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  1. PHILAFORUM.COM Briefmarkenforum
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Preisentwicklung

  • phil.a
  • 18. November 2007 um 18:29
  • mamaleone
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    • 21. November 2007 um 20:46
    • #41

    1. zu meinen wirtschaftsblättern: jedes blatt das sich verkaufen will muss natürlich auf die verkaufzahlen achten. und deshalb werden dort auch nur empfehlungen bzw. anregungen gegeben ( ich rede von seriösen wirtschaftszeitungen). und natürlich wird dort nur halbwissen vermittelt. wie soll man jemanden einen call und im geld aus dem geld usw.... erklären ????? aber einen groben überblick können einem solche magazine schon geben.....
    2. wertanlage briefmarke:

    = sicher das beste forum im deutschsprachigem raum. da kann man sich schon etwas genauer informieren. und hier wird nicht nur halbwissen vermittelt - hier geht es schon zur sache........

    sicher manche von euch haben sicher schon traumkäufe ( gell doktorstamp) bei ebay ... gemacht und manche werden sicher wertvolle marken besitzen die im wert gestiegen sind.... aber kann man da von wertanlage sprechen ? und wenn ja wieviele haben wirklich den großen reibach mit briefmarken auf der welt gemacht......
    man muss die ausgaben schon auch beachten.
    ich würde auch nie behaupten ich kaufe mir ein bild als wertanlage nur weil der preis in den letzten 15 jahren ums 15 fache gestiegen ist.....
    was anderes ist es mit briefmarken zu handeln und tolle schnäppchen zu erwerben....

    lickle: ich habe auch teilweise geschrieben - und wenn ich einen scanner mit einer xxx auflösung brauche um einen pf überhaupt zu finden - na wenn das nicht komplex ist ??? und von den farben will ich erst gar nicht reden da brauche ich xxx vergleichsmarken und dann brauche ich farbbestimmungsbücher etc...

    bis zu einem sichtbaren pf und bis eindeutig bestimmbaren farben.... kann ich alles nachvollziehen aber.......

    also glg und schönen abend

    Einmal editiert, zuletzt von mamaleone (21. November 2007 um 20:47)

  • philnum
    erfahrenes Mitglied
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    656
    • 21. November 2007 um 21:31
    • #42

    Beim Thema "Briefmarken als Wertanlage" muss man etwas differenzieren:

    - Als Sachwert werfen Briefmarken naturgemäß keine laufenden Erträge ab und die langfristige Wertentwicklung ist - wie man in den letzten Jahren sehen konnte - im Durchschnitt durchaus nicht nur positiv. Dennoch gibt es Ausnahmen, das sind insbesondere die mehr oder wenigen seltenen Stücke, die bei einem Verkauf Liebhaberpreise erzielen, die in der Mehrzahl der Fälle über den Anschaffungskosten - oftmals vor vielen Jahrzehnten - liegen. Aber wohlgemerkt betrifft dies nur sehr wenige, selten auf dem Markt angebotene Kostbarkeiten. Was jede Woche zigfach auf Auktionen gehandelt wird, ist nicht rar und steigt demzufolge auch nicht oder nur kaum im Wert.

    - Als "Wertpapier des kleinen Mannes" sind Briefmarken völlig ungeeignet. Was sich die meisten Sammler überhaupt nur leisten können, hat wenig Chancen auf vergleichbare Wertsteigerungen wie festverzinsliche Wertpapiere oder Aktien oder Investmentfonds davon. Bei sehr großen Vermögen lohnt indes eine Streuung (Aufteilung) in verschiedene Assets (Anlageformen), so dass auch Anlagen in Antiquitäten, Kunst oder Sammelgegenstände von wohlhabenden oder reichen Leuten getätigt werden. Zum finanziellen Aspekt kommt dann noch der Liebhaberaspekt hinzu. Wenn dann der Nachlass eines Unternehmers, der leidenschaftlich Briefmarken gesammelt und keine Kosten gescheut hat, eines Tages zum Vorschein kommt, werden teilweise Schätze gehoben, die ein Otto Normalverbraucher einfach nicht zusammentragen konnte, auch wenn er noch so viele Plattenfehler gefunden haben sollte.

    - Das Handeln auf eBay mag ein netter Zeitvertreib sein, aber wenn man mal die Arbeitszeit miteinrechnet, dann lohnt sich das weit weniger als manche Leute sich und anderen einreden wollen. Wieviele Superschnäppchen muss man denn ersteinmal finden, den Zuschlag erhalten und dann anschließend gewinnbringend weiterverkaufen? Zur Finanzierung des Hobbies und aus Spaß am Handeln mag es gewiss nützlich sein, aber "Reichwerden durch eBay-Handel"???

  • mamaleone
    erfahrenes Mitglied
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    12. August 1970 (55)
    • 21. November 2007 um 22:24
    • #43

    to philnum _ super beitrag - besser kann man es nicht sagen......

  • asmodeus
    Moderator
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    • 22. November 2007 um 06:55
    • #44
    Zitat

    Zur Finanzierung des Hobbies und aus Spaß am Handeln mag es gewiss nützlich sein, aber "Reichwerden durch eBay-Handel"???

    Nicht unbedingt mit Briefmarken, aber es gibt Leute, die relativ reich geworden sind durch ebay. Nach allen Abzügen, gibt es Leute die machen 20.000- 30.000 Euro im Monat. Aber nur wenige machen ihren Reibach mit Briefmarken im Internet.

