... Teil 3
Sudetenland
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... Teil 4
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... Teil 5
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... Teil 6
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Bei einer derart erschlagenden Präsentation bleibt
nur eines zu sagen:![Freude :]](https://philaforum.com/images/smilies/pleased.gif)
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Und vielen Dank für die Darstellung hier im Forum. Die Möglichkeit des Vergleichens für Interessierte, die bisher wenig bis gar kein echtes und geprüftes Material haben, ist sehr wertvoll !!
Gruß
KJ -
Nun ist er da, der lange erwartete neue Katalog.
Im Bereich Sudetenland finden sich sehr viele Ergänzungen im Bereich der Abarten/Besonderheiten pp.
Die Preisentwicklung ist teils beträchtlich, Steigerungen von 50 % sind keine Seltenheit.
Ob ich das gut finde, steht auf einem anderen Blatt. Aber auch andere deutsche Gebiete von 1945 haben eine teils bemerkenswerte Entwicklung durchgemacht. Das ist aber nicht das Thema dieses Threads.Aber wo viel Licht ist, findet sich auch Schatten.
Interessant finde ich z. B. die Bewertung der Maffersdorf 129 S.Die Marke wurde mit 600 EUR angesetzt, allerdings kursiv. Da ich diese Marke in den Katalog eingebracht habe und nach Auskunft des BPP - Prüfers das bisher einzig bekannte Stück besitze muß ich mich fragen, wie der Preis zustande kommt ? Die Marke wird jedenfalls in absehbarer Zeit am Markt nicht zu erwerben sein :D.
Viele Spaß beim Stöbern im neuen Katalog wünscht
KJ -
@ hessenphilatelie:
Gratuliere nochmals zu diesem Top-Satz. Jetzt ist dieser auch im neuen MICHEL-Spezial 2010 erfasst. Der Seltenheit entsprechend natürlich mit
einer entsprechenden Bewertung!Das war ein Schnäppchen

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Zitat
Original von Kontrollratjunkie
Interessant finde ich z. B. die Bewertung der Maffersdorf 129 S.
Die Marke wurde mit 600 EUR angesetzt, allerdings kursiv. Da ich diese Marke in den Katalog eingebracht habe und nach Auskunft des BPP - Prüfers das bisher einzig bekannte Stück besitze muß ich mich fragen, wie der Preis zustande kommt ? Die Marke wird jedenfalls in absehbarer Zeit am Markt nicht zu erwerben sein :D.
KJ
Na, dann probiere ich mal einen Erklärungsversuch:
Die MICHEL-Redaktion verfolgt natürlich aktuelle Auktionen renommierter Auktionshäuser. Falls das Briefstück bei einer Auktion angeboten wurde, ist der Verkaufserlös ein erster Hinweis. Ein weiteres Indiz wären vergleichbare Marken mit ähnlicher Abart, wie notieren diese? Da es sich bisher um ein Unikat handelt, wäre ein entsprechender Aufschlag fällig. Man weiss jedoch noch nicht, ob nicht noch weitere Exemplare am Markt auftauchen (diese Entdeckung wurde ja erst kürzlich gemacht), also darf der Aufschlag zunächst nicht zu hoch sein. Folgen keine weiteren Marken dieser Art, hat dieses Stück m. E. noch beträchtlich Potential in den Folgejahren. Vermutlich dürfte diese Notierung nur ein ersten Herantasten an den wahren Wert sein.
Ich halte dieses Briefstück für äußerst interessant mit entsprechend Potential in der Zukunft. Deshalb kann ich gut verstehen, dass dieses Stück in absehbarer Zeit am Markt nicht zu erwerben ist.

