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  1. PHILAFORUM.COM Briefmarkenforum
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Grönland Pakkeporto 1905 - 1940

  • DKKW
  • 1. Februar 2023 um 12:04
  • DKKW
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    • 1. Februar 2023 um 12:04
    • #1

    Hallo zusammen,

    die Geschichte und die Markenausgaben der grönländischen Pakkeporto-Marken ist in diesem Forum bislang nicht erzählt worden. Zeit dies zu ändern. Ich weiß natürlich, dass die Pakkeporto-Marken ein ausgefallenes Sammelgebiet sind. Sollte trotzdem jemand etwas aus seiner Sammlung beitragen können, so würde mich das sehr freuen.

    Bis 1905 konnten Pakete in Grönland bzw. von und nach Kopenhagen portofrei mit den KGH-Schiffen (Kongelig Grønlandske Handel) befördert werden. Das Motiv aller Pakkepostmarken war der Eisbär.

    Im Jahr 1905 kam die erste Ausgabe mit Werten zu 1, 5 und 10 Öre heraus, bei den 5 und 10 Öre Marken kam 1910 eine zweite Auflage heraus, hier werden vierseitig gezähnte und teilgezähnte (zweiseitig bzw. dreiseitig gezähnt) unterschieden, bei diesen Marken waren die Bogenränder ungezähnt. Die Marken wurden bei der Buchdruckerei H. H. Thiele in Kopenhagen produziert.

    Auflagen und Farben:

    1 Öre, olivengrøn: 10.000 Marken

    5 Öre, brun: 5.000 Marken + 9.600 Marken 2. Auflage

    10 Öre, mørkblå: 10.000 Marken + 13.400 Marken 2. Auflage

    Paketkarten waren 1905 noch nicht in Grönland eingeführt, die Marken wurden demzufolge direkt auf dem Paket verklebt, In der Regel, wenn auch sehr selten, sind Ausschnitte der Pakethülle erhalten geblieben. Typische Entwertungsform (meist zwei Abschläge über Kreuz): Linienstempel "Administrationen for Kolonierne i Grønland (med Krone)"

    Im AFA-Spezial 2016 werden die Markenausgaben, Entwertungen und auch der Gebrauch als Sparmarken (mit Avane-Stempeln) ausführlich beschrieben und katalogisiert.

    Leider habe ich mir die Marken der 1. Ausgabe in den 1980er und Anfang der 1990er Jahre, als ich das Gebiet noch aktiv gesammelt habe, nicht gekauft. Hätte ich aber tun sollen denn heute sind diese Marken erheblich teurer (nicht nur der Katalogpreis). Ab der darauffolgende Ausgabe 1915 kann ich viel mehr zeigen (i.d.R. gestempelt).

    Viele Grüße

    DKKW

  • DKKW
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    • 1. Februar 2023 um 15:45
    • #2

    Hallo zusammen,

    ich habe gesehen, dass erron in der PHILA-DB nicht nur die Briefmarken der grönländischen Post behandelt hat sondern auch die Pakkeporto-Marken des KGH.

    Hier der Link zur Ausgabe von 1905: http://www.philadb.com/?site=list&catuid=135&jahr=1905

    Über Detailansicht kommt man zu den einzelnen Wertstufen. Lesenswert auch das Vorwort zu den Ausgaben des KGH.

    Viele Grüße

    DKKW

  • DKKW
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    • 2. Februar 2023 um 12:24
    • #3

    Hallo zusammen,

    bevor ich mit der 1 Öre Pakkeporto-Marke der Ausgabe 1915 beginne möchte ich noch darauf hinweisen, dass ich im Anschluß unter Literatur einige Tipps zu Spezialkatalogen und Fachbüchern geben werde.

