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Lädierte Postanweisung Ganzsache für 500,- EUR weg!

  • kartenhai
  • 21. Januar 2017 um 15:28
  • kartenhai
    Stamm Mitglied
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    Männlich
    • 21. Januar 2017 um 15:28
    • #1

    Diese arg ramponierte Ganzsache vom Deutschen Reich, eine Postanweisung mit einem Stempel: K. K. Post Ambulance nach Renningen in Baden-Württemberg, ging für die geforderten 499,99 EUR weg, der Bieter schlug genau 5 Sekunden vor Auktionsende zu, sogar mit 2 Geboten, er hätte also durchaus auch mehr dafür bezahlt, sofern ein Konkurrent ebenfalls zugeschlagen hätte.

    Warum dieser "Knochen" jemand so viel Geld wert war, entzieht sich meiner Kenntnis. Abgesehen vom Zustand des Beleges, in der Mitte gefaltet, oben ein Einriss geklebt, 2 Ecken abgeschnitten, voller Flecken, Knitter und Falten, ist da irgend etwas Besonderes daran, ist sie teuer im Katalog notiert, sind die Stempel darauf besonders selten und wertvoll?

    Ich hätte nicht mal 1,- EUR für diesen Beleg hingelegt. So kann man sich täuschen. :O_O:


    Gruß kartenhai

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  • erron
    Moderator
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    • 21. Januar 2017 um 16:39
    • #2

    kartenhai,
    ist Württemberg Nr A4. Ausgabe 1873. 7 Kreuzer in blau mit rückseitiger eingedruckter Jahreszahl "18".

    In ungebrauchter Erhaltung wertet diese Postanweisungskarte 55 MichelMark (Stand 1997)
    Gebraucht ist sie im Michel-Ganzsachenkatalog nicht bekannt/aufgeführt.
    In gebrauchter Erhaltung sind sie faktisch nicht zu finden, da sämtliche gebrauchten Postanweisung von der Reichspost einbehalten wurden und dann amtlich vernichtet wurden.

    Wenn dann solch eine vollständig Postanweisung mal angeboten wird, die es eigentlich in gebrauchter Erhaltung gar nicht geben sollte/kann, und dann noch mit linkem Couponteil, ist der Preis von knapp 500 Euro nicht einmal so hoch.

    Zu der Erhaltung:
    Michel schreibt u.a. : Klassische Ganzsachen sind in Luxuserhaltung kaum zu finden. Leichte Spuren durch die Beförderung verursucht (kleine Risse, Knicke an den Enden) sind bei gebrauchten Ganzsachen als völlig normale Erhaltung vollwertig. Die Preisansätze gelten für Durchschnittsqualität.

    mfg

    erron

    http://www.philadb.com

  • kartenhai
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    • 21. Januar 2017 um 17:20
    • #3

    Das erklärt natürlich schon den hohen Preis. Wie läßt sich aber das sehr späte Stempeldatum von 1875 erklären, wenn diese Postanweisungen alle schon 1873 amtlich vernichtet wurden?
    Da muß ja jemand ein Stück 2 Jahre lang gelagert haben und dann erst verwendet haben, ohne daß bei der Post jemand das gemerkt hat?

    Gruß kartenhai

  • erron
    Moderator
    Beiträge
    2.527
    • 21. Januar 2017 um 18:01
    • #4

    kartenhai,
    das Erscheinungsdatum dieser Postanweisungskarten war 1873 und nicht die amtliche Vernichtung der eingehalteten gebrauchten Karten.
    Ab dem Juli 1875 war die Wertangabe Pfennig statt Kreuzer und die Postanweisungvordrucke in Kreuzerwährung verloren ihre Gültigkeit.

    Somit gab es nur eine sehr kurze Verwendungszeit dieser Postanweisungskarte. Das Stempeldatum zeigt ja den 27.4.75. Also noch in der Gültigkeitsdauer.

    mfg

    erron

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  • Ron Alexander
    Stamm Mitglied
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    4. Mai 1984 (42)
    • 21. Januar 2017 um 18:07
    • #5

    Sehr interessant, wieder was dazugelernt :)!

    Vielen Dank fürs aufzeigen kartenhai und besten dan an erron für die Erläuterung!

    Grüße,
    ROn

    Sammelgebiet:
    Französische Besatzungszone Württemberg
    Stetig auf der Suche nach Besonderheiten und Abarten der FZ Württemberg

  • lickle
    erfahrenes Mitglied
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    • 22. Januar 2017 um 21:38
    • #6

    Wie der Anbieter auf eine Ganzsache der Reichsost kommt ist mir schleierhaft. Das Wort Württemberg kommt doch wohl oft genug auf der Ganzsache vor. Angesichts seiner anderen Auktionen hat er des öfteren Probleme bei der richtigen Beschreibung.

    Gebrauchte Postanweisungskarten von Württemberg sind in der Tat sehr selten. Die Verwendung nach Österreich ist noch dazu ein echtes Schmankerl. Der Oberkracher ist aber der Postablagestempel von Magstadt. Den hat wohl niemand von euch gesehen? :zZz:
    Wer sowas in guter Erhaltung sucht wird wohl kaum einmal in seinem Sammlerleben eine Gelegenheit dazu haben. Wenn so ein Teil dann auf einer Auktion in guter Erhaltung angeboten würde, sollte man eine gut gefüllte Portokasse haben.

    Gruß

    lickle

    PS. Der 7 Kreuzer Wertstempel war bis 30.6.1876! gültig, weil sein Wert genau 20 Pfennig entsprach.

    Einmal editiert, zuletzt von lickle (22. Januar 2017 um 21:39)

  • migara
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    12. August 1982 (43)
    • 8. Februar 2017 um 19:10
    • #7

    @ erron, danke für die Aufklärung, nun weiß ich endlich was das für eine Marke ist und kann mit der Suche aufhören.

    Leider rechts beschädigt.

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    2 Mal editiert, zuletzt von migara (8. Februar 2017 um 19:12)

  • erron
    Moderator
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    2.527
    • 8. Februar 2017 um 23:14
    • #8
    Zitat

    Original von migara
    @ erron, danke für die Aufklärung, nun weiß ich endlich was das für eine Marke ist und kann mit der Suche aufhören.

    Leider rechts beschädigt.

    migara,
    dein vorgestellter Ausschnitt aus einer Ganzsache hat die Mi Nr. U 13.

    Ausgabe von Württemberg, achteckiger Wertstempel mit Ziffer im Oval und mit Überdruckband: DREI KREUZER POST - COUVERT DREI KREUZER POST - COUVERT

    April 1865, 3 Kreuzer karmin, jedoch jetzt mit Überdruckband in schwarz.
    Die Bewertung für einen kompletter Umschlag in Format 147 x 84 mm beträgt, Stand 1997; 25 MichelMark.

    mfg

    erron

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  • migara
    neues Mitglied
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    12. August 1982 (43)
    • 9. Februar 2017 um 07:52
    • #9

    erron

    Vielen Dank für die aufschlussreiche Auskunft!

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