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  4. Stempel

Aptierte Stempel allgemein

  • Vichy
  • 16. Februar 2019 um 10:32
  • thjohe
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.176
    • 12. Juni 2019 um 16:38
    • #21

    Gerade untergekommen - ein alter bayerischer Zweikreiser. Diese hatten ursprünglich ein V bzw. N für Vor- bzw. Nachmittag. Irgendwann in den 30er? wurden diese Veteranen auf 24 Stunden umgearbeitet.

    Hier nur erkennbar am fehlenden V für Vormittag

    Bilder

    • München22-Typ-a-1935-04-09.jpg
      • 89,66 kB
      • 779 × 749
      • 252
  • Vichy
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    • 30. Oktober 2020 um 17:52
    • #22

    Kinder wie die Zeit vergeht...

    Heute mal wieder einen schönen Stempel in die Hände bekommen :)

    Erst dachte ich die "20" wäre aptiert worden, aber auch ohne diese Zahl erscheint der Ortsname nicht symmetrisch. Nun habe ich wohl den Urstempel gefunden. Und so passt es, anscheinend wurde das Postamt aufgelöst und der Stempel dem Postamt 1 zugewiesen.

    Siehe hier: https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/255298

    Stempel aus PEINE gesucht bis 1963

  • Christoph 1
    Stamm Mitglied
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    4.844
    • 30. Oktober 2020 um 20:48
    • #23

    Hallo Vichy,

    interessante Vermutung! Aber ich glaube, Du bist auf dem Holzweg. Schau Dir mal das nachfolgende Bild an:

    Ich habe beide Stempel in der Größe angepasst und direkt nebeneinander gestellt. Dabei sieht man zwei Dinge:

    1. Die verwendeten Zeichen im Stempeltext sind bei den beiden Geräten nicht identisch. Besonders deutlich wird das bei der 2 (in 20 - beachte hier den abgeflachten "Kopf" der 2 im rechten stempel) und beim p unten im Stempelkopf (beachte hier den deutlich "aufgeblähten Bauch" des p im linken Stempel

    2. Durch die von mir eingefügten blauen Hilfslinien wird deutlich, dass die beiden Geräte eine unterschiedliche Stempelgeometrie aufweisen. Beispielsweise endet der senkrechte Strich, der vom Punkt hinter dem Tagesdatum (links hinter der 17, rechts hinter der 20) nach oben führt, im rechten Stempel genau im Buchstaben L von HILDESHEIM, im linken Stempel jedoch deutlich links des L. Die senkrechte Linie vom Hals des p nach oben endet im linken Stempel genau auf der Linie des E von Hildesheim. Im rechten Stempel deutlich links des E.

    Noch besser könnte man das vermutlich sehen, wenn man die beiden Stempel grafisch bearbeitet und übereinander legt. Aber dazu fehlen mir leider die technischen Möglichkeiten.

    Ich gehe davon aus, dass es sich um zwei verschiedene Stempelgeräte handelt.

    Viele Grüße

    Christoph

  • Vichy
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    • 31. Oktober 2020 um 09:00
    • #24

    Hallo Christoph, danke für deine Mühe. Ohne beide Stempelabdrücke im Original vor sich zu haben sind genaue Vergleiche immer schwierig. Deine Aufarbeitung hört sich ganz logisch an. Anhand der doch unterschiedlichen Qualität des Abschlages hatte ich mich nicht näher mit Milimeterarbeit beschäftigt. Das mit der 2 in 20 ist aber sehr offensichtlich. Gut das es dich/euch gibt die einen zurechtweisen können ;) Na immerhin aptiert wurde hier, da lässt sich nicht dran rütteln...

    Gruß

    PS: Christoph 1 also wenn ich den Stempel in der Datenbank einstelle dann kein Hinweis auf den bereits vorliegenden Stempel?

    Stempel aus PEINE gesucht bis 1963

  • Christoph 1
    Stamm Mitglied
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    4.844
    • 31. Oktober 2020 um 18:22
    • #25
    Zitat von Vichy

    PS: also wenn ich den Stempel in der Datenbank einstelle dann kein Hinweis auf den bereits vorliegenden Stempel?

    Du kannst, wenn Du möchtest, auf den sehr ähnlichen Stempel verweisen und die Unterschiede kurz beschreiben. Im Feld "Beschreibung" oder unter "Anmerkungen". Muss aber nicht zwingend sein.

    Gruß

    Christoph

  • Vichy
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    • 6. Januar 2021 um 18:52
    • #26

    Hallo, ein Stempel der mit sehr vielen unterschiedlichen Unterscheidungsbuchstaben vorkommt, ist der aus der Messestadt Leipzig.

    Viele von denen wurden auch aptiert. Einen zeige ich euch heute.