    Die 1 Öre Pakkeporto-Marke wurde ab 1915 herausgegeben. Im Gegensatz zur motivgleichen 1 Öre Marke der Ausgabe 1905 wurden die Marken jetzt mit Linienzähnung 11 1/2 versehen (1905: 12 1/4). Der Druck erfolgte wieder bei der Buchdruckerei H. H. Thiele in Kopenhagen in 25er Bögen. insgesamt wurden vier Auflagen gedruckt. Im AFA-Special 2016 werden die Auflagen 1905 und 1915 zusammengefasst, im AFA-Spezial 1995 wurden beide Ausgaben getrennt betrachtet, ich folge hier dem AFA-Special 1995.

    1. Druck, 1915, olivgrün, weißes Papier, 10.000 Marken, die Bogenränder blieben ungezähnt, es gibt also teilgezähnte (2- bzw. 3-seitig gezähnt) Marken

    2. Druck, 1919, olivgrün, dünnes grauweißes Papier, 10.900 Marken

    3. Druck, 1924, olivgrün, dünnes weißes Papier, 11.875 Marken

    4. Druck, 1926, olivgrün, weißes Papier, 23.750 Marken

    Im AFA Spacial 1995 wird die Druckabweichung "Delle im linken Rahmen neben den Möwen" katalogisiert, sie kommt je nach Auflage auf verschiedenen Bogenpositionen vor. Meine 1 Öre Marke des 1. Drucks weist diese Druckabweichung auf.

    Viele Grüße

    DKKW

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    • Grönland Pakkeporto, 1 Öre, 1915, Druckübersicht.jpg
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  • erron
    Moderator
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    • 3. Februar 2023 um 19:38
    • #4

    Hallo,

    die Pakkeporto (Paketportomarke) Marke Nr 1, der Ausgabe vom Juli 1905 stelle ich dann mal vor.

    Überwiegend wird die Nr 1 in ungebrauchter * Erhaltung angeboten.

    Gedruckt wurde sie in 400 Markenbögen zu je 25 Marken in der Farbe oliv.

    Die Markenzähnung erfolgte in Linienzähnung L 12 =19 vollständige Zähnungslöcher.


    Die Pakkeportomarke Nr 2 von 1905 mit Wertangabe 5 Öre hat die Markenfarbe rötlichbraun.

    Die Auflage betrug 600 Bögen zu je 25 Marken.

    Auch in ungebrauchter Erhaltung * ist sie häufig zu finden.

    Die dritte im Bunde der Ausgabe von 1909 ist die 10 Öre Marke in blau.

    Die Auflage betrug 1000 Bögen zu Je 25 Marken.

    Hier mal in gestempelter Erhaltung.

    Bei diesem Stempelabschlag handelt es sich um das Stempelgerät des Postamtes des Königlichen Grönländischen Handel (KGH) in Kopenhagen.

    Das Stempelgerät wurde vom Sommer 1905 bis zur Schließung des Postamt im Herbst 1908 verwendet.

    Postalisch abgestempelt ist dieser Kopenhagener Wappenstempel nur auf den 1 Öre - und den 5 Öre Marken als echt und zeitgerecht nachweisbar.

    Bei den 10 Öre-Marken wird dieser Kopenhagener Wappenstempel als "Gefälligkeitsabstempelung" geführt, da er bis in die Jahre 1928 benutzt wurde.

    Laut meiner noch vorhandenen grönländischen Literatur aus den 1970 - bis 2000 Jahren, wäre es der Typ: K 0.5


    mfg

    erron

    http://www.philadb.com

  • DKKW
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    • 6. Februar 2023 um 12:19
    • #5

    Hallo zusammen,

    hier nun die Druckübersicht der 2 Öre Pakke-Porto Marke, Ausgabe 1915. Zwischen 1915 und 1924 erschienen drei Druckauflagen, produziert bei der Buchdruckerei H. H. Thiele in Kopenhagen mit Linienzähnung 11 1/2

