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  1. PHILAFORUM.COM Briefmarkenforum
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Bleisulfidschäden bei klassischen Briefmarken

  • postschild
  • 23. November 2007 um 20:04
  • postschild
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    • 9. Mai 2008 um 18:02
    • #361

    PALAISS,

    Zitat

    Nochmals herzlichen Dank Dir und Deinem Freund für die Bemühungen bei der Übersetzung des Flyers

    Danken müßen die Sammler DIR!
    Was wir hier getan haben ist nichts im Vergleich zu Deinen Bemühungen und nicht mehr als eine 100% Unterstützung.

    Der Kontakt nach USA hat ja geklappt, nun warten wir mal ab was passiert. Ich denke aber daß einige Hersteller seit ein paar Tagen nicht mehr ganz so gelassen die Sonne genießen.

    Ein aktuelles Ebay Angebot hab ich noch,

    Preußen Nr.23 als Einzelfrankatur, mit folgender Artikelbeschreibung:

    Zitat

    Gute Einzelfrankatur mit nr.23 Michel 750 euro..Meines Erachtens in guter Bedarfserhaltung

    Der BSS wird mit keinem Wort erwähnt, zur Veranschaulichung habe ich den Ausschnitt der Marke einmal mit ein paar Hinweisen versehen. Den Anbieter habe ich natürlich angeschrieben, mal sehen ............

    Gruß

    Bilder

    • Preussen Lich Brief.jpg
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  • Aleks
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    • 9. Mai 2008 um 20:04
    • #362

    PALAISS
    Hallo, ist der Schaden an der Preußen Nr.23 wirklich eindeutig auf BSS zurückzuführen? Ich habe einen vergleichbaren Beleg, der kaum jemals eine PVC-Hülle gesehen hat. Bei diesen Marken wurde m.W. Oxydation schon erwähnt, bevor es überhaupt PVC-Hüllen gab.

    Es macht doch im Sinne der Sache keinen Sinn, Legenden aufzubauen, die dem Ziel ehr abträglich sind. Es wäre doch ein gefundenes Fressen, wenn fälschlich alles untergeschoben wird.

    Aleks

    Wehr fähler findet, daf si behaltn.;-)
    Wer Thorn-Belege findet, hat sie bei mir abzuliefern.

  • postschild
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    • 9. Mai 2008 um 20:24
    • #363

    alex:

    warum fragst du etwas PALAISS was Ich einstelle?

    Was bildest du dir ein, zu behaupten hier werden Legenden aufgebaut?

    Hast du Augen im Kopf oder nicht? Gerichtsverwertbar zu beweisen ist es wohl nicht, aber wir sind hier nicht im Saftladen Forum!

    Von welchem Ziel redest Du? Dem Saftladen Ziel dem unter den Teppich kehren?

  • lickle
    erfahrenes Mitglied
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    • 9. Mai 2008 um 22:39
    • #364

    Aleks

    Die Braun- bis Schwarzfärbung der orangenen Marken aus dieser Zeit wird durch Bleisulfid hervorgerufen. Das ist schon seit mehr als 100 Jahren bekannt. Es gibt also schon lange Marken mit diesem Schadensbild und die Ursachen können vielfältig sein.
    Hier wird mit keinem Wort erwähnt, dass dieser Schaden - und das ist wohl zweifellos ein BSS - durch eine PVC-Folie hervorgerufen worden ist! Man kann es einer Marke nicht ansehen wo sie ihr Bleisulfid her hat, außer man kennt die Umstände der Entstehung.

    Es geht nur darum, dass die Schäden durch Bleisulfid offensichtlich viele Beteiligte nicht gerade sonderlich stören. Für mich sind das jetzt Marken mit ganz erheblichen Mängeln, auch wenn sie in den alten Attesten als einwandfrei - und das waren sie wohl damals auch - bezeichnet werden.

    Noch eine Bitte zum Schluß: Vorsichtig mit dem Wort "Oxydation" umgehen. Nicht jede chemische Reaktion ist gleich eine Oxydation.

    Grüßle

    lickle

  • Gagrakacka
    Gast
    • 9. Mai 2008 um 22:50
    • #365

    postschild:

    Was immer noch fehlt, ist der gerichtsverwertbare Beweis PVC-Folie - Bleisulfidschaden. Was auch fehlt ist der Hinweis, dass H2O2 kein Heilmittel ist, da die Marke bzw. das Papier angegriffen wird.

