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Bayern 3 Kreuzer blau, welcher Typ?

  • jojo30
  • 30. Juli 2007 um 11:10
  • mikrokern
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    • 19. April 2009 um 17:46
    • #1.441

    Hallo Bayern-Kreuzer,

    nein, nervt überhaupt nicht. Genau das ist der richtige thread, um so etwas zu diskutieren! :)
    Zu Deinem Neuerwerb mit dem gMR 87: ist für mich halt auch eine (druckübersättigte) Platte 3, in typisch dunkelblauer Farbe, mit fehlender Raute links unten, gedruckt gegen Ende der Pl. 3-Zeit (1857).
    Deine Marke ist den von mir letztens eingestellten (gMR 510 und 373, vorhergehende Seite dieses threads) sehr ähnlich, und auch diese sind für mich Platte 3.

    Gruss

    µkern

  • Luitpold
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    • 19. April 2009 um 19:28
    • #1.442

    Hallo mikrokern,

    bei dem 2. Bild - Vergleich handelt es sich um die von bayern klassisch als frühe Pl. 5 bezeichnete Marke, die auf Brief von 1857 klebt (siehe weiter hinten im Thread). Ich fand jetzt eine im Jahr 1861 verwendete Pl. 5 (typische Farbe) mit dem gleichen Druckbild.

    Schaut Euch doch bitte mal die Innenlinien an und vergleicht diese mit der Pl. 3. Da gebe ich Dir recht, aber wir wissen ja nichts ?(

    Hallo Bayern-Kreuzer,

    ich vermute eben auch Pl. 4, weshalb ich eine daneben gestellt habe - Vergleich 1.

    Im übrigen, bei der hier linken Marke (Dez. 1856) beachtet bitte links unten die verwischte blaue Farbe. Der Farbauftrag ist sehr kräftig, vielleicht des guten zuviel? Aber das Druckbild bleibt bis zur hellmilchigblauen Farbe identisch. Ob jetzt ausgefüllte Ecken oder nicht. Wurde eventuell von einem Stahlklischee, das das Druckbild der Pl. 3 zeigt die Druck-Stöckel für die Platte 5 verwendet?

    Luitpold


    PS - Das Drucken 3 Kr. blau war nicht einfach!

    Im IBRA 1999 Katalog (S. 94-95) ist z.B. folgendes zum Neudruck der blauen 3-Kreuzer-Marke vom Original-Druckstöckel zu lesen. Bei der 2. Platte wurde die Ornamentik in der großen Ziffer 3 auf 2 unterschiedlichen Druckebenen graviert. Dadurch ergaben sich beim Druck in der großen Ziffer 3 weiße Fehlstellen. Das soll u.a. durch erhöhten Pressdruck augegleichen worden sein, was letztlich zu der in der Literatur beschriebenen “Bayern-Brüchigkeit” der bayrischen Marken führte. Gerade an der Trennungslinie kommt das häufig vor. Aber wie ich meine, auch an mancher “ausgequetschter” blauen Linie zu erkennen.

    Ergänzung Bild 2 - Pl. 5 - Schaut mal die Linie links und oberes linkes Kästchen an.

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    Einmal editiert, zuletzt von Luitpold (19. April 2009 um 19:45)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 19. April 2009 um 19:54
    • #1.443

    Lieber Luitpold,

    die mit dem gM 189 zeigt ja auch den Plattenfehler im linken oberen Wertkästchen, der m. W. nur bei Platte 5 (und der Nr. 9) nachgewiesen wurde. So ganz daneben mit der 5. Platte liege ich damit wohl doch nicht ...

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Luitpold
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    • 20. April 2009 um 08:17
    • #1.444

    Hallo Bayern Klassisch,

    schön wäre es, wenn wir festhalten könnten:

    1. Das Druckbild der Pl. 3 + farbübersättigter Pl. 4 und der hier gezeigten frühen Pl. 5 (also die von Dir so klassizifierte) ist identisch.