    Hier wurde scheinbar "Messestadt" und das Messelogo entfernt. Einen ähnlichen unaptierten Stempelabdruck findet man hier: https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/1415

    Stempel aus PEINE gesucht bis 1963

  • Vichy
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    • 6. Februar 2021 um 14:56
    • #27

    Hallo, ähnlich den Leipziger Stempeln erging es denen aus München. Auch hier mussten eine Vielzahl an Geräten "gesäubert" werden.

    Auf einem Einschreiben fanden sich gleich drei aptierte Stempel

    Stempel aus PEINE gesucht bis 1963

  • Goldregen
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    • 14. April 2021 um 22:54
    • #28

    Ich glaube, ich habe einen:

    Wenn ja, vielleicht kann jemand den unaptierten Stempel zeigen?

  • Christoph 1
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    • 14. April 2021 um 23:04
    • #29

    Hallo Peter,

    ja, das ist ein aptierter Stempel. Die Postleitgebietszahl (22a) wurde aptiert (entfernt), weil 1962 die neuen PLZ eingeführt wurden. Die Verwendungszeit dürfte auf maximal 2 Jahre begrenzt sein.

    Den ursprünglichen Stempel von diesem Gerät kann ich nicht zeigen, aber einen sehr ähnlichen.

    Gruß, Christoph

  • Vichy
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    • 11. September 2021 um 09:29
    • #30

    Hallo Freunde,

    selbst im kleinen Landkreis gab es eine Menge an Poststempeln die überarbeitet wurden.

    Bei manchen Typen war es mir bisher trotz intensiver Suche nicht möglich genug Material zu finden - einiges fehlt mir sogar gänzlich im Original. Dazu aber später.

    Heute aber einen Fund, den ich belegen kann :)

    Zuerst befand sich folgender Stempel in meinem Besitz:

    Eine relative späte Verwendung, die gleich anmutet das da etwas verändert wurde.

    EInige Zeit später bekam ich weitere Abschläge, die immerhin die Verwendungszeit ausweiten.

    Per Zufall fand sich dann nach Jahren ein Stempel mit passendem Buchstaben UND Sternen. In meinen Augen also die Urform.

    Leider besitze ich hiervon nur diesen einen Abschlag. Aufgrund der Qualität lässt sich nicht immer zu 100 % sagen ob es sich um dasselbe Stempelgerät handelt.

    Gerne höre ich hierzu eure geschätzte Meinung.

    Sicher gibt es noch ältere Stempeldaten. Man muss also weiter die Augen auf halten.

    Gruß

    Stempel aus PEINE gesucht bis 1963

  • Vichy
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    • 23. Januar 2022 um 15:34
    • #31

    Hallo,

    hier zeige ich euch heute wieder einen aptierten Stempel.

    Der Absender wohnte in 6251 Aull über Diez

    Hier nun der von der "22 b" befreite Stempelabdruck:

    Das unbearbeitete Gegenstück findet sich hier:

    https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/143003

    Stempel aus PEINE gesucht bis 1963

  • Online
    rama
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    1. April
    • 23. Januar 2022 um 20:45
    • #32

    Vichy Beitrag #20

    Ortswerbestempel Nideggen hier wurde die alte PLGZ 22c entfernt.

    OPD Köln 22c

    OPD Düsseldorf 22a

    Mit Datum vom 4.11.1961 erfolgte die allgemeine Einführung der neuen vierstelligen Orts-Postleitzahl.

    Die Auslieferung erfolgte wohl alphabetisch und erstreckte sich über ein längeren Zeitraum.

    Aus diesem Grunde wurde verfügt die alte PLGZ aus den Stempeln zu entfernen. Mit der Auslieferung deruen Stempelgeräte sollten die Alten eingezogen werden.

    Für 5303 Bornheim war der erste Verwendungstag des Neuen Stempels der 26.11.1961

    man verwendete aber noch R-Zettel mit der Amtskennzahl.

    viele Grüße

    rama

  • Vichy
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    • 30. Januar 2022 um 18:15
    • #33

    Hallo,

    wieder einmal hat mir @omega-man netterweise einen Beleg mit einem Stempelabschlag aus Peine völlig unkompliziert zugeschickt.

    Dabei handelt es sich, wer hätte es gedacht, um einen aptierten Stempel.

    Hier nun beide Typen:

    Hier ist deutlich zu erkennen wie die "(20 a)" entfernt wurde. Der Stempel mit dem UB "k" wurde meines Wissens nach nur für Einschreiben etc benutzt. Jedenfalls habe ich noch keinen 08/15 Brief / Postkarte mit dieser Abstempelung gesehen.

    Anhängend noch zwei Belege in voller Größe:

    Stempel aus PEINE gesucht bis 1963

  • Online
    rama
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    • 30. Januar 2022 um 20:29
    • #34

    Hallo Vichy

    bevor ich auch ein Beispiel zu aptierten Stempeln zeige noch eine Anmerkung:

    Bei größeren Postämtern waren die verschiedenen Stempel mit den Unterscheidungsbuchstaben jeweils einer bestimmten Stelle zugeordnet und wurden so auch intern dokumentiert. So findet man diese Stempel am Schalter (wie bei dir der k-Stempel) , Postabgang, Paketschalter, Zustellkasse, etc.

