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Ist der Inhalt oder die Bananenkiste wertvoller?

    • Wertermittlung
  • mahadma1000
  • 8. Mai 2017 um 20:33
  • Erledigt
  • mahadma1000
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    • 8. Mai 2017 um 20:33
    • #1

    Hallo allerseits,
    Eine große Bananenkiste mit 15 Alben mit Briefmarken, Ersttagsbriefen, Numisbriefen und Gedenkmünzen habe ich gefunden, als ich die Wohnung meiner Eltern vor einigen Wochen beräumt habe. Glücklicherweise (?) habe ich überhaupt reingesehen, da ich eigentlich dachte, es sei eine weitere Kiste alter Fotos. Die Kiste (besser gesagt der Inhalt) stammt von meinem vor ca. 15 Jahren verstorbenen Onkel, der Postbeamter gewesen ist und in der Familie immer als mit dem einzigen Hobby „Briefmarkensammeln“ bekannt war.
    Ich wundere mich, warum ausgerechnet mein Vater die Alben geerbt hat und nicht seine Frau und Kinder. Möglich ist aber auch, daß sie die wertvolleren Teile der Sammlung behalten haben und meinem Vater den „wertlosen Krempel“ gegeben haben. Mein Vater selbst hat wahrscheinlich mangels Sachverstand nicht einmal in die Kiste reingeschaut, geht aber nach meiner Nachfrage irgendwie davon aus, daß da „richtig Werte drin schlummern“…
    Auch er kennt sich (wie ich) überhaupt nicht mit der Materie aus und mutmasst das alleine aus dem Hobby und dem Beruf meines Onkels.
    Beim ersten googeln habe ich gelesen, daß die „normale“ Briefmarkensammlung nicht mehr wirklich wertbehaftet ist.
    Ich tue mich dennoch schwer, die ganze Kiste einfach zu entsorgen (könnten ja schon die Münzen einen gewissen Materialwert haben) oder als Komplettpaket in Ebay einzustellen (für welchen Betrag???).
    Es handelt sich um 15 Alben, mit überschlägig
    - 100 Münzen
    - 140 Ersttagsbriefen
    - 30 Numisbriefen
    - Zuzüglich vieler Seiten gestempelter und ungestempelter Marken ab ca. 1900


    Mit einer Sichtung und Bewertung bin ich völlig überfordert, weil ich von der Gesamtthematik schlicht null Ahnung habe.
    Ich habe nun einfach mal jede Klarsichtfolie fotografiert, was von Euch möglicherweise schon als Frechheit eingestuft werden könnte – aber keinesfalls so gemeint ist.

    Wenn jemand von Euch sich die Mühe einer Schnellsichtung machen würde und mir eine Einschätzung geben würde, wie ich mit der Sammlung verfahren soll, wäre ich Euch sehr dankbar.
    Hier der link zu den Fotos.
    Die älteren Briefmarken befinden sich im hinteren Teil der Fotos.

    Vielen Dank Euch bereits jetzt!

    2 Mal editiert, zuletzt von mahadma1000 (8. Mai 2017 um 20:54)

  • linos203
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    • 8. Mai 2017 um 21:07
    • #2

    Also, das wertvollste scheinen noch die Münzen bzw. Medallien zu sein. Briefmarken habe ich jetzt keinen besonderen Wert gesehen.

    Naja, wie üblich gibt es die Möglichkeit es über die Ebucht zu verkaufen, wenn du es schön aufteilst, bekommst du wohl am meisten, macht halt auch Arbeit. Aber wenn man Zeit hat sicher am besten.

    Ansonsten in ein Versteigerungshaus.

    Zuviel würde ich mir aber nicht versprechen!

    Einmal editiert, zuletzt von linos203 (8. Mai 2017 um 21:08)

  • mahadma1000
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    • 8. Mai 2017 um 21:32
    • #3

    Hallo Linos,
    danke für die Mühe und das Drüberschauen. Mit den Münzen komme ich wohl klar, da lassen sich Vergleichswerte finden und zur Not der Materialwert heranziehen.

