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  1. PHILAFORUM.COM Briefmarkenforum
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Mitglieder Zahlen in Vereinen

  • doktorstamp
  • 23. Oktober 2007 um 11:39
  • dj_postmann
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    15. Februar 1989 (37)
    • 23. Oktober 2007 um 18:10
    • #21

    Hallo,

    Endlich wird mal so ein schwieriges Thema angesprochen. Ich war noch nie in einem Verein (einfach weil's im Osten flächendeckend keine gab), aber ich kann mir vorsellen, dass das gesagte genauso ablaufen würde, egal wohin man kommt.

    Es ist einfach die Mentalität der meisten älteren Sammler - man wird weder ernst genommen noch zum Sammeln ermuntert. Da herrscht bloß Desinteresse, weil man (noch) keine Spitzen zum Tauschen vorweisen kann. Kein wunder, wenn man da schnell die Lust verliert. Es gibt immer so eine klassische Meinung vom Briefmarkentauschen. Ich habe fast noch nie richtig Briefmarken getauscht. Vielleicht 5 % meiner Marken sind im Tausch erstanden - aber die Ansprüche sind einfach zu hoch. Freut man sich als junger Mensch mal, dass man endlich eine Zuschlagsmarke mit Rundstempel zum Tauschen hat, heißt es nur: da ist noch ein Wellenansatz drauf. Hallo? Bedarfsgestempelt heißt nicht philatelistisch frankieren und dem Menschen am Schalter sagen, "bitte per Hand, zentrisch und sauber sowie mit waagerechten Datum stempeln." Es ist jetzt nur ein Beispiel, aber das zeigt, dass junge Menschen mit wenig Geld kaum einen Zugang zur Philatelie finden. Gerade im jungen Alter ist der Spaß am Hobby wichtiger als die Forschung.

    Dass es aber auch anders geht, weiß ich aus eigener Erfahrung. Seit etwa vier Jahren stehe ich in Briefkontakt mit einigen Sammlern, die mir neben wertvollen Ratschlägen auch immer wieder eine Steckkarte mit (teils auch besseren bis guten) Marken geschenkt haben, obwohl ich kein Tauschmaterial hatte. So hatte ich Spaß und mir wurde geholfen. Mittlerweile zeige ich mich erkenntlich, indem ich gezielt Spitzen ihrer FLs kaufe und ihnen meinerseits gegen billigere Marken meiner FL eintausche.

    Das waren jetzt nur Beispiele - aber ich will auf das Prinzip hinaus. Junge Leute zum Sammeln zu motivieren heißt auch toleranter (jeder Junge freut sich, wenn man ihm für eine Marke, auch wenn sie beschädigt ist und dann in den Papierkorb wandert, Marken im Tausch gibt) und großzügiger zu werden (es müssen ja keine Spitzen sein, aber jungen Menschen fehlen ja meist auch viele billige Massenwerte). Dieses generelle Problem könnte gerade beim Direktkontakt in Vereinen abgestellt werden - gerade wenn man interessierte junge Leute hat, sollte man Geduld aufbringen und sie zum Philatelisten machen. Einige wenige beherrschen das (und die können dann auch eine überdurchschnittliche Jugendgruppe aufweisen) - viele ältere Semester sollten sich das anschauen und sich dann fragen, warum sie selbst so arrogant sind, wenn sie ihrem Hobby doch so einfach einen Bärendienst erweisen könnten.

    Gerade in Vereinen sollte das verstärkt in die Köpfe der anwesenden Sammler - damit es zu solchen Negativerlebnissen wie oben nicht kommt.

    Dominic

    PS: Damit ist ganz und gar nicht das Philaforum gemeint. Arroganz ist hier zum Glück nicht allzu häufig - so hatte ich eine freundliche Aufnahme, mir wurde immer geholfen, und ich denke, auch ihr habt bemerkt, dass die Qualität meiner Beiträge sich gesteigert hat - daran sieht man, dass auch nach und nach aus kleinen unerfahrenen Markenanhäufern ernsthafte Sammler oder gar Philatelisten werden können. Und in Sachen Motivation ist das Philaforum vorbildlich!!!

    Suche immer geschlossene Mühlradstempel auf den Quadraten von Bayern (Mi. 2-13), insbes. Nummern 1 bis 100. Wer was abzugeben hat, bitte melden! Tausch oder Kauf immer erwünscht!!
    Suche momentan eine Mi. 3 .. mit gMR "1". Zahle gut!!!

    Einmal editiert, zuletzt von dj_postmann (23. Oktober 2007 um 18:19)

  • doktorstamp
    Stamm Mitglied
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    30. September 1955 (70)
    • 23. Oktober 2007 um 18:13
    • #22

    So wie das aussieht hat dieses Thema grossen Anklang gewonnen.

