ZitatOriginal von Max und Moritz
KJ,
und welche Uhrzeit?Das ist der interessante Fakt.
Oh, T`schulligung, wie dumm von mir.
Beide Karten wurden um 23 Uhr nachts gestempelt.
Gruß
KJ
ZitatOriginal von Max und Moritz
KJ,
und welche Uhrzeit?Das ist der interessante Fakt.
Oh, T`schulligung, wie dumm von mir.
Beide Karten wurden um 23 Uhr nachts gestempelt.
Gruß
KJ
Hallo Max und Moritz
glaube nicht, daß sich Dr. Hörr verrechnet hat. Postamt Asch wurde ja erst gegen 22,30 Uhr von der SdP übernommen. Laut Geschichte wurden erst Überlegungen zu Markenaugaben angestellt. Tschechische Marken gesammelt etc. Druck erteilt, das kostete Zeit. Marken konnten frühestens am 22. überdruckt werden. So sehe ich das.Habe noch nie Bedarfsbriefe vor dem 23.Sept. gesehen.
Grüße
ZitatAlles anzeigenOriginal von Max und Moritz
Zu meinem Reichenberger Kopfsteher muß ich noch einiges zufügen.Richtig ist jedenfalls, daß er aus der Anfangsphase stammt (leicht erkennbar am violetten Überdruck).
Nach Diskussion mit Herrn Brunel sind noch folgende Wege denkbar:
-Ablösung vom Briefstück (wofür das fehlende Gummi sprechen würde)
- In der Anfangsphase (lt. Hörr am ersten Tag) wurden Marken mit dem Gummistempel entwertet. Also galt am ersten Tag der Überdruckstempel als Entwertungsstempel (Vermutlich, weil der normale Tagesstempel zur Aptierung weggegeben worden war).
Über weitere Diskussionsbeiträge freue ich mich...
Dann möchte auch ich noch meinen Senf dazugeben:
Zuerst bin ich doch sehr erstaunt, dass ein Postfrisch-Freak "es ohne Gummi macht".
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MuM mag wohl keine halbe Sachen, wenn schon dann ganz ohne
oder muss nur das richtige Stück kommen und jeder wird vom Fieber der Schatzsuche infiziert?
Jedenfalls sind fundierte Kenntnisse des Sammelgebiets dazu erforderlich, um echte Marken von falschen auszusortieren und um solche Besonderheiten zu erkennen! Gratuliere, MuM, nicht nur zu deinen Fachkenntnissen sondern auch zu diesem U n i k a t !
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Zur Historie:
In Reichenberg gab es einen "großen Reichenberg-Sonderstempel" und einen "kleinen Befreiungsstempel". Beide Stempelarten wurden speziell angefertigt und lagen am 8. Okt. (als die ersten Überdruckmarken verausgabt wurden) noch nicht vor. Die Stempel wurden nicht "aptiert". Aber Herr Brunel liegt vollkommen richtig mit seiner Vermutung, denn bis die neuen Stempel im Einsatz waren (im Laufe des 9. Okt.), wurde der Überdruckstempel auch als Entwertungsstempel angesehen. Der violette Überdruck spricht für diese frühe Verwendung. Nur schade, dass diese Marke vom Beleg abgelöst wurde (wohl Unwissenheit des Sammlers), so bleibt es leider nur eine Vermutung. Diese Marke auf gelaufenem Beleg wäre der "Oberhammer" gewesen.
Dies ist noch ein Beweis, wie wichtig Fachkenntnisse sind!!!
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Unglaublich, was es in diesem Gebiet noch alles zu entdecken gibt.
Nochmals meinen herzlichen Glückwunsch!
Das Reichenberger Dreieck war nicht ganz alleine. Die rote Marke mit richtig stehendem Aufdruck füge ich hier als Anhang bei. Sie ist in Variante A (der Kopfsteher ist eine B). Sie zeigt den späteren grauschwarzen Aufdruck. Diese Marke hat noch Gummierung, aber einen Falz.
