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Post Modern mit Frankit-Klebezettel

  • kartenhai
  • 18. September 2015 um 10:34
  • kartenhai
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    • 18. September 2015 um 10:34
    • #1

    Eine seltsame Frankierung erhielt ich da im August dieses Jahres. Der Absender war aus Dresden, auf dem Brief klebte eine Briefmarke des privaten Postunternehmens Post Modern in Dresden. Der Brief wurde bei der Post für 62 Cents nachfrankiert. Unter dem Klebezettel kann man erkennen, daß die darunter liegende Marke mit einem vierzeiligen Stempel bereits entwertet war.
    Auf der Rückseite des Kuverts ist noch ein Stempel: PostModern-MA 0111 DP-BZA dort, wo die Klappe zugeklebt war (wurde der Brief etwa bei der Post geöffnet und wieder verschlossen?)

    Die Marke habe ich nicht bei Post Modern gefunden, oben links ist noch ein grünes Emblem zu sehen mit der Inschrift: Festwoche, es kann sich auch um eine sog. "Wunschbriefmarke" handeln, die man bei dieser Post individuell anfertigen lassen kann.

    Oder hat da jemand einen bereits gestempelten Umschlag in den Briefkasten geworfen, der wurde an den Absender zurückgeschickt, der ihn dann am Postschalter noch einmal gegen Gebühren-Nachentrichtung abgegeben hat? Oder hat der Absender den Brief in seiner Arbeitgeber-Firma gebührenfrei mit dem FRANKIT-Stempel versehen?

    Gruß kartenhai

    Bilder

    • Post Modern Frankit.jpeg
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      • 1.126
  • linos203
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    26. Oktober 1966 (59)
    • 18. September 2015 um 12:33
    • #2
    Zitat

    Original von kartenhai
    Eine seltsame Frankierung erhielt ich da im August dieses Jahres. Der Absender war aus Dresden, auf dem Brief klebte eine Briefmarke des privaten Postunternehmens Post Modern in Dresden. Der Brief wurde bei der Post für 62 Cents nachfrankiert.i

    All deine Mutmaßungen sind falsch.

    Der Absender hat den Brief bei dem Privatpostunternehmen aufgegeben, dort wurde er auch ordnungsgemäß frankiert und gestempelt. Da diese Privatpostunternehmen aber nur einen begrenzten Zustellungsbereich haben, den sie selbst übernehmen, wird einfach mit einer Etikette überklebt und durch die Frankiermaschine geschickt. Da diese Unternehmen einen Mengenrabatt haben reniert sich das. Der Brief wird dann der Post übergeben zur Zustellung.

  • kartenhai
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    • 20. September 2015 um 21:37
    • #3

    @ linos203:

    Danke für die Erklärung, wie diese Frankatur zustande kam. :)

    Gruß kartenhai

  • frankierklaus72
    neues Mitglied
    Beiträge
    14
    • 16. Mai 2018 um 20:30
    • #4

    Erkennbar an der Serien-Nr. ist auch, dass es sich um eine Francotyp-Postalia centormail Frankiermaschine handelt, vermutlich um eine BBS-Centormail für private Postdienstleister. Die centormail war zu dieser Zeit das größte Modell von Francotyp-Postalia und wurde nur von Großanwendern eingesetzt.

    Wichtig zu wissen ist auch, dass die Briefe erst einmal mit dem benötigen Porto frankiert werden. Den Rabatt auf was Porto, der je nach Einliefermenge und Verhandlungsgeschick laut Branchenkreisen bis zu 50% sein kann, wird erst im Nachhinein dem Anbieter gewährt und vergütet. Daher ist es für den Endkunden nicht sichtbar, wie viel der Postdienstleister wirklich bezahlt.

    In der Regel bieten private Postdienstleister den Versand von Standardbriefen um einige Cent günstiger als die geltenden 70-Cent der Deutschen Post an. Wenn man bedenkt, dass durch den Aufwand des Frankierens (Frankiermaschine, Wartung, Tinte, Etiketten, Mitarbeiterkosten etc.) und Konsolidierens noch zusätzliche Kosten entstehen, kann man sich denken, dass der "Porto-Einkaufspreis" entsprechend niedrig sein muss, damit noch ein paar Cent Marge übrig bleiben.

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