    Wertanlage Briefmarke: Tja, was soll man da noch schreiben. Aber um Gewinn zu erzielen, kommt es immer darauf an, um welchen Preis man gekauft hat. Der kleine Mann kann schon eine Sammlung zusammentragen, die dann eine Wertanlage sein kann, aber hier muß man viel Zeit und Geduld aufbringen und früher oder später bekommt man seine Schätze.

  • soaha
    erfahrenes Mitglied
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    • 22. November 2007 um 12:03
    • #45

    wer weiss? vieleicht werden Marken sich in der Zukunft alls der "Hit" an Anlage als "Antiquität" antiqurisch "Kunstobjekt" etablieren.
    Soviel weiss man ja, das fast alle, wenn nicht alle schon Marken besitzt haben, ein Breiten Sport der (wie heisst so schön) nach meiner Meinung nach sehr unterschätzt ist. "Zukunftsmarkt"?
    Ein Brief mit Inhalt der nicht nur Philatelisten sonder auch andere Personen ansprächen kann.

    Allgemein bekannt glauben ja fast alle menschen das "alle" Briefmarken was wert sind, ja insbesonderen die alten.
    Ich möchte nicht wissen wieviele entäuscht wurden sind, weil sie die feste Hoffnung hatten sie hätten besitztümer an Marken weil sicherlich auch 100 jahre und ärlter, ja, ja, aber nix wert.
    Dann kommen die Diskusionen auf, die es immer wieder und immer wieder gibt. Klar muss mann den leuten das Verdeutlichen.
    Immer das gleiche und das gleiche... ausser sie haben was Wervolles aber wann trifft das schon zu. 1 zu ???.
    Übrrigens gibt es spezielle Abteilungen von Banken die sich tatsächlich mit ausgefallenen Investmens, beschäftigen und als Wertanlage suchen.
    Goldmünzen, ja aber auch in Kunstobjekte sogar in Schatzsuche wird investiert.

    Aber wie @philnun schon schrieb, werfen Marken keine laufennde Erträge ab.
    Wenn man schon Briefmarken als Wertanlage, in längerer sicht sehen will, die es sicherlich in ausname Fälle gibt, Sollte mann schon gut bescheid wissen worin man investiert und auch wieviel.
    Es gibt leider negativ Beispiele die sich mit Marken als Wertanlage ihren Lebensabend finanzieren wollten und schon beim kauf über die Ohren gahauen worden sind.
    Was wollen wir noch als witschaft Aspekte durchläuchten die Konjuktur? Kohl war woll in seinem Amt als Historiker bekannt, erreichte jedoch mit der Öffnung der Grenzen, Witschaflich gesehen das gegenwirken der Konjuktur.

    Nun schweife ich wieder ab. :zZz:

    Abgesehen davon ist Marken sammeln ein Hobby das spass machen soll, als Hänldler sollte man vieleicht nicht sammeln. :D ;)

    MfG
    soaha

    Verstehen heißt verstehen wollen.

  • exhändler
    neues Mitglied
    Beiträge
    6
    • 27. Dezember 2009 um 23:46
    • #46

    Ich selber war in der Jugend ein sehr eifriger Sammler. Es ging mir um keine Werte, es war nur der Spass.

    Wie das Leben so spielte wurde ich nach etlichen Berufsjahren selbst Händler. Briefmarken und Münzen.
    Inzwischen habe ich mich wie viele andere Kollegen komplett von den Briefmarken getrennt.
    Die Geschichte: Seit ca. 10 Jahren gehen die Preise stetig nach unten (im Durchschnitt) Anfangs hieß es nur die Standartware. Bald kamen die guten Stücke aber hinterher. Es machte keinen Spass mehr. Die Kundschafft schleppte "Erbschaften" noch und nöcher an. Kaufen wollte das Material niemand mehr. Anfangs ging ich auch noch in die sterbenen Vereine. Jedes mal weniger alte Männer vor Ort. Kein Nachwuchs. Diese Männer stöhnten bei Preisen 5% Michel. "...zu teuer.."
    Was sagte die Michelredaktion: " Sie sitzen zwischen den Stühlen", ich denke eher das ist die Macht der Prüfer.
    Abartig ist schon das geprüfte Ware oft schon unter unter Prüfgebühr angeboten wird.

    Das war nur noch Elend- ich habe wie viele andere auch rechtzeitig komplett meine Ware in Auktionshäuser verteilt. Das meist ging weit unter damaligen EK.

    Heute werden mir immernoch Marken angeboten, ich kaufe sie nicht.

    Ich denke das Briefmarkensammeln ist zum Aussterben verurteilt. Ganz einfach: es wird nur gesammelt womit man täglich zu tun hat. Zigarettenbildchen, Zigarrenbaderolen und auch Telefonkarten haben es hinter sich. Ansichtskarten sind auch auf dem sterbenen Ast.

    Welcher junge Mensch kennt denn noch Briefmarken. Alles wird elektronisch erledigt, der inzwischen super seltene Brief wird online frankiert oder bekommt ein Label auf der Post.

    Ich habe sehr viele junger Münzsammler zu Briefmarken befragt. Die Antworten waren von "wäre mir peinlich- bin kein alter Sack- über schade ums Geld- bis "gibt es denn noch Briefmarkensammler?" Traurig- aber immer ähnliche Antworten.