    2. Die Pl. 4 (siehe Abb. in SEM-Farb-/Typentafel) ist völlig anders und eigenständig (neu graviert?)

    Stellen sich damit die Fragen:

    - warum wurde die Pl. 4 neu graviert, wenn die Pl. 3-Stöckel noch vorhanden war

    - und noch nicht beantwortet - warum druckt die Pl. 5 am Anfang so ungenügend wie am Ende der Druckzeit?

    OK, ich sag jetzt nichts mehr. Nur noch eine Bemerkung. Außer Vogel (irgendwer hat darauf schon hingewiesen) haben alle Sammler die Platten-Systematik 1-5 treu brav verinnerlicht und nicht mehr hinterfragt.

    Es grüßt Euch
    Luitpold


    PS

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  • mikrokern
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    • 20. April 2009 um 08:50
    • #1.445
    Zitat

    Original von bayern klassisch
    Lieber Luitpold,

    die mit dem gM 189 zeigt ja auch den Plattenfehler im linken oberen Wertkästchen, der m. W. nur bei Platte 5 (und der Nr. 9) nachgewiesen wurde. So ganz daneben mit der 5. Platte liege ich damit wohl doch nicht ...

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Hallo bayern klassisch,

    fully agreed: halte die Marke mit dem gMR 189 auch für eine Platte 5, aber darüber haben wir ja auch nicht "gestritten", oder? ;)

    Gruss

    µkern

  • mikrokern
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    • 20. April 2009 um 08:58
    • #1.446
    Zitat

    Original von Luitpold
    Hallo Bayern Klassisch,

    schön wäre es, wenn wir festhalten könnten:

    1. Das Druckbild der Pl. 3 + farbübersättigter Pl. 4 und der hier gezeigten frühen Pl. 5 (also die von Dir so klassizifierte) ist identisch.

    2. Die Pl. 4 (siehe Abb. in SEM-Farb-/Typentafel) ist völlig anders und eigenständig (neu graviert?)

    Stellen sich damit die Fragen:

    - warum wurde die Pl. 4 neu graviert, wenn die Pl. 3-Stöckel noch vorhanden war

    - und noch nicht beantwortet - warum druckt die Pl. 5 am Anfang so ungenügend wie am Ende der Druckzeit?

    OK, ich sag jetzt nichts mehr. Nur noch eine Bemerkung. Außer Vogel (irgendwer hat darauf schon hingewiesen) haben alle Sammler die Platten-Systematik 1-5 treu brav verinnerlicht und nicht mehr hinterfragt.

    Es grüßt Euch
    Luitpold


    PS

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    Hallo Luitpold,

    zu 1.: würde lieber "sehr ähnlich" als "identisch" sagen ;)
    zu 2.: man geht davon aus, dass die Matrize für die Stöckel jeder neuen Platte ( 2 bis 5) neu angefertigt bzw. nachgraviert wurde, um die Feinheiten auf den finalen Druckstöckeln wieder besser sehen zu können. Dadurch erhielt man bessere Klischees. Natürlich waren die Stöckel der Vorläuferplatte(n) noch da, aber eben abgenutzt und nicht mehr in Lage, optisch ansprechende Druckerzeugnisse zu liefern.

    @Hinterfragung der Platten 2 - 5: Gerade darum gehts doch - ich persönlich halte auch nicht alles, bei dem die linke untere Raute fehlt und das einigermassen spitze Ecken hat, für eine Platte 3...
    Schaut man sich mal das Merkmal der an der unteren Schlinge offenen kleinen 3 im linken oberen Wertkästchen an, so sieht man, dass das ein eigener "Typ" (Platte?) ist, der hinsichtlich Druckzeit zwischen der frühen Platte 2 (geschlossene 3 links oben, abgerundete Ecken) sowie Platte 3 (wieder unversehrte 3 links oben, spitze Ecken) liegt. Darüber hatten wir vor kurzem ja schon diskutiert...

