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Meine Heimatsammlung Elmshorn

  • DKKW
  • 20. März 2023 um 12:09
  • DKKW
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    • 19. Juni 2023 um 20:02
    • #61

    Hallo nordlicht und alle anderen,

    nur so ein Geistesblitz (kann natürlich auch ein Irrlicht sein) Bei der dänischen Post waren auch die Gebühren für einen Posteinlieferungsschein bar zu bezahlen. Ich habe weder bei Beyerodt noch sonst irgendwo die Gebühren für solche Postquittungen bewusst in Erinnerung. Kann es sich bei der Differenz 3/4 Sch. um die Gebühr für einen Postschein handeln?

    Viele Grüße

    DKKW

  • DKKW
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    • 22. Juni 2023 um 14:25
    • #62

    Hallo zusammen,

    bei den Briefen in den Deutsch-Östereichiischen Postverein (DÖPV) aus Elmshorn dominiert eine Korrespondenz nach Harzburg im Herzogtum Braunschweig. Leider handelt es sich um Briefhüllen ohne Inhalt und ohne Absenderangaben so dass ich keine weiteren Informationen zum Hntergrund dieser Korrespondenz habe.

    Der allergrößte Teil der Briefe ist an einen Herr Tröll in Harzburg gerichtet. Ich hatte mal bei den Briefen des Herzogtums Braunschweig nachgeguckt ob vielleicht auch Briefe in der Gegenrichtung erhalten geblieben sind, bin aber leider nicht fündig geworden. Allerdings habe ich dabei Briefe aus dem Herzogtum Braunschweig gefunden, die ebenfalls an Herrn Tröll in Harzburg adressiert waren. Darunter unter anderem mit der Anrede Steinbruchbesitzer. Hilft uns hier aber auch nicht wirklich weiter.

    Einfache Briefe in den DÖPV kosteten ab dem 12.8.1865 3 Silbergroschen = 4 Sch. Dieser Brief ist, wie die meisten anderen auch, mit einem Dreierstreifen der 1 1/3 Sch. Marke (= 1 Sgr) für das Herzogtum Holstein (Mi. Nr. 23) frankiert und wurde am 26.3.1867 in Elmshorn abgestempelt.

    Rückseitig ein ganz schwacher blauer Ankunftstempel von Harzburg mit unleserlichem Datum.

    Viele Grüße

    DKKW

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  • Nordlicht
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    • 24. Juni 2023 um 06:45
    • #63

    Hallo DKKW,

    zu deinem Postvorschussbrief habe ich die entsprechenden Veröffentlichungen der Arge gelesen und keinen Hinweis auf weitere Gebühren gefunden. Auch andere Postvorschussbriefe zeigen nur die Brief- und Postvorschussgebühr.
    Die noch aus dänischen Zeiten bekannten Gebühren für ein Formular, eine Einzahlungs-, Auszahlungs- oder Einlieferungsquittung machen zwar mehr Sinn bei Postanweisungen oder Einschreiben, aber ausschließen kann man sicherlich nicht, dass bei deinem Brief ein Einlieferungsbeleg ausgestellt wurde. Von der Höhe her würde das m.E. auch passen: 3/4 Schilling = 2 Skilling (wie in dänischen Zeiten).

    Ich hatte noch überlegt, ob dein Brief ein Paket sein könnte (Paketgebühr 2 Sch. + Briefgebühr 1 1/4 Sch. + Postvorschuss 1 1/4), aber dafür gibt es keinerlei Hinweise.

  • Nordlicht
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    • 24. Juni 2023 um 10:22
    • #64

    Zu den wunderschönen Briefen aus Elmshorn nach Harzburg habe ich vor einigen Jahren auch mal versucht, mehr herauszufinden. Und war sogar mit dem Stadtarchiv im Kontakt - leider ohne konkreten Erfolg.
    Der Empfänger Tröll in Harzburg war (Amts)Maurer- sowie Steinhauermeister und stellte (auch oder vielleicht vor allem) Mühlsteine her. Letzteres ist eine plausible Verbindung nach Elmshorn, aber welchen Verschleiß an Mühlsteinen kann man haben, der eine rege Korrespondenz erfordert hätte ...

    Briefe aus der Gegenrichtung sind auch nach meinen Recherchen nicht erhalten geblieben.