    Geld hat jeder täglich in der Hand, da liegt wohl das Münz-Sammeln näher.

    Abgesehen vom absolut fehlenden Nachwuchs, das Überflüssigwerden der Briefmarke im täglichebn Bedarf, den fehlenden "inneren Werten" (wie bei Goldmünzen), fehlenden Katalogen mit realen Marktpreisen usw., denke ich auch das das "Prüferwesen" nicht ganz unschuldig ist. Von vielen Kunden kamen "Beschwerden" über Mondpreise im Katalog von den Prüfer oft ebenso Mondpreise Vergütung beanspruchen.

    Nun beobachte ich die Entwicklung ganz entspant. Das Biefmarkenlager ist leer. Leid tun mir nur die restlichen Händler und verbleibene Auktionshäuser die händeringend nach Alternativen suchen.

  • SammlerBernd
    Gast
    • 28. Dezember 2009 um 00:27
    • #47

    Ist doch mit anderen Hobbies genauso.
    Bin auch noch Automodell & Eisenbahnmodell-Sammler (siehe menen Nick)
    Auch dort nur noch Alte & Händler, die ständig klagen...
    Oder Du spielst Golf oder Reitest, dann siehts ganz finster aus- bis 20 000,-/a futsch. :D
    Liegt an der Zeit und den angepriesenen Jugendhobbies... geht mit Gammeboy, Spielkonsole bis PC- Chatten los. 8-)
    Und zwar den ganzen Tag sitzen heute die Youngster davor, aber auch ohne ´was Sinnvolles am PC anzustellen...
    Nun unser Hobby hier dient den Meisten hier NICHT als Geldquelle, sondern als Zeitvertreib & zum Fun-Erwerb.
    ..und das ist auch nicht tot..
    Habe heute gerade wieder eine "Mucke" auf Ebay hingelegt- von 22 Losen gingen 18 weg & bis zu 40 %. :)
    Freilich bessere Motivausgaben aus China/ Hongkong/ Macau.
    Also alles Ansichtssache- ist nun das Glas halbvoll oder halbleer. ;)
    Übrigens Goldmünzen sammele ich auch- nur darüber heute nichts...
    Sammlergruß SB

    Einmal editiert, zuletzt von SammlerBernd (28. Dezember 2009 um 00:29)

  • Gerhard2
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    • 28. Dezember 2009 um 00:29
    • #48

    Hallo ExHändler,

    auch ich beobaachte die Entwicklung ganz entspannt, bin ich doch noch junge 39 Jahre alt und freue mich immer wieder darüber in meinen Sammelgebieten Schnäppchen machen zu können, die vor 10 Jahren und weiter zurück absolut utopisch wahren.

    Und nein, verhindere keinen Sammlernachwuss, sondern, bin aktiv dabei, neue junge Sammler zu begeistern.


    MFG.,


    Gerhard

  • Gerhard2
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    10. Juli 1970 (55)
    • 28. Dezember 2009 um 00:32
    • #49

    P.s.: Weder Zigarettenbilder, noch Bandarolen sind interesannt für Die Jugend, sonder WoW Karten, Pokemon usw usw, da werden auch mal locker 5000 Euro locker gemacht

  • Gerhard2
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    • 28. Dezember 2009 um 00:37
    • #50

    Hallo Bernd,


    das bestreite ich mit dem ohne was sinvolles anzustellen, früher war es geil, ne schwarze 1 zu haben, heute nen Rang 12 Warlord bei WoW, beides kostet geld und viel Zeit.


    Es kommt darauf an was aktuell ist und dank Internet, Computer, wird die Welt kleiner, was früher oft die Marken, SPortvereine usw., usw., ausgefüllt haben, ich behaupte einfach mal, da hat das net einen großen Teil in andere Bahnen gelenkt

  • SammlerBernd
    Gast
    • 28. Dezember 2009 um 00:42
    • #51

    Ja ich weiß, die Jugend sieht es anders... 8-)
    Macht halt das Alter... ;)
    War ja auch so ungefähr gemeint- sehe es an meinem Jüngsten , der sitzt (fast) den ganzen Tag vor seinem Laptop & verkauft dann irgendwelche Punkte/ Ränge.
    Na denn Gn 8 SB

  • Gerhard2
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    • 28. Dezember 2009 um 00:54
    • #52

    Genau Bernd, das hatte ich gemeint :)


    Es ist klasse, Jugendliche für sein eigenes Hobby zu begeistern (veranstalte selber Projektwochen an Schulen, versuche über die große weite Welt in Richtung Marken was zu erreichen (das war damals meine Antriebsfeder) usw.

    Nur muss ich es akzeptieren, das gerade durch das Internet sich viele, viele Sachen geändert haben.

    Spiele selber 3 Internetgames (keine Werbung mach) und sehe selber an mir, das einige Prioritäten sich verschieben können.