    Gruss

    µkern

  • bayern klassisch
    Gast
    • 20. April 2009 um 09:57
    • #1.447

    Hallo Luitpold,

    Zitat

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    Wie ich schon schrieb, sind meine Unterlagen von 1849 - 1852 bei einem Sammlerfreund 130 km von mir zur Einsichtnahme dort; wenn ich sie zurück bekomme, wann weiß ich nicht, schaue ich gerne nach und scanne den Passus ein. Bis dahin bitte ich um ein wenig Geduld. :)

    Hallo mikrokern,

    vlt. sollten wir den oder alternativ einen Verfechter der 8 Platten - Theorie hier mal zu Wort (und Bild) kommen lassen und sehen, welche fundamentalen Erkenntnisse hieraus unsere tradierte 5 Platten - Theorie erschüttern.

    Bis dato habe ich jedoch im harten Kampf der täglichen Plattierungspraxis dergleichen noch nicht bewundern dürfen; weder hier noch anderswo, was in mir die Vermutung reifen läßt, dass diese 8 Platten - Theorie an der Realität gescheitert sein könnte bzw. einfach nicht umsetzbar ist. Aber ich will nicht präjudizieren, bin völlig offen und selbst im hohen Sammleralter noch unglaublich lernbereit. :)

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Bayern-Nils
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    • 20. April 2009 um 10:08
    • #1.448

    Hallo Freunde

    Ich finde diese Disskusion interessant. Aber ich verstehe eigentlich wenig davon.

    Ich möchte nur eine kleine Frage stellen.

    Wie und wann ist die 5 Platten theorie eingeführt?

    Eine Folgefrage ist: Sind alle Merkmale schon klar, oder gibt es andere Merkmale die man besser kennen sollte?

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • Luitpold
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    • 20. April 2009 um 11:23
    • #1.449

    [quote]Original von mikrokern

    zu 2.: man geht davon aus, dass die Matrize für die Stöckel jeder neuen Platte ( 2 bis 5) neu angefertigt bzw. nachgraviert wurde, quote]

    Vielleicht muss ich ja zum Augenarzt, aber für mich ist die Pl. 4 typisch hell strahlende Marke eine NEUGRAVIERUNG. Die Type 3 kann ja für Pl. 4-5 nachgearbeitet worden sein, dass erscheint angesichts der vielen hier gezeigten Beispiele plausibel zu sein.

    Damit beende ich für mich das Thema, weil nicht so wichtig.

    Hier ein paar Auszüge von älteren Beiträgen, die in diesem Zusammenhang interessant sein können.

    Auf Wiedersehen
    Luitpold

    Zitate:
    @bayern klassisch

    Habe ich zuerst auch gedacht. Die Farbe passt eigentlich nur zur Platte V.
    Aber dann habe ich noch einmal im Handbuch von J.Vogel nach gesehen.
    Dieser definiert eigentlich schon nach 8 Platten( 2 I, 2 IIa-c, 2IIIa-b, 2 IV, 2 V).
    Lt. J.Vogel gibt es eine Platte 2IIIb (Zeitraum 10/1860 - 06/1862), bei dieser gab es eine starke Deckweissbeimischung. Das dazu.
    Jetzt ist wiederum lt. P.Sem für die Platte 2 V die Raute unter der linken unteren "3" deutlich sichtbar vorhanden. Dies ist hier nicht der Fall (zu starker Farbauftrag?).
    Deshalb die Unsicherheit.

    Gruss
    dreiKreuzer

    PS:
    Es ist schon interessant zu beobachten, wie unterschiedlich die Plattenmerkmale im Handbuch von J. Vogel zu den Platten-und Typentafeln von P.Sem sind.

    -----------------------------------------------------------------------------------

    Die Platten der Nr. 2 Bayerns sind nicht hundertprozentig erforscht - sie werden es wohl auch niemals ganz werden.

