempel handelte und das diese auf einer Platte montiert sind. Vielleicht hat der Postbeamte mit "Stempelplatte" diese gemeint.
    In jedem Falle möchte ich dir lieber BaD raten die Karte zur Farbprüfung zu senden. Ich vermute es handelt sich um die b oder gar c-Farbe. Dann hast du da einen Kracher-Beleg!
    Liebe Grüße, Bernd

  • wolleauslauf
    Gast
    • 18. Juni 2008 um 12:54
    • #116

    Hallo Bernd,

    recht herlich willkommen im Forum !!!

    Auch wenn es nicht mein Gebiet ist, sind Deine Beiträge absolut fundiert und interessant zu lesen. Weiter so !! :D

    Sammlergrüße von Wolle

  • STAMPoMANIAC
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    • 18. Juni 2008 um 13:12
    • #117

    Wolfgang´s Hannover Brief ist ein ganz "normales" Ortseinschreiben mit einem Aufbrauch großer Mengen von Kleinstwerten. Dazu waren die Postbeamten angehalten! Das verkleben von Markwerten war nur in Ausnahmefällen vorgesehen. Es ist aber auch möglich das der Absender eigene Restbestände verklebt hat. Denn Geld und somit Briefmarken hatte man damals genug, was fehlte war vieles andere Lebensnotwendige!
    Da der Brief innerorts versendet wurde und auch noch innerhalb eines Ortsteils und sowieso bereits mit diversen Stempelabschlägen bedacht, ist es nicht weiter ungewöhnlich das kein Eingangsstempel vorhanden ist. Der Brief scheint ein ganz gewöhnlicher Bedarfsbeleg zu sein den der Schalterbeamte verklebt hat. Grund mag eine Rechnungsstellung oder etwas anderes dringliches sein wozu ein Zustellungsbeleg nebst Datum nötig war. Falls man später anmahnen oder ähnliches mußte.
    Aber es gibt dazu viele Möglichkeiten des "Wieso" und "Weshalb" :)
    Grundsätzlich sind Ortseinschreiben aus dem von "lacplesis" genannten Grund schon seltener anzutreffen. Ob man den Weg in diesem Falle allerdings schnell zu Fuß gehen kann weiß ich nicht. Müßte man mal den Stadtplan von Hannover studieren:-)
    LG
    Bernd

  • STAMPoMANIAC
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    • 18. Juni 2008 um 13:20
    • #118

    Wolfgangs´s seltene Portostufe ist auch ganz nett und selten. Es kann ein schwerer Ortsbrief (80 Rpfg) oder aber ein Päckchen (80 Rpfg) plus Einschreiben (60 Rpfg) sein. In der Regel handelt es sich um einen Adresszettel auf den Resten des Packpapiers eines Päckchens. Briefe hatten auch noch Größenbeschränkungen die bei Päckchen weitaus großzügiger angelegt waren. Da auch noch sortenrein ´ne Feine Sache.
    LG
    Bernd

  • STAMPoMANIAC
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    • 18. Juni 2008 um 13:28
    • #119

    Wolfgang, Wolfgang, das ist ein sehr schönes Stück! Zwei Zusatzdienste im Ortstarif ist immer was ganz Feines. Der könnte sogar mir gefallen! Hab ich aber schon!:-) Dein Glück! Sonst hättest du mich die ganze Zeit im Kreuz um ihn dir aus jenem zu leiern!:-)) :lachen2:
    LG
    Bernd

  • STAMPoMANIAC
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    • 18. Juni 2008 um 13:38
    • #120

    Hallo BJ, von der 926c sind bisher erst zwei gestempelte Oberränder in Platte und ein Oberranddreier in Platte durchgezähnt bekannt! Viel mehr muß man zu diesem Leckerchen wohl nicht sagen :rolleyes:.
    Ein Oberrand Platte mit Erfurt-Stempel ist aber angetrennt. Den in Pdgz aus meiner Sammlung stell ich auf Wunsch gerne mal als Scan ein ;)
    LG,
    Bernd

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