    Das fällt mir bei den Briefmarken schwer. Macht ein Anbieten an ein Versteigerungshaus nach Deiner Einschätzung überhaupt Sinn, wenn Du gar nichts werthaltiges entdeckst?
    Kannst Du (oder andere) eine Pi mal Daumen - Größenordnung für den Briefmarkenteil geben?
    Entschuldigt bitte die platte Frage.
    Für eine Aufteilung habe ich weder Zeit noch eine Vorstellung, welche Lose ich zusammenstellen soll.
    Die Alternative wäre, die ganzen Ordner nochmal 20 Jahre im Keller verschwinden zu lassen und dann neu zu schauen. Sind solche Sammlungen eigentlich "verderblich"?

    Einmal editiert, zuletzt von mahadma1000 (8. Mai 2017 um 21:36)

  • Christoph 1
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    • 8. Mai 2017 um 22:09
    • #4

    Hallo Markus,

    also wenn Du das zu einem "richtigen" Briefmarken-Auktionshaus bringst, lachen die Dich vermutlich nur aus. Aber - um Deine Einstiegsfrage zu beantworten - der Inhalt ist in jedem Fall wertvoller als der Karton. Ich sehe da nicht nur "Schrott", auch wenn der Anteil an Ersttagsblättern, die bei einem Stückpreis von 1-10 cent liegen, doch recht hoch ist.

    Bei den älteren deutschen Marken sind teilweise sehr gut gestempelte Exemplare dabei, für die sich schon ein Liebhaber finden würde (vielleicht ist da noch mehr im inneren der Klarsichthüllen verborgen?). Und die Numisbriefe würde ich bei 2-3 € pro Stück (evtl. auch mehr) ansetzen (aber nur bei Einzelverkauf - alle zusammen natürlich weniger).

    Nur der reine Briefmarken-Teil, also ohne Münzen, Medaillien und Numisbriefe, würde nach meiner Einschätzung bei ebay vielleicht 30-40 € bringen, wenn Du es mit Startpreis 1 € und möglichst vielen Bildern (also nicht nur die ebay-Standard-Bilder) einstellst. Der Anschaffungspreis dieser Sachen war damals sicher um ein Viel-Viel-Faches höher.

    Ich würde alles, was mit Münzen zu tun hat, tatsächlich separat in möglichst kleinen Einheiten verkaufen, und den Rest als Briefmarken-Wunderkiste anbieten. Dabei möglichst nicht die Ersttagsblätter in den Mittelpunkt des Angebots stellen, sondern die gestempelten Einzelmarken prominent zeigen.

    Viele Grüße
    Christoph

  • Christoph 1
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    • 8. Mai 2017 um 22:11
    • #5
    Zitat

    Original von mahadma1000
    Die Alternative wäre, die ganzen Ordner nochmal 20 Jahre im Keller verschwinden zu lassen und dann neu zu schauen. Sind solche Sammlungen eigentlich "verderblich"?

    Ja! Feuchtigkeit ist Gift. Ansonsten, trocken und sauber gelagert, steht dieser Idee nichts im Wege. Vielleicht freut sich ja später mal einer dran.

  • uli
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    • 9. Mai 2017 um 09:38
    • #6
    Zitat

    Original von hallerc4


    Ja! Feuchtigkeit ist Gift. Ansonsten, trocken und sauber gelagert, steht dieser Idee nichts im Wege. Vielleicht freut sich ja später mal einer dran.


    Kleine Ergänzung: Solche Sammlungen werden bei einem Verkauf in 20 Jahren nicht mehr Erlös bringen als heute, sondern weniger. Nicht nur der Inhalt ist also verderblich, sondern auch sein Wert.
    Gruß
    Uli

    Suche Bund-Marken mit Stempel aus Düsseldorf! 
    Meine Tausch- und Verkaufsangebote im Philaforum --->  Ulis Flohmarkt

  • mahadma1000
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    • 9. Mai 2017 um 10:00
    • #7

    Hallo Uli,
    Deine Ergänzung ist ja interessant: werden Marken mit zunehmenden Alter etwa nicht seltener und damit wertvoller? Oder wird es immer weniger Sammler geben und daher ein Überangebot an Marken?
    Oder sind Sammler, die heute noch Marken kaufen, unter wirtschaftlichem Aspekt betrachtet "dumm"?
    Ich vermute, daß das alles Kaffeesatzleserei ist und möchte keine Grundsatzdiskussion lostreten.
    Trotzdem finde ich es interessant, daß der Wert in 20 Jahren geringer sein soll. Wird das hier allgemein geteilt?