    Aufgrund der instabilen Struktur der Druckplatten, der einzelnen Stöckel, der Druckmaschinen, der individuellen Bearbeitung der einzelnen Stöckel innerhalb ihrer Platten etc. etc. sollte man, um den geneigten Sammler nicht vollends zu verwirren, bei den 5 angedachten Platten von Sem bleiben. Spezialisten dürfen hier durchaus weiterforschen, werden aber auch nach Publikation ihrer Neuerkenntnisse pekuniär eher den kürzeren ziehen.

    Rein theoretisch müssten die Erkenntnisse während des Druckes der Marken i. v. m. der Verbesserung des Materials dazu geführt haben, dass die Druckzeit und damit die Auflage der späteren Platten an der Obergrenze liegt. Da wundert es doch schon sehr, dass die 2. Platte sehr lang gedruckt wurde (1850 - 1854), was dafür spricht, dass es schon nicht nur eine 2. Platte gibt, sondern mehrere Zusammenstellungen unter der Pl. 2 heute geführt werden.

    Das Korrespondenzaufkommen stieg nur leicht in Richtung der sechziger Jahre.

    Schau dir mal einen die 2. Platte auf einem Brief vom Herbst 1850 und aus dem Jahr 1854 an, und du erkennst, dass da allerhand passiert ist.

    Deine abgebildete Marke müsste nach meiner Farbbestimmung aus 1860 ff datieren, wobei es immer besser ist, einen datierbaren Brief als eine lose Marke zu haben. Aber wenn man viele datierte Briefe hat, kann man auch lose Marken recht genau datieren ...

    Beste Grüsse von bayern klassisch

    ---------------------------------------------------------------------------

    Auch wenn jetzt 2 Threads quer zu lesen sind: Du hast Recht, die rechte 217 ist eine mit ausgefüllten Ecken, also farbübersättigt.
    Man spricht von einer Farbübersättigung, wenn die Struktur der Marke, also primär die Ornamentik, nicht oder fast nicht mehr zu erkennen ist.

    Mir lag mal eine blaue Drei vor, bei der auch die Inschrift BAYERN DREI KREUZER FRANCO nur noch zu erahnen war. Eine mit stark seitlichem Druck stelle ich mal - wenn ich Zeit habe - später hier ein.

    Die übersättigten Stücke stammen oft vom Rand, nur kann man nicht immer beweisen, dass dem so ist.

    Auch wenn Peter Sem prinzipiell mit den farbübersättigten Drucken der 2II Pl. 2 - 5 Recht hat, soll man mir mal eine farbübersättigte Platte 4 auf die schnelle zeigen. Ich glaube, da wird es bei den meisten eng.

    Am farbübersättigtsten waren die 3. Platte und - eher gegen Ende - die 5. Platte.

    Es muss aber nicht zwingend an einem zu hohen Farbauftrag selbst gelegen haben, wenn bei eine Marke dieses Kriterium greift.
    Oft war/ist auch das Papier "schuld" an der mangelhaften optischen Präsentation, da es die Farbe schlecht schluckte. Kam dann noch das eine zum anderen, dann konnten solche Stücke wie von mir oben beschrieben herauskommen, die von einem Nichtbayern für Makulatur gehalten werden könnten.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    2 Mal editiert, zuletzt von Luitpold (20. April 2009 um 11:25)

  • Nacktnasenwombat
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    • 20. April 2009 um 11:48
    • #1.450
    Zitat

    Original von mikrokern

    Hallo Nacktnasenwombat und Bayern-Kreuzer,

    schliesse mich da der Meinung von Bayern-Kreuzer an:
    die überaus detaillierte Zeichnung mit allen Feinheiten, der klare Druck, der fehlende Fleck links oben, und nicht zuletzt die Verwendung in 1858, deuten für mich viel eher auf eine Pl. 4 hin.