    Viele Grüße
    nordlicht

  • DKKW
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    • 25. Juni 2023 um 14:18
    • #65

    Moin Nordlicht,

    eine interessante Information und Fragestellung. Nun Mühlen gab es in und um Elmshorn reichlich. Es har den Anschein, als ob alle Briefe die gleiche Handschrift aufweisen also wohl von einem Absender stammen auch wenn dieser nicht aus den Briefhüllen hervorgeht.

    Jetzt bin ich kein Müller fand aber vor Jahren den Mühlentag in Unaften im Angelner Landschaftsmuseum sehr beeindruckend. Nun die Mühlen, egal ob Wasser- oder Windmühlen (Pferdemühlen und später dann Dampf- bzw. Motormühlen gab es auch).

    Nicht nur für den Bau sondern auch für den Unterhalt waren so genannte Mühlenbauer zuständig. Sie bauten, repariereten und warteten die Mühlen, offenbar ein sehr abwechslungsreicher Beruf mit einem sehr umfangreichen handwerklichen Können. Auch das Nachschärfen der Mühlsteine gehörte zu den häufigen Aufgaben der Mühlenbauer. Je nach Steinqualität des Mahlgangs war der Verschleiss an den Steinen unterschiedlich hoch.

    Ich könnte mir also vorstellen, dass diese Briefe nicht von einem Müller sondern von einem Mühlenbauer geschrieben wurden, das würde dann auch besser zu der doch recht umfangreichen Korrespondenz passen.

    Im Band 19 der Beiträge zur Elmshorner Geschichte: Gewerbeentwicklung und Industrialisierung wird zwar ausführlich auf das Mühlengewerbe in und um Elmshorn (z.B. Langelohe oder die Heidmühle in Lieth) eingegangen. Der oder die Mühlenbauer werden nicht erwähnt.

    Demnächst zeige ich meinen einzigen Brief nach Harzburg, der nicht an Hr. Tröll gerichtet war.

    Viele Grüße

    DKKW

  • DKKW
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    • 26. Juni 2023 um 12:31
    • #66

    Hallo zusammen,

    hier nun die versprochene zweite Briefhülle nach Harzburg, diesmal an einen Herrn Bonese adressiert, die Handschrift auf beiden Briefen ist offenkundig die selbe.

    Diesmal wurde für die Frankatur eine 4 Sch. Marke des Hzgtm. Schleswig verwendet (Ausgabe 1865, Ab dem 6.11.66 bis 31.12.67 waren die Marken des Herzogtums Schleswig auch in Holstein frankaturgültig (siehe Beyerodt: Postfreimarken in Schleswig-Holstein 1850-1867).

    Der Brief wurde in Elmshorn am 12.8.67 abgestempelt, rückseitig ein K2-Transitstempel (schwarz) "Braunschweig 13. Aug. 1867" und wieder ein fast unleserlicher Ankunftstempel (blau) von Harzburg.

    Viele Grüße

    DKKW

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    • Elmshorn,Faltkuvert mit 4 Sch. Marke nach Harzburg, Braunschweig, 1867.jpg
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  • Nordlicht
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    • 26. Juni 2023 um 16:15
    • #67

    Hallo DKKW,

    die beiden Briefe geben eine schöne Seite für eine Ausstellung ab ;)
    Über diesen Empfänger habe ich überhaupt nichts gefunden - wobei ich aber nicht sicher bin, ob es wirklich "Bonese" oder vielleicht "Ronese" heißt.
    Unzweifelhaft alles vom selben Absender geschrieben, also auch zur selben Geschäftskorrespondenz gehörig. Aus der Hüfte geschossen würde ich sagen, dass es mehr als 10 Briefe aus Elmshorn nach Harzburg gibt, und ich bin noch optimistisch, mehr darüber herauszufinden ...

    Viele Grüße
    nordlicht

  • DKKW
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    • 27. Juni 2023 um 10:41
    • #68

    Moin Nordlicht,

    es gibt nordwestlich von Harzburg in Sachsen-Anhalt ein Dorf namens Bonese (so zwischen Uelzen und Salzwedel), Als Familienname kommt Bonese eher in Italien vor aber auch schon in alten Zeiten überließ man harte körperliche Arbeit ganz gerne ausländischen Arbeitskräften.