    Weiter so.

    mfG

    Nigel

    Sammeln wie es einem Spaß macht

  • Max und Moritz
    Stamm Mitglied
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    • 23. Oktober 2007 um 19:00
    • #23

    Im Nachbarthread vom BDPh haben wir ein ähnliches Thema ("Was kann der BDPh tun"), allerdings mit nicht ganz so gewaltiger Resonanz wie hier. :P :D
    Da doktorstamp ja nicht nur danach fragt, was an Vereinen verbesserungswürdig ist, sondern bezüglich des ganzen Philateliebereichs, kopiere ich meinen Beitrag aus dem anderen Forum einfach hier herein. In diesem Thread ging es auch schon um konkrete Verbesserungsvorschläge (Bitte daran denken, daß es nur ein kopierter, älterer, kein neuer Beitrag in diesem Forum ist):


    Ich will nur nochmal meine Gedanken aus dem anderen Thread der Vollständigkeit halber wiederholen.
    M. E. sind viele der Vorschläge hervorragend, aber nur Reaktion auf den bedauerlichen Ist-Zustand (Aleks, sorry für die Wertung ).

    Die Realität sieht momentan so aus:

    -Die Jugend/Kinder interessiert sich nicht nur für Playstation, sondern auch vehement für EURO-Münzen. Das bedeutet im Umkehrschluß für mich, daß das im Menschen tief in seiner Genstruktur verankerte "Jagen und Sammeln" nicht plötzlich mit Einführung der Festplatte ausgestorben ist. Insofern haben wir es nicht mit einem demographischem Problem zutun.

    -Mangelndes Interesse der Jugend kann damit zu tun haben, daß Philatelie als "staubtrocken" gilt, ungefähr so interessant wie Latein- oder Religionsunterricht. Münzen hat hingegen jeder in der Tasche, egal ob gerade hip oder nicht. Wer Geld hat, ist in. Also ist Münzensammeln nicht so staubtrocken.

    -Briefmarken verschwinden dank der Post AG aus dem Alltag. Dies ist Fakt. Die Post AG senkt als Reaktion auf mangelnde Nachfrage die Auflagezahlen der Naßklebe-Sondermarken deutlich.
    Die Auflagen der zwei Selbstklebe-Ausgaben pro Jahr steigen stetig. Dies als Reaktion auf angebliche Kundenfreundlichkeit (wenn man eine Oma fragt ohne Für und Wider aufzuzeigen, antwortet die auch spontan: "Naßkleber sind schön.") bzw. auf die Anforderungen des "shareholder-value", respektive des in Nanocent gemessenen Kostenvorteils eines verkauften Zehnerpacks Briefmarken in Relation zum Einzelverkauf.

    Wir müssen auf solche Entwicklungen reagieren und ihnen, soweit es geht, entgegensteuern.

    -Das Briefmarkensammeln bildet, muß wieder mehr in das Bewußtsein der Leute. Ein abschreckendes, typisches Beispiel ist für mich ein bekanntes Ehepaar, daß nicht will, daß ich dem Kleinen das Markensammeln näherbringe, weil sie nur Kosten befürchten (die beiden sehen nur, was ich dafür ausgebe). Den Vorteil für das Kind können die beiden nicht erkennen, obwohl ich es x-mal erklärt habe.

    Einige Möglichkeiten haben meine Vorredner bereits aufgezeigt.

    Eine weitere Möglichkeit, auch um zu zeigen, daß Briefmarkensammeln "hip" und "up to date" ist, sehe ich darin, daß sich Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens mit Vorbildfunktion "outen".
    Das Luis Figo Briefmarken sammelt, ist ja kein Geheimnis.
    Vielleicht aber auch irgendwelche Bundesliga- oder Popstars? Damit kann man m. E. punkten.
    Der Vorstand könnte solche Leute mit Sicherheit finden und gezielt darauf ansprechen, ob eine Kampagne mit deren Namen möglich ist.

    -Ansonsten bleibt nur noch, die Post AG im Sinne einer zukünftigen Kundenbindung (denn Briefmarkensammler sind im allgemeinen treue Postkunden; und wir sind immer noch Millionen ) dazu zu drängen, die Sammler- und Sammlernachwuchsunfreundliche Ausgabepolitik endlich zu ändern.

    Also weg mit den Selbstklebern, weg mit Labels, weg von den Zehnerbogen
    -her mit Marken für sämtliche Postdienstleistungen, bei denen die Marke bereits ausgestorben ist, her mit Großbogen und Zusammendrucken, die die Jäger- und Sammlermentalität erst wecken.

    "

  • majoran
    aktives Mitglied
    Beiträge
    89
    • 23. Oktober 2007 um 19:52
    • #24

    hy ... ich nochmal

    sorry ... aber ich glaube kaum das eine kampagne mit stars da helfen würde.
    In meinen augen liegt es klar auf der hand, jugendliche kommen doch garnicht erst mit briefmarken in kontakt, ausser ihre eltern sind sammler.
    Ist ja auch verständlich, wie soll man sonst an briefmarken kommen ? es geht doch keiner los und nimmt ein leeres album, geht damit zur post und kauft sich ein paar briefmarken die er dann dort einsortiert.
    Oder ersteigert sich nen album bei ebay um anzufangen. Da fehlt einfach der anreiz.

    Das münzen vermehrt gesammelt werden ist doch der beweis dafür, münzen hat man und man kann auch ohne kataloge und hintergrundwissen anfangen.

