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  4. Stempel

Brief 1923 mit seltsamen "Köln"-Stempeln wie Kartoffeldruck

  • chrisold
  • 14. Oktober 2018 um 11:07
  • chrisold
    neues Mitglied
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    Geburtstag
    1. Januar 1900 (126)
    • 14. Oktober 2018 um 11:07
    • #1

    Ich durchforste gerade alte Sammlungsstapel aus dem Familienarchiv.

    Mit den Stempeln auf diesem Brief/dieser versiegelten Geldsendung 1923 vom Bankhaus Stein aus Köln nach Frankfurt bin ich komplett überfordert.

    Die 23,7Mrd wurden mit einem kartoffeldruckartigen, vermutlich handgefertigten Kölnstempel entwertet.

    Das N von Köln ist auch noch spiegelverkehrt. Der Poststempel lässt wiederum Frankfurt erkennen, was aber der Empfängerstandort war.

    Der Brief ist 100% authentisch. Mein Vorfahr müsste die Geldsendung nach meinen Infos sogar selbst entgegengenommen haben.

    Trotz aller Recherche habe ich etwas ähnliches nirgends gefunden.

    So hoffe ich, dass einem von Euch so etwas schonmal begegnet ist.

    Bilder

    • PSX_20181014_113554.jpg
      • 478,87 kB
      • 1.122 × 600
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      • 501
  • Schildescher
    Stamm Mitglied
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    • 14. Oktober 2018 um 11:49
    • #2

    Ob Kartoffelstempel oder Grobsendungsstempel oder, oder, oder,...mit fortschreitender Inflation wurden immer mehr Briefmarken auf den Briefen verklebt und diese mussten in irgendeiner Art und Weise entwertet werden. In der Regel wurde ein Tagesstempel auf dem Beleg und dann die Grobsendungsstempel oder auch Striche auf den Briefmarken abgeschlagen. Warum bei dir der Tagesstempel fehlt und/oder FFM (AKS) angebracht ist kann ich so nicht 100% erkennen.

    Einfach mal Google öffnen, die Bildersuche und dann Grobsendungsstempel Cöln eingeben. Dort findest du einen weiteren Grobsendungsstempel "Cöln" mit Absender des Bankhauses Stein. Leider kann ich die Postamtsnummer (14?) nicht zweifelsfrei erkennen. Und da ich nicht der Urheber bin nur der Hinweis zur Googlesuche.

    Schildescher

    Ich mag Vollstempel (keine Versandstellenstempel) folgender Gebiete;

    Bund (bis zum Mauerfall)
    Berlin (u.a. Berliner Bauten , Mi.- Nr. 42- 60)
    DR /Dt. Kolonien / DSWA

    Keulen/ Cöln/ Coeln/ Köln bis 1940

    rote besondere AFS/PFS

  • chrisold
    neues Mitglied
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    5
    Geburtstag
    1. Januar 1900 (126)
    • 14. Oktober 2018 um 13:58
    • #3

    Vielen Dank für die Info...der Begriff Grobsendungsstempel fehlte mir bei meiner Suche.

    Wurden diese Stempel häufiger "handgeschnitzt"? Gefunden habe ich jetzt bei Google nur den "Cöln", der auch eher handgemacht aussieht.

    Köln mit spiegelverkehrtem "N" scheint dann wohl ein seltenes Werk eines Post-Stifts zu sein ;)

    Der Frankfurter Stempel von 13.??.23 ist der einzige Tagesstempel/weitere Stempel auf dem Brief.

    Was für realistisch denkbare Ursachen könnte das haben? Empfänger, wie erwähnt saß in Frankfurt.

    Für mich ist das Ganze insoweit von Bedeutung, als dass ich die Sammlung nach dem Aschenputtelprinzip sortiere.

    Wertige, sei es pekuniär oder persönlich wertvoll, dokumentieren und für die eigene Sammlung und die Nachkommen behalten, wertlose und vielfache zur Weitergabe absortieren und besonders hochwertige zum Prüfer.

    Letztere ab Porschegegenwert evtl. gegen einen solchen tauschen :)

  • Schildescher
    Stamm Mitglied
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    1.501
    Geschlecht
    Männlich
    • 14. Oktober 2018 um 14:11
    • #4

    Dann probiere es bei Tante Google nochmals mit Suche nach

    Not- und Behelfsentwertungen im Inflationzeitraum bis 1923

    Diese Themen sind hinreichend im Internet hinterlegt/ weiter verlinkt. Der FFM -Stempel könnte ein Ankunftstempel (AKS) sein.

    Schildescher

    Ich mag Vollstempel (keine Versandstellenstempel) folgender Gebiete;

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  • chrisold
    neues Mitglied
    Beiträge
    5
    Geburtstag
    1. Januar 1900 (126)
    • 14. Oktober 2018 um 14:36
    • #5

    Danke, werde ich tun. Da Google mittlerweile bei Suchen zu 98% Shoppingergebnisse anzeigt, werden präzise relevante Begriffe für fachliche Suchen und Ergebnisse immer wichtiger.

  • jmh67
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.283
    • 14. Oktober 2018 um 20:06
    • #6
    Zitat von chrisold

    Danke, werde ich tun. Da Google mittlerweile bei Suchen zu 98% Shoppingergebnisse anzeigt, werden präzise relevante Begriffe für fachliche Suchen und Ergebnisse immer wichtiger.

    Auf Prozentzahlen möchte ich mich da nicht festlegen, aber Googles "Suchmaschine" ist IMHO ganz klar zum Marketinginstrument verkommen. Früher gab's mal Altavista, die hatte noch richtig exakt gesucht, ist aber leider von der Bildfläche verschwunden.

    Zurück zu den Grobsendungs- und Behelfsstempeln: Ja, handgemachte Stempel gab es mehrfach. Gummibänder auf ein Stück Holz geklebt, Korkstempel, irgendwelche Gummikanten ... Im Nachbarforum bei philaseiten.de wurden auch schon etliche Beispiele gezeigt.

    -jmh

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