    Viele Grüße

    DKKW

  • DKKW
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    • 28. Juni 2023 um 14:47
    • #69

    Hallo zusammen,

    hier noch ein Bahnpostbrief aus Elmshorn aus der Zeit der Schleswig-Holsteinischen Freimarken. Der Brief ist mit einer 1 1/4 Sch. Marke der Schleswig-Holsteinischen Landespost frankiert, diese Marken waren ja ab dem 1.1.1866 wieder frankaturgültig.

    Die Marke ist mit dem K1-Bahnpoststempel "Holst. EB. P. Sp. B. 16.7. ..Zug" entwertet. Daneben der handschriftliche Aufgabevermerk Elmshorn mit Blaustift.

    Die Aufgabe in Elmshorn wird durch die inwändige Datierung bestätigt. Absender war Klaus Hell jun. evtl. aus der Familie des Instrumentenbauers Franz Hell dessen Musikalienhandlung Hell in der Königstraße 24 im Jahr 1867 gegründet wurde.

    Viele Grüße

    DKKW

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  • DKKW
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    • 28. Juni 2023 um 14:59
    • #70

    Hallo zusammen,

    ich muss mich berichtigen, Klaus Hell gehörte offenbar nicht zur Familie des Instrumentenbauers Franz Hell sondern stammte wohl aus Vormstegen, am Wechselplatz gab es die Eisen-, Kolonial und Haushaltswarenhandung Hell. Es existiert eine Ansichtskarte, natürlich aus viel späterer Zeit. Muss mal nachsehen, ob ich sie habe.

    Viele Grüße

    DKKW

  • DKKW
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    • 5. Juli 2023 um 12:45
    • #71

    Hallo zusammen,

    mit der Einführung der Briefmarken des Norddeutschen Postbezirks am 1.1.1868 änderten sich dir Elmshorner Postverhältnisse wieder einmal. Am gleichen Tag wurde das "Gesetz über das Posttaxwesen im Gebiet des Norddeutschen Bundes" vom 4.11.1867 in Kraft gesetzt. Die Marken des Norddeutschen Postbezirks galten bis in die Frühzeit des Deutschen Reiches. Die Ablösung erfolgte am 1.1.1874 durch die Brustschildmarken der Deutschen Reichspost (mit Ausnahme der Hamburger Stadtpostmarke und der Innendienstmarken, diese blieben bis 31.12.1874 frankaturgültig).

    Ein einfacher Brief mit der 1 Gr. Marke Ausgabe 1868 (mit Durchstich) fehlt mir, diese Briefe sind "zu billig" Da muss man zufällig bei einem Händler drüber stolpern.

    Dafür ein Begleitbrief für ein Wertpaket aus Elmshorn nach Brunsbüttelhafen für einen Beutel mit 560 pr. Thalern und 23 Pfund 16 Loth Gewicht.

    Zugegebenermassen kann ich die Portozusammensetzung nicht erklären, hier befinden wir uns im Fahrposttarif, Im Handbuch "Die Entwicklung der Paketpost-Beförderung in Hamburg 1849-1874 sind zwar die Postvorschriften des Norddeutschen Postbezirks abgedruckt aber irgendwie passt das nicht zu den Angaben auf dem Begleitbrief. Möglicherweise interpretiere ich Geldsumme und/oder Gewicht falsch.

    Viele Grüße

    DKKW

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    • Elmshorn, 2 x NDP 6, Wertpaketbegleitbrief nach Brunsbüttel, 1868.jpg
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    • 6. Juli 2023 um 11:58
    • #72

    Hallo zusammen,

    in meinem letzten Beitrag hatte ich geschrieben, dass ich keinen mit einer 1 Sgr. (mit Durchstich) frankierten Brief aus Elmshorn habe.

    Nun, zumindest habe ich einen mit drei Sgr. frankierten Paketbegleitbrief nach Elmshorn. Am 2.11.68 in Deetzbüll abgefertigt und am 3.11.68 in Elmshorn angekommen.

    Auch hier komme ich mit dem Porto nicht klar. Ich lese oben links 6 Loth, Deezbüll (heutige Schreibweise) ist seit 1950 ein Teil der Stadt Niebüll in Nordfriesland. Von Deezbüll nach Elmshorn, das dürften zwischen 20 und 25 Meilen gewesen sein.

    Für das Paket wurden 3 Silbergroschen berechnet, mit Rötel vermerkt und entsprechend fregemacht. Laut Postgesetz des Norddeutschen Postbezirks betrug das Mindestporto für ein Paket für Entfernungen über 15 Meilen bis 25 Meilen 4 Sgr.