    Das System diente auch zur Kontrolle.


    So nun zu meinen Belegen die ich auch in der Gruppe Poststellen II zeigen werde:

    (22c) Lechenich d 3.11.60

    Lechenich d 20.9.62 -12 hier wurde die PLGZ 22c aptiert

    gruß

    rama

    viele Grüße

    rama

  • Vichy
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    • 12. März 2023 um 10:38
    • #35

    Hallo,

    auch hier mal wieder Leben reinbringen.

    Soeben habe ich diesen aptierten Stempel wiedergefunden.

    Duisburg 1 UB "bo" vom 30.08.1962

    hier wurde höchstwahrscheinlich die "22a" aptiert.

    Einen Stempelabdruck mit der Ursprungsform konnte ich nicht finden.

    Stempel aus PEINE gesucht bis 1963

  • Christoph 1
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    • 12. März 2023 um 12:23
    • #36

    Hallo Vichy

    ich habe einen ähnlichen Stempel gefunden, bei dem man auch die vorgenommene Aptierung sehr schön sehen kann.

    Viele dieser Aptierungen wurden nicht sonderlich sorgfältig durchgeführt.

    Zu diesem Stempel kann ich auch den Zustand vor Aptierung zeigen:

    (Quelle: https://philastempel.de/stempel/zeigen/354436 )

    Gruß

    Christoph

  • Vichy
    Stamm Mitglied
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    • 27. August 2023 um 09:31
    • #37

    Hallo,

    heute zeige ich euch noch analog zu Beitrag #26 einen weiteren aptierten Leipzig Stempelabdruck.

    Stempeldatum ist der 8. Juli 1947

    Stempel aus PEINE gesucht bis 1963

  • Vichy
    Stamm Mitglied
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    • 28. Juli 2024 um 14:07
    • #38

    Hallo, heute fiel mir wieder ein aptierter Stempel in die Hände.

    20 Dassel (Kr Einbeck) mit UB "a" - hier wurde eindeutig die PGLZ 20 nachträglich eingefügt

    Stempel aus PEINE gesucht bis 1963

  • labarnas
    Stamm Mitglied
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    • 29. Juli 2024 um 06:44
    • #39
    Zitat von Vichy

    Hallo,

    eine weitere große Gruppe der aptierten Stempel ordne ich dem Bereich PGLZ (Postgebietsleitzahl) zu, die in der Bundesrepublik von 1944 bis 1962 galten und die Vorgänger der modernen Postleitzahl sind.

    Viele Stempel wurden nachträglich mit einer PGLZ bestückt

    So zeigt es auch das heutige Beispiel aus Gross Ilsede. Dem Stempel wurde die PGLZ "20" hinzugefügt. Dadurch ist der Ortsname im Stempelbild nicht mehr symmetrisch angeordnet.

    Alles anzeigen

    Würde hier gern mal eine Frage einschieben, die mich schon lange beschäftigt. Durch die Auflösung bestimmter RPD, wie die von Frankfurt (Oder), im Jahr 1945, aber auch durch Neuzuordnungen in der Zuständigkeit von OPD, wie bei Görlitz oder Niesky, waren Anpassungen bei der Postgebietsleitzahl erforderlich. So hatte Görlitz eine (10a).

    Mich interessiert, ob es für diese Situation der Anpassung der Poststempel eine zentrale Verfügung gab. Die sowohl das Aussehen (Gestaltung) als auch die Beschaffung (wer war der Hersteller?) und die Frist zur Umsetzung festlegte. Oder war da jede Poststelle eigenverantwortlich?

    Viele Grüße

    labarnas

    Forschungsgemeinschaft DDR Plattenfehler

    zurzeit nur selten anwesend, wegen privater Probleme

  • Christoph 1
    Stamm Mitglied
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    • 29. Juli 2024 um 11:02
    • #40

    Hallo labarnas

    ich kann Deine Frage zwar nicht zufriedenstellend beantworten, aber eine Vermutung und eine Leseempfehlung geben:

    Vermutung: Es gab vermutlich in den Wirren der Nachrkiegszeit keine klare und einheitliche Regelung. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wurde die Verantwortung für die Veränderung an den Stempelgeräten den Postämtern oder deren Direktionen überlassen. Das Ausfeilen und Anpassen der Ziffern wurde vermutlich in Eigenregie und nicht durch die Stempelhersteller vorgenommen. Deshalb sehen manche Aptierungen auch sehr "nachlässig" aus.

    Empfehlung: Es gibt in der Schriftenreihe der Poststempelgilde einen Band #139 von Peter Griese mit dem Titel "Postleitgebietszahlen 1944-1961". Der Band aus dem Jahr 2001 ist zwar offiziell vergriffen, aber ich würde an Deiner Stelle mal direkt in der Geschäftsstelle der PSG nachfragen.

    Beste Grüße

    Christoph

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