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Zitat
Original von sudetenphilatelie
Die MICHEL-Redaktion verfolgt natürlich aktuelle Auktionen renommierter Auktionshäuser. Falls das Briefstück bei einer Auktion angeboten wurde, ist der Verkaufserlös ein erster Hinweis. Ein weiteres Indiz wären vergleichbare Marken mit ähnlicher Abart, wie notieren diese? Da es sich bisher um ein Unikat handelt, wäre ein entsprechender Aufschlag fällig. Man weiss jedoch noch nicht, ob nicht noch weitere Exemplare am Markt auftauchen (diese Entdeckung wurde ja erst kürzlich gemacht), also darf der Aufschlag zunächst nicht zu hoch sein. Folgen keine weiteren Marken dieser Art, hat dieses Stück m. E. noch beträchtlich Potential in den Folgejahren. Vermutlich dürfte diese Notierung nur ein ersten Herantasten an den wahren Wert sein.
Vielen Dank für Deine Deutung.
Das Stück kommt nicht aus einer Saalauktion, ein verwertbarer Preis existiert also nicht.
Vergleichbare Marken können sicher herangezogen werden, wenn es sich auch um Unikate handelt.
M.E. wäre die einzig sinnvolle Notierung dieses berühmte Zeichen: -,-Aber Deine Einschätzung zum Potential teile ich. Warten wir also ab, ob sich noch Stücke finden, was ich aufgrund der eher zufälligen Entstehung nicht glaube und wie sich die Notierung entwickeln wird.
Gruß
KJ -
Hallo KJ,
ein schönes Briefstück das bestimmt einen Ehrenplatz in deiner Sammlung hat.
Das Briefstück stammt von einem Sammerbrief bei dem erst bei dem Postamt Maffersdorf die Handstempel auf die Marken gestempelt wurden.
Durch das drehen von dem Briefstück um 90° nach links sind dann alle Stempel in der waagrechten.Sonnige Grüße aus Frankfurt
Hessenphilatelie -
Hallo Hessenphilatelie,
über dieses Stück habe ich mich auch mit Herrn Brunel unterhalten und er teilte meine Auffassung zur Entstehung dieser Rarität.
Der Tatsache, dass die Masaryk - Marken liegend geklebt wurden und der Postbeamte in Maffersdorf in der Hast der Ereignisse schnell arbeiten musste, verdanken wir diese Abart.
Sicher war es eine Sammlerfrankatur, wenn der Brief nur noch vollständig erhalten wäre.....Gruß
KJ -
Bevor nächste Woche die Messe Essen ansteht und möglicherweise etwas von diesem Sammelgebiet den Weg in meine bescheidene Kollektion findet, noch schnell die Ergebnisse meiner aktuellen Briefkastenleerung :D.
Zunächst ein nicht gelaufener Sammlerumschlag mit einigen Hindenburg - Dauermarken und einem Doppelstück der Reichenberg 12.
Aber es klebt auch eine 50 h Fügner mit Zierfeld (Mi.Nr. 134 Zf w) auf dem Umschlag, in bester Erhaltung.
Da von dieser Marke nur 200 Stück in Reichenberg überdruckt wurden, kann es rechnerisch nur etwa 16 Zierfeldmarken geben.Gruß
KJ -
Und hier noch der Bruder des ersten Umschlages, diesmal außer den obligatorischen Hindenburgern mit einer Reichenberg 12 und 23 beklebt.
Dazu eine 1 Krone Fügner mit Zierfeld (Mi.Nr. 135 Zf w).Diese Marke ist aber viel häufiger überdruckt worden......ganze 250 Stück wurden produziert. Rechnerisch kann es etwa 20 Zierfeldmarken geben.
Gruß
KJ -
Einen habe ich noch, einen Zwischenstegstreifen mit der Pilsenmarke (Mi.Nr. 137 WZ) aus Reichenberg.
Diese Streifen wurden in Maffersdorf und Reichenberg überdruckt, mir kommt es aber so vor, als wenn die Reichenberger Variante seltener auftaucht.
Auflage nach der Spezialliteratur 200 Stegpaare.Gruß
KJ -
@ KJ
Wunderschöne Mischfrankaturen hast du dir da geangelt. Meinen Glückwunsch! Zierfelder bei Reichenbergmarken sind selten, aber eine kleine Berichtigung hätte ich:
Je Hunderter-Bogen gab es 12 Zierfelder. Bei einer Auflage von nur 200 Stück
wären rechnerisch 24 Marken mit ZF möglich. Ob nun 16 oder 24 Stück mit ZF
exisiterten, ist eher sekundär. Die Marken sind alle mal selten! Und wer weiss schon wieviele davon überhaupt noch existieren!Als Mischfrankatur mit DR-Marken extrem selten und schön anzuschauen.

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Na, dann möchte ich auch ich mal meinen Briefkasten leeren:
Zustellmarken von Reichenberg sind nicht gerade häufig.

Auflage: je 100 Stück.
Zusammenhängende Pärchen bekommt man extrem selten zu Gesicht, aber es gibt sie!

Dann sollte es auch Zustellmarken von Maffersdorf geben.

Auflage: je 50 Stück.
Wer hier Pärchen hat bitte melden!