ZitatFrage doch den Anbieter einmal, wer diese Marke "geprüft" haben soll, würde mich interessieren
KJ, bedenke, daß in früheren Zeiten auch Erinnerungsüberdrucke signiert wurden. Zwar mit Zusatz, der auf den Erinnerungsüberdruck hinweist, aber halt signiert.
Wenn der Anbieter schreibt, daß die Marke "signiert" sei, wird daß zwar wohl keine Lüge sein, aber bewußte Irreführung.
Der Anbieter weiß ganz genau, daß es sich nicht um eine Michelgelistete Marke handelt und wartet auf Bieter, die das Gebiet erst für sich neu entdecken. Da wird viel Schaden angerichtet.
Gerhard,
könntest du bitte deinen kleinen Anfängerbestand nach Ersttagsstempeln von Asch durchforsten und hier die entsprechenden Uhrzeiten angeben? Bitte gebe auch an, ob es sich um Briefstücke oder - ggf. gelaufene - Belege handelt.
Es ist schön, daß Jimphil hier Fragen aufwirft und wir diese gemeinsam angehen können.
Gerhard,
mit meiner "Aptierung" lag ich wohl falsch... ![]()
Ich habe zwar keine, habe aber trozdem schon RM-Marken mit "normalen" Tagesstempel gesehen. Ob diese echt sind, entzieht sich meiner Kenntnis. Gibt es echte Marken, die man hier zeigen kann?
ZitatOriginal von Max und Moritz
.....könntest du bitte deinen kleinen Anfängerbestand nach Ersttagsstempeln von Asch durchforsten und hier die entsprechenden Uhrzeiten angeben?
Sicherlich nicht repräsentativ und auch nicht speziell nach Tagesstempeln zusammengetragen, aber bitte hier die Auswertung.
Asch 3 e 21.IX.- 12 Briefstück (EST)
Asch 3 e 30.IX.- 23 Karten und Briefstücke (dieser Stempel kommt bei mir am häufigsten vor.
Asch 3 e 3.X.- 12 Karte
Asch 3 e 3.X.- 16 Briefstück
Asch 4 a 30.IX.- 24 Briefstück
Asch 4 b 21.IX.-12 Briefstück (EST)
Asch 4 b 30.IX.-12 Briefstück
Asch CP 30.IX. ohne Uhrzeit Brief
Asch CP 3.X. ohne Uhrzeit Einschreiben gelaufen
Kann natürlich Zufall sein, dass der Stempel 3 e in meiner Sammlung überproportional vorkommt. CP habe ich auch schon öffers gesehen, aber 4a und 4b kommen nicht so oft vor.
Die Überlegungen von Jimphil haben schon eine gewisse Logik.
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ZitatOriginal von Max und Moritz
.....habe aber trozdem schon RM-Marken mit "normalen" Tagesstempel gesehen.
Ja solche habe ich auch schon gesehen, aber alle mit Datum nach der Frankaturgültigkeit.
Du musst dich einmal in die seinerzeitige Situation versetzen. Alle waren happy, da tanzte auf den Straßen der Bär. Wer wollte da schon einen normalen Tagesstempel (selbst wenn es diesen in den ersten Tagen schon gegeben hätte)? Wer Überdruckmarken verwendete, der wollte auch das besondere Ereignis dokumentiert haben. So etwas erlebt man nicht alle Tage.
Also haben wir bislang nur Briefstücke vom Ersttag. Mit merkwürdiger Häufung der Uhrzeiten 12 und 23. Auch 24 kommt vor.
Gibt es weitere Meldungen?
ZitatOriginal von Max und Moritz
KJ, bedenke, daß in früheren Zeiten auch Erinnerungsüberdrucke signiert wurden. Zwar mit Zusatz, der auf den Erinnerungsüberdruck hinweist, aber halt signiert.
Wenn der Anbieter schreibt, daß die Marke "signiert" sei, wird daß zwar wohl keine Lüge sein, aber bewußte Irreführung.
Der Anbieter weiß ganz genau, daß es sich nicht um eine Michelgelistete Marke handelt und wartet auf Bieter, die das Gebiet erst für sich neu entdecken. Da wird viel Schaden angerichtet.