    Hallo mikrokern und bayern-kreuzer!

    Ich hatte die Marke vor einiger Zeit schonmal in diesem Thread gezeigt (damals konnte ich die Platten 4 und 5 noch überhaupt nicht auseinanderhalten) und da meinte @bayern klassisch es sei eine frühe Platte 5. (vgl. Seite 7 unten in diesem Thema).
    Die klare detaillierte Zeichnung sieht zwar ziemlich nach einer typischen Platte vier aus. Ich wieß nicht ob eine Platte fünf im Frühstadium der vierten Platte ähnelt. Die Ecken sind für eine Platte vier meiner Meinung nach aber nicht spitz genug. Und von der Farbe her glaube ich auch dass es eine Platte fünf sein kann.

    schöne Grüße,

    Nacktnasenwombat

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  • Bayern-Kreuzer
    Gast
    • 20. April 2009 um 14:57
    • #1.451

    Hallo Bayernfreunde,

    jetzt weiss ich vor all den interessanten Diskussiosbeiträgen in der letzten Zeit über Platten und Plattenmerkmale bei der Mi.Nr. 2 II schon bald nicht mehr, wo oben und unten ist.

    Ich für meinen Teil bleibe bei den 5 Platten. Dabei bin ich froh, wenn es mir in den meisten Fällen gelingt, eine neue 2 II einer bestimmten Platte zuzuordnen. Trotzdem wird es - zumindest bei mir - immer wieder mal Zweifelsfälle geben. Und manchmal wird man auch bei einer losen Marke nicht mit letzter Sicherheit sagen können, um welche Platte es sich nun handelt. Aber damit kann ich leben.

    Zur Abwechlung jetzt nochmal ein hübsches Briefchen mit einem Paar der Platte 5 (wobei es an der Platte 5 auch aufgrund des Datums keine Zweifel geben dürfte).

    Viele Grüße
    bayern-kreuzer

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  • toxc
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    2. September 1966 (59)
    • 20. April 2009 um 20:02
    • #1.452

    Hallo :)

    @Bayern-Kreuzer
    Ist wirklich ein hübscher Brief mit einem schönen farbfrischen Paar.

    Da meine neuen Briefe hier reinpassen kann ich auch mal wieder was herzeigen.

    Erst mal ein schöner Chargé-Brief von 1850, freut mich dass ich den bekommen habe :)

    [Blockierte Grafik: http://www.toxc.de/bm/bf-eggenfelden.jpg]


    Ich denke der zweite Brief passt trotz der Nr.4 dennoch ganz gut in diesen Thread. Gekauft habe ich ihn hauptsächlich wegen der verschiedenen Platten der Nr.2, eine Platte II und eine Platte III nach meiner Einschätzung.
    Warum der Brief mit 12 Kreuzer frankiert ist kann ich mit meinen bescheiden PO-Kenntnissen noch nicht nachvollziehen, der Brief wiegt jedenfalls sicher weniger als 1 Loth (zumindest im jetzigen Zustand).

    [Blockierte Grafik: http://www.toxc.de/bm/bf-feldkirch.jpg]


    Schönen Abend noch :)

    Einmal editiert, zuletzt von toxc (20. April 2009 um 20:04)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 20. April 2009 um 20:17
    • #1.453

    Hallo toxc,

    deine Briefe sind vorzüglich, genau wie der von Bayern-Kreuzer auch. :P Das nenne ich mal Augenweiden.

    Zu deinem oberen: eine herrliche Platte 1 auf einem Brief, der alles hat, was es braucht ... Klasse!

    Der 2. Brief ist bei der Leitung nach Österreich um 3 Kr. überfrankiert.

    Eine Möglichkeit wäre, wenn der Absender ihn über die Schweiz, was schneller gewesen wäre, nach Feldkirch schicken wollte, die 3 Kr. als Schweizer Transitgebühr anzusehen.