    Fazit: wenn das briefmarken sammeln ausstirbt sind einzig und alleine die sammler schuld, denn dann haben sie es versäumt den fortbestand zu erhalten. Da sollte sich jeder mal an die eigene nase fassen, seine dubletten oder sonstiges was er nicht braucht seinen kindern oder enkeln geben und mit ihnen zusammen sammeln, und grad bei jugendlichen ist es nicht so wichtig ob das jetzt ne noble marke ist. das sammeln und sortieren sollte im mittelpunkt stehen. Wennein jeder sammler so vorgehen würde, würden bestimmt 20% der kinder spass daran finden und weiter machen, die deren freunde das zeigen und somit vieleicht noch anstecken ;)

    Man muss doch erstmal die begeisterung und den jagdinstinkt wecken, damit das auch etwas wird.

    P.S.: vielleicht nochmal als anreiz ..... stellt euch vor, ihr sammelt euer lebenlang, habt eine sehr schöne sammlung die wirklich von bedeutung ist, quasi euer lebenswerk. Und eines tages gebt ihr den löffel ab und euere kinder verschärbeln euer "lebenswerk" aus unwissenheit für 3,50€ bei ebay.
    oder die ganze sammlung wird aufgeteilt und zerstört. Also ich würde mich im grabe umdrehen.

    MfG

    majoran

    Einmal editiert, zuletzt von majoran (23. Oktober 2007 um 20:02)

  • Coki
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    • 23. Oktober 2007 um 19:58
    • #25

    Meiner Erfahrung nach, insbesondere als ehemaliges Vorstandsmitglied eines bundesweit organisierten Spielevereines, gibt es sowohl allgemeine und spezifische Probleme (vom jeweiligen persönlichen Einzelproblem mal abgesehen).

    Fangen wir mal mit den allgemeinen Problemen an:

    - Demographischer Faktor:
    Fakt ist, das seit bald 40 Jahren immer weniger Kinder geboren werden. In den letzten ~zehn Jahren ist es dieser Faktor im Bereich der 15-20jährigen sehr prägnant geworden. Sprich die allgemeine Basis für Zuwachs aus dem Jugendbereich ist im Vergleich zu früher stark reduziert.

    - Sozialer Faktor:
    Die Basis gerade in den traditionellen Vereinsstrukturen sind imho die gehobene Arbeiterklasse, die Bürger- und die Bildungsschicht. Die breite Masse der Arbeiterkinder waren größtenteils eher, wenn überhaupt, in Sportvereinen o.ä. organisiert.
    Heute gibt es ein Großteil dieser Strukturen nicht mehr. Zum Teil durch die großen gesellschaftlichen Umwälzungen der letzten 17 Jahren, nicht nur im Familien- und Arbeitsleben, sondern auch in der Bevölkerungsstruktur (zb. Aussiedler, Asylanten, usw.) haben dafür gesorgt das die herkömmlichen beständigen Aspekte beiseite gewischt werden und darunter gerade die Bindungsfähigkeit zu Vereinen o.ä. stark gesunken ist.
    Beispiel: In Zeiten heutiger Mobilität kann man sich eigentlich nicht mehr in einem regionalen Verein binden. Wer weiss denn, ob ich nächstes Jahr in Dänemark, Schweiz o.ä. leben bzw. arbeiten muss.
    Weiteres Beispiel: Die Millionen an Aussiedler, ehemaligen Gastarbeiter, usw. sind meines erachtens so gut wie nicht im Vereinsleben (ausser im niedrigen Sportbereich) integriert. Inzwischen stellen aber die Kinder und Jugendlichen (also der langfristige Nachwuchs) dieser "Gruppe" einen erheblichen Anteil an der Gesamtsumme der Jugend dar, die überhaupt nicht angesprochen wird.

    - Zeitfaktor:
    Wie schon angesprochen im Thread, ist die frei verfügbare Zeit im Gegensatz zu vielen Aussagen in den öffentlichen Medien stark gesunken. Man hat einfach nicht mehr die Zeit/Motivation (gutes Wort: Muße) regelmäßig regionale Angebote einer Organisation zu besuchen.


    Spezifische Probleme:

    - Briefmarken sind tot, es lebe die Kommunikation
    Bei aller Begeisterung die wir an den Tag legen möchten, sind Briefmarken (wenn es nur um diese geht) ein Todes Medium das aus nostalgischen und finanziellen, und weniger praktischen, Gründen noch erhalten wird.
    Wir können gerne über Briefmarken fachsimpeln, aber Tatsache ist nun mal das 70 Millionen Menschen in Deutschland (geschätzt) im Jahr vllt noch ein bis zweimal mit Briefmarken zu tun haben. Die restlichen zehn Millionen arbeiten zufällig bei der Post, sind Briefmarkensammler oder ähnlichem....
    Bei den Jugendlichen, die erste Erfahrung ja sammeln sollen um später vielleicht mal darauf zurückgreifen zu können, dürfte die Quote derjenigen die täglich, wöchentlich mit Briefmarken zu tun haben unter 1% liegen.