Das ist genau der Grund, weshalb ich gerne wissen würde, wer die Marke geprüft haben soll. In meiner Sammlung findet sich auch ein Brief mit privaten Erinnerungsüberdrucken, geprüft von Herrn Mahr BPP.
Wer weiss, warum der Verkäufer hier nicht mit offenen Karten spielt
.
Der angedeutete Schaden wird sicher nicht gering sein X(.
Gruß
KJ
In der aktuellen Verbandszeitschrift "philatelie" des BDPh ist ein sehr beachtlicher Artikel von Herrn Gerd H. Hövelmann erschienen.
Für alle, die die "philatelie" nicht kenne oder keinen Zugriff auf diese haben, nachfolgend der Artikel. Er ist vortrefflich recherchiert und verschafft in aller Kürze einen guten Überblick über dieses spannende Sammelgebiet, welches meines Erachtens erst am Anfang steht. Dieser Trend wird noch über viele Jahre anhalten, den was 70 Jahre vernachlässigt wurde, lässt sich nicht innerhalb kurzer Zeit aufholen.
Gratulation, Herr Hövelmann, zu diesem gelungen Beitrag!
Habe eben die Zeit gefunden, den Artikel zu studieren.
Er bleibt leider sehr an der Oberfläche und fokussiert allein auf die in der Tat beachtliche Wertentwicklung.
Die Leser dieses Threads wird das wohl nicht sonderlich überraschen
.
Aber es ist auch nicht alles so ganz richtig dargestellt.
Auf die Schnelle fiel mir die Rumburg 23 I auf, also eine der seltensten Marken für den Rumburger Zipfel mit dem Plattenfehler "geneigtes Hakenkreuz".
Bei einem dann korrekten Katalogwert von 5000 EUR nimmt sich ein Zuschlag von 2000 EUR immer noich stattlich aus, aber eben nicht ganz so sensationell wie im Artikel dargestellt.
Ansonsten ist diese Berichterstattung natürlich dazu geeignet, wieder mehr Interessierte für dieses Gebiet zu finden,leider auch Spekulanten.....
Gruß
KJ
@ KJ
Also ich finde den Beitrag von Herrn Hövelmann sehr gut gelungen. Es ist gar nicht so einfach einen guten Überblick über dieses top-aktuelle Gebiet auf so wenig Platz darzustellen. Manche schreiben ganze Bücher, denen gelingt dies nicht so gut. ![]()
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Dass natürlich in dieser Kürze nicht auf alle Feinheiten eingegangen werden kann, versteht sich von selbst. Es sind natürlich noch weitere Besonderheiten unerwähnt (und die Leser dieses Threads werden diese auch erkannt haben). Das tut dem Artikel meines Erachtens keinen Abbruch, denn dieser wurde für die breiten Sammlerkreise geschrieben und weniger für Spezialisten, die sich in diesem Thread tummeln.
Beachtlich ist aber, dass die Berichterstattung über Markt-Perspektive (und dies wurde in diesem Thread immer wieder moniert) und Marktlage zwingend zu einzelnen Sammelgebieten dazu gehört. Meinetwegen nicht zu allen Gebieten - aber jedenfalls zum Sudetenland. Nur so ist erklärbar und für Einsteiger nachvollziehbar, dass es diese seltenen Marken nicht zu 10 - 15% vom Michelwert gibt. Die Relationen anderer Gebiete lassen sich (solange diese starke Nachfrage anhält) nicht auf das Sudetenland übertragen. Selbst ein Zuschlag mit 100% Michel kann bei geringen Auflagen nächstes Jahr schon ein Schnäppchen sein.