  • wolleauslauf
    Gast
    • 9. Mai 2017 um 11:18
    • #8

    Hallo,

    noch kurz zur "Wertsteigerung"

    1) Ja, es kommen immer weniger junge Leute zum Hobby Briefmarken
    2) Alle die bereits sammeln, haben größtenteils die gezeigten Marken und kaufen solche Ware nicht, sondern tauschen diese.
    3) Kauf von Marken für eine evtl. Geldanlage ist erst in einem hohen Segment sinnvoll, wo man auch wieder beim Verkauf auch echtes Geld bekommt, das ist bei Deinen Marken nicht der Fall
    4) Je mehr Sammler sterben und ihre Marken hinterlassen und umso weniger neue Sammler dazukommen, desto mehr wird der Markt mit solchen "Dachbodenfunden" überschwemmt und der Preis geht ins Nirwana, in 20 Jahren ist mehr Material da, als Sammler dieses benötigen, leider !
    5) Wenn Du 50 Euronen bekommst sei zufrieden und wenn es mehr wird freue Dich ;)
    aber durch aufheben und evtl. falscher Lagerung werden die Marken garantiert nicht besser.
    6) Schau dass Du sie günstig weg bekommst und mach Dir davon zu Ehren von Deinem Onkel einen schönen Abend, vielleicht freut er sich und schaut von oben zu :D

    Meine Meinung mit vielen Grüßen von
    Wolle

  • mahadma1000
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    • 9. Mai 2017 um 12:06
    • #9

    Danke für die wertvollen Hinweise. Nach der Anmerkung von Uli habe ich sowas geahnt, aber nun bin ich wieder schlauer.
    Den Hinweis zum "schönen Abend" im Gedenken an meinen Onkel werde ich wahrscheinlich dennoch nicht umsetzen: es tut mir irgendwie in der Seele weh, eine offenbar wirklich mühevoll zusammengestellte und in der Anschaffung für seine Verhältnisse kostspielige Sammlung so zu "verramschen".
    Ein Erlös von vielleicht 50 Euro macht mich nicht reicher und nicht ärmer, so daß ich es dem Gedenken an ihn (er ist mein Patenonkel gewesen und hat mich als Kind oftmals zum Lachen gebracht) besser finde, die Marken aufzubewahren. Ich hoffe, das klingt jetzt nicht zu angeberisch.
    Ich habe sie daher mal in ein Regal im (trockenen) Kellerbüro verfrachtet und vermute, daß die Münzen vom Wert her mit den Jahren vielleicht doch eine Wertsteigerung erfahren. Derzeit ist der Silberkurs ja durchaus ausbaufähig...

    Einmal editiert, zuletzt von mahadma1000 (9. Mai 2017 um 12:08)

  • Ron Alexander
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    4. Mai 1984 (41)
    • 9. Mai 2017 um 14:56
    • #10
    Zitat

    Original von mahadma1000
    Danke für die wertvollen Hinweise. Nach der Anmerkung von Uli habe ich sowas geahnt, aber nun bin ich wieder schlauer.
    Den Hinweis zum "schönen Abend" im Gedenken an meinen Onkel werde ich wahrscheinlich dennoch nicht umsetzen: es tut mir irgendwie in der Seele weh, eine offenbar wirklich mühevoll zusammengestellte und in der Anschaffung für seine Verhältnisse kostspielige Sammlung so zu "verramschen".
    Ein Erlös von vielleicht 50 Euro macht mich nicht reicher und nicht ärmer, so daß ich es dem Gedenken an ihn (er ist mein Patenonkel gewesen und hat mich als Kind oftmals zum Lachen gebracht) besser finde, die Marken aufzubewahren. Ich hoffe, das klingt jetzt nicht zu angeberisch.
    Ich habe sie daher mal in ein Regal im (trockenen) Kellerbüro verfrachtet und vermute, daß die Münzen vom Wert her mit den Jahren vielleicht doch eine Wertsteigerung erfahren. Derzeit ist der Silberkurs ja durchaus ausbaufähig...