    Es ist auch ein Paketzettel "Nr. 28 aus Deetzbüll" verklebt, es handelte sich also definitiv um eine Paketsendung. Ich check das System einfach nicht.

    Viele Grüße

    DKKW

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    • Elmshorn, 3 x NDP 4 auf Paketbegleitbrief aus Deetzbüll nach Elmshorn, 1868.jpg
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    • 9. Juli 2023 um 18:07
    • #73

    Hallo zusammen,

    in meinem heutigen Beitrag bewegen wir uns schon im Zeitraum des Deutschen Reiches. Aber bis zur Einführung der Brustschildmarken Anfang 1872 blieben die Marken des Norddeutschen Postbezirks frankaturgültig.

    Hier eine Briefhülle aus Elmshorn nach Ahrensburg aus der Degenhard-Korrespondenz. Mit einer 1 Sgr. Marke der Ausgabe 1869 (gezähnt) frankiert und am 5.10.71 in Elmshorn abgestempelt. Rückseitig ein "AUSG. No. 1 5.10." als Ankunftstempel.

    Viele Grüße

    DKKW

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    • Elmshorn, NDP 16, Brief nach Ahrensburg, 10.1871.jpg
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    • 10. Juli 2023 um 10:44
    • #74

    Hallo zusammen,

    noch ein NDP_Beleg aus Elmshorn aus dem Jahr 1871. Diesmal eine mit einer 1 Sgr. Marke der Ausgabe 1869 (gezähnt) frankierte Correspondenz-Karte aus Elmshorn nach Ochtrup. In Elmshorn am 28.2 71 geschrieben und auch abgestempelt. Rückseitig der K1 Ausg. No. 1 vom 2.3. als Ankunftstempel.

    Leider wurde die Marke ohne jede Not über den Rand hinaus verklebt was ihr natürlich nicht so gut bekommen ist. Aber es ist die einzige Correspondenz-Karte aus Elmshorn die mir bislang untergekommen ist.

    Viele Grüße

    DKKW

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    • Elmshorn, NDP 16, Postkarte nach Ochtrup, 1871.jpg
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    • 11. Juli 2023 um 11:26
    • #75

    Hallo zusammen,

    am 31.12.1871 verloren die Marken des NDP ihre Frankaturgültigkeit. Am 1.1.1872 wurden die Brustschildmarken des Deutschen Reiches eingeführt. Damit begann erneut ein neuer Zeitabschnitt der Elmshorner Postgeschichte. Aus dem Jahr 1872 habe ich bislang keinen Beleg aus Elmshorn für meine Sammlung gefunden.

    Hier nun ein mit einer 1 Gr. Brustschildmarke mit großem Schild frankiertes Briefkuvert aus Elmshorn nach Flensburg vom 10.9.73. Rückseitig der K1-Ankunftstempel "Ausg. No. 2 10.9."

    Viele Grüße

    DKKW

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    • 13. Juli 2023 um 12:38
    • #76

    Hallo zusammen,

    heute möchte ich Euch eine 1/2 Groschen Ganzsachenpostkarte zeigen (MI. P1) die am 30.10.1873 in Elmshorn geschrieben und am gleichen Tag abgestempelt wurde. Die Karte war nach Hamburg adressiert.

    Viele Grüße

    DKKW

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    • 16. Juli 2023 um 18:03
    • #77

    Hallo zusammen,

    heut zeige ich eine Dienstsache aus Elmshorn, ich vermute, es handelte sich um eine portopflichtige Dienstsache. Laut Michel-Spezial genossen nur die regierenden Fürsten, Ehegattinnen und Witwen ab 1870 Portofreiheit

    Hier eine Briefhülle einer kirchlichen Dienstsache (K. D. S.) des Hauptpastorats Elmshorn nach Rotenburg bei Verden vom 27.4.73. Rückseitig der Transitstempel von Verden vom 28.4.73 und ein nur schwer lesbarer Ra3-Ankunftstempel " Rotenburg / in Hannover / 28.4 ....."

    Der Blaustrich steht wohl für 1 Groschen Porto, laut Michel-Spezial 2016 schloss Preußen erst im Jahr 1894 eine Vereinbarung mit der Post bzgl. Portoablösung (Avers. Nr. 21).

