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Handeln, Haben, Horten

  • Newsbot
  • 27. Januar 2008 um 10:52
  • Gagrakacka
    Gast
    • 28. Januar 2008 um 18:48
    • #21
    Zitat

    Original von helgophil ...der aus ganz bestimmten Gründen nur AD-Marken sammelt

    - und sich trotzdem oder gerade deshalb (s.o.) für Postgeschichte absolut nicht interessiert.

    helgophil:

    Das ignorieren der Postgeschichte erweist sich in der Regel als ganz grosser Fehler. Auch wenn man "nur" Marken sammelt, hilft es ungemein, wenn man weiss, warum die Marken produziert wurden, wie sie produziert wurden und wann und wo sie zum Einsatz kamen. Abgesehen von wertvollen Stempel oder möglichen Fälschungen...

  • helgophil
    aktives Mitglied
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    26. April 1982 (43)
    • 28. Januar 2008 um 19:07
    • #22

    Lars

    Ok, das alte Thema.

    Da wir ja neuerdings fast immer einer Meinung sind, aber nicht immer:

    Mich langweilen 'phantasievolle' Geschichtchen, warum nun ein schmuddeliger Brief vor 150 Jahren erst von x nach y (in den falschen Postbeutel eingeworfen ...) und dann nach z transportiert wurde oder anstelle von 3 Kreuzern mit 6 Kreuzern frankiert wurde.

    Ich bin kein Briefträger und arbeite auch nicht bei der Post.

    helgophil

  • Bayjack
    neues Mitglied
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    49
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    15. Januar 1950 (76)
    • 28. Januar 2008 um 19:08
    • #23

    "Ein Sammler, der mit Liebe, Ahnung, Geschmack und Engagement über einen längeren Zeitraum eine eigenständige Sammlung aufbaut (das Zusammentragen von Michelnummern irgendeines Sammelgebietes ist noch lange keine Sammlung), wird finanziell immer weit besser dastehen, als die fremdberatenen Laien, die auch ausserhalb der Hamelner Stadtmauern schon viel zu vielen Rattenfängern hinterher gelaufen sind .."

    @bayern klassisch:

    Obwohl ich mit grossem Respekt vor Deinem Fachwissen den Hut ziehe, glaube ich nicht wirklich, dass fachkundige und "grosse" Sammlungen letztendlich finanziell besser dastehen. Man müsste ja zum Zeitpunkt des Verkaufes - möglicherweise erst nach dem Tod des Sammlers - DEN finanzkräftigen Sammler finden, der bereit und fachkundig genug ist , den Preis für genau dieses spezielle Sammelgebiet zu bezahlen. Das halte ich für einen Glücksfall. Nach meinen Beobachtungen werden "grosse" oder "bedeutenede" Sammlungen oft unter Wert verscherbelt oder "aufgelöst" wie es so schön heißt.

    Grösseren , rein finanziellen Erfolg haben meiner Einschätzung nach Händler oder Sammler, die sich auf gefragte Einzelstücke spezialisieren und diese dann wieder mit viel marketing- know- how- Gedöns schönpreisen, pimpen oder aufmotzen und an weniger "fachkundige" Sammler verhökern. (Zu denen ich mich wohl zählen muss)

    Letztendlich ist das aber alles wurscht, weil mein Hobby macht mir einfach nur Spaß, und am Ende
    hat es durch den zusammengetragenen (durchaus wechselnden) Marktwert nicht so viel Geld verschlungen wie das Hobby anderer Leute z.B: Helikopter-Skiing , 5-Sterne-Koch-Fressing, Markenklamotten-wearing, Merzedes-driving, Allround-Protzing und vieles mehr.

    Der Geldverlust ist dann das Lehrgeld das ich bezahlt habe. Dieses Lehrgeld würde ich zwar viel lieber in ein "Philatelie Seminar" inverstieren , aber das gibt es ja nicht.
    Obwohl man sich das "Fachwissen" ja scheinbar überall aneignen kann fällt es mir z.B. immer noch schwer , eine "übliche" Zähnung von einer "schlechten" Zähnung oder gar von einer "Nachzähnung" zu unterscheiden.