    Das ist m.E. die richtige Entscheidung :). Da hast Du sicherlich mehr daran und vl. findet sich ja noch ein Nachwuchssammler in der Familie der sich darüber freuen wird!

    Grüße,
    Ron

    Sammelgebiet:
    Französische Besatzungszone Württemberg
    Stetig auf der Suche nach Besonderheiten und Abarten der FZ Württemberg

  • wolleauslauf
    Gast
    • 9. Mai 2017 um 19:25
    • #11

    Ich finde es auch eine weise Entscheidung, aber bitte trocken lagern !! :D

    Es könnte ja auch sein, dass wenn Du Dich nur ein "bißchen" in die Materie vertiefst
    ( für Fragen stehen wir Dir gerne, jederzeit zur Verfügung !!! ), Du vielleichst selbst entdeckst dass dieses Hobby sehr spannend und auch beruhigend ist.

    Vielleicht führst Du die Sammlung Deines Onkels iirgendwann einmal weiter, ich würde mich freuen und Dich immer dabei unterstützen !!! :bier:

    Viele Grüße von
    Wolle

  • mahadma1000
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    • 9. Mai 2017 um 20:47
    • #12

    Danke für Eure Ermutigung und Hilfsangebote. In der Tat habe ich heute schon ergoogelt, daß just heute der monatliche Stammtisch des hiesigen Briefmarkensammlervereins war. Leider habe ich es terminlich nicht hinbekommen, auch teilzunehmen, war aber irgendwie voller Vorfreude, eine so andere "Spezies Mensch" kennenzulernen und mich einfach mal unter die Freaks dort zu mischen (lustigerweise findet der vierzehntägige Frühschoppen gleich in einer AWO-Einrichtung statt...)
    Es ist schon erstaunlich: im gleichen Zug (der Ausräumung der elterlichen Wohnung) hatte ich ein Münzalbum meines Großvaters gefunden (welches allerdings ungleich werthaltiger zu sein scheint). In diesem Zusammenhang habe ich mich in einem Münzforum angemeldet. Das Niveau dort und im hiesigen Forum übersteigt jenes der sonstigen Foren, in denen ich mich sonst bewegt habe, um Längen - ebenso die Hilfsbereitschaft. (Bei der Gelegenheit: ich finde es kraß, daß Ihr eine Schätzung der Sammlungen beliebiger Forianer überhaupt als Rubrik anbietet!!)
    In diesem Sinne würde ich mich freuen, ein neues Hobby entdecken zu können. Leider erlauben mir die Zeit und unsere gerade mal einjährige Tochter nicht wirklich große diesbezügliche Entdeckungen.

    Darf ich nochmal zurück zur Bananenkiste kommen: sie enthält beispielsweise eine Danzig-Marke, die ich mit dem Wert 7 Pfennig beim Googlen nicht gefunden habe. Wo sucht man (wenn man kein Jahresabo für den Michel-Katalog abschließen will) und wie findet man heraus, wie häufig oder selten solch eine Marke ist? Und wie bewerte ich den Zustand der Marke? Anfassen dürfte ich sie ja wohl nicht, oder? Könntet Ihr mir da mal mit Auflage und Bewertung aushelfen?
    Danke erneut.
    Vergrösserter Ausschnitt des Klarsichtfolienfotos anbei.

    Bilder

    • Screenshot 2017-05-09 21.40.50.png
      • 158,43 kB
      • 337 × 358
      • 265

    3 Mal editiert, zuletzt von mahadma1000 (9. Mai 2017 um 20:55)

  • Christoph 1
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    • 9. Mai 2017 um 21:17
    • #13

    Hallo,
    zunächst Glückwunsch zu Deiner Entscheidung, die Sammlung zu behalten. Finde ich gut.
    Danke auch für das Lob unseres Forums hier. Das freut mich - und sicher auch die anderen, die sich hier regelmäßig engagieren. Oft investiert man eine ganze Menge Zeit für die "Dachbodenfinder" und bekommt wenig feedback. Bei Dir ist das anders... Und dann gilt: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es zurück.

