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Bayern - 6 Kr. braun 4 II - Platte 1?

  • Luitpold
  • 5. Februar 2008 um 18:26
  • dj_postmann
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    15. Februar 1989 (36)
    • 12. März 2008 um 21:25
    • #81

    Noch etwas Offtopic... sorry.

    Xeno

    Ergänzend zur Antwort von bayern klassisch möchte ich noch anfügen, warum ein Straßenname vor 150 Jahren noch nicht nötig war...

    Grundsätzlich gab es ja zwei Arten wie die "normale" Post den Empfänger erreichen konnte (Curiere und Estafetten lass ich jetzt mal außen vor, da dort ja davon auszugehen ist, dass der Empfänger wohlbekannt ist). Es gab die Möglichkeit, die Briefe bestellen zu lassen oder im Postamt zu verwahren und abholen zu lassen.

    Bei letzterer Möglichkeit wurde alle eingehende Post auf einer Liste nortiert, welche dann öffentlich im Postamt ausgehängt wurde. Die Empfänger (bzw,. deren Boten), welche entweder mit Post rechneten oder regelmäßig vorbeischauten, sahen dann eben wenn etwas für sie eingegangen ist und nahmen die Post dann auf dem Amt persönlich entgegen. Man brauchte also keine Straßennamen.

    Um zu verstehen, wieso keiner von nöten war, wenn die Briefe bestellt (ausgetragen) wurden, musst du dich in die Zeit hineinversetzen. Die Industrialisierung kam erst langsam in Fahrt, allgemeine Schulpflicht gabs noch nicht usw. Somit scheidet der größte Teil der Bevölkerung als in Frage kommender Empfänger bzw. Sender aus, da schlichtweg Lese- und Schreibkenntnisse nicht vorhanden waren bzw. die finanziellen Mittel keinen Briefverkehr erlaubten. Die wenigen Familien / Institutionen die nun übrig bleiben, waren i. d. Regel aufgrund Ihres Standes / Wohlstandes sowieso wohlbekannt und so war es allermeist auch möglich, sofort nach dem Namen den richtigen Empfänger zuzuordnen; zumal die meisten Empfänger ja ständige Korrespondenzen führten, sodass man seine "Pappenheimer " welche i n Frage kommen i. d. R. schon kannte. Die Post unternahm damals sehr große Anstrengungen, im Zweifelsfall den richtigen Empfänger ausfindig zu machen (das sollten wir uns heute mal träumen lassen); die zahlreichen im Forum gezeigten Irrläufer zeugen davon.

    Ich glaube dies oder ähnliches ist auch schon einmal im Forum geschrieben worden, aber ich war jetzt zu faul zu suchen.

    Grüße
    Dominic

    Suche immer geschlossene Mühlradstempel auf den Quadraten von Bayern (Mi. 2-13), insbes. Nummern 1 bis 100. Wer was abzugeben hat, bitte melden! Tausch oder Kauf immer erwünscht!!
    Suche momentan eine Mi. 3 .. mit gMR "1". Zahle gut!!!

  • Xeno
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    • 13. März 2008 um 00:47
    • #82

    @dj - danke für Deinen Hinweis

    @bayern klassisch

    Meine These zu dem Brief ist folgende:
    Durch den vom Absender geschriebenen Vermerk "Ist sogleich zu übergeben" wird der Brief zum Expressbrief. Für diese Leistung muss der Absender eine Bestellgebühr von 24 Kreuzer bar bezahlen. Aufgeteilt 18 Kreuzer für die Zustellung und 6 Kreuzer für den Rückschein. Durch den Chargestempel wurde der Brief zusätzlich noch zum Einschreiben wofür der Absender nochmals 6 Kreuzer bezahlen musste. Eigentlich war der Zusatz Charge nicht notwenidg, da der Absender durch den Expressbrief schon eine gewisse Sicherheit hatte.
    Zusätzlich musste der Abender natürlich noch das Porto bezahlen 6 Kreuzer. Also insgesamt 36 Kreuzer.
    Ich stufe den Brief im Gegensatz zu oisch in die Gewichtsstufe 1 ( Briefe bis 1 Loth) und über 12 Meilen ein, was den Brief zu einem Fernverkehrsbrief macht. Zwischen Augsburg und Memmingen liegen ca. 80km. Laut Sem waren Eilbotenzustellungen zu dieser Zeit auch nur im Fernverkehr möglich.
    Expressbelege kommen in dieser Zeit relativ selten vor aufgrund der hohen Gebühren die zu entrichten waren.
    Da der Brief mit einem Loth sehr leicht sein musste ca. 16gr kann es sich eigentlich nur um eine sehr eilige Nachricht gehandelt haben. Solche Nachrichten wurden normal als Telegramm übermittelt.
    Ich kann mir vorstellen, dass es sich um eine geheime oder sehr wichtige Nachricht handeln musste, die sonst niemand anders als der Empfänger erfahren durfte ansonsten würde die ganze Aktion für diesen Brief per Eilboten keinen Sinn machen.
    Ich kann zwar keine Sütterlinschrift lesen kann aber auf dem Brief die Abkürzung kgl. identifizieren, so dass der Briefe an eine königliche Einrichtung gesendet worden ist, was aber nach oder über kgl. steht kann ich nicht entziffern.
    Dies würde die Dringlichkeit der Nachricht eventuell bestätigen.