    Du solltest mal die Rückseite zeigen, damit man diese These stützen oder widerlegen kann.

    Ich mag aber daran nicht glauben, denn eine Leitung nach und über die Schweiz hätte man auf die Adressseite des Briefes schreiben müssen, was hier nicht passierte, und den Transitbetrag von 3 Kr. über 10 Meilen als Weiterfranko auswerfen müssen.

    Unabhängig davon wirst du nicht viele Briefe in deinem Leben finden, die tatsächlich eine Plattenmischfrankatur zeigen. Dies deutet darauf hin, dass der Absender 9 Kr. verklebt hatte und auf der Post die 2II Platte 3 unten nachgeklebt wurde.

    Nach einem Scan der Rückseite sage ich dir aber mehr dazu. :)

    Liebe Grüsse und in jedem Fall Glückwunsch zu diesen Briefen von bayern klassisch

  • toxc
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    2. September 1966 (59)
    • 20. April 2009 um 22:57
    • #1.454

    Hallo bk :)

    Vielen Dank für die Erklärungen soweit. Freut mich dass die Briefe nicht nur mir gefallen.

    Hier habe ich mal die Rückseite des Briefes eingescannt. Wie es aussieht lief er über Bregenz also an der Schweiz vorbei.
    Könnte es sein dass der Brief eigentlich über die Schweiz hätte laufen sollen und das auch vom Absender bezahlt wurde, aber der entsprechende Vermerk vergessen wurde und der Brief so über Bregenz befördert wurde ?(

    Bin jetzt auf jeden Fall froh dass die Sache nicht ganz so einfach ist, habe nämlich immer wieder die Taxen des Postvereins studiert und bin einfach nicht auf 12 Kreuzer gekommen :)

    Soo und jetzt schnell ins Bett, gute Nacht.

    [Blockierte Grafik: http://www.toxc.de/bm/bf-feldkirch-back.jpg]

  • Bayern-Kreuzer
    Gast
    • 21. April 2009 um 05:37
    • #1.455

    Hallo toxc,

    2 wirklich schöne Briefe, die Du da eingestellt hast. Ich kann mich da bayern-klassisch nur anschließen.

    Bei dem zweiten Brief mit der Farbfrankatur frage ich mich jedoch, ob die 6-Kreuzer-Marke original aufsitzt oder evtl. nachträglich - anstelle einer ursprünglich weiteren 3-Kreuzer-Marke - auf den Brief geklebt wurde.
    Obwohl der Brief vom Scan her in allen Teilen echt erscheint, würde ich ihn mal prüfen lassen. Oder ist er schon geprüft?

    Wenn der Brief echt wäre, dann wäre er wirklich ein tolles Stück - 2 verschiedene Platten und dann noch überfrankiert. (Aber warum sollte, wie bayern-klassich meint, gerade der Postbeamte, der sich ja mit den Tarifen nach Österreich ausgekannt haben müßte, eine weitere 3-Kreuzer-Marke nachgeklebt haben?)

    beste Grüße
    bayern-kreuzer

  • bayern klassisch
    Gast
    • 21. April 2009 um 06:32
    • #1.456

    Hallo,

    durch die Siegelseite wissen wir, dass er nicht über die Schweiz lief, wodurch die 3 hinzugeklebten Kreuzer eine nette Geste an die bayer. Postverwaltung darstellten.

    Es gibt mehrere Briefe von Ludwigshafen in den "Süden", bei denen man großzügig frankierte - in der Regel klebte man 3 Kr. zuviel auf den Brief. Ich kenne sogar Briefe nach dem rechtsrheinischen Bayern, die man in den fünfziger Jahren mit 9 Kr. (!) frankierte, obwohl das in der Markenzeit noch nie eine Portostufe von der Pfalz nach Bayern war.
    Dagegen ist dieser "exotische" Zielort offenbar zuviel gewesen für unseren wein- oder bierseligen Expeditor ... :D, zumal jeder Postort in Österreich von der Pfalz aus über 20 Meilen entfernt lag.