    Das es die Bleisulfidschäden schon früher gab, beweisen die Marken der Tapling-Sammlung sehr gut. Dummerweise sind viele Sammler/Händler/Auktionatoren beratungsresistent.

    PALAISS:

    Deine Broschüre ist mittlerweile in der British Library angelangt. Das Feedback von David Beech ist eindeutig: PVC-Folien sind ungeeignet.

  • bayern klassisch
    Gast
    • 9. Mai 2008 um 22:54
    • #366

    Die Problematik liegt doch in dem sich üblicherweise verschlechternden Zustand dieser Marken.

    Der Sammler von heute achtet auf die vollständige Zähnung, saubere Stempel und Mangelfreiheit. Fehlt ein Zahn, geht der Preis nach unten. Der Verlust weiterer Zähne ist aber beim sachgemässen Umgang nicht zu befürchten.

    Diese Schäden aber fangen ja erst an und kommen allmählich in ein Stadium, das die ganze Marke runiert. Wenn ich also jetzt preismäßig eine mangelhafte Marke

    a) mit Zahnfehler und

    b) mit BSS - Schädigung in etwa zum gleichen Preis erwerben kann, ist doch klar, welche in ein paar Jahren noch einen Wert hat, und welche das Objekt einer Totalabschreibung wurde.

    Es fällt auf, dass viele Sammler das Vogel - Strauß - Prinzip vorziehen, und eine "etwas verfärbte Marke" präferieren. Sogar ein leichter Bug oder ein enger Schnitt wird eher finanziell bestraft, als ein Todesurteil durch BSS.

    Da könnte man mal ansetzen, ehe es zu spät ist.

    Peter Feuser hat ja mal gezeigt, wie so eine "Karriere" aussieht - Rettung nicht in Sicht.

    Daher ist ein Wertansatz bei BSS - Marken m. E. sehr problematisch, geht er doch wohl permanent nach unten.

    Dies wird dazu führen, dass wirklich erstklassig erhaltene Stücke noch mehr im Preis steigen, weil der Markt für Luxus und Kabinett eben noch enger wird, und die mangelhaften Stücke zahlreich bis Legion werden.

    Wer dann seine Sammlung veräußern will, wird ein böses Erwachen erleben.

    Beste Grüsse von bayern klassisch

  • lickle
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    • 9. Mai 2008 um 23:08
    • #367
    Zitat

    Original von Gagrakacka
    postschild:

    Was immer noch fehlt, ist der gerichtsverwertbare Beweis PVC-Folie - Bleisulfidschaden.

    Ich frage mich nur wie so ein gerichtsverwertbarer Beweis aussehen soll? Sind die Feldversuche, die seit 30 Jahren schon laufen, nicht gut genug?

    Es kann mir doch niemand erzählen, dass eine Ausstellungssammlung, die in den entsprechenden Blattschutzhüllen aufbewahrt wurde und in wenigen Jahren gravierende Schäden davongetragen hat, durch das H[SIZE=7]2[/SIZE]S aus der Luft ruiniert wurde währenddessen die Dubletten im Steckalbum nebenan alle unversehrt geblieben sind.

    Offensichtlich scheuen doch viele Sammler die Auseinandersetzung vor Gericht.

    Grüßle

    lickle

  • bayern klassisch
    Gast
    • 9. Mai 2008 um 23:13
    • #368

    Hallo lickle,

    ich sehe das im Prinzip genau wie du. Aber das Mikroklima in einem Steckbuch ist nicht mit dem zu vergleichen, welches unter einer PVC - Folie herrscht.

    Und zu deutschen Richtern sage ich mal besser nichts, denn das hieße, Eulen nach Athen zu tragen. Dafür scheinen mir die USA der "funktionierendere" Platz zu sein.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch und frohe Feiertage

  • oisch
    aktives Mitglied
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    • 9. Mai 2008 um 23:51
    • #369

    Aleks (09.05.2008 21:04)

    die exakt gleiche Frage hattest Du bereits am 09.04.2008 um 11:48 im BDPh Thread "Bleisuklfidschäden" gestellt und von mehreren Forumsmitgliedern - unter anderem auch von mir - Antwort darauf erhalten.

