Im Jahre 1858 fanden achtzehn Erscheinungen statt.
11.2., 14.2., 18.2. (Das Versprechen), 19.2., 20.2., 21.2., 23.2., 24.2. (Buße), 25.2. (Hinweis auf die Quelle), 27.2., 28.2., 1.3., 2.3. (Auftrag zum Errichten einer Kapelle für Prozessionen, 3.3., 4.3., 25.3. (Fest Mariä Verkündigung, "Ich bin die unbefleckte Empfängnis".), 7.4., 16.7.
Nach der Aussage (vgl. "Das Lied von Bernadette", Autor Franz Werfel) der Seherin Marie Bernadette Soubirous war die Erscheinung so (Auszug ungeschützt):
"Dieser Jemand ist durchaus kein ungenaues Gespenst, kein durchsichtiges Luftgebilde, keine veränderliche Traumvision, sondern eine junge Dame, fein und zierlich, sichtbar aus Fleisch und Blut, eher klein als groß, denn sie steht gelassen und ohne anzustoßen in dem engen Oval der Nische. Die sehr junge Dame ist nicht gewöhnlich, aber keineswegs unmodern gekleidet. Zwar ist sie nicht eng geschnürt und trägt keine Pariser Krinoline, aber der freie Schnitt des schneeweißen Kleides deutet doch die zarte Taille an. Bernadette hat jüngst die Hochzeit der jüngeren Tochter Lafite in der Kirche mit angesehen. Am besten ließe sich die Gewandung der Dame noch mit der einer vornehmen Braut vergleichen. Da ist vor allem der lose, köstliche Schleiermantel, der vom Kopf bis zu den Knöcheln reicht. Reizenderweise aber scheint die bräunliche Dame keine mit Brennschere und Schildplattkämmen aufgetürmte Frisur zu tragen, wie es in ihren Kreise Brauch ist, da ein paar freiheitssüchtige Locken des hellbraunen Haares unter dem Schleier hervordringen. Ein ziemlich breites blaues Gürtelband, locker unter der Brust geknotet, hängt bis über die Knie hinab. Welch ein Blau aber, beinahe schmerzhaft angenehm! Nicht einmal Mademoiselle Peyret, die Schneiderin der reichen Herrschaften von Lourdes, würde entscheiden können, von welcher Art der weiße Stoff des Kleids sei. Manchmal leuchet er wie Atlas oder Satin, manchmal ist er stumpf, wie ein unbekannter, ganz zarter, überaus schneeiger Samt, dann wieder ein hauchdünner Batist, der jede Regung der Glieder in sein Faltenspiel überträgt. Das Auffälligste aber bemerkt Bernadette zuletzt. Die junge Dame geht bloßfüßig. Die schmalen kleinen Füße wirken elfenbeinern, ja fast Alabastern. Nicht das geringste Rot oder Rose ist ihrer Blässe beigemischt. Es sind völlig ungebrauchte Füße. Sie bilden einen merkwürdigen Gegensatz zu der sonst so lebendigen Körperlichkeit des zierlichen Mädchens. Das Verwunderlichte aber sind die goldenen Rosen, die über den Wurzeln der langen Zehen an beiden Füßen angebracht sind, man sieht nicht wie. Man erkennt auch nicht, von welcher Art diese beiden Rosen sind, ob feinste Bijouterie oder stark aufgetragene Malerei."
Die Feierlichkeiten beginnen am 11.2.08 und gehen bis zum 08.12.08 (Fest Maria Empfängnis).
Zu diesem Thema werden immer wieder Briefmarken nebst FDC's herausgebracht. Vor allem von Monaco und dem Vatikan. Schön sind die FDC's von 1958 zum 100-jährigen:
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