    - Grundlegende Strukturprobleme
    Dadurch, das die Altersstruktur der Sammler noch extremer ist als die der Gesellschaft (mit allen Folgen) haben wir festgelegte Regeln, Räume, usw. an denen die geringe Anzahl an Jugendlichen weder etwas verändern noch Freiräume für seine Entfaltung finden kann. So zu mindestens bei der Masse der Vereine.

    - Keine Mode
    Im Moment sind staubige Hobbys nicht in Mode. Man hat weder eine Wertsteigerung durch die Marken noch kann man damit Mädels aufreißen. Zudem erfordert es hohen Einsatz an Geld, Zeit und Aktivität um auch nur ein bisschen Anerkennung zu erhalten.
    Die Vorteile des Hobbys sind unbestritten, aber gerade für Jugendliche nicht direkt ersichtbar. In einer Zeit wo alles sofort zu funktionieren hat ist dieses ganz ungünstig.


    Das waren mal so ein paar Punkte die mir direkt eingefallen sind. Noch ein kleines Fazit meinerseits:
    Die regionalen Vereine, sofern sie nicht über eine breite Basis haben (zb. in Großstädten oder wie AG's Themengebunden), werden imho an Mitgliederinaktivität eingehen bzw. tuen dieses seit Mitte der 90er.

    Gruss,

    Coki

    Coki's kleine Philaseite :boese:

  • Denis
    Super-Moderator Phila-DB-Admin
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    1.133
    Geburtstag
    2. November 1984 (41)
    • 23. Oktober 2007 um 20:08
    • #26

    In Anlehnung an die Thematik dieses Thread möchte ich mal an meine Umfrage unter jungen Leuten erinnern, warum sie keine Briefmarken sammeln würden... mag auch interessant sein :)

    Gruss
    Denis


    Bitte bietet mir alles von Altdeutschland Baden an, ich brauche noch viele Stempel zur Komplettierung meiner Stempelsammlung.

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  • doktorstamp
    Stamm Mitglied
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    30. September 1955 (70)
    • 23. Oktober 2007 um 20:09
    • #27

    Sei bedankt für die Beiträge. Sicher haben noch einige welches hier hinzuzufügen.

    Vermag es daran liegen, denn diese Frage ist in den letzten Jahren häufiger denn je zu hören, daß es an die falschen Menschen gerichtet war?

    Oder haben sie nur auf die Vereinsmeier gehört, oder diejenigen, die die abnehmende Zahl verleugnet haben.

    Weiter so die Herrn, es wird munter hier diskutiert.

    mfG

    Nigel

    Sammeln wie es einem Spaß macht

  • brossi63
    neues Mitglied
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    38
    • 23. Oktober 2007 um 20:27
    • #28

    Na, das sind ja schöne Aussichten.

    Als Anfänger, der eine Briefmarkensammlung von Papa geerbt hat und diese sogar weiterführen will, verfolge ich dieses Thema sehr interessiert.

    Für mich sind zunächst einmal Informationen interessant. Das reicht von: "Welche Pinzette soll ich benutzen?" über "Welche Marke ist das?" bis zu "Welche Literatur (Kataloge) brauche ich?". Diese Infos hole ich mir hier aus dem Forum. Bin bisher gut "bedient" worden. Die "Alten Hasen" hier sind sehr hilfreich. Oft erblasse ich natürlich auch vor deren Fachwissen, aber jeder hat mal klein angefangen.

    Bisher habe ich aber noch nie den Rat bekommen: "Geh in einen (ortsansässigen) Verein".
    Das habe ich mir zwar schon selbst überlegt, aber die Beiträge hier ermutigen ja nicht gerade dazu. Als "Anfänger" wäre es aber bestimmt interessant mit fachkundigen Sammlern "direkt" zu reden.

    So wie es aussieht, werde ich wohl dieses Forum als meinen "Verein" ansehen.
    Vielleicht ist dies aber auch die Zukunft der Philatelie. Vereinsmeierei ist out.
    Internet ist das Medium.

    Dazu einige Anregungen:
    Ist ein "Großtauschtag" nicht in diesem Forum Abbildbar?
    Können Treffen von Forenmitgliedern regional oder auch überregional organisiert werden?
    Warum gibt es kein spezielles Anfängerforum (kenne ich aus Foren meines Hobbies Astronomie)?

    Grüße Thomas

  • doktorstamp
    Stamm Mitglied
    Beiträge
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    Männlich
    Geburtstag
    30. September 1955 (70)
    • 23. Oktober 2007 um 20:42
    • #29

    @brossi

    Nicht alle Vereine sind so. Also bitte doch mit offenen Gedanken den versuch machen. Und bei weitem trifft dies nicht auf die Argen.

