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Pfennig Ausgabe des DR, 3 Pfennig, Mi. 39

  • DKKW
  • 31. Mai 2022 um 13:32
  • DKKW
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    9.991
    • 31. Mai 2022 um 13:32
    • #1

    Hallo zusammen,

    heute beginne ich mit der Pfennig-Ausgabe des Deutschen Reiches ( Mi. 39 bis 44).

    Bereits kurz nach Erscheinen der Pfennige-Ausgabe setzte in der deutschen Presse eine Diskussion über die richtige Pluralform der Pfennig-Währung ein. Schlussendlich führte diese Diskussion zur Pfennig-Ausgabe die ab 1880 die Marken der Pfennige-Ausgabe ablöste.

    Wie schon bei den anderen Ausgaben beginne ich mit der Literatur zum Thema.

    Natürlich kann man, wenn es ohnehin im Bücherregal steht, das altehrwürdige Kohl-Handbuch zu Rate ziehen. Ein Michel-Spezial ist unverzichtbar auch wenn er nicht neuesten Datums sein muss. Dann natürlich das bereits bei den Ausgaben Pfennige bzw. Krone/Adler genannte Handbuch von Michael Jäschke-Lantelme: Pfennige, Pfennig und Krone/Adler aus dem Jahr 2004.

    Das ausführlichste Handbuch dürfte Manfred Wiegands "Freigabenausgabe Pfennig - Deutsches Reich 1880 aus dem Jahr 2006 sein, 298 Seiten geballtes Wissen (€ 56,00 für Nichtmitglieder über die ARGE Krone/Adler). Aus irgendwelchen Gründen hat dieses Buch auch den Weg in mein Bücherregal gefunden.

    Deutlich günstiger ist das Büchlein von Udo Kraft: Ausgesuchte Plattenfehler der Ausgabe Pfennig. Für € 6,00 über die ARGE beziehbar (Preis für Nichtmitglieder)

    Ich beginne mit der 3 Pfennig Marke. Bei allen Wertstufen wird zwischen Frühauflagen(I) und Spätauflagen(II) unterschieden wobei diese Unterscheidung nur für ungestempelte Marken gilt, ich zeige nur gestempelte Marken also 39II.

    Bei den Farben unterscheidet der Michel:

    a) (mittel)grün 1880-1887

    aa) dunkelgrün 1884-1886

    b) (hell)gelblichgrün 1880-1884 und 1887-1889

    ba) gelbgrün (maigrün) 1883-1884

    c) mittelgelblichgrün 1882-1888 (selten und teuer) und 1887-1888

    Bis auf die Farbe aa) dunkelgrün kann ich alle Farben zeigen, die c-Farbe natürlich 1887 abgestempelt.

    Von der a-Farbe sind zwei Marken in meiner Sammlung, denn die rechte Marke ist mit einem Hoster-Maschinenstempel entwertet, eine ganz frühe Maschinenstempel-Type.

    Viele Grüße

    DKKW

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    • DR 39II a, b, ba, c, 3 Pfg. Pfennig Ausgabe, Farben.jpg
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  • DKKW
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    9.991
    • 1. Juni 2022 um 15:07
    • #2

    Hallo zusammen,

    neben den im vorigen Beitrag aufgeführten drei Haupt- und zwei Unterfarben nennt und zeigt Manfred Wiegand in seinem Handbuch weitere Unterfarben:

    39b-I: gelbgrün (1880-1884)

    39b-II: gelblichgrün bis stumpfgrün (1887-1890)

    39bb-I: dunkel-gelbgrün (1880-1881)

    39bb-II: dunkel-gelblichgrün (1887-1889)

    39bc: dunkelgrün (1888-1889)

    Ich habe nicht so viel Vergleichsmaterial bei den 3 Pfg. Marken aber bei diesen drei farbbestimmten Marken der Farbe b kann kann doch verschiedene Nuancen erkennen. Die linke Marke ist 1880 abgestempelt worden, unter Umständen ist das die Unterfarbe 39bb-I

    Viele Grüße

    DKKW

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    • DR 39IIb, Farbtöne.jpg
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  • DKKW
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    9.991
    • 2. Juni 2022 um 10:30
    • #3

    Hallo zusammen,

    von den im Michel bzw. im Handbuch gezeigten bzw. katalogisierten Plattenfehlern kann ich leider keinen vorweisen.

    Hier aber ein wunderschöner Kratzer im Markenbild. Er reicht von der 3 im rechten Schriftband bis zum breiten Innenrand rechts oben. Ich konnte weder unter der Visulette noch unter dem Fadenzähler eine Beschädigung des Papiers erkennen, es ist also tatsächlich ein nicht katalogisierter Plattenfehler.

