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  4. Stempel

OPD Schwerin 1945 - 1952

  • Briefmarkentor
  • 5. September 2017 um 19:15
  • Briefmarkentor
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    • 5. September 2017 um 19:15
    • #1

    Hallo Zusammen,

    das Ziel dieses Themas ist es, einen möglichst vollständigen Überblick über die auf der Gebiet der Oberpostdirektion Schwerin in der Zeit von 1945 bis 1952 verwendeten Stempelgeräte zu bekommen und Fälschungen zu dokumentieren.

    In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges drangen von Osten die Rote Armee der Sowjetunion und von Westen US-amerikanische Truppen auf das Gebiet der späteren Oberpostdirektion Schwerin vor. Besonders in Vorpommern im Osten kam es dabei noch zu schweren Kampfhandlungen. Durch diese gingen in etliche Postanstalten die Stempelgeräte verloren, was in der Nachkriegszeit zu allerlei Provisiorien führte.

    Doch greifen wir nicht vorweg. Stellen wir uns zuerst die Frage, wie das Stempelgerät eines Postamtes oder eine Poststelle I zur damaligen Zeit aussehen sollte.

    In der Abbildung 1 seht ihr einen Stempelabschlag eines Stempelgerätes, wie es nach der Norm aus dem Jahre 1931 in allen Postämtern und Poststellen 1 der Deutschen Reichspost eingeführt worden sein sollte. Nach der Terminologie von Hans-Joachim Anderson handelt es sich um einen Zweikreisstegstempel. Der Durchmesser des Stempelgerätes beträgt 28,5 mm.
    Diese Zweikreisstegstempel gab es in einigen wenigen Postämtern auch schon mit einer eingefügten (aptierten) Postleitgebietszahl, wie die Abbildung 2 zeigt.
    In kleineren Postanstalten mit geringem Postaufkommen kamen aber auch noch Stempelgeräte mit früheren Formen vor, wie ihr in der Abbildung 3 seht.

    Über Unterstützung würde ich mich sehr freuen.

    Viele Grüße

    Marko

    Bilder

    • 1945-02-23 Rostock S.jpg
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    https://www.dropbox.com/scl/fo/831ungh…t=zbkbzwpv&dl=0

    Einmal editiert, zuletzt von Briefmarkentor (5. September 2017 um 19:16)

  • Briefmarkentor
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    • 5. September 2017 um 19:38
    • #2

    Den Anfang macht ein Provisorium der Poststelle I in Ankershagen. Dort standen den Postangestellten scheinbar keinerlei Stempelgräte zur Verfügung und man behalf sich mit einer handschriftlichen Entwertung der Postwertzeichen. Laut Büchner [1] erfolgte diese Entwertung in schwarzer Tinte bis zum August 1946. Richter [2] nennt gar einen Verwendungszeitraum bis Oktober 1946

    [1] Heinz Büchner - "Beiträge zur Postgeschichte Mecklenburg-Vorpommerns"
    [2] Hans-J. Richter - "Mecklenburg-Vorpommern die Stempel der Postämter, Zweigpostämter und Poststellen 1945-1952"

    Bilder

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    https://www.dropbox.com/scl/fo/831ungh…t=zbkbzwpv&dl=0

  • DKKW
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    • 5. September 2017 um 19:48
    • #3

    Hallo Briefmarkentor,

    wirklich beeindruckend was Du da an Stempeln bzw. Entwertungen zeigst. Leider werde ich nur interessiert zukucken können. Ich habe zwar einige wenige Briefmarken aus Meck-Pomm aus dieser Zeit aber keinerlei Belege. Ich drück Dir die Daumen, dass sich einige Mitstreiter finden.

    Viele Grüße
    DKKW

  • Briefmarkentor
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    • 7. September 2017 um 10:30
    • #4

    Das Postamt in Torgelow in Pommern verwendete seit mindestens 1937 verschiedene Stempelgeräte in der Form des Zweikreisstegstempel. In den Abbildungen 1 und 2 seht ihr den Abschlag eines solchen Stempels vom 19. September 1944. Zu dieser Zeit gehörte das Postamt Torgelow zur Reichspostdirektion Stettin und war der Postleitgebietszahl 4 zugeordnet.