    Also wozu stellst Du die gleiche Frage hier nochmals ?
    Hast Du die Antworten mittlerweile wieder vergessen oder leidest Du an "Morbus BDPh" (es kann nicht sein was nicht sein darf) ?

    Also nochmals:

    Oxidation und Bleisulfid haben chemisch nix aber auch gar nix miteinander zu tun

    Bleisulfidschäden werden durch Reaktion von Schwefelwasserstoff mit Blei hervorgerufen, das in bestimmten - vorwiegend orangen und gelben Druckfarben klassischer Briefmarken enthalten ist. Die schwefelhaltigen Zinnstabilisatoren in PVC-haltigen Folien sind eine mögliche - mittlerweile allerdings unbestrittene - Ursache für die Bildung von Schwefelwasserstoff und damit von Bleisulfidschäden. Da sich Schwefelwasserstoff jedoch auch durch eine Vielzahl mikrobiologischer Zersetzungsreaktionen von schwefelhaltigen Materalien bilden kann (Stichwort "faule Eier") sind BS-Schäden auch in Abwesenheit von PVC-Folien möglich und somit bereits aus der "Prä-PVC-Zeit" bekannt und in der Literatur beschrieben

    Capisco ?

    Wenn ja, würde es mich freuen, wenn Du diese Erkenntniss auch den weitgehend beratungsresistenten Vorturnern in unserer gemeinsamen "Interessensvertretung" endlich mal verklickern könntest.

    Gruß

    oisch

    Einmal editiert, zuletzt von oisch (9. Mai 2008 um 23:56)

  • lickle
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    • 10. Mai 2008 um 00:02
    • #370

    oisch

    Zitat

    Original von oisch
    Die schwefelhaltigen Zinnstabilisatoren in PVC-haltigen Folien sind eine mögliche - mittlerweile allerdings unbestrittene - Ursache für die Bildung von Schwefelwasserstoff und damit von Bleisulfidschäden.

    Ersetze bitte "Ursache für die Bildung von Schwefelwasserstoff" durch "Schwefelquelle" und meine 100%ige Zustimmung ist Dir sicher :D

    Gerade bei dieser gerichtsnotorischen Diskussion muß man sehr exakt und bedacht argumentieren.

    Grüßle

    lickle

  • Aleks
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    • 10. Mai 2008 um 05:42
    • #371
    Zitat

    Gerade bei dieser gerichtsnotorischen Diskussion muß man sehr exakt und bedacht argumentieren.


    Leider verdrängen einige das bei ihrem allgemeinen Rundschlag. Aber sie fühlen sich sicher toll dabei.

    Aleks

    Wehr fähler findet, daf si behaltn.;-)
    Wer Thorn-Belege findet, hat sie bei mir abzuliefern.

  • Gagrakacka
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    • 10. Mai 2008 um 06:15
    • #372

    oisch:

    Vom Standpunkt eines Chemikers hast Du recht, aber der Begriff "Oxydation" hat sich in den Sprachschatz der Philatelisten eingeschlichen. Jeder weiss, was gemeint ist auch wenn es falsch ist.

  • postschild
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    • 10. Mai 2008 um 07:31
    • #373

    Aleks,

    Zitat

    Leider verdrängen einige das bei ihrem allgemeinen Rundschlag. Aber sie fühlen sich sicher toll dabei.

    Falls du es noch nicht gemerkt hast, es geht hier in diesem Thema schon lange nicht mehr darum DEINE Heilige Kuh, den Saftladen BDPh, anzuprangern.

    Es geht darum aus allen möglichen Quellen Bilder der Schäden zu zeigen, was das fachliche chemische angeht kann jeder die postings der Fachleute lesen, das wieder und wieder zu wiederholen bringt nichts. Davon abgesehen, wer liest das alles, die wenigsten.

    Bilder sprechen eine eigene Sprache, die solltest sogar Du verstehen!
    Dein Beitrag zur Sache ist so unnötig wie Reis nach China zu bringen.