    Vielleicht gibt es ja bald Online-Philatelie-Seminare.

    Bayjack

    Einmal editiert, zuletzt von Bayjack (28. Januar 2008 um 19:52)

  • jpd
    Gast
    • 28. Januar 2008 um 19:16
    • #24

    Hallo,

    was muß man investieren, um überhaupt die Chance auf eine signifikante Wertsteigerung der investieren Marken zu haben?

    Das Geld ist nur eine Seite. Um aber gute Stücke mit Potential auf Wertsteigerung günstig und zielsicher erwerben zu können, benötigt man ein nicht unerhebliches Fachwissen. Das gibt es auch nicht zum Nulltarif, hier muß man viel Zeit und Mühen investieren.

    Unterm Strich habe ich daher erhebliche Zweifel, daß eine Spekulation mit Briefmarken aus rein monetären Gesichtspunkten gewinnbringed sein kann. Damit will ich nicht ausschließen, daß man mit dem entsprechenden Fachwissen im Hintergrund als "Nebeneffekt" des eigenen Hobbies mal ein paar Stücke gewinnbringend verkaufen kann. Wenn man aber den eigenen Aufwand mit einkalkuliert, dürfte es sich so gut wie nie lohnen.

    Ein weiteres Hobby von mir sind Modelleisenbahnen, hier besonders Modelle der Spur TT aus der DDR. Sehr viele Stücke erwerbe oder tausche ich als defekte Bastelobjekte und restauriere sie. Selbst wenn man nur die Kauf- und Verkaufsummen gegeneinander aufrechnet, ist das nur bedingt wirtschaftlich (milde ausgedrückt). Berücksichtigt man auch die unzähligen Stunden, die ich mit Reparaturen, Ersatzteilbeschaffung etc. verbringe, ist das Ganze finanziell völliger Unsinn. Die Freude, wenn der ehemalige Schrotthaufen wieder emsig über die Anlage schnurrt, möchte ich aber nicht mit Geld aufwiegen.

    Ähnlich ist es bei den Briefmarken: Als reines Spekulationsobjekt in den seltensten Fällen sinnvoll. Da fallen mir spontan jede Menge besserer Geldanlagen ein. Als Nebeneffekt zum eigentlichen Hobby kann aber die eine oder andere Spekulation die Kasse fürs eigene Hobby etwas entspannen. Erst wenn man die investierte Zeit mit dem Hobby genießt, wird sie wirklich wertvoll.

    In diesem Sinne: Nicht so viel aufs Geld schielen, das verstellt den Blick aufs Wesentliche.

    Grüße,
    jpd

  • bayern klassisch
    Gast
    • 28. Januar 2008 um 20:58
    • #25

    helgophil

    Die Wahrscheinlichkeit, mit der nach Kujau die Geschichtsbücher des III. Reiches umgeschrieben wurden entspricht exakt derjenigen, nach denen die weltweite Börsenliteratur durch deine Erkenntnisse neu zu schreiben ist.

    Damit möchte ich aber den Nebenkriegsschauplatz Börse final verlassen.

    Wer die Meriten der Postgeschichte negiert, den bestraft der Auktionator (beim Verkauf seiner Märkchen).
    Wenn dich postalische Vermerke und Verwendungsformen von AD Marken nicht die Bohne interessieren, ist das wenigstens eine ehrliche Aussage, aufgrund derer dich viele Menschen bedauern werden. Lars und ich sind da bestimmt nicht allein auf weiter Flur.
    Aufgrund deines fortgeschrittenen Alters halte ich es daher für unwahrscheinlich, dass du die nächste Evolutionsstufe der Philatelie erklimmen wirst.

    Bayjack

    Ich habe als AD - Generalsammler angefangen, bis ich feststellen musste, dass ich weder mit dem Sultan von Brunei näher verwandt oder verschwägert bin und es unmöglich ist, ein AD - Experte zu werden.
    Auch wenn ich leider nicht den IQ von Marilyn vos Savant habe und meine Gedächtnisleistung wohl auch nie mit einem Eintrag im Guiness Book of Records gewürdigt werden wird, weiss ich was es bedeutet, ein Gebiet richtig zu beackern.
    Die Masse der AD - Sammler versteht noch keine 10% von dem, was es zu verstehen gilt. Das ficht die meisten nicht an, denn sie wollen oder können damit gut leben. Wer glaubt, viel zu wissen, weiss in aller Regel sehr, sehr wenig.