    Büchner schreibt in seinem Buch [1], dass sich der Postbeamte beim Nahen der Roten Armee mit den Stempelgeräten Richtung Westen absetzte, wo diese verloren gingen. Jedoch war noch das defekte und seit etwa 1923 nicht mehr genutzte Stempelgerät in der Form Kreisstegstempel mit Gitterbogen oben und unten TORGELOW * * * vorhanden. Also wurde dieser Altstempel nach dem Krieg wieder in Gebrauch genommen.

    Zu diesem Zeitpunkt fehlte dem Stempelgerät das Datumswerk. Von Seiten der Postangestellten behalf man sich mit verschiedenen Zusatzstempeln, um das Datum hinzuzusetzen. In der Abbildung 3 seht ihr einen Abschlag vom 24. August 1945. Bei diesem verwendete man einen Datumsstempel TT.MM.JJ und violette Stempelfarbe.

    [1] Heinz Büchner - "Beiträge zur Postgeschichte Mecklenburg-Vorpommerns"

    Bilder

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    https://www.dropbox.com/scl/fo/831ungh…t=zbkbzwpv&dl=0

  • Briefmarkentor
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    • 7. September 2017 um 10:35
    • #5

    Die nachfolgenden Abbildungen zeigen Datumsstempel TT.MM, bei denen schwarze Stempelfarbe benutzt wurde. Bei diesen Datumsstempeln kann man mindestens zwei verschiedene Typen unterscheiden. Neben Differenzen in der Darstellung der Ziffern unterscheiden sich diese beiden in der Höhe (5 mm und 6 mm).

    Durchmesser: 25,0 mm
    Form: Kreisstegstempel mit Gitterbogen oben und unten
    Textzeilen: Ein Bogen oben, eine Zeile, ein Bogen unten (bozbu)
    Verwendung: Tagesstempel

    Bilder

    • 1945-10-29 Torgelow S.jpg
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    https://www.dropbox.com/scl/fo/831ungh…t=zbkbzwpv&dl=0

    2 Mal editiert, zuletzt von Briefmarkentor (7. September 2017 um 10:38)

  • Briefmarkentor
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    • 11. September 2017 um 07:16
    • #6

    Zwischen dem 7. Februar und dem 25. Februar 1946 wurde das Datumswerk des Stempelgerätes TORGELOW / * * * repariert. Dabei verwendete man nicht das ursprüngliche Datumswerk, welches bei der Uhrzeitangabe noch die Buchstaben V und N nach der Zeit verwendete, sondern eines mit 24-Stunden-Anzeige.

    Die Abbildung 1 zeigt einen Abschlag des reparierten Stempelgerätes, Abbildung 2 einen Abschlag des ursprünglichen Stempelgerätes aus dem Jahr 1913.

    Bilder

    • 1946-02-25 Torgelow S.jpg
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    https://www.dropbox.com/scl/fo/831ungh…t=zbkbzwpv&dl=0

    2 Mal editiert, zuletzt von Briefmarkentor (11. September 2017 um 07:19)

  • Briefmarkentor
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    • 11. September 2017 um 07:19
    • #7

    Die Nutzung des reparierten Stempelgerätes TORGELOW / * * * kann ich bisher bis zum Juli 1946 dokumentieren.

    Bilder

    • 1946-03-06 Torgelow S.jpg
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    https://www.dropbox.com/scl/fo/831ungh…t=zbkbzwpv&dl=0

  • Briefmarkentor
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    • 15. September 2017 um 07:21
    • #8

    Für das Postamt in Güstrow verzeichnet Richter [1] die Nutzung des Stempelgerätes (3) GÜSTROW / l für den Zeitraum von Mai 1945 bis September 1948.