    Lars,

    Zitat

    Was immer noch fehlt, ist der gerichtsverwertbare Beweis PVC-Folie - Bleisulfidschaden. Was auch fehlt ist der Hinweis, dass H2O2 kein Heilmittel ist, da die Marke bzw. das Papier angegriffen wird.

    da hast du natürlich völlig recht, aber ich schätze mal, den Beweis wird es in Deutschland frühestens in 15 Jahren geben, aber warten wir doch einmal ab was in Übersee passiert, erste Prüfungen von Anwälten sind in Gange, wenn die Amis eines können, dann ist es klagen!

    So, nun muss ich weiter arbeiten, der nächste Vor UPU Brief will bezahlt werden :D

    postschild

  • Aleks
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    • 10. Mai 2008 um 08:07
    • #374

    postschild
    Da Du anscheinend ausgeprägte Feindbilder hast, ist es Dir im Grund egal, wer was zu einem Thema sagt, Hauptsache Du kannst Deiner Abneigung frönen. Ich habe das Gefühl, es geht Dir weniger um die Sache, als darum, wieder mal einen Grund zu haben, auf Feindbilder einzuprügeln. Wer nicht widerspruchslos und uneingeschränkt Deiner geneigten Meinung ist, gehört plattgeschrieben.

    Aleks :oneien:

    Wehr fähler findet, daf si behaltn.;-)
    Wer Thorn-Belege findet, hat sie bei mir abzuliefern.

  • PALAISS
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    • 10. Mai 2008 um 08:22
    • #375

    @ aleks

    Auch mir erscheint Deine Frage, ob die von postschild abgebildete Preußen 23 einen Bleisulfidschaden hat, schleierhaft.

    Du hast doch die ganzen Diskussionen im BDPh-Forum und in den anderen Foren verfolgt. Die Schäden sind doch klar ersichtlich, insbesondere bei den Gelb- und Orangetönen. Vor allem bei den Marken im Buchdruck bzw. mit Wappenprägungen usw. sind die bleisulfidgeschädigten Marken fleckig und sofort als solche auszumachen. Im Bereich der Prägung konnte sich das Mikroklima oft schlecht entwickeln und deshalb verfärben sich diese Marken praktisch immer (wie bei den Ansichtskarten auch) von den Rändern aus. Hier im Thread und auch im BDPh-Forum ist eine große Anzahl derartiger Marken abgebildet, besonders deutlich zu erkennen auch bei den Brustschildmarken.

    Bleisulfidschäden hat es schon immer gegeben, genauso, wie schon immer im Rhein tote Fische gefunden wurden. Wenn auf einmal aber zehntausende toter Fische angelandet werden, kann man das wohl kaum auf die allgemeine Wasserqualität oder mangelnde Robustheit der Fische zurückführen, sondern es muss einen anderen Auslöser geben.

    Die bekannten Bleisulfidschäden hielten sich bis ca. 1975 in einem bescheidenen Rahmen und beschränkten sich zudem auf relativ wenige Marken in Orange- und Gelbtönen. Schäden bei anderen Farben oder die Schadensklasse 2 (Veränderungen des farbigen Papieres) waren große Ausnahmen. Nach meinen Beobachtungen gibt es keine Hinweise dafür, dass bei normaler Lagerung außerhalb von Hart-PVC-Folien in den letzten 33 Jahren irgendwelche Bleisulfidschäden entstanden sind. Warum man das immer wiederholen muss, erschließt sich mir nicht. Jedenfalls nicht für Forenteilnehmer, die die Diskussionen über die Problematik seit Anfang an verfoilgt haben.

    Gäbe es einen Indizienprozess, sähe es für die Hart-PVC-Folien doch wohl sehr schlecht aus. Wir können gerne einmal bei einer x-beliebigen großen Messe einige Händlerstände besuchen und uns nur die Gebiete Preußen, Taxis, NDP und Brustschilde anschauen. Fast alle deutschen Händler (auch schweizerische und französische; amerikanische und englische weit weniger) haben ihre Bestände unter Hart-PVC-Folien untergebracht. Ich garantiere Dir: In wenigen Stunden haben wir viele hundert auch schwer bleisulfidgeschädigte Marken lokalisiert. Und praktisch alle befinden sich noch unter Hart-PVC-Folien und es sind immerfort die gleichen Marken betroffen. Bei alternativer Unterbringung findest Du äußerst selten bleisulfidgeschädigte Marken.