    1. Druck, 1915, gelb auf normalem Papier, 10.000 Marken (bei diesem Druck waren die Bogenränder nicht durchgezähnt, es gibt also wieder zwei- bzw. dreiseitig gezähnte Marken)

    2. Druck, 1919, gelb auf grauweißem Papier, 11.625 Marken

    3. Druck, 1924, orangegelb auf reinweißem Papier, 16.000 Marken

    Die 2 Öre Marke 1.Auflage ist mit Kurzbefund Lasse Nielsen

    Viele Grüße

    DKKW

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    • Grönland Pakkeporto, 2 Öre, 1915, Druckübersicht.jpg
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  • DKKW
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    • 7. Februar 2023 um 10:57
    • #6

    Hallo zusammen,

    zur 5 Öre Marke gibt erron in der PHILA-DB den folgenden Überblick: http://www.philadb.com/?site=list&catid=&catuid=135&id=1875

    Auch die 5 Öre Pakke-Porto Marke wurde in drei Auflagen bei der Buchdruckerei H. H. Thiele in Kopenhagen produziert.

    1. Auflage: 1918, hellbraun auf Kartonpapier, 10.000 Marken

    2. Auflage: 1924, rotbraun auf dünnem Papier, 12.500 Marken

    3. Auflage: 1928, dunkelbraun auf dünnem grauweißen Papier, 10.000 Marken

    Bei den 5 Öre Marken wird im AFA-Special ein Plattenfehler katalogisiert, die Bogenposition unterscheidet sich je nach Druckauflage. Bei der obersten rechten Möwe ist der rechte Flügel verkürzt.

    Diesen Plattenfehler kann ich auf einer leider etwas dezentrierten Marke zeigen, wäre der Stempel auch nur ein klein wenig weiter oben abgeschlagen worden, dann wäre der Plattenfehler verdeckt gewesen.

    Meine Marke der 2. Auflage weist eine bei Thorben Hjørne aufgeführte Druckabweichung auf: Fleck oberhalb der Eisbärenschnauze. (Pos. 22), siehe Literaturtipps.

    Viele Grüße

    DKKW

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  • Kontrollratjunkie
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    • 7. Februar 2023 um 15:44
    • #7

    Hallo DKKW,

    ein sehr interessantes Thema zu den Pakkeporto-Marken Grönlands hast du hier eröffnet, vielen Dank für die super Infos.

    Mit diesem spannenden Teilgebiet der Postgeschichte Grönlands wollte ich mich auch schon immer beschäftigen, aber leider bin ich derzeit nur bis zur ersten Ausgabe der regulären Postwertzeichen gekommen. Deshalb vielen Dank für die tollen Anregungen....

    "Eisige" Grüße

    KJ

  • DKKW
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    • 9. Februar 2023 um 11:56
    • #8

    Hallo zusammen,

    ab 1918 erschien die 10 Öre Pakke-Porto Marke die bei der Buchdruckerei H.H. Thiele in vier Auflagen produziert wurde. erron zeigt in der PHILA-DB eine Übersicht zu dieser Marke: http://www.philadb.com/?site=list&catid=&catuid=135&id=1876

    1. Druckauflage, 1918, dunkelblau auf Kartonpapier, 10.000 Marken

    2. Druckauflage, 1924, dunkelblau auf dünnem Papier, 17.500 Marken

    3. Druckauflage, 1928, grünblau auf dünnem reinweißen Papier, gelblicher Gummi, 15.625 Marken

    4. Druckauflage, 1931, grünblau auf grauweißem Papier, weißer Gummi, 15.000 Marken

    Ich kann hier nicht nur Marken aller vier Druckauflagen zeigen, sondern erstmals auch eine mit einer 10 Öre Pakke-Porto frankierte Paketkarte aus Kopenhagen nach Egedesminde in Grönland. Die Karte ist signiert Möller BPP.

    Die Marke entstammt der 3. Druckauflage und weist den im AFA-Katalog aufgeführten Plattenfehler 7x "Tropfen an der 1. Welle links" auf.