    Bei diesem Stempelgerät wurde die Postleitgebietszahl 3 (vormals Reichspostdirektion Schwerin) aptiert, was sich leicht an der asymmetrischen Stellung im Stempelgerät feststellen lässt. Außerdem ist der obere Steg gebrochen.

    [1] Hans-J. Richter - "Mecklenburg-Vorpommern die Stempel der Postämter, Zweigpostämter und Poststellen 1945-1952"

    Bilder

    • 1945-06-02 Güstrow S.jpg
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    https://www.dropbox.com/scl/fo/831ungh…t=zbkbzwpv&dl=0

  • Briefmarkentor
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    • 15. September 2017 um 07:23
    • #9

    Hier nun noch weitere Abschläge zu diesem Stempelgerät aus meiner Sammlung.

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    • 1945-09-03 Güstrow S.jpg
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    https://www.dropbox.com/scl/fo/831ungh…t=zbkbzwpv&dl=0

    Einmal editiert, zuletzt von Briefmarkentor (15. September 2017 um 07:24)

  • Vogelfuchs
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    • 16. September 2017 um 08:00
    • #10

    Hallo,

    auch für diesen Zeitraum habe ich Stempel aus Marlow, die ich im Folgenden zeigen möchte (und dies in meinem Heimatsammlungsthread auch schon tat ;) )

    Den Anfang macht das Stempelgerät (3) MARLOW (MECKL) a vom 06.09.1950.

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    • 1950-09-06 (3) MARLOW (MECKL) a.jpg
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    Einmal editiert, zuletzt von Vogelfuchs (16. September 2017 um 08:03)

  • Vogelfuchs
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    • 16. September 2017 um 08:01
    • #11

    ...weiter geht es mit (3) MARLOW (MECKL) b vom 07.02.1946.

    Bilder

    • 1946-07-02 (3) MARLOW (MECKL) b.jpg
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    Einmal editiert, zuletzt von Vogelfuchs (16. September 2017 um 08:02)

  • Vogelfuchs
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    • 16. September 2017 um 08:05
    • #12

    ...und zu guter letzt das Stempelgerät MARLOW (MECKL) c vom 12.11.1945.


    Grüße,
    Stefan

    Bilder

    • 1945-11-12 MARLOW (MECKL) c.jpg
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  • miasmatic
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    • 7. Oktober 2017 um 13:50
    • #13

    Moin zusammen,

    ich zeige heute einen Abschlag des Stempelgerätes (3) SCHWERIN (MECKL) 2 c vom 27.12.1946 auf einer Drucksache nach Eckernförde.
    Links unten ist zusätzlich der Stempel der Britischen Zensurstelle 0874 (?) für Deutschland abgeschlagen.

    Viele Grüße,

    miasmatic

    p.s.: Ich bin zwar nicht sicher, ob ich mit dem Stempel bzw. der Briefhülle hier richtig bin, hoffe dies aber sehr ;-))
    Ansonsten bitte ich einen der Admins, meinen Beitrag entsprechend zu verschieben oder um kurzen Hinweis, wohin ich ihn selbst verschieben soll.

    Bilder

    • OPD Schwerin 1945 - 1952 Stempel Schwerin Zensurpost nach Eckernförde 27121946.jpg
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    Im Gegensatz zum Hirn meldet sich der Magen, wenn er leer ist. - Unbekannt

  • Wandervogelgelb
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    14. Februar 1959 (67)
    • 16. November 2017 um 16:29
    • #14

    Klein Lunow-Boddin Kr. Malchin Meckl. c vom 2.1.1952.

    Bilder

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    Einmal editiert, zuletzt von Wandervogelgelb (16. November 2017 um 16:30)

  • Briefmarkentor
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    • 11. Februar 2018 um 14:06
    • #15

    Für das Postamt in Neustrelitz kann ich den Zweikreisstegstempel (3) NEUSTRELITZ 1 / o für den Zeitraum von 1945 bis 1952 nachweisen. Diese scheint am häufigsten verwendet worden zu sein.


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  • Briefmarkentor
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    • 11. Februar 2018 um 14:22
    • #16

    Und hier noch vier späte Stempelabschläge:

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