    Also schalle ich mal zurück: Du zeigst Danzig Michel-Nummer 236. Die Marke wurde am 27.4.1933 verausgabt, die Auflagenhöhe ist unbekannt (keine Auflagenangabe im Katalog). Die Marke hat in postfrischer Qualität (also mit rückseitig unbeschädigter Gummierung) einen Katalogwert von 6,50 € (wir sprechen lieber von Michel-€, denn der Katalogwert entspricht nicht dem realen Handelswert). Eine wirklich gute Möglichkeit um herauszufinden, zu welchem Preis eine Briefmarke gehandelt wird, ist ebay. Es werden in Deutschland auf keiner anderen Plattform mehr Briefmarken gehandelt als auf ebay. Wenn Du dort ein wenig suchst (wohlgemerkt: immer bei den verkauften Artikeln suchen, nicht bei den aktuell laufenden Angeboten), dann kannst Du sehen, dass diese Marke zwischen ca. 2 und 3 € gehandelt wird. Wenn die Gummierung rückseitig nicht vorhanden, beschädigt oder mit einem Falz (kleines Klebeteil) versehen ist, dann sinkt der Handelswert gegen Null.

    Wenn Du Dich entscheidest, weiter mit den Gezackten zu leben, dann kommst Du über kurz oder lang nicht um die Anschaffung eines Katalogs herum. Aber es muss ja nicht gleich das teure Jahresabo für Michel online sein. Ein alter "analoger" Katalog (der kann ruhig schon 5-7 Jahre alt sein) tut es für den Anfang auch. Den gibts für kleines Geld gebraucht (ebenfalls am besten bei ebay).

    Beste Grüße
    Christoph

  • mahadma1000
    neues Mitglied
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    10. August 1965 (60)
    • 9. Mai 2017 um 21:48
    • #14

    Wow, Christoph,
    das ist ja brutal schnell, wie es hier zugeht. Danke für die Information und die Blumen. Die Komplimente gebühren allein Euch.
    Bei Ebay hatte ich die erweiterte Suche schon bemüht, mir fehlte indes der Suchbegriff "236". Ich hatte nur nach Danzig 7 Pfennig gesucht und wurde nicht fündig. Die Michel-Nummer kannte ich nicht.
    Klasse, vielen Dank Dir. Übrigens auch für den Tipp des alten analogen Katalogs. Ich schaue bereits (woran Du erkennen kannst, daß mich schon ein gewisser Ehrgeiz gepackt hat, nicht mehr ganz so blöd dazustehen in diesem Genre...).
    Wie die Rückseite der Mi-236 aussieht, werde ich mal eruieren.
    Mir diente die Marke nur als Beispiel, um zu lernen, wie und nach welchen Kriterien man sucht.
    Die Echtheit einer Marke prüft man (laienhaft) mit einem Vergleich zwischen Katalogbild und vorhandener Marke? Hauptinstrument beim Briefmarkensammeln sind Lupe und Handschuhe? Daher wohl auch der Hinweis auf die beruhigende Wirkung des Hobbies von @Wolle ?
    Ich stehe da mit großen staunenden Kinderaugen vor...

    Die beispielhafte 236er Marke habe ich jetzt mal vorsichtig rausgeholt, ohne sie anzufassen. Für mich als Laien erkenne ich auf der Rückseite keinerlei Mäkel. Seht Ihr das genauso? Foto anbei.

    Bilder

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      • 245

    2 Mal editiert, zuletzt von mahadma1000 (9. Mai 2017 um 21:59)

  • Christoph 1
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    • 9. Mai 2017 um 22:03
    • #15

    Handschuhe wohl eher nicht... :D :D verzeih, dass ich schmunzeln muss...

    Nee, eine Pinzette ist angesagt, um die Marken anzufassen. Eine einfache Briefmarkenpinzette für wenige Euro reicht völlig aus.