    Eine erstklassige Sammlung eines profunden Kenners wird von jedem Auktionshaus gerne genommen, sagte mir mal Volker Parthen in Wiesbaden. Ein teuer zusammengekauftes Album wird gefleddert und der nicht auktionsfähige Rest verramscht. Dabei kann man dann durchaus Schnäppchen machen.

    Schau dir aus dem klassischen Bereich die Dutzenden von Auktionskatalogen an, mit denen große Sammler und große Sammlungen gewürdigt wurden. Oft wurden eigene Kataloge oder zumindest Katalogteile für sie aufgelegt, wodurch weite Sammlergruppen angeregt wurden, mit zu steigern und andere, dieses Sammelgebiet überhaupt zu beackern (initialzündung).

    Eine Sammlung, die ein mittleres Autkionshaus zu einer Routineangelegenheit degradiert, wird heute wie damals ausgeschlachtet und schnell vertickt (ehe es sich die Witwe vielleicht anders überlegt).

    Von diesen Sammlungen existieren viele zehntausende allein in Deutschland. Wo liegt ihr besonderer Reitz? Was bleibt von ihnen nach der Auflösung übrig? Ein trostloser Scheck 6 Wochen nach der Auktion?
    Wer gedenkt ihrer besten Stücke? Hatte sie überhaupt gute Stücke aufzuweisen?

    Sollte das Lebenswerk eines Sammlers nicht anders daher kommen?

    Ein Vorschreiber bekannte sich zur Qualität - 100% Zustimmung. Dies gilt unumwunden bei einer Ländersammlung. Bei der Postgeschichte relativiert sich das ein wenig, wenngleich man den Sammlungen ansieht, welche Prioritäten gesetzt wurden.

    Jeder soll sammeln, was er will. Aber wer gut sammelt, hat mehr davon.
    Zu Lebzeiten er, danach seine Erben. Nie war es leichter, gut zu sammeln, als heute. Internetforen lassen einen Wissenstransfer zu, den es früher gar nicht gab. Wieviele nutzen ihn zur Optimierung der eigenen Sammlung?

    @jpd

    Streiche das Wort Philatelie und nimm ein anderes Steckenpferd - nichts wird sich ändern. Wenn ich einen halbwegs realistischen Stundensatz für die Zeit ansetzen würde, die ich bei eBay tagtäglich suche, käme ein erkleckliches Sümmchen heraus. Das darf ich aber nie gegenrechnen, weil sich die Erkenntnisse daraus nicht rechnerisch darlegen lassen.

    Deine Modelleisenbahnen sind deine Freude, und ich kann das wohl nachvollziehen. Was finanziell dabei herauskommt, ist doch so interessant wie das Handelsblatt von gestern. Deine Freude und Genugtuung liegt doch auf einem viel höheren Niveau als das schnöde Materielle, oder?

    Die Verwendung des Begriffes "lohnen" passt denn auch nur zu Berufsphilatelisten, die in Lohn und Brot - Diensten stehen (oder selbständig sind).
    Für mich lohnt es sich allemal, wenn auch nur einer eine Fälschung nicht kauft oder als solche zukünftig erkennt, wenn einer, statt einen alten Brief in die Schublade zu entsorgen, diesen versteht und in seiner postgeschichtlichen Relevanz erfasst, oder einer aus hunderten scheinbar gleicher Marken die vielen Facetten herausfiltert, die seinem Auge zuvor entgangen waren. Mit Geld hat all das nicht zu tun. Mit Spekulation noch weniger.

    Beste Grüsse von bayern klassisch, der sammlerisch glücklich ist ...