    Der Expeditor hätte, das ist richtig, wissen müssen, dass 9 Kr. für einen einfachen Postvereinsbrief über 20 Meilen reichten. Daher kann man nur spekulieren, warum diese seltene Plattenmischfrankatur zustande kam.

    Ich teile die Bedenken von Bayern-Kreuzer aber nicht und halte das Poststück für in allen Teilen authentisch. Überfrankierte Ludwigshafener sehen halt mal so aus ... ;)

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Bayern-Nils
    Stamm Mitglied
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    29. April 1962 (63)
    • 21. April 2009 um 09:23
    • #1.457

    Hallo toxc

    Traumbriefe :P :P :P

    Hätte ich auch gern in meine Sammlung gehabt.

    Zu dem Schweiz-Brief
    Wenn ich die Stempeln genau anschaue, denke ich dass die farbe von der gleiche Stempelkisse kommt. Sieht auf jeden fall für mich echt aus.

    Dass ein Postbeamter etwas falsch mach ist doch ganz normal. Aktive und passive Fehler. Ich denke oft, dass diese Fehler schlechte Verfälschungen sind. Mit hilfe diese Forum beurteile ich es oft anders. Aber eine Prüfung schadet nicht, ausser der Geldbeütel.

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 22. April 2009 um 13:51
    • #1.458

    Hallo,

    weil ich nicht weiß, ob es hier schon gezeigt worden ist, mal von den Restbeständen der 5. Platte (alle anderen hatten auch keine aufzuweisen) ein VB, der eine nicht häufige Besonderheit aufweist ...

    Man kann gut sehen, dass die Druckqualität eine durchweg gute ist, die Farbe, hier realistisch wieder gegeben, ein leuchtendes Hellblau mit Deckweißbeimischung und bei der linken oberen Marke im Gegensatz zur rechten oberen Marke fast keine Ornamentausfüllung.

    Auch sind die Ecken teils wie bei der 4. Platten nach außen gezogen.

    Der Block gehört mir nicht, aber zum Zeigen taugt er wohl.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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  • Sepp
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    • 26. April 2009 um 21:55
    • #1.459

    Hallo Zusammen,

    nachdem mich die Diskussion über frühe Platte 5, farbübersättigte Platte 4 etc. etwas verwirrt hat, hier zwei Briefe deren Marken ich folgendermaßen einschätzen würde:

    2II4 mit evtl. ausgefüllten Ecken (wohl Geschmackssachen, jedoch farbübersättigt) auf Brief Ansbach-Nürnberg 12.6.1857.
    Kann jemand den Vermerk links über der Marke deuten?
    Das Ornament und die Raute unten links sind wegen der Farbübersättigung nicht/kaum zu sehen. Seht ihr das genauso?


    2II4 auf Brief Regensburg-Arnsdorf 20.11.1857. Auf Grund des Datums muß es Platte4 sein – nicht nach außen gezogenen Ecken sprechen dagegen.


    Ich hoffe ich liege damit richtig.
    Wenn es dazu posthistorisch Interessantes gibt nur zu – ich höre und staune…


    Viele Grüße
    Sepp

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    • 27. April 2009 um 18:36
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    Zitat

    Original von Luitpold

    zu 2.: man geht davon aus, dass die Matrize für die Stöckel jeder neuen Platte ( 2 bis 5) neu angefertigt bzw. nachgraviert wurde, quote]

    Vielleicht muss ich ja zum Augenarzt, aber für mich ist die Pl. 4 typisch hell strahlende Marke eine NEUGRAVIERUNG. Die Type 3 kann ja für Pl. 4-5 nachgearbeitet worden sein, dass erscheint angesichts der vielen hier gezeigten Beispiele plausibel zu sein.