    Liebe Grüße,


    Gerhard

  • SitzendeUndMehr
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    • 28. Dezember 2009 um 09:21
    • #53

    Hallo,
    ein interessantes Thema, über das ja auch an anderer Stelle viel geschrieben wird.
    Letztlich geht es um Angebot und Nachfrage. Und die unterscheiden sich in verschiedenen Marktsegmenten und entwickeln sich auch unterschiedlich. Ich sammle nun ja einige unterschiedliche Gebiete und beobachte die Preisentwicklung bei Online-Auktionen und bei klassischen Auktionshäusern, wenig dagegen im Versandhandel und nicht in lokalen Ladengeschäften. Letzteres hat allerdings auch damit zu tun, dass diese in meinen spezialisierten Gebieten wenig zu bieten haben, wenn man mal von Firmen wie Honegger in der Schweiz absieht.

    Klassik
    Hier ist es durchaus interessant zu beobachten, dass es für gutes und/oder rares Material keineswegs einen Preisverfall gibt. Im Gegenteil: Im Bereich Altschweiz bis auch zur Sitzenden Helvetia werden recht regelmäßig Spitzenpreise erzielt - und das nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Deutschland. So hat z.B. Gärtner vor einiger Zeit ein großes und spannendes Angebot zur Sitzenden Helvetia gehabt. Die Auktion ging bis in die frühen Morgenstunden (!) und hat sensationelle Preise gebracht.
    Das ist aber auch nicht überraschend. Die Wertentwicklung ist hier in vielen Bereichen schon lange stabil, es gibt immer wieder auch neue Sammler und es waren noch nie extrem viele Sammler - viele trauen sich ja an diese Gebiete, die eigentlich immer irgendwelche teuren Spitzen haben, nicht ran.
    Hinzu kommt, dass das Material ja nicht mehr wird und gerade gute Qualitäten hier doch oft rar sind - so findet man natürlich bei eBay eine Württemberg Nr. 2 billigst. Aber eine Württemberg Nr. 2 (selbst in der einfachsten Type) mit einem wirklich guten Stempel (die dort sehr rar sind) und einem tollen Schnitt ohne andere Fehler ist halt doch nicht häufig. Das lässt sich auf die meisten klassischen Gebiete übertragen.
    Viele klassische Gebiete sind zumindest so stabil, dass man mit einer klug erworbenen Sammlung (Qualität, sinnvoll und gezielt eingekauft) zumindest nicht allzu viel Geld kaputt macht (und, bei ausreichendem Wissen, vielelicht sogar eine Wertsteigerung erreicht).

    Semiklassik
    Wenn man da mal die Zeit so ab Ende 19. Jahrhundert bis 1945 definiert, sieht es schon anders aus. Hier gibt es natürlich auch die Raritäten, die nicht häufig sind und gerade in guter Qualität ihren Preis haben. Es gibt aber natürlich auch den Massenmarkt. In den spezialisierten Themenfeldern ist es aber durchaus auch so, dass gute Preise gezahlt werden - Qualität und Seltenheit bestimmen den Preis. Das gilt gerade auch für Spezialitäten, die es in vielen Sammelgebieten ja zuhauf gibt.
    Ich habe durchaus auch den Eindruck, dass die Preise für bessere Ware (rar oder speziell) auch bei eBay in den letzten 3-4 Jahren eher gestiegen sind.

    1945-1949
    Das unterscheidet sich nicht allzu sehr von der Semiklassik. Sobald es speziell und rar wird, gehen auch die Preise hoch. Optimale Stücke der Rotkreuz-Blöcke aus der FZ haben ihren Preis, aber auch "normale" Bautenbriefe oder FZ-Briefe können, wenn sie gut erhalten sind und eben nicht Massenware sind, im Vergleich zu den Notierungen im Michel Briefe-Katalog erstaunlich gut notieren. Auch hier gilt, dass sich Nachfrage und Angebot eben nicht sooo stark verändern, weil es noch nie wahnsinnig viele Spezialisten in den Gebieten gab.

    Nach 1949
    Hier sind eigentlich nur noch die Nachkriegsjahre interessant, was die Preise betrifft. Da gibt es eben auch nur begrenzt viel Material. Spätestens ab Mitte der 50er Jahre gibt es in praktisch allen Sammelgebieten nur noch wenige Ausgaben mit einem gewissen Seltenheitswert, die gesucht sind. Ob wir hier schon eine Bodenbildung aus sinkender Nachfrage bei wachsendem Angebot haben, sei dahingestellt.
    Mein Eindruck ist halt, dass viele Sammler, die dabei bleiben, sich eher spezialisiertere Gebiete aussuchen (die auch innerhalb der modernen Gebiete liegen können - die sinkende Druckqualität von Neuausgaben eröffnet Chancen und selbst mit der Ausgabe "Burgen und Schlösser" kann man sich lange beschäftigen). Abgesehen davon sind die Preise von kompletten Bund-, Berlin- oder DDR-Sammlungen ja auch so niedrig, dass man sich die auch 1x komplett kaufen kann - und dann ist das Gebiet erst mal ausgereizt und man muss andere Gebiete (älter, spezialisiert,...) suchen.
    Die heutige Ausgabepolitik tut ein Übriges dazu - gerade im Bund mit vielen eher uninteressanten Ausgaben (da lohnt sich der Blick über die Grenze in die Schweiz, die sicher auch jüngere Sammler eher animiert, die dann vielleicht zwischendrin wieder aufhören und irgendwann dann richtig einsteigen).
    Sammler von Briefmarken wird es aber immer geben, da bin ich mir sicher. Und ich denke auch, dass durch eBay, Tamundo etc. manche dazu kommen. Allerdings verändern sich die Strukturen, weg vom klassischen lokalen Verein, hin zu virtuellen Formen (wie dem philaforum) oder auch zu Arbeits- und Forschungsgemeinschaften, deren Mitgliederbestand ja deutlich stabiler ist als der der klassischen Vereine.