    Viele Grüße

    DKKW

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    • 10. Februar 2023 um 11:40
    • #9

    Hallo zusammen,

    im heutigen Beitrag geht es um die 15 Öre Pakke-Porto Marke. Er steht unter der Überschrift, gut wenn der Ladenhändler die Sammelgebiete seiner Kunden kennt aber nicht zu viel Ahnung hat. In diesem Fall besuchte ich vor vielen jahren meinen damaligen Stammhändler und er zeigte mir einen Ausschnitt aus einem alten Vordruckalbum mit fünf Pakke-Porto Marken. Ein kurzer Blick, Pokerface und: "Nett, kauf ich"

    Aus diesem Grund kann ich nicht nur Marken aller drei Druckauflagen zeigen, sondern auch eine Marke der 3. Druckauflage mit breitem ungezähnten Bogenrand. Die kostet laut AFA-Katalog ein paar Kronen :D .

    Übersicht von erron in der PHILA-DB: http://www.philadb.com/?site=list&catid=&catuid=135&id=1877

    1. Druckauflage, 1915, violett,auf normalem Papier, 10.000 Marken (es gibt zwei und dreiseitig ungezähnte Marken sowie zwei- und dreiseitig nachgezähnte Marken)

    2. Druckauflage, 1923, violett auf Kartonpapier, 12.500 Marken

    3. Druckauflage, 1928, violett auf dünnem grauweißen Papier, 5.625 Marken (hier gibt es einige wenige Marken mit dem breiten, nicht durchgezähnten Bogenrand)

    Ganz vergessen, die Marken des 1. und 3. Druckes weisen eine bei Thorben Hjørne katalogisierte Druckabweichung auf. Farbige Flecken oberhalb von TO in PORTO.

    Viele Grüße

    DKKW

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    Einmal editiert, zuletzt von DKKW (10. Februar 2023 um 11:45) aus folgendem Grund: Infos zu Druckabweichungen

  • DKKW
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    • 13. Februar 2023 um 13:59
    • #10

    Hallo zusammen,

    weiter geht es mit der 20 Öre Pakke-Porto Marke, Ausgabe 1915. Diese Marke wurde von der Buchdruckerei H. H. Thiele in Kopenhagen in 7 Auflagen (25er Bögen) produziert. Ich habe nur vier davon in meiner Sammlung. erron zeigt eine kurze Übersicht in der PHILA-DB: http://www.philadb.com/?site=list&catid=&catuid=135&id=1878

    1. Druckauflage, 1915, mattrot, 10.000 Marken, diese Marke kommen auch ein- bzw. zweiseitig ungezähnt bzw. offiziell ein- bis zweiseitig nachgezähnt vor.

    2. Druckauflage, 1923, rot auf Kartonpapier, 12.500 Marken

    3. Druckauflage, 1926, rot auf weißem Papier mit gelblichem Gummi, 45.000 Marken

    4. Druckauflage, 1927, rot auf weißem Papier mit weißem Gummi, 63.750 Marken

    5. Druckauflage, 1929, rot auf weißem Papier mit weißem Gummi, 100.000 Marken

    6. Druckauflage, 1931, rot auf dünnem Papier mit weißem Gummi, 60.000 Marken

    7. Druckauflage, 1933, dunkelrot auf dünnem Papier mit weißem Gummi, 53.125 Marken

    Ich kann nur Marken der 2. (mit Attest), 5., 6. und 7. Druckauflage präsentieren. Ich müsste nochmals in der Literatur nachschlagen wie man die Marken des 5. und 6. Drucks auseinanderhält. Ich werde mir aber (hoffentlich) etwas dabei gedacht haben die eine Marke dem 5. und die andere dem 6. Druck zuzuordnen.