    Eine Bitte auch an die Anfänger unter uns, die stillschweigend alles eifrig lesen. Eure Erfahrungen sind uns auch wichtig und von Bedeutung für die Zukunft der Philatelie. Wenn ihr nur einmal in diesem Forum was schreiben sollt, denn sollt es hier. Es ist Eure Chance gehört zu werden.

    mfG

    Nigel

    Sammeln wie es einem Spaß macht

  • gomunkel
    Gast
    • 23. Oktober 2007 um 21:50
    • #30

    bei soviel Hoffnungslosigkeitin den Beiträgen, bekommt man ja glatt Dddddddepressionen. :P

    Wenn Briefmarken aus Kostengründen von Briefen verschwinden, schwindet auch die Wahrnehmung, dass es so etwas überhaupt gibt, gerade bei jungen Menschen. Die kennen fast ausschließlich die hässlichen Freistempelbriefe oder mit ekligen Schwarz weiß Labeln zugematschte Dinger. Wer kommt da auf die Idee, dass möchte ich haben, weil es schön und begehrenswert ist ?

    Die Marken auf der Tagespost sind der ausschlaggebende Moment um zum Sammeln zu reizen. Die spezielleren Wünsche kommen dann später.

    Es fehlt einfach dieser Schlüsselreiz.

    FEL TEMP REPARATIO, zurück zu glücklicheren Zeiten wollten schon die
    alten Römer. Benutzt bitte alle nur noch Briefmarken. Gebt euch Mühe bei der Gestaltung von Briefen. Sabbelt nicht so ein dussliges Zeug: ich sammle nur Bedarfspost, nur die ist wirkliche Post usw.

    Wie oben schon beschrieben sind wir alle in der Lage, dass Hier und Jetzt in eine bessere Richtung zu drehen. Schreibt Briefe mit Briefmarken und macht aus Ihnen kleine Schmuckstücke, dass niemand wagt, sie in den Müll zu schmeißen.

    Sammelt nicht, was andere Euch vorlabern. Sammelt, was Euch gefällt. Es geht nicht um Geldanlage, sondern um Kunst und Schönheit und Geschichte !!!!!!!

    Was interessiert mich das Gewäsch von Vereinsmeiern? Ich sammle z.B. biberpost, weil es neu und spannend ist. Da macht mir kein Klassik- Eumel was vor. :P

    Ein Verein der sich nicht entwickelt und nicht gedeiht, keine neuen Mitglieder auch bei jungen Leuten findet, ist es wert, zu verschwinden.

    Macht doch notfalls einen eigenen Verein auf mit Freunden, die euch verstehen und mit euch sammeln wollen und sei es Kalmückistan alle Neuausgaben nur als Großbogen. :D

    Wir haben Zukunft ! 8) ( egal in welcher Form )

  • BDPh-Fälschungsbekämpfung
    Gast
    • 23. Oktober 2007 um 21:57
    • #31

    @brossi:

    Regelmässig kommt es bei den Messen zu Treffen der Forenmitglieder. Das ist immer eine gute Basis, um sich persönlich auszutauschen. Aber man muss sich halt aufraffen und hinfahren.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars

    P.S. "Zeit" hat man (fast) immer. Man muss sie nur bewusst für etwas nutzen wollen.

  • Manowar
    erfahrenes Mitglied
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    879
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    7. Juli 1983 (42)
    • 23. Oktober 2007 um 22:12
    • #32

    es ist eine wirklich sehr interessante diskursion. was mich nur wundert: haben wir keine vereinsmitglieder hier im forum? warum meldet sich keiner davon? ich würd auch gern mal was von der anderen seite hören......

    Ich bin immer auf der Suche nach Tauschpartnern. Schaut euch doch mal meine Fehl- und Dublettenlisten an, vielleicht ist ja was dabei!

    Bei BRD: 90% von dem, was nicht in der Fehlliste auftaucht, habe ich mehrfach. Falls Interesse, einfach melden!

  • brossi63
    neues Mitglied
    Beiträge
    38
    • 23. Oktober 2007 um 22:12
    • #33

    Hallo Lars

    welche Messen, habe ich bisher noch nie gehört?

    Übrigens:
    Zeit hat man fast nie, außer man knapst sie woanders ab.

    Grüße
    Thomas

  • shqip
    Stamm Mitglied
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    1.017
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    Weiblich
    Geburtstag
    23. Juni 1952 (73)
    • 23. Oktober 2007 um 22:14
    • #34

    So, wie es in verschiedenen Beiträgen angeklungen ist, ist auch das Philaforum " mein Verein"....

    Ich möchte nachfolgend auf einige Punkte näher eingehen :

    1. Vereine

    Bereits vor Wiederaufnahme des BFM - Sammelns hatte ich Versuche unternommen, mich neben meinem Beruf als Sozialarbeiterein vereinsmässig oder politisch in eine Partei einzubinden.

    Da war der Sportverein ( Rudern ) und zum anderen eine Partei meiner Wahl.

    Meine Erfahrungen waren, dass ich in beiden Organisationen als Vollmitglied grosse Mühe hatte, die enormen zeitlichen Aufwendungen in meinen Alltag ( zeitlich unberechenbare Vollarbeit im Jugendamt, seinerzeit kleine Kinder zu Hause und in Kita, vollarbeitender Ehegatte , Haushaltsangelegenheiten ) zu integrieren.

    Das habe ich trotz grossem Engagement nicht sehr lange durchhalten können, und ich bin froh, dass ich mich aus diesem überaus aktiven "Rundherumsozialeinsatz" herauslösen konnte bzw. mein Körper mir diese Überforderung signalisierte.