    Was heißt das nun für den Sammler?
    1. Man sollte aus Freude sammeln und nicht wegen etwaiger Wertsteigerungen. Klar freut man sich über das Schnäppchen, aber Wertsteigerung ist nicht das Ziel. Und um bei eBay oder so Geld zu verdienen, kann man nicht dort einkaufen und wieder verkaufen, sondern muss wenn dann in die Aufteilung von Posten gehen.
    2. Man sollte auf Qualität achten. Dass ist einfach das zentrale Thema. Auf Qualität darf man nur aus sehr gutem Grund verzichten. Und das ist nicht der Preis eines Top-Stücks, den man sich nicht leisten kann/will, sondern allenfalls eine "Spezialität" wie der Stempel oder eine Abart, weil es dann wirklich gute Stücke vielleicht nicht oder nur in minimaler Zahl gibt.
    3. Man muss sich auch genau überlegen, was man sammeln möchte und sollte sich mit dem Gebiet ausreichend vertraut machen - Literatur gehört dazu und ist leider nicht billig.

    Natürlich könnte auch der BDPh viel dazu tun, das Sammeln attraktiver zu machen, statt nur in jeder Ausgabe der "Philatelie" zu jammern. Das beginnt bei einem attraktiven Erscheinungsbild der Zeitschrift, besseren Artikeln (ungefähr die Hälfte ist ja Selbstbeweihräucherung von Herrn Maassen oder Beweihräucherung von Funktionären durch ihn) etc. Der Online-Auftritt ist auch nicht der Bringer - warum ist wohl im BDPh-Forum viel weniger los als hier? Und dann sollte man sich überlegen, Literatur erschwinglich zu machen. Denn letztlich verdient daran ja heute eigentlich niemand wirklich. Warum also nicht allgemein online verfügbar? Vielleicht auch nach Registrierung, dann kann man auch Marketing machen, um die Sammler-"Community" zu erreichen. Die Konsequenz wären mehr Sammler, die sich auskennen und damit letztlich auch eine Stärkung der Sammelgebiete außerhalb des reinen Katalognummernsammelns (das durchaus auch Spaß machen kann - warum nicht).

    Soweit mal ein paar Gedanken zum Thema.

    Viele Grüße
    SitzendeUndMehr

    Erste Fehllisten sind online, weitere Fehl- und Dublettenlisten folgen. Habe viel Tauschmaterial Schweiz ab Strubel bis ca. 1965.
    Suche für meine Sammelgebiete (siehe Profil) immer. Außerdem "incoming mail" nach Württemberg bis 31.03.1902.

  • uli
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    Männlich
    • 28. Dezember 2009 um 09:41
    • #54
    Zitat

    Natürlich könnte auch der BDPh viel dazu tun, das Sammeln attraktiver zu machen, statt nur in jeder Ausgabe der "Philatelie" zu jammern. Das beginnt bei einem attraktiven Erscheinungsbild der Zeitschrift, besseren Artikeln (ungefähr die Hälfte ist ja Selbstbeweihräucherung von Herrn Maassen oder Beweihräucherung von Funktionären durch ihn) etc. Der Online-Auftritt ist auch nicht der Bringer - warum ist wohl im BDPh-Forum viel weniger los als hier? Und dann sollte man sich überlegen, Literatur erschwinglich zu machen. Denn letztlich verdient daran ja heute eigentlich niemand wirklich. Warum also nicht allgemein online verfügbar? Vielleicht auch nach Registrierung, dann kann man auch Marketing machen, um die Sammler-"Community" zu erreichen. Die Konsequenz wären mehr Sammler, die sich auskennen und damit letztlich auch eine Stärkung der Sammelgebiete außerhalb des reinen Katalognummernsammelns (das durchaus auch Spaß machen kann - warum nicht).

    Du sprichst mir so was von aus dem Herzen .....!
    Gruß
    Uli

    Suche Bund-Marken mit Stempel aus Düsseldorf! 
    Meine Tausch- und Verkaufsangebote im Philaforum --->  Ulis Flohmarkt

  • drache
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    • 28. Dezember 2009 um 10:47
    • #55

    Hallo SitzendeUndMehr,

    Vielen Dank für deinen wertvollen Beitrag. Im Grunde kann ich jedes deiner Worte unterschreiben. Was du im Bereich Klassik zur Altschweiz schreibst, kann man eins zu eins nach Altdeutschland übertragen. Entscheidend ist in erster Linie die Qualität der Marken. Das ist genau das, was mir in dem vielen Gejammere über die ach so falschen Katalogpreise fehlt. Ich wage die Behauptung, daß die Preisentwicklung für solches Material, das man bei ebay übrigens nur in den allerseltensten Fällen sieht, nicht nur stabil bleiben, sondern sogar tendentiell steigen werden.

    Gruß drache

  • Smackx
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    3. Februar 1978 (47)
    • 28. Dezember 2009 um 11:37
    • #56

    Hallo liebe Sammlerfreunde,

    ich habe dieses wirklich interessante Thema hier grade durch den
    super Beitrag von SitzendeUndMehr entdeckt und möchte auch kurz etwas dazu schreiben.
    Da ich noch nicht lange wieder Sammele sehe ich das ganze hier
    aus einer vielleicht etwas anderen Perspektive.

