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100-EUR-Luther-Münze in Gold kostet 640,85 EUR

  • kartenhai
  • 29. September 2017 um 10:35
  • kartenhai
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    29.309
    Geschlecht
    Männlich
    • 29. September 2017 um 10:35
    • #1

    Was ich als gelegentlicher Münzsammler nie verstehen werde:

    Warum kostet eine Sondermünze wie die hier am 2. Oktober herauskommende UNESCO-Welterbe-Ausgabe, die einen aufgedruckten Nennwert von 100,- EUR hat, 640,85 EUR (offizieller Ausgabepreis!)? Mir ist natürlich klar, daß hier der aktuelle Goldwert (1/2 Unze Gold 999,9) zur ersten Preisfindung herangenommen wird, aber dann könnte man doch auch einen Nennwert von mindestens 500,- EUR auf die Münze prägen. Irgendwie ist das Ganze unlogisch, ich würde diese "Münze" deshalb trotz Nominale als "Medaille" bezeichnen.

    Daß die Sammler das mitmachen, diese Ausgabe ist sicher schon lange bei der Versandstelle für Münzen wieder mal ausverkauft, egal was sie kostet.


    Gruß kartenhai

    Bilder

    • UNESCO Luther Goldmünze 2017.jpg
      • 59,85 kB
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      • 185
  • kartenhai
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    29.309
    Geschlecht
    Männlich
    • 29. September 2017 um 10:38
    • #2

    In einem Münzforum findet man Antworten darauf:


    Gruß kartenhai

  • Jean Philippe
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    8.092
    • 29. September 2017 um 10:56
    • #3

    Naja, sehr erhellend ist das angegebene Forum nicht.

    Aber der Grund liegt darin, dass Sammler nicht unbedingt rational agieren und bereit sind für eine Münze (die rein gesetzlich Zahlungsmittel ist) mehr zu zahlen als für eine Medaille.

    Der Herausgeber der Münze hingegen hat überhaupt kein Interesse daran, dass diese Münzen wirklich zum Zahlen benutzt werden und schon gar nicht, dass er sie gegebenenfalls zur Nominale zurücknehmen muss (wie z.B. mit Silbermünzen schon geschehen).

    Gruss
    Jean Philippe

    Gruss,

    Jean Philippe

  • jpd
    Gast
    • 29. September 2017 um 13:07
    • #4

    Hallo!

    Das ist schlicht ein Sammlerprodukt, bei dem man mit einer Auflage geringer als der (aktuellen) Nachfrage Sammler zum zahlen solch hoher Preise bringen kann. Bei einem Preis deutlich über Nominal- und Materialwert ist das ein gutes Geschäft, und so mancher Sammler wähnt sich als schlauer Anleger, der seine Schätze später mit dicken Gewinn verkaufen kann.

    Der Haken an der Sache: Das funktioniert nur, wenn zum Zeitpunkt des Verkaufs die Nachfrage größer geworden ist, denn über den Materialwert ist kaum eine Steigerung möglich. Das kommt bei Sammlerprodukten in Einzelfällen vor, in der der Masse aber eher nicht.

    Nicht umsonst unterscheidet man zwischen Sammler- und Anlagemünzen...

    Grüße
    Jens

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