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Doch nun zur aktuellen Marktlage:
Das Auktionshaus Rauhut hatte sich bisher nicht mit Sudeten-Marken besonders hervorgetan. Aber auch bei diesem Auktionshaus wurden am 28.8. beachtliche Zuschläge erzielt. Fast alle Lose gingen weg. Insbesondere für Blöcke und Portomarken musste tief in die Taschen gegriffen werden. Einige Beispiele:
Karlsbad Portomarke 39: Ausruf 270,-- Zuschlag 480,--
Karlsbad Block 1: Ausruf 1.000,-- Zuschlag 1.500,--
Karlsbad Block 2: Ausruf 1.400,-- Zuschlag 2.700,--
Karlsbad Block 3: Ausruf 1.200,-- Zuschlag 2.300,--
Reichenberg Portomarke 74: Ausruf 400,-- Zuschlag 720,--
Reichenberg Portomarke 75: Ausruf 450,-- Zuschlag 820,--
Reichenberg Block 3: Ausruf 1.000,-- Zuschlag 1.600,--
Maffersdorf Block 3 DD: Ausruf 1.800,-- Zuschlag 2,500,--
Natürlich kommen zu den Zuschlägen jeweils die Nebenkosten mit ca. 28% noch oben drauf. ![]()
Das war´s aber auch schon für den Auktionsherbst. Nur noch Edgar Mohrmann hat in seiner 203. Auktion vom 16.-18.9. noch Sudeten-Raritäten in erwähnenswerter Stückzahl im Angebot. Ansonsten schein der Markt mit Top-Raritäten leergefegt zu sein.
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Nach soviel Theorie und Marktberichten möchte ich heute wieder einmal etwas Praktisches vorzeigen.
Für diese schöne Marke hat man mir freundlicherweise den Zuschlag erteilt.
Es handelt sich um eine Rumburg Mi.Nr. 35 I, also mit dem Plattenfehler "nach links geneigtes Hakenkreuz".
Nach meiner Beobachtung sind gestempelte Marken des Rumburger Zipfels seltener als postfrische Werte. Dazu tragen dann die meisten gestempelten Werte die bekannten Befreiungsstempel. Ortstagesstempel kommen seltener vor. Hier eine Entwertung aus Warnsdorf vom 08.10.1938.
Die Marke ist tiefst geprüft Brunel BPP.
Gruß
KJ
Was haltet ihr von der Rumburg 1 und 7? Stempel finde ich irgendwie komisch. Die beiden haben mich aber auch nur 2€ gekostet. AUfdruck recht dich, daher würde ich auf Typ IV tippen. Überdruck an sich halte ich für orginal, wenn ich es mit anderen vergleiche.
Grüße
ZitatOriginal von Ron Alexander
Was haltet ihr von der Rumburg 1 und 7? Stempel finde ich irgendwie komisch. Die beiden haben mich aber auch nur 2€ gekostet. AUfdruck recht dich, daher würde ich auf Typ IV tippen. Überdruck an sich halte ich für orginal, wenn ich es mit anderen vergleiche.Grüße
Das sind m.E. Fälschungen von Aufdruck und Stempel.
Rumburg kann es nicht sein, der Aufdruck ist zu fett.
Es sieht ansatzweise nach Mährisch - Ostrau aus, aber die dortigen Aufdrucke sind sehr sauber im Buchdruck ausgeführt.
Wenn Du 2 EUR bezahlt hast, macht es Dich nicht arm, nur um eine Erfahrung reicher...
Gruß
KJ
ZitatOriginal von Kontrollratjunkie
Es handelt sich um eine Rumburg Mi.Nr. 35 I, also mit dem Plattenfehler "nach links geneigtes Hakenkreuz".
Ortstagesstempel kommen seltener vor. Hier eine Entwertung aus Warnsdorf vom 08.10.1938.
Gruß
KJ
Ein sehr schönes Briefstück mit diesem seltenen Exemplar. Gratuliere, KJ.
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ZitatOriginal von Ron Alexander
Was haltet ihr von der Rumburg 1 und 7? Stempel finde ich irgendwie komisch. Die beiden haben mich aber auch nur 2€ gekostet. AUfdruck recht dich, daher würde ich auf Typ IV tippen. Überdruck an sich halte ich für orginal, wenn ich es mit anderen vergleiche.Grüße
Wie KJ bereits prognostiziert hat, leider Fälschungen: ![]()
Der Tagesstempel sollte wohl den Sonderstempel von Maffersdorf imitieren.
Für den Aufdruck ist das HK viel zu groß und erinnert am ehesten an Mährisch-Ostrau, aber auch dies kann nicht sein, wie KJ bereits bemerkte.
Hehe, danke, ab ins Fälschungsalbum ![]()