    Auf die Auflösung bin ich gespannt

    Gruß Xeno

    It´s a 106 miles to Chicago. We´ve got a full tank of gas, half a pack of cigarettes, it´s dark and we´re wearing sunglasses.

  • rabege
    erfahrenes Mitglied
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    • 13. März 2008 um 09:09
    • #83

    Noch 'ne Theorie:
    2.Entfernungsstufe 10-20 Meilen = 6Kr frankiert, 6 Kr Charge-Geb. vom Einlieferer und 9Kr Expressbotenlohn vom Empfänger,
    Gruß rabege

  • bayern klassisch
    Gast
    • 13. März 2008 um 19:17
    • #84

    @Alle

    Die Lösung steht im Express - Thread, den ich neu aufgemacht habe.

    Aber ihr wart alle dicht dran - Respekt!

    Beste Grüsse von bayern klassisch

  • bayern klassisch
    Gast
    • 15. März 2008 um 15:12
    • #85

    Dann will ich mal einen hübschen Brief mit einer der allerersten 4I zeigen, was man an dem Datum 20.11.1849 unschwer erkennen kann.
    Bei dieser Erstauflage sieht man noch, warum man die Marke im bayer. Anzeigeblatt mit "braunroth" betitelte; sie war doch noch leicht rötlich.

    Trotzdem ist es ein bemerkenswertes Stück, denn 3 Besonderheiten, mal bei der Marke, mal bei dem Brief, mal beim Stempel machen es zu etwas besonderem.

    Qui habet oculos, qui videat.

    Grüsse von bayern klassisch

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  • Xeno
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    • 15. März 2008 um 18:27
    • #86

    hallo bayern klassisch,

    meine Augen sehen einen Fingerhutstempel Monheim mit Federzug,
    dazu kommt ein Plattenfehler bei der Marke (ein weißer Balken im Buchstaben Y bei dem Wort Bayern).

    Diese zwei Tatsachen machen den Brief zu einem Schmuckstück!

    Gruß Xeno

    It´s a 106 miles to Chicago. We´ve got a full tank of gas, half a pack of cigarettes, it´s dark and we´re wearing sunglasses.

  • bayern klassisch
    Gast
    • 15. März 2008 um 19:44
    • #87

    Gut beobachtet Xeno, aber hast du das links unten in der Ecke entziffert?

    Da steht "mit Einband". Dieser Vermerk ist nicht häufig und kommt nur auf Briefen mit Verwaltungscharakter vor. Er bedeutete, dass man dem Brief Akten oder Unterlagen "eingebunden" hat.
    Versendete man solche Anlagen, die nicht in den Brief einzufalten waren, dann hängte man sie mit Bindfaden dem Brief an und notierte unten links mit Einband, mit Unterband, mit Unterbund, mit Akten, mit Anlagen o. ä., um zu zeigen, dass nicht nur ein Brief auf die Reise geschickt wurde, sondern auch noch Anlagen.

    3 Besonderheiten am Stück sind ein guter Grund, einen Bayern - Brief zu kaufen. Hast du auch einen mit solchen Vermerken? Einfach mal drauf achten, was links unten so in der Ecke steht.