    Die ganze Ablenkerei und Abwiegelei hilft uns doch nicht weiter: Herr Erich H. Slaby von der MICHEL-Rundschau meint in seinem Editoral 5/2008, Falze hätten weit öfter Markenschäden verursacht und es könnten neben den Folien auch andere Ursachen für die Bleisulfidschäden in Frage kommen, als da wären: Mineralquellen, Kläranlagen, Abwasserleitungen, Komposthaufen, Luftverschmutzung in der Nähe von Industriegebieten (die es bei uns freilich seit 20 Jahren durch die Behördenauflagen nicht mehr gibt), auch die normale "frische Luft" käme in Frage, weil sie Schwefel enthält, usw.

    Einige APHV-Funktionäre und Albenhersteller machten Holzschutzmittel, die Auswirkungen der Oderflut, die Hitze von alten Kanonenöfen, die Lagerung der Sammlung in der Nähe einer Sauna, den angeblichen Luftabschluss in Tresoren oder gar Sammler, die vergessen hatten, ihre Alben regelmäßig durchzublättern, für die Schäden verantwortlich. Ich meine, derjenige, der seine Sammlung bei mäßiger Hitze in einem Backofen 1/2 Stunde braten lässt, läuft ebenfalls Gefahr, Bleisulfidschäden zu erleiden.

    Man findet die Bleisulfidschäden in aller Regel in Aufbewahrungsmitteln aus Hart-PVC. Genau diese Folien schirmen die Marken von den meisten der oben genannten äußeren Einflüsse ab. Wie soll denn die angeblich so schädliche schwefelhaltige frische Luft oder das Holzschutzmittel die Marken überhaupt erreichen, wenn sie innerhalb der Blattschutzfolien hermetisch von der Außenwelt abgeschottet werden?

    In meiner 50. Auktion versteigerte ich die Württemberg-Stempelsammlung eines bekannten Stuttgarter Unternehmers. 30 Bände, viele tausend Marken, eine wirklich enorme Anzahl bleisulfidgeschädigter Marken, vor allem der Schadenskategorie 2 (eine Unzahl der Mi.-Nr. 2, auch Kategorie 1 bei Nr. 7 u.a., Marken, die in Stempelsammlungen natürlich massenhaft vorkommen). Wertvolle Stumme Stempel, die man kaum noch erkennen konnte, weil die Marken schwarz waren usw. The purest Horror!!

    Was war passiert: Der Sammler hatte Anfang der Achziger Jahre, kurz vor seinem Tod, die gesamte Kollektion neu aufgezogen und unter Blattschutzhüllen aus Hart-PVC untergebracht und darunter schmorten die Marken über 20 Jahre lang. Dass die Blattschutzhüllen die Ursache für die Veränderungen waren, ist wissenschaftlich nicht erwiesen.

    In meiner aktuellen Auktion habe ich ebenfalls eine sehr große Württemberg-Stempelsammlung zur Auflösung. Wieder einige tausend Marken und Briefe. Der Sammler ist Anfang der Neunziger Jahre verstorben und hatte in den 1960er-Jahren damit begonnen, alles in Alben mit stinkendem und sich stark wellenden, gemeinhin als äußerst gefährlich geltendem Weich-PVC unterzubringen. Und in diesen rund 40 Jahre alten Alben, die sich mittlerweile in einem schlechten Zustand befanden, habe ich die Sammlung bei der Witwe abgeholt.

    In dieser Sammlung gab es keinen einzigen Bleisulfidschaden! Wie denn auch: In den Weich-PVC-Folien findet sich kein schwefelhaltiger Stabilisator! Es gab bei den klassischen Marken überhaupt keine Schäden, die offensichtlich auf die Unterbringung in diesen Weich-PVC-Alben zurückzuführen gewesen wären! Lediglich bei einem Vignettenblock aus den 1950er-Jahren wanderte die violette Farbe teils von der "Marke" in die Folie.

    Ob Aleks, die Fachpresse, Herr Slaby, Herr Hohenester, der BDPh-Vorstand, die Albenhersteller, die Sammler, die Händler und die Richter gewisse Zusammenhänge jemals begreifen werden, weiß ich nicht. Vielleicht wollen sie sie einfach nicht begreifen.