    2. Jugend

    Ich fürchte, die Jugend hat erheblich andere Sorgen, als sich gerade um Briefmarken und deren Historie zu kümmern

    Auch hier gebe ich den Vorrednern recht, denn infolge der grandiosen Umwandlung der Medienlandschaft wie auch der Kommunikationsmöglichkeiten ist die Briefmarke für junge Menschen wie auch einen Grossteil der mittleren Altersgruppe ( 20 - 50 ) einfach out, es sei denn, es gibt wache junge Geister, welche Geschichte ( z.B. an Hand von Briefmarken und ähnlicher Zeitbelege ) bewahren und dokumentieren wollen. In der mittleren Altersgruppe gibt es Menschen, die aktuell akute berufliche wie finanzielle Existenznöte haben, welche nicht gerade zu betulichem Sammeln von Briefmarken ermutigen. Das Hobby erfordert iin der Regel ja auch einen nicht unerheblichen finanziellen Einsatz.

    Wir mögen hier gelegentlich die Nase rümpfen über Anfängersammlungen, doch vielfach hat sich einfach in der Bevölkerung überliefert, dass der Besitz einer Bfm - Sammlung gleichbedeutend sei mit der Anhäufung von Werten, vom Finanzamt nicht erfasst.....usw.

    3. Betuliche Sammelstunden

    Auch sie gehören in unserer heutigen Kommunikations - und Medienlandschaft einfach der Vergangenheit an !!!!

    Läden haben haben offen bis Mitternacht oder gar rund um die Uhr, das Telekommunkiationsnetz macht es möglich, dass wir allzeit erreichbar sind, vorzugsweise per Handy, SMS oder AB. Das Internet ist rund um die Uhr offen, Sommerzeit wird auf Winterzeit geschaltet, ohne das unser Körper so richtig folgen kann ( ist ja noch keine Maschine ) , etliche Behörden verlangen ständige Präsenz / Einsatz ( der Mitarbeiter, ungewollt Arbeitslosen, oder auch der sog. "Arbeitsunwilligen " als Beispiel ) wo gibt es also noch den Nachmittag, den Abend, wo die Dinge einfach ruhen, man auf Müssiggang umschalten und sich auf das Hobby Briefmarken stürzen kann.

    Wir leben in einer Zeit, in welcher man am besten schon sehr früh gelernt hat, mindestens 5 Bälle gleichzeitig in einer Hand zu jonglieren und wundern uns, dass der Nachwuchs fernbleibt, weil inzwischen schon 10 Bälle ( wenn nichtgar mehr ) pro Hand erwartet werden ?????

    [Blockierte Grafik: http://www.smilietv.philaforum.com/upload/17/1155230524.gif]


    Mit tiefsinnigen Grüssen, Shqip :rolleyes:

    Einmal editiert, zuletzt von shqip (23. Oktober 2007 um 22:15)

  • doktorstamp
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    2.531
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    30. September 1955 (70)
    • 24. Oktober 2007 um 01:03
    • #35
    Zitat

    Ein Buch oder eine CD ist nie so gut wie die Erklärung am "lebenden Objekt". Natürlich kostet so etwas Geld, aber das wäre mir das Treffen mit Fachleuten wert. Wie gesagt, ist nur ein Vorschlag. Wird in anderen Ländern durchaus mit Erfolg praktiziert. In Dänemark gibt es eine "Briefmarken-Universität".

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars

    In Wien war einst ein Lehrstuhl für die Philatelie gestiftet. 1938 nach dem Anschlüß war sie weg vom Fenster. Keine sah sich veranlaßt nach dem Kriege sie wieder zu stiften. Schade.

    Wenn die stetig abnehmemde Zahl der Mitglieder kein Halt gemacht werden kann, sollte sie doch gebremst werden.

    Ich las in einem Beitrag von Philatelisten und Briefmarkensammler. Wie seid ihr denn angefangen. Als verehrter Philatelist gewiß doch nicht. Diese Aussage hat in sich den Ton von Elitärismus, wenn nicht gar Vornehmtuerei. Vorbild für den Nachwuchs, eher abstossend.

    Den Ton, Den Umgang mit den Anfängern muss geändert werden. Sie mussen angeprochen werden, auf sich verwiesen, werden sie es vielleicht erst garnicht waagen einen der "Grossen" der Philatelie anzusprechen. Zeige Begeisterung für das was sie machen, und nicht gleich didaktisch werden.

    Die Vereinsmeierei hat viel dazu beigetragen was das äusserliche Bild der Philatelie betrifft. Und es ist kein gutes Bild meine Herrn.

    Fehler sind gemacht worden, sie mussen anerkannt und gestanden werden. Sonst werden diese gleiche Fehler immerwieder begangen werden. Was genau sind diese Fehler, sie sind; Arroganz, Humorlosigkeit, Unzugänglichkeit, Didaktismus. erts wenn diese beiseite geschaffen worden sind, kann der Fortschritt beginnen.

    Weis ich wovon ich rede, oh doch, denn ähnliches erlebte ich in den 90er Jahren bei RPSL, dessen Mitgliedszahl ab 2000 langsam aber stetig zunimmt.