    Beste Grüsse von bayern klassisch

  • Xeno
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    • 15. März 2008 um 20:56
    • #88

    Hallo bayern klassisch,

    nein den Vermerk habe ich nicht gelesen, obwohl man diesen vermutlich hätte enziffern können.
    Habe Deinen Hinweis für die Kurrentschrift gelesen und werde versuchen einwenig dazu zu lernen.

    Habe erst vor 5 Wochen angefangen mich mit dem Thema Bayern zu beschäftigen und kann leider noch keinen besonderen Brief in meiner aufbauenden Sammlung vorweisen. Bin quasi erst ganz am Anfang meiner Bayernleidenschaft.
    Vorher habe ich mich ausschließlich auf die Klassikgebiete Baden und Österreich beschränkt. Die Plattenbestimmungen machen mir ähnlich wie bei den Wappen von Österreich große Freude aber natürlich auch noch Probleme, allerdings bin ich wie gesagt noch ganz am Anfang.

    Mit Briefen habe ich mich eigentlich bisher nicht groß beschäftigt. Bei Baden habe ich einige Belege, die ich wohl auch noch mal genauer anschauen werde.

    Die von Dir gezeigten Briefe und das Erkunden von diesen Sachen machen mir großen Spass auch wenn ich des öfteren daneben liege. Man lernt aber auch viel und ließt auch einen Artikel in einem Buch, der sonst nur überflogen worden wäre.

    Um meine Plattierungen zu überprüfen habe ich mal noch 10 Marken eingestellt.

    Hier mein Tipp:

    1.Scan: 2, 2, 1, 2
    2.Scan: 3, 1, 2
    3.Scan: 1, 1 , 1

    Gruß Xeno

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    It´s a 106 miles to Chicago. We´ve got a full tank of gas, half a pack of cigarettes, it´s dark and we´re wearing sunglasses.

    Einmal editiert, zuletzt von Xeno (15. März 2008 um 20:56)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 15. März 2008 um 21:12
    • #89

    Hallo Xeno,

    sehr gut, fast perfekt:

    2, 2, 1, 1(frühe Platte 1, die Ecken noch etwas spitzer, weil neuer)

    3, 1, 2

    1, 1, 1.

    Was ich immer sage: Lieber Briefe kaufen, weniger lose Marken. Was man hat, hat man, o. k., aber für die Zukunft eher datierbares kaufen, möglichst in guter Qualität.

    Mit Baden und Österreich hast du aber schon 2 erstklassige Sammelgebiete, aus denen man viel machen kann. Da passt Bayern perfekt rein.

    Du bist auf gutem Wege, 90% ist ja wohl ein guter Weg.

    Grüsse von bayern klassisch

  • Xeno
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    • 16. März 2008 um 19:41
    • #90

    Konnte heute meinen ersten Charge Brief erwerben.

    Ein Brief vom 10. April 1855 von Würzburg nach Kitzingen.
    Bei der Marke handelt es sich um eine Platte 1 was dir runden Ecken erkennen lassen sowie die Verwendungszeit. Platte 2 kam erst im Juli 1855 zur Verwendung, Platte 3 erst 1858.

    Hat der Vermerk über dem Charge Stempel eine Bedeutung?

    Von Würzburg nach Kitzingen benötigt man ca. 2.5 Meilen, dann fallt der Brief unter 12 Meilen, so dass der Brief über 1 bis 4 Loth gewogen haben muss. Die Einschreibegebühr wurde über den Postschein verrechnet.

    Rückseitig auf dem Brief ist noch ein Siegel und der Ankunftsstempel von Kitzingen sichtbar.

    Der 2. Brief ist ein Brief von Lindau nach Würzburg I. Verteilung. Brief wurde am 2 Oktober 1854 verschickt und ist ein Tag später in Würzburg angekommen.

    Die Ecken müssen abgerundet sein, da der Brief in die Verwendungszeit der Platte 1 fielen. Die oberen Ecken kommen mir irgendwie nicht abgerundet vor.

    Gerne würde ich auch Eure Einschätzung zu den zwei Briefen lesen.

    Gruß Xeno

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    It´s a 106 miles to Chicago. We´ve got a full tank of gas, half a pack of cigarettes, it´s dark and we´re wearing sunglasses.

  • bayern klassisch
    Gast
    • 17. März 2008 um 11:34
    • #91

    Hallo Xeno,

    der Vermerk über Chargé ist die Buchnummer der Einschreibung, hier die Nr. 711.