    -Sammeln-
    Ich denke schon, dass auch in Zukunft weiterhin Briefmarken gesammelt werden
    nur der "Tausch" wird wohl hauptsächlich über das Internet stattfinden.
    Der Schwund an aktiven Sammlern und der fehlende Nachwuchs ist bestimmt
    auch auf die viel beliebteren Hobbys des heutigen Technikzeitalters zurückzuführen.

    -Preisvergleich-
    Erschreckend ist, dass viele rein virtuelle Gegenstände einen weitaus höheren
    Marktwert haben als die meisten Briefmarken und die wiederum sind real.
    Der Handel mit diesen virtuellen Gegenständen ist seitens der Softwarehersteller
    offiziell verboten, da es aber auch ein lukratives Geschäft für die Firmen ist wird
    es oft geduldet. z.B. in China gibt es, wenn man das so nennen kann, mittlerweile
    einen ganzen Wirtschaftszweig der sich auf virtuelle Gegenstände spezialisiert hat.

    -Neuzeit-
    Die Anbieter und Hersteller dieser heutigen „Hobbys“ machen etwas entscheidend
    anders, etwas was jahrelang (bis heute) bei den Briefmarken und anderen Sammelhobbys
    vernachlässigt wurde und auch immer noch wird! Sie machen Werbung… und das
    nicht zu wenig, weil es sich unterm Strich rechnet! Ich kenne keine Werbung die auf
    potentielle Nachwuchssammler zugeschnitten ist und ohne Die läuft es heutzutage nicht!
    Diese Investitionen hätten schon vor einiger Zeit getätigt und richtig positioniert werden
    müssen um größeren Schaden abzuwenden, aber noch ist es nicht zu spät weil vererbt
    wird heute noch, aber morgen vielleicht nicht mehr. Das Briefmarken allein einmal einen
    ganzen florierenden Wirtschaftszweig in Deutschland darstellten wissen viel hier nur
    zu gut, ich kenne es größtenteils nur aus Erzählungen und dem geliebten Internet!
    Ein Teil der Schuld muss man sicherlich auch der Post selber zuweisen, die heutzutage
    mehr Bank als eine Post ist (echt traurig). Kurz zum Thema Missmanagement bei der Post
    und da brauch ich ja nur einen Namen nennen, obwohl sehr viel mehr daran beteiligt waren.
    Herr Zumwinkel … unter anderem ehemals Aufsichtsrat - Deutsche Post, Deutsche Telekom,
    Arcandor (Karstadt, Quelle) wir wissen alle, wie es um diese einstmalig deutschen
    Vorzeigeunternehmen steht… glaube dazu muss man nicht mehr viel sagen!

    -kurzes Fazit-
    Das Sammeln von Briefmarken muss einfach attraktiver und auch wieder populärer
    gemacht werden und sei es durch Spitzenpreismeldungen auf dem Titelblatt der
    Tageszeitung oder in den Nachrichten! Es würde sicherlich auch dabei helfen
    der allgemein fortschreitenden Volksverdummung ein wenig entgegenzuwirken!
    Zu den so stark gefallenen Marktpreisen für Briefmarken kann ich nicht viel sagen,
    aber ohne Nachfrage helfen selbst die besten Angebote nichts!
    Qualitativ gut erhaltene alte Marken werden auch in Zukunft noch Ihren stolzen Preis haben,
    da bin ich mir sicher!

    Soweit fürs erste!
    MfG Smackx
    :)

    ------------------------------------------
    HEUTE schon " gegoogelt " ??? ;)
    ------------------------------------------

  • Manowar
    erfahrenes Mitglied
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    7. Juli 1983 (42)
    • 28. Dezember 2009 um 21:24
    • #57

    Was bisher über die Klassik gesagt wurde, kann man zum Teil auch auf aktuelle Werte anwenden. Versucht mal 5 Sätze eines der Sport-Zuschlagssätze aus 1990-1999, echt gelaufen und mit Vollstempel ohne Wellenstempel zu besorgen.
    Klar geht das und es ist auch vergleichsweise günstig, aber für diese Qualität muss man nachhezu den vollen Michelpreis bezahlen.

    Kann diese Behauptung leider aktuell mit keiner Auktion belegen. Da ich aber selber nach diesn Kriterien gerade versuche meine Bundsammlung in diesem Bereich auf eine 3 fache Ausführung auszubauen, habe ich ein wenig Erfahrung was diese Preise betrifft.

    Ich bin immer auf der Suche nach Tauschpartnern. Schaut euch doch mal meine Fehl- und Dublettenlisten an, vielleicht ist ja was dabei!

    Bei BRD: 90% von dem, was nicht in der Fehlliste auftaucht, habe ich mehrfach. Falls Interesse, einfach melden!

  • nephrotranz
    aktives Mitglied
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    • 29. Dezember 2009 um 03:28
    • #58

    Auch wenn sich's seltsam anhört - ich denke, dass der heutigen Jugend auch teilweise einfach die Zeit für ein doch relativ zeitaufwendiges Hobby fehlt.