    Viele Grüße

    DKKW

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    • DR 39IIb Kratzer im Markenbild oben rechts.jpg
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  • DKKW
    Stamm Mitglied
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    9.991
    • 3. Juni 2022 um 10:54
    • #4

    Hallo zusammen,

    hier noch eine 3 Pfg. mittelgelblichgrün (Mi. 39c) als Einzelfrankatur auf Ortsdrucksache aus Hamburg aus dem Jahr 1888. Ein eigenes Ortsporto gab es zu diesem Zeitpunkt nicht.

    Abgestempelt mit dem Kreisstempel "Hamburg 1 i 25.1.88 1-2N"

    Viele Grüße und ich wünsche allen Nutzern dieses Forums ein paar schöne Pfingstfeiertage, ab Dienstag gibt es voraussichtlich wieder mehr von mir zu lesen.

    DKKW

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    • DR 39IIc auf Ortsdrucksache aus Hamburg, 1888.jpg
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    • 6. Juni 2022 um 18:17
    • #5

    Hallo,

    bei dieser Pfennig-Markenserie gibt es Früh - und Spätauflagen.

    Wichtigstes Unterscheidungsmerkmal sind natürlich die Stempeldaten auf den Marken / Belegen.


    Bei postfrischen / ungebrauchten Marken gibt auch die rückseitige Markengummierung bzw. die Farbtiefe eine gute Hilfestellung.


    Wie schon bei der Markenausgabe der Pfennige-Serie gibt es bei der Pfennig-Serie auch Zähnungs - und Größenunterschiede.

    Gemessen werden diese Größen / Zähnungsunterschiede immer bis zu den Zähnungsgrundlöcher.

    Die normalen Marken haben in der waagerechten 13 Zähnungslöcher, bzw. sind zwischen 19,5 - 20,5 mm breit.


    Breite Marke. 14 vollständige Zähnungslöcher, bzw. mindestens 21 mm breit.


    Schmale Marke. 12 vollständige Zähnungslöcher, bzw. höchstens 19 mm breit.


    Verbreiterte Marke. Unvollständiges 14 Zähnungsloch, bzw. mindestens 20,5 mm breit.

    Es fehlt noch die Zähnungsvariante " verschmälerte Marke.

    Bei dieser beträgt die Markenbreite bis zum Zähnungsgrund max.19,5 mm, bzw. ein unvollständiges 13. Zähnungsloch.


    mfg

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    • 11. Juni 2022 um 19:04
    • #6

    Hallo.

    Zwei Belege der Nr 39 zeige ich mal.

    Da wäre die erste und die laut Michel-Briefekatalog auch die teuerste.

    Einzelfrankatur in der seltenen Farbvariante dunkelgrün. "aa".

    Drucksache von Alfeld an der Leine nach Stuttgart. Abgestempelt am 16.7 1888 mit einem Einkreis-Schilling Stempelgerät.


    Die zweite ist auch eine Einzelfrankatur in der Farbvariante mittelgelblichgrün. "c"

    Offener Minibrief von 9,8 x 6,0 cm als Drucksache versendet von Saarbrücken nach Heinitz. Abgestempelt am 31.12.1887 auch mit einem Einkreis-Schilling Stempelgerät.

    mfg

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  • erron
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    • 14. Juni 2022 um 20:44
    • #7

    Hallo.

    Die drei Plattenfehler, die im Michelkatalog aufgeführt sind, fehlen noch.

    Der PF III zeigt einen Bruch der unteren waagerechten Linie im Kopf der Wertziffer und zusätzlich eine Verdickung des "P" in Post.

    Die Bewertung liegt bei 15 MichelEuro.

    Der zweite (Nr IV) ist der Ausbruch zwischen der Schnur der Kordel und dem Posthorn.

    Mit 20 MichelEuro wird dieser bewertet.

    Und der dritte (V) sind die gut sichtbaren "Riesenperlen" über dem Posthorn..

    Er liegt bei 70 MichelEuro.

    Natürlich gibt es viele weitere kleinere und größere Plattenfehler (Druckzufälligkeiten) von dieser 3 Pfg. Ausgaben.

    mfg

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  • DKKW
    Stamm Mitglied
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    9.991
    • 3. August 2022 um 12:55
    • #8

    Hallo zusammen,

    bei den 3 Pfennig Marken fehlte mir noch die Farbe dunkelgrün (Mi. 39aa). Nun hier ist sie aus der 2. Verwendungsperiode (laut Michel 1880-84 und 1886-89) aus "Frankfurt (Main) 1a 1.9,86"

    Viele Grüße

    DKKW

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    • DR 39aa, 3 Pfennig, dunkelgrün.jpg
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