    Ansonsten alles richtig gemacht - richtige Platten, korrekt beschrieben mit Franko und Chargé - was will man mehr?

    Beste Grüsse von bayern klassisch

  • Nordlicht
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    • 21. März 2008 um 11:49
    • #92

    Hallo,

    wo wir schon beim Thema "Vermerke" sind:

    Wozu dienten beim dem hier beispielhaft gezeigten Brief die weiteren Angaben über dem "Franco"?

    Gruß Nordlicht

  • Abarten-Hannes
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    • 21. März 2008 um 12:51
    • #93

    Guten Tag Nordlicht,
    den Vermerk lese ich als

    Ablage im
    Herzl. [=Herzoglich] Leuchtenbergischem
    Palais

    Hoffe, dass das so stimmt, weil ich bei Wikipedia nichts Erklärendes gefunden habe...

    Frohe Ostern wünscht Dir
    Abarten-Hannes

    Uuupps - bin im falschen thread gelandet! Aber Bayern_klassisch hat's ja auch schon beantwortet...

    Einmal editiert, zuletzt von Abarten-Hannes (21. März 2008 um 12:55)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 21. März 2008 um 12:52
    • #94

    Hallo Nordlicht,

    schöner Brief vorab!

    Hier hast du einen Behördenbrief, der frankiert abgesandt wurde.
    Über Franko steht die Expeditionsnummer, unter der er im Postbuch der Behörde geführt wurde.
    Einige "Spezialisten" behaupten, dass sei eine Expreß - Versendung und verlangen dann für derlei Briefe horrende Beträge.

    Nicht irre machen lassen. Es gibt ja hier einen Expreß - Beitrag von mir, das kannst du dir echte Expreßbriefe Bayerns ansehen. Diese sind alle sehr selten und kosten i. d. R. vierstellige Beträge. Sie sehen aber anders aus.

    Das Besondere an deinem Brief ist, dass er eben von einer Behörde an eine Behörde geht, und trotzdem frankiert ist. Wenn er Inhalt hat (bitte immer darauf zu achten, wenn es geht), wäre der mal hier einzustellen.

    Beste Grüsse von bayern klassisch

  • Nordlicht
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    • 21. März 2008 um 13:19
    • #95

    Hallo bayern klassisch,

    danke für die Hinweise!

    Inhalt hat dieser Brief leider nicht.
    Aber ich habe einen anderen mit komplettem Inhalt, wenn es dich interessiert. Passt nicht in diesen Thread (da keine 6 Kreuzer), schicke ich aber gern per PN (wenn ich es rausgesucht und gescannt habe)

    Gruß Nordlicht

    Einmal editiert, zuletzt von Nordlicht (21. März 2008 um 15:36)

  • oisch
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    • 10. April 2008 um 21:45
    • #96

    Guten Abend,

    nachdem es hier in letzter Zeit etwas ruhig geworden ist, möchte ich - gewissermaßen als kleinen "Threaderhaltungsbeitrag" - 3 Briefe mit Einfach- und Mehrfachfrankatur der Mi.-Nr. 4-II-1 aus Neustadt-Haardt vorstellen.

    1.) EF

    Brief - 1 Loth von Maikammer nach Lindenberg bei Lindau (also Pfalz - Bayern), entwertet mit geschlossenem (Bahnpost)-Mühlradstempel "406" und Stations-Halbkreis "K. Bayer. Bahnpost - Neustatd a. H. vom 23.07.(1855)" ("D" und "T" von Neustadt im Stempel vertauscht).

    2.) MEF (2x)

    Auslands-Brief bis 10 g von Neustadt / Haardt nach Maillanne par St. Remy Bouches pu Rhone (Frankreich) mit geschlossenem Mühlradstempel "236" und Halbkreisstempel "Neustadt a.d.H - III - 27 6 - (1855), roter Grenzübergangsstempel "Baviere - Forbach - 28 - Jun. 55" und "PD"-Stempel (port paye jusque'a destination)

    3.) MEF (3x)

    Postvereins-Brief bis 2 Loth / > 20 Meilen von Neustadt / Haardt nach Cöln mit geschlossenem Mühlradstempel "236" und Halbkreisstempel "Neustadt a.d.H - VIII - 30=1 (1855)

    Schönen Abend noch

    Oisch

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 11. April 2008 um 06:24
    • #97

    Hallo Oisch,

    schöne Briefe hast du da - das ist eine hübsche Seite!