    Unsere Vereine existieren nicht nur zum Tauschen da. Vorträge werden gehalten, ungefahr 12 mal im Jahre (oft mehr). Hinzu findet bei praktisch jedem einen Wettbewerb statt. Der Juror (kein Vereinsmitglied) ist dann an diesem Abend für 2 Stunden ansprechbar. Eine Versteigerung findet statt. Mitgliedsbewerber (sprich Anfänger) werden ein Sprechpartner zugeteilt.
    Keinem wird erzählt was und wie er zu sammeln hat.

    Leider ist es auch wahr, daß diejenigen, die Zeit fürs schönste und lehrreichste Hobby der Welt haben, eben diejenigen sind , die das o.a. schlechtes Bild von dem Hobby prägen.

    Meine Herrn es liegt in Euren Händen sich zu ändern und fortan das Hobby neu zu prägen und fördern.

    Mir ist dessen bewüßt, dieser Beitrag wird nicht bei allen Gefallen oder Anklang finden. Andere wiederum werden ihn beherzigen.

    Meine Herrn ich überlasse ihnen die Zukunft des Hobbys.

    Es lebe die Philatelie.

    Nigel

    Dies habe ich auf das Forum BDPh gepostet. Warten wir mal ab

    Sammeln wie es einem Spaß macht

  • dj_postmann
    erfahrenes Mitglied
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    15. Februar 1989 (37)
    • 24. Oktober 2007 um 06:16
    • #36

    @Nigel

    Wunderbar!!! Ich finde es großartig, dass sich nun auch einmal - mit Verlaub - einer der Großen der Philatelie der Probleme "ganz unten" annimmt.

    Dominic

    PS: Könntest du vielleicht noch den Link posten? Da ist es einfacher zu wechseln. ;)

    Suche immer geschlossene Mühlradstempel auf den Quadraten von Bayern (Mi. 2-13), insbes. Nummern 1 bis 100. Wer was abzugeben hat, bitte melden! Tausch oder Kauf immer erwünscht!!
    Suche momentan eine Mi. 3 .. mit gMR "1". Zahle gut!!!

  • Wawelgeist
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    • 24. Oktober 2007 um 06:40
    • #37

    Ich bin erschrocken, wenn ich die Erfahrungen lese, die andere in Briefmarkenvereinen erlebt haben. Da kann ich anderes berichten:

    Unsere Tauschtage = Vereinstreffen finden jeden 1. und 3. Sonntag im Monat morgens von 9:30 bis 12:00 Uhr statt. Teilnehmerzahl von 10 - 30, wobei die geringsten Teilnehmerzahlen im Sommer bei strahlendem Sonnenschein oder im Winter bei mehr als 50 cm Schnee (oder so) festzustellen sind.
    Die Termine werden auch regelmäßig im örtlichten Gemeindeblatt angekündigt, auch mit dem Hinweis, dass sich Interessierte gerne sehen lassen dürfen.

    Natürlich wird nicht ausschließlich über Philatelie gesprochen, aber es sind immer einige (Dubletten-)Alben auf den Tischen. Wir haben auch die gängigsten Kataloge, die sich Vereinsmitglieder auch ausleihen können. Ok, es sind nicht immer die neuesten, das wäre zu teuer, aber bisher gab's damit keine Probleme; wer sich tiefer mit einem Land beschäftigt, muss und wird sich seinen eigenen Katalog beschaffen.

    Vor einem Jahr kam ein älterer Mann dazu, mit dem (nicht so häufigen) Thema: Tschechoslowakei bei 1945. Nachdem er seine Scheu uns gegenüber abgelegt hat, war mittendrin. Es gab eine Menge interessanter Gespräche (nicht nur über Philatelie), so dass er inzwischen Vereinsmitglied ist.

    Außer den regelmäßigen Treffen, die nur in den Schul-Sommerferien und Weihnachtsferien ausfallen, veranstalten wir über's Jahr:

    - Großtauschtag am 6. Januar (Feiertag in Baden-Württemberg);
    - Grilllfest im Juli (mit 50-80 Gästen);
    - Ausflug (1-3 Tage) im September/Oktober;
    - Vereinsauktion;
    - Jahresabschlußfeier.

    Vor zwei Jahren haben wir eine Rang-3-Ausstellung durchgeführt, es wird nicht die einzige des Vereins bleiben. ;)

    Unsere Jugendgruppe trifft sich einmal im Monat samstags. Hier werden philateilistische Themen behandelt, wie Behandlung der Marken (einsortieren, ablösen etc.), Sammlungsaufbau etc. Natürlich müssen wir uns auch gegen Sportverein, Clique, Computer antreten und saisonal sind andere Dinge für die Jugendlichen wichtiger, als zum Jugendtreff zu kommen. Jeder Jugendliche kann auch zum Treffen der Senioren kommen.
    Dass das selten passiert, liegt an der ländlichen Gegend und der fehlenden Fahrmöglichkeit.

    Vereinsaustritte gibt es bei uns leider auch. Aus Unzufriedenheit oder Ärger / Streit sind aber m.W. schon lange keine Leute mehr ausgetreten. Die Hauptgründe sind:
    Gesundheit; Alter; Wegzug.