    Hier kann ich auch erstmals einige L1- bzw. L2-Udstedet-Stempel zeigen. diese Udstedet-Stempel wurden in Außenposten benutzt. Der AFA-Spezial 1987/88 enthielt einen Spezialabschnitt über grönländische Stempel, hier werden auch diese Udstedet-Stempel aufgeführt, sie wurden wie die Avane-Stempel fiskalisch benutzt (als Sparmarken).

    Viele Grüße

    DKKW

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    • Grönland Pakkeporto, 20 Öre, 1915, Druckübersicht.jpg
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    • 15. Februar 2023 um 10:58
    • #11

    Hallo zusammen,

    im Jahr 1930 wurden drei neue Marken aufgrund einer Portoerhöhung aufgelegt. Eine 70 Öre, eine 1 Kr. und eine 3 Kr. Marke, eigenartigerweise passten die Nominal nicht zu den neuen Portostufen zu 110, 170, 190 und 340 Öre so dass nun keine Einzelfrankaturen mehr möglich waren sondern zwei- bzw. drei-Farben-Frankaturen (Thorben Hjørne: Grønland Posthistorie Bind 3)

    Offenbar wurden die Marken nur in einer Druckauflage bei der Buchdruckerei H. H. Thiele in Kopenhagen produziert doch kam es während des Drucks zu einer Änderung des Papiers. Von den insgesamt 15.625 Marken wurde ein Teil auf dünnem getönten Papier, ein anderer auf weißem Papier gedruckt. Die exakte Aufteilung ist unbekannt aber die Marken auf weißem Papier werden zu etwas höheren Preisen gehandelt (Thorben Hjørne schätzte rund 20% der Marken)

    Ich kann beide Varianten zeigen, die linke Marke ist mit einem L2-Stempel "Krone / Kolonie Jakobshavn" entwertet.

    Viele Grüße

    DKKW

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    • 16. Februar 2023 um 12:37
    • #12

    Hallo zusammen,

    wie bereits im letzten Beitrag geschrieben, kamen im Jahr 1930 Ergänzungswerte mit neuen Nominalen heraus. Bei der Buchdruckerei H.H. Thiele wurden 50.000 Marken in einer Druckauflage (25er Bögen) produziert.

    1 Krone, orange, 50.000 Marken

    Ich zeige die Marke mit dem L2-Stempel "Krone / Kolonie Jakobshavn" Sie weist eine bei Thorben Hjørne katalogiserte Druckabweichung (Pos. 19) auf: Dunkler Fleck in der Schraffur oberhalb des Eisbärenkopfs.

    Viele Grüße

    DKKW

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    • 17. Februar 2023 um 11:12
    • #13

    Hallo zusammen,

    hier nun mit der 3 Kr. Pakke-Porto Marke die letzte der drei Marken mit neuen Wertstufen, die 1930 bei der Buchdruckerei H. H. Thiele in Kopenhagen produziert worden waren. Wie bei der 70 Öre Marke kam es während des Drucks zu einem Wechsel des Druckpapiers.

    Insgesamt wurden 15.000 Marken in 25er-Bögen gedruckt. Die exakte Aufteilung der Marken mit dünnem Papier (0,078mm inklusive Gummi) und dickem Papier (0,097mm inkl. Gummi) ist nicht bekannt. Thorben Hjørne schätzt den Anteil der Marken auf dickerem Papier auf ca. 40% der Gesamtauflage.

    Es gibt verschiedene Druckabweichungen die u.a. im Buch von Thorben Hjørne katalogisiert sind. Meine Marke auf dünnem Papier weist den häufigsten auf: Bei den fünf oberen Marken (Pos. 1 bis 5) ist die obere Rahmenlinie verdoppelt.