    Kleine Korrektur beim 2. Brief: Das einfache Briefgewicht von Frankobriefen aus Bayern und Portobriefen nach Bayern betrug 1/2 Loth, nicht 10g!
    Bei Frankobriefen aus Frankreich und Portobriefen nach Frankreich war es nur 7,5g!
    Kein reziproker Vertrag als, derjenige vom 1.7.1847 - 30.6.1858.

    Beste Grüsse von bayern klassisch

  • oisch
    aktives Mitglied
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    • 12. April 2008 um 12:35
    • #98

    Hallo Bayern Klassisch,

    Korrekt wäre demnach:

    01.07.1847 - 30.06.1858:
    Einfache Briefe bis 1/2 Loth, Bayern - Frankreich, 12 Kr. ???

    Für die nächste Portperiode habe ich mir notiert (dummerweise aber die Quelle nicht mit aufgeschrieben):

    01.07.1858 - --.02.1872
    Einfache Briefe bis 10 g, Bayern - Frankreich, 12 Kr.

    Dazu als Abbildung ein Brief von Neustadt nach Echillais par St. Agnan(t) vom 28.06.1860 (allerdings mit einer Mi.-Nr. 6)

    Gibt es eigentlich Daten zur Einstellung / Wiederaufnahme des Briefverkehrs während des Preussisch - Franz. Kriegs von 1870 / 1871 ?

    Schönes Wochenende noch

    Oisch

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    2 Mal editiert, zuletzt von oisch (12. April 2008 um 12:40)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 12. April 2008 um 16:57
    • #99

    Hallo Oisch,

    wie ich schrieb, muss man unterscheiden zwischen Franko- und Portobriefen!

    Ab 1.7.1858 war dies egal, alle kosteten 12 Kr. je 10g bzw. 40 Centimes. Nur bei unterfrankierten Briefen gab es Unterschiede, aber das ist nur etwas für Spezialisten, denn die Bewertung unterfrankierter Briefe ist keine einfache Sache.

    Mit dem 16.5.1872 wurde vom Dt. Reich ein neuer Postvertrag mit Frankreich geschlossen, dem Bayern und W´berg angegliedert wurden. Der Rest stimmt. Ab da nur 9 Kr. für die deutschen Staaten, aber noch immer 40 Centimes für Frankreich (auch eine Art des Versuchs, die 5 Milliarden Goldfranken als Reparationsleistung so schnell wie möglich aufzubringen).

    Der Briefverkehr 1870/71 ist eines der interessantesten Kapitel der Postgeschichte, die ich kenne (und ich kenne einige).

    Wenn es dich interessiert, kann ich meine dürftigen Belege hier mal in einem separaten Thread vorstellen, damit man sich eine kleine Übersicht darüber verschaffen kann. In der Literatur ist dieses Thema mangels Wissens so gut wie nicht bearbeitet worden und das Erforschen bei Briefen, von denen alle paar Jahre mal einer für einen guten 3stelligen Eurobetrag, gerne auch mehr, auf der Welt angeboten wird, ist auch nicht jedermanns Sache.

    Ich habe - wohl als erster und einzigster - vor Jahren in einem Rundbrief der ARGE Bayern klassisch () mal darüfer referiert. Seitdem ist noch einer aufgetaucht, den ich mir sichern konnte. Das wars dann aber. Vielleicht schlummern noch ein paar irgendwo.

    Just give me your feedback.

    Beste Grüsse von bayern klassisch

  • oisch
    aktives Mitglied
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    • 12. April 2008 um 21:38
    • #100

    Hallo bayern klassisch

    Briefe Bayern - Frankreich aus 1870 / 71 sind bestimmt ein Thema, das nicht nur mich interessiert. Falls es nicht zuviel Mühe bereitet wäre es sicherlich sehr instruktriv hier einige vorzustellen.

    Zu den Briefen Bayern - Frankreich ab 01.07.1858 habe ich noch eine Frage, die allerdings in diesem Thread (Bayern 6 kr Mi.-Nr. 4) nichts verloren hat.
    Schreibe Dich deshalb 'mal morgen per PN an

    Gruß

    oisch

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