Liebe Forumskollegen!
In den letzten Jahren habe ich mich auf Grund der Abarbeitung eines Nachlasses immer wieder hier im Forum zu Wort gemeldet. Teilweise habe ich Funde vorgestellt oder Anfragen nach dem Wert von Marken oder Belegen formuliert. Mein Ziel, entweder vermarkten oder ein neues Hobby entwickeln.
Fazit: Die Marken haben - bis jetzt habe ich mich noch nicht von ihnen getrennt - keinen oder nur geringen Wert, obwohl einzelne Exemplare im Michel recht gut bewertet werden.
Die Frage, die sich aus diesem Sachverhalt logischerweise ableitet, ist die nach der Aussagekraft eines Kataloges, der doch offensichtlich den Markt nicht real abbildet. Wäre den Philatelisten und den Quereinsteigern nicht besser geholfen, wenn im Michel die tatsächlichen Marktwerte der Briefmarken angegeben würden? Für den Quereinsteiger ist die vorliegende Situation völlig unbefriedigend und auch der Experte richtet sich nicht nach den Angaben im Michel und frönt ganz anderen Leidenschaften.
Oder - ich hoffe, Ihr verzeiht mir diese Ketzerei - ist diese Bewertungsunschärfe vorsätzlich herbeigeführt, um wahre Philatelisten vom "dummen" Rest abzugrenzen.
Mir ist jedenfalls dieses potentielle Hobby durch diese Unsicherheiten in der Bewertung, die alltäglichen Betrugsversuche bei ebay und anderswo und eine recht weit abgehobene Kern-Philatelistenschaft bisher nicht besonders sympathisch geworden. Und wenn ich die vielen anderen Beiträge im Forum beobachte - wir leben derzeit in einer Phase, in der viele Nachlässe bearbeitet werden müssen - geht es vielen anderen Forumsmitgliedern ebenso.
Ich hoffe, Ihr nehmt mir diesen Beitrag nicht übel. Vielleicht entwickelt sich eine konstruktive Diskussion, die der Philatelie insgesamt förderlich ist.
Gruß frimer14