    Die vorherigen Generationen, vor allem die, die ohne Computer aufgewachsen sind, hatten im Vergleich dazu eine relativ entspannte Freizeit - Aufstehen, zur Schule gehen, heimkommen, Hausaufgaben machen, danach ein wenig Freizeit und dann auch ein bisschen Briefmarken sammeln - damals waren Briefe und Marken aus fernen Ländern ja auch noch etwas besonderes.

    Heutzutage stürmen auf Kinder in allen Altersklassen den ganzen Tag, sei es über das Fernsehen oder den PC, innerhalb kürzester Zeit über den gesamten Tag neue Informationen ein, die früher häufig Tage gebraucht hätten, um jemanden zu erreichen.

    Man muss (ab einem gewissen Alter) halbwegs wissen, was in der Welt passiert, wer in den Charts top ist, welche Spiele in sind, twittern, mailen, Facebook-Kontakte pflegen, bloggen, vielleicht noch ein oder zwei Onlinegames zocken und einiges mehr, um mit seinen Kumpels mithalten zu können. Der ein oder andere (leider viel zu wenige) treibt dann auch noch Sport oder trifft reale Freunde und am Wochenende geht's in die Disco oder zu irgendeinem anderen Event.
    Match Attaxx Karten werden dann eben noch im Vorbeigehen getauscht.

    Warum soll man Briefe schreiben, wenn man Mails in Sekunden an jeden Ort der Welt verschicken kann, incl. mp3's, Videos etc.

    Ich bin zwar auch erst 38, habe aber mit Erschrecken festgestellt, dass ich Sylvester auf der Party unseres Nachbarn der Älteste sein werde, bin andererseits aber ganz froh auch in der Welt der 15 bis 25-jährigen noch ganz gut mithalten zu können, bin aber gespannt, was ich mal wieder alles nicht kenne.

    Auf Dauer wird es daher sicher schwierig ein Hobby wie Briefmarken sammeln noch zu vermitteln - allerdings ist dieses Problem ja seit vielen Jahren bekannt, und wenn ich Bilder von Vereinstreffen in Zeitungen oder im Netz sehe, ist mir auch klar, dass das so bleiben wird.

    Auf Grund der immer stärker sinkenden Zahl der Sammler werden auch die Preise immer weiter fallen, ob man dies nun in Jahren oder Jahrzehnten messen kann, möchte ich nicht beurteilen...

    LG
    Michael (nachdenklich)

    Mein Postcrossing-Blog (engl.) - Mein Postcrossing-Blog (deutsch)
    Ich suche Bund bis Mi-Nr. 790 mit Vollstempel "Hannover"

  • exhändler
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    6
    • 29. Dezember 2009 um 12:50
    • #59

    Interessante Gedanken die hier geschrieben werden.


    Zum Gedanken: "Gute Marken bringen noch ihren Preis"

    - Richtig, das liegt aber daran das es immer weniger Sammler gibt und diese sich natürlich aus dem Überangebot das Beste answählen können. Durchschnittliche Erhaltung ist preislich am Boden. Aber was passiert zwangsläufig wenn die Sammler weiter abnehmen und dadurch noch mehr Ware auf den Markt kommt mit weniger Nachfrage ? Dann ist der Zeitpunkt erreicht wo auch beste Stücke im Preis verfallen. Diese Zeit wird kommen.
    Ich schätze in 20- 30 Jahren wird das Briefmarkensammeln weitestgehend bedeutungslos sein.
    Nischen wird es geben, aber als "Volkssport" und erst Recht als "Wertanlage" tot.
    Schon jetzt sind Postabos im Vergleich zu besten Zeiten um 90% zurückgegangen.
    Einer der letzten Briefmarkenläden bei mir in der Nähe gibt auf, sein Umsatz auf den tiefsten Stand seit je, trotz Erweitung auf Münzen, AK und Antiqitäten und Onlineverkauf (sein letzter Briefmarken- Abodement ist kürzlich verstorben).


    Es ist auch kein deutsches Phänomen. Auch im Ausland sind gleiche Trends zu beobachten wenn auch verschieden stark. Selbst der kurz boomende Russen- und Chinamarkt ist wieder stark rückläufig.

    Es ist einfach (leider) Tatsache das sich die Jugend nicht mehr für dieses Hobby begeistern läst. Früher war es die breite Masse die als Kinder/Jugendliche gesammelt hat. Daraus sind dann zum Teil ernsthafte Sammler geworden.

    Kein Kind/ Jugendlicher hat heute mehr Bezug zu Briefmarken. Wenn ich früher einen Brief aus dem Ausland erhielt war ich gespanter auf die Frankatur wie auf das Geschriebene. Wer schreibt heute aus dem Ausland wenn die kostenlose Email in Sekundenschnelle beim Empfänger ist ? Und kommt doch mal echte Post - dann Freistempler oder Labels. Ich habe echt schon mit jungen Leuten gesprochen die ernsthaft nicht wussten das es überhaupt noch Briefmarken gibt !!!

    Und dann zum Schluss die Post selber. Ich frankiere meine Sendungen immer noch mit Briefmarken. Wie groß ist oft die Freude bei den Postdamen wenn sie wieder Briefmarken sehen die sie selber noch NIE (!!) gesehen haben.
    Bei einem größeren Kaufwunsch von einfachen Briefmarken sagte man mir ich solle gefälligst bei POST-Phila bestellen. Weil Marken sind in der Postfiliale kaum vorrätig und überhaupt sollte ich Labelfrankieren das ist besser !