    Viele Grüße

    DKKW

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    • 18. Juli 2023 um 11:27
    • #78

    Hallo zusammen,

    noch ein unfrankierter Fahrpostbrief aus Elmshorn aus dem Jahr 1873. Hier für ein Wertpaket mit 300 Thalern und 3 Pfd, 300 Gr. Gewicht aus Elmshorn nach Horsens in Dänemark

    Neben dem Zewikreisstempel "Elmshorn 4.1.73" finden wir den Paketzettel "Aus Elmshorn 533" sowie eine Rötel 56 nebst gestrichenen Rötel 36/20 auf der Vorderseite. die Rötel 4001 kann ich nicht erklären, evtl. eine dänische Paketnummer? Der Blaustiftkürzel Btl. soll wohl anzeigen, dass es sich nicht um ein Paket sondern einen Beutel handelte.

    Rückseitig die beiden Grenzübergangsstempel "Hadersleben 5.1.73" und "Kolding 6.1." sowie eine Blaustift 9 1/2 für die ich ebenfalls keine Erklärung habe.

    Mir steht, was die Fahrpostporti der damaligen Zeit angeht, nur der im Handbuch "Die Entwicklung der Paketpost-Beföderung in Hamburg 1949 bis 1874" abgedruckte Fahrposttarif für Postsendungen aus Hamburg, Altona und Harburg aus dem Jahr 1869 zur Verfügung. Der Unterschied zwischen Altona und Elmshorn sollte ja überschaubar sein.

    In dem Tarif wird Horsens als Grenzort bezeichnet.

    Gewichtsporto >2 Pfund bis 4 Pfund Gewicht: 6 Sgr. ab Altona

    Werthporto: 300 Thaler bis unter 375 Thaler: 7 1/2 Sgr. ab Altona

    Also 13 1/2 Sgr. insgesamt, Laut Reduktionstabelle (Karsten Jensen) entsprachen 6 Sgr. 26 dän. Skilling, 7 1/2 Sgr. 36 dän. Skilling, also insgesamt 62 dän. Skilling.

    Die Differenz von 6 dän. Skillingen zum Porto ab Altona ist möglicherweise der Distanz Altona-Elmshorn geschuldet. Bei den gestrichenen Röteltaxen 36/20 gehe ich davon aus, dass sie die Portoaufteilung Deutsches Reich /Dänemark anzeigen.

    Viele Grüße

    DKKW

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    • Elmshorn, unfrank. Wertpaket nach DK, 1873.jpg
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  • DKKW
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    • 26. Juli 2023 um 11:16
    • #79

    Hallo zusammen,

    zum Abschluß der Brustschildperiode noch etwas Nettes. Ein Auslagen-Streifband über 2 Thaler und 26 Groschen, leider geht aus dem Streifband nicht hervor wofür, ich tippe mal auf ein Zeitungsabonnement.

    Das in Elmshorn am 3.11.74 abgestempelte Streifband war an den Ortsvorsteher Eggerstedt zu Kummerfeld adressiert, Die kleine Gemeinde liegt nördlich von Pinneberg und hatte keine eigene Post, deshalb der Blaustift-Leitvermerk Pinneberg.

    Beförderungsgebühr: 2Gr. bis 10 Meilen Entfernng

    Postvorschußgebühr: 1/2 Gr. je angefangenen Thaler, also 1 1/2 Gr.

    Portotrichtig mit einer 1 Gr. und einer 2 1/2 Gr. Brustschildmarke gr. Schild frankiert. Auf der Rückseite der K1Stempel "Ausg. No.1 4.11."

    Viele Grüße

    DKKW

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    • Elmshorn, DR 19, 29 auf Auslagen-Streifband nach Kummerfeld, 1874.jpg
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  • DKKW
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    • 7. August 2023 um 10:23
    • #80

    Hallo zusammen,

    am 31.12.1874 endete die Brustschild-Aera und mit der Währungsumstellung begann ein neuer Zeitabschnitt. Am 1.1.1875 wurden die Marken der Pfennige-Ausgabe eingeführt.

    Aus dem Jahr 1875 stammt auch mein ältester Elmshorn-Beleg dieses Zeitabschnitts. Es handelt sich um einen 10 Pfennige Ganzsachenumschlag (Mi. U7A), am 6.9.75 in Elmshorn abgestempelt und nach Tellingstedt in Norderdithmarschen adressiert.

    Viele Grüße

    DKKW

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    • Elmshorn, 10 Pfennige Ganzsachenumschlag, 1875.jpg
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