hallo bayern_klassich,
ich sags doch - gerade mal 2 richtige - also werde ich wohl weiterüben müssen!
Gruß carolinus
hallo bayern_klassich,
ich sags doch - gerade mal 2 richtige - also werde ich wohl weiterüben müssen!
Gruß carolinus
Carolinus - Nihil est desperandum!
Nicht aufgeben, du schaffst das schon. Und 2 sind besser als nichts!
Langsam verzweifele ich doch schon!
Manchmal denke ich:
Nihil scire est vita iucundissima.
Viele Grüße
carolinus
Carolinus, o hunc fortunatum!
Das wird noch was. In einem Jahr werde ich dich fragen müssen, so wirds noch kommen ...
Liebe Grüsse von einem, der auch nicht vom Himmel gefallen ist...
@ carolinus: Nicht verzweifeln, ich hatte bloß eine davon richtig ![]()
@ bayern klassisch: Herzlichen Dank für die ausführliche Analyse. Leider ist der Zustand des Briefes rund um die erste Marke nicht so besonders...
Dann begebe ich mich mal auf die Suche ob ich bei mir auch noch eine Platte II finde. ![]()
Viele Grüße,
Andreas
Hallo,
Dank für die Einschätzungen.....
@carolinus
Nicht verzweifeln, bei mir hast Du doch richtig gelegen !
Bin die Beispiele hier nochmal durchgegangen, meine vermeintliche Pl4 erkenne ich nun auch als 5, nur mit den vermeintl. 3ern habe ich noch ein Problem:
Hier habe ich zwischen 2u. 3 geschwankt - und dachte, dass Stempeldatum vom Mai 1855 würde mir die Entscheidung abnehmen, da mit Platte 3 ab Dez. 54 gedruckt wurde. Würzburg hatte doch sicher ein hohes Postaufkommen, so dass ich dort keine großen Restbestände vermutet hätte...
Die zweite Marke hat mit der auf Brief mehr Ähnlichkeit, als mit der ersten - so bin ich zu zwei Mal Pl 3 gekommen.
Wenn jemand die Muse hat, mir zu erklären, ab wann mein Gerüst wackelt....
Die Daten des Drucks, korrekter der Verwendung, sind relativ eindeutig, da es ja Tausende von Briefen der Nr. 2 gibt (und Millionen gab).
Du versuchst schon ganz clever von diesen Daten und der Grösse der Expedition auf die jeweilige Platte zu schliessen. Das ist aber eine kleine Kunst.
Wenn man wie du logisch denkt, könnte man meinen, dass die Ämter und Expeditionen mit hohem Markenverbrauch auch immer diejenigen waren, denen das neueste Markenmaterial zur Verfügung stand.
Dies lässt sich aber so nicht immer belegen.
Massgeblich für die Zuteilung war das jeweilige vorgesetzte Bezirksamt, bis 1851 war es die Hauptkasse am Sitz der Oberpostämter. Dieses Bezirksamt bestellte in München die Bogentaschen und gab sie nach Bedarf aus.
Grosse Ämter hatten einen hohen Bedarf, so dass die jeweiligen Bezirksämter auch grosse Mengen vorrätig hielten.
Stell dir vor, du hättest als Bezirksamt von der 3 Kr. blau nur noch wenige Bögen vorrätig. Dann laufen zu allem Unglück auch noch von mehreren Expeditionen Anforderungszettel über 3 Kr. Marken bei dir ein. Zum Glück kommt aber bald Nachschub aus München, und du teilst die neuen Marken sofort unter den Expeditionen auf. Nächsten Monat das gleiche Spiel. Die neuen Bogentaschen legt man auf die alten und verteilt von oben nach unten, wie auch sonst.
Daher kann ein Amt schon einmal eine Platte 2 und eine Platte 4 im Jahr 1856 gleichzeitig am Schalter führen, die mittlere Platte 3 aber schon abverkauft haben.
Beispiel: Die Platte 1 wurde bis Anfang 1851 aufgebraucht. Ab 1852/53 werden diese Marken sehr selten. Augsburg, statistisch das drittgrösste Amt Bayerns, hatte noch 1857 (!!!) Bögen dieser ersten Platte zur Verfügung. Diese Marken wurden dann logischerweise mit dem offenen 28 entwertet. Es gibt heute noch etliche davon. Würde man das gerade von Augsburg annehmen? Wohl eher nicht.
Auch wenn man diese Zusammenhänge kennt, ist es nicht einfach, Erklärungen für die Fakten zu finden. Es macht aber viel Freude, etwas Licht in das bayerische Dunkel zu bringen. So richtig hell wird es wohl aber nie ganz werden.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Hallo rabege.
Noch einmal zu deinem Plattenfehler. Ich habe dir mal die Stellen markiert.
Im Sem ist dies der Plattenfehler PF 1 und wie schon @bayern klassisch gesagt hat, mit 10€ notiert.
J. Vogel geht sogar noch etwas weiter. Er beschreibt diesen Plattenfehler der doppelten Raute im unteren linken Wertziffernquadrat, auch mit einer Verdickung der Rahmenlinie über dem linken oberen Wertziffernquadrat. Dies kann man bei deiner Marke sehr gut erkennen. Bei J. Vogel wird sogar 35€ im Katalog aufgeführt.