    2 Mal editiert, zuletzt von PALAISS (10. Mai 2008 um 14:40)

  • postschild
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    • 10. Mai 2008 um 08:32
    • #376

    postschild,Da Du anscheinend ausgeprägte Feindbilder hast, ist es Dir im Grund egal, wer was zu einem Thema sagt, Hauptsache Du kannst Deiner Abneigung frönen. Ich habe das Gefühl, es geht Dir weniger um die Sache, als darum, wieder mal einen Grund zu haben, auf Feindbilder einzuprügeln. Wer nicht widerspruchslos und uneingeschränkt Deiner geneigten Meinung ist, gehört plattgeschrieben.

    alex,

    mir ist es völlig schnurz was Du denkst oder welche Gefühle du hast. Von Dir habe ich ausser dummen Sprüchen, hier und auch im Saftladen, noch nicht viel vernommen zu dem Thema.

    Da mir das Thema viel zu wichtig ist, ist dies mein letztes posting zu deinem Unsinn!

    postschild

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    • 11. Mai 2008 um 18:25
    • #377

    ehemals herrlicher Ganzsachenumschlag mit Zusatzfrankatur, dabei auch eine Nr.15

    Diese hat allerdings einen extremen BSS, ich schätze einmal 70% der ehemals orangenen Farbe sind inzwischen braun oder schwarz, je nachdem wie man diesen Farbton nennen will :(

    Gruß

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    • 17. Mai 2008 um 17:42
    • #378

    Ein aktuelles Real Auktion Angebot aus dem Bereich Preußen Portostufen, ein toller Beleg ohne Frage. Es wird in der Beschreibung immerhin auf die Oxidation der Nr.15 hingewiesen, ob etwas, oder stark ist relativ, das muß jeder selbst wissen.


    Zitat

    6 Pfg orange (etwas oxidiert), 2 Sgr. ultramarin und 3 Sgr. ocker, zusammen auf somit portorichtig voll ausfrankiertem Eilbotenbrief von "WARBURG 31/7 67" nach Frankfurt a.M., rücks. Ankunftsstempel vom selben Tag (zugleich LETZTAG der Taxischen Post!). Voll ausfrankierte Eilbotenbriefe sind sehr selten und fehlten selbst in den größten Preussen-Sammlungen, welche in den vergangen Jahren aufgelöst wurden. Aktuelles Fotoattest Flemming BPP

    Schaue ich mir aber das Attest vom 3.3.2008 an, lese den Absatz wo es um die Qualität geht

    Zitat

    Außer Nr.15a gute Qualität des Expressbriefes

    Was ist das für eine Aussage? Was ist denn mit der Nr.15???????

    Wenn ich solche Atteste will, dann kann ich gleich in Basel prüfen lassen!

    Gruß

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  • jamal
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    • 18. Mai 2008 um 23:59
    • #379

    Ja sagt mal, woher wisst Ihr denn alle so genau, dass das alles exklusiv und ausschließlich und nachgewiesenermaßen "Bleisulfidschäden" sind?

    Kommt das daher, dass manche Fachzeitschriften seit Monaten nur noch dieses Thema beackern und dabei so tun, als sei die Quelle jeglicher Schäden an Briefmarken -- also auch für die vor fast hundert Jahren bekannt gewordenen und seit fast dieser Zeit in den Michel-Katalogen schon erwähnten typischer Verfärbungen, Veränderungen -- exklusiv und nur und ausschließlich Bleisulfid, das unbedingt und nur in Folien vorkommt? Sonst kanns' nix sein? Oder doch? -- Vermutlich sind demnächst wieder mal die Weichmacher an allem schuld, und anschließend kommen die übersäuerten Albenkartons, die unsicheren Pergaminstreifen und dann genauso generell "das" Papier -- und danach wohl überhaupt alles an die Reihe -- wobei "überhaupt alles" ja gar nicht so abwegig ist: Wir haben es mit bedrucktem Papier zu tun. --

    Hält das ewig? -- Am Zerbröseln alter Bücher und dem Ausbleichen und Oxidieren von Farben ist demnach ausschließlich Bleisulfid schuld? -- Man könnte es meinen, wenn man manche dieser Beiträge ernst nehmen würde, die jetzt eben glauben, Bleisulfid als den sozusagen alleinigen Verursacher von Schäden an Papier und Druckfarben ausfindig gemacht zu haben.