    Damit beende ich für mich das Thema, weil nicht so wichtig.

    Hallo Luitpold und toxc,

    Luitpold: wie kommst Du denn darauf, dass für die 4. Platte eine NEUGRAVUR (im Sinne eines neuen Urstöckels?) erfolgt wäre? Für alle Platten der MiNr 2 wurden Abzüge vom nur einmal gravierten Urstöckel, also die jeweilige Matrize, angefertigt, wovon dann wiederum die Druckstöckel genommen wurden.
    Waren diese von einer Platte (z.B. Pl. 3) optisch nicht mehr den Anforderungen entsprechend, so wurde eine neue Matrize hergestellt (z.B. für die 4. Platte), und diese gegebenenfalls noch NACHgraviert.
    Eine Neugravur des Urstöckels gabs nur bei der 4II, nachdem zur Matrizenherstellung der Urstöckel der 4I gesprungen und unbrauchbar geworden war (aber das ist hinlänglich bekannt und gehört nicht hierher...).
    Und was verstehst Du unter der "Type 3"? ?(
    Da wir hier im MiNr2-thread diskutieren, finde ich alle Beiträge zur Plattierung dieser interessanten Marke wichtig, und gerade Feinheiten im Druckbild, die auf die verschiedenen Platten hinweisen, sind doch sehr interessant :)

    toxc: auch von mir Glückwunsch für diesen schönen 12 Kr-Brief aus Ludwigshafen.
    Ich stehe allerdings auf dem Standpunkt, dass es sichj um 2 verschiedene Auflagen (oder "Unter"-Platten) der Pl. 2 - und nicht um eine Mischfrankatur von Pl. 2 und 3 - handelt. Die eine Marke hat zwar abgerundete Ecken und die andere spitze - daher sicherlich verschiedene Auflagen -, aber bei beiden 3 Kr-Marken ist deutlich die Unterbrechung der unteren Schlinge in der li. oberen 3 zu sehem (fast schon wie mit einem kleinen blauen Punkt ausgefüllt). Meine Theorie sagt dazu eben, dass es sich bei der Marke mit den gerundeten Ecken um eine frühere Variante (1854), und bei der spitzeckigen Marke um eine aus 1855 handelt. Zum Druck der vielen Auflagen der Pl. 2 wurden eben immer wieder Stöckel von der selben Matrize gezogen (bei der relativ früh schon die untere Schlinge der kl. 3 links oben ausbrach), sodass ab ca. 1852 alle Stöckel diese Unterbrechung aufweisen (unser Sammlerfreund sys1849 hat das ja auf der Grundlage einer Vielzahl von datierbaren Briefen belegen könenn). Nur die Ecken wurden in früheren Jahren rundgefeilt, und bei den letzten Auflagen (1854/55) eben nicht mehr, ganz so wie für die folgende dritte Platte.
    Nur hat man für die Pl. 3 eine neue Matrize erstellt, sodass hier wieder unten unversehrte Dreier in den Ecken zu beobachten sind.
    Hier also nochmals "meine" Platteneinteilung der "Platte 2":
    - Erstauflage aus 1850
    - frühe Auflage(n) aus 1851/52 mit runden Ecken und geschlossener schlinge der linken oberen 3 , mehrheitlich hellblau/blaugrünliche Farben
    - weitere Auflagen bis 1854: abgerundete Ecke, zunehmend schlechtere Drucke, kleine 3 links oben immer unten offen
    - 1854: überarbeitete Matrize mit deutlich besseren Drucken, fast wie Pl. 4, aber immer noch gerundete Ecken
    - 1855: ab jetzt spitze Ecken, wieder schlechtere Drucke

    Aber wie gesagt: diese Hypothese begründet sich auf meinen Beobachtungen, und ich bin gerne bereit, mich auf Tatsachenbasis Fakten, die eine andere Interpretation implizieren, zu beugen.

    Gruss

    µkern

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