Viele Grüße
dreiKreuzer
Hallo zusammen,
habe doch gewußt, daß da schon mal etwas mit der Platte 4 war.
Also zweimal Platte 4, beide Briefe aus Augsburg. Ersterer vom Mai 1860, der zweite Brief vom April 1858. Beide habe ich nun nebeneinandergestellt.
Für mich große Unterschiede in Farbe und "Rahmendesign"!
Die Marke von 1860 (links) müßte ja nun der schlechtere (spätere) Druck sein (?), oder war es ein "Liegenbleiber" (besserer Druck)?
Grüße von wissbegierig
Hallo wissbegierig,
da hast du absolut Recht - die drucktechnische Qualität des Marke des Briefes aus 1860 ist eindeutig besser (klarer und sauberer) als diejenige von 1858.
Das kann u. a. damit zusammenhängen, dass die Drucke am Ende der Erstauflage nicht mehr so sauber waren wie die Frühdrucke einer späteren Auflage, nachdem man die Platte gereinigt hatte.
Es kann aber auch, wie du schon vermutest, ein Liegenbleiber gewesen sein.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Weil es hier gut reinpasst hätte ich auch eine Frage zu der Platte der abgebildeten Marke:
Meiner Meinung nach könnte es sich um die bei J.Vogel in seinem Plattenfehlerkatalog beschriebene neue 5. Platte handeln. Dafür spricht zumindest die schwarzblaue Farbe, die präzise Zeichnung der Ornamente und die kaum vorhandene Eindellung des rechten unteren Wertziffernquadrats.
Wer würde mir zustimmen?
Für mich ist das eine 3. Platte - was sollte dagegen sprechen?
Grüsse von bayern klassisch
Hallo ahli47.
Ich sehe auch eine Platte 3. Für mich war sofort die Farbe ausschlaggebend.
Die Delle unten rechts ist für mich gut zu erkennen. Das die Ornamente gut zu erkennen sind, kommt bei der Platte 3 auch vor. Es wurde bei deiner Marke mal nicht so viel Farbe aufgetragen. Obwohl die meisten Marken der Platte drei schon sehr farbintensiv sind.
Viele Grüße
dreiKreuzer
Dann wars wohl nix. Trotzdem danke für die Antworten.
sind Plattenmischfrankaturen, leider hier nur auf einem Briefstück ...
Links die Platte 3, rechts die Platte 4.
Hallo @Bayern klassisch.
Man, für eine Platte 4 ist die Farbe aber ganz schön kräftig. Von der Farbe geht die Tendenz ja zu einer Platte 3. Aber das Druckbild ist zu gut und der Fleck unter dem "B" von Bayern, ist auch sehr schwach. Da hat wohl einer Bögen gehortet. ![]()
Viele Grüße
dreiKreuzer
Hallo 3Kr.,
es gibt einige Briefe und Briefstücke mit "Mischfrankaturen", die hier gezeigte ist aber zeitlich recht nah beieinander.
Ich kenne auch Platte 2 und Platte 3, auch bekannt Platte 4 und 5.
Gesucht wäre noch Platte 1 mit Platte 2 folgende, bzw. das Überspringen einer Ausgabe, also Platte 3 und 5 oder Platte 2 und 4. Da wird es schon sehr eng.
Vielleicht schauen die Forumsteilnehmer mal nach, ob jemand solch ein Stück hat oder kennt. Theoretisch war alles möglich.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Hallo Experten,
vom gestrigen Tauschtag habe ich mir zwei Bayern mitgebracht.
Ich und Altbayern...........
:D.
Und Ihr habt Schuld. So viele echt spannende Beiträge über diese Marken musste ich nun schon lesen. Nun habt Ihr den Salat und ich bitte wieder um Eure Einschätzung.
Dazu noch eine ergänzende Frage: Was ist denn an Literatur zu den Mühlradstempeln empfehlenswert ? Wenn es geht mit Bewertung....
Danke Für Eure Hilfe sagt der (vielleicht) infizierte Kontrollratjun
Guten Abend!
Für mich sieht das nach einer 2 II Platte 2 aus, mit einem sehr schönen gMR-Stempel der ersten Verteilung aus Würzburg (+2€).
Die zweite Marke müsste eine 4 II Platte 1 sein, der Mühlradstempel 18 gehört vermutlich zu Augsburg. Meiner Meinung nach der Stempeltyp d mit weitem Ziffernabstand und spitzwinkliger Fahne der "1".
An Literatur ist denke ich für die Mühlradstempel der Bayern Spezialkatalog Band 1 von Peter Sem die erste Anlaufstelle.
viele Grüße,
Andreas
Willkommen im Club!
100% Zustimmung.
Der Kreuzerband von Sem ist das beste, was es zu diesen Stempeln gibt.
Man darf aber nicht alles sklavisch dort glauben, was die Preise angeht.
Dort werden die allermeisten Angaben realistisch sein, aber es gibt drastische Ausreisser nach oben wie unten. Die Erfahrung bringt auch hier Klarheit.
Liebe Grüsse von bayern klassisch