  • Gagrakacka
    Gast
    • 28. Januar 2008 um 21:40
    • #26

    @jpd:

    2 Mio. USD - hat zumindest Bob Gross investiert und ca. 9 Mio. USD erlöst (siehe die neueste Ausgabe der "philatelie"). Allerdings nur in exklusive Stücke der englischen Klassik. Oder nimm die Simon Wiesenthal-Sammlung: Ausgesucht schöne Stücke, die nicht immer teuer sein mussten, aber optisch ein Genuss sind. Brachten auch eine Mio. Euro, wobei der Einsatz wohl deutlich geringer war.

    helgophil:

    Für mich sind AD-Marken in der Regel "Massenware", d.h. wenn ich das notwendige Pulver habe, dann bin ich bei den Hauptnummern in kurzer Zeit zu 99% komplett. Sammel ich Farben oder Plattenfehler, dauert es länger. Postgeschichte dagegen setzt sich aus Einzelstücken zusammen, von denen es oft nur eine Handvoll gibt - wenn überhaupt. Und ich weiss, dass ich nie fertig werde...

    P.S. Das heisst nicht, dass ich meine AD-Sammlung nicht gerne betrachte und nach und nach vervollständige. Aber ich lass mir Zeit und versuche mich an die optimale Qualität heran zu tasten.

    2 Mal editiert, zuletzt von Gagrakacka (28. Januar 2008 um 22:44)

  • helgophil
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    • 29. Januar 2008 um 00:23
    • #27

    @bayern klassich

    Zitat

    Aufgrund deines fortgeschrittenen Alters halte ich es daher für unwahrscheinlich, dass du die nächste Evolutionsstufe der Philatelie erklimmen wirst.


    Ich dachte eigentlich, daß Du erheblich älter bist, als ich.
    Andererseits so alt, daß Du eventuell Dein Wissen über die bayrische Post praktisch erworben hättest,
    kannst Du eigentlich nicht sein ...

    Sei es wie es ist, das Alter hat nur wenige Vorteile.
    Wenigstens braucht man weniger Schlaf, 5 Stunden reichen allemal.
    Das hat auch was.
    Doch deshalb gleich Postgeschichtler werden ?!
    Nein. Geschichte war schon zu Schulzeiten überhaupt nicht mein Ding. :zZz:

    Zu später Stunde ... australische Börse guckend

    helgophil

    Einmal editiert, zuletzt von helgophil (29. Januar 2008 um 00:27)

  • Hangover
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    • 29. Januar 2008 um 08:17
    • #28
    Zitat

    2 Mio. USD - hat zumindest Bob Gross investiert und ca. 9 Mio. USD erlöst (siehe die neueste Ausgabe der "philatelie").

    Sowas sind aber eher die Ausnahmefälle - dass man mit viel Geld eher zu mehr Geld kommen kann, als mit wenig Geld, will ich nicht bestreiten. Dass eine professionell gemanagte (das kostet allerdings auch ein bisschen!) Sammlung beim Verkauf Gewinn bringen kann, will ich auch nicht ausschliessen.

    Für Investoren ist Philatelie trotzdem ein problematisches Terrain, und zwar aus drei Gründen:

    1. Der Markt ist klein - sowie ich versuche, mehr als Einzelexemplare eines preislich relevanten Stückes zu erwerben oder loszuwerden, reagiert der Markt - postfrische Posthornsätze lassen sich vielleicht noch in größeren Mengen umsetzen, wenn jemand 100 mal Bayern 1 oder Sachsen 1 gestempelt in echt und einwandfrei unter der Bedingung "ich will sofort Geld sehen" anbietet (oder versucht "sofort" zu kaufen), wird der Preis entsprechend reagieren.

    Nun sind Investoren, vor allem die, die sich von kurzfristigen Trends leiten lassen, ausgesprochene Herdentiere. Das heisst, dass im Falle einer Verkaufswelle nicht nur 100 Bayerneinser sondern auch noch 100 Sachseneinser, 100 postgeschichtliche Unikate, 100 Sammlungen Weimar komplett postfrisch usw.usw. auf den Markt kommen. Wer soll das dann alles kaufen bzw. bei sich unterbringen, bis sich der Markt wieder beruhigt hat? Irgendwann ist auch Gärtners Garage voll ;)

    2. Im Gegensatz zu Aktien sind die Aufschläge beim Kauf und Verkauf immens, vor allem, wenn man das in Relation zu Gebühren beim Aktienkauf setzt. Diese Aufschläge müssen aber erstmal erwirtschaftet werden - sonst ist das Geld unter der Matratze noch besser aufgehoben.