    Fazit: rein technisch ist die Briefmarke heute schon überflüssig. Ich denke eine Weile wird aber wohl noch daran festgehalten, zumindest an Automatenmarken. Spätestens mit dem Verschwinden (wann auch immer) der Briefmarken wird wie bei den Telefonkarten der Markt noch scheller zusammenbrechen.

    Nachtrag: Ich hatte Tel.Karten mit Marktpreisen von fast 1000 DM, heute selbst billigst unverkäuflich.
    Zum Vergleich der Posthornsatz,früher für Viele das Prunkstück jeder Sammlung, heute schon sehr viel billiger geworden und ein Muss um eine Bund-Sammlung überhaupt noch verkaufen zu können, was kostet der wohl in 10 Jahren....... ?

    Interessand auch: Beim Ankauf Bund wurden früher nur die ersten Seiten durchblättert (zur Wertermittlung), nun sind es hauptsächlich die letzten Seiten. Warum ? Frankaturfähige Marken sind inzwischen das Wertvollste jeder Bundsammlung, traurig aber war.

  • kartenhai
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    • 29. Dezember 2009 um 13:40
    • #60

    Seit es das Internet gibt, haben viele kleinere Briefmarkenhändler in den größeren Städten wohl aufgegeben, aber Unmengen Briefmarken werden jetzt über das Internet angeboten (bei Ebay allein über 800.000 Angebote von der Einzelmarke bis zu kompletten Sammlungen), und eine unbekannte Zahl Briefmarken-Händler sparen sich die teure Ladenmiete und verkaufen über Ebay und Co. Mich würde eine Statistik interessieren, wie viele Händler die letzten zehn Jahre aufgegeben haben, und wie viele durch das Internet dazugekommen sind.

    Dass die Sammler immer weniger werden, glaube ich nicht. Es gibt immer eine bestimmte Anzahl von Sammlern, die meisten Menschen interessieren sich überhaupt nicht für Briefmarken und haben andere Hobbys. Bei Briefmarken gibt es immer mal wieder einen Boom und dann einen Abschwung, genauso wie an der Börse. Zurzeit ist Wirtschaftskrise angesagt, und viele haben kein Geld mehr über für Briefmarken. Aber auf jede Krise folgt wieder ein Aufschwung, und dann haben die Leute wieder mehr Geld für ihre Hobbys.

    Das mit dem Preisverfall der Neuheiten der letzten 40-50 Jahren ist natürlich traurig, besonders für die vielen Neuheiten-Abonnenten, die alles komplett haben und bei einem Wiederverkauf nicht mal ihren Abopreis erhalten, für das Album gibt es meistens gar nichts mehr zusätzlich. Allerdings freut es mich, dass der Posthorn-Satz immer billiger und für manchen auch erschwinglich wird. Ich habe mich immer gefragt, was denn an diesem Satz so selten ist, er wird bei jeder Auktion mehrfach angeboten, jeder Briefmarken-Händler bietet ihn an, während man z. B. nach einem seltenen Brief jahrelang suchen kann.

    Die Telefonkarten waren zwar am Anfang interessant, aber wie immer mehr Motive massenweise auch von allen möglichen privaten Firmen auf den Markt geworfen wurden, war mir klar, dass es bald vorbei sein wird mit dieser zeitweiligen Manie. Dasselbe gilt für die Maximumkarten, die auch von privater Seite hochgepuscht wurden und schnell wieder in die Bedeutungslosigkeit versanken.
    Münzen sammeln ist für mich völlig uninteressant, da es hier noch mehr verschiedene Erhaltungsstufen gibt wie bei Briefmarken, hier blickt nur noch ein Fachmann durch, und doch gibt es genügend Münzsammler, denen das Spaß macht.

    Ich bin deshalb nicht so pessimistisch gestimmt über die Zukunft des Briefmarken-Sammelns. Durch das Internet ist die Auswahl breiter geworden, man kann Preise vergleichen, auch ältere Sammler, die nicht stundenlang auf Börsen und Flohmärkten herumstehen können, haben die Chance, in aller Ruhe zu suchen und zu kaufen, vorausgesetzt, sie befassen sich mit dem PC und tun ihn nicht von vorneherein als Teufelswerk ab. Leider hatten einige ältere Sammler im Beruf nicht mehr mit dem PC zu tun, und als Rentner wollten sie sich dieses neumodische Zeugs nicht mehr antun. Sie füllen deshalb noch die herkömmlichen Auktionssäle. Ich fürchte aber, dass diese herkömmlichen Auktionen bald aussterben werden, denn warum sollte man als Käufer und Verkäufer jeweils immer 20 % an einen Auktionator zahlen, wenn man das im Internet viel billiger haben kann? Ebay verlangt vom Verkäufer nur einen Bruchteil dieser Menge, der Käufer zahlt überhaupt keinen Aufpreis.

    Dass die Post keine Marken mehr herausgibt, kann ich mir nicht vorstellen, da müssten die Abo-Zahlen schon gewaltig in den Keller gehen. Und wenn doch, was soll`s, dann kann man sich endlich den älteren Jahrgängen und neuen Sammelgebieten widmen und sein Geld für die teuren Neuanschaffungen sparen.

    Gruß kartenhai

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