    Meine Marke auf dickerem Papier weist folgende Druckabweichung auf P und O von PORTO zusammenhängend (Pos. 9)

    Hier dann auch mein zweiter Pakke-Porto Beleg, eine Paketkarte aus Kopenhagen nach Godthaab auf Grönland aus dem Jahr 1938, frankiert mit zwei 20 Öre Marken und einer 3 Kr. Marke. Die Marken mit dem Stahlstempel "Grønlands Styrelse 10. X. 38" entwertet. Die beiden 20 Öre Marken entstammen übrigens der späteren bei J. H. Schultz gedruckten Markenausgabe.

    Viele Grüße

    DKKW

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    • 20. Februar 2023 um 12:11
    • #14

    Hallo zusammen,

    Die Buchdruckerei H. H. Thiele überlebte Ihren letzten Geschäftsführer Søren Wedege (1857 -1933) nur um wenige Jahre. Die Firma ging 1936 Konkurs. Also musste die neue Markenausgabe eine neue Druckerei gesucht werden.

    Die beiden Pakkeporto Marken zu 70 Öre und 1 Krone, die im Februar 1937 herauskamen, wurden bei der Druckerei Andreasen & Lachmann im Offsetdruck produziert.

    Die Zeichnung wurde geringfügig verändert und entstand nach einem Entwurf von Max Jensen. Die Marken wurden weiterhin in 25er-Bögen gedruckt. Die Marken wurden mit einer Linienzähnung 10 3/4 versehen.

    70 Öre, violet, 25.500 Marken

    1 Kr., orange, 25.500 Marken

    Hier die 70 Öre Marke mit Linienstempel Godhavn von der Bogenpos. 7, weißer Strich zwischen den beiden oberen rechten Möwen.

    Viele Grüße

    DKKW

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    • 22. Februar 2023 um 10:07
    • #15

    Hallo zusammen,

    wie schon im letzten Beitrag angesprochen kam im Jahr 1937 neben der 70 Öre Marke auch eine bei Andreasen & Lachmann im Offest-Druckverfahren produzierte 1 Kro. Marke heraus. Ich vergaß bei der 70 Öre Marke zu erwähnen, dass es von beiden Werten einige wenige (ca. 20) ungezähnte Marken gibt, sie sind nur ungebraucht bekannt. Offenbar handelte es sich um einen teilgezähnten Bogen.

    1 Kr.: orange (Töne), 25.500 Marken.

    Ich zeige zwei Exemplare, einmal mit dem Linienstempel Marmorilik und zum anderen mit dem L3-Stempel Krone Kolonie Umanak entwertet. Die linke marke weist einen bei Thorben Hjørne katalogisierten Plattenfehler auf: Fuß des T in PORTO unten eingekerbt Pos. 10).

    Viele Grüße

    DKKW

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    • 27. Februar 2023 um 12:20
    • #16

    Hallo zusammen,

    Ende 1937 erschien die letzte Serie der grönländischen Pakkeporto-Marken. Ich habe nicht herausgefunden warum man erneut die Druckerei wechselte. Diese Serie wurde bei der Druckerei J.h. Schultz produziert. Bei der 10 Öre Marke wurde ein neues Druckklischée hergestellt, bei der 20 öre Marke verwendete man die Klischées der 1915er-Ausgabe und bei den Marken zu 70 Öre und 1 Krone die Klischées der 1930er Ausgabe. Gedruckt wurden auch diese Marken in 25er Bögen.

    Im Postmuseum in Kopenhagen wird die Originalzeichnung der 10 Öre Marke aufbewahrt.

    10 Öre, grünblau, 25.000 Marken

    Ich zeige heute zwei 10 Öre Marken u. a mit Udstedet-Stempel (als Sparmarken verwendet).

    Udstedet Ikerasak (der Kolonie Umanak zugeordnet)

    L3-Stempel "Krone / Kolonie / Umanak"

    Viele Grüße

    DKKW

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    • Grönland Pakkeporto, 10 Öre, 7.1937 - 2.1938.jpg
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    • 28. Februar 2023 um 11:11
    • #17

    Hallo zusammen,

    ich hatte im letzten Beitrag geschrieben, dass die 20 Öre Pakkeporto Marke der von der Druckerei J.H. Schultz produzierten Ausgabe 1937 mit den Klischées der 1915er Ausgabe in 25er Bögen gedruckt wurde.