    3. Marktpreise sind in keiner Weise transparent oder nachvollziehbar - wie bei Sammelware üblich gibt es zwar grobe Richtlinien (Katalogwerte), die aber bei besonderen Stücken keine Relevanz besitzen. Die Preisfindung beim Verkauf ist neben der Präsentation des Angebotes erheblich von Zufällen beeinflusst.

  • Kontrollratjunkie
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    • 30. Januar 2008 um 15:56
    • #29
    Zitat

    Marktpreise sind in keiner Weise transparent oder nachvollziehbar - wie bei Sammelware üblich gibt es zwar grobe Richtlinien (Katalogwerte), die aber bei besonderen Stücken keine Relevanz besitzen. Die Preisfindung beim Verkauf ist neben der Präsentation des Angebotes erheblich von Zufällen beeinflusst

    Und genau dort liegt doch die große Chance desjenigen, der sich ein wenig oder auch ein wenig mehr mit der Materie beschäftigt.
    Ich sammele nun kein klassisches Bayern (ein paar "Mühlräder" ausgenommen), aber das ist eigentlich auch egal. Unverständlich ist für mich, die Erfahrungen der Postgeschichte abzulehnen. Wenn man nun ein reiner Postfrischsammler ist mag es im Ansatz noch zutreffen. Aber mit gestempelten Marken und Belegen, und ich vermute dort die Masse der altdeutschen Marken, ohne Wert auf postgeschichtliche Relevanz arbeiten zu wollen, halte ich für gewagt.
    Aus meiner Schmalspurperspektive (sammele ja erst seit 25 Jahren) greifen die Aspekte doch sehr ineinander.

    Noch kurz zu den Marktpreisen: Natürlich muß ich davon ausgehen, NIEMALS meinen Einstandspreis wieder zu erhalten. Aber das ist mir auch egal. Dieser Aspekt klang ausreichend an. Die bei Epay oder auf Auktionen investierten "Arbeitsstunden" sind unbezahlbar, so what ? Macht es uns Spass oder nicht ? Wollen wir eine Beschäftigung mit der Materie oder lieber eine klinische Sammlung im Tresor ala Siegerabo ?

    Nee, nee, ich habe mich da entschieden und das bedeutet Arbeit, Arbeit und nochmals Arbeit. Zu meinem Vergnügen, zur Entspannung und geistigen Fitness.
    Und zum Leidwesen meiner Familie, und genau DAS ist das einzige Negativum als Philatelist.....

    meint Kontrollratjunkie

  • helgophil
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    • 31. Januar 2008 um 08:33
    • #30

    @Kontrollratjunkie


    Zitat

    2. Im Gegensatz zu Aktien sind die Aufschläge beim Kauf und Verkauf immens, vor allem, wenn man das in Relation zu Gebühren beim Aktienkauf setzt. Diese Aufschläge müssen aber erstmal erwirtschaftet werden - sonst ist das Geld unter der Matratze noch besser aufgehoben.


    Du sprichst das Hauptproblem an.

    Leider haben sich die Sammler in eine unheilvolle Abhängigkeit von Prüfern, Verbänden, Auktionatoren begeben. Eigentlich wäre das Internet für die Sammler ideal um sich einen eigenen fairen Markt zu schaffen. Erste Ansätze (EBAY, DELCAMPE) gibt es ja bereits.

    Ein großes Problem sind auch die mangelhaften, und m.E. auch gewollt schlechten Informationen über Briefmarken.

    Gut wären gewerbliche, beaufsichtigte Prüffirmen, die mit ihren finanziellen Möglichkeiten und technischen Hilfsmitteln (Stempel, Farben) von vornherein jedem BPP-Prüfer überlegen wären,
    und natürlich trotzdem preisgünstiger.
    Warum macht der Schwaneberger-Verlag das eiigentlich nicht ?
    Das wäre doch naheliegend !