    Und da Du jetzt voll einsteigen möchtest, ballere ich noch ein paar Infos zu Deiner Danzig-Marke hinterher: Es gibt diese Marke nämlich in zwei Farbvarianten: gelbgrün und dunkelgelblichgrün. Die zweite Variante ist deutlich wertvoller (Katalogpreis: 330,- Mi€ - die nennt sich dann 236b, hast Du vielleicht bei ebay schon gesehen). Welche Farbe Du hast, kann Dir nur ein fachkundiger Experte sagen. Diese Experten nennt man Prüfer. Alle Prüfer und ihre Konditionen findest Du unter (aber Achtung: eine solche Prüfung ist nicht billig). Manchmal sind die Marken aber schon mal geprüft worden, dann haben sie hinten auf der Rückseite einen kleinen Stempel drauf (meist mit dem Namen des Prüfers). Laienhaft kann man die Echtheit natürlich schon ganz grob anhand eines Vergleichs des Markenbildes prüfen. Aber richtig knifflig wird es bei Stempeln. Gut und zeitgerecht gestempelte Marken sind oft viel seltener als postfrische Marken. Das ruft so manchen Strolch auf den Plan, der einer billigen Marke einen (falschen) Stempel aufdrückt, um sie künstlich zu verteuern. Um sowas zu erkennen, muss man schon Experte sein. Und noch eine weitere Info: Diese Marke wurde laut Michel-Katalog "am 16.6.1937 aus dem Verkehr gezogen aber nicht ausdrücklich für ungültig erklärt". Das ist schon interessant, denn das gab es nicht so oft.

    So jetzt aber genug. Gute nacht,
    Christoph

  • Christoph 1
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    4.730
    • 9. Mai 2017 um 22:06
    • #16

    PS: Deine Rückseite sieht grundsätzlich gut aus. Aber die Gummierung ist anhand von Fotos immer nur mäßig zu beurteilen. Rechts im Bild die weißen Flecken? Was ist das? Vermutlich nur eine Lichtreflexion?

  • mahadma1000
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    10. August 1965 (60)
    • 9. Mai 2017 um 22:15
    • #17

    Na dann ist mein Ehrgeiz umso mehr geweckt, ob ich nicht vielleicht Variante 236b habe? :D
    Anbei mal ein detaillierteres Foto ohne Klarsichthülle und mit der danebenliegenden gestempelten und gelaufenen Marke. Ob das nun gelbgrün oder dunkelgelblichgrün ist, wird man wohl nur durch einen direkten Vergleich zweier 236er rausfinden, oder?

    Hier das weitere Foto:

    Bilder

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    Einmal editiert, zuletzt von mahadma1000 (9. Mai 2017 um 22:23)

  • mahadma1000
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    10. August 1965 (60)
    • 9. Mai 2017 um 22:19
    • #18
    Zitat

    Original von hallerc4
    PS: Deine Rückseite sieht grundsätzlich gut aus. Aber die Gummierung ist anhand von Fotos immer nur mäßig zu beurteilen. Rechts im Bild die weißen Flecken? Was ist das? Vermutlich nur eine Lichtreflexion?

    Sieht nicht nach einer Beschädigung aus, aber auch nicht nach Lichtreflexion. Anbei nochmal eine vergrößerte Detailaufnahme des Bereiches.
    Was denkst Du/Ihr?

    Bilder

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      • 234
  • Christoph 1
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    • 9. Mai 2017 um 22:19
    • #19

    siehst Du, und schon steckst Du mittendrin im Schlamassel :D :D

    Die 10 Pfennig (Mi-Nr. 194) gibt es wiederum in zwei Farbvarianten (dunkelgrün und dunkelsmaragdgrün)... Zusätzlich gibt es die aber auch noch in zwei Unterdruckvarianten (also Hintergrund), nämlich weiß und mattchromgelb.

    In jedem Fall muss die 236 immer ein helleres grün haben als die 194. Aber welche Variante es ist, kann man durch diese Gegenüberstellung keinesfalls erkennen.

    Gruß, Christoph

  • Christoph 1
    Stamm Mitglied
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    • 9. Mai 2017 um 22:35
    • #20
    Zitat

    Original von mahadma1000
    Sieht nicht nach einer Beschädigung aus, aber auch nicht nach Lichtreflexion. Anbei nochmal eine vergrößerte Detailaufnahme des Bereiches.
    Was denkst Du/Ihr?

    Schwer zu sagen. Könnten Spuren einer Anhaftung sein (das wäre schlecht), könnten aber auch normale Unreinheiten der Gummierung sein (das wäre nicht schlimm).

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