    20 Öre, rot, 25.000 Marken

    Ich kann hier vier Marken entwertet mit grönländischen Kolonie- und Udstedet-Stempeln zeigen. Die Marke in der zweiten Reihe ist vermutlich etwas oxidiert. Die linke und mittlere Marke in der oberen Reihe weisen Feldmerkmale auf, die bei Thorben Hjørne katalogisiert sind.

    Marke oben links: Pos. 17, Punkt unter der zweiten Welle links, L2-Stempel "Krone / Kolonien Jakobshavn"

    Marke oben mitte: Pos. 22, Rahmen oben links abgeschrägt, L2-Stempel "Udstedet Satut" (der Kolonie Umanak unterlegt)

    Marke oben rechts: L2-Stempel "Udstedet Sdr. Upernivik" (der Kolonie Upernavik unterlegt)

    Marke unten: L1-Stempel "Kolonien Upernavik"

    Viele Grüße

    DKKW

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    • 2. März 2023 um 10:04
    • #18

    Hallo zusammen,

    die 70 Öre Pakkeporto-Marke wurde mit den Klischées der 1930er Ausgabe von J. H. Schultz gedruckt.

    70 Öre, violett, 25.000 Marken

    Ich zeige die Marke mit einem (leider) undeutlichen Kolonie-Wappenstempel. Diese Stempel wurden meines Wissens fiskalisch verwendet.

    Viele Grüße

    DKKW

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    • 3. März 2023 um 10:07
    • #19

    Hallo zusammen,

    hier nun die letzte Pakkeporto Marke des Grönländischen Handelskontors. Es handelt sich um den bei J. H. Schultz in 25er Bögen mit den Klischées der 1930er Ausgaben Wert zu 1 Krone.

    1 Krone, gelb, 25.000 Marken

    Ich zeige diese Marke mit einem Teilabschlag eines Wappenstempels. Die Marke stammt von der Bogenpos. 18, Fleck unter dem Flügel der mittleren linken Möwe. Offenbar ist mein Zettel älter und bezieht sich auf ein anderes Werk, im Buch von Thorben Hjørne ist die Druckabweichung mit "r" bezeichnet.

    Es hat mir Spaß gemacht die alte Sammlung mal wieder rauszukramen, man bekommt Lust wieder anzufangen aber alle Grönlandinteressierten seien gewarnt, Pakkeporto wird, sobald man nicht nur etwas an der Oberfläche kratzt, schnell kostspielig.

    Kontrollratjunkie Ich hoffe, es waren genügend Anregungen für Dich dabei.

    Viele Grüße

    DKKW

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    • 7. März 2023 um 10:38
    • #20

    Hallo zusammen,

    hier noch ein Nachtrag "außer Konkurrenz"

    Die grönländische Post entdeckte wie so viele andere Postverwaltungen auch die Briefmarkensammler als nützliche Geldquelle. In den letzten jahren wurde der Philateliemarkt regelrecht mit grönländischen Marken-, Heftchen- und Blockausgaben geflutet.

    Da Paketpost im echten Postalltag in Grönland eine wichtige Rolle spielt gab es auf Grönland immer auch Marken mit hohen Nominalen für den Paketversand. Im Jahr 2005 erschien deshalb zum 100. Jubiläum der Ausgabe der Pakkeporto-Marken ein Wert zu 50 Kronen , gefolgt von weiteren Motvigleichen Werten zu 25 Kronen (2006) und 100 Kronen (2007). Um den Kommerz auf Spitze zu treiben erfolgte dann 2007 eine Blockausgabe mit aller drei Werten, na ja 175 Kronen sind kein Pappenstiel.

    Viele Grüße

    DKKW

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