    Grüße

    helgophil

    Einmal editiert, zuletzt von helgophil (31. Januar 2008 um 08:35)

  • BDPh-Fälschungsbekämpfung
    Gast
    • 31. Januar 2008 um 09:01
    • #31

    helgophil:

    In den USA gibt es drei konkurrierende Prüfvereinigungen, eine kommerzielle (PSE), eine Stiftung (PF) und die APEX (eine APS-"Tochter"). Klingt nicht schlecht oder? Sind aber teurer als der BPP, geben nur "Opinions" und die Zertifikate der Vergangenheit sind oft über den Haufen geworfen worden. Damit meine ich nicht eine vereinzelte Prüfermeinung sondern ganze Jahrgänge. Über die kommerzielle Briefmarkenprüfstelle Basel fang ich erst gar nicht an zu reden.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars

    Einmal editiert, zuletzt von BDPh-Fälschungsbekämpfung (31. Januar 2008 um 09:08)

  • helgophil
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    26. April 1982 (43)
    • 31. Januar 2008 um 09:41
    • #32

    Lars

    Eiigentlich wollte ich das nicht unbedingt sagen:

    Der BPP prüft genauso schlecht oder gut, wie andere.
    Diese Diskussion braucht man nicht immer weider zu führen.

    Das Problem:

    Vom BPP kommt an Informationen so gut wie nichts.

    Auf meiner Homepage (als Beispiel) sind mehr Informationen über Altdeutschland, als vom BPP in den letzten '100 Jahren', kostenlos !!

    Und Prüfungen bei (zu) teuren Marken nach Michel-Katalog (Brutto-Preise) zu berechnen ist in meinen Augen eine absolute Frechheit.

    Wer hat schon Lust für die Prüfung einer mickerigen Baden 22a ca. 120 EURO + Porto etc. zu bezahlen ?
    Die Prüfung kostet mehr, als die Marke in der Regel überhaupt wert ist. Einer der Gründe, warum so viele Fälschungen immer wieder eine Chance haben. -

    Der BPP ist m.E. nicht zeitgemäß. Professionelle, beaufsichtigte Prüffirmen (Auch Preise ...) wären viel besser.

    Wer kontrolliert eigentlich die BPP-Prüfer ? Sie selber ?? :P

    helgophil

  • BDPh-Fälschungsbekämpfung
    Gast
    • 31. Januar 2008 um 10:35
    • #33

    helgophil:

    Ein Prüfer muss keinen Gewinn machen, ein kommerzielles Unternehmen schon. Erzähl mir bitte, wie das zusammen passt. Und warum sollte ein Unternehmen Dich in seine Betriebsgeheimnisse einweihen? Die wären schön blöd. Und wer prüft ein Unternehmen? Der BPP?

    Wer darauf wartet, dass der BPP alle Vergleichsdaten und Prüfsammlungen ins Netz stellt, der wird bis Mokustag warten. Aber wer das Gespräch mit den Prüfern sucht, der bekommt in der Regel eine kompetente Auskunft.

    Der Grund, warum Fälschungen es so leicht haben, liegt an den Sammlern selbst. Sparen am falschen Ende. Der Wert einer Marke bemisst sich an der Qualität, nicht am Katalogwert. Erstklassige Qualität kaufen, dann relativieren sich die Prüfkosten und der Verkaufserlös steht wieder in einem gesunden Verhältnis zum Einsatz.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars

  • helgophil
    aktives Mitglied
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    26. April 1982 (43)
    • 31. Januar 2008 um 11:15
    • #34

    Lars

    Zitat

    Aber wer das Gespräch mit den Prüfern sucht, der bekommt in der Regel eine kompetente Auskunft.

    'In der Regel' ... nett formuliert.

    'Kenn ich'. 'Kann ich am Telefon nicht sagen'. 'Da müssen Sie die Marke zuschicken ...'
    'Internet hab ich nicht'.

    Das sind meine Erfahrungen. Traurig.

    Nichts ist allgemein zugänglich dokumentiert.
    Jeder prüft die Farben nach Gutdünken. (Vergleichssammlung .. :zZz: )
    Stempelprüfung ähnlich.