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Spezial-Sammler können eine Aufdrucktype von Maffersdorf und insgesamt 5 Typen von Reichenberg unterscheiden, wobei die 5. Type durch starke Abnutzungserscheinungen des Stempels entstanden ist. Diese Erkenntnis deckt sich auch mit dem Handbuch von Dr. Hörr, in dem von 4 Reichenberger Stempel berichtet wird.
Die Aufdrucktypen 2-5 lassen sich leicht Reichenberg zuordnen. Problematisch ist die Aufdrucktype 1, da diese der Maffersdorfer Type sehr ähnlich ist.
Nachfolgend eine Rarität, die jüngst unser Wiener Sammlerfreund ergattern konnte:
Ein ungebrauchter Trauerblock MiNr. 3 von Reichenberg-Maffersdorf mit dieser Aufdrucktype 1.
Auflage: St. 40 in Reichenberg
Auflage: St. 20 in MaffersdorfDa die meisten Blöcke aufgebraucht (mit Tagesstempel versehen) wurden, sind ungebrauchte Blöcke bereits eine große Seltenheit. Wie Verbandsprüfer Herr Brunel aktuell bestätigte, handelt es sich bei diesem Block um den Maffersdorfer Aufdruck. Es braucht nicht erwähnt werden, dass es sich um den bisher einzigen ungestempelten Block mit Maffersdorfer Aufdruck handelt, den ich bisher gesehen habe.
Fragt sich nur, wer so etwas überhaupt veräußert?
Dafür gibt es nur eine Antwort: der Veräußerer wusste nicht, was er in Händen hatte!
Unser Wiener Sammlerfreund kann sich freuen.
Glückwunsch zu so einem tollen Stück, das sicherlich einen Ehrenplatz in seiner Sammlung verdient.

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Weiter geht es mit Raritäten unseres Wiener Sammlerfreundes:
Heute die seltene Maffersdorf MiNr. 16. In Maffersdorf wurden nur 20 Stück überdruckt! Es gibt zwei Farbvarianten:
a. rötlichbraun
b. dunkelbraunHier die Farbe a. = rötlichbraun.
Bei dieser geringen Auflage sind postfrische Stücke extrem selten. Dies dürfte ein Unikat sein. Der Michel kennt die postfrische Erhaltung bisher nicht.
So etwas nennt man wahre Werte! (siehe auch den Beitrag "Wa(h)re Werte!" im "allgemeinen Forum - Cafe" vom 14.5.2010.

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In der neuesten DBZ ist eine Anzeige der Hadersbeck Auktionen mit einer interessanten Abbildung:
Viererblock von der Seite der Rumburg Michel-Nr. 14 I mit Hakenkreuz-Aufdruck und "Wir sind frei", darunter 1 seitenverkehrtes Hakenkreuz, Auflage angeblich nur 10 Stück!Gruß kartenhai
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Die Fehldrucke mit dem verkehrtem Hakenkreuz auf Feld 91 der überdruckten Bogen der Landschaftsausgabe von Rumburg zählen zu den größten Raritäten der Rumburger Ausgabe.
Sie entstanden durch eine bewußte Manipulation der Überdruckplatten durch einen der mit dem Überdruck beauftragten Drucker. Es wurden aber nur etwa 40 Bogen in der Form überdruckt, daß auf dem Feld 91 das ausgetauschte verkehrte Hakenkreuz mitgedruckt wurde.
Diese Zahl verteilt sich vermutlich auf die Werte zu 1,20 Kr., 2 Kr., 2,50 Kr., 3 Kr. und 3,50 Kr..
Hierbei ist zu bedenken, daß die beiden Wertstufen 1,20 Kr. und 3,50 Kr. lediglich in 3 - 5 Exemplaren existieren sollen.Ob das angebotene Stück in einer Zahl von 10 Exemplaren jemals existierte oder mehr / weniger kann ich nicht bestätigen.
Jedenfalls handelt es sich um eine Großrarität, zumal die Stücke regelmäßig in Kombination mit der Plattennummer auftreten, die bekanntlich links neben Feld 91 aufgebracht wurde. Das erhöht natürlich noch die Attraktivität der optischen Präsentation.
Auf das Ergebnis der Auktion darf man gespannt sein.
Gruß
KJNB: Wenn mich nicht alles täuscht, befindet sich in der Supersammlung unseres Experten sudetenphilatelie auch ein oder mehrere Exemplare dieses Fehldrucks. Vielleicht sehen wir hier ein solches Stück zur Illustration ?
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