    Besser fragt man aber nicht die Ausschließlich-Philatelie-Experten! Ich habe nämlich den Eindruck, seit Monaten wird nur ein erster Artikel zu diesem Thema, ohne eigene Recherchen, Versuche oder Erfahrungswerte, einfach nachgeplappert und per Bla-Bla etwas variiert, damit man nicht merken soll, dass der eine Ahnungslose unrecherchiert vom anderen abgeschrieben hat. -- Jede Album-Firma bzw. deren Brief-Beantworter wird nach dem Motto "Wes Brot ich ess, des Lied ich sing!" eine mehr oder weniger unbrauchbare Auskunft geben. Und die Verlautbarungen der Auktionatoren und der Prüfer schließe ich da nicht aus, sondern ausdrücklich mit ein.

    So richtig weiss es nämlich von denen, die bisher Beiträge geliefert haben, gar keiner, aber jeder gibt im Brustton der Überzeugung und mit Siegel und Unterschrift seines jeweiligen Verbandes bzw. seiner Firma seine fachliche Ahnungslosigkeit bekannt. -

    Beweis: Wenn's sooo einfach wäre, wie die Firmen und deren Schreiber das darstellen, wär' das Problem doch längst gelöst. -- Ich erinnere mich da an eine ähnliche Folien-Diskussion von rund 30 Jahren, die irgendwann ganz einfach deshalb eingeschlafen ist, weil keiner eine wirkliche Lösung wusste und ja auch niemand auf Folien generell für die Briefmarken-Aufbewahrung verzichten wollte.

    Fragt doch endlich einmal die tatsächlichen Fachleute, zum Beispiel solche, die ein wertvolles Archiv zu bewahren haben und das seit Generationen tun: Staats- und Kloster-Bibliotheken, auch Fotografen und fotografische Sammlungen und Museen. Die haben Erfahrung, wie man auch Jahrtausende alte Gegenstände aus (Papier) und mit (Farben und Tinten) empfindlichen Materialien, Bibel- und andere Handschriften zum Beispiel, bestmöglich aufbewahrt.

    Den bisher sinnvollsten und vernünftigsten Kommentar zu diesem Thema habe ich in der Michel-Rundschau (Heft 5/08 glaub' ich) als Leitartikel von Redakteur Slaby gelesen. Schade, dass er im Herbst bei Michel aufhört. Aber hoffentlich verstummt er danach nicht. Es wäre wirklich schade.

    Jamal

    jamal

    4 Mal editiert, zuletzt von jamal (19. Mai 2008 um 11:09)

  • Phila_Tom
    Stamm Mitglied
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    • 19. Mai 2008 um 01:03
    • #380

    jamal.

    Herzlich willkommen im Forum.

    Lies doch bitte zuerst einfach mal den Thread. Alle Deine Fragen und Äußerungen wurden hier bereits ausführlich diskutiert und beinhalten nichts Neues. Alle von Dir genannten Personenkreise haben sich hier auch schon zu dem Thema geäußert bzw. deren Aussagen wurden bereits wiedergegeben.

    Und pass bitte auf, dass Du nicht alles durcheinander würfelst. Sonst entsteht der Eindruck, dass Du Dich mit der Problemtik nicht wirklich beschäftigt hast. Bleisulfid ist nicht für Schäden am Papier verantwortlich, sonder vermutlich für eine chemische Reaktion der Druckfarbe, die zu einer Verfärbung führt. Zudem ist Bleisulfid nicht in jeder "Folie", die für philatelistische Zwecke eingesetzt wird enthalten.

    Wenn dennoch Fragen offen sein sollten, bin ich mir sicher, dass Du hier eine Antwort dazu finden wirst bzw. für noch nicht genannte Aspekte des Themas die richtigen Diskussionspartner finden wirst.

    Aber man muss sich ja nicht unbedingt ständig im Kreise drehen.

    Viele Grüße
    Phila_Tom

    Einmal editiert, zuletzt von Phila_Tom (19. Mai 2008 um 01:09)

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