    Ich finde das nicht zeitgemäß.
    Mit Informationen zu 'mauern' ist kurzsichtig und schadet den Briefmarkensammlern.

    helgophil

  • myself
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    • 31. Januar 2008 um 12:04
    • #35

    Also in einer Sache muss ich helgophil Recht geben:

    Die Informationen des BPP tendieren wirklich gegen Null. Es gibt manche Falschstempel, die finden sich bei jedem 2.Händler, aber um dass als Einsteiger zu erfahren muss man erst Herrn Schlegel persönlich fragen. Da stelle ich mir die Frage ob es wirklich nötig ist wegen solchen alten Hüten die Prüfer zu belästigen. Mit etwas mehr Info würden die Prüfer auch so manche Zeit sparen und sich weniger aufregen. Stattdessen kauft man sich Literatur und muss feststellen, dass diese zwar ausführlichste Lebensläufe von Fälschern, Beispiele von Postfälschungen und Fälschungen extrem seltener Marken hat, aber auf Standartfälschungen kaum eingeht. Wer bei einer 2000€ Marke gänzlich auf Prüfer verzichtet ist selbst schuld, aber wer bei jeder 3,50€ Marke Herrn Schlegel konsultieren muss, weil man beim BPP nicht im Stande ist eine Liste von z.B. nachwerwendeten Stempeln rauszugeben...

  • Kontrollratjunkie
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    • 31. Januar 2008 um 12:28
    • #36

    @ myself

    Zunächst einmal gibt es vom BdPh eine wunderbare Aufstellung der Fälschungen von einem gewissen Herrn Blüm. Ein sehr nettes Heftchen und jedem Sammler zur Lektüre empfohlen.
    Weiterhin gebe ich Dir Recht, die meisten Prüfer veröffentlichen wenig oder gar nichts. Das kann ich aber auch nachvollziehen, muss es ja nicht begrüßen.
    Aber wenn Du ein Gebiet spezialisiert sammelst, solltest Du sowieso in die entspr. Arge eintreten und Dir Fachliteratur beschaffen. Dann kommt es nicht dazu, billige Marken einem Prüfer vorlegen zu müssen.

    @ helgophil

    Ohne zu wissen, mit welchen Prüfern Du diese Erfahrungen gemacht hast, kann ich da nur schildern, daß alle meine telefonischen Kontakte, und das war nicht nur ein Mitglied des BPP, bisher äusserst positiv verlaufen sind. Da hat niemand gemauert. Insofern kann ich aus meiner Sicht diese Darstellung nicht gelten lassen. Ohne Dir etwas unterstellen zu wollen, wie man in den Wald.......

    Zur "Prüforganisation": Da ergibt sich doch wieder dasselbe Problem wie mit den "Herren aus Basel" und dem amerik. Prüfer. Es kann keinen Allroundexperten geben, der von Altbaden bis Bund Verschnitte alles prüfen kann. Eine Organisation mit versch. Leuten steht sich da doch selbst im Weg.

    Aber es ist nicht alles bene. Auch ich habe mit einem Prüfer Ärger gehabt, aber weniger wegen seiner fachlichen Qualifikation.....aber das gehört nicht hier her.

    Gruß
    Kontrollratjunkie

  • BDPh-Fälschungsbekämpfung
    Gast
    • 31. Januar 2008 um 13:06
    • #37

    helgophil:

    Bau einfach mal eine Prüfsammlung auf und melde Dich als Verbandssprüfer an. Oder kalkuliere spasseshalber eine BPP-Prüfung durch. Die Gebühren sind noch zu niedrig. Ich kann Deine Erfahrungen nicht nachvollziehen.

    myself:

    Als Anfänger kannst Du nicht alles wissen. Darum auch die Hinweise auf Literatur und Arbeitsgemeinschaften oder die Internetforen und Internetdatenbanken. Gerade in den Foren steckt eine Menge Wissen drin. Leider sind die Mitglieder, die Wissen vermitteln in der Minderheit.
    Oft werden erfahrene Sammlern und/oder Prüfer niedergemacht.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars

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