    Gruß aus dem Schwabenland,

    Andreas

    Schöne Grüße aus Mauritius

  • dietbeck
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    • 24. Oktober 2007 um 06:58
    • #38

    Ich möchte hier denn dich mal eine Lanze für den Verein brechen. Ich bin vor 2 Jahren dem hiesigen BSV beigetreten und bin mit Anfang 40 das "jüngste" Mitglied. Ich habe sehr freundliche Aufnahme gefunden und finde mich auch mit meinem "Fachwissen" akzeptiert.

    Ich gehe gerne zu den monatlichen Tauschtagen und bei uns wird sehr wohl über Briefmarkenthemen geredet. Ich finde den persönlichen Austausch gut und wichtig. Man lernt auch über andere Sammelgebiete.
    Auch ein Forum, wie dieses, ist natürlich eine Bereicherung. Aber es ist doch etwas anderes direkt von Sammler zu Sammler zu reden.

    Desweiteren habe ich kostenlosen ZUgang zu den Michel-Katalogen für die Länder dieser Welt. Und dies ist für mich auch sehr wertvoll, sammle ich doch (auch) motivlich. Auch Wasserzeichenbestimmer sind ausleihbar. Der Verein informiert über Vorträge, Grosstauschtage und andere Veranstaltungen in meinem Raum.

    Die Mitglieder kennen die Sammelgebiete des Einzelnen und man erhält durchaus Hinweise zum eigenen Sammelgebiet, z.B. wenn jemand was auf ebay entdeckt.

    Aber ich will natürlich die Probleme nicht verschweigen. Meist ist es so, dass in den Vereinen doch sehr unterschiedliche Sammlerinteressen bestehen und die Überschneidungen eher sehr begrenzt sind. Der direkte Tausch von Briefmarken ist daher eher limitiert.
    Auch sind die Briefmarkenvereine durch Mitgliederrückgang und Auflösung auf dem absteigenden Ast und ich will die hier beschriebenen Erfahrungen mit "unfreundlichen" Vereinen auch nicht negieren oder kleinreden.

    Insgesamt bin ich aber froh nach 25 Jahren Sammlertätigkeit einem Verein beigetreten zu sein und empfinde dies durchaus als Bereicherung. Und jeder hat es selber in der Hand die Arbeit in einem Verein mitzugestalten.

    Hier wurde auch geschrieben, dass die Menschen heute immer weniger Zeit haben, auch (teilweise) richtig. Allerdings ist es der Einzelnde der immer ein "System" mitgestaltet. Und die Welt ist heute so wie sie ist, weil wir (jeder EINZELNE) diese so gemacht haben (und es damit so wollen).

    Andererseits ist es ja nicht so, dass keine Freizeit mehr vorhanden wäre. Für Computerspiele und LAN-Partys, Fun-Sportarten und dergleichen mehr scheint die Zeit jedenfalls da zu sein.

    Postkrieg, Zurückgezogene Marken, Territoriale Konflikte, Aland
    -----------------------------
    Es kommt nicht drauf an wie alt man wird, sondern wie man alt wird.

    Die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung

  • dk09042005
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    20. Januar 1990 (36)
    • 24. Oktober 2007 um 07:44
    • #39

    Nun will ich auch mal was schreiben,

    Ich persöhnlich finde, dass die Vereine zu wenig Werbung für sich machen. Ich bin in meiner Umgebung noch nie auf einen Verein gestoßen. Ok vielleicht hab ich auch nicht intensiv genug gesucht, aber ehrlich gesagt leben wir doch in einer Zeit, die nur noch von Werbung lebt - oder?

    Auch hat mich das Vorurteil "Briefmarkensammel ist doch nur für Opas" gestört um meine Begeisterung Sammler zu werden noch zu steigern. Wenn ich jemanden sagen würde, dass ich Briefmarken sammeln würde, dann würde er doch nur sagen das ist doch "out" und sich umdrehen und weg gehen. :(

    Doch zum Glück bin ich ja auf Philaforum gestoßen, wo ich bisher viel interessantes in Sachen Philatelie erfahren habe ohne dumm von der Seite angemacht zu werden! :jaok: Ein dickes Lob an alle Philaforumbewohner!!!

    Gruß dk09042005

  • BDPh-Fälschungsbekämpfung
    Gast
    • 24. Oktober 2007 um 07:54
    • #40

    Hallo Thomas,

    bei jeder grossen Briefmarkenmesse ist es üblich, sich um die Mittagszeit zu treffen: eBay-Café, BDPh-Forum und Philaforum - in Sindelfingen findet jetzt jeden Tag um 12 Uhr beim Krone-Adler-Stand ein Treffen statt. Darüberhinaus gehen wir am Freitagabend gemeinsam essen.

    Bei vielen Messen halte ich einen Vortrag über die Fälschungserkennung - speziell im Internet. Für Sindelfingen hab ich knapp 40 Powerpoint-Seiten, mit denen ich die geschätzten Zuhörer - und -seher erschlagen werde :D

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars

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